In der fünften Episode zeigt “Picard” keine Gnade mehr für den optimistischen Eskapismus der “The Next Generation”-Ära. “Stardust City Rag” ist temporeich, actiongeladen und bringt den Plot endlich ein gutes Stück voran. Auf der Strecke bleibt jedoch der Spirit, der das Franchise einst so einzigartig und sympathisch gemacht hat. Lest hier unsere ausführliche Rezension.

Vorsicht, die Episodenkritik enthält Spoiler!

S E A S O N   1

Zone des Grauens

Rückblenden zu Beginn einer Episode sind mittlerweile Usus in “Star Trek: Picard”. Dieses Mal geht’s zurück ins Jahr 2386 und zwar auf den sich im Hypatia-System befindlichen Planeten Vergessen. Kuriosum: Der Planet heißt in der englischen Originalversion tatsächlich so. Man hat das deutsche Wort für “forgotten” wohl bewusst gewählt. Vielleicht wäre in der deutsche Fassung demnach eine kreative Umbenennung (z.B. “Forgotten”,”Obliviscatur” oder auch “Lethe”?) sinnvoll gewesen, um die versteckte Botschaft etwas weniger offensichtlich an den Zuschauer zu bringen.

Aber zurück zum Planeten. Das Hypatia-System befindet sich scheinbar dort, wo früher einmal die Neutrale Zone zwischen dem Romulanischen Sternenimperium und der Föderation gewesen ist. Diese existiert aber schon seit vielen Jahren nicht mehr, weil sich die Föderation aus der gesamten Region zurückgezogen hat. Das deutet Seven jedenfalls zu einem späteren Zeitpunkt der Folge in einem Gespräch mit Picard an. Wir sehen einen jungen Lieutenant der Sternenflotte, der – in einer sehr unappetitlichen Szene – seinen linken Augapfel entfernt bekommt. Und das bei vollem Bewusstsein! Und tatsächlich … dieser Mann ist Icheb! Dieser wird hier aber leider nicht mehr von Manu Intiraymi (“Voyager”) gespielt, sondern von Casey King. Das ist irgendwie schade.

Seven und Icheb in “Stardust City Rag” (Bild: CBS/Amazon Prime Video).

Ichebs Schlächterin handelt im Auftrag von Bjayzl (Necar Zadegan), einer erbarmungslosen Geschäftsfrau, die in dieser Region ihr Unwesen treibt und bevorzugt Jagd auf Ex-Borg macht, um diese auszuschlachten und die so gewonnenen Implantate für viel Geld zu verkaufen. Kurz bevor der “Chop Doc” Ichebs Schädel anbohren kann, um dessen Kortikalknoten zu extrahieren (den er aber seit “Voyager” 7×02 “Unvollkommenheit” nicht mehr besitzt), schreitet eine Frau mit Waffengewalt helfend ein: Es ist Seven of Nine (Jeri Ryan)! Doch jede Hilfe kommt zu spät und Seven sieht sich schweren Herzens dazu gezwungen, Icheb auf dessen Wunsch hin von seinen Qualen zu erlösen. Sie gibt ihm den Gnadenschuss.

“I’m so sorry, my child.”

– Seven zu Icheb

Mit einem großen Knall kehrt Jeri Ryan nach fast 19 Jahren in ihre “Voyager”-Rolle zurück. Und sie hat es immer noch drauf, denn sie spielt die Ex-Borg in solch vertrauter Weise, dass man glauben könnte, es habe die fast 20-jährige Pause nie gegeben. Auch ihre deutsche Synchronsprecherin, Anke Reitzenstein, liefert hier hervorragende Arbeit ab.

Inhaltlich ist diese Szene allerdings extrem schockierend. Einerseits natürlich, weil das gesamte Szenario sehr brutal und blutig ist und wohl auch der Grund sein dürfte, warum die Folge eine Altersbeschränkung von 16 Jahren auferlegt bekommen hat. Gleichwohl ist es sehr deprimierend, dass Ichebs Rückkehr nur wenige Minuten dauert und auf so tragische Weise endet. Dies hat allerdings den positiven Effekt, dass diese Szene ihre Wirkung voll entfalten kann: Das, was früher einmal die Neutrale Zone war, ist heute eine Zone des Grauens, wo Recht und Gesetz, Anstand und Moral nicht mehr existieren. “Star Trek” hat eine neue No-go-Area und diese ist Sevens neues Zuhause. Das gilt es erst einmal zu verdauen!

Las Vegas im Weltraum

Auch die anschließende Szene spielt in der Vergangenheit, diesmal allerdings nur zwei Wochen vor der Haupthandlung der Episode. Wir sehen Bruce Maddox in einer Bar (die wohl zu Quarks Franchise gehört!) in der Stadt Stardust City auf Freecloud, einer Art Las Vegas im Weltraum. Maddox vertraut sich der besagten Bjayzl an und berichtet ihr von seiner Angst, ins Fadenkreuz des Tal Shiar geraten zu sein. Dessen Agenten hätten bereits sein Labor zerstört. Bjayzl heuchelt ihm zunächst ihre Unterstützung vor, nur um ihn dann hinterrücks zu vergiften.

Freecloud in "Stardust City Rag" (Bild: CBS)

Freecloud in “Stardust City Rag” (Bild: CBS/Amazon Prime Video).

Noch vor dem Intro bekommen wir erstmals nach 32 Jahren wieder Bruce Maddox zu Gesicht. Tatsächlich haben wir ihn schon vorher gesehen, nämlich in einem der Trailer. Nur konnte man damals nicht wissen, dass es sich hierbei um Maddox handelt. Dieser wird in “Stardust City Rag” nämlich ebenfalls nicht mehr vom ursprünglichen Schauspieler, Brian Brophy, dargestellt, sondern von John Ales. Maddox trägt nun Bart und ist natürlich drei Jahrzehnte älter als in “Wem gehört Data?” (“TNG” 2×09, 1988). Auch hier finde ich die Neubesetzung etwas schade, zumal ich auch keine besondere Ähnlichkeit zwischen Ales und Brophy ausmachen kann.

Auch die restliche Handlung der Folge vollzieht sich hauptsächlich auf Freecloud. Picard und seine Crew haben Maddox aufgespürt und versuchen nun, ihn aus den Fängen von Bjayzl und ihrem Handlanger Mr. Vup, einem Reptiloid vom Planeten Beta Annari, zu befreien. Dafür wollen sie Seven als Köder benutzen, die allerdings ihre ganz eigene Agenda verfolgt.

“You know Freecloud?”

“I hate the place. But we, the Fenris Rangers, keep our money there.”

– Picard & Seven of Nine

Freecloud ist wirklich abgefahren und “Star Trek” betritt hier gewissermaßen Neuland. Die Szene auf der La Sirena, in der die Crew mit allerlei personalisierter Werbung ordentlich zugespamt wird, macht Spaß und sorgt für eine schöne Abwechslung. Eine nette Anspielung auf den Alltag im Netz. Sehr gelungen sind auch die zahlreichen Kanon-Referenzen, auf die ich hier aber im Detail nicht mehr genauer eingehen werde, da dies schon in unserer Kurzrezension geschehen ist. Mich hat die gesamte Atmosphäre in Stardust City auch ein wenig an die “Deep Space Nine”-Episode “Ehre unter Dieben” (6×15) erinnert, wobei Freecloud sicherlich bedeutend bunter, hipper und abgefahrener ist als Farius Prime. Und eine Prise Paradise City (“Star Trek V: Am Rande des Universums”) habe ich hier auch entdeckt. Freecloud ist nach langer Zeit tatsächlich mal eine völlig neue und unbekannte Welt, in welche unserer Weltraum-Abenteurer vordringen. Aber große Euphorie kommt bei mir trotzdem nicht so recht auf, denn der Ort ist in seiner gesamten Darstellung dann doch irgendwie wenig facettenreich. Mehr als ein zeitgenössischer Dance-Schuppen, in dem sich auch bevorzugt kriminelle Gestalten tummeln, hat das Setting leider nicht zu bieten. Dementsprechend flau kommt auch die Story daher. Gefühlt schon tausendmal im Sci-Fi-Bereich gesehen.

Chris Rios (Santiago Cabrera) und Mr. Vup (Dominic Burgess) in “Stardust City Rag” (Bild: CBS/Amazon Prime Video).

Hinzu kommt, dass einige Szenen auf Freecloud teilweise künstlich oder sogar hochnotpeinlich wirken. Während Santiago Cabreras Chris Rios erneut genial in Szene gesetzt wird (Ich mag Rios von Folge zu Folge mehr!), wirken vor allem Patrick Stewarts Szenen irgendwie lächerlich. Was soll der schlechte französische Akzent und das übertriebene Schauspiel hier eigentlich?! Auch die One-Liner von Elnor zünden nach dem zweiten, spätestens nach dem dritten Mal einfach nicht mehr. Der Grat zwischen Situationskomik und Klamauk ist hier leider sehr schmal und die Autorin Kirsten Beyer hat beim Drehbuchschreiben dann doch das ein oder andere Mal das Gleichgewicht verloren.

Auch Sevens Vendetta-Gehabe kommt nach dem Prolog der Episode nicht wirklich überraschend. Ihre finale Entscheidung, dann doch noch einmal auf den Planeten zurückzukehren und Bjayzl über den Jordan zu schicken, ist hingegen ein gelungener Twist. Aber auf “Kill Bill”/”Terminator”-Seven gehe ich gleich noch etwas ausführlicher ein.

Der verlorene Sohn

Was Kirsten Beyer wiederum sehr gut versteht, ist der Einsatz von stilistischen Mitteln. Der Parallelismus der Mutter-Sohn-Beziehung mit Seven und Icheb auf der einen und Raffi und Gabe auf der anderen Seite hat mir sehr gut gefallen. Beide Frauen haben ihre Söhne verloren, wobei sich die Verluste deutlich unterscheiden. Seven musste Icheb aus Liebe physisch töten, um weiteres Leid von ihm abzuwenden. Raffi hat ihren Sohn hingegen psychisch “getötet”, nämlich durch ihre lange Abstinenz während Gabes Kindheit und vor allem aufgrund ihres fragwürdigen Lebenswandels im Anschluss an die Geschehnisse auf dem Mars. Sie fiel dem Alkohol- und Drogenkonsum anheim und verlor sich in (angeblichen) Verschwörungstheorien. Der mittlerweile erwachsen gewordene Gabe (Mason Gooding) ist nun voll von Enttäuschung, Kränkung und Wut und verweigert seiner Mutter daher einen Platz in seinem neuen Leben. Das schmerzt Raffi zutiefst. Raffaela Musiker bekommt durch diesen Story-Arc deutlich mehr Charaktertiefe und kann das erste Mal bei mir (in der Serie wohlgemerkt!) so richtig Sympathie-Punkte sammeln.

Eine traurige Raffi in “Stardust City Rag” (Bild: CBS/Amazon Prime Video).

Eine schöne Message ist ganz sicher die Tatsache, dass Gabes schwangere Frau Pel (Ayushi Chhabra) Romulanerin ist. Das ist in zweierlei Hinsicht bedeutsam. Einerseits zeigt es uns Alt-Trekkies, dass die Zeit nach “Nemesis” eben nicht stehen geblieben ist. Ein Teil der romulanischen Gesellschaft hat sich offenbar geöffnet und den Anschluss an den Rest der Galaxis gefunden. Verbindungen zwischen Menschen und Romulanern sind Ende des 24. Jahrhunderts keine Seltenheit – und vor allem kein Tabu – mehr. Das war in den 2360er-Jahren noch völlig anders gewesen. Man denke nur an die grandiose “TNG”-Episode “Das Standgericht” (4×21) und den armen Simon Tarses, der seinen romulanischen Großvater noch verleugnen musste, um in die Sternenflotte aufgenommen werden zu können. Auch wenn die dystopischen Elemente in “Stardust City Rag” ganz eindeutig überwiegen, soll dieser Hauch von Trek-typischen Optimismus hier nicht unter den Tisch fallen.

“Gabe … I’m clean.”

“I don’t’ think you understand just how much it sucked to be your kid.”

– Raffi & Gabe

Zugleich ist Gabes Frau Pel vielleicht auch der Schlüssel zu einer Versöhnung zwischen Raffi und ihrem Sohn. Denn es würde mich nicht wundern, wenn sich am Ende herausstellen sollte, dass Pel ihr Leben Raffi und Picard zu verdanken hat. Und dass sie exemplarisch für all diejenigen Romulaner steht, die dank der Rettungsmission der Sternenflotte die Supernova überlebt haben. Womöglich erkennt Gabe sehr bald, dass das Opfer, das seine Mutter dargebracht hat, es tatsächlich wert war.

Lügen über Lügen

Obwohl wir in dieser Episode zum erste Mal in “Picard” überhaupt keinerlei Szenen zu sehen bekommen, die auf dem Borg-Kubus spielen, nimmt die Handlung rundum Soji, die Mars-Attacke und die bereits zuvor von Raffi angedeutete Mega-Verschwörung endlich richtig Fahrt auf. Das liegt daran, dass Maddox dem neugierigen Picard noch einige Auskünfte geben kann, ehe seine Ex-Flamme (!) Agnes Jurati beim ihm den Stecker zieht. Für diejenigen, die Una McCormacks Roman “Die letzte und einzige Hoffnung” bereits gelesen haben, ist die Tatsache, dass Agnes und Bruce einst ein Paar gewesen sind, keine Überraschung. Für alle anderen aber vielleicht schon. Ein heftiger Twist ist jedoch ohne jede Frage, dass Maddox nach nur einem Kurzauftritt schon wieder das Zeitliche segnen muss. Und dass er ausgerechnet von Jurati getötet wird.

“I wish you knew what I know. I wish I didn’t know what I know. I wish they hadn’t shown me. I’m so sorry.”

– Agnes Jurati zu Maddox

Mich hat schon überrascht, dass Maddox hier als Opfer mit guten Absichten dargestellt wird. Ich muss zugeben, dass ich angesichts der Tatsache, wie Maddox in dem besagten Roman charakterisiert wird, eher damit gerechnet habe, dass die hier angedeutete weiße Weste von Maddox eventuell den ein oder anderen dunklen Fleck haben könnte. Womöglich sogar viele Blutflecken. Daher stelle ich den verfrühten Tod des exzentrischen Kybernetikers zunächst einmal unter einen gewissen Vorbehalt. Eventuell kommt vielleicht doch noch etwas nach. Zumal Agnes auch andeutet, dass sie (aus der Zukunft? Von Commodore Oh?) weiß, dass Maddox (und seine Androiden?) die Ursache allen Übels sei und deshalb zum Wohle aller beseitigt werden müsse.

“The ban. There are lies upon lies. They’re hiding something. (…) The same ones who are hunting her. (…) I think the Federation are involved.”

– Bruce Maddox

Maddox wiederum insistiert, dass hinter dem Synths-Verbot nicht einfach nur die Reaktion auf einen simplen Programmierfehler steckt, sondern vielmehr eine groß angelegte Verschwörung, an welcher neben den Romulanern auch die Föderation beteiligt zu sein scheint. Deshalb habe er auch das von ihm geschaffene Asha-Schwesternpaar Dahj und Soji auf die Erde beziehungsweise auf das Borg-Artefakt im romulanischen Raum geschickt: um die Wahrheit herauszufinden.

Picard, Jurati und Maddox in “Stardust City Rag” (Bild: CBS/Amazon Prime Video).

In dem Gespräch zwischen Raffi und Gabe kommt auch erstmals eine weitere Geheimorganisation (!!!) zur Sprache, nämlich das sogenannte “Konklave der Acht”. Schwer zu sagen, um was es sich hierbei handeln könnte. Eine Sekte aus acht einflussreichen Personen? Vielleicht die geistige Führung der Zhat Vash? Oder doch ein geheimes politisches Bündnis aus acht verschiedenen Welten oder Machtträgern? Es darf munter spekuliert werden!

Terminator Seven

Den größten Teil von “Stardust City Rag” nimmt zweifelsohne das Character Building für Seven of Nine in Anspruch. Wir erfahren, dass Seven nach der Rückkehr der Voyager 2378 schon bedeutende Fortschritte hinsichtlich der Wiedererlangung ihrer Menschlichkeit gemacht hatte. Dafür spricht einerseits ihre – für Sevens Verhältnisse – sehr offen gezeigte emotionale Beziehung zu ihrem Ziehsohn Icheb, den sie auch als solchen bezeichnet: ihr geliebtes Kind. Zudem erwähnt Seven im Gespräch mit Bjayzl, dass sie in einer früheren Lebensphase voller Optimismus war, welcher ihr jedoch genommen wurde. Einerseits von Bjayzl, die Seven einst hinterging und Icheb auf dem Gewissen hat. Und andererseits aufgrund ihrer deprimierenden Arbeit als Fenris-Ranger, die zweifelhaft versuchen, wenigstens ein bisschen Ordnung in eine Gegend zu bringen, die dem Hobbeschen Naturzustand gleicht. In ihrer optimistischen Phase nannte sie sich wohl auch wieder Annika Hansen, doch mittlerweile ist sie wieder zu Seven geworden. Ihr Name ist folglich ein Indiz für Gewinn und Verlust ihrer Menschlichkeit.

Seven ist nun ein Outlaw, der dort für Ordnung sorgt, wo sich die Föderation in ihrer Ignoranz zurückgezogen hat. Sie ist die fleischgewordene Trek-Symbiose aus dem Terminator und Sarah Connor. Picard wiederum zeigt zwar Verständnis für Sevens Arbeit und bewundert den Mut der Fenris-Rangers, kritisiert aber die von ihnen verübte Selbstjustiz.

“I admire the Rangers’ goals, their courage, their tenacity. (…) But, you are taking the law into your own hands.”

“What law?”

“Point taken. Nevertheless, you appoint yourself judge and jury…”

“(…) Ranging is my job. It’s not saving the galaxy, it’s helping people who have no one else to help them. It’s hopeless and pointless and exhausting, and the only thing worse … would be giving up.”

– Picard & Seven

An dieser Stelle zeigt sich leider das teils inkonsistente Drehbuchschreiben der an “Picard” beteiligten Autoren. Dem alten “TNG”-Picard stünde ein solcher Einwand ganz sicher zu, beim “Picard”-Picard wirkt es hingegen etwas unglaubwürdig. Wer Picard Sätze wie “I’m not in the habit of consulting lawyers before I do what needs to be done.”  (“PIC” 1×03) oder “Es ist besser, um Vergebung zu bitten als um Erlaubnis (…).” (“Die letzte und einzige Hoffnung, S. 153) in den Mund legt, kann diesem nicht kurz darauf einen schulmeisterlichen Dialog schreiben, in welchem Picard bei anderen jene Eigengesetzlichkeit anprangert, die er für sich selbst in Anspruch nimmt. Das widerspricht sich einfach und das sollte man als Autor(in) eigentlich merken. Wenigstens kriegt Picard am Ende des Dialogs nochmal die Kurve und pflichtet Seven (halbherzig) bei.

Terminator 7? Nein, Seven of Nine! (Bild: CBS/Amazon Prime Video).

Sevens Charakterisierung als “Rachegöttin” à la Uma Thurman in “Kill Bill” ist angesichts ihrer problematischen Vita durchaus nachvollziehbar, aber leider auch eine Abkehr vom Eskapismus vergangener “Star Trek”-Tage. Ich denke, sowohl Captain Janeway als auch der Doktor wären sehr traurig, sehen zu müssen, wie wenig nachhaltig die von ihnen vorangetriebene Menschwerdung Sevens tatsächlich gewesen ist. Auch die Voyager musste in ihren knapp sieben Jahren im Delta-Quadranten allerlei schwieriges Terrain durchfliegen und steckte mehr als einmal in einem wahrhaftigen Überlebenskampf. Dennoch verlor man (fast) nie den moralischen Kompass und pflegte bewusst die Werte der Föderation. Vier Jahre auf der Voyager haben leider nicht gereicht, um den Geist des “Advanced Human” bei Seven zu verpflanzen. Das ist schade, zumal dies auch irgendwie Sevens Entwicklung in “Reue” (7×13) relativiert.

Aber eine sehr schöne Szene hat Kirsten Beyer dann doch noch für das Duo Seven und Picard ins Script geschrieben. Beide sinnieren darüber, wie man Menschlichkeit verlieren und wieder zurückgewinnen kann, stellen aber zugleich fest, dass es eben auch einige seelische Verletzungen gibt, die unheilbar sind und einen den Rest des Lebens begleiten. Von dieser Art Dialog hätte ich gerne noch mehr gesehen.

Das unentdeckte Land

Mit “Stardust City Rag” sind auch die Titel der Episoden 6 bis 8 veröffentlicht worden. Den Auftakt macht nächste Woche “The Impossible Box”, zu welcher auch schon ein Preview-Video vorliegt.

  • 1×06 “The Impossible Box”
  • 1×07 “Nepenthe”
  • 1×08 “Broken Pieces”

Ein Borg in 1×06 “The Impossible Box” (Bild: CBS/Amazon Prime Video).

Fazit

Mit “Stardust City Rag” verabschiedet sich “Picard” ganz offiziell von dem “Star Trek”-Geist, der stilbildend war für “The Next Generation”. Es ist aber nicht so, als hätte man uns vorher nicht gewarnt. Nun wird es aber immer deutlicher.

Jetzt könnte man ganz sicher einwenden, dass auch “Deep Space Nine” und “Enterprise” mit den verschiedensten dystopischen Elementen kokettiert haben. Ja, das stimmt. Aber so krass, so blutrünstig, so inhuman wie in “Stardust City” waren Alpha- und Beta-Quadrant nicht einmal während des Dominion-Krieges. Zumindest nicht auf dem Bildschirm. Dass man der heilen “TNG”-Welt einige Schatten und Dellen verpasst, ist für mich völlig okay. Und dass man unsere schwierige Gegenwart spiegelt, ist absolut begrüßenswert. Aber so, wie “Picard” inszeniert wird, ist diese Serie für mich – vom Nostalgie-Faktor mal abgesehen – leider nur noch eine Science-Fiction-Drama-Serie unter vielen: dunkel, brutal, mysteriös, deprimierend. Wo ist hier das, was diese Serie von zeitgenössischen Produktionen des Genres oder verwandter Gattungen unterscheidet? Wo ist das Alleinstellungsmekrmal?

Sowohl die Originalserie als auch “The Next Generation” und “Deep Space Nine” haben in ihrer Ära Trends gesetzt. Jede Serie auf ihre Art. Aber der Geist von “Star Trek” war trotzdem immer spürbar. In “Picard” fehlt mir bisher einfach Herz und Seele. Ein, zwei moralisierende Sätze von Picard (letzte Episode zu Elnor, nun zu Seven) sind mir einfach zu wenig. Für mich ist das kein “Star Trek” im klassischen Sinne mehr, ohne dass ich der Serie nur ansatzweise die Berechtigung, “Star Trek” zu sein, absprechen möchte. Das steht mir nicht zu. Aber gefallen muss es mir trotzdem nicht, was “Picard” mit dem “TNG”-Universum gemacht hat. Mir fehlt in dieser Serie einfach der Forschergeist, der für “Star Trek” doch immer so konstitutiv gewesen ist.

Gleichwohl wird man der neuen Serie nicht gerecht, wenn man diese nur nach den (leider) obsolet gewordenen Maßstäben des traditionellen “Star Trek” bewertet. Löst man “Stardust City Rag” aus diesem Mikroskosmos, dann haben Kirsten Beyer und Jonathan Frakes hier eine absolut solide Episode abgeliefert. Visuell und auditiv ist “Picard” weiterhin über jeden Zweifel erhaben. Die Serie wirkt durch und durch modern und die fünfte Episode setzt in Sachen Geschwindigkeit und Storytelling ganz sicher noch einmal eine ganze Schippe obendrauf. Vor allem haben wir hier schon das zweite Mal in Folge eine Episode, die auch als autarke Geschichte bestehen kann. Im Gegensatz zu den vergangenen Episoden – allen voran zu den Szenen auf dem Borg-Kubus – transportieren die Dialoge in “Stardust City Rag” auch sehr viel mehr relevanten Content, sodass der übergeordnete Plot an vielen Stellen gleich mehrere Schritte nach vorne macht. Wir erfahren sehr viel über aktuelle politische Konstellationen und individuelle Handlungsmotive. Zudem wird weiter mit großer Konsequenz daran gearbeitet, die Lücke zwischen “Nemesis” und “Picard” inhaltlich zu schließen. Löblich ist auch die kluge Anknüpfung an den bekannten Kanon (Seven, Icheb, Maddox).

Unter dem Strich bin ich auch dieses Mal wieder sehr zwiegespalten. Als “Star Trek”-Episode fällt “Stardust City Rag” bei mir eher durch, weil mir die ständigen Konspirationen, Apokalypsen, Gewaltorgien und Drama-Aspekte einfach viel zu sehr zur Gewohnheit geworden sind. “Star Trek” ist für mich primär Abenteuerlust und das Streben nach Wissen. Wenn man jedoch akzeptiert, dass das heutige “Star Trek” einfach “funky stuff” – hier mit einem 79-jährigen Protagonisten – ist, dann weiß “Picard” durchaus richtig gut zu unterhalten. Am Ende ist und bleibt es eben Geschmackssache.

Bewertung

Handlung der Einzelepisode 3 out of 6 stars (3 / 6)
Stringenz des staffelübergreifenden Plots 4 out of 6 stars (4 / 6)
Stringenz des bekannten Kanons 3 out of 6 stars (3 / 6)
Charakterentwicklung 5 out of 6 stars (5 / 6)
Spannung 4 out of 6 stars (4 / 6)
Action & Effekte 5 out of 6 stars (5 / 6)
Humor 2 out of 6 stars (2 / 6)
Intellektueller Anspruch 3 out of 6 stars (3 / 6)
Gesamt 3.5 out of 6 stars (3,5 / 6)

 

Episoden-Infos

Episoden-Nummer 5 (Staffel 1, Episode 5)
Originaltitel Stardust City Rag
Deutscher Titel Keine Gnade
Erstausstrahlung USA Donnerstag, 20. Februar 2020
Erstausstrahlung Deutschland Freitag, 21. Februar 2020
Drehbuch Kirsten Beyer
Regie Jonathan Frakes
Laufzeit 45 Minuten

 


24 Kommentare

GandALF · 22. Februar 2020 um 14:06

Hallo, ich schließe mich der Rezension weitestgehend an. Ich bin wirklich entsetzt darüber, was hier aus Star Trek gemacht worden ist. Patrick Stewart montiert sich selbst und die Figur des Picard ab. Man fühlt sich unweigerlich an Disney-Star-Wars und den Umgang mit Luke Skywalker erinnert. Nein, eigentlich ist es sogar noch schlimmer.

Man-Fred · 22. Februar 2020 um 16:50

Kurze Ergänzung: Die Folge ist nicht ab 18 sondern ab 16 Jahren frei gegeben (die restlichen Folgen der ersten Staffel sind bisher ab 12) – kann man einfach auf der Amazon-Seite der ersten Staffel einsehen.

    Matthias Suzan · 22. Februar 2020 um 18:46

    Danke für den Hinweis. Ist korrigiert.

      GandALF · 22. Februar 2020 um 23:20

      So einfach ist das nicht: Klickt man zuerst auf die 5 Folge, die erst ab 16 Jahren abrufbar ist, dann kann man sich danach auch die anderen Folgen nicht mehr ohne Altersbestätigung ansehen. Man muss sich, alternativ dazu, erst abmelden und neu einloggen, damit das geht. Ein Armutszeugnis, was sich Amazon hier programmiertechnisch erlaubt. Auch die nötige Altersbestätigung selbst ist ein Unding, besonders bei Kunden wie mir, die schon seit fast 20 Jahren bei Amazon sind und folgerichtig natürlich alt genug sein müssen. Zum Glück gibt es Streaming-Alternativen. Wobei ich diese nicht für “Picard” benötige, da bin ich nach der letzten Episode raus. Das ist in meinen Augen wie Discovery, nur mit Picard als Sidekick, der ständig angeschrien, angeschnauzt und herumkommandiert wird. Bestenfalls steht er verloren in der Gegend herum.

        man-fred · 25. Februar 2020 um 9:14

        Aber dieses Posting hat doch gar nichts mit der Aussage der Altersbeschränkung und dem Thema an sich zu tun

Harald · 22. Februar 2020 um 17:11

Ihr müsst viel gelassener werden!
Die Serie steht doch noch komplett am Anfang und muss sich erst noch finden. Die komplette erste Staffel von jeweils The Next Generation, von DS9 und von Voyager waren bei weitem noch nicht so gut, wie die ersten 5 Folgen der Picard-Serie. Die 3 Serien wurden auch erst ab der zweiten oder dritten Staffel richtig gut. Und ich wage zu behaupten, von den tollen Szenen, glanzvollen Dialogen und herausragenden ganzen Folgen, an die ich und viele andere Trekkies sich bei TNG, DS9 und VOY gern erinnern, spielt keine einzige jeweils in der ersten Staffel dieser Serien.

Die Produzenten und Autoren von Picard geben sich wirklich alle Mühe. Sie versuchen, den gesamten Kanon einzuhalten, sie zeigen, wie es mit einigen Handlungssträngen und Charakteren von TNG und VOY (eventuell auch später DS9) weiterging und wie sich das ganze Star Trek Universum, basierend auf den 3 Vorgängerserien, weiterentwickelt hat. Wahrscheinlich erfahren wir noch, wie es mit den Borg zu Ende ging, vielleicht was mit der Station DS9 und deren Besatzung passiert ist, was mit Odo und seinem Volk passiert ist, was mit den Q passiert ist und und und.
Vielleicht werden auch die Iconianer bei Picard mittel- und langfristig noch eine große Rolle spielen. Es gibt so unendlich viele Möglichkeiten.
Und selbstverständlich müssen die Macher darauf achten, dass die neue Serie in den heutigen Zeitgeist passt. Ohne wirtschaftlichen Erfolg – nur als reine Fortsetzung von TNG, DS9 und VOY – würde die Serie wahrscheinlich nicht lange funktionieren.

Ich jedenfalls bin froh darüber, dass uns diese Serie gegeben wird. Sie ist jetzt schon gut und hat das Potential in den folgenden (hoffentlich vielen folgenden) Staffeln sogar noch besser zu werden.

    Chadwick · 22. Februar 2020 um 19:02

    Einer der besten Kommentare, der ich in Bezug auf Picard gelesen habe.

    Alex1605 · 23. Februar 2020 um 10:55

    Simme dem voll zu. Picard ist eine gute Serie in den Startlöchern. Gut geschauspielert, mit guten Charakteren

    Tobias Claren · 25. Februar 2020 um 19:25

    Es war doch wohl Stewart selbst der sich geweigert hat eine “Fortsetzung” zu machen.
    Das was hier einige den machern vorwerfen ist wohl Stewarts Einfluss, der was anderes neues wollte.
    Was kann nach der Rettung der Galaxie nach evtl. zwei Staffeln noch kommen.
    Wenn es keine wichtig Mission mehr gibt kann Picard ja zurück in Rente gehen.
    Dass er im 24, fast 25 Jahrhundert mit 79 so alt aussieht kann man wie bei allen alten Menschen in ST natürlich etwas unrealistisch finden. Wenn heute geborene evtl. 100 werden, und schon Menschen 120 wurden, werden Menschen in 300 Jahren evtl. normal 150, 160, 180 ?!?. Wenn man genetische Manipulation aussschließt weil böse böse “Eugenik”.

    Es gibt heute Menschen die mit über 50 aussehen wie 20-25. Z.B. Masako Mizutani.
    Und wenn man mal eben für einen Einsatz Menschen wie Romulaner etc. ausehen lässt, und das “Plastische Chirurgie” nennt, sollte eigentlich auch mehr möglich sein als in dem ST-Film mit den Gesichtsstraffungen an Haken…

    Grundsätzlich werden Menschen aber wohl nicht nur Älter, sondern das Greisenalter verschiebt sich auch.

    wolf-roberto · 26. Februar 2020 um 9:29

    Ich stimme dir zu. Aber im direkten Vergleich mit z. Bsp. der Staffel 1 Folge 6 TNG “der Reisende” sind Lichtjahre zwischen den Star Trek Universen ^^
    Ich bin da eher pessimistisch was die Entwicklung von Star Trek Picard angeht. Das typische der anderen Star Trek Serien, wie oben steht, Streben nach Wissen und Abenteuerlust vermisse ich auch. Das ist aber auch das Idealistische der Serien, was auch Zeittypisch ist und sich demnach von unserer Zeit Heute unterscheidet.

Chadwick · 22. Februar 2020 um 17:12

Hervorragende Kritik, auch wenn ich hier immer noch klares Star Trek erkenne. DS9 hatte einige sehr brutale und harte Episoden, die dem damaligen Zeitgeist geschuldet nicht so hart inszeniert wurden, wie es heute der Fall wäre. Ich mag das Picard nicht ankreiden.

Das einzige was mich gestört hat war, dass man nicht die ursprünglichen Schauspieler gecastet hat, aber VOR ALLEM der völlig lächerliche Schauspiel-Picard. Stewart war hier hart an der Grenze.

    strassid2 · 22. Februar 2020 um 19:36

    Der Darsteller von Icheb hatte sich 2017 negativ auf Twitter über Anthony Rapp geäußert als dieser darüber berichtet hat, dass sich Kevin Spacey in den 80ern an ihm vergangen hat. Könnte damit zusammen hängen, dass sie ihn nicht mehr auftreten lassen wollten

      Kira · 23. Februar 2020 um 15:56

      Ist an mir völlig vorbei gegangen. Was ist denn da genau passiert?

      oz_ · 23. Februar 2020 um 21:46

      Als “Bericht” würde ich das auf keinen Fall bezeichnen, was Rapp gesagt hat, sondern als eine bis dato (und wahrscheinlich bis in alle Ewigkeit) unbewiesene Behauptung/Anschuldigung. In einem Rechtsstaat hat man immer noch so lange für unschuldig zu gelten, bis die Schuld bewiesen ist. Darüber entscheidet nicht ein selbstgerechter Twittermob oder irgendwelche Hollywood-Heinis, die nach dem Motto “haltet den Dieb”, von ihren eigenen Charaktermängeln ablenken wollen.

        strassid2 · 24. Februar 2020 um 12:31

        Ein Augenzeugenbericht kann auch eine subjektive Wahrnehmung widerspiegeln, von daher finde ich den Begriff keineswegs unpassend. Außerdem ist ja die Frage, ob sich alles so zugetragen hat ja gar nicht der Inhalt von Manu Intiraymis Kommentaren gewesen:
        Er geht nur darauf ein, dass Anthony Rapp ja prinzipiell selbst schuld ist, wenn ihm sowas passiert, er hätte ja auch gehen können und soll jetzt nicht so ein Jammerlappen sein.

        Und hier wäre es durchaus nachvollziehbar, wenn die Macher der aktuellen Star Trek Serien jemandem, der gegen einen aktuellen Darsteller schießt, kein Jobangebot für ein 20 Sekunden Cameo anbieten.

        Welche andere Gründe für seine Abwesenheit könnte es denn sonst geben? Manu Intiraymi ist ja jetzt wirklich kein besonders viel beschäftigter Schauspieler, wenn ich mir seine Auftritte seit Voyager mal so anschaue…

    Frank · 23. Februar 2020 um 9:52

    … zum Vergleich für Düsteris und Gewalt (explodierender Kopf in Nahaufname) bitte auch nochmal TNG-Folge “Conspiracy” aus der ersten Season anschauen. Ich finde “Picard” und die neuen Charaktere weiterhin super und freue mich sehr über die Serie. Aber ganz klar: Gewalt/Horror-Visualisierung brauche ich persönlich nicht. Hier hat es wenigsten dazu gedient “nacherlebbar” das Entsetzen/Verstörung und den daraus resultierenden Rachewunsche von 7 of 9 nachvollziehbar zu machen. Sonst wäre das Verhalten von 7 kaum nachvollziehbar gewesen. Das war z. B. bei Conspiracy nicht der Fall. Da war das grundlos eingebaut.

      Tobias Claren · 25. Februar 2020 um 19:03

      lief das vor Tele 5 schon unzensiert im Fernsehen?
      In Voyager gab es auch mal einen Haufen Körperteile, und Ich glaube Gedärme als Trophäen.
      Und eine Episode im Ego-Shooter-Stil.

Dewin · 23. Februar 2020 um 8:53

Was ist mit den Rezensenten los? Erkennen die nicht, dass dies einfach keine gute Serie ist, jetzt mal unabhängig davon, ob es eine gute ST Serie oder nicht, was es definitiv nicht ist. Ich kenne keine einzige Serie in gesamten TV momentan, die so schlechte Dialoge und eine so amateurhafte Inszenierung vorzuzeigen hat. Von den Kitsch-Charakteren mal abgesehen. Auch die Schauspielerei ist wirklich hölzern und lächerlich. So sehr ich mir das gewünscht hätte und auch geduldig war – leider ist selbst Patrick Stewart nicht über alle Zweifel erhaben. Ich kann mir das Ganze nur dadurch erklären, dass unter der Leitung von Kutzman das gesamte ST Franchise bewusst intellektuell flach und inszenatorisch billig gehalten wird, um soviele Menschen wie möglich anzusprechen. Aber leider sind diese mittlerweile so verwöhnt von anderen hochwertigeren TV Produktionen, dass die wohl kaum lange bei Picard bleiben werden. Also an wen soll ich diese katastrophale Serie richten?

    Tobias Claren · 25. Februar 2020 um 18:59

    Stewart hat unter der Prämisse mitgemacht dass es KEINE Fortsetzung von TNG wird.
    Es war SEIN Wille dass Picard so ist, wie es jetzt ist.
    Er hat wohl einiges zum Inhalt, zur Story zu sagen.

    wolf-roberto · 26. Februar 2020 um 9:37

    Das ist sehr übertrieben [Entfernt, bitte verzichtet auf persönliche Angriffe – TZN] Im TV und z.Bsp. Netflix gibt es sehr viele Serien die so schlecht sind, dass die Picard Serie wieder fast als Intellektuell hervorsticht. haha

Frank · 23. Februar 2020 um 10:01

… zur Erinnerung: bei Conspiracy war Gene Roddenberry noch voll und stark involviert. D. h. Das war aus seiner Sicht Star Trek. Als kann man schlecht sagen, dass ‘Picard’ deshalb kein ST mehr im Geiste von TNG ist.

    Dewin · 23. Februar 2020 um 13:59

    Also wirklich. Mir fehlen die Worte. Das man Picard mit TNG auch nur im Ansatz vergleichen kann … Tja, soweit ist es gekommen. Aber davon abgesehen ist Picard einfach eine schlechte Serie. Das kann man nicht wirklich abstreiten.

Tobias Claren · 25. Februar 2020 um 18:56

Falls man mal die Eugenischen Kriege und den Dritten Weltkrieg zur Serie macht, wie anders als Dystopisch sollte das ablaufen? Zumindest die Rahmenhandlung ist dystopisch.
Das ginge evtl. in die Richtung “Judge Dredd”…

Und was TNG angeht, war die Welt der Erde und Föderation dort nur eine Art “Filterblase” der Crew des Flagschiff und einigen Kontakten.
Das ist ja kein Beleg dass die Erde etc. eine so “heile Welt” sind, wie viele daraus schließen.

Ist eine “Oberste Direktive” akzeptabel, die es zulässt eine Spezies sterben zu lassen, weil diese noch keine Raumkrümmungstechnik besitzt?
In The Orville reicht es aus, wenn per Funk um Kontakt gebeten wird…

    Dewin · 26. Februar 2020 um 15:21

    Lieber Tobias – unabhängig von Dystopie und Marschrichtung von ST: [Entfernt, bitte verzichtet auf Unterstellungen – TZN] Leider bewegt sich die Serie insgesamt auf diesem Niveau. Oder nenne nur mal einen klugen Dialog aus der Szene. Es geht den Fans nicht darum, dass sie das alte utopische Star Trek zurückhaben wollen (das 1000x besser ist und für das endlich mal wieder Zeit wäre), sondern einfach, dass die Qualität dieser Picard Serie nicht stimmt – dass alles bewusst auf trashig und billig reduziert wird.

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