Die zweite Episode der ersten Staffel von “Star Trek: Picard” setzt verstärkt auf Dialoge und Geheimniskrämerei. Der Rezensent ist hinsichtlich der Bewertung von “Maps and Legend” etwas zwiegespalten, da die Folge positive wie auch negative Aspekte aufweist. Lest hier unsere ausführliche Zweitrezension.

Vorsicht, Spoiler und Spekulation! 

 

S E A S O N  1

 

Datas böse Erben

Nachdem die jüngste “Short Treks”-Episode “Children of Mars” sowie die Pilotepisode “Remembrance” (in Form von Rückblicken) bereits scheibchenweise Informationen über die Vernichtung der Utopia Planitia Flottenwerften auf dem Mars lieferten, führt uns “Maps and Legends” nun noch einmal explizit in das Jahr 2385 zurück. Wir erleben live mit, was sich damals, 14 Jahre vor “Picard”, am “First Contact Day” zugetragen hat.

 

“Are you prepared to condemn him and all who come after him to servitude and slavery?”

Captain Picard in “Wem gehört Data?”

 

It is the ruling of this court that Lieutenant Commander Data has the freedom to choose.”

Captain Louvois in “Wem gehört Data?”

 

Zunächst fällt auf, dass die Föderation ihre Gesetzgebung hinsichtlich künstlicher Lebensformen irgendwann nach Datas Tod im Jahr 2379 mindestens angepasst, wenn nicht sogar völlig über den Haufen geworfen hat. Wir erinnern uns: In der “The Next Generation”-Episode “Wem gehört Data?” (TNG 2×09), die im Jahr 2365 spielt, erging das juristische Urteil, dass Lt. Commander Data auch als Androide Träger persönlicher Freiheitsrechte ist – so wie jeder andere Föderationsbürger auch.

Was wir allerdings in den Anfangsminuten von “Maps and Legends” zu sehen bekommen, revidiert das vor 20 Jahren von der Rechtsabteilung der Sternenflotte verkündete Urteil in gravierender Weise. Denn im Jahr 2385 sind Androiden tatsächlich das, wovor Picard in seinem damaligen Verteidigerplädoyer gewarnt hatte: ein Sklavenvolk, geschaffen um gefährliche Arbeiten zu erledigen. Und dafür gibt es von den Humanoiden nicht einmal Anerkennung oder gar Dank, sondern lediglich Verachtung, Demütigung und Argwohn. Wie konnte es dazu kommen? Eine Antwort auf diese Frage bleibt uns “Maps and Legends” schuldig.

Nun muss man sicherlich anmerken, dass diese Androiden ganz sicher keine neuen Datas sind. Sie wirken unnatürlich, weniger sozial umgänglich und somit auch weitaus weniger menschlich als unser aller Liebings-Androide. Nichtsdestotrotz ist das Verhalten der Werftarbeiter F8 (Alex Diehl) gegenüber absolut fragwürdig. Auch im Jahr 2385, gut ein halbes Jahrhundert nach Datas Erstaktivierung, gibt es in weiten Teilen der Föderationsgesellschaft scheinbar noch keine grundsätzliche Akzeptanz für künstliche Lebensformen. Nur sollte man sich darüber wirklich wundern?

Hier lohnt ein Blick in der “Star Trek”-Geschichte: Denn auch Data hatte immer wieder mit Vorbehalten seine Person betreffend zu kämpfen. Und damit meine ich nicht nur Dr. Pulaski (“The Next Generation” Season 2) oder Lt. Commander Hobson, seinen temporären Ersten Offizier auf der U.S.S. Sutherland. (TNG 5×01 “Der Kampf um das klingonische Reich, Teil 1”). Selbst Captain Picard begegnete Data anfangs teilweise ruppig, etwa wenn er sich wiederholt von Datas Überkorrektheit genervt zeigte und ihm recht unhöflich das Wort entzog. Gleiches gilt auch für den Holodoc auf der Voyager, der sich die Anerkennung seiner Kameraden, allen voran die von Captain Janeway, erst Stück für Stück erarbeiten musste. Mich hat das Verhalten der Werftarbeiter demnach nur bedingt verwundert.

 

“You can’t offend them! They’re not people.”

Werftarbeiter über die ‘Synths’

 

Aber von diesem Exkurs zurück zu “Maps and Legends”. Irgendetwas muss dazu geführt haben, dass sich die Arbeitsandroiden gegen ihre Erschaffer gerichtet und den Mars in Schutt und Asche gelegt haben. F8 tötet sich am Ende sogar selbst, was wiederum gegen eine Art inhärentes Selbsterhaltungs- bzw. Emanzipationsprogramm spricht. Stattdessen liegt die Vermutung nahe, dass die Androiden von irgendjemandem umprogrammiert worden sind. Von den Romulanern? Von den Borg? Von Maddox? Oder von Konspirateuren innerhalb der Sternenflotte, ähnlich wie gut 90 Jahre zuvor im Rahmen des föderal-klingonischen Friedensprozesses (“Star Trek VI: Das unentdeckte Land”)?

 

Androiden (Alex Diehl) fungieren auf Utopia Planitia als Arbeitssklaven (Bild: CBS & Amazon Prime Video).

 

 

Star Trek: Crime Scene Investigation

Nach dem Vorspann befinden wir uns einmal mehr auf dem Weingut von Picard, der seine Mitbewohner Zhaban und Laris über seine Erkenntnisse aus dem Gespräch mit Dr. Jurati unterrichtet. Die Szene auf dem Château Picard wird von Rückblenden unterbrochen, die zeigen, wie Laris und Picard den Tatort in Dahjs Bostoner Wohnung untersuchen. Im Verlauf dieser Szene (sowie einer weiteren gegen Ende der Episode) wird deutlich, dass Laris (Orla Brady) und Zhaban (Jamie McShane) einst Agenten des Tal Shiar, der romulanischen Geheimpolizei (die früher noch ein militärischer Geheimdienst gewesen ist), waren, bevor Picard sie zu sich auf die Erde geholt hat.

Die Szenen mit Picard, Laris und Zhaban haben mir wirklich sehr gut gefallen. Die Dynamik dieses Triumvirats erinnert ein wenig an das altehrwürdige Trio Kirk, Spock und McCoy. Laris verkörpert sowohl Spocks scharfen Verstand als auch McCoys Emotionalität, während Zhaban eher der nüchterne Typ ist, der zwischen dem vorpreschenden Picard und der bremsenden Laris zu vermitteln versucht. Picard wiederum weiß, was er an seinen beiden langjährigen Freunden hat. Insbesondere Laris’ und Picards oftmals ironisch unterlegten Dialoge wissen zu gefallen, da bisher nur sehr wenige Leute auf diese Weise mit Picard gesprochen haben. Hier erleben wir Picard wirklich mal von einer neuen Seite. Toll!

 

“What is Zhat Vash?”

“A Tal Shiar myth.”

Picard, Laris und Zhaban

 

Getrübt werden die erquickenden Szenen mit der La Barre-WG leider durch einen in meinen Augen enorm überfrachteten und (zu diesem Zeitpunkt) wenig kohärent wirkenden Story-Arc um die sogenannten Zhat Vash, bei denen es sich nach Zhaban um einen reinen Mythos, nach Laris hingegen um eine real existierende, geheime Verbindung innerhalb der romulanischen Gesellschaft handelt. Die Zhat Vash seien Tausende von Jahren alt und so etwas wie die Vorläufer des Tal Shiar. Oder besser gesagt, die Zhat Vash gelten als der geistige Ursprung der bekannten Geheimpolizei. Während der Tal Shiar eine institutionalisierte Militärorganisation zu sein scheint, quasi die “Maske” der Zhat Vash, handelt es sich bei dieser Verbindung wohl eher um eine Art Weltanschauungsgemeinschaft oder auch Sekte, die vor allem dadurch charakterisiert ist, dass sie einen enormen Argwohn gegenüber allen Formen von künstlicher Intelligenz hegt. “Zhat vash” war im romulanischen Sprachgebrauch auch ein Begriff, der manchmal verwendet wurde, um sich auf die Toten zu beziehen, die als die einzigen zuverlässigen Bewahrer von Geheimnissen gelten. Die Bemerkung von Laris, die romulanische Kultur stünde der kybernetische Forschung ablehnend gegenüber, steht leider im Widerspruch zum “Star Trek”-Kanon, denn in “Der Überläufer” (TNG 3×10) klang das bei Admiral Jarok noch ganz anders.

Bild: Fox (Fotomontage

Um ehrlich zu sein, mir gefällt dieser Handlungsstrang nicht wirklich. Scheinbar geht es in “Star Trek” seit der Jahrtausendwende nicht mehr ohne irgendwelche Geheimorganisationen. Nach den Sektion 31-Story-Arcs in “Enterprise”, “Star Trek Into Darkness” und “Discovery” sowie der bereits angekündigten “Sektion 31”-Serie stellen sich bei mir diesbezüglich enorme Ermüdungserscheinungen ein. Das Geschwafel von Zhaban und Laris über die Zhat Vash kam teilweise so mysteriös und konstruiert daher, dass ich fast schon damit gerechnet habe, dass Jonathan Frakes gleich ins Bild kommt und im “X-Faktor”-Stil danach fragt, ob diese Geschichte nun wahr oder erfunden ist.

Überhaupt hat mich die gesamte Szene in Dahjs Apartment im Hinblick auf deren Machart – Schnitte, Dialoge, Musik – extrem an Serien wie “CSI” oder “Navy CIS” erinnert. “Star Trek” als Modern Crime Drama mit mystischer Konnotation? Nichts gegen Neuerungen und natürlich muss auch “Star Trek” am Puls der Zeit bleiben, aber sogar ein “Indiana Jones”-Picard hätte noch besser zum Hobby-Archäologen Jean-Luc Picard gepasst als ein gealterter Hobby-Detektiv. Als einmalige Abwechslung gerne, aber diesen Stil sollte man bitte nicht zur Regel werden lassen!

Aber grundsätzlich bleibe ich bei meiner Devise: Ein vorschnelles Urteil über diesen Handlungsbogen sollte man sich nach gerade einmal zwei Episoden einfach verkneifen. Trotzdem habe ich bei dem Zhat Vash-Plot schon irgendwie leichte Bauchschmerzen.

 

Laris war früher Agentin des Tal Shiar (Bild: CBS & Amazon Prime Video).

 

 

Der alte Konflikt

Nachdem Picard und Laris herausgefunden haben, dass sich Dahjs Zwillingsschwester außerhalb der Erde aufhalten muss, wird Picard schnell klar: Er braucht ein Raumschiff, um sie finden zu können. Also macht sich der Admiral a. D. auf den Weg nach San Francisco, um sich dort bei der Oberbefehlshaberin der Sternenflotte, Admiral Kirsten Clancy (Ann Magnuson), in Erinnerung zu rufen und sie um die temporäre Wiederherstellung seines Offizierspatents zu bitten.

Tatsächlich stößt er dort nicht nur auf taube Ohren, sondern wird von Clancy auf sehr derbe Weise (“The sheer f****** hubris!”) zum Teufel gejagt. Picard und die Admiralität, das wird wohl keine Liebesbeziehung mehr…

 

“The Romulans were our enemies, and we tried to help them for as long as we could, but even before the synthetics attacked Mars, fourteen species within the Federation said ‘Cut the Romulans loose, or we’ll pull out.’ It was a choice between allowing the Federation to implode, or letting the Romulans go.”

“The Federation does not get to decide if a species lives or dies.”

“Yes we do. We absolutely do. Thousands of other species depend upon us for unity, for cohesion. We didn’t have enough ships left. We had to make choices, but the great Captain Picard didn’t like his orders.”

“This is no longer your house, Jean-Luc, so do what you’re good at: go home. Request denied.”

Admiral Kirsten Clancy und Picard im Streitgespräch

 

Die Szenen im Hauptquartier der Sternenflotte sind ganz sicher die Höhepunkte der gesamten Episode. Zunächst einmal verpasst uns “Picard” hier eine volle Dosis Nostalgie-Hypospray, nämlich als Picard vor dem Gebäudekomplex steht und wir eine langsame, sehr sanfte Version des “The Motion Picture”/”The Next Generation”-Themes von Jerry Goldsmith zu hören bekommen. Wow, das sitzt! Gleich im nächsten Take tritt Picard dann in das Gebäude ein und wir sehen an der Decke die holografische Projektion der U.S.S. Enterprise NCC-1701 der Constitution-Klasse sowie die der Enterprise-D der Galaxy-Klasse. Leider hat man sich hier in dem Bemühen, visuelle Kontinuität zwischen den beiden jüngsten “Star Trek”-Serien herzustellen, für die “Discovery”-Version der NCC-1701 entschieden. Ich denke, bei einem Hologramm hätte man auch das Original würdigen können, so wie 1996 in der “Deep Space Nine”-Episode “Immer die Last mit den Tribbles” (DS9 5×06).

Was dann folgt, ist ein krasser atmosphärischer Bruch, der aus dramaturgischer Sicht wirklich sehr gelungen ist. Nachdem man uns und Picard zunächst mit schönen Erinnerungen eingeseift hat, gibt es nun die eiskalte Dusche. Schon Picards Begrüßung durch Admiral Clancy ist wohl kälter als die Oberfläche von Rura Penthe. Und obwohl sie sich Picards Ausführungen zunächst geduldig anhört, bricht es plötzlich geradezu aus ihr heraus: Clancy wirft Picard Hybris und Geltungssucht vor, Picard wiederum verweist auf seine Prinzipienethik, die seiner Meinung nach von allen in der Föderation bedingungslos geteilt werden sollte.

Der alte Konflikt aus “The Next Generation” tritt hier einmal mehr zutage: Hier der realpolitische Admiral, dort der prinzipientreue Picard. Während sich Picard einzig und allein den humanitären Prinzipien der Föderation verbunden fühlt, verweist Clancy auf die Notwendigkeit, ein riesiges Bündnis wie die Vereinigte Föderation der Planeten politisch zusammenzuhalten und die Sicherheit der Föderationswelten und ihrer Bürger zu gewährleisten. Sowohl Picard als auch Admiral Clancy bringen in dem Streitgespräch nachvollziehbare Argumente vor.

Sicherlich kann man die Entscheidung der Föderation, den Romulanern nach dem Mars-Desaster den Rücken zuzuwenden, hier in ähnlicher Weise moralisch verurteilen, wie Picard es in seinem Interview getan hat. Allerdings muss sich auch Picard die Frage gefallen lassen, wie es eigentlich um sein eigenes Demokratieverständnis bestellt ist. Ist eine demokratische Entscheidung für ihn am Ende nur dann bindend, wenn diese auch seinen persönlichen Interessen und Wertvorstellungen entspricht? Und hatte er als Admiral der Sternenflotte, der immerhin die Politik des demokratischen gewählten (!) Föderationsrates umzusetzen hat, wirklich das Recht, sich aufgrund seiner persönlichen Überzeugungen einfach so über den Beschluss der zuständigen Institutionen hinwegzusetzen und unter Ausnutzung seiner hohen Stellung auf eigene Faust darüber zu entscheiden, welche Ressourcen der Allgemeinheit wo und wie eingesetzt werden sollten? Was wäre denn gewesen, wenn beispielsweise die Borg just in dem Moment, indem ein beträchtlicher Teil der verbliebenen Föderationsflotte im romulanischen Raum operiert, zu einem weiteren Angriff auf die Föderation angesetzt hätten oder das Dominion mit feindlicher Absicht aus dem Wurmloch zurückgekehrt wäre? Viele Föderationswelten wären dem womöglich schutzlos aufgeliefert gewesen. Kann man das so einfach vom Tisch wischen?

Was Picard als Privatperson macht, ist seine Sache. Was er als Föderationsoffizieller macht, ist es hingegen nicht – vor allem als hochrangiger Admiral (und nicht mehr “nur” Captain). Der Grat zwischen gut gemeinter Prinzipientreue und unreflektierter Anmaßung ist manchmal schmäler, als manch einer denken mag. Und genau das versucht Clancy Picard hier deutlich zu machen. Nicht ganz zu unrecht, wie ich finde. Die Art und Weise, wie sie mit Picard spricht, ist allerdings völlig inakzeptabel, aber auch irgendwie ein Spiegelbild der Diskussionskultur unserer Zeit. Jedenfalls sollte man nicht den Fehler machen, die Isolationspolitik der Föderation einzig und allein auf xenophobe Tendenzen in der Gesellschaft zurückzuführen. Denn die Thematik ist nach der Zerstörung der Rettungsflotte sowie der Mars-Werften zweifellos komplexer geworden. Es geht hier nämlich auch um konkrete sicherheitspolitische Aspekte, schließlich ist die Sternenflotte auch für den Schutz der Föderationswelten verantwortlich.

Dass man beiden Sichtweisen, der moralischen wie auch der realpolitischen, hier Geltung verschafft, finde ich sehr stark, weil es dem diskursiven Geist von “Star Trek” entspricht. Der Zuschauer soll zum Nachdenken angeregt werden und sich im Idealfall eine eigene Meinung bilden.

Allerdings wäre es an dieser Stelle wirklich grandios gewesen, wenn man statt der bisher unbekannten Admiral Clancy vielmehr Admiral Alynna Nechayev (Natalija Nogulich) auf den Posten der Oberbefehlshaberin gesetzt hätte. Denn Nechayev war schon in “TNG” und “DS9” die Inkarnation der föderalen Realpolitik, während Picard stets als Advokat des föderalen Wertekanons aufgetreten ist. Die Konflikte zwischen Nechayev und Picard waren Kult und absolut typisch für “Star Trek”. Hier hätte man eine schöne Traditionslinie aus “TNG” fortführen können.

Darüber hinaus offenbart diese Szene – ebenso wie Picards Interview mit FNN – ein altbekanntes Problem in “Star Trek”: Wer macht innerhalb der Föderation eigentlich die Politik? Picard macht nämlich in seinem Interview explizit die Sternenflotte für die in seinen Augen falsche Politik in Bezug auf die Romulaner und Synths verantwortlich. Und Clancy erweckt ebenfalls den Eindruck, als stünde sie und der Rest der Admiralität in der Verantwortung, den Zusammenhalt der Föderation zu gewährleisten. Aber sollte hierfür nicht der Föderationspräsident und das Parlament, namentlich der Föderationsrat, verantwortlich sein? Aus demokratietheoretischer Sicht ist diese Fixierung auf die Sternenflotte – sowohl als das zentrale Legislativ- wie auch Exekutivorgan der Föderationspolitik – hier schon sehr merkwürdig.

Überdies vermag ich die extrem feindselige Einstellung weiter Teile der Föderation gegenüber den Romulanern Trek-historisch irgendwie nicht ganz einzuordnen. Sicherlich sind Vorbehalte angesichts eines sich über drei Jahrhunderte erstreckenden “Kalten Krieges” zwischen diesen beiden Mächten nachvollziehbar, aber einen blutigen heißen Krieg hat es zwischen den beiden Parteien in dieser Zeit auch nicht mehr gegeben. Bestenfalls der über 80 Jahre zurückliegende Tomed-Zwischenfall (2311) oder diverse singuläre Schlachten, wie etwa die Zerstörung der Enterprise-C durch die Romulaner vor 50 Jahren im Jahr 2344, unterstützen die vorgebrachte Feind-These. Zudem deuteten sowohl “Deep Space Nine” als auch “Nemesis” eine deutliche Entspannung der bilateralen Beziehungen zwischen Föderation und Sternenimperium an. So ganz kanonisch wirkt die Argumentation von Admiral Clancy (“our enemies”) dann doch nicht.

 

Picard hat mal wieder Trouble mit einem Admiral (Bild: CBS & Amazon Prime Video).

 

Mal wieder eine Konspiration

Apropos Sternenflotte: Wenn es nach mir ginge, wäre die Sternenflotte mit Clancys Statement bereits völlig zur Genüge abgehandelt und aus dem Spiel genommen: Es hat innerhalb der Föderation einen Politikwechsel gegeben, dem sich die Sternenflotte als Teilorganisation eines demokratisch verfassten Gemeinwesens schlicht und einfach zu beugen hat. Picard kann dieses Mal eben nicht auf die Ressourcen der Sternenflotte zurückgreifen und muss stattdessen einen anderen Weg finden. Gleichzeitig tritt die Sternenflotte aber nicht als Picards direkter Widersacher in Erscheinung. Fertig aus und gut ist!

Leider sehen das die Autoren von “Picard” deutlich anders, sodass auch in dieser Serie mal wieder eine Konspiration innerhalb des Flottenkommandos konstruiert werden muss. Ganz ehrlich: Muss das denn wirklich sein?! Hätte man Picards Feinde nicht einfach mal nur außerhalb der Sternenflotte verorten können?

Ähnlich wie beim Story-Arc um die Zhat Vash setzen die Autoren hier ebenfalls auf einen Plot, den wir in “Star Trek” einfach schon viel zu oft vorgesetzt bekommen haben. Mal abgesehen von den zahlreichen “Badmirals”, die nicht selten persönliche Interessen verfolgten, gab es größere Verschwörungen schon in “Star Trek IV: Das unentdeckte Land” (1991) und in der ersten Staffel von “The Next Generation” (TNG 1×25 “Die Verschwörung”, 1988). Auch hier muss ich einfach sagen, dass es das in meinen Augen wirklich nicht gebraucht hätte.

 

“And if the need arises, I will take care of Picard.”

Commodore Oh

 

Zu allem Überfluss wirkt Commodore Oh (Tamlyn Tomita) als Bösewicht völlig überzeichnet und klischeehaft. Scheinbar handelt es sich bei ihr um die Sicherheitschefin der Sternenflotte (gelbe Uniform!). Auch die (offensichtliche) Tarnung einer Romulanerin in Person einer Vulkanierin ist in “Star Trek” ganz sicher nicht neu. Hier hätten wir also schon die dritte storytechnische Wiederholung. Kreativ ist das leider nicht! Jedenfalls werden die Zhat Vash erwartungsgemäß Picard jagen und wahrscheinlich auch die Sternenflotte gegen Picard aufhetzen.

 

Commodore Oh und Lieutenant Rizzo haben scheinbar einen dunklen Plan (Bild: CBS & Amazon Prime Video).

 

Romulan Love Story

Und leider gibt es da auch noch eine vierte Wiederholung altbekannter “Star Trek”-Narrative: Die Figurenkonstellation Narek (Harry Treadaway), Rizzo (Peyton List) und Soji (Isa Briones) erinnert mich doch in verdächtiger Weise an das Beziehungsdreieck Tyler/Voq, L’Rell und Burnham in “Discovery” Season 1. Dass man sich auf derart plumpe Weise binnen zweier Jahre selbst wiederholt, ist aus kreativer Sicht schon etwas peinlich. Ganz klar, Daumen runter!

 

“Is your name actually Narek?”

“One of them.”

“So is there anything you can tell me about yourself?”

“Yes. I’m a very… private person.”

Soji Asha und Narek

 

Ebenso wie die Liebesbeziehung zwischen Tyler und Burnham, die praktisch aus dem Nichts kam, sind auch Narek und Soji bereits nach scheinbar nur einer einzigen, sehr kurzen Begegnung (man bedenke die vergangene Zeit im Picard-Plot!) zu einem Paar geworden. Das geht mir einfach zu schnell! Die Masche von Narek sollte man sich indes merken: Einmal cool durch die Gegend gelaufen und auf die Tränendrüse gedrückt und schon ist er bei Soji gelandet. Aber vielleicht liegt es auch einfach an seinem Look, den er doch sicher beim “Discovery”-Spock abgekupfert hat. Über die Unterwäsche-Szene (ein schwerer Rückfall hinsichtlich “Star Trek Into Darkness!) schweige ich mich besser aus. Hier gleitet “Picard” leider in den Bereich der Daily Soap ab. Schade!

Nein, neben dem Zhat Vash-Mysterium, der gefühlt tausendsten Verschwörung innerhalb der Föderation und der klischeehaften Commodore Oh ist das Trio Rizzo, Narek und Soji für mich leider das dritte große Manko der jüngsten Episode von “Picard”.

 

Narek und Soji sind rasch ein Paar geworden (Bild: CBS & Amazon Prime Video).

 

Die Schatzsammler

Was das Geheimnis um den Borg-Würfel betrifft, fährt “Picard” weiterhin eine Salami-Taktik. Wir erfahren, dass die Romulaner den Kubus seit rund 16 Jahren verwalten – also schon ein bis zwei Jahre vor dem Angriff auf den Mars! Scheinbar wurde der Kubus vom Borg Hive (das demnach noch existiert) abgetrennt und ist den Romulanern in die Hände gefallen. Diese schlachten die Technik des Kubus nun aus und scheinen damit auf irgendeine Weise Profit zu machen. Narek erweckt gegenüber Soji den Eindruck, als wolle man den Ex-Borg (Es ist die Rede von “xB”) zu einem neuen Leben verhelfen, aber irgendwie zweifle ich an dessen Motiven. Was genau Soji dort macht, ist weiterhin unklar, aber Narek und seine ältere Schwester Rizzo scheinen mehr über sie zu wissen als Soji über sich selbst.

Ich habe nicht den Eindruck, dass es sich bei diesem Projekt um eine offizielle Kooperation zwischen der Föderation und dem (verbliebenen?) Romulanischen Reich handelt. Ich denke eher, dass wir es hier mit irgendwelchen Splittergruppen, dem sogenannten “Romulan Free State” und/oder den Zhat Vash und womöglich auch einer föderalen Splittergruppe, zu tun haben.

 

Arbeiten in der romulanischen Rückgewinnungsstätte (Bild: CBS & Amazon Prime Video).

 

Auf Maddox’ Spuren

Nur wenige Erkenntnisse gibt es wiederum in Bezug auf den Maddox-Handlungsbogen. Dr. Jurati (Alison Pill) hat noch etwas nachgeforscht und herausgefunden, dass Dahj und Soji kaum mehr als wenige Jahre existieren können. Grundsätzlich sei es denkbar, dass Maddox für deren Erschaffung verantwortlich gewesen ist.

Die Chemie zwischen Picard und Dr. Jurati weiß zu gefallen und der Dialog, in welchem Picard gesteht, nicht viel mit Science-Fiction anfangen zu können, ist wirklich genial geschrieben, weil das im Rahmen einer Science-Fiction-Serie wie “Star Trek” urkomisch wirkt und zudem eine direkte Anspielung auf Patrick Stewart ist, der als passionierter Shakespeare-Darsteller bis zu seinem Engagement in “Star Trek” eigentlich nie wirklich viel mit diesem Genre anzufangen wusste.

 

Raffi, it’s Jean-Luc. Please, don’t hang up! I need your help. I need a ship.”

Picards Kommuniqué an Raffi Musiker

 

Nachdem Picard bei der Sternenflotte abgeblitzt ist, muss er nun einen anderen Weg in den Weltraum finden. Hierfür kontaktiert er Raffi Musiker (Michelle Hurd), eine ehemalige Sternenflotten-Offizierin, die laut “Countdown to Picard”-Comics scheinbar Picards Erster Offizier auf der U.S.S. Variety gewesen ist und mit Picard eine unautorisierte Rettungsmission durchgeführt hat, was sie wohl ihre Karriere gekostet hat und auch der Grund sein dürfte, weswegen sie nicht gut auf Picard zu sprechen ist. Aber die Hintergründe werden wir in der dritten Episode erfahren.

 

Raffi Musiker und Picard haben eine gemeinsame Vergangenheit (Bild: CBS & Amazon Prime Video).

 

An Earl Grey a day doesn’t keep the doctor away

Eine weitere wichtige Szene soll nicht unerwähnt bleiben. Nach Veröffentlichung der ersten Trailer zur Serie wurde im Fandom heftigst darüber spekuliert, wer denn Picards abendlicher Besucher sein könnte. Nun, die unerwartete Antwort lautet: Dr. Moritz Benayoun (David Paymer).

Dr. Benayoun ist eine in “Star Trek” bisher noch nicht in Erscheinung getretene Figur und teilt mit Picard eine gemeinsame Vergangenheit an Bord der U.S.S. Stargazer, Picards erstem Kommando. Die gemeinsamen Abenteuer dürften somit mehr als 40 Jahre zurückliegen. Picard bittet seinen alten Weggefährten, ihn für den Weltraumdienst tauglich zu erklären, was allerdings nicht der Wahrheit entsprechen würde. Denn abgesehen von der Tatsache, dass Picard auch mit 94 Jahren die meisten körperlichen Minimalanforderungen der Sternenflotte immer noch erfüllt, hat Benayoun bei Picards medizinischen Scans eine Auffälligkeit im Parietallappen entdeckt, die früher oder später wohl zum Ausbruch eines neurologischen Syndroms mit wahrscheinlicher Demenz- und Todesfolge führen wird.

 

“(…) Just that little abnormality in the parietal lobe.”

Dr. Moritz Benayoun zu Picard

 

Picard zeigt sich ob dieser Diagnose nicht überrascht, denn er hatte eine ähnliche bereits vor 24 Jahren von Dr. Crusher an Bord der Enterprise erhalten (TNG 7×25 “Gestern, Heute, Morgen”). Dass Picard hier nicht Dr. Crusher, sondern seinen Bordarzt von der Stargazer zurate zieht, könnte daran liegen, dass er und Beverly womöglich immer noch eine so enge Beziehung haben, dass Picard der Ansicht ist, sie würde ihm aus Sorge kein falsches Zertifikat ausstellen.

In dieser Szene spielen die Autoren erneut auf sehr schöne Weise mit dem bekannten “Star Trek”-Kanon, allen voran mit dem “TNG”-Serienfinale, dessen alternative Zukunftsversion ebenfalls in den 2390er-Jahren spielt. Eine weitere Szene, ein Gespräch zwischen Picard und Zhaban, in welchem der Romulaner Riker, Worf und La Forge namentlich erwähnt, nimmt ebenfalls Bezug auf “Gestern, Heute, Morgen”. Da freut sich das Trekkie-Herz!

 

Dr. Moritz Benayoun überbringt Picard eine schlechte Nachricht (Bild: CBS & Amazon Prime Video).

 

Das unentdeckte Land

An dieser Stelle möchte ich etwas spekulieren: Wie könnte es in den kommenden Episoden weitergehen? Wer ohne jedwedes Gedankenspiel in die weiteren Folgen gehen möchte, sollte dieses Kapitel demnach besser überspringen.

 

Der Dialog zwischen Picard und Dr. Benayoun hat mich sehr nachdenklich gemacht. Ich befürchte, wir haben hier bereits einen Spoiler hinsichtlich des Serienfinales gesehen.

 

“It could be one of a number of related syndroms.”

“Prognosis?”

“A few are treatable, but they all end the same way … some sooner than others.”

Dr. Benayoun im Gespräch mit Picard

 

Picard bekommt in den kommenden Episoden womöglich jene niederschmetternde Diagnose, die er einst in der alternativen Zukunft in “Gestern, Heute, Morgen” (TNG 7×25/26) erhalten hat: Er leidet an einem unheilbaren Gendefekt, dem Irumodischen Syndrom, das zunächst zu Gefühlsschwankungen, Gedächtnisverlust und schließlich zum Tode führt.

Womöglich wird Picard im weiteren Verlauf der Serie eine endgültige Diagnose erhalten und es womöglich vorziehen, den Heldentod zu sterben, anstatt als kranker Mann, der nicht mehr Herr seiner Sinne ist, im heimischen Bett aus dem Leben zu gehen. Meine Prognose: Picard wird am Ende der Serie einen ähnlichen heroischen Tod sterben wie James T. Kirk in “Star Trek: Treffen der Generationen”.

Zudem habe ich – vor allem nach dem Ansehen des Trailers für Episode 1×03 “The End is the Beginning” – die große Befürchtung, dass entweder Zhaban oder Laris (oder auch beide) demnächst das Zeitliche segnen werden. Eigentlich schade, denn beide Figuren bilden gemeinsam mit Picard ein sehr unterhaltsames Trio.

 

Dr. Crusher informierte Picard schon 2370 über seinen genetischen Defekt (Bild: “Star Trek: The Next Generation” 7×25, CBS).

 

So geht es in  1×03 “The End is the Beginning” weiter

Ohne sich ihrer besonderen Wesensart bewusst zu sein, setzt Soji ihre Arbeit fort und erregt hierbei die Aufmerksamkeit des Direktors des Borg-Kubus-Forschungsprojektes. Nachdem Picard die vergangenen Ereignisse mit einer widerwilligen Raffi aufgearbeitet hat, sucht er nach weiteren Personen, die bereit sind, sich seiner Suche nach Bruce Maddox anzuschließen. Darunter ist auch der Pilot und ehemalige Sternenflotten-Offizier Cristóbal Rios (Santiago Cabrera).

 

Admiral Picard und Commander Musiker im Jahr 2385 (Bild: CBS).

 

Fazit

“Maps and Legends” lässt mich etwas zwiespältig zurück. Einerseits hat die Episode sehr viele positive Aspekte zu bieten, wie etwa die knackigen Dialoge oder das emotionale Band zwischen Picard und seinen beiden romulanischen Freunden. Auch der Schlagabtausch zwischen Picard und Clancy konnte mich überzeugen, vor allem weil auch Picards Handlungen hinterfragt werden. Die Story-Arcs um die Synths, den Borg-Kubus, Soji und Maddox bleiben weiterhin spannend und machen Lust auf mehr. Auch diverse Anknüpfungspunkte an den bekannten “Star Trek”-Kanon wissen zu gefallen – vor allem jene, die direkten Bezug auf Picards bisheriges Leben nehmen.

Eher negativ ins Gewicht fallen hingegen diverse Narrative aus der “Star Trek”-Mottenkiste. Man muss den “Star Trek”-Autoren hier fast schon eine erzählerische Abhängigkeit von dunklen Subplots unterstellen, die ohne die Elemente “Geheimorganisation” und “Verschwörung” scheinbar nicht mehr auskommen. Diese Einfallslosigkeit bereitet mir dann doch etwas Sorgen, weil sich hier eine fragwürdige Linie von “Enterprise” über die Reboot-Filme bis hin zu “Discovery” und nun “Picard” ziehen lässt.

Obendrein bleiben die Antagonisten bisher noch recht blass. Commodore Oh ist mir zu stereotypisch angelegt, ebenso ihre Handlanger Lieutenant Rizzo und Narek. Dessen Strategie ist in weiten Teilen eine Plagiat von Tyler/Voq in “Discovery”.

Nach zwei Episoden kann man definitiv festhalten: “Picard” pflegt einen völlig neuen Stil, den wir so in “Star Trek” noch nicht gesehen haben. “Maps and Legends” wirkt von der Machart wie eine Symbiose aus klassischer Science-Fiction (Synths), Agententhriller (Zhat Vash), Modern Crime Drama (Ermittlungen zu Dahjs Tod), Politdrama (Romulus-Politik der Sternenflotte) und einem Charakterdrama (Picard). Ob das zu viel auf einmal ist oder vielleicht doch ein vielversprechender Ansatz für ein “Star Trek” moderner Prägung, wird die Zukunft zeigen müssen.

Sicherlich besteht auch hier – wie schon bei “Discovery” – die große Gefahr, dass man sich bei all den verschiedenen Subplots irgendwann verzettelt und am Ende bei der Auflösung Kohärenz und Nachvollziehbarkeit fehlen.

Was “Maps and Legends” als Einzelepisode betrifft, fehlt mir hier irgendwie ein erkennbarer Spannungsbogen mit einer echten Klimax. Die Episode bringt die verschiedenen Story-Arcs zweifelsohne voran, verliert sich aber irgendwie in einem Sammelsurium von Beziehungsgeflechten und Dialogen, ohne dass eine abgeschlossene Story innerhalb der übergeordneten Storyline erkennbar wird. Das ist nun einmal der Stil moderner Serien, macht es uns Rezensenten aber auch enorm schwer, das zweite Kapitel eines zehnteiligen “Romans” als Einzelstück zu bewerten. Demnach stehen solche Rezensionen auch stets unter einem gewissen Vorbehalt, was an dieser Stelle nochmals explizit betont werden soll.

Als Einzelepisode konnte mich “Maps and Legends” leider weitaus weniger überzeugen als die Pilotfolge “Remembrance”.

 

Bewertung

Handlung der Einzelepisode 3 out of 6 stars (3 / 6)
Stringenz des staffelübergreifenden Plots 5 out of 6 stars (5 / 6)
Stringenz des bekannten Kanons 3 out of 6 stars (3 / 6)
Charakterentwicklung 4 out of 6 stars (4 / 6)
Spannung 3 out of 6 stars (3 / 6)
Action & Effekte 3 out of 6 stars (3 / 6)
Humor 3 out of 6 stars (3 / 6)
Intellektueller Anspruch 4 out of 6 stars (4 / 6)
Gesamt 3.5 out of 6 stars (3,5 / 6)

 

Episoden-Infos

Episoden-Nummer 2 (Staffel 1, Episode 2)
Originaltitel Maps and Legends
Deutscher Titel Karten und Legenden
Erstausstrahlung USA Donnerstag, 30. Januar 2020
Erstausstrahlung Deutschland Freitag, 31. Januar 2020
Drehbuch Akiva Goldsman & Michael Chabon
Regie Hanelle M. Culpepper
Laufzeit 44 Minuten

 


4 Kommentare

Ripley22 · 3. Februar 2020 um 17:49

Wie in meinem Post unter dem Erst-Review schon beschrieben, drückt der Autor hier recht anschaulich und in Worte gefasst meine Bauchschmerzen bezgl. einigen Handlungssträngen aus. Das kann ich unterschreiben. Schön aber auch, dass die positiven Elemente, und die unterschreibe ich auch alle, schön herausgearbeitet wurden. Ich bin gespannt wie es weitergeht.

Swantje · 3. Februar 2020 um 19:30

Meine größte Kritik an der Serie ist: Ich kann in der bisherigen Schauspielerei von Patrick Stewart Picard kaum wiedererkennen. Eher spielt Patrick Stewart hier Patrick Stewart.

David Berg · 4. Februar 2020 um 15:03

https://www.youtube.com/watch?v=zu04aSEU37c

Beste Rezension bisher 🙂

Arne · 4. Februar 2020 um 19:35

Sehr schöne Analyse, bei der mir letztlich die Frage aufkam, wozu Picard (ursprünglich) überhaupt ein Raumschiff der Sternenflotte benötigt… inklusive Reaktivierung in den aktiven Dienst.

Denn grundsätzlich hätte er sich auch privat auf die Socken machen können… Ab zum nächsten Reisebüro und mit dem nächsten (interstellaren) Flieger nach Risa oder wo auch immer es ihn hingezogen hätte… Die Detektiv-Arbeit machte er ja schon nebenbei im privaten Rahmen. Da fragt man sich gleich, wie er Zutritt zur Wohnung von Dajh erhielt…

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