Die Geschichte rund um Vaders Schloss geht weiter – rezensiert von uns.

 

Inhalt (Klappentext):

Darth Vader jagt mit einer Gruppe gefallener Jedi – den Inquisitoren – die letzten verbliebenen Jedi. Und sie leisten gute Arbeit, präzise und tödlich! Vader bekommt Imperator Palpatines Segen, auf der Suche nach den Mächten der Dunklen Seite überallhin zu reisen, wo es ihm beliebt. Doch Vader hat nur ein Ziel im Sinn – die Welt Mustafar … PLUS: Der 5. Teil der grandiosen Story um den imperialen Großadmiral Thrawn!

Star Wars 46 (Panini)

Star Wars 46

Kritik

Die Geschichte um Vaders Festung geht auch im neuen Band weiter. Die Truppe um Charles Soule liefert dabei die gewohnte Kost ab, wobei bei den Zeichnungen diesmal mehr als sonst sichtbar ist, dass die Gesichter nicht so ganz getroffen sind. Ansonsten sind die Umgebungen gut getroffen und der Detailgrad ist großteils in Ordnung.

Was die Handlung angeht, geht es nun also nach Mustafar, wobei auch die neue Architektin zu gefallen weiß. Aber wie es halt so ist bei neu eingeführten Charakteren, die zum ersten Mal auftreten, die Überlebenswahrscheinlichkeit ist sehr gering. Immerhin darf die ominöse Sith-Maske, die Palpatine Vader mitgibt, für einen Hauch an Mystik sorgen, auch wenn recht offensichtlich ist, dass sie sich des zweiten Offiziers bemächtigt hat. Seltsam ist indes, dass genau diese Maske dann die titelgebende Festung baut, aber das muss so ein Sith-Ding sein.

Die zweite Story um Thrawn bietet, was das angeht, etwas mehr Tiefgang, was natürlich auch an der Roman-Vorlage liegt. Hierbei fällt auf, dass, im Gegensatz zum Roman, einige Szenen ausgelassen bzw. gestrafft wurden. Schädlich ist das, bis auf eine Stelle – aber dazu später mehr – nicht und wer die Vorlage nicht kennt, dem wird es nicht groß auffallen. Man wird sich höchstens über kleinere Merkwürdigkeiten wundern, etwa, dass Pryce plötzlich blond bei ihren Eltern steht. Ansonsten darf Thrawn charakterlich wieder aus dem Vollen schöpfen, aber auch Vanto glänzt vor allem in der Interaktion mit Schattenschwan (der in einer Szene nicht übersetzt und mit dem englischen Namen angesprochen wird).

Das wirkt an dieser Stelle nicht derart intensiv, wie es beispielsweise im Roman der Fall ist, die Entwicklungen sind aber trotzdem schön anzuschauen. An der Stelle merkt man allerdings, dass die Geschichte auf ihr Ende zugeht. Im Comic kommt nicht derart gut rüber, wie man Schattenschwan verfolgt und man steht plötzlich quasi vor der finalen Schlacht. Hier kommt das Straffen der Handlung der Geschichte nicht zugute, aber auch das wird nur Kennern der Vorlage auffallen.

Fazit

Alles in allem bleibt der gute Mix, vor allem bei der Thrawn-Geschichte, erhalten, auch wenn eine leichte Tendenz nach unten spürbar ist. Hier sollte aber in den kommenden Bänden nochmal richtig angezogen werden.

3.5 out of 5 stars (3,5 / 5)
Information: Ein Exemplar dieser Ausgabe wurde dem Autor vom Verlag zum Zwecke der Rezension kostenlos überlassen.

Quick-Infos

Autor: Charles Soule
Zeichner: Giuseppe Camuncoli
Originaltitel: Star Wars – Darth Vader 21, Thrawn 5
Jahr der Veröffentlichung (Original): 2018
Übersetzer: Michael Nagula
Seitenanzahl: 60
Preis: 4.99.- Euro
Verlag: Panini

Kategorien: LiteraturStar-Wars-Bücher

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Thomas Götz

Seitdem er 1985 zum Ersten Mal Episode IV sah und ausrief "Aber das heisst doch, Vader ist Lukes Vater" ist Tom der Science Fiction verfallen. Star Trek Fan wurde er, wie viele seiner Kollegen, 1990 mit "The Next Generation" in Deutschland. Seine ersten Buchrezensionen zu Star Trek Büchern erschienen schon 1995 im Alter von 16 Jahren im Star Trek Fanclub. Seit 2006 schreibt er auch Online Rezensionen (ab 2009 Trekzone-Exklusiv) und hat kürzlich seine 2000.Rezension veröffentlicht.

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