Auf dem Roten Teppich zur Premiere der zweiten Staffel von “Star Trek: Discovery” gab es ein paar interessante Neuigkeiten zu erfahren.

Achtung! Sehr leichte Spoiler für die erste und zweite Staffel “Discovery” folgen.

Die Produzenten Alex Kurtzman und Heather Kadin produzierten vor der Premiere von “Brother” fast schon nebenläufig eine hoch erfreuliche Nachricht: Michelle Yeoh bekommt nicht nur ihre eigene Serie, ihr Alter Ego Phillipa Georgiou wird auch noch in der dritten Staffel von “Discovery” eine Rolle spielen. Damit geht natürlich implizit einher, dass es eine dritte Staffel geben wird. Auch wenn CBS dazu noch kein offizielles Statement abgegeben hat, ist es ein gutes Zeichen, dass Kadin und Kurtzman bereits jetzt für die dritte Staffel planen.

Nicht nur, dass alleine auf Grund der Ankündigungswelle für neue Serien in den letzten Wochen als gesetzt gelten darf, dass das “Flagschiff Discovery” mit großer Sicherheit fortgesetzt wird, so könnte dies auch ein Zeichen dafür sein, die Produktion möglichst schnell wieder aufgenommen wird. Dies hätte den Vorteil, dass neue “Discovery”-Staffeln tatsächlich im Jahrestakt erscheinen könnten. Zwischen den beiden ersten Staffelpremieren lagen fast 16 Monate.

TrekCore.com und TrekMovie.com berichten übereinstimmend:

Frage: “Gibt es schon irgendeinen Zeitraum, in dem wir [die Sektion-31-Serie] erwarten können?”

Heather Kadin: “Nicht offiziell, aber [Philippa Georgiou] wird in der dritten Staffel von ‘Discovery’ auftauchen.”

Agent Georgiou (Photo: CBS Television Studios)

Agent Georgiou (Photo: CBS Television Studios)

Zusätzlich bestätigten Kurtzman und Kadin, dass die Sektion-31-Serie fortlaufend und nicht als Mini-Serie geplant sei. Das ist ein echter Coup für CBS All Access. Nach Ihrem Erfolg mit “Crazy Rich Asians” ist Yeoh aktuell eine gefragte Frau in Hollywood. Dass sie, wie auch Sir Patrick Stewart, bereit ist, sich auf Jahre zu verpflichten, spricht dafür, dass CBS derzeit viel Geld und damit Vertrauen in den Ausbau von “Star Trek” steckt.

Kadin verteidigte die Sektion-31-Serie auch gegen eine kritische Nachfrage:

Frage: “Wie passt ein Charakter wie die ‘bose’ Spiegel-Georgiou in das allgemein optimistische ‘Star Trek’-Universum?”

Heather Kadin: “Wissen Sie, was großartig an ihr ist? Ja, sie ist – Zitat – ‘böse’ – Zitatende – aber Sie existiert in die Welt, die wir erschaffen haben. Ich glaube, dass viel ihrer ‘Boshaftigkeit’ von der Genüßlichkeit herrührt, mit der sie ihre Figur zelebriert, und wie eine Schauspielerin die Haut [von Primär-Georgiou] schlüpft.

Patrick Steward auf der Berlinale 2017 (CC-BY-SA 4.0 Maximilian Bühn)

Patrick Steward auf der Berlinale 2017 (CC-BY-SA 4.0 Maximilian Bühn)

Auch zu anderen Projekten erfahren wir etwas mehr. Kurtzman bestätigte, dass die Picard-Serie die Handlungselemente aus “Star Trek” (2009) berücksichtigen soll, die im Primäruniversum stattfanden (vor Allem die Zerstörung von Romulus). Offenbar ist aber noch nicht ganz geklärt, ob und wenn ja unter welchen Bedingungen das eigenständige Filmstudio Paramount der ehemaligen Konzernschwester CBS dafür die Rechte erteilt.

Frage: “Wie viel Zugang haben die Autoren [der Picard-Serie] zu Material aus den “Star Trek”-Filmen?”

Alex Kurtzman: “Nun, da ich den Film 2009 mitgeschrieben habe, bin ich da sattelfest – oder geht es bei der Frage um Rechtliches?”

Frage: “Ja, dürfen Sie rein rechtlich gesehen die Filmelemente aufgreifen und vertiefen?

Alex Kurtzman: “Ich denke, das werden wir in den nächsten Monaten herausbekommen. Es ist eine laufende Diskussion. Offensichtlich wäre es großartig. Es ist schließlich alles Kanon, oder? Also wäre es sicher gut, einen Weg zu finden, damit es alles konsistent zusammen passt.”

Erneut wurde Ende 2019 als Ziel für die Veröffentlichung der ersten Staffel ausgegeben, diesmal jedoch mit der Hintertür, dass es ggf. doch erst Anfang 2020 werden könnte.


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