Nach 18 Jahren kehrt Jean-Luc Picard zurück auf die Leinwand und Sir Patrick Stewart zurück zu “Star Trek”. Ob der Einstieg gelingt, verraten wir in unserer Kurzrezension. Bis auf vorab aus den Trailern bekannte Fakten ist diese Rezension spoilerfrei.

Story

Jean-Luc Picard ist ein Admiral der Sternenflotte im Ruhestand. Er hat sich auf das Weingut seiner Familie zurückgezogen und beobachtet das Welt(-all)-Geschehen mit seinem Hund Nummer Eins von der Seitenlinie. Der Jahrestag der Zerstörung von Romulus markiert jedoch das Ende dieser relativen Abgeschiedenheit. Picard trifft die junge Frau Dahj (Isa Briones), die ihn auf der Flucht vor maskierten Angreifern um Hilfe bittet. Beide spüren eine seltsame Vertrautheit zueinander, die sie nicht erklären können, und für beide wird die Begegnung dramatische Konsequenzen haben.

Picard und Nummer Eins in "Remembrance" (Bild: CBS)

Picard und Nummer Eins in “Remembrance” (Bild: CBS)

Dialoge und Besetzung

Die gute Nachricht zuerst: Kirsten Beyer, Michael Chabon und Kollegen haben die Stimmen von Picard und einem zweiten in der Episode auftretenden “TNG”-Alumnus treffsicher eingefangen. Bei allem PR-Getöse darüber, dass Picard nach zwei Jahrzehnten ein anderer Mensch sei, und Patrick Stewart sich schauspielerisch nicht wiederholen wolle, hat Jean-Luc Picard immer noch “den Mut und das Herz eines Entdeckers und die Seele eines Poeten”. Niemand muss fürchten, “den Captain” nicht mehr wiederzuerkennen, oder dass die Erwartungen der Zuschauer schroff konterkariert würden, wie z.B. von Luke Skywalker in “Episode VIII”.

Die Welt um Picard herum hat sich jedoch verändert, er ist gealtert und anders als zur Zeit von “The Next Generation” hat er nicht mehr die Autorität und die Ressourcen, maßgeblich das Schicksal der Föderation mitzugestalten. Dazu kommen mit 92 Jahren (die Figur ist über eine Dekade älter als ihr Schauspieler) zwangsläufige Erscheinungen des Alterns.

Picard in "Remembrance" (Bild: CBS)

Picard in “Remembrance” (Bild: CBS)

All dies führt dazu, dass viele eingeübten Rituale ausbleiben, die wir als Routine aus “TNG” kennen. Kein Glattziehen der Uniform, keine Lagebesprechung, kein ernstes Gucken auf den Hauptbildschirm. Picard ist nicht mehr Befehlshaber des Flagschiffs, sondern semi-prominenter Pensionär. Und damit ändert sich die Dynamik vieler Dialoge und Interaktionen grundlegend. Er ist nicht mehr per Amt ein dominierender Part in jeder Szene. Der Privatmann Jean-Luc bietet das Du an, und wir sehen mehr von der verletzlichen aber auch fürsorglichen Seite von Picard, der befreit von seiner Führungsrolle nicht mehr ununterbrochen Genialität und Beherrschtheit verbreiten muss.

All dies tut der Tatsache keinen Abbruch, dass Picard ohne jeden Zweifel die gleiche Person ist, die wir zuletzt 2002 im Kino gesehen haben. Jean-Luc Picard in “Picard” ist kein finsterer, post-moderner Abklatsch der humanistischen Vaterfigur aus “TNG”. Im Gegenteil, wie schon “The Inner Light” / “Das zweite Leben” Stewart erlaubt hat, einen Picard in anderen Lebensumständen zu porträtieren, so lässt uns “Picard” ebenfalls Jean-Luc nahbarer kennenlernen. Und das aufklärerische Feuer brennt in Picards Seele lichterloh wie eh und je, was die erste Episode direkt mehrfach unterstreicht.

Neben Sir Patrick stehen aber auch neue Gesichter vor der Kamera. “Picard” lässt sich jedoch viel Zeit mit der Einführung zusätzlicher Charaktere. Von der Hauptbesetzung lernen wir neben Dahj nur eine weitere Rolle wirklich kennen, eine weitere setzt den Cliffhanger zur zweiten Episode auf. Die Schauspieler und ihre Charaktere sind bis in kleinere Nebenrollen sympathisch besetzt und authentisch gespielt. Insbesondere zwei Angestellte auf Picards Weingut sind äußerst unterhaltsam, gewitzt und warmherzig geschrieben. Stewart hat offenkundig ihm würdige Schauspielpartner an der Seite. Der Teil des Ensembles, den wir kennenlernen dürfen, ist exzellent.

Picard und Dahj in "Remembrance" (Bild: CBS)

Picard und Dahj in “Remembrance” (Bild: CBS)

Kanon und Rahmenhandlung

Im Vorfeld von “Picard” wurde viel digitale Tinte darüber vergossen, wie dystopisch die neue Serie würde, und wie viel Respekt der etablierte Kanon unter der Ägide von Senior-Produzent Alex Kurtzman erwarten könne. Schließlich wirft ein lautstarker Teil des Fandoms Kurtzman (nicht völlig unverdient) beständig vor, das Franchise in eine düstere Action-Schießbude ohne intellektuellen Anspruch oder Respekt für die innere Konsistenz von “Star Trek” zu verwandeln. Auch in unserem Kommentarbereich war schon vor Wochen zu lesen, dass das alles nichts werden könne.

Mit Blick auf die erste Episode können wir diesbezüglich Entwarnung geben.

Die Kontinuität zur “The Next Generation” ist visuell tadellos geglückt (siehe unten), und auch die Rahmenhandlung setzt ohne offenkundige Logikprobleme an “Nemesis” und Spocks Erinnerungen an das Primäruniversum aus “Star Trek” (2009) an. Natürlich werden einige größere Mysterien aufgeworfen, deren Auflösung darüber entscheiden wird, ob wir auch am Ende noch Stringenz bescheinigen können.

Auch die restliche Welt von “Picard” ist stimmig. 2399 ist keine dystopische Zukunft in irgendeiner üblichen Definition des Worts. “Remembrance” füllt die zeitliche Lücke seit “Nemesis” verständlicherweise nur bruchstückhaft aus, aber wir können sicher sagen, dass die Föderation in “Picard” keinem Orwellschen Überwachungsstaat, keiner ökologischen Katastrophe und auch keiner militärischen oder KI-Apokalypse anheim gefallen ist. Mit der Zerstörung von Romulus und dem Angriff auf Mars sind in den letzten beiden Jahrzehnten zwei außergewöhnliche und tragische Ereignisse eingetreten, aber derer gibt es in der “Star Trek”-Historie viele. Die Existenz der Föderation ist nicht bedroht und die Sternenflotte wurde nicht in ihr böses Gegenteil verkehrt.

San Francisco in "Remembrance" (Bild: CBS)

San Francisco in “Remembrance” (Bild: CBS)

Eher scheint es so, dass unter dem Eindruck der galaktischen Ereignisse eine Reihe von subtilen Verschiebungen stattgefunden haben, die nun die Utopie und ihre Ideale aushöhlen, wenn man Picards persönlichen Standpunkt teilt (als eine von hoffentlich mehreren legitimen Perspektiven). Man kann bereits erkennen, wie “Picard” eine kaum kaschierte Parallele zu schwächer werdenden westlichen Demokratien des frühen 21. Jahrhunderts ziehen will. Wie sich das im Falle der Sternenflotte und Föderation konkret manifestiert, werden künftige Folgen im Detail beleuchten müssen. In der ersten Episode sehen wir Ansätze davon, dass die Gesellschaft des 24. Jahrhunderts angesichts andauernden Wohlstands und Friedens nicht bemerkt, wie humanistische Ambition und historischer Horizont schrumpfen. Dadurch ist die Zukunft von “Picard” jedoch noch lange nicht finster oder gar hoffnungslos. Es gibt aber der Figur Picard Reibungfläche und dem Plot Aktualität.

Die intelligenten Anlagen der ersten Folge legen nahe und lassen hoffen, dass sich “Picard” an der Heimatfront eher mit strukturellen und systemischen Konflikten auseinandersetzen wird, als vereinzelten “Badmirals”.

Zusammenfassend: Nein, “Picard” beschädigt nach dem, was wir in “Remembrance” sehen, in keiner weise “The Next Generation” oder dessen Kanon. Im Gegenteil: Das letzte Mal ist “Star Trek” so respektvoll und treu in “In a Mirror, Darkly” (“Die dunkle Seite des Spiegels”, “Enterprise” 4×19) mit der eigenen Vergangenheit umgegangen.

Wer nun jedoch darauf besteht, dass der 79-Jährige Stewart gefälligst wieder in Spandex auf der Brücke der Enterprise den Planeten der Woche anzusteuern habe, wird mit dieser Serie natürlich nicht glücklich werden. Wenn man sich auch einer respektvollen Weiterentwicklung der Figur und ihrer Umstände verschließt, kann man sich natürlich weiterhin unberirrt an Kurtzman oder anderen Feindbildern abarbeiten und energisch das Ende des Franchises postulieren.

Inszenierung

Es ist unübersehbar, dass viele kreative Köpfe bereits an “Star Trek: Discovery” mitgearbeitet haben. Allen voran Regisseurin Hanelle M. Culpepper, die zuletzt “The Red Angel” / “Der rote Engel” in der zweiten Staffel in Szene setzte. Stilistische Ähnlichkeiten drücken sich vor allen Dingen in der cineastischen (aber wohltuend unaufgeregten) Kameraarbeit, Setdesign, Lichtstimmung und Soundtrack aus.

Einen Bruch mit dem visuellen Kanon des 24. Jahrhunderts traut sich “Picard” nicht. Im Gegenteil, in der Episode gibt es zahlreiche direkte, wichtige und unübersehbare visuelle Anknüpfungspunkte und Referenzen zu früheren Episoden und Filmen. Alle machen auf den ersten Blick einen außerordentlich guten Eindruck. Zudem erhaschen wir ein paar kurze Blicke auf die Weiterentwicklung der Technik der Zukunft. Im Gegensatz zu “Children of Mars” sind die Computer-Terminals in “Picard” als logische Weiterentwicklung von LCARS wiederzuerkennen. Nur die Shuttles scheinen wie in “Children of Mars” alles preiswerte Restposten aus dem 23. Jahrhundert von “Discovery” zu sein.

Computerterminal aus "Remembrance" (Bild: CBS)

Computerterminal mit vertrautem Interface aus “Remembrance” (Bild: CBS)

“Picard” ist angeblich die pro Episode teuerste Eigenproduktion von “CBS All Access”. Der Aufpreis gegenüber “Discovery” ist vermutlich im Wesentlichen dem Drehort Kalifornien (Vorbedingung von Patrick Stewart) gegenüber dem preiswerteren Kanada geschuldet. Mit Blick auf die visuellen Effekte nehmen und geben sich die beiden modernsten “Star Trek”-Serien bisher nichts. Sowohl die erste als auch die letzte Szene sind tolle Beispiele für fantastische Effekteinstellungen, die hoffentlich keinen Zuschauer kalt lassen. Leider verpufft der mögliche Schockeffekt des Endes dank vorzeitiger Enthüllung in den Trailern völlig.

Die einzige wirklich große Enttäuschung ist Jeff Russos zwar gefühlvoller, aber viel zu zurückhaltender und wenig markanter Soundtrack. Auch den Hauptthema des ansonsten wunderbar gestalteten Vorspanns zündet leider überhaupt nicht. Hoffentlich ist da im Laufe der Serie noch Luft nach oben.

Beobachtungen

  • Die Episode ist von der ersten Szene an randvoll mit Easter-Eggs und Referenzen auf “The Next Generation”. Wir sehen aber auch in den ersten Minuten einen Xaheaner, einer Spezies aus “Discovery”.
  • Die Ferengi haben eine Präsenz in Boston. Offenbar haben sich unter Nagus Rom die Beziehungen zur Föderation weiter verbessert.
  • Wie schon “Children of Mars” würdigt der Vorspann Gene Roddenberry als Schöpfer von “Star Trek: The Next Generation” als Grundlage der Serie, nicht “Star Trek” ohne Zusatz, wie es vor “Children of Mars” alle Produktionen taten.
  • Picard hat viele Memorabilien aus seiner Dienstzeit aufbewahrt. Darunter auch das “Captain Picard Day”-Banner aus “Pegasus” / “Das Pegasus-Project”. Auch wenn das ein netter visueller Gag ist, erscheint es doch zweifelhaft, dass Picard eitel und kinderlieb genug wäre, das Banner aufzuheben.

    Banner des "Capain-Picard-Tags" in in "Remembrance" (Bild: CBS)

    Banner des “Capain-Picard-Tags” in in “Remembrance” (Bild: CBS)

  • Nachdem in dieser Episode mindestens ein prominentes Raumschiff aus dem 24. Jahrhundert auftaucht, ist es noch unverständlicher, warum die Utopia Planitia-Flottenwerft in “Children of Mars” mit Schiffsmodellen aus “Discovery” gerendert wurde. Kosten können keine Rolle gespielt haben, denn das Raumschiffmodell aus “Remembrance” hätte man ja genauso gut recyclen können, wie die “Discovery”-Schiffe.
  • Das Sound-Design dieser Episode ist ein weiteres Spielfeld für zahllose Audioreferenzen in die “TNG”-Ära.
  • Gegen Ende führt die Episode eine bisher unbekannte Raumschiffklasse für den ikonischen Fuhrpark einer prominenten Spezies ein. Ich denke, es ist eine stimmige Weiterentwicklung der bekannten Designs und hoffentlich nur der erste von zahlreichen neuen Schiffstypen.

Fazit

“Picard” beginnt langsam und verpackt viel Worldbuilding in wahrlich traumhafte Bilder. Dabei schafft es das  Kunststück, eine bewegende, emotionale Geschichte in der ersten Stunde zu erzählen, die gleichzeitig auch Zeit finden muss, um im wahrsten Sinne des Wortes die Welt zu erklären. Trotz aller offenkundigen Liebe zum Kanon ist “Picard” erfreulicherer weise trotz Dutzender Easter-Eggs kein billiger Nostalgietrip. Die wesentlichen Rückgriffe in den reichhaltigen Kanon wirken nicht beliebig, sondern bedächtig ausgesucht und thematisch stimmig.

Dabei ist die Produktion schon wie bei “Discovery” über jeden Zweifel erhaben. So gut wie in “Picard” hat die Zukunft in “Star Trek” noch nie ausgesehen. Und ersten Anzeichen nach hat sich hier auch die bisher fähigste Besetzung in der Geschichte des Franchises gefunden.

Der Pilot macht klar, welches Potential in der fundamentalen utopischen Idee von “Star Trek” im Allgemeinen und der Figur Jean-Luc Picard im Besonderen steckt. So legt “Remembrance” die Grundlagen, sowohl über die Figur Picard als auch seine (und damit unsere) Welt hochgradig Relevantes zu erzählen. Ob und wie die Serie mit diesem Pfund wuchern kann, wird spannend werden.

“Remembrance” ist die erste Episode eines dreiteiligen Auftakts. Der erste Part ist absolut gelungen. Leider hat die jüngste “Star Trek”-Serien-Vergangenheit gezeigt, dass eine fantastische Premiere nicht immer ein Garant für beständige Qualität sein muss. Nun also muss die Serie von Woche zu Woche beweisen, dass sie die großen Schuhe der “Next Generation” beständig ausfüllen und damit erfolgreich in ein unentdecktes Land aufbrechen kann.

Picard in "Remembrance" (Bild: CBS)

Picard in “Remembrance” (Bild: CBS)

Bewertung

Handlung der Einzelepisode 5 out of 6 stars (5 / 6)
Stringenz des staffel- und serienübergreifenden Handlungsstrangs 5 out of 6 stars (5 / 6)
(Bzgl. “Children of Mars”)
Stringenz des bekannten Kanons 5 out of 6 stars (5 / 6)
Charakterentwicklung 5 out of 6 stars (5 / 6)
Spannung 4 out of 6 stars (4 / 6)
Action & Effekte 4 out of 6 stars (4 / 6)
Humor 3 out of 6 stars (3 / 6)
Intellektueller Anspruch 4 out of 6 stars (4 / 6)
Gesamt          5 out of 6 stars (5 / 6)

Episoden-Infos

Episodennummer 1 (Staffel 1, Episode 1)
Originaltitel Remembrance
Deutscher Titel Gedenken
Erstausstrahlung USA Donnerstag, 22. Januar 2020
Erstausstrahlung Deutschland Freitag, 23. Januar 2020
Drehbuch Akiva Goldsman, Michael Chabon, Kirsten Beyer, Alex Kurtzman, James Duff
Regie Hanelle M. Culpepper
Laufzeit 45 Minuten

Mit Rücksicht auf andere Leser, die die Folge noch nicht gesehen haben, bitten wir, in den Kommentaren zu diesem Artikel auf Spoiler zu verzichten. Danke!


Christopher Kurtz

Christopher Kurtz

Seit den frühen 2000ern ist Christopher Redakteur im TrekZone Network. Wenn er nicht in den unendlichen Weiten nach kritisch rationalem Humanismus Ausschau hält oder sich über die Plausibilität fiktiver Technologien und Gesellschaftsformen den Kopf zermartert, findet man ihn meistens in der Nähe von Spielen der geselligen Art, egal ob analog oder digital, ob als Mitspieler oder Gelegenheitsautor.

23 Kommentare

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Phillip Boyce · 24. Januar 2020 um 2:16

Die Folge entwickelte sich, nach einem halbwegs guten Einstieg, schnurstracks zum üblichen, sich an den Zeitgeist anbiedernden Hollywood-Bullshit, der nun schon seit Jahren eine gesellschaftspolitische Agenda vor einer guten Story gewichtet.

ZB die weibliche Hauptdarstellerin, eine typische Mary Sue, die lässig doppelt so schwere Männer durch die Gegend wirft, soll ein Android gewesen sein, der aus ganz normalen Fleisch und Blut war und nur eine künstliches bzw positronisches Gehirn hatte. Wie gelangte die Frau, alleine durch das künstliche Oberstübchen, zu Superkräften, die sie 30 Meter weit springen lassen?!
Wer schreibt so einen Hirnmüll? Die Gillmore-Girls-Writer, die schon bei Discovery ihr Unwesen treiben?

Und dann gibt hier der Autor der Rezension dem auch noch vier Sterne für “intellektuellen Anspruch”?!?

Ihr seid doch eine Fanseite und mach das alles unentgeltlich, oder? Wieso haltet ihr es dann für nötig, euch an CBS/Amazon mit einer dermaßen liebdienerischen Rezension anzubiedern?

Apropos Amazon: Eine Rezension der Folge ist dort bis zum jetzigen Zeitpunkt, also über zwei Stunden nach dem Freischalten der Folge in deutscher Sprache, noch nicht möglich. Spricht es nicht Bände, wenn man solche Methoden nötig hat, um sich möglichst lange eine gute Presse zu sichern?

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    TrekZone Network · 24. Januar 2020 um 8:40

    Lieber Phillip,

    wir freuen uns immer über aktive Communitybeiträge. Wir stehen in keinem wirtschaftlichen Verhältnis zu Amazon oder CBS und hatten keinen vorzeitigen Zugang zur Episode oder haben sonst irgendeine Bevorzugung erfahren. Im Gegenteil, die TrekZone finanziert sich unabhängig ohne Werbeeinnahmen durch private Beiträge aus der Redaktion und unserem Hoster.

    Gerne darfst du hier schreiben, wenn du nicht unserer Meinung bist. Wie du siehst, genehmigen wir entsprechende Kommentare, weil wir uns eine Meinungsvielfalt auf unserer Seite wünschen. Du kannst uns dabei unterstützen, indem du von Unterstellungen und persönlichen Angriffen absiehst.

    In diesem Sinne weiterhin viel Spaß im TrekZone Network
    Christopher

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icetube · 24. Januar 2020 um 2:40

mir hat die erste episode nicht gefallen. langatmig, gleichzeitig übermäßgi gewalttätig und politische dampfhammerbotschaften. werde mein amazon probe abo nicht verlängern wegen dieser serie . sehr schade, habe mir mehr wesentlich von der rückkehr von picard erwartet.

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Randolph · 24. Januar 2020 um 6:03

„Wer nun jedoch darauf besteht, dass der 79-Jährige Stewart gefälligst wieder in Spandex auf der Brücke der Enterprise den Planeten der Woche anzusteuern habe, wird mit dieser Serie natürlich nicht glücklich werden. Wenn man sich auch einer respektvollen Weiterentwicklung der Figur und ihrer Umstände verschließt, kann man sich natürlich weiterhin unberirrt an Kurtzman oder anderen Feindbildern abarbeiten, und energisch das Ende des Franchises postulieren.“

Herrlicher Kommentar einer tollen und fundierten Kritik. Danke dafür

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Alex Foster · 24. Januar 2020 um 11:25

Ich schließe mich teilweise der Rezension an. STP fühlt sich auf den ersten Blick vertrauter an als ST Discovery. Ich hatte das Bedürfnis die erste Folge gleich ein zweites Mal anzusehen, was für mich schon ein Zeichen ist, dass ich eintauchen konnte. Das konnte ich bei den JJ Abrams Filmen und bei STD leider nicht, da waren zu viele offensichtliche Unstimmigkeiten.

STP punktet meiner Meinung nach (zumindest was die erste Folge hergibt) mit einem vertrauten Ton und einer weitgehend stimmigen Atmosphäre. Picard ist irgendwie der alte, aber doch ganz anders. Es wird sich zeigen, ob die Charakterisierung aufgehen wird.

Doch wo Licht ist, ist auch Schatten:
Die erste Folge weckte bei mir , trotz der Neugierde, die sie entfachte, sofort das Gefühl, dass die Serie unter ihrem Potenzial bleiben wird. Für eine Rückkehr von Cpt. Picard auf den TV Bildschirm hätte man wahrlich aus dem Vollen schöpfen können. Zwar wirkt der gealterte Picard in seiner Entwicklung glaubhaft, aber irgendwo in der Backstoryound hakt es, hat man das Gefühl. Ja, generell die Story ist es wieder einmal. Man hat das Gefühl, die Autoren kennen das Star Trek Universum zu wenig, um ihre Geschichten logisch mit dem Canon zu verknüpfen, weshalb dem wissenden Trekker sofort das Gefühl von Unstimmigkeiten aufkommt.
Picards Backstory rund um die Vernichtung Romulus, dem angedeuteten “Wertewandel” in der Föderation, die Vernichtung von Utopia Planitia auf dem Mars durch Androiden etc. fühlt sich für mich nicht wie eine logische Entwicklung an. Bereits seit JJ Abrams fragt man sich, warum die Romulaner sich so wenig selbst helfen konnten? Wozu brauchte es die Sternenflotte? Warum hat man die Bewohner von Romulus nicht auf andere Welten der Romulaner umgesiedelt, immerhin dürfte das Sternenimperium über viele Kolonien verfügt haben. Gut, hier könnte man annehmen, dass es vielleicht eine Phase politischen Verfalls gab, sodass die Romulaner sich nicht selbst helfen konnten.
Aber warum sollte die Sternenflotte den Romulanern nicht helfen wollen? “Save Romulan Lifes, our oldest enemie?” fragt die Reporterin. Das wirkt so überhaupt nicht nach 24. Jahrhundert und gereifter Menschheit und passt absolut nicht zur Entwicklung die wir von DS9 und Nemesis kennen. Hier bleibt die Handlung eine ganz große Erklärung für diesen Wertewandel schuldig. Möglich, dass sie noch kommt. Dass es Admiral Picard jedoch “gebrochen” haben soll, ist auch schwer vorstellbar, wenn man bedenkt, was Picard bereits erlebt und erduldet hat.
Ein wenig mutet diese Romulaner Backstory wie ein Aufguss von “Das unentdeckte Land” an, wo die Klingonen vor dem Niedergang standen und Teile der Föderation den Frieden nicht wollten. Doch beim letzten Kinofilm der TOS Crew standen Kirk und Spock als Hauptcharaktere im Vordergrund mit einer viel glaubhafteren Backstory. Der innere Konflikt, den Kirk mit den Klingonen hatte, lieferte eine spannendere Grundlage für die Handlung des Films.
Picard hat im Bezug auf die Romulaner nur eine persönliche Hintergrundgeschichte, nämlich seinen Klon Shinzon. Die Reporterin hätte also fragen können. “Wie fühlen sie sich dabei, einem Volk zu helfen, das ihre Individualität stahl sie einst mit einem Klon ersetzen wollte?”

Gut, soweit. Die Hintergrundgeschichte rund um die Romulaner hätte jedoch tiefgründiger ausfallen können. Zumindest hätte ich mir im Piloten das gewünscht.

Zur Geschichte mit Data: Diese Backstorywound von Picard ist glaubhafter. Data hat sich für ihn geopfert, die Beziehung zwischen den beiden war immer sehr speziell. Irgendwie war Picard für Data eine Art Vaterfigur, die ihn lehrte, menschlicher zu werden. Das Auftauchen von Dahj als Datas Tochter lässt viele Fragen zunächst offen. Vor diesem Hintergrund ist auch die Geschichte rund um die Zerstörung von Utopia Planitia durch Androiden etwas fragwürdig. Warum sollten Androide so etwas tun und woher hatten sie überhaupt die Mittel dazu? Man fragt sich, was wollten Androide dadurch bezwecken? Für mich ist diese Hintergrundgeschichte bisher die fragwürdigste an der ganzen Rahmenhandlung. Auch hier wäre im Bezug auf Picards Backstory mehr drinnen gewesen. Was wäre, wenn die Föderation das Urteil, dass Androide nicht Eigentum der Sternenflotte sind, aufgehoben hätte. Hätte das nicht einen viel stärkeren inneren Konflikt in Picard ausgelöst und das Vertrauen in die Föderation glaubhafter unterminiert? Jedenfalls bleiben hier Fragen offen. Dass die Romulaner hinter Dahj her sind (und wie diese Verfolgung dargestellt wird) entspringt dem typischen JJ Abrams Style. Unerklärbare, sinnlose Aktion, ohne Erklärung und Zusammenhang. Wie ist es den Romulanern möglich, einfach so irgendwo hinzubeamen (nämlich auch auf das HQ der Sternenflotte), ohne dass die Sternenflotte darauf reagiert (immerhin gibt es zum Schluss eine große Explosion). Warum suchen die Romulaner Dahj so stümperhaft??

Was die Story bringt wird man wohl hoffentlich in den nächsten Folgen sehen.

Atmosphäre des 24. Jahrhunderts:

Was STP zwar schafft, ist eine Atmosphäre zu erzeugen. Ich mochte den langsamen Erzählstil. Was mir aber im Detail auffällt, ist, dass das 24. Jahrhundert sehr “gegenwärtig” wirkt. Kostüme, Sets und Ausstattung wirken für mich etwas zu sehr angelehnt an unsere heutige Welt. Klar, das sind Details, aber gibt es im 24. Jahrhundert noch Graffiti in den Straßen von Paris? Trägt man noch Krawatte? Sind Medien tatsächlich noch so ähnlich zu unseren heutigen? Braucht man in Weinbergen noch Spritzmittel? Und warum sieht die Kleidung der Romulaner auf dem Borg Kubus so “terranisch” aus? Star Trek hat sich im Kostüm und Setdesign immer bemüht “anders” als zur Gegenwart auszusehen. Seit JJAbrams erleben wir aber eine visuelle Anlehnung an unsere heutige Realität. Kann man mögen, muss man aber nicht.

Als Fazit: Die Folge war gut, doch es wäre mehr möglich gewesen. Handlungstechnisch hat man viel Potenzial verschenkt, so zumindest mein Eindruck. Dennoch möchte man mehr sehen. Bis jetzt lässt sich die Serie in den Canon weitgehend einordnen. Anders als bei der Pilotfolge von ST Discovery hat man nicht das Gefühl völliger Unstimmigkeit mit der Star Trek Geschichte.

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Martin M. · 24. Januar 2020 um 12:16

Die Golden-Gate-Brücke wird im 24. Jahrhundert für Solarenergie verwendet.
Das bekommt man, wenn man Gillmore-Girls-Drehbuchautoren für Star Trek engagiert… LOL

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Ripley22 · 24. Januar 2020 um 13:44

@Philipp Boyce: Traurig, aber leider eine typische (Online-)Verhaltensweise mancher intoleranter Menschen in der heutigen Zeit (und damit lustigerweise genau beim Thema der Serie – merkst du auch oder?). Ist ja völlig ok, dass dir die Episode / Serie nicht gefällt, aber wie man ernsthaft auf die Idee kommt, direkt den Machern der Seite “sich anbiedern” oder ähnliches vorzuwerfen, und direkt mit “Hirn-Müll” und vergleichbaren Ausdrücken andere Menschend diffamiert ist echt schlimm. Die Welt, auch die reale, besteht aus mehr als schwarz und weiß, mehr als richtig und falsch. Öffne mal deine Augen, und geh etwas respektvoller mit deinen Mitmenschen um, und lerne dass es Menschen gibt, denen aus guten und aus deren Perspektive nachvollziehbaren Gründen eine andere Meinung zu haben, ohne direkt eine Verschwörung und Komplott zu wittern. So wirst du nicht weit kommen…Kompromiss und Toleranz sind hier die Schlagwort und ich vermute, da wäre Picard genau die richtige Serie um das zu lernen.

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Frank · 24. Januar 2020 um 14:51

Star Trek Picard ist einfach grandios! Wirklich spitze! Ich bin mega happy!

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Ben · 24. Januar 2020 um 18:28

Wahrscheinlich haben einige Kritiker wirklich ein TNG 2.0 erwartet aber welche neu eingeführten Star Trek Serie hatte es in der Vergangenheit schon einmal leicht bei den ST “Fans” gehabt. Als Discovery herauskam, war ichwenig begeistert, aber Picard gab mir das Gefühl zu Hause zu sein.Insgesamt ist es wahrscheinlich Star Treks bester Pilot, obwohl dies eine zugegebenermaßen niedrige Latte ist.Die Produzenten haben bereits gesagt das sie die ersten drei Folgen als “Pilot” betrachten, daher behalte ich mir ein endgültiges Urteil vor.
Vielen Dank für das interessante und aufschlußreiche Review .
@Philipp Boyce: Diese Unterstellungen und Verschwörungstheorien gehen gar nicht.

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Captain.K · 24. Januar 2020 um 21:59

Das war sie die erste Folge und dann die Frau die der Reporterin das Make up macht eine Bajorranerin, dan eine Trill.

Respekt an die Effekte macher die D sieht super aus und der Borg Kubus obwohl so oft gesehen hat nun wieder eine bedrohlichkeit echt super.

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Alex1605 · 24. Januar 2020 um 22:02

Super Serienstart. Gelunge Mischung aus “TNG Retro” und neuer
Geschichte. Wie immer toll, wie Patrick Stuart den gealterten Picard
spielt, immer noch Charismatisch, mit Selbstzweifeln und
Entschlossenheit. “Realistisch” gealtert, eben nicht so wie manche alten
Stars, die immer noch Supermänner sein wollen. Dank an Sir Patrick!
Tricks
und Aufmachung einfach super. Action ist gelungen und
“verhältnissmäßig”, Dash ist ja ein Android, gut im kämpfen, kann aber
auch “sterben”, Der Spannungsbogen wird gut gehalten, es tauchen
erste”Rätsel” auf. Android?? Romulaner?? Borgschiff??
Nach der
verkorksten Serie STD von CBS ganz klares Lob, es geht hoffentlich so
weiter. Deshalb auch keine negatve Kritik, einfach nur gut. 5 von 5
Sternen!!

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mrspock · 24. Januar 2020 um 23:01

Ich glaube soviele Kommentare waren hier noch nie. Danke für den spoilerfreien Artikel. Ich werde noch etwas warten aber sicherlich auch einsteigen zu Star Trek Picard. Wie sehr hätte ich mir nur gewünscht wenn für das 23. Jahrhundert auch der visuelle Kanon respektiert worden wäre. Mit diesem Bruch ist halt etwas entstanden dass das das gesamte einfach trübt. Ich hoffe dass es in späteren Picard -Episoden keine Crossovers mit Discovery gibt.

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Original-Klingone · 24. Januar 2020 um 23:04

Thats not the Picard I am looking for! – wenn ich diese Anleihe bei der Konkurrenz nehmen darf 🙂

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U-Hurra! · 25. Januar 2020 um 12:01

Bis jetzt nicht so schlecht wie ST Discovery, was aber nicht an einer guten Story, sondern vielmehr am Picard-Darsteller Patrick Stewart liegt. Für einen legitimen TNG-Nachfolger, der ähnlich viele Menschen zu Star-Trek-Fans macht wie damals in den 90ern, halte ich diese letzte Iteration von Star Trek aber nicht. Im Gegenteil, Amazon und CBS werden damit finanziell auf die Fresse fallen, wenn die Gerüchte über die immensen Kosten für die Serie auch nur annähernd stimmen sollten. Niemals wird diese sauteure Serie ein Straßenfeger wie das ähnlich kostspielige Game of Thrones. Wer redet denn über “Picard”? Ist es nicht bezeichnend, dass CBS “Picard” international von Amazon Prime ausstrahlen lässt, und nicht mehr – wie Discovery – auf Netflix, mit seinem deutlich größeren Kundenstamm? Netflix wollte “Picard” nicht, weil man bereits bei “Discovery” massiv draufgezahlt hat und beide Serien von denselben Leuten geleitet werden.
Der weitere Plot der Serie wurde übrigens schon auf 4chan geleakt (dasselbe Leak hat auch den Inhalt der ersten Folge richtig vorausgesagt).

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    Tom · 25. Januar 2020 um 18:26

    @U-Hurra! Ich liebe Verschwörungstheorien und Gerüchte bitte mehr davon. 🙂

    Zitat ” Netflix wollte “Picard” gar nicht weil man bereits bei “Discovery” massiv draufgezahlt hat und beide Serien von denselben Leuten geleitet werden”.

    Gibt es dafür ne Quelle oder auch nur aus den Fingern gesogen?
    Ich frage mich ernsthaft warum gucken solche Leute wie Du überhaupt noch Star Trek nur um zu meckern und Fake News zu verbreiten?

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      sign:on · 27. Januar 2020 um 15:39

      Fans haben immer spekuliert und Spaß an den Diskussionen gehabt, die sich daraus ergeben haben. Dein Buzzwordbashing (“Verschwörungstheorie”, “Fake News”) pack mal wieder weg. Vor allem wenn du keine logischer klingende Erklätung offerieren kannst, warum Netflix nicht mehr der Partner von CBS ist, sondern plötzlich Amazon mit seiner kleineren Reichweite. Da hat der Vorposter einen guten Punkt getroffen.

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        TrekZone Network · 28. Januar 2020 um 16:53

        Hallo T’pom,

        BoundingIntoComics ist die Webseite, die letztes Jahr die erwiesene Desinformation verstärkt hatte, “Star Trek Discovery” sei abgesetzt worden. Damals gingen sie einem YouTube-Aktivisten auf den Leim, dieses Mal stützt man sich auf einen Forenbeitrag von 4Chan. Deswegen muss es nicht falsch sein, aber eine glaubwürdige Quelle ist die Seite in keinem Fall.

        Weiterhin viel Spaß im TrekZone Network
        Christopher

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          Bernd81 · 31. Januar 2020 um 2:30

          Glaubwürdige Quelle ist hingegen wer? Die Studios? Darf ich daran erinnern, dass z.B. die Macher von Star Trek Into Darkness im Vorfeld behauptet haben, es würde kein neuer Kahn-Aufguss werden?
          Außerdem belegt der Artikel von Bounding Into Comics (kannte ich bisher nicht), dass die 4chan-Leaks gestimmt haben. Auch die Vorhersagen für die zweite Folge waren richtig. Schaut euch doch die Quellen bitte genauer an – aber Achtung Spoiler!

          Avatar

          TrekZone Network · 31. Januar 2020 um 9:53

          Hallo Bernd,

          wo immer es praktikabel ist, versuchen wir dem journalistischen Standard zu folgen, Nachrichteninhalte von mindestens zwei unabhängigen Quellen abzugleichen. Für uns sind z.B. übereinstimmende Berichte von “The Holllywood Reporter” und “Variety” hinreichend, um ein Insider-Gerücht weiterzureichen. Die Äußerungen der Produzenten bgzl. “Into Darkness” haben wir und andere Medien völlig richtig wiedergegeben. Kurtzman und Co. haben nachweislich im Vorfeld gesagt, Benedict Cumberbatch würde den Agenten Harrison spielen. Wohlgemerkt: Wir und andere haben berichtet, die Autoren hätten das behauptet; nicht, dass wir den Film schon vorab gesehen hätten und dies definitiv so sei. Es gilt bitte zu unterscheiden, ob wir über Äußerungen Dritter berichten oder wir uns ihre Äußerungen zu eigen machen.

          Und dass sich dies im Nachgang als ziemlich billige Täuschung erwiesen hat, war hier auch zu lesen. Dieser zweite Teil ist wichtig, denn meiner Kenntnis nach warten Leser von Bounding Into Comic oder Zuschauer einschlägiger YouTuber bis heute auf Richtigstellungen. Der Artikel zur Discovery-Absetzung ist ohne Update nach wie vor auf der BIC-Seite zu finden.

          Im Umfeld der Quellen von BIC endet die Fahnenstange dort ja noch nicht, sondern es wird direkt begleitend zu “Leaks” und “Insider-News” Stimmung gemacht oder gar zu Aktivismus wie Review-Bombing aufrufen. Weitere Artikel: “Gerücht: Seth McFarlane von ‘The Orville’ und NBC laufen aus ‘Star Trek’-Verkaufsveranstaltung”, “Red Letter Media erklärt, warum ‘Star Trek: Picard’ eine brennende Mülltonne ist”. Die ganze Seite dient nur einem einzigen Zweck: Das Verstärken toxischer Inhalte zu vermeintlich zu progressiver Pop-Kultur ohne jeden Wahrheitsanspruch. Davon wollen wir uns weiträumig distanzieren.

          Zum aktuellen Fall, und warum wir bisher nicht berichten: Es ist ein Leichtes, den Inhalt der ersten drei Episoden zu erfahren, da zahlreiche Journalisten und Premierenbesucher Zugang dazu hatten. Der Forenbeitrag wäre erst dann als Insider-Leak zu erkennen, wenn er korrekte Voraussagen über Episode 4 trifft. Das ist aber ein Umstand, den Bounding Into Comics nicht zur Einordnung heranzieht. Stattdessen reicht man die polarisierendsten Spoiler als vermeintlich bestätigt an die Leserschaft durch, und fragt sie dann scheinheilig, ob die Gerüchte die Serie jetzt ausreichend vergrätzt hätten, um sie nicht mehr anzuschauen. Das ist Click-Bait der schlimmsten Sorte, von dem wir weder profitieren, noch ihm unnötiges Publikum zuleiten wollen.

          Aktuell ist für uns das wahrscheinlichste Szenario: Ein 4Chan-Mitglied, das die ersten drei Episoden gesehen oder sich hat nacherzählen lassen, möchte das Trek-Fandom trollen, indem es Spoiler über die ersten drei Episoden mit erfundenen Versatzstücken mischt. Danach hat eine ideologisch klar verortete Seite, die keinen Wert auf gründliche, jouralistische Arbeit legt, Teile davon verstärkt, weil es beim eigenen Publikum für Klicks sorgt.

          Wenn sich Inhalte des Forenbeitrags nach Episode 4 als belastbar erweisen sollten, werden wir sie wahrscheinlich auch hier diskutieren.

          Bis dahin weiterhin viel Spaß im TrekZone-Network
          Christopher

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    Captain.K · 25. Januar 2020 um 18:47

    Es ist spannend wie sehr man etwas lieben kann und es dann gleichzeitig schwarz sehn kann.

    Egal wie hoch die Kosten sind, das überhaupt noch jemand Lust hat sich Star Trek annimmt sollte einen freuen. Ich hatte selbst meine Vorstellungen und wünsche, die sich nicht erfüllen werden in der neuen Serie. Aber die Freude überwiegt das es Leute gibt die nach Berman die Prime timeline weiter erzählen mit all dem guten und auch weniger guten.

    Was STD angeht, ich denke das sie unterschätzt wird und das es ab Staffel 3 sehr gut weitergehen wird.

    Weniger erwachsen und eingefahren sein, dafür mehr das innere Kind strahlen lassen für Offenheit und Freude.

    Was die Andersartigen Aliens angeht, wer sich über die Klingonen aufregt hat bei der TNG Folge geschlafen als die Trill eingeführt worden sind. Ich bin ein großer Befürworter das endlich mehr Diversität in die bekannten Star Trek Spezies Einzug gehalten haben und hoffe und wünsche mir viel mehr davon!! Ergo wünsche ich mir das die Spezies Mensch auch in ihrer Diversität mehr gezeigt wird den das ist Realität und das die größte Stärke nur so kann eine Gemeinschaft positive Wege beschreiten

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sign:on · 27. Januar 2020 um 15:42

Ich fand die erste Folge der neuen Serie zwar nicht überragend, aber auch nicht schlecht. Hatte allerdings auch drei Bier intus. Ich bezweifle, dass sie mir nüchtern besser gefallen hätte, eher im Gegenteil. Aber jetzt erst mal sehen, was da noch kommt.

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Tobias H. · 28. Januar 2020 um 14:10

Kann man natürlich alles so oder so sehen.

Ich schließe mich aber einem sehr geschätzten Youtuber an, der die neue Serie folgendermaßen beschrieben hat: Picard ist wie Discovery Star Trek für Leute, die eigentlich keine Star Trek mögen, sondern Star Wars; gemacht von Leuten, die von Star Trek keine Ahnung haben.

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