Band 17 der Tarot-Reihe bietet den Nachgang der magischen Hochzeit, aber auch die üblichen erotischen Abenteuer in der Zauberwelt. Wie schlüpfrig es diesmal wird, klärt unsere Review.

Inhalt (Klappentext):

Tarot 17 (Panini)

Tarot 17 (Panini)

Auch in diesem TAROT-Band gibt es wieder eine der beliebten KRAMPUS-Geschichten. Diesmal legt sich RAVEN mit den alpenländischen Weihnachtsteufeln an und die ist normalerweis ja nicht zimperlich … ob das aber bei den gehörnten Lustdämonen hilft? Weiter geht es mit TAROT und JON, die ihre Hochzeitsnacht ausgerechte im Steinkreis von STONEHENGE verbringen wollen und dabei mitten in eine Dämonen-Orgie geraten. Kaum weniger orgiastisch ist das BELTANE-Fest in Irland, das die gesamte HEXENFAMILIE der SCHWARZEN ROSE besucht. Darüber hinaus entgeht RAVEN nur knapp einem Mordanschlag im Feenreich und TAROT stellt sich dem ORDEN OHNE NAMEN!

Kritik

Der neue Tarot-Band aus Jim Balents Feder bietet alles, was das Fanherz begehrt. Nach 17 Bänden braucht man auch kaum noch etwas zu den Zeichnungen zu sagen. Diese sind gewohnt gut und auch in den dunklen Szenen sind die Charaktere immer so gut in Szene gesetzt, dass man ihre Mimik gut erkennen kann. Obligatorisch für die Reihe dürfen natürlich auch die nackten Tatsachen nicht fehlen.

Aber es tauchen auch wieder ein paar Fanlieblinge auf. Hier ist nicht nur Boo zu erwähnen, sondern auch der Krampus. Mag man von diesen Weihnachtskreaturen (oder respektive deren Umsetzung in den Tarot-Bänden) halten was man will, so wird hier sogar versucht, ihnen eine etwas menschlichere Seite zu geben. Offenbar in weiser Voraussicht auf kommende Bände funktioniert das sogar ganz gut. Demzufolge können sie auch erneut nicht aufgehalten werden.

Was sich dann anschließt, sind diverse Hexenfeste und -rituale, unterbrochen von einer Episode, in der Tarot die Zombie-Hexen, die ihre Hochzeit gestört haben, heimsucht. Auch hier schwingt eine unterschwellige Botschaft mit, nämlich dass man immer Frieden schließen kann. Eine Message also, die auch in der letzten Episode des Bandes in Stonehenge rüberkommt und – wie eigentlich immer – gut umgesetzt worden ist.

In welche Richtung die Story künftig gehen wird, wird sich indes noch zeigen müssen. Die Aneinanderreihung von Hexenfesten – wobei Jon wie immer der Tollpatsch ist, der von einem Fettnapf in den nächsten tritt – wirkt stellenweise etwas innovationslos. Das hatte man so oder so ähnlich alles schon und wirkt fast wie ein Treten auf der Stelle.

Immerhin darf aber Azure zurückkommen und vermutlich in Zukunft wieder Unheil verrichten. Man darf gespannt sein.

Fazit

Wer die Reihe bisher mochte, der bekommt hier mehr vom Gleichen – nicht mehr und nicht weniger. Und auch wenn es ein bisschen an neuen Ideen fehlt, der Unterhaltungswert der Geschichten ist nach wie vor durchaus vorhanden.

4 out of 5 stars (4 / 5)

Quick-Infos

Autor & Zeichner: Jim Balent
Originaltitel: Tarot 101-105
Jahr der Veröffentlichung (Original): 2018
Übersetzer: Sandra Kentopf
Seitenanzahl: 132
Preis: 17.- Euro
ISBN: 978-3-74160-921-3
Verlag: Panini

 


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