Die bisher veröffentlichten Trailer zu “Star Trek: Picard” geben leider nur wenige Details hinsichtlich der Serienhandlung preis. Auf der Grundlage dieser Handlungsfragmente haben wir uns den bekannten “Star Trek”-Kanon etwas genauer angeschaut. Welche Personen, Institutionen und Orte aus dem “Star Trek”-Universum werden bzw. könnten in der neuen Serie eine Rolle spielen? Teil 1 betrachtet bestätigte und mögliche Charaktere.

Vorsicht: Spoiler und Spekulation!

Bestätigte Charaktere:

Jean-Luc Picard

Sir Patrick Stewart als Jean-Luc Picard in “Star Trek: Picard” (Foto: CBS)

Jean-Luc Picard (Sir Patrick Stewart), geboren im Jahr 2305, stammt aus einer im französischen La Barre ansässigen Winzerfamilie. Seine Eltern waren Maurice und Yvette Picard. Seine Familie ist sehr traditionsbewusst, die Familiengeschichte kann bis ins 8. Jahrhundert zurückverfolgt werden. So nahm einer von Picards Vorfahren an der “Schlacht von Trafalgar” teil, ein anderer gewann den Chemie-Nobelpreis. Ein weiteres Mitglied der Familie gehörte gar zu den ersten Mars-Kolonisten (“Star Trek: Treffen der Generationen”).

Der junge Jean-Luc sah sich immer in der familiären Tradition der Forscher und Entdecker stehen. Schon als Kind träumte er davon, das Weltall zu erforschen. Seine Eltern und auch sein Bruder Robert hatten allerdings nicht viel für diesen Teil der Familiengeschichte übrig. Sie bevorzugten vielmehr ein einfaches, bürgerliches Leben als Winzer auf dem Familiengut in der französischen Provinz. Den technischen Fortschritt und die damit verbundene “Bequemlichkeit” (z.B. Nahrungsreplikator) lehnten sie ab. Dies führte unweigerlich zu Konflikten im Hause Picard.

Das französische La Barre in “Star Trek: The Next Generation”, (Szenenfoto: “Family”, TNG 4×02, CBS).

Jean-Luc war in seiner Jugend aufsässig, arrogant und leichtsinnig. In der Schule und im Sport gehörte er immer zu den Besten. Er brach zu Hause nahezu alle Regeln und weigerte sich, die Winzertradition der Familie fortzuführen. Das führte zum Bruch mit seinem Vater und belastete zudem für Jahrzehnte das Verhältnis zu seinem älteren und stets gehorsamen Bruder Robert, der seinen kleinen Bruder einerseits liebte, ihn aber auch seinen Erfolg und Ruhm missgönnte (TNG 4×02 “Familienbegegnung”).

Jean-Luc begann 2322 mit 18 Jahren seine Offiziersausbildung an der Akademie der Sternenflotten in San Francisco, nachdem er ein Jahr zuvor die Aufnahmeprüfung nicht bestanden hatte (TNG 1×19 “Prüfungen”). Sein Bruder übernahm hingegen nach dem Tod der Eltern das Weingut in La Barre, heiratete seine Frau Marie und bekam einen Sohn namens René. Diesen lernte Picard erst viele Jahre später im Jahr 2367 kennen, nachdem er seine Heimat rund 20 Jahre (also zuletzt in den 2340er-Jahren) nicht mehr besucht hatte. Jean-Luc hatte zu seiner Schwägerin Marie immer ein gutes Verhältnis, sie schrieb ihm regelmäßig Briefe, um ihm auch auf seinen Reisen durchs All das Gefühl zu geben, weiterhin ein wichtiger Teil der Picard-Familie zu sein. Erst 2367 – im Rahmen seiner Rekonvaleszenz nach der Borg-Assimilation – näherten Jean-Luc und Robert sich nach Jahren des Schweigens wieder an und versöhnten sich schließlich (TNG 4×02 “Familienbegegnung”).

Ensign Jean-Luc Picard (Marcus Nash) wird von einem Nausikaaner erstochen (Szenenfoto: TNG 6×15 Tapestry, CBS).

Nachdem Picard die Akademie 2327 erfolgreich abgeschlossen hatte und zum Ensign ernannt worden war, wurde er auf Starbase Earhart in einen Kampf mit drei Nausikaanern verwickelt. Dabei wurde Picard von hinten erstochen und beinahe getötet. Seitdem musste er mit einem künstlichen Herz weiterleben, das in seinen Jahren als Kommandant der Enterprise D (2364-2371) ausgetauscht bzw. behandelt werden musste (TNG 2×17 “Das Herz eines Captains”, TNG 6×15 “Willkommen im Leben nach dem Tode”).

Nach diesem Vorfall veränderte Picard seine Lebenseinstellung und sein Verhalten. Er wurde “erwachsen”. Aus dem “arroganten Narr” wurde ein Mann von Besonnenheit, Weisheit und Integrität.

Die U.S.S. Stargazer NCC-2893 (Szenefoto: TNG 1×09 “The Battle”, CBS).

2233 diente Picard als Lt. Commander an Bord der U.S.S. Stargazer, deren Kommando er nach dem Tod des Captains zunächst provisorisch und später ganz offiziell erhielt. Auf einer der Stargazer-Missionen starb 2353 Picards damals bester Freund Jack Crusher (TNG 1×01 “Mission Farpoint”). Picard kommandierte die Stargazer bis zu deren Vernichtung durch einen Ferengi-Angreifer im Jahr 2355. In einem anschließenden Kriegsgerichtsprozess wurde Picard freigesprochen.

Über Picards Karriere zwischen 2355 und 2364 ist (offiziell) nichts bekannt. Womöglich war Picard in der Einsatzplanung der Sternenflotte beschäftigt und kommandierte verschiedene Kurzzeit-Missionen. Auf einer Shuttle-Mission lernte er z.B. den jungen Geordi La Forge kennen, der ihn so beeindruckte, dass er La Forge unbedingt für sein nächsten Kommando rekrutieren wollte (TNG 5×24 “So nah und doch so fern”).

In dem Buch “The Autobiography of Jean-Luc Picard – The Story of one of Starfleet’s most inspirational Captains” von David A. Goodman (2018), das nicht offiziell zum Star Trek-Kanon zählt, wird Picards Werdegang zwischen 2355 und 2364 in Kapitel 8 (S. 177-213) ausführlich beschrieben.

Demnach hat das Kriegsgerichtsverfahren nach dem Verlust der Stargazer Picard einige Reputation bei der Admiralität der Sternenflotte gekostet. Obwohl Picard mit Admiral Gregory Quinn – bekannt aus der ersten Staffel von “The Next Generation” – einen prominenten Fürsprecher hat, wird Picard in diesen Jahren mit keinem dauerhaften Kommando betraut. Vielmehr arbeitet er primär als eine Art persönlicher Assistent (“Problemlöser”) des Admirals. Dieser beauftragt Picard mit verschiedenen Kurzzeit-Missionen, auf denen Picard u.a. Troi, Data, Worf, Yar und La Forge kennenlernt. Diese Missionen führen ihn u.a. nach Denobula sowie auf diverse Sternenbasen und Raumschiffe. So besucht Picard u.a. die Utopia Planitia Schiffswerft im Mars-Orbit und begutachtet die ersten Bauphasen der neuen U.S.S. Enterprise der Galaxy-Klasse. Des Weiteren kommandiert er interimsweise Sternenbasis 23 sowie die U.S.S. Constellation, ein Schwesterschiff der Stargazer.

Picard schreibt in dieser Autobiografie, dass er in jene Jahren das Gefühl hatte, seine Karriere sei ins Stocken geraten. Zudem sei auch der Wunsch, nach über 20 Jahren als Captain der Stargazer ein neues Schiffskommando zu erhalten, mit der Zeit immer schwächer geworden.

Zu seiner großen Überraschung wird ihm dann aber 2364 das Kommando über das neue Flaggschiff der Flotte angeboten.

Die U.S.S. Enterprise NCC-1701-D (Szenenfoto: TNG 1×01 “Encounter at Farpoint”, CBS).

Von 2364 bis 2371 kommandierte Picard das damalige Flaggschiff der Sternenflotte, die U.S.S. Enterprise NCC-1701-D der Galaxy-Klasse (“Star Trek: The Next Generation”, “Star Trek: Treffen der Generationen”). Das Schiff wurde binnen weniger Jahre zur Legende. In dieser Zeit stellte die Enterprise etliche Erstkontakte her, hatte maßgeblichen Einfluss auf die politische Situation im Alpha-Quadranten und erforschte zahlreiche Raumphänomene.

Picard als “Locutus von Borg” (Szenenfoto: TNG 4×01 “The Best of Both Worlds, Part 2”, CBS.)

2367 wurde Picard von den Borg assimiliert, was nach seinem Kunstherz die zweite große Zäsur in seinem Leben darstellte. Der selbstbewusste Captain wurde seiner Individualität beraubt und instrumentalisiert, um eine Flotte von 39 Raumschiffen der Sternenflotte zu vernichten. Zwar konnte Picard gerettet und re-transformiert werden; das Erlebnis bei den Borg hinterließ bei ihm jedoch tiefe seelische Wunden, die noch Jahre lang nachwirken sollten.

2371 gab es dann eine dritte, sehr tiefgründige Zäsur in Picards Leben: Sein Bruder Robert und dessen Sohn René kamen bei einem Brand auf der Erde ums Leben. Möglicherweise brannte sogar das jahrhundertealte Anwesen der Picards nieder. Picard wurde in dieser Zeit schmerzlich bewusst, welche Auswirkungen der von ihm eingeschlagene Lebensweg für die Familientradition haben würde. Die Picards drohten auszusterben, da Picard selbst keine Kinder hatte. “Es wird keine Picards mehr geben”, so ein ernüchterter Picard zu Counselor Troi (“Star Trek: Treffen der Generationen”).

Die Enterprise E in “Star Trek: First Contact” (Szenenfoto: Paramount Pictures).

Nach der Zerstörung der Enterprise D (“Star Trek: Treffen der Generationen”) übernahm Picard schließlich das Kommando über die neue U.S.S. Enterprise NCC-1701-E der Sovereign-Klasse.  In dieser Zeit rettete er einmal mehr die Erde vor den Borg und später auch vor den Rachegelüsten seines eigenen Klons “Shinzon”. Zudem nahm die Enterprise E in dieser Zeit am Dominion-Krieg (2373-2375) teil. Des Weiteren begehrte Picard 2375 gemeinsam mit seinen Führungsoffizieren gegen seine Befehle auf, weil das Sternenflotten-Kommando eine Zwangsumsiedlung der friedliebenden Ba’ku anordnete (“Star Trek: Der erste Kontakt”, “Star Trek: Der Aufstand”, “Star Trek: Nemesis”).

Denn wenn es um die Grundwerte der Föderation ging, scheute Picard nie den Konflikt mit der Admiralität. Beispiele hierfür sind u.a. seine Konflikte mit Admiral Jameson (TNG 1×16 “Die Entscheidung des Admirals”), Admiral Satie (TNG 4×21 “Das Standgericht”), Admiral Kennelly (TNG 5×03 “Fähnrich Ro”), Admiral Pressman (TNG 7×12 “Das Pegasus-Projekt”) sowie Admiral Nechayev (TNG 6×26 “Angriff der Borg, Teil 1”, 7×20 “Am Ende der Reise”) und Admiral Dougherty (“Star Trek: Der Aufstand”).

Picard legt sich mehr als einmal mit der Admiralität an (Szenenfoto: “Star Trek: Insurrection”, Paramount Pictures).

Der Tod von Lt. Commander Data, der sich für Picard opferte, stellte 2379 eine weitere Zäsur in Picards Leben dar (“Star Trek: Nemesis”).

Picard kommandierte die Enterprise E nach diesem Ereignis noch bis in die frühen 2380er Jahre, ehe er 2381 die ihm (schon 2365 erstmals) angebotene Beförderung zum Admiral annahm. In dieser Position führte er 2384 die “größte Rettungsmission der Geschichte der Föderation” an, die jedoch mit dem “Unvorstellbaren” endete. Picard verließ daraufhin 2386 – nach einer Dienstzeit von stolzen 64 Jahren – die Sternenflotte und zog sich für die nächsten knapp zwei Jahrzehnte auf das (neu errichtete?) Anwesen seiner Familie in La Barre zurück (laut “Picard Museum”).

2399 wird Picards Leben eine weitere Wendung nehmen (“Star Trek: Picard”).


William T. Riker

Jonathan Frakes als William T. Riker in “Star Trek: Picard” (Foto: CBS).

William Thomas Riker (Jonathan Frakes), geboren 2335 in Alaska, war Captain Picards Erster Offizier (“Nummer Eins”) an Bord der Enterprise D sowie der Enterprise E. Insgesamt 15 Jahre lang war Riker Picards rechte Hand. Unter Picard entwickelte sich der zunächst noch leicht verkrampft und überambitioniert wirkende junge Mann zu einem gestandenen Offizier mit respektablen Kommando-Fähigkeiten.

Riker sah es stets als ein Privileg an, seinen Dienst unter dem Kommando eines solch erfahrenen und fähigen Captains wie Jean-Luc Picard verrichten zu dürfen. Daher lehnte er es auch mehrmals ab, schon in seinen späten Zwanzigern (U.S.S. Drake, TNG 1×21 “Die Waffenhändler”) beziehungsweise in seinen Dreißigern (U.S.S. Aries TNG 2×14 “Rikers Vater” und U.S.S. Melbourne TNG 3×26 “In den Händen der Borg”) ein eigenes Kommando zu übernehmen. Als Picard 2366 in die Fänge der Borg geriet, war es Riker, der sich weigerte, Picard einfach so aufzugeben. Er ordnete eine Rettungsmission an, durch welche Picard zurückgeholt werden konnte. Demnach war es Riker, der Picard ein weiteres Leben als Individuum ermöglichte (TNG 4×01 “Angriffsziel Erde”).

Der “Pegasus-Zwischenfall” im Jahr 2370 dürfte wohl dazu geführt haben, dass Rikers bisher recht steil verlaufene Karriere einen Knick erhielt (TNG 7×12 “Das Pegasus-Projekt”). Denn es sollte fast ein Jahrzehnt dauern, ehe Riker 2379 endlich zum Captain befördert wurde. Er verließ die Enterprise gemeinsam mit seiner Ehefrau Deanna Troi, um das Kommando über die U.S.S. Titan zu übernehmen. Riker spielte wohl auch eine größere Rolle bei den im selben Jahr aufgenommenen Friedensverhandlungen zwischen der Föderation und dem Romulanischen Sternenimperium (“Star Trek: Nemesis”).

Über den weiteren Karriereweg des William T. Riker ist im offiziellen Star Trek-Kanon nichts bekannt. In einer alternativen Zeitlinie stieg Riker bis zum hochrangigen Admiral auf (TNG 7×26 “Gestern, heute, morgen”). Doch dieser Karriereweg ist nicht in Stein gemeißelt. Im zweiten Trailer zu “Star Trek: Picard” sieht es so aus, als habe Riker (nun in seinen Sechzigern) den Dienst bei der Sternenflotte quittiert und sich gemeinsam mit seiner Frau in einem Haus auf einem Planeten (eventuell die Erde, womöglich sogar seine Heimat Alaska oder auch auf Betazed) zur Ruhe gesetzt. Allem Anschein nach hat das Paar zudem auch Nachwuchs erhalten.

Leben die Rikers in Alaska? (Foto: CBS).


Deanna Troi

Marina Sirtis als Deanna Troi in “Star Trek: Picard” (Foto: CBS).

Deanna Troi (Marina Sirtis), geboren 2336 auf Betazed, war 15 Jahre lang der Counselor der Enterprise D und E. Die Halb-Betazoidin und studierte Psychologin stand Jean-Luc Picard sowohl in dienstlichen als auch in persönlichen Angelegenheit mit fachlichem Rat und einer großen Portion Empathie zur Seite. Zwischen Troi und Picard entwickelte sich über die Jahre eine sehr innige – wenn auch stets platonische – Beziehung. Picard vertraute sich – wenn auch manchmal widerwillig (TNG 4×01 “Familienbegegnung”) – Troi auch in sehr persönlichen Dingen an. Sie half ihm, seine Misshandlung durch die Borg sowie die Verluste seines Bruders und Neffen zu verarbeiten (“Star Trek: Treffen der Generationen”).

 

Troi verließ gemeinsam mit ihrem Ehemann, Will Riker, 2379 die Enterprise, um künftig als Counselor der U.S.S. Titan ihren Dienst zu verrichten (“Star Trek: Nemesis”).

2399 scheint sie sich – ebenso wie ihr Ehemann – von der Sternenflotte verabschiedet zu haben. Dem zweiten Trailer zu “Star Trek: Picard” nach zu urteilen lebt sie auf der Erde oder auf Betazed und hat zwischenzeitlich mindestens ein Kind zur Welt gebracht.

Troi umarmt Picard (Szenenbild: CBS)

Troi umarmt Picard (Szenenbild: CBS)


Data / B-4

Brent Spiner als Data in “Star Trek: Picard” (Foto: CBS)

Data (Brent Spiner) war ein vom Kybernetiker Dr. Noonien Soong entwickelter und gebauter Android, der von 2338 (Erstaktivierung) bis 2379 (Zerstörung) lebte. Insgesamt 38 Jahre lang war Data im Dienst der Sternenflotte tätig, zuletzt im Rang eines Lieutenant Commanders (der demnächst zum Commander befördert werden sollte). Er diente insgesamt 15 Jahre unter dem Kommando von Captain Jean-Luc Picard auf zwei Schiffen mit dem Namen Enterprise.

Data war zeitlebens darum bemüht, “menschlicher” zu werden. Viele Jahre lang musste er ohne Emotionen leben, Konzepte wie Freude, Trauer und Humor waren ihm fremd. Ein System-Upgrade im Jahr 2371 behob dieses Defizit. 2367 erschuf Data mit Lal sogar ein eigenes Androiden-Kind, dessen positronisches Netz jedoch instabil war. Lal starb nach nur wenigen Lebenstagen (TNG 3×16  “Datas Nachkomme”).

Data war nicht nur ein fähiger Wissenschaftler und Offizier, sondern auch ein angenehmer Zeitgenosse. In seiner Lebenszeit schloss er zahlreiche Bekanntschaften, viele davon wurden zu langjährigen und tiefen Freundschaften. Zu seinen engsten Freunden zählten Geordi La Forge (LeVar Burton) und Captain Jean-Luc Picard. Picard entwickelte sich im Laufe der Jahre für Data zu einer Art väterlichem Mentor. Picard ermutigte Data, seine “Menschlichkeit” weiter zu erforschen. Beide teilten beispielsweise die Leidenschaft für alte irdische Literatur (vor allem Shakespeare).

Data war 2366/67 maßgeblich an Picards Rettung von den Borg beteiligt. Picard wiederum ließ Data nicht im Stich, als dieser seinerseits 2373 in die Hände der Borg-Königin geriet (TNG 4×01 “Angriffsziel Erde”, “Star Trek: Der erste Kontakt”).

2379 opferte Data sich selbst, um Captain Picard das Leben zu retten. Sein Körper wurde in einer Explosion des remanischen Kreuzes Scimitar vernichtet. Zuvor hatte Data sein vollständiges Gedächtnis in den Speicher des baugleichen Androiden B-4 überspielt, der technisch jedoch weitaus weniger entwickelt war als Data und sein anderer “Bruder” Lore, der  bereits 2370 deaktiviert und demontiert worden war (“Star Trek: Nemesis”).

Welche Rolle Data in “Star Trek: Picard” spielen wird, ist derzeit noch unklar. Einige Ausschnitte deuten darauf hin, dass Data in Form von Flashbacks, die Picard erlebt, in Erscheinung treten könnte. Datas “Bruder” B-4 scheint in den vergangenen beiden Dekaden – entgegen der Hoffnungen Picards in der Schlussszene von “Star Trek: Nemesis” – keine nennenswerten Entwicklungsfortschritte gemacht zu haben. Vielmehr scheint es nach 2379 – ebenso wie bei Lore rund zehn Jahre zuvor – erforderlich gewesen zu sein, B-4 zu demontieren.


Annika Hansen (Seven of Nine)

Seven of Nine (Jeri Ryan) in “Star Trek: Picard” (Foto: CBS).

Seven of Nine (Jeri Ryan), 2350 als Annika Hansen in der Tendara-Kolonie geboren, ist ein Mensch, der von 2356 bis 2374 im Borg-Kollektiv lebte. Sevens Eltern waren Exobiologen, die in den 2350er-Jahren – im Wesentlichen ohne Kenntnis der Sternenflotte bzw. Föderation – die Borg studierten und im Rahmen ihrer Feldstudien in den Detla-Quadranten gelangten. Dort wurden sie von den Borg assimiliert.

Seven wurde 2374 von der U.S.S. Voyager, die seit 2371 im Delta-Quadranten gestrandet war, aus dem Borg-Kollektiv befreit. Anschließend wurde sie ein reguläres Mitglied der Besatzung von Captain Kathryn Janeway (Kate Mulgrew). Seven war u.a. spezialisiert auf Nanotechnologie und Astrometrie. Sie versuchte in ihrer Zeit auf der Voyager, ihre Menschlichkeit wiederzuentdecken, was ihr mal mehr, mal weniger gut gelang. Neben Captain Janeway – deren Beziehung zu Seven als Spiegelbild der Picard-Data-Beziehung betrachtet werden kann – stand ihr auch der Holodoc [MHN Typ 1] (Robert Picardo) als Mentor zur Seiten.

Ab 2376 fungierte Seven ihrerseits als Mentorin für eine Gruppe ehemaliger Borg-Kinder. Aus dieser Gruppe blieb letztlich nur der Teenager Icheb an Bord der Voyager. Seven wurde für ihn so etwas wie eine Ziehmutter.

2378 kehrte Seven of Nine gemeinsam mit der Crew der Voyager in den Alpha-Quadranten zurück. Über ihren weiteren Lebensweg ist nichts bekannt. Zuletzt lebte sie in einer Liebesbeziehung mit Commander Chakotay (Robert Beltran), dem Ersten Offizier der Voyager (“Star Trek: Voyager”).

Die beiden Trailer zu “Star Trek: Picard” legen nahe, dass Seven of Nine nicht (mehr) im Dienst der Sternenflotte steht. Sie scheint auch ihre Menschlichkeit weiter erkundet zu haben, wirkt sie hier doch weitaus “lockerer” als in früheren Voyager-Zeiten. Scheinbar kennt sie Picard schon länger, was auf deren gemeinsame Borg-Vergangenheit (Hive-Bewusstsein) oder auf ein gemeinsames Projekt bzw. eine gemeinsame Mission zurückzuführen sein könnte. Seven of Nine, die sich nun womöglich wieder Annika Hansen nennt, scheint in “Star Trek: Picard” einen schweren Verlust zu erleiden. Um wen sie trauert (siehe Bild), ist nicht zu erkennen. Potenzielle Kandidaten sind Chakotay (unwahrscheinlich, da keine grauen Haare), Icheb oder Hugh.

Seven of Nine hält jemanden im Arm (Szenenbild: CBS)

Seven of Nine hält jemanden im Arm (Szenenbild: CBS)


Hugh (Third of Five)

“Hugh” (Jonathan Del Arco) in “Star Trek: The Next Generation” (Szenenfoto: “I Borg” TNG 5×23, CBS).

Hugh ist eine ehemalige Borg-Drohne, vormals unter “Dritter von Fünf”, bekannt. Hugh wurde 2368 bei einer Borg-Mission im Argolis-Cluster verletzt und vom übrigen Borg-Kollektiv abgetrennt. Die Besatzung der Enterprise D fand ihn und rettete sein Leben.

Ursprünglich hatte Captain Picard vor, Hugh als “Waffe” gegen die Borg einzusetzen. Die tödliche Gefahr, die zu dieser Zeit von den Borg ausging, sowie Picards Rachegefühle führten dazu, dass er entgegen aller von ihm vertretenen Prinzipien einen Genozid an den Borg in Erwägung zog. Doch im Rahmen der dafür erforderlichen Tests entwickelte “Dritter von Fünf” – von nun an Hugh genannt – ein eigenes, individuelles Bewusstsein. Er freundete sich sogar mit Lt. Cmdr. La Forge an. Infolgedessen kam Picard zu einem Umdenken und verwarf den ursprünglichen Vernichtungsplan. Stattdessen sollte Hughs Individualität auf alle anderen, mit dem Hive-Bewusstsein verbundenen Borg überspielt werden, um auf diese Weise das imperialistische Borg-Kollektiv unschädlich zu machen, ohne es vollständig vernichten zu müssen. Dementsprechend wurde Hugh – auf eigenen Wunsch – zum Kollektiv zurückgeschickt (TNG 5×23 “Ich bin Hugh”).

Rund ein Jahr später begegnete die Crew der Enterprise D Hugh ein zweites Mal und zwar auf einem fremden, vom Föderationsraum weit entfernten Planeten. Demnach hatte sich das Individualitätsprogramm Hughs tatsächlich auf alle Borg in seiner Umgebung übertragen. Doch bevor das “Virus” das gesamte Hive-Bewusstsein infizieren konnte, wurde die bereits infizierte Borg-Gruppe vom Rest des Kollektivs abgetrennt. Die nun orientierungslose Gruppe der Exil-Borg geriet in ihrer Not in die Fänge von Lore, Datas bösem “Bruder”. Er machte sich die isolierten Borg untertan und führte an einigen von diesen grausame Experimente durch (TNG 7×01 “Angriff der Borg, Teil 2”).

Das letzte Mal sah man Hugh in eben jener Episode. Demnach wurde er zum Anführer der Exil-Borg, die nun ohne Hilfe des Kollektivs und ohne Lores Führerschaft überleben mussten. Den beiden Trailern zu “Star Trek: Picard” nach zu urteilen, hat es Hughs Borg-Gruppe womöglich bis in den Alpha- bzw. Beta-Quadranten geschafft.

Auch Hughs körperliche Wiederherstellung scheint nahezu abgeschlossen zu sein, wobei nicht bekannt ist, was Hughs ursprüngliche Spezies war. Es sieht allerdings auch so aus, als würde sich Hugh zusammen mit einer weiteren Gruppe (Ex-)Borg in großer Gefahr befinden. Womöglich stirbt Hugh sogar im Laufe der ersten Staffel.

Hugh (Szenenbild: CBS)

Hugh (Szenenbild: CBS)


Denkbare Charaktere:

Q

Q (John de Lancie) ist ein omnipotentes Wesen aus dem sogenannten “Q-Kontinuum”. Er begegnete Picard und der Enterprise-Crew erstmals 2364 auf ihrer ersten Mission nach Deneb IV. Q klagte die Menschheit damals an, eine “ungewöhnlich wilde Rasse” zu sein, weshalb man dieser weitere Reisen durch das All verbieten müsse. Im Laufe der folgenden knapp sieben Jahren entwickelt Q ein großes Interesse an der Menschheit – und vor allem am menschlichen Exemplar Jean-Luc Picard.

John de Lancie als “Q” (Szenenfoto: “All Good Things”, TNG 7×26, CBS).

Picard wiederum störte sich an Qs Arroganz und Selbstgerechtigkeit, wusste aber in seinem tiefsten Inneren auch, dass Qs Kritik an der Menschheit in Teilen berechtigt ist – auch in Bezug auf die Gegenwart. Denn immer wieder musste Picard auch gegen andere Menschen vorgehen, welche die Werte der Föderation mit Füßen traten – und damit die Gefahr heraufbeschworen, dass sich die Menschheit zurückentwickelt (TNG 4×21 “Das Standgericht”). Q wiederum erkannte das enorme Potenzial, das in Picard und weiten Teilen der Menschheit steckt (TNG 7×26 “Gestern, heute, morgen”).

Das Wesen Q tauchte zwischen 2369 und 2377 auch auf Deep Space 9 und auf der Voyager auf. Das letzte Mal sahen wir Q in der 7. Staffel von “Star Trek: Voyager” (7×19 “Q2”).

“Star Trek: Picard” ist eigentlich ohne eine Rückkehr von Q kaum vorstellbar. Erstens war Q schon immer so etwas wie ein “Sidekick” für Picard, sodass es auch etwas verwunderlich ist, dass Q nicht wenigstens in einem der vier “TNG”-Kinofilmen in Erscheinung trat. Zweitens deuten die Trailer zur Serie darauf hin, dass sich die Föderation tatsächlich “zurückentwickelt” haben könnte – und dass die Sternenflotte bestimmte liberale und humanistische Werte, für die Picard zeitlebens eingetreten war, nun bewusst missachtet. Dies wäre wiederum die ideale Steilvorlage für Q, seinen alten Prozess gegen die Menschheit von vor rund 30 Jahren neu aufzurollen.

Wird Q in “Star Trek: Picard” also erneut seine Richterrobe anziehen?

Q als Richter aus der Ära der “Postatomaren Schreckenszeit” (Szenenfoto: “Encounter at Farpoint, TNG 1×01, CBS).


Louis

Louis (Dennis Creaghan) ist ein alter Freund von Jean-Luc Picard (Szenenfoto: “Family”, TNG 4×02, CBS).

Louis war in “The Next Generation” ein alter Jugendfreund von Jean-Luc Picard (TNG 4×01 “Familienbegegnung”). Er war Wissenschaftler und scheinbar auf Geologie spezialisiert. 2367 lebte er in La Barre und arbeitete an einer Art planetarem “Terraforming-Projekt”, das zum Ziel hatte, die Erde mit einem weiteren Kontinent zu bereichern. Er wollte Picard seinerzeit als Projektmanager gewinnen, dieser lehnte jedoch nach kurzer Bedenkzeit ab und kehrte auf die Enterprise zurück.

Unser Leser Volker Kupfer hat auf Facebook angemerkt, dass es sich bei dem Mann, der im zweiten Trailer mit Picard redet, um eben jenen Louis handelt könnte. Zwischen beiden Auftritten liegen nach Star Trek-Chronologie 32 Jahre. Altersmäßig dürfte das also hinkommen.

Unbekannter Besuch (Szenenbild: CBS=

Unbekannter Besuch für Picard. Ist es Louis? (Szenenbild: CBS)


Marie Picard

Marie Picard (Samantha Eggar) ist Jean-Luc Picards Schwägerin (Szenenfoto: “Familiy”, TNG 4×02, CBS).

Marie Picard war die Ehefrau von Jean-Lucs älterem Bruder Robert Picard. Sie pflegte stets ein gutes Verhältnis zu Jean-Luc und hat den Kontakt auch in den rund 20 Jahren Funkstille zwischen den Picard-Brüdern nie abreißen lassen.

2367 begrüßte sie Jean-Luc als Gast in seinem alten Zuhause. Sie war es auch, die die beiden Brüder ermutigte, ihre langen Differenzen aus der Welt zu schaffen. 2371 musste sie einen schweren Schicksalsschlag verkraften, als ihr Mann Robert sowie ihr Sohn René bei einem Brand ums Leben kamen. Sie war es auch, die Picard die traurige Botschaft per Subraumfunk übermittelte (“Star Trek: Treffen der Generationen”).

Inwiefern Marie Picard eine Rolle in “Star Trek: Picard” spielen könnte, darüber kann nur spekuliert werden. Sehr wahrscheinlich hat sie das Picard-Anwesen, sollte es 2371 tatsächlich abgebrannt sein (der tödliche Brand könnte sich auch andernorts ereignet haben), in den vergangenen Dekaden wieder aufgebaut. Da Picard in der neuen Serie nur mit einem Hund auf dem Picard-Anwesen zu leben scheint, müssen wir wohl davon ausgehen, dass auch Marie mittlerweile verstorben ist. Es ist aber dennoch denkbar, dass sie zumindest in möglichen Flashback-Szenen (z.B. “Short Treks”) in Erscheinung tritt.

Picard besuchte 2367 seine Familie in La Barre (Szenenfoto: TNG 4×02 “Family”, CBS).


Bruce Maddox

Commander Bruce Maddox (Brian Brophy) (Szenenfoto: “The Measure Of A Man”, TNG 2×09, CBS).

Commander Bruce Maddox war in den 2360er-Jahren Spezialist für Kybernetik am Daystrom-Institut der Föderation. Schon seit den 2340er Jahren entwickelte er ein besonderes Interesse an Data, dem damals einzigen fortschrittlichen Androiden in der Sternenflotte.

2365 wollte Maddox Lt. Commander Data demontieren und basierend auf seinen Studien reproduzieren. Ihm schwebte eine ganze “Armee” aus Androiden vor (“Hunderte, Tausende. […] Es gibt keine Grenze.”), die vor allem in Gefahrensituationen zum Einsatz kommen sollten. Als sich Data der Abkommandierung widersetzte und sogar seinen Dienst quittierte, argumentierte Maddox, Data sei als Android kein Träger von personalen Grundrechten, sondern vielmehr nur Eigentum der Sternenflotte. In einem anschließenden Gerichtsverfahren, in dem es um die Frage ging, ob Data eine echte “Person” sei, wurden Data schließlich all diejenigen Persönlichkeitsrechte zugestanden, die auch allen übrigen Humanoiden in der Föderation garantiert sind (TNG 2×09 “Wem gehört Data?”).

Maddox sah dies schließlich ein und hielt in den Folgejahren (zumindest bis 2367) Briefkontakt mit Data, um über dessen weitere Persönlichkeitsentwicklung im Bilde zu bleiben (TNG 4×11 “Datas Tag”).

Der zweite Trailer von “Star Trek: Picard” legt die Vermutung nahe, dass Maddox’  ursprünglicher Plan, Data zu zerlegen und zu vervielfältigen, 2399 (in gewisser Weise) umgesetzt worden ist. Zudem scheint womöglich genau das zu passieren, wovor Picard in “Wem gehört Data?” gewarnt hatte: Künstliche (oder auch halb-kybernetische) Lebewesen werden zu ein Art “Sklavenvolk” degradiert und für inhumane Experimente missbraucht.

Ob Bruce Maddox hier eine Rolle spielen wird, ist nicht bekannt. Es ist aber denkbar, dass seine Forschung am Daystrom-Institut eine Grundlage für die Entwicklungen in “Picard” gelegt haben könnte. Womöglich ist sogar Dr. Jurati (Alison Pill) einst eine Schülerin von Maddox gewesen.

Soong-Type-Androiden (Szenenbild: CBS)

Welche Rolle spielen diese Androiden in “Star Trek: Picard”? Mit viel Phantasie ist sogar eine gewisse Ähnlichkeit mit Bruce Maddox erkennbar (Szenenbild: CBS)


“Der Reisende” von Tau Alpha C

Der Reisende (Eric Menyuk) in “Star Trek: The Next Generation” (Szenenfoto: Journey’s End, TNG 7×20, CBS).

“Der Reisende” war eine durch Zeit und Raum reisende, humanoide Lebensform vom Planeten Tau Alpha C, welche der Besatzung der Enterprise D erstmals 2364 und letztmals 2370 begegnete. Seine Ursprünge liegen in einer anderen Zeit und einer anderen Dimension.

“Der Reisende” machte Captain Picard auf die außergewöhnlichen Fähigkeiten von Wesley Crusher (Wil Wheaton) aufmerksam und führte die Enterprise zeitweise in eine andere Galaxie (TNG 1×06 “Der Reisende”).

2370 ging er mit Wesley Crusher auf eine Reise durch Raum und Zeit (TNG 7×20 “Am Ende der Reise”).

Unter den Fans – auch unter unseren Lesern – ist das Gerücht im Umlauf, “Der Reisende” könnte Teil von “Star Trek: Picard” sein. Einige Fans sehen eine Ähnlichkeit zwischen dem “Reisenden” und Picards Besuch im zweiten Trailer (s.o.), wobei der Besucher eindeutig menschliche Hände zu haben scheint, was diese These widerlegen würde.


Sela

Commander Sela (Denise Crosby) ist die Tochter von Lt. Tasha Yar und einem Romulaner (Szenenfoto: “Unification, Part 2”, TNG 5×08, CBS).

Commander Sela (Denise Crosby) wurde 2345 auf Romulus geboren. Ihre Eltern waren ein namentlich nicht genannter romulanischer General und Tasha Yar, Picards Sicherheitsoffizier auf der Enterprise D in den Jahren 2364/65. Sela ist das Resultat einer temporalen Paradoxie: Hätte Picard Tasha Yar in einer alternativen Zeitlinie nicht auf die Enterprise C geschickt, dann wäre Sela nie geboren worden (TNG 3×15 “Die alte Enterprise”).

Sela stieg im Laufe ihres Erwachsenenalters zu einer hochrangigen Offizierin beim romulanischen Militär auf und trat Picard bzw. der Enterprise-Crew bei drei Gelegenheiten als Gegenspielerin gegenüber. Ihr letztes Erscheinen ist auf das Jahr 2367 datiert (TNG 4×24 “Verräterische Signale”, 4×26 & 5×01 “Der Kampf um das klingonische Reich, Teil 1 & 2”, TNG 5×08 “Wiedervereinigung?, Teil 2”).

Dass die Romulaner in “Star Trek: Picard” spielen werden, ist in Anbetracht diverser Aussagen von Patrick Stewart und Alex Kurtzman sowie der drei bisher veröffentlichten Trailer eine Tatsache. Es liegt nahe, dass Commander (mittlerweile Admiral?) Sela als romulanisch-menschlicher Hybride im Rahmen einer (möglichen) Annäherung zwischen der Föderation und dem Romulanischen Sternenimperium eine besondere Rolle gespielt haben könnte. Gleichwohl ist bisher nichts über eine Mitwirkung von Denise Crosby in “Star Trek: Picard” durchgesickert.


Jean-Luc Riker

Jean-Luc Riker  gespielt von Chris Demetral (Szenenfoto: “Future Imperfect”, TNG 4×08, CBS).

In einer alternativen Zeitlinie hatte (Captain) William T. Riker  2383 einen ca. 14-jährigen Sohn, den er nach seinem ehemaligen Captain, Jean-Luc Picard, benannt hat (TNG 4×08 “Gedächtnisverlust”).

In “Star Trek: Picard” scheinen Riker und Troi (mindestens) ein gemeinsames Kind zu haben, womöglich sogar einen Sohn. Es wäre eine nette Referenz an “The Next Generation”, wenn sie ihren Sohn auch in der normalen Zeitlinie nach Picard benannt hätten. In der Roman-Reihe “Star Trek: Titan” haben Riker und Troi eine gemeinsame Tochter, Natasha Miana Riker-Troi, die 2381 geboren wurde.

 

Update (12.10.2019): Laut einer Cast-Liste von IMDb wird die 2005 geborene Lulu Wilson in “Star Trek: Picard” einen Charakter mit dem Namen “Kestra” spielen (und zwar in Folge 1.6). Kestra war der Name von Deanna Trois älterer Schwester, die bereits starb, als Deanna noch ein Baby war. Deanna erfuhr erst in der Episode “Ort der Finsternis”/”Dark Page” (TNG 7×07) von Kestra. Womöglich haben Riker und Troi ihre Tochter nach Deannas verstorbener Schwester benannt.


Icheb

Icheb gespielt von Manu Intiraymi (Szenenfoto: “Endgame”, VOY 7×25, CBS).

Icheb stammt aus dem Volk der Brunani und wurde bereits in jungen Jahren von den Borg assimiliert. Sein Volk missbrauchte ihn als biologische Waffe, um sich gegen weitere Angriffe der Borg zu wehren (VOY 6×19 “Icheb”).

2376 wurde er gemeinsam mit weiteren Borg-Kindern von der Voyager aus dem Kollektiv gerettet. Von diesem Zeitpunkt an begann seine Rekonvaleszenz (VOY 6×16 “Das Kollektiv”). Eine Rückkehr auf seinen Heimatplaneten scheiterte deshalb, weil die Voyager-Crew hinter den perfiden Plan von Ichebs Eltern kam. Icheb blieb daraufhin auf der Voyager und kehrte mit dieser 2378 in den Alpha-Quadranten zurück. Icheb äußerte den Wunsch, die Akademie der Sternenflotte zu besuchen (VOY 7×26 “Endspiel”).

Über Ichebs weiteren Lebenslauf haben wir seit dem Voyager-Serienfinale keine weiteren (kanonischen) Informationen erhalten. Die Handlung von “Star Trek: Picard” scheint sich jedoch auch um die Borg oder zumindest um eine Gruppe von (ehemaligen) Borg zu drehen. Darauf deuten einige Trailer-Szenen sowie die bestätigte Beteiligung der beiden Charaktere Seven of Nine und Hugh hin.

Die Tatsache, dass eine Szene zeigt, wie eine weinende Seven of Nine einen (toten?) männlichen Körper mit dunklem Haupthaar in den Armen hält, nährt die Spekulation, dass  Manu Intiraymi – mittlerweile 41 Jahre alt – seine Rolle als Icheb in “Star Trek: Picard” wiederaufnehmen könnte. Immerhin war Seven of Nine so etwas wie eine Ziehmutter für Icheb gewesen.

Die besagte Szene wurde derweil auf dem Twitter-Account von Manu Intiraymi mehrfach kommentiert.

Als ehemalige Borg-Drohne dürfte es Icheb in den vergangenen 21 Jahren schwer gehabt haben, sich im Alpha-Quadranten zu akklimatisieren.

Quelle: https://twitter.com/manuintiraymi?lang=de


Dr. Lewis Zimmerman

Dr. Lewis Zimmerman gespielt von Robert Picardo (Szenenfoto: “Life Line”, VOY 6×24, CBS).

Dr. Lewis Zimmerman (Robert Picardo) war in den 2370ern der führende Holo-Ingenieur in der Föderation. Er entwickelte die medizinischen Notfallprogramme MHN Typ 1 und Typ 2. Seine Forschungseinrichtung war die Jupiter-Station (“Star Trek: Voyager”, “Star Trek: Deep Space Nine”).

Welche Rolle Lewis Zimmerman – oder auch der Holodoc – in “Star Trek: Picard” spielen könnte, kann man derzeit nur vermuten. Vor gut zwei Monaten gab es das Gerücht, Robert Picardo befände sich in “frühen Diskussionen” für einen Auftritt in der zweiten Staffel der neuen Star Trek-Serie. Demnach könnte Dr. Zimmerman in der ersten Staffel womöglich nur eine namentliche Erwähnung finden.

 

Quellen: “Star Trek: The Next Generation”, “Star Trek: Deep Space Nine”, “Star Trek: Voyager”, “Star Trek: Generations”, “Star Trek: First Contact”, “Star Trek: Insurrection”, “Star Trek: Nemesis”, Memory Alpha – Das Star Trek-Wiki, “Star Trek: Picard”-Trailer #2 und #3, IMDb.

 


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