Die fünfte Episode von “Star Trek: Picard” ist eine ziemlich wendungsreiche, aber auch kontroverse Angelegenheit. Dennoch versuchen wir eine bis auf Trailerszenen spoilerfreie Rezension.

Story

Nach dem Umweg über Vashti steuert die La Sirena Freecloud an. Die Mission: Bruce Maddox retten, bevor er den Tal Shiar in die Hände fällt. Seven schließt sich nach anfänglichem Zögern der Rettungsmission an, Raffi Musiker hingegen geht ihre eigenen Wege.

Picard und Seven in "Stardust City Rag" (Bild: CBS)

Picard und Seven in “Stardust City Rag” (Bild: CBS)

Wieder erfahren wir Hintergründe zum Hauptgeschehen in sogar zwei Rückblenden. Eine involviert Seven of Nine, die andere Bruce Maddox. Damit beginnt auch direkt die erste einer Reihe von kontroversen Entscheidungen des Drehbuchs von Kirsten Beyer. Die erfahrene Romanautorin schreckt nicht davor zurück, tiefe Spuren im Kanon zu hinterlassen, was schon der Teaser der Episode unter Beweis stellt. Selten hat sich eine Episode “Star Trek” so folgenreich und eindringlich angefühlt, aber eben auch wie ein recht zynischer Schlag in die Magengrube. “Stardust City Rag” erinnert im Ton an moderne Dramen wie “Breaking Bad”, “House of Cards” oder gar “Game of Thrones”.

Dialoge und Besetzung

Dass Jeri Ryan als Seven of Nine für diese Episode zurückkehren würde, wussten wir bereits. Aber sie ist nicht die einzige bekannte Figur, die für diese Episode zurückkehrt. Auch Bruce Maddox taucht wieder auf, jedoch spielt ihn nicht Brian Brophy, sondern dank Bart und 32 Jahren Abstand zum Verwechseln ähnlich John Ales. Und noch ein bekanntes Gesicht (allerdings ebenfalls hervorragend neu gecastet) sehen wir völlig unerwartet. Das Wiedersehen motiviert sogar einen zentralen Punkt der Handlung, aber wer es ist, darf aus Spoilergründen nicht verraten werden. Rund um diese drei Wiederkehrer entspinnt sich auch der Kern einer ziemlich kontroversen Story, die wie gesagt durchaus folgenreich ist.

Bjayzl in "Stardust City Rag" (Bild: CBS)

Bjayzl ist die erfrischend gut geschriebene Gegenspielerin in “Stardust City Rag” (Bild: CBS)

Weitere Gäste sind Dominic Burgess als Reptilioid Mr. Vup, Necar Zadegan als finstere Unterwelt-Mäzenin Bjayzl und Mason Goodin als Arzt Gabriel Hwang. Insbesondere Zadegan ist eine erfreulich erfrischende Antagonistin, nachdem “Picard” hier bisher eher blasse Gestalten aufgefahren hat.

Zwischen Picard und Seven entspinnt sich von Beginn der Handlung an eine interessante Spannung. Die Ex-Borg und vogelfreie Fenris-Rangerin hält dem Ex-Borg und Admiral a.D. vor, aufgegeben zu haben, als die Galaxie in größter Not war. Picard seinerseits hat Probleme mit der Legitimation der Fenris-Ranger und ihrer Ausübung von Selbstjustiz. Leider schlachtet Kirsten Beyers Drehbuch diese saftige Ausgangslage nicht für Dramatik oder erhellende Dialoge aus. Ebenso wenig kommt Picards und Sevens gemeinsame Vergangenheit als Ex-Borg zum Tragen. Stattdessen verwendet das Drehbuch Zeit auf eine Szene (die droht, die vierte Wand zu durchbrechen), in der die Crew der La Sirena genau diese Tatsache rekapituliert. Und so lässt “Picard” neuerlich viel Potential für intellektuellen und emotionalen Tiefgang geradezu sträflich ungenutzt herumliegen.

Picard und Seven in "Stardust City Rag" (Bild: CBS)

Picard und Seven reflektieren in einem viel zu kurzen Moment ihre Borg-Vergangenheit (Bild: CBS)

Stattdessen investiert die Episode primär in Sevens Charakterentwicklung. Dabei gelingt es Beyer deutlich zu machen, wie sehr sich ihre Figur von vermeintlich vergleichbaren Charakteren mit “Menschwerdungsmythologie” wie Spock oder Data unterscheidet. All das ist äußerst spannend zu sehen. Auch ist Seven durchweg unterhaltsam und intelligent geschrieben, gerade weil die Zeichnung viele Trek-Klischees auslässt. Jedoch kristallisieren sich zynische Züge in der Konstruktion dieser Geschichte heraus, die für “Star Trek” geradezu unerhört sind. Es bleibt zu hoffen, dass Ryans Gastauftritt nur der Auftakt eines eigenen Handlungsbogens ist, in der die Weiterentwicklung der Figur das Geschehen in dieser Episode erfolgreich kontextualisiert.

Neben Picard und Seven hat die Crew nur unwesentlich mehr zu tun als in der Folge zuvor. Insbesondere Elnor verkommt völlig zum Statisten. Das wird auch dadurch nicht besser, dass das Drehbuch dies zweimal selbstironisch unterstreicht. Auch dem B-Plot der Handlung, in der wir Raffi Musiker auf ihrer sehr persönlichen Mission auf Freecloud begleiten, ist nur ein Minimum an Screentime beschieden.

Jurati in "Stardust City Rag" (Bild: CBS)

Juratis Rolle wird nach “Stardust City Rag” mit großer Sicherheit wichtiger werden (Bild: CBS)

Den mit Abstand besten schauspielerischen Moment hat indes Alison Pill als Agnes Jurati. Worum es geht, sei nicht verraten, denn ihr fantastisches Spiel ist zugleich Bestandteil des Cliffhangers der Episode.

Kanon und Rahmenhandlung

Nachdem wir uns wochenlang ohne erkennbaren Grund immer wieder für ermüdend langatmige Szenen auf den Borgkubus geschleppt haben, bleibt dieser Teil der Rahmenhandlung in “Stardust City Rag” völlig außen vor. Das sorgt dafür, dass endlich so etwas wie Schwung in die Handlung kommt. Dabei macht “Stardust” gar nicht mal so viele entscheidende Schritte nach Vorne, wie man zur Halbzeit der Staffel wahrscheinlich gerne sehen würde. Aber es ist einfach befreiend, dass wir nach viel Vorarbeit endlich zusammen mit Picard echte Fortschritte auf der Suche nach Soji machen. Und dem Teaser für nächste Woche zu urteilen, ohne uns dabei unnötig weiter hinhalten zu wollen.

Die Crew der La Sirena in "Stardust City Rag" (Bild: CBS)

Die Crew der La Sirena in “Stardust City Rag” (Bild: CBS)

Dabei macht Beyers Drehbuch einige einschneidende Entscheidungen, die nicht ohne Konsequenz für den übrigen Trek-Kanon bleiben werden. Beginnend mit der ersten Rückblende und endend mit dem Cliffhanger demonstriert Beyer eine kaltschnäuzige Konsequenz, die wir so eher aus Serien wir “Game of Thrones” kennen. Dabei lassen sich langsam die epischen Ausmaße der Rahmenhandlung erahnen, die “Picard” noch erzählen möchte. Entscheidend für eine befriedigende Auflösung wird sein, wie schlüssig der Autorenstab die angerissenen Mysterien (Attacke auf Mars, “Der Zerstörer”, das Artefakt) ausgestaltet und miteinander zu einem stimmigen Ganzen verwebt.

Inszenierung

Jonathan Frakes darf die zweite Woche in Folge die Regie übernehmen, und macht wieder einen routiniert guten Job. Spannend ist, dass er Stilmittel von Hanelle Culpepper fortführt. So finden sich die Flashbacks erneut im Teaser vor dem Vorspann und bei der Vorbereitung der Mission auf Freecloud wechselt der Schnitt ständig zwischen Exposition auf der La Sirena und dem Beginn der Ausführung auf dem Planeten. Dies sahen wir in vergleichbarer Form bereits in der zweiten Episode “Maps and Legends”, als Picard und Laris Dahjs Apartment untersuchten.

Picard und Seven in "Stardust City Rag" (Bild: CBS)

Picard und Seven in “Stardust City Rag” (Bild: CBS)

Bezüglich Effekte, Bühnenbild und Garderobe gibt es diese Woche eher Cyberpunk als Sense of Wonder zu vermelden – dem Setting auf Freecloud sei Dank. Irgendwo zwischen “Blade Runner” und “Das Fünfte Element” landet “Stardust City Rag” auf einem für “Star Trek” ungewohnten und kaum wieder zu erkennenden Stil. Funktioniert irgendwie, muss man aber nicht unbedingt wiederholen.

Und Jeff Russo’s Soundtrack wird derweil jede Woche besser.

Beobachtungen

  • Es ist nicht verständlich, warum trotz vergleichsweise kleiner Auftritte die beiden wiederkehrenden Rollen nicht durch ihre Originalschauspieler verkörpert werden.
  • Seven war in “Absolute Candor” wohl einfach nur zur rechten Zeit am rechten Ort. Eine plausible Erklärung für ihr praktisches Erscheinen lässt “Stardust” bequem aus.
  • Rios sollte mal über Werbeblocker nachdenken.
  • Auf Freecloud arrangiert die Perspektive offenbar gewollt zwei Leuchtreklamen zur “Quark Bar”. Ebenso gibt es “Mr. Mot’s Hair Emporium” und ein Dabo-Etablissement zu erspähen. Und in einer Verkehrung des risianischen Mottos kann man “What is yours is ours” an einem Gebäude lesen.

    Freecloud in "Stardust City Rag" (Bild: CBS)

    Freecloud in “Stardust City Rag” mit zahlreichen Easter Eggs in der Leuchtreklame (Bild: CBS)

  • Wer denkt sich eigentlich diese Namen aus? Ist für “Bjayzl” jemandem eine Katze über die Tastatur gelaufen?
  • Auf der Tonspur erfahren wir, dass Quark wohl derzeit auf Ferenginar lebt.
  • Picard ist sehr großzügig im Verleihen von Equipment aus Rios Waffenkammer.
  • Zwei dezente Takte aus der “Voyager”-Titelmelodie.
  • Bjayzls Sicherheitsleute sind inkompetent und unfähig bis zur Unglaubwürdigkeit. Wie kann man Seven im “God Mode” sich so unbehelligt durch die Bar ballern lassen, ohne auch nur ein Mal zu treffen.

Fazit

“Stardust City Rag” ist eine Zäsur für “Star Trek: Picard”, vielleicht sogar für die gesamt “TNG”-Ära. Für sich genommen ist die Folge nämlich sowohl in der A- als auch der B-Story eine ziemlich deprimierend zynische Angelegenheit. Kirsten Beyer verwettet eine ganze Menge “Tafelsilber” darauf, dass die Auflösung es wert sei. Die spannende Frage am Ende ist: Macht “Picard” damit noch etwas mit emotionaler oder intellektueller Tiefe in der zweiten Hälfte der Staffel, für das sich der Einsatz lohnt? Oder war das Unterlaufen von Zuschauererwartungen in dieser Episode schon der eigentliche Zweck?

Ein “Spiel” kennen wir bereits aus der ersten Staffel von “Discovery”: Mit konfliktreichen Charakterkonstellationen den Anschluss an modernen Sehgewohnheiten finden, um später zum “Trek”-Optimismus zurückzukehren. Dank kruder, unplausibler Drehbücher ging die Rechnung bekannterweise damals nicht völlig auf. Vielleicht plant der Writers Room von “Picard” ebenfalls eine Katharsis für die Vorfälle dieser Episode. Das würde manches, aber nicht alles besser machen.

Musiker in "Stardust City Rag" (Bild: CBS)

Musiker hat einen schwierigen Tag in “Stardust City Rag” (Bild: CBS)

Daher ist es sehr schwierig, diese Folge außerhalb des Kontexts der restlichen Staffel zu beurteilen. Handwerklich ist “Stardust” in jeder Hinsicht erfolgreich, nimmt aber auch mehrere schwere Hypotheken auf. Und so bleibt uns diese Woche eine sehenswerte, aber dennoch höchst unerfreuliche Episode, die dem ohnehin seit Jahren wund gescheuerten Humanismus von “Star Trek” erneut eine rüde Abreibung verpasst.

Bewertung

Handlung der Einzelepisode 2 out of 6 stars (2 / 6)
Stringenz des staffel- und serienübergreifenden Handlungsstrangs 5 out of 6 stars (5 / 6)
Stringenz des bekannten Kanons 5 out of 6 stars (5 / 6)
Charakterentwicklung 5 out of 6 stars (5 / 6)
Spannung 5 out of 6 stars (5 / 6)
Action & Effekte 3 out of 6 stars (3 / 6)
Humor 2 out of 6 stars (2 / 6)
Intellektueller Anspruch 4 out of 6 stars (4 / 6)
Gesamt          3 out of 6 stars (3 / 6)

Episoden-Infos

Episodennummer 5 (Staffel 1, Episode 5)
Originaltitel Stardust City Rag
Deutscher Titel Keine Gnade
Erstausstrahlung USA Donnerstag, 20. Februar 2020
Erstausstrahlung Deutschland Freitag, 21. Februar 2020
Drehbuch Kirsten Beyer
Regie Jonathan Frakes
Laufzeit 45 Minuten

Mit Rücksicht auf andere Leser, die die Folge noch nicht gesehen haben, bitten wir, in den Kommentaren zu diesem Artikel auf Spoiler zu verzichten. Danke!


20 Kommentare

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Alex Foster · 21. Februar 2020 um 8:52

Ohne Worte. Star Trek ist das nicht mehr. Mit Folge 5 kippt Star Trek Picard und ich fürchte das Ende wird nicht versöhnlich.

Dystopian Trek entfacht bei mir keine Faszination mehr. Schade drum. Der Geist Roddenberrys ist vollends ausgehaucht. Unbekannte Welten? Von wegen. Eine platte, klischeehafte Attitüde der heutigen Zeit.

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    Bomann · 21. Februar 2020 um 11:44

    Unabhängig davon ob das noch Sar Trek ist oder ob man Dystopien mag oder nicht: Das ist ein drittklassiges Drehbuch welches nur auf billigste Effekte setzt. Man hat ja auch nichts zu erzählen. Bye, Bye Star Trek.

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      Phase 0 · 21. Februar 2020 um 17:21

      Dem kann ich mich nur anschließen. Sowas von langweilig und mit billigen Effekten aufgebauscht. Da war Discovery ja noch besser und das soll schon was heißen.

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oz_ · 21. Februar 2020 um 12:55

Schade, noch mehr Dystopie wie man sie in den meisten Science-Fiction-Serien der letzten Jahrzehnte findet. Dazu Charaktere, die uninteressant geschrieben sind und die mich auch nach fünf Episoden nicht im Geringsten berühren können.

Diese Serie trägt außerdem den Titel “Picard”, aber in der Realität ist Picard (Patrick Stewart) nur ein Gaststar/Nebendarsteller.
Was für eine geistlose Mogelpackung. Und tendenziell langweilig ist die Serie obendrein, trotz Ekel- und Brutalo-Szenen. So etwas muss man erst einmal zusammenbringen ^^

Noch etwas zu Amazon: Die haben es zusammengebracht, die Folge zuerst nur mit Altersfreigabe ab 18 online zu stellen, obwohl daneben FSK 12 stand. Das heißt, man konnte sich die Folge nicht ansehen, ohne der Bezos-Truppe die Daten des Personalausweises zur Altersverifikation zu schicken. Saftladen.
Ich bin deshalb kurzfristig zu einem kostenneutralen Alternativportal gewechselt, um mir die Folge anzusehen.

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    Fritz · 23. Februar 2020 um 11:49

    Wie kann man platt geschriebene Charaktere in Episode 5 identifizieren? Wer sich an die klassischen Treks erinnert – sei es TNG, DS9 oder VOY – in Episode hatte kein einziger der Charaktere auch nur eine Spur Tiefgang. So etwas muss sich entwickeln.

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Danilo Pecher · 21. Februar 2020 um 14:30

Dass Icheb neu besetzt wurde, ist relativ einfach erklärt. Der originale Schauspieler ist durch extreme Kommentare im Netzwerk aufgefallen. Unter anderem hat er Missbrauchsopfer von Harvey Weinstein aufs Übelste verhöhnt und beleidigt und wurde deshalb auch von allen Star Trek Conventions ausgeschlossen.

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Alex1605 · 21. Februar 2020 um 16:07

Halbzeit bei Picard und was ne Folge! Scheinbar haben alle Hauptcharaktere bei Picard dunkle Geheimnisse. Mal eine Folge, die bei Amazon mit 18+ eingestuft wurde. Ist im Einstieg hart und blutig.
Seven of Nine wirkt inzwischen sehr menschlich, hart und kompromisslos. Aber „Ich funktioniere“ ist aus der „alten“ Zeit übriggeblieben. Die Rangers sind wohl aus Babylon 5 geklaut, gute Rolle für Seven. Gute Idee mit den „Werbehologrammen“ von Freecloud. Auf jeden zugeschnitten, einfach „wegzuwischen“. Wie FB oder Insta der Zukunft. Nur Elnor bekommt keines. Bei Elnor wird gut dargestellt, dass er in seinem Leben nur die abgeschlossene „Frauenumwelt“ des Ordens kennt.
Raffi überzeugt als XO oder No. 1. Verantwortlich für Planung und Durchführung, detailversessen (Kapuze, Seven: Können sie atmen).
Rios bleibt die „Coole Socke“. Wundert mich, dass er sich auf seinem Schiff von Raffi das Rauchen verbieten lässt. Auch Raffi zeigt ihre „dunkle Vergangenheiten“. Wegen der Obsession der Verschwörung die Familie vernachlässigt und abhängig geworden. Mal wieder die Frage: Was bringt Rache? Töte ich den/ die Böse, geht es mir dann besser? Kurzer Moment der zwei Kollektivmitglieder, Picard und Seven; sind wir wirklich menschlich? Guter Moment!
Was weiß Dr. Jurati, das so schlimm ist, dass sie ihren Freund umbringt?? Gut, dass es diesmal keine albernen Borg-Kubus-Szenen gab, hätte nicht gepasst.
Neben der Begeisterung: Ob es die „Blutszene“ in der Intensität bedurfte? Die Böse Bjazl wirkte wenig überzeugend, auch das Drumherum etwas künstlich.
Insgesamt ein harte Folge, bei der mir das Spiel der Crew gut gefällt. Sie lösen zusammen das Problem und stehen hinter Picard. Auch Rios, der vorgibt „mehr Geld“ zu wollen zum Kubus. Gut das Raffi zurückkommt, sie passt als No. 1 in die Crew. Seven gut als weiterentwickelter Rächer dargestellt, der zum Schluss doch kompromisslos ist.
Insgesamt gefällt mir diese „neue“ Enterprise-Welt, die etwas düsterer, ehrlicher und geheimnisvoller ist, als die klinisch reine TNG-Welt. Sir Patrick bringt wieder Tiefe und Bindungsgefühl (zu Raffi) ins Spiel. Freue mich auf die zweite Hälfte!

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    Tobias Claren · 25. Februar 2020 um 18:13

    Die Kritiker die das alte TNG erwähnen wissen ja auch nicht wie es wirklich in der TNG-Welt zuging, wenn sie nur die eine Besatzung des Flagschiff und ein paar Kontakte sehen.

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Captain.K · 21. Februar 2020 um 19:58

Wow was ist das bitte, ab 18 ein Ex Borg wird brutal operiert.
Niemand kennt Seven und woher sie kommt.

Einer Aussage nach soll Star trek Picard erst noch schlimmer werden von der Story bis die Hoffnung kommt. ( Ich hoffe auf eine Zeitreise egal wohin aber wenn dan biete zur Wurzel um das Alte Trek wieder zubeleben)

Der Faktor die Trekkies schalten schon ein aus Nostalgie, sehr zweischneidig, wen es so weiter geht good bye und ich lese die neuen Bücher statt TV in der sind Picard und Beverly wenigstens verheiratet und es wird geforscht und man weiss über Geschichte bescheid

Doch mit

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Messei · 22. Februar 2020 um 1:41

“Das ist das Ende!”
(Cmdr. Shelby, Angriffsziel Erde, TNG)

… von Star Trek überhaupt!

Was für ein Wahnsinn! Was für ein Schmerz!
Was für eine Zerstörung des Guten und aller Hoffnung!

Lasst von nun ab die Ohren und Münder verschließen und den schauenden Geist und die Augen öffnen und die Hände Neues gestalten: um mehr zu sein, als bloß endliche Lebewesen in einem unendlichen Universum!

„Das ist die Erforschung, die Sie anstreben sollten! Nicht das Kartografieren von Sternen oder das Studium von Nebeln. Verlegen Sie sich auf die Erkundung unbekannter Möglichkeiten der Existenz!“
(Q, Gestern, Heute, Morgen, TNG)

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Erwin · 22. Februar 2020 um 12:16

In was für einer Welt leben wir mittlerweile, dass eine Folge wie diese und eine Serie wie “Picard” als “handwerklich erfolgreich” vom Reviewer beurteilt wird. Die Serie ist eine einzige Katastrophe und ich habe selten so hölzerne und schlechte Dialoge gesehen. Schauspielqualitäten sind ebenfalls miserabel und die Regie mit den vielen Schnitten ist ein Desaster und nervt von Anfang bis Ende. Die Serie versucht mit Optik und Action von all diesen miserablen Qualitäten abzulenken – was das Ganze noch schlechter macht. Ich verstehe nicht, wie eine mutmaßliche Star Trek Seite mit vermeintlichen Star Trek Kennern so einer Folge überhaupt etwas Positives abgewinnen kann … auweia. Jede Alex Kurtzman Serie kommt mir vor wie ein Negativbeispiel dessen, wie man ein Drehbuch nicht schreiben sollte, wie man Charaktere nicht entwickeln sollte, wie man auf keinen Fall Regie führen sollte etc .. ich bin einfach nur mehr sprachlos angesichts dieser desaströsen Qualität.

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Scobo · 22. Februar 2020 um 18:47

Ich kann die Kommentare hier nicht wirklich verstehen. Mir scheint es als hätte hier niemand wirklich Star Trek gesehen oder gelesen. Star trek war schon immer Dystopisch hinter dem Vorhang der Optopie. Waren es nicht die Folgen bei ds9 mit section 31 die besonders sehenswert waren?
Überlegt mal welche Folgen von Star Trek euch in Erinnerung geblieben sind.
Zur Folge allgemein:
Es handelt sich hier um eine old scool Tng Folge gespickt mit modernen Elementen (Raumschiff zu Planet-Außenteam-Verkleidung-moralische Entscheidung)

Die Geschichte muss eben weiter gehen. Als würde heute noch jemand Serien gucken wenn diese keine durchgängige Geschichte erzählen würden, man hat halt nur 10 Folgen.

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    Erwin · 23. Februar 2020 um 8:39

    Was gibt es nicht zu verstehen? Picard ist auch abseits von Star Trek einfach keine gute Serie. Wenn sie wenigstens intelligent und gut inszeniert wäre. Auch die Dialoge sind nur lächerlich – ich weiß nicht, an welches Publikum das gehen soll. Und die besten Stat Trek Folgen stammen sicherlich nicht aus DS9 – da fing diese unsägliche Trendwende ins Dystopische an. Ich vermisse Folgen wie Darmok aus der Hochzeit von TNG. Es scheint, als hättest du nicht nur nicht verstanden, was gutes Star Trek ausmacht, sondern scheinst generell keinen hohen Anspruch an gutes TV allgemein zu haben.

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      Tobias Claren · 25. Februar 2020 um 18:21

      Darmok? Diese unglaubwürdige Kultur die nur auf irgendwelchen geschichtlichen Zitaten etc. beruht O_o…

      Stewart wollte gerade keine Fortsetzung der alten Serie, sondern genau das was jetzt läuft.
      Ist wohl so eine Art Mini-Showrunner der inhaltliche Vorgaben machte, wenn er teilnehmen soll.

      Discovery hätte evtl. besser sein können (die “Engel”-Sichtungen gab es wirklich, das ist eine Bezugnahme auf reale Raumfahrt), aber auch TNG war in der ersten Staffel nicht in der Höchstform…
      Die “Moral” war auch nie wirklich durchdacht. Eine Spezies z.B. durch eine Naturkatastrophe verrecken lassen, nur weil sie noch nicht den Warp-Antrieb entwickelt hat!?
      Oder ist Discovery Prä-Warp-Kolonisten der Erde zu behandeln wie eine fremde Spezies vor ihrem Warp-Antrieb???
      Bei The Orvile reicht es, wenn sie per Funk um Kontakt bitten…

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TrekZone Network · 23. Februar 2020 um 12:56

Ich klinke mich hier mal freundlich ein, um unseren Kommentarbereich daran zu erinnern, dass es mehr Spaß macht, in einem wertschätzenden Umfeld seine Meinung kund zu tun. Schimpft so viel ihr möchtet über die Folge, Trek im Allgemeinen, die Analyse des Rezensenten oder das schlechte Wetter vor der Türe. Respektiert dabei bitte eurer Mitkommentatoren und unserer Redakteure als Menschen mit gleichwertigen Ansichten. Weil wir nach Möglichkeit nicht redaktionell in die Kommentare eingreifen wollen, bitte ich davon Abstand nehmen, sich gegenseitig persönlich anzugehen und/oder Unverständnis vorzuwerfen.

In diesem Sinne euch allen noch einen schönen Sonntag und viel Spaß im TrekZone Network
Christopher

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    Erwin · 23. Februar 2020 um 14:09

    Wertschätzung hin und her. Picard ist nach allen objektiven Maßstäben (!) einfach keine gute Serie. Es gibt im Internet soviele gelungene und mutige Rezensionen, die die Serie meisterhaft zerlegen und objektiv zeigen, warum diese Serie offensichtlich schlecht ist. Ich verstehe nicht, warum dies nicht einfach auf den Punkt gebracht wird und nur weil Patrick Stewart mitspielt, man alles gut redet. Vor allem sein dämlicher Auftritt mit dem Akzent in dieser Folge war ein Tiefpunkt von ganz Star Trek und dürfte ein Trendpunkt darstellen, wo die Zuschauer in Scharen abschalten werden. Hier von “handwerklich erfolgreich” (wie laut dieser Rezension) zu sprechen, ist einfach lächerlich. In diesem Sinne auch einen schönen Sonntag und bitte in Zukunft ehrlichere Rezensionen.

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      TrekZone Network · 23. Februar 2020 um 16:22

      Hallo Erwin/Dewin,

      bei der Wertschätzung in unserer Community verstehen wir leider gar keinen Spaß. Egal ob Sie mir, anderen Kommentatoren oder hier nicht vertretenen Menschen beim Tippen in die Augen gucken können oder nicht, tun Sie das auf unseren Seiten bitte mit entsprechender Rücksichtnahme. Wir möchten kritische Stimmen wie der Ihren (auch im Widerspruch zu unseren Artikeln) Raum geben. Dafür benötigen wir die Mithilfe der Community, weil wir sonst redaktionell in die Kommentare eingreifen. Das finden Sie nicht gut und wir auch nicht.

      Zum Beispiel wäre es sehr schön, wenn Sie Ihre Meinung formulieren könnten, ohne dem Rezensenten Unehrlichkeit zu unterstellen oder Ihren Standpunkt als den mit den einzig “objektiven Maßstäbe” auszuweisen. Wenn die Serie “offensichtlich schlecht ist”, sind also Personen, die anderer Meinung sind … was? Sie geben selbst ein paar Antworten: unehrlich, von Patrick Stewart geblendet, lächerlich. Kurzum: Sie können uns sehr dabei unterstützen, Ihre Kommentare weiterhin ungekürzt zu veröffentlichen.

      Wir reden hier über subjektive Meinungen zu einem Stück Pop-Kultur. In dem Zusammenhang von Mut zu sprechen, erscheint mir – zurückhaltend formuliert – gewagt. Sie können anderen Menschen nicht in den Kopf gucken und ich wage zu behaupten, dass es keine absolut objektiven Maßstäbe für Kritik gibt. Es würde mir deshalb sehr gefallen, wenn wir aus gegenseitiger Achtung und Respekt in der Debatte ein bisschen den Fuß vom Gas nähmen.

      Anders als Sie nahelegen entscheiden “Erfolgsmetriken” (Quoten, Reichweite, Umsatz etc.) meines Erachtens nicht darüber, ob etwas richtig oder wahr ist; noch nicht einmal ob etwas auf lange Sicht nach solchen Kriterien erfolgreich sein wird. Warum das so ist, erschließt sich an zahllosen historischen Beispielen wie der Absetzung von “Star Trek” 1969 zu vermeintlich miesen Quoten, die offenbar nicht das Ende des Franchise bedeutete. Selbst wenn “Picard” morgen wegen Zuschauerschwund abgesetzt wird ist das also kein objektives Qualitätsurteil (sagt ein bekennender “Firefly”-Fan). Uns so sind auch nicht die Rezensenten mit den meisten Klicks diejenigen, die die Weisheit gepachtet haben, sondern diejenigen, die diverse Algorithmen und emotionale Polarisierung am besten bedienen. “Laut” und/oder “sichtbar” ist weder “repräsentativ” noch “wahr”.

      Sie dürfen die Folge, Serie und/oder Franchise an einem Tiefpunkt sehen, und das ist völlig ok. Ich teile sogar spezifische Aspekte Ihrer Einschätzung. Dabei ist es meines Erachtens auch gar nicht notwendig, in der Sache einen großen Dissens zu suchen, wo gar keiner ist. Die Rezension ist doch ganz nah bei Ihnen. Neben “handwerklich erfolgreich” (an Soundtrack, Kameraführung, SFX ist m.E. nichts auszusetzen) finden Sie in den über 1500 anderen Worten des Artikels und in einer Bewertung von 2/6 für die Handlung eine durchaus kritische Einordnung der Episode.

      Eines ist wahr und werden/wollen wir nicht ändern: Polemischen Verrisse mit Fackeln und Mistgabeln sind nicht unser Geschäft. Die Artikel und Meinungsstücke folgen nicht Optimierungsregeln für Social-Media und sind deswegen auch nicht Click-Bait-tauglich oder auf Emotionalisierung getrimmt. Das macht uns vielleicht ein bisschen langweiliger als den Wettbewerb, dafür lesen Sie bei uns 100% werbefrei und unabhängig immer und ausschließlich die ehrlichen Meinungen der Redaktion.

      Beste Grüße und weiterhin viel Spaß im TrekZone Network
      Christopher

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      Tobias Claren · 25. Februar 2020 um 18:30

      Hier geht es nicht um eine mathematische Formel, die Ansicht es wäre “nicht gut” ist subjektiv.
      Es objektiv zu nennen soll scheinbar genau das suggerieren, als wäre es DIE richtige Wertung.
      Es gibt z.B. keinen Zweifel dass Gesetze wie StGB 90, 90a (z.B. googlen: Bundesdienstflagge in Toilette), 90b, 166, 185-189 (185 ist “Beleidigung”), 192 etc. gegen Menschenrechte verstoßen. Trotzdem gibt es viele Deutsche die aufgrund ihrer Sozialisation in diesem System meinen dass (“findet seine Einschränkungen in…”) wäre zulässig. So wie China “eigene Menschenrechte” (O-Ton der Chinesischen Regierung) hat.

      Das alte TNG wird verklärt und als Maßstab genommen.
      Waren die ersten Episoden TNG wirklich besser?
      Und wer meint aus dem was man in TNG sah das ganze Sternenflotten-System und die irdische Kultur zu kennen sieht nur eine kleine Blase. So als wenn man “Berlin Tag und Nacht” etc. als Doku über normale Menschen in Berlin etc. nimmt.

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        Erwin · 26. Februar 2020 um 15:12

        Ich klinke mich nun auch hier aus. [Entfernt, bitte verzichtet auf persönliche Angriffe – TZN] Ein letztes Mal: Es geht nicht darum, dass Picard unbedingt so sein muss wie TNG (was nicht schlecht gewesen wäre), sondern dass die Serie einfach handwerklich und inhaltlich schwach ist. Jede ST-Episode bislang ist besser als Picard.

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          BuffaloBill · 9. März 2020 um 23:04

          Och, ich weis nicht. Gerade bei TNG und auch im Original gibt es so etliche Folgen welche man normalerweise “The Alien of the Week”-Folgen nannte/nennt, die einfach nur grässlich waren.

          Oh schaut her ein weiteres Alien, lasst uns das erforschen. Oh herje es ist Bösartig, und viel viel mächtiger als wir. Ganze 5 Redshits hat es umgebracht (er ist Tod Jim). Aber jetzt kommt Scotty und zaubert aus einem Schraubenschlüssel eine WeisderTeufelwas und Kirk rettet die Galaxy und bekommt das hübsche Mädchen. Das ist doch nun doch wirklich auch kein rcihtig gutes Drehbuch oder?

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