In unserer Review klären wir, ob nur Schmuggler oder auch der Leser flüchten muss.

Achtung, Spoiler!

Inhalt (Klappentext):

Die gefürchteten Kopfgeldjäger Zuckuss und 4-LOM sind dem berüchtigtsten Schmugglerduo der Galaxis, Han Solo und Chewbacca, dicht auf den Fersen! Um ihren Verfolgern zu entkommen, fliegen Han und Chewie einen ihnen unbekannten Planeten an. Doch beim Landeanflug schaltet sich die gesamte Elektronik des Millennium Falken automatisch ab. Wie sollen sie ihre Flucht fortsetzen, wenn ihr Raumschiff nicht mehr funktioniert?

Star Wars Abenteuer 5

Star Wars Abenteuer 5 (Panini)

Kritik

Ein neuer Band aus der Reihe “Star Wars: Abenteuer” ist erschienen und dieser wartet wieder mit einige Geschichten auf, dieses Mal gleich drei an der Zahl.

Zeichnungstechnisch hat man wieder den üblichen jugendlicheren Stil gewählt, sodass Han Solo etwa, obwohl er eher in die Harrison Ford-Richtung geht, fast noch wie ein Teenager wirkt. Oder anders ausgedrückt, die Gesichter wurden weicher und weniger detailliert gezeichnet, was auch für die Hintergründe und Raumschiffe gilt, die aber dennoch recht bunt erstrahlen. Das ist in der Reihe allerdings nichts Neues und wer die Vorgänger kennt, bekommt hier mehr vom Bekannten.

Was die Handlung angeht, werden einem hier drei Geschichten präsentiert, wovon eine wieder von den Grafs (aus “Abenteuer im wilden Raum”) erzählt wird. Dies ist die Lando-Geschichte, die netten Kurzweil bietet und eine Episode auf der Wolkenstadt erzählt. Dort soll Lando nämlich ein Kind disziplinieren und obwohl der geneigte Leser schon von Anfang an weiß, dass eigentlich nur Lando hinter allem stecken kann, lebt die Handlung vor allem auch von ihrem Humor. Hier wurde der alte Charmeur durchaus gut getroffen und darf über sein Leben nachbrüten. Gut, etwas mehr Tiefgang hätte es vielleicht sein dürfen, aber im Großen und Ganzen funktioniert es.

Die letzte Geschichte bringt dann einen alten Bekannten aus den frühen Marvel-Tagen zurück – Jaxon. Es gab in jedem Universum eine Reihe bizarrer Kreaturen und Jaxon ist sicher derjenige aus “Star Wars”. Ein grüner Hase, dessen Spezies man nie erfährt und der sich ähnlich wie Han Solo benimmt. Wobei er mit diesem auch in Konkurrenz tritt. An dieser Stelle hängt sicher viel davon ab, was man von Jaxon hält. Der Rezensent hätte seine Rückkehr aber nicht wirklich gebraucht. Zumal es irgendwie wie ein Versuch wirkt, ein Werk aus den 80ern doch noch in den Kanon zu befördern. Man darf sich wundern, dass die Storygroup so etwas mitmacht, aber vielleicht war hier der Blick auf etwaiges Osterhasen-Merchandise mit ausschlaggebend.

Wie dem auch sei, man mag vom Design des “Star Wars”-Hasen halten was man will, die Story kann sich aber durchaus sehen lassen. Denn Jaxon taut mit seiner Haltung auf, muss einen Verräter überlisten und erweist sich am Ende als genauso clever wie Han Solo. Vor allem der kleine Twist am Ende vermag zu überzeugen. Allerdings hätte das Ganze sicher auch mit einem anderen Charakter funktioniert.

Kommen wir zum Schluss beziehungsweise zur Hautpstory, die fast den ganzen Band einnimmt. Hier treffen Solo und Chewie zum ersten Mal auf Zuckuss und 4-LOM, die man ja auch aus den Filmen kennt. Was sich daran anschließt, ist eine witzige Hatz über diverse Planeten und zwar mit jeder Menge lustiger Einfälle, die den “Star Wars”- oder besser “Han Solo”-Charme sehr gut einfängt. So stolpert Han von ein Fettnäpfchen ins nächste, kann sich aber immer wieder mit Witz und Glück retten. Genau so kennen wir ihn eben! Auch wenn die Art und Weise, wie er am Ende das böse Gespann überlistet, vielleicht nicht neu sein mag, so sollte man diesen Teil der Handlung einfach für sich selbst betrachten.

Fazit

“Star Wars: Abenteuer 5 – Schmuggler auf der Flucht” ist ein witziger Band, der zwar einige Mankos in der B-Note hat, ansonsten aber auf gewohntem Niveau Spaß macht.

Bewertung

4 out of 5 stars (4 / 5)

Quick-Infos

Autor: Cavan Scott
Zeichner: Derek Charm
Originaltitel: Star Wars Adventures 4 – Smuggler’s Blues
Jahr der Veröffentlichung (Original): 2019
Übersetzer: Gunther Nickel
Seitenanzahl: 76
Preis: 12.- Euro
ISBN: 978-3-7416-1417-0
Verlag: Panini

 


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