Im neuen Justice League-Band geht es um die Hexenstunde. Wir klären, wie dunkel diese wirklich ist.

Inhalt (Klappentext):

Die magischen Energien sind aus den Fugen geraten und bringen nur noch Finsternis und Chaos hervor. Mehr noch: die Magie wird sterben – und die Menschheit mit ihr! Um dies zu verhindern, versammelt Wonder Woman ein neues Team – die Justice League Dark. Im Angesicht der magischen Apokalypse folgen ihr Swamp Thing, Zatanna, Detective Chimp und Man-Bat in den Kampf. Und auch Dr. Fate, John Constantine und Deadman spielen eine Rolle, als der Welt die verhängnisvolle Hexenstunde schlägt, deren Wurzeln bis in Wonder Womans Jugend auf der Paradiesinsel der Amazonen zurückreichen…

Justice League Dark 1 (Panini)

Justice League Dark 1

Kritik

Die neue “Justice League Dark”-Reihe beginnt mit einer magischen Geschichte. Zeichnerisch ist man dabei auf gewohnt gutem Superhelden-Niveau geblieben. Obwohl zumeist dunkle Szenen vorherrschen (es ist eben “Dark”), kann man sowohl bei der Action als auch bei den Charakteren nicht meckern und immer mehr als genug erkennen. Und auch sonst bleiben in dieser Hinsicht keine Wünsche offen.

Storytechnisch hat man wieder etwas Magisches vor sich. Dabei geht es, wie im letzten Wonder Woman-Band, erneut gegen eine alte Göttin. Hier allerdings ist das Ganze etwas besser umgesetzt, auch wenn es am Ende dann doch ein Stück weit hapert. Dass Magie im DC-Universum an der Tagesordnung ist, ist bekannt, immerhin ist sie z.B. eine der Schwächen von Superman. Und auch hier gibt es ein kleines Cameo der übrigen Justice League, die eben durch Magie ausgeschaltet wird.

Ansonsten versammeln sich neben Zatanna und Contantine noch ein paar andere Kreaturen, wie beispielsweise Man-Bat und Swamp Thing, um der bösen Göttin Einhalt zu gebieten. Und natürlich darf Wonder Woman nicht fehlen, die hier quasi im Mittelpunkt steht. Dabei muss sie wieder Außerordentliches leisten und an ihre Grenzen gehen, wobei aber jedem Leser klar sein dürfte, dass sie nicht sterben wird. Immerhin darf sie ein paar schöne Charakterszenen haben, wobei allerdings wieder einmal das Gewicht der Welt auf ihren Schultern lastet.

Auch die anderen Charaktere, wie Zatanna und eben Constantine, bekommen die ein oder andere schöne Szene spendiert, aber nie in dem Umfang wie Diana, sodass diese eher im Hintergrund bleiben. Selbiges gilt für einige andere Nebencharaktere, die teilweise gut angeteasert werden, am Ende aber alle hinter Diana zurückstehen. Das wäre in soweit in Ordnung, wenn der restliche Band nicht wieder nur aus Kampfszenen bestehen würde.

Zwar bieten diese immerhin etwas Abwechslung, von zerstörenden Städten, Kämpfen im Grün oder in der Zauberwelt und viele schöne andere Szenarien mehr, es täuscht aber auch nicht darüber hinweg, dass hier mal wieder riesiges Tohuwabohu herrscht. Vielleicht hätte man hier also ein Stück weit auf die Bremse treten sollen und etwas anderes als die x-te Zerstörung der Welt in den Vordergrund zu rücken. Klar, das neue Team muss zusammenspielen, davon ist sogar stellenweise etwas zu merken, aber durch die Fokussierung auf Diana geht auch viel Dynamik verloren.

So konzentriert man sich viel mehr auf die magische Schlacht und die Mythologie als die Charaktere selbst, was etwas schade ist.

Fazit

Trotz einiger guter Charakterszenen dominiert auch hier wieder die Schlacht um nichts Geringeres als die Welt selbst. Die ist zwar stellenweise auch recht gut umgesetzt, es ist aber handlungstechnisch nicht unbedingt neu. Daher bleibt an dieser Stelle eher Mittelmaß.

2.5 out of 5 stars (2,5 / 5)

Information: Ein Exemplar dieser Ausgabe wurde dem Autor vom Verlag zum Zwecke der Rezension kostenlos überlassen.

Quick-Infos

Autor: James Tynion IV
Zeichner: Alvaro Martinéz Bueno, Emanuela Lupacchino, Jesús Merrino, Fernando Blanco, Miguel Mendonca
Originaltitel: Justice League Dark 1-4, The Witching Hour 1, 2, Wonder Woman 56-57
Jahr der Veröffentlichung (Original): 2018
Übersetzer: Christian Endres
Seitenanzahl: 216
Preis: 19,99 Euro
ISBN: 978-3-7416-1263-1
Verlag: Panini

Kategorien: LiteraturSuperhelden-Bücher

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Thomas Götz

Seitdem er 1985 zum Ersten Mal Episode IV sah und ausrief "Aber das heisst doch, Vader ist Lukes Vater" ist Tom der Science Fiction verfallen. Star Trek Fan wurde er, wie viele seiner Kollegen, 1990 mit "The Next Generation" in Deutschland. Seine ersten Buchrezensionen zu Star Trek Büchern erschienen schon 1995 im Alter von 16 Jahren im Star Trek Fanclub. Seit 2006 schreibt er auch Online Rezensionen (ab 2009 Trekzone-Exklusiv) und hat kürzlich seine 2000.Rezension veröffentlicht.

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