Wir sehen uns in unserer neuen Review den klingonischen Brecher an. Wie durchbrechend sein Erfolg ist, werden wir klären.

Das Modell

Das klingonische Spaltschiff, wie der offizielle Name lautet, kommt als massives Schiffsmodell daher, das gleich von Beginn an recht imposant aussieht. Man nimmt dem Schiff von vorneherein ab, das es in der Lage ist, ein anderes Schiff zu rammen, so solide wirkt es. Um das widerzuspiegeln, müssen natürlich auch die Oberflächendetails passen.

Cleave Seitenansicht

Cleave Seitenansicht, hier sieht man sehr schön den Detailgrad (Eaglemoss)

An dieser Stelle hat man sich auch nicht lumpen lassen. Denn die Hülle wirkt sehr detailliert, man kann alle Leitungen, Kerben usw. überdeutlich sehen. Selbst an der großen Kerbe unten ist die Plattierung erkennbar, es gibt farblich abgehobene Bereiche, auch um etwaige ausgebesserte Stellen darzustellen. Hier muss man sagen: Hut ab, denn es hat sicher gedauert, all die Details auszuarbeiten, anzubringen und zu bemalen (außer es gibt einen sehr guten 3D-Drucker für so etwas).

An der Nase kann man sogar die beiden Frontkanonen mehr als deutlich sehen, gleiches gilt für die seitliche Bewaffnung, und es gibt quasi im “Nacken” und an einigen kleineren anderen Stellen am Ende und der Front die typisch grüne klingonische Farbe in den Fensterbereichen zu bewundern. Von oben betrachtet wirkt das Modell daher sogar wie eine Art Bienenstachel – ein Vergleich, der sicher auch beabsichtigt ist.

Cleave Draufsicht

Cleave Draufsicht (Eaglemoss) – bitte keine anrüchigen Gedanken jetzt!

Als Stand kommt der typische Fuß daher, auf den das Modell einfach nur gestellt wird. Dabei muss man mitunter ein bisschen balancieren, um die richtige Position zu finden, bei der das Schiff nicht umkippt, aber das ist auch schnell erledigt. Am Modell gibt es also absolut nichts zu meckern und es liegt in gewohnt guter detailreicher Qualität vor.

Das Heft

Dies gilt für das Begleitheft allerdings nicht. Dieses ist nämlich erneut recht dünn ausgefallen – nicht an der Seitenzahl, die hat man beibehalten, sondern was den Text angeht.

An Canon-Informationen, also den In-Universe-Infos, gibt es relativ wenig, knapp eine kleine Seite ist es hier. Hier wird nur erklärt, das zu jener Zeit nur T’Kuvmas Schiffe Tarnvorrichtungen hatten (was zumindest eine Diskrepanz der Serie erklärt) und das Spaltschiff in der Schlacht am Doppelstern gegen ein Föderationsschiff eingesetzt wurde und zusammen mit diesem unterging. Und das ist leider etwas dürftig.

Auch die anderen Hintergrundinfos sind nicht das gelbe vom Ei, denn auch hier gibt es wenig Text. Zwar wird kurz erklärt, woher die Designer ihre Idee zu dem Schiff hatten – hier hatte man einfach eine Felsformation entdeckt, die man fotografiert hatte und nach der man eben modelliert hatte – der Rest besteht allerdings aus Fotos des Schiffes in diversen Designphasen bis hin zum finalen Produkt.

Cleave Frontansicht

Cleave Frontansicht (Eaglemoss)

Gut, das gab es in anderen Publikationen auch schon und diese Designfotos sind auch interessant, insgesamt, mit den Canon-Infos, hat man hier vielleicht drei kleine A5-Seiten an Text, was einfach zu wenig ist. Mag sein, das es über dieses Schiff nicht mehr zu erzählen gibt, in der normalen Raumschiffmodellreihe hat man dann aber immer noch Hintergrundinfos zu Star Trek eingebaut, z.B. was sind Andorianer oder Orioner oder etwas ähnliches. Gleiches wäre auch hier möglich (und für Discovery auch endlich mal nötig) gewesen – eine verpasste Chance.

Fazit

Das Modell ist über jeden Zweifel erhaben und kann vom Detailreichtum her in allen Punkten mithalten, das Heftchen wirkt aber mit den bereitgestellten Infos etwas mickrig.

4 out of 5 stars (4 / 5)
Cleave Wahre Verwendung

Die wahre Verwendung der Cleave wird enthüllt – man hätte sie Comb Klasse nennen sollen


0 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.