Wir sehen uns an, was der Abschluß der Eventserie so zu bieten hat.

Inhalt (Klappentext):

Nach der alles entscheidenden, schicksalhaften letzten Schlacht gegen Malekith werfen Event-Chefautor Jason Aaron und andere Kreative einen Blick auf die tiefen Wunden und gewaltigen Veränderungen, die War of the Realms mit sich brachte – und auf die neuen, kommenden Marvel-Titel, die sich 2020 direkt aus dem Finale des Krieges der Welten ergeben.

War of the Realms 5 (Panini)

War of the Realms 5

Kritik

Der fünfte War of the Realms-Band hat eigentlich mit dem titelgebenden “War” nicht mehr allzuviel zu tun und stellt genau genommen einen Epilog dar. Es werden die Folgen der Schlacht gezeigt und wie einzelne Charaktere nun dastehen – oder, um ehrlich zu sein, werden die Auftaktepisoden zu weiteren Comicreihen dargestellt, denn nach jeder dieser kleinen Geschichten gibt es ein “Fortsetzung in…” mit Verweis auf die neue Comicreihe.

Zeichnungstechnisch ist man immerhin dem guten Niveau treu geblieben. Zwar ist vieles hier etwas dunkler geraten, man kann aber immer noch alle Details erkennen und auch Sachen wie die Charakterzüge gehen in Ordnung. Etwas auffallend ist, das am Ende Daredevil und Heimdall davon reden, in Hels Küche einen drauf zu machen. Damit ist sicher der Stadtteil Hell’s Kitchen gemeint, das zuhause von Daredevil, das so in der Übersetzung irgendwie keinen Sinn macht. Vermutlich wollte man hier auf weitere nordische Götter anspielen – oder dem Rezensenten entgeht hier ein Bezug.

Wie bereits erwähnt gibt es Nachwehen zu einigen der Charaktere zu sehen. Da sind zum einen Daredevil, der mit Heimdall einen Blick auf seine Freunde wirft und damit den Rahmen des Comics bietet. Dann haben wir Jane, den Punisher und Loki, die alle kleine Geschichten spendiert bekommen. Dabei ragen vor allem Loki und Jane heraus, da sich hier auch charakterlich am meisten tut.

Für einen Epilog kann man das allerdings auch erwarten, denn Action gibt es hier nicht mehr. So wird Jane zur neuen Valkyrie und ist damit die Inkarnation gleich zweier bekannter Marvel-Helden (Thor und eben die erwähnte). Ob dies schon ein Fingerzeig auf künftige Filme ist? Und auch Loki, als neuer Frostriesenkönig, darf zeigen, das er so fies eigentlich nicht ist und auch Menschlichkeit besitzt – oder sich zumindest in dem kleinen Kind selber wieder erkennt.

Fazit

Insgesamt betrachtet ein durchaus akzeptabler Abschluss bzw. Ausklang der Eventserie, der nette Charakterszenen beinhaltet.

4 out of 5 stars (4 / 5)
Information: Ein Exemplar dieser Ausgabe wurde dem Autor vom Verlag zum Zwecke der Rezension kostenlos überlassen.

Quick-Infos

Autor: Jason Aaron
Zeichner: Al Ewing, CAFU
Originaltitel: War of the Realms – Omega 1
Jahr der Veröffentlichung (Original): 2019
Übersetzer: Christian Endres
Seitenanzahl: 44
Preis: 3,99.- Euro
Verlag: Panini

Kategorien: LiteraturSuperhelden-Bücher

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Thomas Götz

Seitdem er 1985 zum Ersten Mal Episode IV sah und ausrief "Aber das heisst doch, Vader ist Lukes Vater" ist Tom der Science Fiction verfallen. Star Trek Fan wurde er, wie viele seiner Kollegen, 1990 mit "The Next Generation" in Deutschland. Seine ersten Buchrezensionen zu Star Trek Büchern erschienen schon 1995 im Alter von 16 Jahren im Star Trek Fanclub. Seit 2006 schreibt er auch Online Rezensionen (ab 2009 Trekzone-Exklusiv) und hat kürzlich seine 2000.Rezension veröffentlicht.

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