Wir haben Reaktionen von Presse, Publikum und Fans zu “Through The Valley of Shadows”, der zwölften Episode der zweiten Staffel “Star Trek: Discovery”, für euch gesammelt und zusammengestellt.

Presse

Mit 78% steht “Tal der Schatten” auf dem Rezensionsaggregator RottenTomatoes.com ungefähr auf Vorwochenniveau und unter dem Staffelschnitt von 83%. Inzwischen vergibt das Portal für die zweite Staffel übrigens auch sein “Certified Fresh”-Prädikat. Im Mittelpunkt der Kritik stehen die offensichtlichen Handlungs-Löcher:

Some plot holes you can live with – even the best iterations of Trek have them. But [this] was too much for me to bear.

Sopan Bed – New York Times

Die Richtung, die die Serie zum Staffelfinale einschlägt, begeistert dagegen viele Rezensenten:

That’s right, it’s that time again – time to blow up an extremely expensive ship to stop evil robots from getting what they want. Feels good to be back.

Devon Maloney – New York Magazine/Vulture

Christian Schäfer von Serienjunkies vergibt 4 von 5 Sternen:

Through the Valley of Shadows bringt die Handlung gut voran und kann sich durch Anson Mounts Darstellerkünste im einen sowie einem gelungenen Twist im anderen Haupthandlungsstrang sehenlassen. Jett Renos Anwesenheit ist derweil ein willkommener Bonus. Natürlich findet sich auch einiges an Kritik, die je nach Betrachter unterschiedlich schwer wiegen dürfte.

Quoten

“Discovery” sinkt im Ranking der US-Streaming-Serien aufgrund stärkerer Konkurrenz erneut um einen Platz ab. Laut Marktforschern von Parrot Analytics ist die Nachfrage nach “Discovery” um beachtliche 1,5 Mio. “Demand Expressions” gestiegen. Unter anderem der Start der neuen “Twillight Zone” (ebanfalls CBS All Access) hat “Discovery” jedoch auf den siebten Platz geschoben. Es wird spannend zu sehen, wie sich “The Twillight Zone” in den nächsten Wochen gegen “Discovery” schlägt.

Wie immer können wir aus den Zahlen von Parrot Analytics nicht ableiten, wie viele Zuschauer “Discovery” auf CBS All Access wirklich hat, da CBS selbst dazu keinerlei konkrete Zahlen veröffentlicht.

Besonders spannend für die CBS-Bosse wird aber der Jahres-Report von Parrot Analytics sein. Demnach war “Discovery” die im Jahr 2018 am viertstärksten nachgefragte Streamingserie überhaupt.

Quotenmeter.de veröffentliche die deutschen VOD-Zahlen von Gold Media. Für die Woche vom 29.03.2019-04.04.2019 bewegt sich “Discovery” auf einem guten vierten Platz mit 2,5 Mio Zuschauern.

Fan-Reaktionen

Das Fandom erkennt in “Through The Valley of Shadows” im Allgemienen einen Fortschritt zur letzten Woche.

Sebastian Sonntag und Andreas Dohm vom Podcast “Discovery Panel” vergeben 7,5 und 8,0 von 10 Punkten. Trotz wiederholt großer Plot-Holes freuen sich die beiden über die Konsequenz, mit der “Discovery” auf sein zweites Staffelfinale zusteuert:

Ok, das ist dann halt auch irgendwann Serienlogik. Das akzeptiere ich gerne, wenn es mich so unterhält wie diese Folge. […] Und ich bin sehr gespannt auf das Ende. Und wie gesagt, ich finde, jetzt gehen sie grad einen konsequenten Weg… den sie schon vor zwei Folgen hätten gehen müssen. Und zwar endlich mal. Also mich hat’s in der letzten Folge gestört, dass man so viele umständliche Wege geht, und jetzt erst – das ist halt schade – aber jetzt erst, aber jetzt konsequent, sagt: “Ja dann müssen wir halt jetzt die Discovery zerstören.”

Andreas Dohm – Discovery Panel

Bernd Schneider von Ex Astris Scientia gibt der Episode 3 von 10 Punkten. Er findet die Fantasy-Elemente und die Charakterisierung von “Control” enttäuschend:

Overall, “Through the Valley of Shadows” is too much built around the foreshadowing of Captain Pike’s fate, in a sledgehammer approach at creating continuity with the rest of Star Trek. I have lost my faith that Discovery really tries to blend in continuity-wise, except in such ostentatious references. Other than that, the episode features decent action in a story that increasingly borrows from the Terminator series and from fantasy movies.

Björn Sülter von SyFy erkennt ebenfalls einen Zwiespalt zwischen Unterhaltungswert und Substanz:

Die Serie gefällt sich weiterhin darin, selbstreferenziell, kanonreferenziell, actionorientiert und mit gediegenen One-Linern lauwarmes Unterhaltungsfernsehen für den kleinen Hunger zu bieten: Die aktuelle Episode dient dafür als ideales Beispiel.

Akzeptiert man diese Vorgehensweise, kann man durchaus mitfiebern. Schaut man jedoch genauer hin, zerfällt der Großteil der Handlung und entblösst eine erschreckende Kurzsichtigkeit und Nachlässigkeit seitens der Autoren.

Anthony Pascale von TrekMovie erkennt eine Folge, deren primärer Zweck es zu sein scheint, das Finale vorzubereiten. Abgesehen davon findet er viel Lob:

Writers Erika Lippoldt and Bo Yeon Kim have a particularly strong understanding of these characters they have lived with for years, and are able to pay off earned moments in between the necessary plot points. Director Aarniokoski had just the right touch to change up the pace and make these moments work, helped greatly by a poignant score from Jeff Russo and the usually top-notch performances by the cast. Anson Mount is worthy of particular praise in carrying the difficult load of telling Pike’s backstory, ironically set in his future.

Rob Heyman von TrekCore.com mahnt indes allzu kritische Gemüter zur Nachsicht mit den vermeintlichen Fantasy-Aspekten:

It’s tempting to pick apart that part of the episode that deals with Pike and Tenavik (Kenneth Mitchell) and Pike’s acquisition of the time crystal. Star Trek has always taken liberties with time, and there have been more than a few characters over the years who’ve have aged quickly or de-aged in the convenient service of a 40-minute story.


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