In dieser bis auf vorab bekannte Trailer-Szenen spoilerfreien Rezension diskutieren wir die vierte Episode von “Star Trek: Picard”.

Story

Picard und Crew machen sich auf den Weg nach Freecloud, um Bruce Maddox zu finden. Sehr zum Verdruss von Raffi entscheidet Picard jedoch, vorher einen Abstecher zum Planeten Vashti zu nehmen, wo er sich Unterstützung erhofft.

Vashti in "Absolut Candor" (Bild: CBS)

Vashti in “Absolut Candor” (Bild: CBS)

Dialoge und Besetzung

“Absolute Candor” ist eine Wundertüte an schauspielerischen Leistungen. Patrick Stewart darf in einer Rückblende eine völlig neue Facette von Picard zeigen, die sehr ungewohnt, nahezu irritierend ist – insbesondere da wir hier einen Picard sehen, der nur wenige Jahre älter als der Captain der Enterprise-E in “Nemesis” ist. Im Rest der Episode blitzt aber zunehmend wieder ein energischer Jean-Luc Picard auf, den wir in dieser Vertrautheit bisher noch nicht in der Serie wiedergesehen haben.

Jurati und Rios in "Absolut Candor" (Bild: CBS)

Jurati und Rios in “Absolut Candor” (Bild: CBS)

Die Episode dreht sich im Wesentlichen um Picard, der erneut mit den Spätfolgen seiner Taten von vor 14 Jahren konfrontiert wird – diesmal aus romulanischer Perspektive. Für die anderen Crewmitglieder bleibt überraschend wenig Zeit. Jurati und Rios haben eine kurze, aber sympathische Szene zum Beginn der Folge. Und wir springen von Zeit zu Zeit auf den Borgwürfel, um Soji, Narek und “Rizzo” zu verfolgen.

Soji und Narek in "Absolut Candor" (Bild: CBS)

Soji und Narek in “Absolut Candor” (Bild: CBS)

Deren Szenen funktionieren leider auch unter Jonathan Frakes’ Regie nicht. Briones’ Soji und Treadaways Narek haben keine Bildschirmchemie, die Romanze wirkt völlig unglaubwürdig. Dazu kommt, dass die Antagonisten, insbesondere “Rizzo”, weiterhin abgrundtief stereotyp, geradezu lachhaft geschrieben sind. Dass Autor Chabon Pulitzer-Preisträger ist, schützt ihn nicht davor, einige der dünnsten Charakterisierungen von Gegenspielern zu liefern, an denen “Star Trek” in den letzten Jahren immer wieder krankte.

Von Hugh und Picards Hausstab sehen wir in dieser Episode jedoch leider gar nichts.

Kanon und Rahmenhandlung

In “Absolut Candor” spinnt “Star Trek: Picard” sein Universum fleißig weiter. Wir erfahren wieder viel Neues über die Romulaner und insbesondere über die Zeit nach der Zerstörung von Romulus. Die Episode greift den persönlichen, aber auch politisch-sozialen Fallout auf, den der abrupte Abbruch der Evakuierungsbemühungen ausgelöst hat. Zum wiederholten Male wird Picard auch persönlich mit den Folgen dieser Ereignisse konfrontiert. Wie letzte Woche hat dies für den Charakter und die Handlung aber immer noch zu wenig Konsequenz. Unter anderem deshalb wirkt nicht alles davon schlüssig. Warum werden die Kollegen erläutern, die frei über die Handlung schreiben können.

Picard und Rios in "Absolut Candor" (Bild: CBS)

Picard und Rios in “Absolut Candor” (Bild: CBS)

Das Bisschen, was uns “Absolut Candor” neben dem World Building an äußerer Handlung zeigt, ist ebenfalls nicht ganz frei von Logiklöchern. Insbesondere das Finale der Episode, in der Picard sehr waghalsig agiert, wird sehr zweckdienlich aufgelöst, obwohl es dafür außerhalb der Drehbuchlogik keinen Grund gibt.

Inszenierung

Auf dem Regiestuhl nimmt nach Hanelle Culpepper nun wieder “Nummer Eins” Platz: Jonathan Frakes, der das erste Mal seit 22 Jahren (“Star Trek: Insurrection”) wieder Patrick Stewarts Schauspiel inszeniert. Das “Star Trek”-Urgestein liefert dann auch eine durchaus sehenswerte Episode ab, was ob der sich schmerzlich langwierig gestreckten übergreifenden Haupthandlung ein echte Leistung ist.

Die Präsentation ist wie immer über alle Zweifel erhaben. Neben einem glaubwürdigen außerirdischen Planeten bietet “Absolut Candor” – wie im Episodentrailer gezeigt – auch das erste Weltraumgefecht der Serie dar. Den Schlagabtausch mit einem romulanischen Bird of Prey aus Kirks Zeiten kann man getrost als Fan Service abbuchen. Die Actioneinlage ist storytechnisch völlig überflüssig, aber nach dem Wiedersehen mit der Enterprise-D ein willkommenes Wiedersehen mit einem vertrauten Element von “Trek”.

Bird of Prey in "Absolut Candor" (Bild: CBS)

Bird of Prey in “Absolut Candor” (Bild: CBS)

Im Gegensatz zu “Star Trek: Discovery” erfährt der Raubvogel eine den Kanon respektierende Behandlung. Bis auf kleinere Modernisierungen, die plausibel als Nachrüstung des knapp 150-Jahre alten Kahns durchgehen, sieht das Schiff so aus, wie wir es seit “Balance of Terror” / “Spock unter Verdacht” kennen.

Jeff Russos Soundtrack legt wieder eine Schippe drauf. Dummerweise entlarvt seine fabelhafte Musik eine Szene zwischen Soji und Narek, die wohl romantisch sein soll, als grotesk verunglückt. Das ist nicht die Schuld des Komponisten, aber dennoch äußerst unglücklich.

Beobachtungen

  • Mit Ausnahme des Piloten zeigt jede Folge im Teaser vor dem Vorspann ein Flashback mit Bezug zur Episode. Es wäre durchaus interessant, wenn dies den Verbleib der Staffel so fortgesetzt würde.
  • Picard trägt im Teaser keine Uniform, obwohl er aus offiziellem Anlass unterwegs zu sein scheint.
  • Das Design von Rios Schiff begeistert mich nicht. Es ist zu generisch und unnötig komplex. Im Gegensatz zu klassischen Raumschiffen in “Star Trek” lässt sich die Grundform der La Sirena nicht mit wenigen einfachen Linien beschreiben.
  • Holographische Displays scheinen keinerlei Energie zu benötigen (und deren Spezialeffekte kein Geld zu kosten). Nur so lässt sich erklären, dass sie auf Rios Schiff und dem Borg-Kubus allerorts und allzeit ohne erkennbaren Grund aktiv sind, auch wenn niemand in der Nähe ist oder darauf guckt. Wenn die Türen schon einen Bewegungsmelder und meine elektronischen Geräte Energiesparmodi haben, warum nicht auch diese holographischen Displays?
  • Rios liest immer noch in Miguel de Unamundos “Del sentimiento trágico de la vida”.
  • Wir erfahren, wieso Seven und Picards Szenen aus dem Trailer in seinem Arbeitszimmer stattfinden, obwohl der Admiral a.D. doch mit Rios durch die Galaxie düst. Ich kaufe es nicht, zumal Picard gerade erst letzte Episode erklärte, dass er sich auf dem Weingut nie zu Hause gefühlt habe.
  • Erst durch die Aussprache des Namens Zhabon durch Rios’ Gastfreundschaftshologramm habe ich kapiert, dass sich Autor Chabon mit dem Romulaner im “Star Trek”-Kanon selbst verewigt hat. So naheliegend.
  • Der Warp-Effekt ist enttäuschend modern. Ich will Regenbogenstreifensterne. Sonst keine Probleme, danke der Nachfrage.
  • Borg haben keine Rituale. Rituale sind zwecklos. Wie diese Szene.
  • Nichts gegen Peyton List, aber insbesondere ihre böser als böse, ernster als ernste, finsterer als finstere Tal-Shiar-Agentin geht mir gehörig auf den Zeiger. Und auch Oh und Narek sind bislang noch Blindgänger.
  • Spieler von “Star Trek Online” wird freuen, den Bird of Prey zu sehen, steuert man doch auch als romulanischer Überlebender zunächst ein museumsreifes Schiff dieser Klasse, um dem Angriff auf eine Flüchtlingskolonie zu entkommen.
  • Gleichwohl wurde die Idee eines romulanischen Planeten hinter einem Array aus Kraftfeldern schon in “Star Trek Online” gezeigt.
  • Die taktischen Probleme im Raumkampf am Ende der Folge erscheinen unplausibel. Bei 360° x 360° Bewegungsfreiheit im Weltraum sollte es sich vermeiden lassen, von nur einem Schiff so “in die Ecke” gedrängt zu werden.
  • Was macht Raffi eigentlich während der Schlacht? Ist ja nett, dass wir “Emmet” kennenlernen, aber wäre sie nicht auch qualifiziert, irgendeine relevante Rolle im Raumkampf zu übernehmen?
  • Der Auftritt des Special Guest Stars am Ende der Episode ist zwar klischeebeladen ohne Ende, aber dank des trockenen One-Liners und allgemeiner Coolness entschuldbar.

Fazit

“Absolute Candor” ist die vierte Folge von “Picard”, die sich ganz dem World Building und der (Wieder-)Einführung von Figuren verschreibt. Die Inszenierung von Jonathan Frakes verpackt das Ganze sehr ansehnlich, so dass sich eine ähnliche Illusion von Momentum wie im Pilotfilm einstellt. Allerdings muss die Serie bei nur 10 oder 11 Episoden in der Staffel langsam wirklich zusehen, dass sie auch eine eigene Handlung liefert, statt sich im Ausschmücken ihres Universums zu verlieren.

Borgkubus in "Absolut Candor" (Bild: CBS)

Borgkubus in “Absolut Candor” (Bild: CBS)

So zeigt “Picard” leider auch einzelne Schwächen, die auch “Discovery” plagten. Deren zweite Staffel hatte auch unnötige Längen, in denen der übergreifende Plot nicht voran kam. Und gleich eine zweite Schwachstelle hat “Picard” geerbt: Belanglose, klischeehafte, uninteressante Antagonisten.

Bewertung

Handlung der Einzelepisode 3 out of 6 stars (3 / 6)
Stringenz des staffel- und serienübergreifenden Handlungsstrangs 5 out of 6 stars (5 / 6)
Stringenz des bekannten Kanons 4 out of 6 stars (4 / 6)
Charakterentwicklung 3 out of 6 stars (3 / 6)
Spannung 4 out of 6 stars (4 / 6)
Action & Effekte 5 out of 6 stars (5 / 6)
Humor 3 out of 6 stars (3 / 6)
Intellektueller Anspruch 4 out of 6 stars (4 / 6)
Gesamt          4 out of 6 stars (4 / 6)

Episoden-Infos

Episodennummer 4 (Staffel 1, Episode 4)
Originaltitel Absolute Candor
Deutscher Titel Unbedingte Offenheit
Erstausstrahlung USA Donnerstag, 13. Februar 2020
Erstausstrahlung Deutschland Freitag, 14. Februar 2020
Drehbuch Michael Chabon
Regie Jonathan Frakes
Laufzeit 45 Minuten

Mit Rücksicht auf andere Leser, die die Folge noch nicht gesehen haben, bitten wir, in den Kommentaren zu diesem Artikel auf Spoiler zu verzichten. Danke!


6 Kommentare

Alex Foster · 14. Februar 2020 um 9:21

Die Ringgemeinschaft ist komplett. Oder so ähnlich.
“Absolute Candor” besticht mit einigen Irritationen, aber auch mit so manchen interessanten Szenen.

Zum Positiven:
Wir erfahren etwas mehr über die Beziehung von Picard zu den Romulanern und lernen bisher unbekannte Aspekte der romulanischen Kultur kennen. Die Darstellung der Romulaner lehnt sich in STP mehr an die aus TOS an, als aus TNG. Es ist durchaus interessant, unterschiedliche kulturelle Facetten der Romulaner zu sehen. Auch die Namen der Romulaner, die teilweise vom bekannt klingenden Namenskanon abweichen, deuten auf unterschiedliche kulturelle Hintergründe hin, die man bisher bei den Romulanern noch nicht kannte.
Aus meiner Sicht ein großes Plus sind die Spezialeffekte vor allem während der Weltraumschlacht. ENDLICH sehen wir wieder Effekte, die nach Star Trek aussehen und nicht nach Star Wars. Das Auftauchen eines alten Raumschiffes ist ein netter Zug der Autoren und wird sogar plausibel erklärt.

Zum Negativen:

Die Storyline rund um Soji kommt nicht vom Fleck. Die Dialoge zwischen ihr und Narek werden immer seltsamer. Schön langsam nervt es, dass wir als Zuseher nicht einmal den genauen Hintergrund der Rückgewinnungseinrichtung erfahren. Zudem beschert uns diese Folge eine der bisher “peinlichsten” Sezenen. Ich sag nur Borg-Ritual und romulanische Talkshow. Ganz schwache Leistung der Autoren an dieser Stelle. Man hätte die Sezene entfernen sollen, denn die Handlung bringt sie ohnehin nicht voran.

Beobachtungen:

– Man spart an Kulissen. Szenen, die eigentlich auf Rios Raumschiff spielen, verlagert man in eine holografische Nachbildung von Picards Weingut. Damit wollte man offenbar Geld sparen, um keine aufwendigen Raumschiffsets bauen zu müssen.
– in fast schon unangenehmer Weise wird auf das Flüchtlingsdilemma eingegangen und es ist unverkennbar, dass man hier an den Problemen der aktuellen zeit Anleihe nimmt. Es ist klar, dass die Autoren hier etwas aussagen wollen. Doch m.E. kommt die humanistische Botschaft nicht an, bzw. wirkt zu naiv. Star Trek hatte seine stärksten Momente immer dann, wenn Probleme als überwunden dargestellt wurden, anstatt sie direkt zum Gegenstand der Handlung zu machen. Die ganze Story rund um die Umsiedelung der Romulaner lässt bisher einfach sehr viele Fragen offen. Einerseits sieht man, dass Romulaner offenbar auf anderen Welten bereits umgesiedelt wurden – die Sternenflotte half hier also durchaus – andererseits bleibt das Fehlen jeglicher romulanischer Eigeninitiative unerklärbar. Das ist bis jetzt leider ein großes Fragezeichen, warum ein intergalaktisches Imperium, mit einer großen Flotte, nicht in der Lage war, selbst Hilfsmaßnahmen einzuleiten. Warum diese Abhängigkeit von der Sternenflotte? Warum folglich diese Abneigung gegen die Föderation und nicht gegen die eigenen Eliten? Erklärbar ist dies nur durch einen massiven politischen Zusammenbruch des Sternenimperiums nach den Ereignissen in ST Nemesis. Dennoch, offenbar gibt es romulanische Fraktionen, die genügend Mittel und Logistik aufbringen können, um einen Bordkubus “industriell” und militärisch organisiert auszuschlachten, aber keine zentrale Autorität, die sich um die Flüchtlinge kümmert. Seltsam. Immerhin wird erwähnt, dass Teile des Beta Quadranten offenbar von Outlaws dominiert werden. Es scheint also ein politisches Vakuum entstanden zu sein.
– Rios Schiff scheint recht gut bewaffnet zu sein. Die vielen Holobedienelemente wirken zwar modern, aber leider schon abgedroschen, da wir das schon aus vielen Serien inzwischen kennen. Das ständige “Wegwischen” nervt irgendwie. Es macht weiteres rein technisch keinen Sinn, das Schiff mit Holoelementen zu steuern.
– Fenris Ranger werden erstmal erwähnt. Eine Art neuer “Marquis”?
– Wir lernen Elnor kennen. Leider erinnert die Figur sehr unfreiwillig an Legolas. Warum Picard einen Schwertkämpfer braucht, erklärt sich leider für den Zuschauer nicht. Ähm, 24. Jahrhundert? Phaser und so? Dass der Junge mit langen Klingen umgehen kann, ist ja schön und gut, aber was bringt einem das bei Weltraumschlachten und Schießereien mit Phaser und Disruptoren? Potenziell schickt Picard einen jungen, absolut technik- und weltraumunerfahrenen Schützling in Gefahr. WTF?

Fazit: Die Folge bringt wieder etwas Bewegung rein. Leider wird zumindest für mich der Handlungsstrang rund um Soji und Narek immer uninteressanter. Die Handlung rund um Picard bringt das World Building zumindest voran – Klischees inklusive. Ein bisschen Herr der Ringe im Weltraum. Naja. Ganz ehrlich: man hatte echt eine große Chance mit der Serie, doch der große Wurf ist sie bisher ganz und gar nicht. Es bleiben noch 6 Folgen. Das Ende ist jetzt schon absehbar.

oz_ · 14. Februar 2020 um 13:14

Ok, mein Senf zu Episode Nr 4:

Was mir gefallen hat:
– Die Szenen mit Picard. Patrick Stewart ist ein toller Schauspieler.
– die Story war besser als in den ersten drei Folgen
– die Verwendung des alten Bird of Prey
– die vielen unterhaltsamen Hologramme des Captains (obwohl das viele Fragen aufwirft – etwa: warum man überhaupt noch menschliche Besatzungen auf Raumschiffen hat?)

Was mir nicht gefallen hat:
– Das fortgesetzte Narrativ, dass das Romulanische Imperium nicht in der Lage war, selbst die eigene Heimatwelt zu evakuieren, sondern dazu die Föderation benötigte. Davon abgesehen, dass eine Supernova sich nicht von heute auf morgen einstellt, sondern Millionen Jahre benötigt. Das ist keine intelligente Science-Fiction.
– Jede Szene mit mit der verkappten Androidin. Langweilig (habe das teilweise übersprungen)
– der Romulaner-Samurai, der nämlich optisch aussieht wie direkt aus dem Herrn der Ringe. Absurd. Denkfaul.
– jede Szene mit dem romulanischen Hipster auf dem Borgwürfel (sieht aus wie der Bruder vom Discovery-Spock)
– englische Hinweistafel auf romulanisch besiedeltem Planeten. Dümmer gehts nimmer .
– aus halben Portionen bestehender Kampfnonnenorden
– Schwertertragende Romulaner. Was soll das sein, Game of Thrones in Space? Schlimm genug, aber dann verwendet man auch noch Schwerter und Kampfstil, wie sie im 19. Jahrhundert auf der Erde üblich waren. Was soll dieser Unsinn? Wohin sind die ganzen Millionen geflossen, die diese Serie angeblich gekostet hat? Nicht in die Ausstattung und in gute Drehbuchautoren, so viel ist sicher.
– Die Absurdität einer Bar auf einem gekaperten Borg-Würfel, wo man sich gepflegt einen hinter die Binde kippen kann
– Schon wieder Enthauptungsszenen in Star Trek! WIDERLICH! ABSTOßEND! PFUI TEUFEL! Das war mal eine Familien-Show, die deshalb schon Kinder positiv inspirieren konnte!

Mein Fazit: Diese Serie ist unterm Strich immer noch dermaßen dümmlich, dass es schon fast physische Schmerzen bereitet. Fans von “Picard” werden sich, anders als Trek-Fans in der Vergangenheit, nicht mehr darauf berufen können, Star Trek wäre intelligenter als Star Wars oder ähnliche Hollywood-Produkte. Aber damit muss man eben rechnen, wenn Star-Wars-Fans Star Trek produzieren.

Alex1605 · 14. Februar 2020 um 16:32

Gute Unterhaltung, mit neuen ungewohnten Elementen für TNG.
Und…inzwischen liebe ich diese Titelmelodie, fängt Picard als Stimmung und
Charaktere gut ein.
Schön zu sehen, das Picard mit Kindern umgehen kann. Seit dem Verlust seines Neffen, der ihn schwer getroffen hat, eine Gelegenheit (Groß-) Vater zu spielen. Der weiße Anzug ist ungewohnt aber passt dazu.
Armer Rios muss sich von Dr. Juravi nerven lassen, lange Flüge
sind eben langweilig. Das wurde bisher immer ausgeblendet. Was ein Gag, Picards Chateau als Hologramm. Also streiche Besprechungsraum Enterprise setze Chateau.
Die Crew findet sich langsam zur „produktiven“ Gemeinschaft,
das ist eben TNG. Rios wirkt etwas blass als Captain, aber neben Picard als „Chef“.
Interessanter aber treffender Spruch von Picard:“..Sehr schwer in einem Haus nur mit Frauen…..“ Kein Aufschrei?? Guter und ehrlicher Spruch: „Sie sind alt geworden, Admiral.“
Elnor eine interessante Figur auch eher ungewohnt für TNG, ein Art
Ninja-Assassine. Kopf ab, und tot? Kurzer Schock weil so brutal zu töten? Tote gab es immer, auch in TNG. Zum Glück „nordet“ Picard Elnor ein.

Zum Schluss noch eine gute Raumschlacht. Das in die Kurve legen der Besatzung passt nicht bei Andruckabsorbern, Erschütterungen bei Treffern schon. Tolle Wendemanöver durch Rios. Und Seven of Nine ist dabei, Klasse!
Also jetzt gibt es genug interessante Figuren in Picard,
lasst es krachen!!! Ich warte auf nächsten Freitag

LegoSteve · 15. Februar 2020 um 0:51

Man ist auf dem Discovery-Niveau angekommen. Für mich die bisher schlechteste Episode. Da konnte auch der romulanische Bird of Prey nichts mehr retten. Ein Borg-Ritual? Kampf-Nonnen? Zugegeben, die wirkten recht friedfertig. Dann noch ein schwertschwingender Kampf-Elf? Picard in einem lächerlichen Touristen-Outfit? Da muss man echt kontrollieren, ob man die richtige Serie eingeschaltet hat. Dann noch die Unlogik. Warum wollen die Romulaner Picard töten? Weil er sein Versprechen, ALLE zu retten nicht gehalten hat? Unglaubwürdig. Die Schuld liegt doch bei den Romulanern selbst und teilweise bei der Föderation. Aber Nero wollte sich ja auch ausgerechnet an dem rächen, der seinem Volk helfen wollte. Was ja heißt, dass die Autoren seither nichts dazugelernt haben. Oder doch eine romulanische Tradition?

Dann immer noch keine Erklärung, warum eine Supernova so plötzlich hereinbrechen konnte. Laut Memory Alpha explodiert übrigens ein Stern in der Nähe von Romulus. Man hätte Jahre Zeit für die Umsiedlung, aber wen kümmert schon Wissenschaft?

Explodierende Brückenkonsole · 15. Februar 2020 um 12:35

An “Discovery” wie auch “Picard” stört mich besonders die viel zu sehr an gegenwärtigem Slang orientierte, flapsige Sprache. Im englischsprachigen Original wird das besonders deutlich. Hier ist eines der zentralen Identifikationsmerkmale von Star Trek dem Wunsch geopfert worden, hipp zu erscheinen. Funktioniert es wenigstens? Kaum, wenn man sich ansieht, dass Picard nach dem Start eigentlich aus der öffentlichen Aufmerksamkeit schon längst wieder verschwunden ist. Das ist der Unterschied zu wirklich erfolgreichen TV-Serien.

Frank · 15. Februar 2020 um 14:48

Hier kann man lesen “Picard” zu lahm, Discovery zu schnell und zu viel Action. Ich find es super! Picard hat die Geschwindigkeit wie TNG bzw. TNG-Kinofilm. Ich bin gerade extem happy – mit Picard in dem einen (TNG-) Stil und Action/Adventure bei Discovery. Seit den 1990er gab es keine bessere Zeit ST-Fan zu sein. Bei aller kritischen Analyse nicht das Genießen vergessen. 😉

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