Mit dem 21. Superman-Band geht eine weitere Reihe zu Ende – auch wenn der Mann aus Stahl natürlich weiterhin spannende Geschichten in anderen Formaten spendiert bekommt. Zeit für ein Review.

Inhalt (Klappentext):

Superman 21 (Panini)

Superman #21 (Panini)

Nach der Rückkehr von Lois Vater Samuel Lane hängt der Haussegen bei den Kents schief. Doch das ist gar nichts gegen das düstere Testament von Lex Luthor! Als ein mysteriöser Angreifer ganz Metropolis verwüstet und Superman und Lex zur Zusammenarbeit zwingt, verändert diese Konfrontation die Beziehung der beiden Erzfeinde für immer!

Kritik

Mit dieser Ausgabe 21 endet die Ära Supermans als monatliche Reihe, auch wenn es natürlich noch Sonderbände und andere Publikationen des Stählernen in Zukunft geben wird. Zeichnungstechnisch hat man sich nicht lumpen lassen und das gewohnte Niveau gehalten. Die Charaktere sind gut umgesetzt, die Gesichtszüge auch in Ordnung und ebenso können die Hintergrunddetails überzeugen. Ausrutscher ist hier lediglich das letzte Kapitel, da hier ein anderer Zeichner am Werk war, doch dazu gleich mehr.

Die Geschichten an sich sind eher kleine Einzelepisoden. Wer also einen übergreifenden Storybogen erwartet, der wird hier enttäuscht werden. Es beginnt mit Sam Lane, der in der letzten Ausgabe gerettet wurde. Hierbei wird vor allem viel Wert auf die Aussöhnung mit Lois gelegt, wobei es hier nur an Clark liegt, dass es nicht kracht. Ein gelungener Zug, der vor allem den Kern von Superman als Hoffnungs- und Friedensträger hervorhebt.

Selbst die Nebenhandlung um Henshaw ist überzeugend, vor allem aber auch deshalb, weil sich Superman die Frage stellt, ob eine Gefangenschaft in der Phantom-Zone nicht unmenschlich ist.

In der zweiten Geschichte geht es dann um Lex und auch das hier angeschlagene Verhältnis zu Superman.

Ein alter Lex aus der Zukunft zeigt die Verbitterung auf, in die dieser einst geraten wird. Es ist eben nicht jeder zum Helden geboren und Lex kann seine Einstellung nicht ablegen – etwas, das bereits in den letzten Bänden deutlicher zum Tragen kam, als sich die beiden „Helden“ voneinander entfernten. Hier wird wiederum klar, dass Superman Lex längst aufgegeben hat, denn am Ende fliegt er einfach von dannen.

Auch das ist dem Geist von Superman treu geblieben. Lediglich die letzte Geschichte bietet hier einen Ausreißer. Dies nicht unbedingt von der Idee her, denn aufzuzeigen, wie Lex sich für das Präsidentenamt entscheidet (eine etwas ältere Story) ist an und für sich zwar gut (und auch wie die Vorgänger eine für sich stehende Einzelepisode). Die Umsetzung hapert aber etwas, da es einfach schwer zu glauben ist, dass Superman und Lois auf einer Gala nach vorne treten und alles und jeden veräppeln (den Präsidenten, die Superschurken aber auch die Kollegen). Klar, manche können drüber lachen, aber jedem dürfte klar sein, dass man sich so mehr Feinde macht als Freunde.

Daher mag diese Charakterisierung von Clark und Lois nicht so recht ins Bild passen, das man von den beiden hat. Darüber hinaus wirken die Figuren etwas zu sehr verniedlicht (vor allem Wonder Woman). Immerhin wird der Bogen zur Story davor geschlagen, denn Lex zeigt, dass für ihn wirklich schon alles zu spät ist.

Fazit

Insgesamt betrachtet ist die letzte Story zwar ein Ausrutscher, ansonsten handelt es sich aber um einen runden Abschluss, der vor allem die Charaktere und die Menschlichkeit in den Vordergrund stellt und so im Geiste von Superman ist.

4 out of 5 stars (4 / 5)

Quick-Infos

Autor: Dan Jurgens, Mark Russell
Zeichner: Will Conrad, Jill Thompson
Originaltitel: Action Comics 999-1000
Jahr der Veröffentlichung (Original): 2018
Übersetzer: Christian Heiß
Seitenanzahl: 68
Preis: 5,99.- Euro
Verlag: Panini

 


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