In unserer Review zur zweiten Episode von “Picard“ schauen wir, ob die Serie das hohe Niveau der ersten Folge halten kann.

Achtung, Spoiler!

Und um eines gleich vorwegzunehmen: Sie kann durchaus. Zwar geht es in der zweiten Folge auch eher ruhig zu und es werden weiter die Hintergründe aufgebaut (dazu gleich mehr), aber auch diese Folge vermag noch zu gefallen.

Synths beim Angriff auf den Mars (Picard 1×02, CBS)

Und da wir gleich bei den Hintergründen sind: Diese Folge beginnt mit einem Rückblick und zwar auf den Angriff auf den Mars. Wo die Synths herkommen, wurde ja in der letzten Folge schon erklärt, hier sehen wir nun, das anscheinend die Androiden umprogrammiert wurden, um die Verteidigung des Mars auszuschalten und den Angriff zu ermöglichen. Dies erklärt natürlich so einiges (und sogar mehr als im Short Trek, den man nach diesem Intro nicht mehr wirklich gesehen haben muss) und hoffentlich erfahren wir dazu künftig noch mehr. Insgesamt gefällt die Sequenz, die sogar ein bisschen blutiger ist als sonst in “Star Trek” üblich war. Aber das ist man ja schon seit “Discovery” gewöhnt und geht mit dem Zeitgeist. Auch die Kritik, dass die Flottenwerften eigentlich im Orbit sein sollten, kann man so nicht gelten lassen. Nur weil man die dortige Werftanlage nicht sieht, heißt es nicht, das sie nicht vorhanden ist. Und ein planetares Gegenstück zu haben, von dem z.B. die Teile geliefert werden, macht durchaus Sinn.

Die Titelsequenz

In der ersten Folge bin ich darauf noch nicht eingegangen, das hole ich jetzt nach. Es wurde ja bereits von vielen gesagt: das Flöten-Theme ist zwar passend zur ruhigen Gangart der Serie, aber nachhaltig ist anders. Während man sich bei “Discovery” nach einigen Folgen an den Theme gewöhnt hat, scheint mir dies hier jedoch schwer zu sein. Ich stelle mir hier auf der Fedcon die Schauspieler von Picard vor, die zum Theme auf die Bühne treten und… nun ja, da würde eben nichts hängen bleiben. Leider hat mich die Titelsequenz jetzt nicht überzeugt.

Schlimm ist das aber nicht, da der Rest durchaus stimmt, ich wollte es hier aber noch erwähnt wissen.

Die romulanische Sektion 31

Die eigentliche Folge beginnt dann auch mit der Spurensuche ob Dahj‘ Tod. Schon seltsam, dass Picard hier Zugriff auf Videoaufzeichnungen der Explosion hat, die aber sonst von keinem bemerkt worden zu sein scheint. Das hier was nicht stimmt wurde ja bereits in der letzten Besprechung vermutet, hier erhalten wir später dazu Gewissheit. Doch davon nicht genug erwähnt Laris die Zhat Vash (erstmal googeln, wie die überhaupt geschrieben werden), eine geheime Sektion innerhalb des Geheimdienstes der Romulaner. Also quasi die Sektion 31 der Romulaner. Das man die nicht vorher erwähnt hat, finde ich im Gegensatz zu meinem Kollegen aber verschmerzbar. Immerhin hat die Sternenflotte ja auch nicht gegenüber den Romulanern die Sektion 31 erwähnt. Und selbst nach Romulus‘ Zerstörung bleibt die Frage, warum man einen ‘Mythos’ des romulanischen Volkes erwähnen sollte? Immerhin sagt Picard ihnen ja auch nicht, dass er mal was von Sektion 31 gehört habe, die während des Dominion-Kriegs die Romulaner beeinflusst… aber Moment, das weiß er ja gar nicht.

Narek und Soji sind rasch ein Paar geworden (Bild: CBS & Amazon Prime Video).

Klar, es mag in gewisser Weise ein Plot Device sein, das man hier einführt. Solange es aber nicht so verwässert wird wie Sektion 31 in “Discovery”, kann ich damit leben.

Etwas schwerwiegender ist da schon die “unglaubliche” Technologie, die dieser Geheimdienst haben soll. Klar, sieht man sich “Discovery” an, war die Sektion auch allen anderen Mächten weit voraus. Aber die Vorrichtung, mit der man sehen kann, was vorher in der Wohnung los war, klingt dann schon etwas weit hergeholt. Die Erklärung, Partikelrückstände zu messen und daraus ein Bild zu generieren… eigentlich öffnet man damit ja Spannern Tür und Tor, die einfach durch die Wohnung gehen können und mal eben ALLES sehen, oder nicht? Das ganze erinnert an “Blade Runner”, gab es da nicht sowas Ähnliches? Das wäre schon eine Info, die man mit der Flotte hätte teilen können.

Umso enttäuschender ist dann aber, das dieser Partikelforensor (ein Traum für alle CSI-Serien!) eigentlich völlig sinnlos ist. Denn Dahj‘ Schwester findet man nicht durch dieses Device, sondern durch die Kommunikationsaufzeichnungen (warum wurden diese eigentlich nicht gelöscht?). Wo besagte Schwester ist, findet man dadurch zwar nicht heraus, aber Picard weiß, dass es ins All geht.

CSI Picard: So geht Forensik heute! (Bild: CBS & Amazon Prime Video).

Maurice oder Moritz?

An der Stelle lässt sich Picard von einem alten Freund und Arzt die Dienstfähigkeit fürs All bescheinigen. Bis auf eine Kleinigkeit im Gehirn (möglicherweise ein Hinweis auf das irumodische Syndrom aus “Gestern, Heute, Morgen…?“) ist mit ihm alles in Ordnung. Es ist schön, dass an der Stelle auch auf Picards Alter eingegangen wird und das mit Weltraumreisen thematisiert wird. Beim Namen des Arztes musste ich aber erstmal überlegen, ob es jetzt Maurice aus der “TNG”-Vergangenheit ist oder doch jemand anderes. In der Synchronisation klingt es nämlich wie Ersteres.

Dann kommt der große Auftritt Picards im Sternenflotten-HQ, den wir aus den Trailern schon kennen. Die Beamstationen sind übrigens nicht neu und hatte schon Harry Kim in “Voyager” benutzt. Optisch ist das natürlich alles ein Traum – ein Schelm wer bei den neuen Kommunikatoren daran denkt, dass man damit wieder viel Merchandise generieren kann (wie viele wohl auf der Fedcon den Starfleet-Visitor-Badge tragen werden?). Auch neue Rangpins gibt es teilweise und der oftmals in TNG verschwunden geglaubte Rang des Commodore ist immer noch vorhanden, doch dazu später mehr.

Beim Eintreten ins HQ sieht Picard übrigens auch Hologramme der ersten Enterprise (NCC-1701) und der Enterprise-D. Offenbar werden hier die Föderationsflaggschiffe gezeigt. Allerdings muss man an der Stelle fragen: Warum nur diese beiden Schiffe? Sollte da nicht durch alle anderen Flaggschiffe auch gescrollt werden? Klar, das hätte wohl zu lange gedauert und eine mögliche Enterprise-F wollte man nicht zeigen und ein gewisser Nostalgiefaktor ist dem Ganzen auch nicht abzusprechen, etwas enttäuschend ist es dennoch.

Die pöse pöse Föderation

So böse wie vermutet ist die Föderation dann doch nicht. Bei Admiral Clancy stößt Picard nämlich auf taube Ohren – und das durchaus zurecht. Immerhin kommt er hierher und faselt was von Androiden und will ein Schiff. Selbst in meinen Ohren klangen Picards Argumente hier etwas schwach. Hätte das nicht besser funktioniert, wenn er die Aufzeichnungen der Explosion gehabt hätte? Vielleicht hätte er dazu aber zugeben müssen, die gehackt zu haben, aber trotzdem.

Desweiteren erfahren wir an der Stelle auch, dass die Föderation die Hilfe für die Romulaner abgelehnt hatte, da es zu viele Ressourcen binden würde und mehrere Mitgliedswelten mit Austritt gedroht hatten, sollte die Föderation das tun. Picard war das aber offenbar egal und er ist auf eigene Faust los. Hier gelingt es der Folge sehr gut, beide Standpunkte verständlich darzustellen. Picard war eben Picard wie wir ihn kennen (“Zur Hölle mit den Befehlen!“), aber auch die Föderation hat das Recht, so zu handeln und Hilfe abzulehnen. Die eigenen Interessen müssen im Vordergrund stehen (aktuell sieht man ähnliches ja z.B. auch in der Flüchtlingskrise).

Admiral Clancy und Picard in "Maps and Legends" (Szenenbild: CBS)

Für jeden Buchfan gibt es in dieser Szene etwas besonderes zu entdecken! (Szenenbild: CBS)

Ein weiteres sehr gutes Detail in dieser Szene ist übrigens die Sternenkarte, die im Büro des Admirals auf dem Monitor im Hintergrund zu sehen ist. Das ist die aus dem “Sternenatlas“ (engl. „Star Charts“) aus den 2000er-Jahren. Dadurch wird dieses Buch bzw. die Karte darin Kanon! Respekt an dieser Stelle an die Designer, denn hier steckt wirklich viel Liebe im Detail und anscheinend ist man sich auch des Buch-Universums bewusst!

Das Romulanische Imperium sieht auf dieser Karte übrigens noch aus wie immer. Zufall oder steckt mehr dahinter? Vielleicht erfahren wir aber in Zukunft noch mehr Details darüber, wie es im Romulanischen Reich aussieht.

Die wahren Bösen

An dieser Stelle sei auch auf die B-Handlung verwiesen. Denn Narek und Soji haben etwas miteinander und erklären dabei auch, was auf dem Borg-Kubus so los ist. Gut, das wirkt stellenweise ein wenig konstruiert, aber so sieht man, das hier versucht wird, die Drohnen wieder einzugliedern. Mal mehr, mal weniger erfolgreich und mit teils blutiger Entfernung von Implantaten. Viele Spezies arbeiten hier scheinbar zusammen und der Würfel wurde offenbar vom Kollektiv abgetrennt, als irgendeine zentrale Komponente ausgefallen ist. Vermutlich ist damit nicht das Vinculum gemeint (obwohl das eine schöne Referenz zu “Voyager“ wäre), sondern etwas anderes, das hier als Deus Ex Machina-Device eingeführt werden könnte, immerhin soll sich ganz viel um dieses Artefakt drehen. Hier bleibt noch abzuwarten, wo man mit dem Borg-Kubus hin will.

Zumindest ist aber wohl klar, dass es das Kollektiv noch gibt und die Destiny-Bücher so (oder nur mit Retcon) nicht stattgefunden haben können.

Borgwürfel in "Maps and Legends" (Szenenbild: CBS)

Borgwürfel in “Maps and Legends” (Szenenbild: CBS)

In der Zwischenzeit erhält man von einem vulkanischen Commodore weitere Einblicke und die erste Vermutung, dass es sich hier um einen eingeschleusten Romulaner (oder zumindest Sympathisanten) handelt, wird wenig später offenbar. Dies ist durchaus stimmig und ist auch schon früher in “TNG” passiert (ihr erinnert euch an die zurückkehrende Romulanerin?). Wenig später wird das in der menschlichen Lieutenant noch mehr deutlich, denn zu ihr sagt Narek am Ende sogar, dass sie in ihrer Menschenform nicht so prickelnd aussieht. Dass sie Romulanerin ist und Narek mit ihr arbeitet, weiß man schon aus dem Trailer, daher ist das wenig überraschend. Die Szenen sind zwar immer noch gut, man fragt sich aber, warum der Trailer diese ganzen Überraschungen schon so rausgehauen hat? In der Folge selbst hätten diese doch etwas besser gezündet.

Aber sei es drum. Es ist jedenfalls schön, das nicht vergessen wurde, das hier erklärt wurde, wie die Actionsequenz aus Folge 1 auf dem Dach vertuscht wurde und wie es den Romulanern möglich war, auf der Erde zu agieren. Damit ist die erste Spekulation über “Hilfe aus dem HQ“ also als zutreffend abzuhaken. Mal sehen, wo diese Reise noch hinführt.

Der Nostalgiefaktor

An dieser Stelle kommt dann wieder der Nostalgiefaktor durch, denn es folgt ein Namedropping. Worf, Riker, La Forge – scheinbar leben die noch alle, denn Zhaban schlägt vor, diese zu kontaktieren. Picard will aber nicht, da ihm die bis ans Ende des Universum folgen würden. Er nimmt also seinen alten Kommunikator und kontaktet Raffi.
Das funktioniert nur bedingt, denn warum sollte Raffi ihm nicht auch folgen? Ok, er hat Zoff mit ihr, aus Gründen, die wir sicher noch erfahren werden, aber wenn der beigelegt ist, folgt sie ihm doch sicher auch, oder nicht? (Ok, ziemlich sicher, wir wissen es ja schon aus dem Trailer). Hier wäre vielleicht eine Erklärung à la “Die haben nun Familie, das will ich denen nicht zumuten“ besser gewesen.

Mit dem Besuch bei Raffi endet die Folge auch und man darf gespannt sein, wie es sich hier weiterentwickelt. Generell ist es aber schön, dass “Picard“ nicht mit Gastauftritten alter Charaktere überfrachtet wurde. Schade ist indes, dass Laris und Zhaban wohl auf dem Weingut bleiben werden. Der Schlagabtausch mit Jean-Luc ist durchaus spaßig anzusehen und macht Lust auf mehr. Bei diesem Trio passt eben die Dynamik.

Raffi Musiker und Picard haben eine gemeinsame Vergangenheit (Bild: CBS & Amazon Prime Video).

Apropos Weingut: Laut den aktuellen Trailern wird Seven wohl erst in Folge 4 oder 5 auftreten. Da wir aus den Trailern wissen, dass sie Picard im Weingut aufsucht, bleibt zu hoffen, dass unser guter alter Jean-Luc nicht wirklich bis zu Folge 5 im Weingut rumeiert. Das wäre ein viel zu langsamer Start und so langsam sollten die größeren Teile der Geschichte mal ins Rollen kommen.

Fazit

Auch die zweite Folge überzeugt. Es gibt zwar ein paar kleinere Schnitzer, die gemächliche Gangart ist aber durchaus eine gute Abwechslung zum actionreichen “Discovery“, bei dem man manchmal etwas zu viel des Guten wollte. Die Charaktere kommen auch hier wieder gut zur Geltung und der Grundstein für weitere interessante Entwicklungen wird gelegt. Weitere kleine Details lassen das Fanherz höher schlagen. Trotzdem sollte die übergeordnete Geschichte langsam mal in Fahrt kommen, denn es droht schon etwas, sich Langeweile einzustellen.

Bewertung

Handlung der Einzelepisode 4.5 out of 6 stars (4,5 / 6)
Stringenz des staffel- und serienübergreifenden Handlungsstrangs 6 out of 6 stars (6 / 6)
Stringenz des bekannten Kanons 4 out of 6 stars (4 / 6)
Charakterentwicklung 5 out of 6 stars (5 / 6)
Spannung 5 out of 6 stars (5 / 6)
Action & Effekte 3 out of 6 stars (3 / 6)
Humor 4 out of 6 stars (4 / 6)
Gesamt 4.5 out of 6 stars (4,5 / 6)

Episoden-Infos

Episodennummer 2 (Staffel 1, Episode 2)
Originaltitel Maps and Legends
Deutscher Titel Karten und Legenden
Erstausstrahlung USA Donnerstag, 30. Januar 2020
Erstausstrahlung Deutschland Freitag, 31. Januar 2020
Drehbuch Michael Chabon, Akiva Goldsman
Regie Hanelle M. Culpepper
Laufzeit 44 Minuten

 


4 Kommentare

Ununpentium · 2. Februar 2020 um 14:30

Erst mal danke für die ausführliche Rezension. Ich sehe das aber teilweise anders.

Die 2. Episode war vom Drehbuch her mittelmäßig wie die 1. Damit könnte ich leben, aber leider demontieren Patrick Stewart und sein Team die liebgewonnene Rolle des Picard, der sauertöpfisch, verwirrt und ausgelaugt wirkt. Was mich nicht wundert, Patrick Stewart hat sich nie besonders zu Star Trek hingezogen gefühlt und hat auch kein Gefühl dafür entwickelt, anders als William Shatner, der sogar mehrere gute Star Trek Romane geschrieben hat. Es ist für mich ein Rätsel, dass Patrick Stewart nach seinem allgemein bekannten Negativeinfluss auf Star Trek Nemesis überhaupt noch in den kreativen Prozess einer Star Trek Serie in bedeutender Funktion einbezogen worden ist.

Die ganze Ästhetik, die unzähligen Logikfehler und sonstigen Missgriffe der Serie schreien außerdem JJ-Trek. Ich meine, soll man lachen oder weinen, wenn Picard im 24. Jahrhundert in seinen Kommunikator reinspricht, dass der Gesprächspartner “nicht aufhängen” soll? Das ist ungefähr so authentisch wie das Pflastern der Golden Gate Brücke mit Photovoltaikpanelen in der 1. Episode oder das Verwenden von Shuttles aus der Discovery Ära. Und dann auch noch der massive Einsatz von Lenseflares in der Post Production, um mittelmäßige Kulissen zu kaschieren. Womit wir wieder bei JJ wären.

Star Trek war außerdem mal das, was man im Englischen als “classy” bezeichnet. Es hatte Stil, der sich vom üblichen lärmigen TV-Trash unterschied. Man konnte es ohne Bedenken gemeinsam mit seinen Kindern ansehen. Aber das war mal, dank F-Wort, Sexszenen und ähnlichen Dingen.
Eigentlich wirkt das alles wie ein großer Stinkefinger in Richtung der langjährigen Fans.

Chadwick · 3. Februar 2020 um 11:23

@Ununpentium: Keine Ahnung welche Folge du gesehen hast, aber das Stewart den liebgewonnenen Picard demontieren würde, sehe ich an keiner einzigen Stelle. Sauertöpfisch, verwirrt und ausgelaugt? Ausgelaugt, klar, sind ja auch 20 Jahre vergangen. Saueröfptisch? Wieso? Weil er sich etwas zuviel eingebildet hat und nicht bedacht hat, dass seine grummelige Interview-Antwort bei Starfleet nicht dazu führt, dass er willkommen ist?

Logikfehler sehe ich keine bisher. Allenfalls Rätsel, die es noch zu lösen gilt. Ich will dir nicht zu Nahe treten und lasse dir gerne deine Meinung, aber du klingst als würdest zu bereits mit einem inneren Groll und einer vorgefassten Meinung an diese neue Serie herantreten. Denke einfach daran, es ist kein TNG und will auch kein TNG sein.

Ich habe übrigens nie herausgefunden welche Ideen Stewart zu Nemesis beigetragen haben soll (ausser der Jeepfahrt und die war echt bescheuert) Der Film hatte seine Fehler, der schlimmste war aber der grauenhafte Regisseur. Schlussendlich glaube ich, dass Stewart ein absoluter Glücksgriff für Star Trek war. So wie Shatner auch.

Ripley22 · 3. Februar 2020 um 17:26

Also ich fand die zweite Episode nicht ganz so gelungen wie die erste, aber immer noch gut. Anders als der Autor empfinde ich die Gangart keinen falls als „gemächlich“. Gemächlich vielleicht, wenn man es als Abstinenz von Actionsequenzen sieht, aber inhaltlich fand ich die Folge eigentlich überfrachtet, und damit am Ende etwas oberflächlich. Wir haben einen Rückblick, wir haben eine Crime-Investigation, wir haben eine angedeutete tödliche Krankheit des Hauptprotagonisten, wir haben die Zhat Vash (danke fürs Googlen) Story, wir haben die Sternenflotte-hier-läuft-ne-Verschwörungsstory, und die Romulaner-Borg-Kubus Geschichte. Und es springt alles ziemlich schnell, manche Storybögen die hier aufgeschlagen werden finde ich nachvollziehbar (z.B. das Picard auf Grund der Diagnose jetzt nicht zögert oder entsetzt ist, sondern weiter macht und es als „Mal sehen was die Zukunft bringt“ abhakt), andere eher weniger (Die Crime-Story und damit zusammen hängende Romulaner Zhat Vash Story wurde dem Zuschauer schon sehr auf die Zwölf gedrückt, weil es halt für die Story so notwendig ist, und auch die Narek / Soji Storyline baut erstmal mehr Handlungsnotwendigkeit und Mystery Mystery auf, als dass es nachvollziehbare Handlungen gibt). Es wurde viel erklärt, damit die Story in Fahrt kommt, mal sehen was sie daraus machen.

@ Ununpentium: Ich will dich hier nicht von deiner Meinung abbringen, aber was erwartest du denn ernsthaft bitte von einer Serie die im Jahr 2020 (30 Jahre nach TNG) läuft? Erstmal produktionstechnisch: Wo ist denn die Ästhetik schlecht? Willst du 80 Jahre starre Kamera von vorne sehen, und da waren die Kulissen wirklich mittelmäßig bis schlecht? Es gibt hier keine wilde Kamerafahrten und nicht alles voller CGI wie in manch Marvelfilm oder wegen mir auch JJ-Trek? Und inhaltlich: „unzähligen Logikfehler und sonstigen Missgriffe“ Wenn ein Wort wie „aufhängen“ (wir benutzen heute auch im Sprachgebrauch viele Worte die auf mittlerweile ausgestorbene oder veraltete Technik/Berufe/Handlungen zurückgehen, warum soll dieser Vorgang im 24.Jhd nicht auf so bezeichnet werden) und „Solarpaneele“ (Wir kennen ja die Gründe nicht, evtl. ist die Brücke nach historischem Vorbild aus dem späten 21.Jhd. wieder aufgebaut worden, und da wurden die damals installiert) für die unzählige Fehler sind, dann frage ich mich, wie du überhaupt mal TNG schauen konntest? Diese ganzen Kleinigkeiten und Haare in der Suppe, die du als so toller alter Fan in jeder Einstellung suchst, gab es zu Hauf in jeder anderen (und von die ja referenzierten Star Trek Serie) auch. Und auch etwas anmaßend eine abgeschlossene 7-Staffel-Serie mit zwei Folgen zu vergleichen. Nach den ersten zwei TNG-Episoden wäre meine Kritik deutlich härter. Ich kann einfach nicht nachvollziehen, wie man sich an solchen Kleinigkeiten so aufhängen kann, aber wie eingangs gesagt, jedem das seine. Einen Stinkefinger in Richtung der alten Fans habe ich bisher in keiner einzigen Sekunde wahrgenommen. Den würde ich erst sehen, wenn in Folge 10 alle Fragestellungen und Handlungsbögen Deus Ex Machina mäßig aufgelöst würden.

Frank Diron · 5. Februar 2020 um 21:13

Ich bin bis jetzt als absoluter “Next Generation Fan” sehr begeistert. Für mich ist diese neue Serie stimmig in unser Zeitalter übernommen (ich meine die Technik und auch die Stimmung von 1990er Jahre bis jetzt in die 2020er) Ich spüre die Einflussnahme in den Dialogen von Patrick Steward, mag die Rückblicke auf die Vergangenheit und geniesse die neue Zukunft! Für mich ganz und gar gelungen. Huer gibt es meiner Meinung nach nicht vielk zu nörgeln. Die CGI Effekte sind hier gut und realistisch eingesetzt und auch die jungen Schauspiler passen gut in das Ganze! Ich liebe diese neue Serie bis jetzt und hoffe, das Niveau hält sich, denke aber, rt sich sogar noch 🙂

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