„Saints of Imperfection“ („Die Heiligen der Unvollkommenheit“), die fünfte Episode der zweiten Staffel von “Star Trek: Discovery”, kann das hohe Niveau der vorangegangenen Episode halten, stellenweise sogar übertreffen. Die Serie findet mehr und mehr zu sich selbst, wenngleich sie etwas Gefahr läuft, den Drama-Aspekt zu überstrapazieren.

Vorsicht Spoiler!

Die Handlung

Die Discovery verfolgt Spocks Shuttle und bringt es im Shuttlehangar auf. Zur großen Überraschung aller ist jedoch nicht Spock der Pilot des Shuttles, sondern Philippa Georgiou, die nun für „Sektion 31“ arbeitet. Ihre Mission: Den flüchtigen „Mehrfachmörder“ Spock aufspüren und festnehmen. Sehr zum Missfallen von Captain Pike wird der Discovery  schließlich ein Verbindungsoffizier von „Sektion 31“ zugewiesen. Dabei handelt es sich um Ash Tyler.

Ein allerdings noch viel größeres Problem stellt sich der Besatzung im Maschinenraum: Nachdem Tilly kürzlich vom Kokon des eukaryotischen Organismus’ aus dem Myzelnetzwerk verschlungen worden ist, befürchtet Burnham nun das Schlimmste. Doch Stamets ist sich sicher, dass Tilly noch lebt. Er entwickelt einen Plan, um Tilly im Myzelnetzwerk zu suchen. Dafür muss die Discovery zur Hälfte in den Myzelraum eindringen, während die andere Schiffshälfte im Normalraum verbleibt. Ein gefährliches Unterfangen, wenn man an die Katastrophe auf der U.S.S. Glenn (Episode 1×03 „Lakaien und Könige“) denkt.

Die U.S.S. Discovery in "Saints of Imperfection" (Szenenbild: CBS)

Die U.S.S. Discovery in “Saints of Imperfection” (Szenenbild: CBS)

Im Myzelraum trifft Tilly auf „May“, die um deren Hilfe bittet. Eine feindselige Kreatur sei dabei, die Bewohner des Myzelraums, die jahSepp, zu vernichten. Tilly solle ihr dabei helfen, dieses “Monster” zu eliminieren. Gemeinsam mit Burnham und Stamets, die mittlerweile ebenfalls in den Myzelraum vorgedrungen sind, machen sie sich auf die Suche nach dieser Bedrohung. Diese stellt sich am Ende allerdings als eine Art Myzel-Reinkarnation des verstorbenen Hugh Culber heraus. Dessen neurale Energie war durch Stamets in den Myzelraum gelangt. Dank „Mays“ Hilfe und unter Verwendung des Kokons im Maschinenraum gelingt es schließlich, Culber im Normalraum zu reinkarnieren beziehungsweise wiederzubeleben.

Wenig später ruft Admiral Cornwell vom Sternenflotten-Kommando Captain Pike auf das Schiff der Agenten von „Sektion 31“. Die Sternenflotte habe neue Hinweise hinsichtlich des „Roten Engels“ erhalten. Die sieben Signale wiesen Tachyonen-Strahlung auf, was somit entweder aufwil eine Tarntechnologie oder auf eine Zeitreise schließen lasse. Cornwell fordert Pike und Leland dazu auf, ihre Hahnenkämpfe zu unterlassen und künftig produktiv zusammenzuarbeiten…

Oh, bring back my Bonnie to me…

My Bonnie lies over the ocean

My Bonnie lies over the sea

My Bonnie lies over the ocean

Oh, bring back my Bonnie to me…

Diese bekannten Textzeilen stammen aus einem Song der berühmten Musikgruppe „The Beatles“ (1962). Der Text passt aber auch sehr gut zu Lt. Commander Stamets und Dr. Hugh Culber. Denn in „Saints of Imperfection“ stellt sich heraus, dass der gute Doktor nämlich (welch „unerwartete“ Überraschung!) gar nicht tot ist, sondern dass seine neurale Energie durch den sich in einem Übergangsstadium befindlichen Paul Stamets in das Myzelnetzwerk gelangt ist (Episode 1×10 “Nur wegen dir” / “Despite Yourself”). Dort wurde diese Energie dann in einen neuen Culber-Körper transformiert. Später gelingt es, die „Lebensenergie“ des Doktors wieder in das „normale“ Universum zu übertragen und seinen alten körperlichen Zustand wiederherzustellen.

Auferstehungen haben gute, alte Tradition in „Star Trek“. Und nun hat man dieses narrative Trick auch in „Discovery“ genutzt, um einen der größten kreativen Fehler in der Geschichte des Franchise zu korrigieren: Das Herausschreiben der Figur des Dr. Culber – einzig und allein aus dem Grund, einen WTF! -Moment zu schaffen.

Dr. Hugh Culber (Wilson Cruz) erlebt in "Saints of Imperfection" eine spektakuläre Auferstehung (Szenenfoto: CBS)

Dr. Hugh Culber (Wilson Cruz) erlebt in “Saints of Imperfection” eine spektakuläre Auferstehung (Szenenfoto: CBS)

Soll man die Autoren zu diesem „Coup“ nun beglückwünschen oder doch eher auslachen? Ich tendiere zu beidem. Einerseits freut es mich für Wilson Cruz, dass er seinen Job zurück hat. Zudem war mir Dr. Culber von Anfang an sehr sympathisch. Ich denke, sowohl Culber als auch Cruz tun der Serie gut, sodass ich erleichtert bin, dass man die Kurve in dieser Sache doch noch gekriegt hat.

Andererseits machen sich die Autoren natürlich auch ein Stück weit lächerlich, wenn sie ständig Charaktere sterben lassen und diese dann doch wieder „reanimieren“ (Georgiou, Culber). Auch wenn man das hier inhaltlich wirklich sehr clever umgesetzt hat. Dementsprechend gehöre ich auch zu den (wahrscheinlich) sehr wenigen Zuschauern, die hoffen, dass in der dritten Season (sollte es eine geben) nicht auch noch der „echte“ Captain Lorca zurückkehren wird. Bitte, übertreibt es nicht mit diesen Rückholaktionen!

Sektion 31 und die Rückkehr von Ash Tyler

Der gesamte Story-Arc um „Sektion 31“ wirkt auf mich leider immer noch unnötig, sodass ich die Vermutung habe, man hat diesen nur aus zwei Gründen implementiert: Erstens als Starthilfe für eine (sehr umstrittene, da sehr dunkle) neue “Star Trek”-Spin-off-Serie. Und zweitens als „Arbeitsbeschaffungsmaßnahme“ für Michelle Yeoh (Georgiou) und Shazad Latif (Ash Tyler).

Geheimagenten unter sich: Leland (Alan van Sprang) und Georgiou (Michelle Yeoh) in "Saints of Imperfection" (Szenenfoto: CBS)

Geheimagenten unter sich: Leland (Alan van Sprang) und Georgiou (Michelle Yeoh) in “Saints of Imperfection” (Szenenfoto: CBS)

Ich für meinen Teil bräuchte beide Charaktere nicht zwingend in der Serie. Einerseits, weil ich weder die Ex-Imperatorin noch Tyler als große Bereicherung für die Serie betrachte. Andererseits finde ich auch die beiden Schauspieler nicht so bemerkenswert, dass ich der Meinung wäre, diese seien für den langfristigen Erfolg der Serie unverzichtbar. Bei Anson Mount beziehungsweise Captain Pike sieht das schon ganz anders aus. Sein (sehr wahrscheinlicher) Ausstieg nach der zweiten Season wird definitiv ein Verlust sein.

Agent Ash Tyler (Shazad Latif) kehrt in "Saints of Imperfection" auf die U.S.S. Discovery zurück (Szenenfoto: CBS)

Agent Ash Tyler (Shazad Latif) kehrt in “Saints of Imperfection” auf die U.S.S. Discovery zurück (Szenenfoto: CBS)

Ein weiteres Problem ist die mit „Sektion 31“ verbundene Kanon-Dissonanz. Warum „Sektion 31“ im 22. Jahrhundert geheim, im 23. Jahrhundert bekannt und im 24. Jahrhundert wieder supergeheim ist, muss „Discovery“ erst einmal glaubwürdig erklären können.

Und dann wäre ja auch noch Ash Tyler. Dank ihm wissen wir jetzt, dass Worf also doch nicht der erste Klingone in der Sternenflotte gewesen ist. Danke auch für diese (völlig unnötige) Information! Auf eine Neuauflage der schmalzigen Burnham-Tyler-Romanze kann ich auch liebend gerne verzichten.

„Discovery“ ist ein emotionales Science-Fiction-Drama

Wenn man die Entwicklung der jüngsten Star Trek-Serie betrachtet, dann fällt auf, dass „Discovery“ mehr noch als „Deep Space Nine“ zu einer Dramaserie geworden ist. Die Charaktere stehen hier weit mehr im Mittelpunkt, als das bei allen anderen “Star Trek”-Serien der Fall war. Man hat stellenweise das Gefühl, der Science-Fiction-Anteil sei nur noch Beiwerk, um Geschichten über Identitätskrisen (Burnham, Saru), Persönlichkeitsentwicklung (Burnham, Tilly, Saru) oder auch romantische (Stamets/Culber, Burnham/Tyler), familiäre (Burnham/Sarek/Amanda/Spock) und freundschaftliche (Burnham/Tilly, Burnham/Saru) Beziehungen zu erzählen.

Das ist natürlich legitim und wahrscheinlich auch absolut zeitgemäß. Man denke nur an viele Krimiserien (z.B. „Tatort“), in denen mittlerweile oftmals das Privatleben des Ermittlers und nicht der Kriminalfall selbst im Mittelpunkt steht. Nur ist es eben auch ein völlig anderer Ansatz als jener, den Gene Roddenberry „Star Trek“ ursprünglich zugedacht hatte, nämlich einen „Wagon Train to the Stars“, in welchem eindeutig Pioniergeist und Abenteuer im Zentrum der Handlung stehen.

Hugh Culber (Wilson Cruz) und Paul Stamets (Anthony Rapp) in "Sainst of Imperfection" (Szenenfoto: CBS)

Hugh Culber (Wilson Cruz) und Paul Stamets (Anthony Rapp) sehr emotional in “Saints of Imperfection” (Szenenfoto: CBS)

Ob diese Entwicklung nun positiv oder negativ zu bewerten ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Grundsätzlich halte ich es für mutig und auch nötig, „Discovery“ ein eigenes, modernen Profil zu verpassen, das sich auch von den bisherigen “Star Trek”-Serien abgrenzt. Andererseits war „Star Trek“ für mich schon immer zuallererst eine Abenteuerserie, in der das Erforschen fremder Welten und neuer Zivilisationen im Mittelpunkt steht. Und sekundär war „Star Trek“ natürlich auch intelligente Gesellschaftskritik. Die Charaktere und ihre Geschichten waren hier aber immer nur Beiwerk, weshalb es am Ende auch stets möglich war, die verschiedenen Charaktere einfach auszutauschen und unterschiedliche Crews in die unendlichen Weiten des Weltraums zu entsenden. Der Kern von „Star Trek“ ist jedoch immer geblieben, wenn auch in verschiedenen Variationen. „Discovery“ scheint hier allerdings einen neuen Weg einzuschlagen, was schon an der Protagonistin Michael Burnham erkennbar ist.

Ich sehe diesen neuen Ansatz mittlerweile aber schon ein wenig kritisch, zumal mir neuerdings einfach zu oft geflennt wird. Praktisch in jeder Episode fließen die Tränen – wenn nicht bei Burnham, dann eben bei Tilly, Stamets, Culber oder sogar bei Saru. Ich habe wirklich nichts gegen emotionale Dramen, aber in einer “Star Trek”-Serie sollte schon die Mischung stimmen. Und die passt in meinen Augen in „Discovery“ nicht so ganz. „Deep Space Nine“ war diesbezüglich wesentlich ausgewogener.

Tilly (Mary Wiseman) weint in "Saints of Imperfection" (Szenenfoto: CBS)

Tilly (Mary Wiseman) weint in “Saints of Imperfection” (Szenenfoto: CBS)

Glaube vs. Wissenschaft – Der zweite Akt

Das Thema „Religion vs. Wissenschaft“ wurde bereits in der zweiten Episode der Staffel „New Eden“ aufgegriffen, hier allerdings in Bezug auf den „Roten Engel“. „Saints of Imperfection“ greift diese Thematik ebenfalls auf, setzt allerdings einen anderen thematischen Schwerpunkt. Die Folge ist in meinen Augen gespickt mit religiösen Motiven.

Hugh Culbers „Wiederbelebung“ weist starke Parallelen mit dem Glauben an die „Auferstehung der Toten“ und das „ewige Leben“ auf, wie man diese beispielsweise aus den monotheistischen Religionen (insbesondere im Christentum) kennt. In gewisser Weise ist „Die Heiligen der Unvollkommenheit“ der Versuch, die religiöse Vorstellung vom ewigen Leben – oder auch einer unsterblichen Seele – wissenschaftlich (oder pseudowissenschaftlich – je nachdem, wie man die angebotene Erklärung bewerten mag) zu unterfüttern. Stamets verweist auf ein Gesetz der Thermodynamik, das besagt, dass Energie weder erzeugt noch erschaffen werden kann, sondern lediglich seinen Zustand ändert. Man darf hier aber nicht vergessen: Es ist und bleibt Science-Fiction!

Im Grunde genommen deckt sich diese Aussage mit der religiösen Vorstellung, dass jeder Mensch eine unsterbliche Seele („Lebensenergie“) besitzt, die nach dem körperlichen Tod in einen anderen Zustand übergeht, der in vielen Religionen als „Leben nach dem Tod“ beschrieben wird (hier: Myzelnetzwerk). „Saints of Imperfection“ greift ferne die Idee auf, dass dieser Vorgang auch wieder umgekehrt werden kann, was zumindest ansatzweise an die Geschichte über die Auferstehung Jesu Christi in den Evangelien des Neuen Testaments erinnert.

Gibt es für Dr. Culber eine Rückkehr in den Normalraum? (Szenenfoto: CBS)

Gibt es für Dr. Culber eine “Auferstehung” von den Toten? (Szenenfoto: CBS)

„Die Liebe siegt über den Tod und ihre Kraft ist Leben“, hat der deutsche Dichter und studierte evangelische Theologe Friedrich Gottlieb Klopstock (1724-1803) einst geschrieben. Das Zitat trifft auch auf Stamets und Culber zu, denn letztendlich ist es die Liebe beider zueinander, die dazu führt, dass Culber nicht wirklich tot ist. An dieser Stelle wird es wirklich sehr religiös!  Hier werden die Meinungen im Fandom sicherlich weit auseinander gehen. Dem einen gefällt’s, dem anderen eher nicht.

„Discovery“ macht hier also einen Schritt vom religiösen „Mythos“ hin zum „Logos“ (der „Vernunft“ zugänglich) und unternimmt den mutigen Versuch, beiden Sichtweisen – der wissenschaftlichen und der religiösen – gleichermaßen gerecht zu werden. Damit bestreitet „Star Trek“ hinsichtlich dieser Thematik definitiv einen neuen Weg, der sogar über das hinausgeht, wie die Propheten vor 20 Jahren in „Deep Space Nine“ dargestellt worden sind.

Ich würde beinahe vermuten, dass diese Herangehensweise die Grundbotschaft der gesamten Staffel sein könnte. Darauf deutet einerseits Captain Pike hin, der nun schon zum zweiten Mal nach “New Eden” seine religiöse (scheinbar christliche) Familie erwähnt. (Was auch irgendwie logisch klingt, denn immerhin trägt er einen Vornamen mit Bezug zum Christentum, schließlich heißt „Christopher“ so viel wie „Christusträger“ oder „der Christus in seinem Herzen trägt“). Andererseits scheint auch bei Burnham („Meine Religion ist die Wissenschaft.“) ein Umdenken stattgefunden zu haben. Denn sie erkennt am Ende der Episode, dass Glauben sehr viel mit Dingen wie Vertrauen, Orientierung, Hoffnung, Liebe und Lebensmut zu tun hat und nicht notwendigerweise mit einem Gott in der Funktion eines “Lückenbüßers” (vgl. 2×02 “New Eden”).

Womöglich ist die Thematik der Staffel gar nicht “Faith vs. Science”, sondern “Faith and Science”?

Ein kryptischer Episodentitel

Der Episodentitel „Saints of Imperfection“ mutet schon sehr kryptisch an. In gewisser Weise ist er fast schon ein Oxymoron, denn „Heilige“ wurden vor allem im Mittelalter in der Regel als (fast) perfekte Menschen betrachtet. Des Weiteren galten die „Heiligen“ als Medium zwischen dem Diesseits und dem Jenseits. Dementsprechend würde ich den Titel der Episode vor allem auf Stamets beziehen, der in seiner Phase des Flusses zwischen dem Normalraum und dem Myzelraum (Season 1!) eine Art Medium gewesen ist, wodurch Culbers „Lebensenergie“ (oder religiös gesprochen: Seele) in einen anderen Seinszustand übergehen konnte.

Da allerdings im Plural gesprochen wird, müssen auch noch andere Charaktere gemeint sein. Georgiou ist sicher keine „Heilige“, ebenso wenig wie Leland oder Tyler. Eventuell könnte mit dem Titel auch gemeint sein, dass gute Motive nicht notwendigerweise auch zu guten Resultaten führen müssen. Stamets hat als Forscher natürlich keine bösen Absichten, aber seine Entdeckung des Myzelnetzwerks hat letztendlich dazu geführt, dass die Discovery den Lebensraum der Myzel-Aliens (jahSepp) zerstört. Ebenso Culbers Versuch, sich vor den „Angriffen“ der Myzel-Aliens zu schützen. Demnach sind auch die Forscher der Sternenflotte – Stamets, Culber, Tilly und Burnham – trotz ihrer Humanität, die sich vor allem in der Empathie und Hilfsbereitschaft zeigt, letztendlich „Heilige der Unvollkommenheit“.

Tilly und May in "Saints of Imperfection" (Photo: CBS)

Tilly und May in “Saints of Imperfection” (Photo: CBS)

Was sonst noch gut und weniger gut war

Wirklich gut gefallen haben mir…

  • die Effekte, die Musik und die szenische Umsetzung. Wieder einmal grandios!
  • Captain Pikes Führungsstil, eine Mischung aus Respekt, Verständnis, Vertrauen, Ehrlichkeit, Bestimmtheit – oder einfach seine natürliche Autorität.
  • dass Burnham mal nicht so sehr im Mittelpunkt steht.

Etwas gestört hat mich…

  • dass sich die Suche nach Spock zieht wie Kaugummi.
  • dass Saru in dieser Folge wieder kaum in Erscheinung getreten ist.
  • dass wir immer noch nicht wissen, wer oder was Lieutenant Commander Airiam ist.
  • dass Commander Reno plötzlich verschwunden zu sein scheint.
  • dass Michelle Yeoh in der Originalversion teilweise spricht wie eine schlechte Laienschauspielerin.
  • dass sich Philippa Georgiou in der deutschen Synchronisation wie B’Elanna Torres anhört (immer noch sehr irritierend!)
  • dass der „Proximity Alert“ der Discovery wie der „Tactical Alert“ der Klingonen im 24. Jahrhundert klingt.
  • dass etliche Aliens in „Star Trek“ immer mit einem britischen Akzent sprechen. Sehr klischeehaft!

Fazit: Fünf Sterne für „Saints of Imperfection“

„Saints of Imperfection“ ist eine wirklich sehr gelungene Star Trek-Episode mit außerordentlich spektakulären Spezialeffekten, einer spannenden Rahmenhandlung, schönen Dialogen und großartigen Charaktermomenten. Die Folge ist zudem intellektuell recht anspruchsvoll. Das „Technobabble“ erinnert sehr stark an das „Star Trek“ der 90er-Jahre, was wiederum ein gewisses Nostalgie-Gefühl auslöst. Viel wichtiger ist allerdings die Tatsache, dass „Discovery“ mit jeder weiteren Folge sein eigenes Profil zu finden scheint, sich deutlich von den Vorgängerserien abzuheben versucht, ohne jedoch die eigenen Wurzeln zu verleugnen.

Die jüngste Star Trek-Serie ist ein emotionales Science-Fiction-Drama mit deutlichem Schwerpunkt auf den Charakteren, ihren Beziehungen sowie deren Persönlichkeitsentwicklung. Damit verlässt die Serie allerdings den Pfad des klassischen Science-Fiction-Abenteuers, der „Star Trek“ über Jahrzehnte charakterisiert hat. Inwiefern diese Neuausrichtung von den Zuschauern angenommen wird, muss die Zukunft zeigen. Aktuell scheinen die Quoten jedoch zu stimmen.

Bewertung

Handlung der Einzelepisode 5 out of 6 stars (5 / 6)
Stringenz des staffel- und serienübergreifenden Handlungsstrangs 5 out of 6 stars (5 / 6)
Stringenz des bekannten Kanons 3 out of 6 stars (3 / 6)
Charakterentwicklung 5 out of 6 stars (5 / 6)
Spannung 5 out of 6 stars (5 / 6)
Action & Effekte 6 out of 6 stars (6 / 6)
Humor 2 out of 6 stars (2 / 6)
Intellektueller Anspruch 5 out of 6 stars (5 / 6)
Gesamt          5 out of 6 stars (5 / 6)

 

Episoden-Infos

Episoden-Nr. 20 (2. Staffel, 5. Episode)
Originaltitel Saints of Imperfection
Deutscher Titel Die Heiligen der Unvollkommenheit
Erstausstrahlung USA Donnerstag, 14. Februar 2019
Erstausstrahlung Deutschland Freitag, 15. Februar 2019
Story Kirsten Beyer
Drehbuch Kirsten Beyer
Regie David M. Barrett
Laufzeit 52 Minuten

 


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