Dieses Mal kommt das Ermittlerduo Holmes-Watson auf den Hund, oder vielmehr kommen sie den Hunden auf die Schliche. Wie das? Das erfahren Sie in dieser Rezension.

Inhalt (Klappentext)

Die junge Miss Nancy Millington wird in der Baker Street 221b vorstellig, da sie sich Sorgen wegen ihrer neuen Nachbarn macht, welche nicht nur ein merkwürdiges Verhalten an den Tag legen, sondern vor allem eine Reihe Hundezwinger auf dem weitläufigen Grundstück aufgestellt haben …

Kritik

Wieder einmal verdingen sich Sherlock Holmes und Dr. Watson als ritterliche Helfer. Es scheint, als würden fast ausschließlich junge Damen der Hilfe des Ermittlerduos bedürfen. Zumindest ist dieses Mal wieder ein Zusammentreffen mit einem ehemaligen Freund des Meisterdetektivs verknüpft, das die Biografie von Sherlock Holmes facettenreicher macht. Es ist der Bruder von Nancy Millington. Dieser ist zu Beginn ganz und gar nicht einverstanden, dass seine Schwester die Pferde scheu macht und dem Hilfe suchenden Mann am Fenster des Pfarrhauses mit den Zwingern eine solche Bedeutung beimisst. 

Sherlock Holmes bedient sich einer List, um seine Nachforschungen voranzutreiben, derweil bleibt Dr. Watson bei den Millingtons und versucht ebenfalls  zur Lösung des Falls beizutragen. 

Hier setzt meine Kritik an. Ich finde, in dieser Folge wurde der Bogen überspannt. Dr. Watson wird so ausdauernd als dämlicher Kerl dargestellt, dass ich nicht verstehen kann, warum er nicht einfach nach Hause gefahren ist. Er wäre sicher kein Arzt und auch nicht Holmes’ Chronist geworden, wäre er tatsächlich so dumm, wie er dargestellt wird. Auch der Running Gag mit dem Hundekuchen, wurde meines Erachtens zu oft strapaziert. 

Ansonsten bietet die Folge auch spaßige Momente. Die Auflösung wird plausibel eingeleitet und bildet den logischen Schlussstein des Spannungsbogens. 

Die Sprecher sind professionell, wenngleich mich die Rolle der Nancy genervt hat. Sie spricht häufig wie ein kleines Mädchen und ist doch andererseits in der Lage, eigenmächtig, und gegen den Willen ihres Bruders, ein Ermittlerteam zu beauftragen. Ursula Sieg durfte nun schon zum wiederholten Male als Sprecherin brillieren. In dieser Folge hören wir sie als Mrs. Hamilton. Sie spricht die geldgierige Frau sehr gekonnt.

Als ich das Cover zum ersten Mal sah, dachte ich, ich hätte die Geschichte „Der Hund von Baskerville“ in der Hand. Das dramatische Bild passt zu einer gruseligen Story. Ganz so gruselig ist diese Folge dann nicht. 

Fazit

Ein solider Fall mit glaubwürdiger Auflösung. Diese Folge hat keine Längen, dafür ein paar kleine Mankos in der Figurenausarbeitung. 

3.5 out of 5 stars (3,5 / 5)

Quick-Infos

Autor: Herman Cyril McNeile / Arthur Conan Doyle
Zeichner: Cover: Ertugrul Edirne
Originaltitel: Das Haus mit den Zwingern
Jahr der Veröffentlichung (Original): 2019
Laufzeit: Ca. 60 Minuten
Illustration: Ertugrul Edirne
Preis: 7,49 Euro
ISBN: 9-783785-759387
Label: Titania Medien

 


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