Wir haben für euch kurz und knapp die wichtigsten News rund um “Star Trek” aus dem vergangenen Monat zusammengestellt.

1. “Discovery” gewinnt Auszeichnungen

Sonequa Martin-Green (Photo: CC BY 2.0 vagueonthehow)

Sonequa Martin-Green (Photo: CC BY 2.0 vagueonthehow)

Der seit Herbst 2017 ausgestrahlte “Star Trek”-Ableger “Discovery” hat bei der diesjährigen Verleihung der “Saturn Awards” ordentlich abgeräumt. Die Streaming-Serie von CBS All Access (hierzulande: Netflix) gewann für ihre zweite Staffel insgesamt drei Auszeichnungen, nämlich die Kategorien “Beste Streaming-Serie im Bereich Science-Fiction”, “Beste Darstellerin in einem Streaming-Format” (Sonequa Martin-Green als Commander Michael Burnham) sowie “Bester Nebendarsteller in einem Streaming-Format” (Doug Jones als Commander Saru). Jones setzte sich hier gegen seine “Discovery”-Kollegen Wilson Cruz (Dr. Hugh Culber) und Ethan Peck (Lt. Spock) durch.

Doug Jones nahm gemeinsam mit Michelle Paradise, eine der Produzenten der Serie, die Preise entgegen. Hier Auszüge aus den Dankesreden:

“Vielen Dank im Namen unseres gesamten Autorenstabs und aller unterstützenden Mitarbeiter. Vielen Dank im Namen unseres unglaublichen Schauspielerensembles, der großartigsten Crew, unserer Abteilungsleiter, aller an der Postproduktion Beteiligten – in Toronto, hier in Los Angeles und auf der ganzen Welt. Vielen Dank im Namen des Teams Roddenberry. Vielen Dank im Namen unserer Partner bei Secret Hideout, CBS All Access und CBS Studios. Es ist eine tolle Sache, jeden Tag zur Arbeit zu gehen und an dieser Serie zu arbeiten.” – Michelle Paradise zum Gewinn der Kategorie “Beste Sci-Fi-Serie”

Doug Jones (Photo: CC BY-SA 2.0 Gage Skidmore)

Doug Jones (Photo: CC BY-SA 2.0 Gage Skidmore)

“Ich bin so dankbar, danke. Der ‚Saturn Award‘ und die ‚Academy of Science Fiction, Horror, and Fantasy‘ sind die einzigen Wahlgremien der Akademie, die mir wirklich etwas bedeuten. Ihr seid meine Leute und ich danke Euch von ganzem Herzen. Auch andere Shows sind großartig, aber diese hier habe ich schon immer begehrt.”

Lieber Alex Kurtzman, liebe Michelle Paradise: Ich danke Euch und dem gesamten Autorenstab, dass Ihr mir solch herrliches Material und einen so vielschichtigen Charakter mit Tiefgang gegeben habt, was für einen Alien-Charakter ungewöhnlich ist. Ich danke Euch, dass Ihr mich Saru sein lasst.

Auch an mein Make-up Team: Es braucht ein ganzes Dorf, um einen Kelpianer entstehen zu lassen. An alle beim ‚Alchemy Labs‘: Glenn Hetrick und Neville Page, James MacKinnon und das gesamte Team im Make-up-Trailer der zweiten Staffel: Ohne Euch wäre ich nicht so hübsch.“ – Doug Jones über seine Auszeichnung als bester Nebendarsteller

Zudem hat “Star Trek: Discovery” seinen ersten “Emmy” gewonnen. Die Serie wurde in der Kategorie “Outstanding Prosthetic Makeup” (“Ausgezeichnetes prothetisches Make-up”) für die Episode “If Memory Serves”/”Soweit die Erinnerung reicht” [zuvor: “Gedächtniskraft”] (DSC 2×08) ausgezeichnet. “Discovery” war überdies noch in weiteren Kategorien (“Outstanding Sound Editing For A Comedy Or Drama Series (One Hour)” für “Such Sweet Sorrow, Part 2”, “Outstanding Main Title Design , Outstanding Special Visual Effects” für “Such Sweet Sorrow, Part 2”) nominiert worden.

Quelle: Treknews.net ; Trekmovie.com

2. Captain Kirk in Deutschland

William Shatner (Photo CC BY-SA 2.0 Bob Bekian)

William Shatner (Photo CC BY-SA 2.0 Bob Bekian)

Der originale Captain Kirk-Darsteller William Shatner (88) wird im März kommenden Jahres in Deutschland zu Gast sein. Shatner wird am 11. März in Essen (Nordrhein-Westfalen) und einen Tag später in der Bundeshauptstadt Berlin erwartet. Im Zuge einer Sci-Fi-Klassiker-Aufführung in Essen (Lichtburg) und Berlin (Admiralpalast) wird die “Star Trek”-Legende den zweiten Kinofilm “Star Trek II: The Wrath of Khan”/”Star Trek II: Der Zorn des Khan” aus dem Jahre 1982 präsentierten.

Shatner wird dem Publikum zudem für eine ausführliche Q&A-Talkrunde zur Verfügung stehen, in welcher Shatner aus seinem bewegten Leben und seiner jahrzehntelangen Schauspieler-Karriere erzählen wird. Philipp Schulze, Chefredakteur des Filmmagazins “Cinema”, wird das Event moderieren.

Der Ticketvorverkauf hat bereits am 28. August begonnen.

Quelle: Eventim

3. “Discovery”-Autor kündigt freiwillig

Der US-amerikanische Schriftsteller und Drehbuchautor Walter Mosley (67) soll dem Vernehmen nach seinen Job als Autor im Writers Room von “Star Trek: Discovery” bereits nach wenigen Wochen schon wieder gekündigt haben.

In einem Meinungsbeitrag, den Mosley am 6. September in der New York Times publiziert hat, gibt Mosley zu, dass er im Rahmen einer Autoren-Teamsitzung einer von ihm nicht explizit genannten Serie (mehrere Quellen berichten allerdings, die besagte Serie sei “Star Trek: Discovery”, Anm. d. Red.) das “N-Wort” verwendetet habe, was ihm wiederum Ärger mit der Personalabteilung seines Arbeitgebers einbrachte.

Mosley habe wiederum auf die Rüge seiner Vorgesetzten geantwortet, er selbst sei das „N-Wort“ im Autorenstab (O-Ton: “I am the N-word in the writers room.”). Zwar dürfe er das Wort in seinen Skripten verwenden, nicht aber in den Konversationen des Autorenstabs, so Mosley, der sich ob dieser Regelung irritiert zeigt. Zudem insistiert Mosley:

“Ich habe niemanden so genannt. Ich erzählte gerade eine Geschichte über einen Polizisten, der mir auf den Straßen von Los Angeles erklärte, dass er alle N***** in Weißenvierteln und alle Weißen in N*****vierteln anhielt (Mosley spricht im Original von “paddy neighborhoods“ und “paddies”. Das Wort “paddy“ wird im amerikanischen Sprachgebrauch u.a. [und hier meistens abwertend] für ‘Iren‘ verwendet, Anm. d. Red.), weil sie dort normalerweise nichts Gutes im Schilde führen. Ich erzählte eine wahre Geschichte, als ich mich daran erinnerte.” – Walter Mosley in der “New York Times” vom 06.09.2019

Irgendjemand aus dem Autorenstab habe daraufhin die Vorgesetzten informiert und mitgeteilt, dass er sich durch Mosleys Sprachgebrauch gestört fühle und dass diese Art von Sprache im Writers Room “inakzeptabel” sei.

Mosley kann die Aufregung nicht ganz nachvollziehen und hat seinen Job daher von sich aus gekündigt, weil er das Gefühl hatte, jedes seiner Worte würde künftig von potentiellen Denunzianten geprüft und auf die Waagschale gelegt werden, was wiederum seine Kreativität beeinträchtige. Früher oder später wäre er ohnehin entlassen oder zumindest zum Schweigen gebracht worden, so Mosleys weitere Begründung für seine freiwillige Kündigung:

“Ich bin ein glücklicher Mann. Nicht jeder kann seinen Job kündigen. Aber darüber hinaus ist nicht zu erwarten, dass wir in einer Kultur gedeihen, in der jedes einzelne Wort überwacht wird. Wenn meine Worte jemanden physisch bedrohen oder schikanieren, muss etwas dagegen unternommen werden. Aber wenn man mir sagt, dass man sich aufgrund eines Wortes, das ich ausspreche, unwohl fühlt, dann möchte ich Folgendes sagen: Es gab eine Zeit in Amerika, in der es sogenannten Weißen unangenehm war, eine schwarze Person neben sich zu haben. Es gab eine Zeit, in der sich die Menschen unwohl fühlten, als Frauen das Wahlrecht forderten. Es gab eine Zeit, in der sexuelle Orientierung nur eine einzige Bedeutung hatte und alles andere ein Verbrechen war.

Das Schlimmste, was man den Bürgern einer demokratischen Nation antun kann, ist, sie zum Schweigen zu bringen. Und der einfachste Weg, eine Frau oder einen Mann zum Schweigen zu bringen, besteht darin, seinen Lebensunterhalt zu gefährden. Lassen Sie uns den McCarthyismus der geheimen Verurteilung nicht akzeptieren. (…)“ – Walter Mosley in der “New York Times” vom 06.09.2019

CBS Television Studios hat sich ebenfalls zu dem Vorfall geäußert:

“Wir haben die größte Bewunderung für die schriftstellerischen Talente von Herrn Mosley und waren hocherfreut, ihn für “Star Trek: Discovery“ zu gewinnen. Auch wenn wir uns nicht zu den Einzelheiten vertraulicher Angelegenheiten von Mitarbeitern äußern können, so sehen wir uns doch dazu verpflichtet, einen Arbeitsplatz zu schaffen, an dem sich die Mitarbeiter frei darin fühlen können, ihren Bedenken Ausdruck zu verleihen. Und wo sie sich wohlfühlen können, um ihre beste Leitung abzurufen. Wir wünschen Herrn Mosley weiterhin viel Erfolg.” – Statement von CBS

Quelle: The Hollywood Reporter

4. CBS will Fanbasis verjüngen

David Nevins, Künstlerischer Leiter von CBS, hat in einem Interview über die Zukunft des Franchise nach der Fusion von CBS und Viacom gesprochen. Demnach soll sich das Franchise hinsichtlich seiner Präsentation sowie der angesprochenen Zielgruppen deutlich breiter aufstellen, als das bisher der Fall gewesen ist. Kurz gesagt: “Star Trek” soll künftig vor allem jüngere – und damit auch wirtschaftlich relevantere – Zielgruppen ansprechen. Um das gewährleisten zu können, müsse “Star Trek” seine medialen Kanäle erweitern, so Nevins.

“Sie müssen wissen, dass ‚Windowing‘ eine Fähigkeit ist. Sie müssen klug darin sein, es ist eine kreative Übung an sich. Und Sie müssen versuchen herauszufinden, welche Plattformen die meiste Aufmerksamkeit auf sich ziehen, um den Wert des geistigen Eigentums (des Unternehmens) zu steigern. Viele unserer derzeitigen Aktivitäten rund um “Star Trek” zielen darauf ab, diese Marke aufzubauen. (…)

[“Star Trek”] hat eine lange Geschichte, aber es ist ein bisschen, Sie wissen schon … Wir wollen das Publikum ein bisschen jünger machen und es auch ein bisschen relevanter für die Menschen machen. Es wird ein animiertes “Star Trek” auf Nickelodeon geben, das geschieht bereits. Sie beleuchten es (auf verschiedenste Weise) und schaffen damit hoffentlich ein wirksames Geschäftssystem zwischen all den verschiedenen Plattformen, die ViacomCBS bietet.“ – David Nevins, Künstlerischer Leiter von CBS

Unter ‘Windowing’ versteht man in der Wirtschaft eine breit aufgestellte Verwertung von Inhalten mittels unterschiedlicher Trägermedien beziehungsweise Vertriebs­kanälen. 

Quelle: TrekCore.com

Quelle: star Trek.com

5. “Star Trek: Universe”-Panel auf der “New York Comic Con 2019”

Auf der diesjährigen “New York Comic Con 2019”, die am heutigen Donnerstag beginnt und noch bis Sonntag, 6. Oktober, in der US-amerikanischen Ostküsten-Metropole stattfindet, wird es auch ein 90-minütiges Panel zum “Star Trek”-Universum geben.

Los geht’s am Samstag, den 5. Oktober, um 13:00 Uhr Ortszeit (19:00 Uhr MEZ) mit einem Panel zur dritten Staffel von “Star Trek: Discovery”, die sich derzeit schon in der heißen Produktionsphase (Dreharbeiten) befindet. Hierfür werden die Serienstars um Sonequa Martin-Green sowie die ausführenden Produzenten (Executive Producers) erwartet. Womöglich bekommen wir sogar erste Bewegtbilder aus der neuen Staffel in Form eines Teasers präsentiert. Erste Teaser-Bilder gab es schon zur “San Diego Comic Con 2019” im vergangenen Juli.

Weiter geht es dann ab 13.45 Uhr (19:45 Uhr MEZ) mit einem Panel zur ersten Staffel von “Star Trek: Picard”, ebenfalls mit dem Cast und der Produzentenriege.

Einen ersten längeren Trailer hat es bereits zur SDCC gegeben, eventuell gibt es am Samstag dann einen weiteren Trailer – oder wenigstens einige neue Promo-Bilder. Des Weiteren steht der genaue Starttermin der Serie noch nicht fest bzw. dieser wurde noch nicht veröffentlicht. Aus rechtlichen Gründen könnte dieser womöglich in einem engen Zusammenhang mit der derzeit in der Umsetzung befindlichen Fusion von Viacom und CBS stehen. Es ist aber ganz sicher nicht unwahrscheinlich, dass der Starttermin für die heiß erwartete neueste Serie aus dem Universum von “Star Trek” nun endlich bekanntgegeben wird. Weitere Infos folgen im Anschluss an das NYCC-Panel am kommenden Wochenende an dieser Stelle.

Quelle: startrek.com

Quelle: startrek.com

6. Gerüchte um “Star Trek: Picard” und “Tarantino-Trek”

Im Netz kursieren seit einigen Tagen verschiedenste Gerüchte einerseits zu “Star Trek: Picard” und andererseits zum (unbestätigten) Filmprojekt von Quentin Tarantino. Auch hier gilt wie immer die 190. Erwerbsregel der Ferengi: “Höre alles, glaube nichts!”

Nichtsdestotrotz hier eine kleine Zusammenfassung für diejenigen, die die Gerüchte zumindest zur Kenntnis nehmen wollen:

Worf in “Star Trek: Picard”?

Philip Lanyon, ein Kameramann von “Star Trek: Picard”, hat vor wenigen Wochen ein Bild gepostet, auf dem eine Filmklappe zu sehen ist, auf welcher scheinbar der Cast der neuen Serie unterschrieben hat. Fans konnten darauf die Autogramme von Patrick Stewart (Picard), Jonathan Frakes (Riker), Marina Sirtis (Troi), Brent Spiner (Data/B4), Jeri Ryan (Seven of Nine) und Alison Pill (Dr. Jurati) sowie Santiago Cabrera (Rios) identifizieren. Die Mitwirkung der genannten Schauspieler in “Star Trek: Picard” ist bereits von offizieller Seite bestätigt worden.

Michael Dorn als Worf in “Star Trek: The Next Generation” (Foto: startrek.com)

Ein weiteres Autogramm wurde hingegen Michael Dorn zugeordnet, die Übereinstimmung der Signaturen ist tatsächlich frappierend. Dessen Mitwirkung in der neuen Serie wurde allerdings (noch) nicht bestätigt. Demnach machte rasch das Gerücht die Runde, dass auch Michael Dorns beliebtes klingonische Alter Ego Worf – derjenige Charakter mit den meisten Auftritten in “Star Trek” – mit von der Partie sein wird. Damit würden nur noch LeVar Burton (Geordi La Forge), Gates McFadden (Dr. Crusher) und Wil Wheaton (Wesley Crusher) fehlen, um den Main Cast von “The Next Generation” zu komplettieren.

Aus Kreisen von CBS wurde das Gerücht jedoch schon dementiert. Es stellt sich allerdings die Frage, warum Michael Dorn dann auf der Filmklappe unterschrieben hat (sofern das Autogramm authentisch ist, wonach es zumindest aussieht).

Quelle: Newsweek

Q in “Star Trek: Picard”?

Auf YouTube sind kürzlich mindestens zwei Videos aufgetaucht, die suggerieren, dass Q (ursprünglich von John de Lancie gespielt) ebenfalls in “Star Trek: Picard” auftauchen könnte. Als Indiz hierfür wird ein kleiner Videoclip angeführt, der von einem Visual Effects-Mitarbeiter der Serie hochgeladen worden sein soll.

In dem kurzen Videoclip ist zu sehen, wie ein Mann Bilder von einer Person macht, die sich vor einem Bluescreen befindet. Die besagte Person, von der man nur eine Hand sieht, trägt einen auffälligen, roten Handschuh und stützt sich scheinbar auf einen massiven Gehstock oder eine Art Zepter. Die Assoziation mit Qs Richterrobe in der ersten und der letzten Episode von “Star Trek: The Next Generation” scheint zumindest nicht gänzlich aus der Luft gegriffen zu sein.

Angesichts der Bedeutung, die Q in “Star Trek: The Next Generation” eingenommen hat, erscheint die Mitwirkung dieses Charakters in der neuen Serie durchaus als logischer Handlungsaspekt. Vor allem die Parallelen zwischen den ersten Bildern aus “Star Trek: Picard” und der Zeitreise-Episode des Serienfinales (Weinberge, gealterter Picard) sprechen für eine Rückkehr von Q. Dementsprechend, so die ersten Fan-Theorien, könnte das Auftreten Datas im Promo-Trailer auf eine neuerliche Zeitreise Picards hindeuten.

Q als Richter aus der Ära der “Postatomaren Schreckenszeit” (Szenenfoto: “Encounter at Farpoint, TNG 1×01, CBS).

Stirbt Picard den Serientod?

Ebenfalls auf YouTube wurde das Gerücht in Umlauf gebracht, dass Jean-Luc Picard am Ende der ersten Staffel von “Star Trek: Picard” den Heldentod sterben wird. In einer zweiten Staffel der Serie soll es dann an Bord des Sternenflotten-Raumschiffes U.S.S. Picard weitergehen – ohne den ikonischen Captain der Enterprise.

Die Begründung dieses Gerüchts ist dann aber doch sehr dürftig. Einerseits wird auf eine kürzlich von Patrick Stewart getroffene Aussage Bezug genommen, in welcher der britische Schauspieler bemerkt, dass die Leute (respektive die langjährigen Fans, Anm. d. Red.) “überrascht” bzw. “vielleicht sogar schockiert” sein dürften, wenn diese sehen werden, wie sich das aus der “TNG”-Ära bekannte “Star Trek”-Universum in den vergangenen zwei Dekaden entwickelt hat. Allerdings bezieht sich Stewart hier allem Anschein nach vor allem auf die politischen und gesellschaftlichen Herausforderungen im ausgehenden 24. und beginnenden 25. Jahrhundert und weniger auf das Einzelschicksal von Picard.

Überdies wird argumentiert, dass eigentlich jeder “Star Trek”-Ableger den Namen des im Mittelpunkt stehenden Schiffes bzw. der im Mittelpunkt stehenden Raumstation im Titel getragen hat. Demnach setze “Star Trek: Picard” womöglich diese Tradition fort.

Zu guter Letzt wird als Begründung angeführt, dass Patrick Stewart für CBS zu teuer geworden sei und man deshalb ohne ihn weitermachen wolle bzw. müsse.

Meine persönliche Einschätzung: Dass Picard irgendwann – ähnlich wie Captain Kirk in “Star Trek: Generations”/”Treffen der Generationen” (1994) – den Heldentod sterben wird, ist aus erzählerischer Sicht absolut logisch und demnach auch wahrscheinlich. Da die Picard-Serie allerdings über mehrere Staffeln laufen soll und Patrick Stewart wohl schon für eine zweite Staffel fest eingeplant ist, erscheint mir das Gerücht zum jetzigen Zeitpunkt doch komplett aus der Luft gegriffen.

Patrick Stewarts Charakter dürfte – darauf deuten etliche Aussagen von Stewart selbst sowie der Produzenten hin – der Dreh- und Angelpunkt der neuen Serie sein. Demnach macht es aus narrativer Sicht derzeit überhaupt keinen Sinn, Picard schon nach nur zehn Folgen (oder wie Stewart sagen würde: “Kapiteln”) aus der Serie zu schreiben. Auch die Begründung, Stewart sei CBS zu teuer geworden, ist unglaubwürdig. Das Finanzielle dürfte schon lange geregelt sein und bei CBS wird man immer gewusst haben, welche Gage ein Patrick Stewart heutzutage aufrufen kann beziehungsweise aufrufen wird.

Quelle: TV Spielfilm (u.a.)

Böses Gerücht im Umlauf: Stirbt Jean-Luc Picard am Ende der ersten Staffel von “Star Trek: Picard”? (Foto: CBS)

Zeitreise mit der Enterprise – Khan vor Rückkehr?

Einem weiteren Gerücht zufolge soll sich die Story des von Quentin Tarantinos (56) geplanten “Star Trek”-Kinofilms (mal wieder) um eine Zeitreise drehen. Demnach soll die Enterprise vergangene Abenteuer aus der (Original-)Serie neu erleben. Angeblich schwebt Tarantino in diesem Kontext auch eine Rückkehr von Khan Noonien Singh, Captain Kirks größter Nemesis, vor.

Quentin Tarantino (Photo: CC BY-SA Gage Skidmore)

Quentin Tarantino (Photo: CC BY-SA Gage Skidmore)

Da Tarantino die neue Kelvin-Zeitlinie nach eigener Aussage nicht mag, den Cast der Reboot-Filme hingegen schon, wäre es denkbar, dass er zwar Chris Pine, Zachary Quinto und Co. für seinen Film casten möchte, jeglicher erzählerische Zusammenhang mit den Abrams-Streifen aber negiert wird.

Für diejenigen Alt-Trekkies, welche die Reboot-Streifen nicht mögen, wäre das womöglich ein versöhnlicher Kompromiss. Bei den Zuschauern der neuen Filme würde ein solcher Umstand aber sicher Irritationen auslösen.

Denkbar ist aber auch ein komplett neuer Cast. Oder vielleicht sogar ein “The Next Generation”-Reboot? Schließlich hat Tarantino in einem Interview einst die “TNG”-Episode “Yesterday’s Enterprise”/”Die alte Enterprise” (TNG 3×15) in höchsten Tönen gelobt.

Anmerkung: Der Film wurde bisher noch nicht offiziell angekündigt. Demnach ist auch dieses Gerücht als solches zu bewerten: Es ist und bleibt ein Gerücht!

Quelle: We Got This Covered

Erlebt die Enterprise-Crew alte Abenteuer noch einmal ganz neu? (Szenenfoto aus “Star Trek” [2009], Paramount Pictures).

END TRANSMISSION!


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