Ein Comic zum Computerspiel. Wir sehen uns an, was drinsteckt.

Inhalt (Klappentext):

Teil drei der offiziellen Comic-Serie zu Namco-Bandais populärer Dark Souls-Saga. In einem Reich, in dem mutige Ritter Absolution im Kampf gegen die Finsternis suchen, ist nur der Tod ein verlässlicher Begleiter.

Dark Souls 3 (Panini)

Dark Souls 3

Kritik

Der mittlerweile dritte Dark Souls Comic bietet eine Sammlung aus 13 Kurzgeschichten (oder, in dem Fall eher Kurzcomics). Was zunächst nicht ganz so übel klingt, erweist sich aber durchaus als kleines Manko. Doch sehen wir uns zunächst die Zeichnungen an, kann man hier durchaus gelungene Ansätze erkennen.

Klar, bei 13 Geschichten sind quasi auch 13 verschiedene Zeichner mit im Boot. Den unterschiedlichen Stil erkennt man manchmal ganz deutlich, manchmal sind sich die Panels recht ähnlich. Gemein haben sie alle, das sie eher dunkel sind und meist auch in den Hintergründen nicht zu viele Details offenbaren. In diesem Falle trägt das aber gut zur dunklen Atmosphäre der Geschichten bei, denn man fühlt sich wirklich beklemmt und bedroht. Ansonsten gibt es den üblichen Anteil an Blut und Gewalt. Nein, meckern kann man in dem Falle, auch trotz der verschiedenen Ausrichtungen, nicht. Die Schatten dominieren eben.

Die Handlung ist an dieser Stelle natürlich so eine Sache, denn auch die Computerspielvorlage hatte nicht viel davon. Hier geht es um das Erforschen der Welt, auch wenn im Hintergrund eine Story dräut. Im Comic ist es ähnlich. Zwar gibt es eine übergeordnete Handlung, die einfach nur darin besteht, dass ein Ritter von einem Portal zum nächsten stolpert und dabei einen Geschichtenerzähler nach dem anderen trifft, aber das war es auch schon. Potential steckt zwar in der Geschichte, ausgelotet wird es aber nicht.

Dasselbe gilt für die Kurzgeschichten. Da gibt es durchaus Highlights wie etwa “Das Labyrinth”, in dem die Untoten durch ein Labyrinth abgelenkt werden sollen und sich ein König schließlich selber darin findet. Oder eben die erste Geschichte, in der ein Untoter nach Erlösung strebt, die ihm dann auf ganz eigene Art gewährt wird.

Dazwischen gibt es aber Geschichten, die einfach nur den Kampf mutiger Recken gegen die Untotenhorde zeigen. Zwar hat jede Story ihre Daseinsberechtigung und bietet auch die ein oder andere schöne Szene, im Großen und Ganzen ähneln sie sich aber zu sehr, um wirklichen Tiefgang zu haben. Von Charakterszenen brauchen wir erst gar nicht reden, denn wenn ein gesichts- und teilweise namenloser Held nach dem anderen in kurzen Happen auf Monsterhatz geht, bleibt dafür eben keine Zeit. Die Geschichten selbst sind meist nur wenige Seiten lang, was ebenfalls nicht dazu beiträgt, eine tiefe Bindung zu den Helden aufzubauen.

Fazit

Die Atmosphäre des Spiels ist gut getroffen und auch einige der Geschichten können sich sehen lassen, auch wenn viele leider ähnlich ablaufen. Für Fans der Reihe.

3 out of 5 stars (3 / 5)
Information: Ein Exemplar dieser Ausgabe wurde dem Autor vom Verlag zum Zwecke der Rezension kostenlos überlassen.

Quick-Infos

Autor: George Mann u.a.
Zeichner: Piotr Kowalski, Alan Quah u.a.
Originaltitel: Dark Souls 3 – Legends of the Flame
Jahr der Veröffentlichung (Original): 2019
Übersetzer: Mick Schnelle
Seitenanzahl: 128
Preis: 17.- Euro
ISBN: 978-3-7416-1226-8
Verlag: Panini

 


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Thomas Götz

Seitdem er 1985 zum Ersten Mal Episode IV sah und ausrief "Aber das heisst doch, Vader ist Lukes Vater" ist Tom der Science Fiction verfallen. Star Trek Fan wurde er, wie viele seiner Kollegen, 1990 mit "The Next Generation" in Deutschland. Seine ersten Buchrezensionen zu Star Trek Büchern erschienen schon 1995 im Alter von 16 Jahren im Star Trek Fanclub. Seit 2006 schreibt er auch Online Rezensionen (ab 2009 Trekzone-Exklusiv) und hat kürzlich seine 2000.Rezension veröffentlicht.

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