Wir haben Referenzen und Easter-Eggs zu “Das Ende ist der Anfang”, der dritten Episode von “Star Trek: Picard”, zusammengestellt.

S E A S O N   1

Kommunikator

2385 verwendet die Sternenflotte neue Uniform-Modelle, aber weiterhin die Kommunikatoren, die man aus “Deep Space Nine” (ab Season 3) und “Voyager” (1995-2001) kennt. Ursprünglich eingeführt wurde dieses Kommunikator-Design in “Star Trek: Treffen der Generationen” (1994). Der Film spielt im Jahr 2371.

Referenzen: “Star Trek: Treffen der Generationen” ; “Star Trek: Der erste Kontakt” ; “Star Trek: Der Aufstand” ; “Star Trek: Nemesis” ; “Star Trek: Deep Space Nine” ; “Star Trek: Voyager”

2385 verwendet die Sternenflotte immer noch das Kommunikator-Design, das 2371 eingeführt wurde (Bild: CBS).


Comic

Lieutenant Commander Raffi Musiker war laut “Star Trek – Picard: Countdown” #1-3 (IDW Publishing) Picards Erster Offizier auf der USS Varity (NCC-97000), einem Schiff der Odyssey-Klasse. Die Verity half bei der Evakuierung einiger romulanischer Welten. Bei dieser Mission lernte Picard auch Zhaban und Laris kennen. In diesen Comics werden auch diejenigen Uniformen getragen, die wir in “The End is the Beginning” zu sehen bekommen.

Referenz: “Star Trek – Picard: Countdown #1-3”

Die “Countdown to Picard”-Comics handeln von Picard und Raffis gemeinsamer Zeit auf der USS Varity (Bild: IDW Publishing).


Beta Antares Flottenwerft

Musiker erwähnt im Gespräch mit Picard die Beta-Antares-Flottenwerft der Föderation im Antares-Sektor. Diese Werft wurde in “Voyager” erwähnt. Dort lief u.a. die USS Prometheus (NX-59650), ein Prototyp der gleichnamigen Schiffsklasse, vom Stapel.

Captain Kirk erwähnt zudem in “The Original Series ” ein berühmtes und beliebtes Kartenspiel, das von Beta Antares stammt.

Referenzen: “Star Trek: The Original Series”: 2×20 “Epigonen” ; “Star Trek: Voyager”:  4×14 “Flaschenpost”

Die USS Prometheus wurde in der Werft auf Beta Antares gebaut (Bild: VOY 4×14, CBS).


40 Eridani A Flottenwerft

Musiker erwähnt neben der Werft von Beta Antares auch die Flottenwerft im 40 Eridani-System. Dieses System befindet sich im Vulkanischen Raum und beherbergt das Zentralgestirn 40 Eridani A sowie den Planeten Vulkan, der diesen Stern umkreist. Die Raumwerft “40 Eridani A” befindet sich in der Nähe von Vulkan. Die Werft ist in verschiedene Abteilungen gegliedert, darunter die Yoyodyne Division. Dort wurden u.a. die USS Brattain (Miranda-Klasse), die USS Hathaway (Constellation-Klasse), die USS Phoenix und die USS Sutherland (beide Nebula-Klasse) gebaut.

Referenzen: “Star Trek: The Next Generation”: 4×12 “Der Rachefeldzug” ; 4×17 “Augen in der Dunkelheit” ; 5×01 “Der Kampf um das Klingonische Reich, Teil 2”

Der Planet Vulkan umkreist das Zentralgestirn 40 Eridani A (Bild: “Star Trek III: The Search for Spock”, Paramount Pictures).


Vasquez Rocks

Raffi Musikers Wohncontainer befindet sich in den “Vasquez Rocks”.

Der Vasquez Rocks Natural Area Park in Kalifornien ist seit den 1960er-Jahren ein beliebter Drehort für “Star Trek”-Produktionen. Bekannt ist die Kulisse vor allem für den Kampf zwischen Kirk und einem Gorn in “Ganz andere Dimensionen” (“TOS” 1×18), die Szenen auf Veridian III in “Star Trek: Treffen der Generationen”, die Szenen auf Mintaka III aus “Der Gott der Mintakaner” (“TNG” 3×04) sowie die Szenen auf Vulkan in  “Star Trek IV: The Voyage Home”.

Referenzen: s.o.

Raffi Musiker lebt zurückgezogen in den Vasquez Rocks (Bild: CBS).


Rauchen

Raffi Musiker und Cristóbal Rios rauchen in “The End is the Beginning”. Bisher hatte man in “Star Trek” eigentlich den Eindruck vermittelt bekommen, als sei das Rauchen auf der Erde schon vor sehr langer Zeit aus der Mode gekommen, da in dieser Zeit kein Mensch mehr so irrational ist, seinen Körper freiwillig zu vergiften.

Referenzen: “Star Trek: The Next Generation”: 1×12 “Der große Abschied” ; “Star Trek: Deep Space Nine” 4×08 “Kleine, grüne Männchen” 

Eigentlich raucht im 24. Jahrhundert niemand mehr auf der Erde – außer auf dem Holodeck (Bild: TNG 1×12, CBS).


Hugh

“Das Ende ist der Anfang” zeigt nach beinahe 27 Jahren die Rückkehr von Hugh, einem Ex-Borg.

Vormals unter der Borg-Bezeichnung “Dritter von Fünf” bekannt, wurde Hugh 2368 bei einer Borg-Mission im Argolis-Cluster verletzt und vom übrigen Borg-Kollektiv abgetrennt. Die Besatzung der Enterprise-D fand ihn und rettete sein Leben.

Ursprünglich hatte Captain Picard vor, Hugh als “Waffe” gegen die Borg einzusetzen. Die tödliche Gefahr, die zu dieser Zeit von den Borg ausging, sowie Picards Rachegefühle führten dazu, dass er entgegen aller von ihm vertretenen Prinzipien einen Genozid an den Borg in Erwägung zog. Doch im Rahmen der dafür erforderlichen Tests entwickelte “Dritter von Fünf” – von nun an Hugh genannt – ein eigenes, individuelles Bewusstsein. Er freundete sich sogar mit Lt. Cmdr. La Forge an. Infolgedessen kam Picard zu einem Umdenken und verwarf den ursprünglichen Vernichtungsplan. Stattdessen sollte Hughs Individualität auf alle anderen, mit dem Hive-Bewusstsein verbundenen Borg überspielt werden, um auf diese Weise das imperialistische Borg-Kollektiv unschädlich zu machen, ohne es vollständig vernichten zu müssen. Dementsprechend wurde Hugh – auf eigenen Wunsch – zum Kollektiv zurückgeschickt.

Rund ein Jahr später begegnete die Crew der Enterprise-D Hugh ein zweites Mal und zwar auf einem fremden, vom Föderationsraum weit entfernten Planeten. Demnach hatte sich das Individualitätsprogramm Hughs tatsächlich auf alle Borg in seiner Umgebung übertragen. Doch bevor das “Virus” das gesamte Hive-Bewusstsein infizieren konnte, wurde die bereits infizierte Borg-Gruppe vom Rest des Kollektivs abgetrennt. Die nun orientierungslose Gruppe der Exil-Borg geriet in ihrer Not in die Fänge von Lore, Datas bösem “Bruder”. Er machte sich die isolierten Borg untertan und führte an einigen von diesen grausame Experimente durch.

Das letzte Mal sah man Hugh in eben jener Episode. Demnach wurde er zum Anführer der Exil-Borg, die nun ohne Hilfe des Kollektivs und ohne Lores Führerschaft überleben mussten. 

Referenzen: “Star Trek: The Next Generation”: 5×23 “Ich bin Hugh” ; 7×01 “Angriff der Borg, Teil 2”

Hugh wurde als junger Borg vom Kollektiv getrennt (Bild: TNG 5×23, CBS).


Romulanische Diversität

In “Das Ende ist der Anfang” sehen wir phänotypisch sehr unterschiedliche Romulaner. Neben hellhäutigen sind auch dunkelhäutige Romulaner auf dem Borg-Kubus tätig. Einige Romulaner haben V-förmige Stirnwülste, andere wiederum nicht, wodurch Letztere äußerlich praktisch nicht von Vulkaniern oder Proto-Vulkaniern, wie etwa den Mintakanern, zu unterscheiden sind.

“This is pointless.”

“Yes, because he’s a stubborn Northerner like you.”

– Zhaban & Laris

Laris erläutert in einem Dialog auf Picards Weingut, dass diejenigen Romulaner, die Stirnwülste aufweisen, aus dem Norden von Romulus stammen. Diese “Nordländer” genießen auf Romulus scheinbar den zweifelhaften Ruf, enorme Sturköpfe zu sein.

“Picard” versucht an dieser Stelle eine Erklärung für die phänotypischen Unterschiede der Romulaner in “TOS” und “TNG” zu liefern. Der tatsächliche Grund für den Wandel des Erscheinungsbildes der Romulaner dürfte wohl gewesen sein, dass man den Zuschauern die Unterscheidung zwischen Romulanern und Vulkaniern erleichtern wollte. Die In-Universe-Erklärung ist eine evolutionsbiologische: Scheinbar herrschen im Norden von Romulus andere Umweltverhältnisse vor, sodass die Bewohner dort Stirnwülste entwickelt haben. Es stellt sich allerdings die Frage, wie logisch eine solche Erklärung ist.

Laut “Star Trek”-Historie hat eine größere Gruppe von Vulkaniern im 4. Jahrhundert (nach unserer Zeitrechnung) Vulkan dauerhaft verlassen, da diese die Lehren Suraks (“Zeit des Erwachsens”) ablehnte. Diese Gruppe besiedelte zwei entfernte Doppelplaneten  (Romulus und Remus) und gründete das “Romulanische Sternenimperium”.

Die Stirnwülste müssten sich also innerhalb einer Zeitspanne von rund 2000 Jahren herausgebildet haben. Tatsächlich dauern Evolutionsprozesse aber teils Hunderttausende von Jahren oder sogar noch länger. In der heutigen Forschung gibt es derweil verschiedene Theorien, warum beispielsweise Neandertaler und andere Frühmenschen dicke Knochenwülste über ihren Augen hatten, der moderne Homo sapiens spapiens allerdings nicht.

Referenzen (u.a.): “Star Trek: The Original Series”: 1×08 “Spock unter Verdacht” ; Star Trek: The Next Generation: 1×26 “Die Neutrale Zone” ;  “Star Trek: Enterprise”: 4×09 “Kir’Shara”

Ein “Nord-Romulaner” (Son of Lee) in “The End is the Beginning” (Bild: CBS).


Assimilierte Romulaner

Hugh erwähnt in “Das Ende ist der Anfang”, dass er abgesehen von den 26 Passagieren der Shaenor, die in den 2380er-Jahren von den Borg assimiliert wurden, nichts von weiteren assimilierten Romulanern wüsste.

Tatsächlich wurden schon vor mehr als 25 Jahren einige Romulaner assimiliert, beispielsweise Orum, auf den Commander Chakotay von der Voyager im Jahr 2373 im Delta-Quadranten traf. Zudem gab es bereits im Jahr 2364 Anzeichen dafür, dass die Borg Kolonien der Föderation und der Romulaner entlang der Neutralen Zone zerstört (und assimiliert?) haben.

Hugh wurde erst 2368 vom Borg Hive getrennt. Er müsste sich demnach der Existenz von Orum eigentlich bewusst sein. Liegt hier ein Kontinuitätsfehler seitens der Autoren vor oder hat Hugh bewusst die Unwahrheit gesagt?

Referenzen: “Star Trek: The Next Generation”: 1×26 “Die Neutrale Zone” ; “Star Trek: Voyager”: 3×17 “Die Kooperative”

Der Romulaner Orum wurde Ende der 2360er-Jahre von den Borg assimiliert und in den Delta-Quadranten gebracht (Bild: VOY 3×17).


Geheimes Schiff

Cristóbal Rios erwähnt, dass sein ehemaliges Schiff, die USS ibn Majid, streng geheim war und alle Aufzeichnungen darüber gelöscht worden sind.

Das gleiche Schicksal hat die USS Discovery (NCC-1031) gut 140 Jahre zuvor ereilt. Das Schiff war ein experimentelles Forschungsschiff der Crossfiled-Klasse. Die Discovery wurde 2257 offiziell für zerstört erklärt, obwohl die Sternenflotte davon wusste, dass das Schiff durch eine Zeitanomalie in die Zukunft gereist ist.

Womöglich hat die USS ibn Majid ebenfalls mit höchst geheimer Technik experimentiert. Denkbar ist auch, dass Rios’ Captain bei einem geheimen Test getötet wurde. Rios konnte dieses Trauma eventuell deshalb nie verarbeiten, weil es ihm strikt untersagt war, darüber zu sprechen – auch nicht mit einem Therapeuten.

Referenz: “Star Trek: Discovery”: 2×14 “Süße Trauer, Teil 2”

Die Discovery verabschiedet sich in "Such Sweet Sorrow, Part 2" scheinbar für immer aus dem 23. Jahrhundert (Szenenfoto: CBS).

Die Discovery verabschiedet sich in “Such Sweet Sorrow, Part 2” scheinbar für immer aus dem 23. Jahrhundert (Szenenfoto: CBS).


Holografische Notfallprogramme

Cristóbal Rios verwendet auf seinem Schiff, der La Sirena, zwei holografische Programme – ein Medizinisch Holografisches Notfallprogramm (MHN) sowie ein Navigatorisch Holografisches Notfallprogramm (NHN). Beide Hologramme sind nach seinem Ebenbild erschaffen.

Diese Programme scheinen eine Weiterentwicklung des ursprünglichen MHN Modell I der Sternenflotte zu sein, das Ende der 2360er-Jahre von Dr. Lewis Zimmerman programmiert worden war. Weitere Projekte von Zimmerman waren die MHN Modelle II bis IV sowie das Medizinisch Holographische Langzeitprogramm. Die Voyager-Crew hatte auf ihrer Reise durch den Delta-Quadranten ein zusätzliches Add-on des ersten Modells entwickelt, nämlich das Notfall Kommando Hologramm (NKH).

Referenzen: “Star Trek: Voyager”: 6×04 “Dame, Doktor, As, Spion” ; “Star Trek: Deep Space Nine”: 5×16 “Dr. Bashirs Geheimnis”

Die USS Voyager verfügte über ein MHN und ein NKH (Bild: VOY 7×17, CBS).


Rios’ Buch

Das Buch “Das tragische Lebensgefühl”, das Rios aktuell liest, existiert tatsächlich. Es wurde bereits 1913 von Miguel de Unamuno geschrieben. Unamuno war ein spanischer Philosoph und Schriftsteller und lebte von 1864 bis 1936. Er war spezialisiert auf Dichtung und Drama und trat auch als Literaturkritiker in Erscheinung.

Das Buch thematisiert “das unsterbliche Bedürfnis des Menschen nach Unsterblichkeit” und den angenommenen Dualismus zwischen Leib und Seele, Vernunft und Glaube sowie Intellekt und Gefühl. Es ist ein Werk, das sich mit tiefgreifenden anthropologischen Fragen auseinandersetzt.

Angesichts der Hintergrundgeschichte von Rios ist es nicht verwunderlich, dass er so etwas liest. Womöglich wird das Buch im weiteren Verlauf der Staffel noch eine Rolle spielen. 

Bild: CBS


3D-Interface

In “Star Trek: Picard” sehen wir vermehrt dreidimensionale Holo-Interfaces. Die Touchscreen-Konsolen der “TNG”-Ära scheinen hingegen Auslaufmodellen zu werden, obwohl auch diese immer noch vereinzelt anzutreffen sind.

Die “Deep Space Nine”-Episode “Der Besuch” (4×03) zeigt eine alternative Zeitlinie. Einige Szenen spielen in der Zukunft, in den Jahren 2389, 2408 sowie 2422. Als die USS Defiant NX-74205 (gebaut in den späten 2360er-Jahren) 2422 noch einmal auf eine Mission geht, stellt ein gealterter Dr. Julian Bashir folgendes fest:

“Mit einer zweidimensionalen Steuerkonsole habe ich schon lange nicht mehr gearbeitet. Wie haben wir das früher nur geschafft?”

– Dr. Julian Bashir, 2422 (alternative Zeitlinie)

Scheinbar werden sich die 3D-Interfaces in den kommenden beiden Jahrzehnten vollständig durchsetzen und alle zweidimensionalen Touchscreen-Konsolen endgültig obsolet machen.

Referenz: “Star Trek: Deep Space Nine”: 4×03 “Der Besuch”

Raffi Musiker benutzt ein holografisches 3D-Interface (Bild: CBS).


Gorn Egg

Raffi Musiker verwendet einen Decodierungsalgorithmus mit dem Namen “Gorn Egg”.

Die Gorn sind eine reptilienartige Spezies und deren “Gorn Hegemonie” befindet sich in Nachbarschaft zur Föderation. Wie irdische Reptilien legen sie vermutlich Eier, um sich fortzupflanzen.

Die Gorn sind das erste Mal in der Originalserie in Erscheinung getreten. Einen weiteren Auftritt hatten sie in “Enterprise”.

Referenzen: “Star Trek: The Original Series”: 1×19 “Ganz neue Dimensionen” ;  “Star Trek: Enterprise”: 4×19 “Die dunkle Seite des Spiegels, Teil II”

Ein Gorn aus dem 23. Jahrhundert (Bild: TOS 1×19, CBS).


Oper

Dr. Jurati hört in ihrer Mittagspause gerade eine Oper, als sie von Commodore Oh angesprochen wird.

Gleich mehrere Charaktere in “Star Trek” hören gerne Opern. Neben Captain Picard, der sich in “Star Trek: Der erste Kontakt” Berlioz anhört, sind auch Dr. Culber und Lt. Stamets (“Discovery”) große Fans dieser Musikrichtung. Worf und Jadzia Dax teilten in “Deep Space Nine” eine Leidenschaft für klingonische Opern. Selbst Nog hörte diese einst – sehr zum Missfallen seines Mitbewohners Jake Sisko. Ein leidenschaftlicher Opern-Fan und praktizierender Opernsänger war auch der Holodoc der Voyager.

Referenzen: “Star Trek: Der erste Kontakt” ; “Star Trek: Discovery” ; “Star Trek: Deep Space Nine” ; “Star Trek: Voyager”

Der Holodoc der Voyager singt in “Der Virtuose” eine Oper (Bild: VOY 6×13, CBS).


Picards Vita

Das NHN der La Sirena zählt im Gespräch mit Cristóbal Rios einige wichtige Ereignisse in Picards Leben auf, die allesamt in “Star Trek: The Next Generation” und den “TNG”-Kinofilmen zu sehen waren:

Ansprechpartner für das Q-Kontinuum: An Bord der Enterprise-D trifft Picard mehrmals mit Q aus dem Q-Kontinuum zusammen. Unter anderem übernimmt Picard in einem von Qs Gerichtsprozessen gegen die Menschheit die Rolle des Verteidigers. Q bewundert Picard insgeheim.

Überwacher der Nachfolge im Klingonischen Reich: In der vierten Staffel von “TNG” wird Picard vom sterbenden klingonischen Kanzler K’mpec gebeten, seine Nachfolge zu überwachen. K’mpec war von Duras vergiftet worden, wusste dies zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht mit Gewissheit. Weil er keinem Klingonen im gespaltenen Reich mehr vertrauen konnte, bat er Picard um Hilfe.

Retter der Erde vor der Borg-Invasion: Picard und seine Crew haben 2366 und 2373 zwei Invasionen der Borg abgewehrt. Bei der ersten Invasion wurde Picard sogar zeitweise assimiliert, konnte anschließend aber dabei helfen, das angreifende Borg-Schiff unschädlich zu machen.

Captain der Enterprise D und E: Zwischen 2364 und ca. 2381 kommandierte Picard zunächst die USS Enterprise NCC-1701-D der Galaxy-Klasse (bis 2371) und später auch die USS Enterprise NCC-1701-E der Sovereign-Klasse. Beide Schiffe fungierten als Flaggschiff der Sternenflotte.

Zusammenarbeit mit Spock: 2368 suchte Picard im Rahmen einer verdeckten Mission auf Romulus nach Botschafter Spock. Er fand ihn dort auf einer inoffiziellen und unautorisierten Friedensmission. Gemeinsam deckten sie einen romulanischen Komplott zur Eroberung von Vulkan auf.

Referenzen (u.a.): “Star Trek: The Next Generation”: 1×01/02 “Der Mächtige/Mission Farpoint” ;  3×26/4×01 “In den Händen der Borg”/”Angriffsziel Erde” ; “4×07 “Tödliche Nachfolge” ; 4×26/5×01 “Der Kampf um das Klingonische Reich, Teil 1 & 2” ; 5×07/08 “Wiedervereinigung?, Teil 1 & 2” ;  “Star Trek: Der erste Kontakt”

Spock und Picard trafen 2368 aufeinander (Bild: TNG 5×08, CBS)


Sternenhimmel über La Barre

In einer Szene, in der sich Picard von seinem Weingut verabschiedet, sieht er hoch zum Sternenhimmel und erzählt Laris davon, dass er sich hier auf der Erde niemals wie zu Hause gefühlt hat.

Ebenso wie in der “TNG”-Episode “Familienbegegnung” ist der Himmel über La Barre hier sternenklar und man kann eine Sternschnuppe erkennen. Damals, 32 Jahre zuvor, saß Picards Neffe René Picard auf dem Château-Anwesen unter einem Baum und träumte von Reisen zu den Sternen. Dazu kam es leider nicht mehr, denn René starb vier Jahre später gemeinsam mit seinem Vater Robert auf tragische Weise bei einem Brand.

Referenz: “Star Trek: The Next Generation”: 4×02 “Familienbegegnung”

2367 träumt René Picard von zukünftigen Reisen zu den Sternen. Er stirbt 2371. (Bild: TNG 4×02, CBS).


Enterprise-Fanfare

Als Picard auf die La Sirena beamt und später, als das Schiff auf Warp beschleunigt, ist die bekannte “Enterprise-Fanfare” zu hören, die 1979 von Jerry Goldsmith für den ersten Kinofilm “Star Trek: Der Film” komponiert wurde. Das einprägsame Musikstück, das 1980 sogar eine Oscar-Nominierung erhielt, wurde 1987 in neu arrangierter Form auch als Main Theme von “Star Trek: The Next Generation” verwendet. Die etwas langsamere Version des Themes trägt in “TMP” den Titel “The Enterprise”.

Referenzen: “Star Trek: The Motion Picture” ; “Star Trek: The Next Generation” 

Die Enterprise-D in "Encounter at Farpoint" (Bild: CBS)

Die Enterprise-D in “Encounter at Farpoint” (Bild: TNG 1×01, CBS)


“Carry on!” und “Engage!”

Captain Picard ist seit “TNG” für einige typische Befehle bekannt. Zu seinen Lieblingssätzen zählen u.a. “Make it so!” (“Machen Sie es so!”), “Carry on!” (“Weitermachen!”), “Engage!” (“Energie!” im Sinne von “Beschleunigung”) und “Energize!” (“Energie” im Sinne von “Transporterstrahl aktivieren!”).

In “Das Ende ist der Anfang” verwendet er zwei dieser berühmten Befehle, nämlich “Carry on!” (zu Raffi) und “Engage!” (zu Rios).

Referenzen: “Star Trek: The Next Generation” + Kinofilme VII-X

Picard gibt den Befehl zum Beschleunigen: “Engage!” (Bild: CBS).


Matthias Suzan

Matthias Suzan

Matthiasˈ Leidenschaft für "Star Trek" begann im zarten Alter von neun Jahren mit "The Next Generation". Anfänglich waren es noch die Raumschiffe und die Technik, die ihn faszinierten. Später weckten vor allem die anthropologischen, gesellschaftlichen und politischen Themen des Trek-Universums sein Interesse, sodass er sich seither für Politik- und Geisteswissenschaften interessiert. Nach knapp zwei Jahrzehnten als treuer TrekZone-Leser stieß er Ende 2017 mit dem Start von "Discovery" zur TZN-Redaktion.

2 Kommentare

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James T. · 13. Februar 2020 um 9:25

Müßte ein 1. Offizier nicht rot-schwarz tragen?
Als bei TNG ein gewisser Captain Jellico Commander Riker einemal vom Dienst suspendiert hatte, stieg automatisch Data vom 2. Offizier zum 1. Offizier auf. Gleich in der nächsten Szene erschien Data dann zur Besprechung mit dem Captain in rot-schwarz (Kommandofarbe?). Er musste sich also umziehen nur weil er vom 2. zum 1. Offizier aufgestiegen war.

    Matthias Suzan

    Matthias Suzan · 13. Februar 2020 um 13:03

    Hallo James T.,
    das stimmt, ich habe mich auch schon gewundert. Vielleicht liegt es daran, dass die USS Varity ein Admiralsschiff war und deren Besatzung eventuell nur temporär abkommandiert wurde. Raffi scheint wohl eine Expertin für Sicherheit zu sein. Spock war in der Originalserie übrigens auch Erster Offizier und trug trotzdem seine blaue Uniform, die ihn als Wissenschaftsoffizier auswies. Womöglich gibt der Roman von Una McCormack (den ich leider noch nicht gelesen habe) eine schlüssige Antwort darauf.

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