Die letzte Folge der ersten Staffel von “Star Trek: Picard” hat zwar ein paar Highlights, viele kleine Schnitzer verhindern dann aber, dass die Folge ein Überflieger wird.

Achtung, Spoiler!

Ein mehr als lahmer Anfang

Die Folge beginnt mit Narek, der zurück zum Borgkubus rennt. Dieser liegt inzwischen im Wasser und man darf sich getrost fragen, wo das denn herkommt, denn davon war in der Folge davor nichts zu sehen. Klar, es gibt ein berühmtes Bild, das einen Kubus im Wasser zeigt und das selbst der Rezensent in seiner Desktopwallpaperliste hat (wens interessiert, der kann ja mal auf Dremscene.org in die SciFi-Szenen reinschnuppern). Ob das wirklich dafür Pate stand, ist natürlich reine Spekulation.

Keine Spekulation ist indes, dass Narissa sich auf dem Kubus versteckt. Bitte was? Die ganze Zeit? Wo beamt sich die Gute eigentlich immer hin? Sah es so aus, als würde sie auf die romulanische Flotte beamen, macht ihre Anwesenheit auf dem Kubus in dieser Folge schlicht keinerlei Sinn. Und dann soll sie auch noch die Waffen aktivieren. Welche? Des Kubus? Selbst wenn der noch funktionstüchtig wäre, was könnte er vom Boden aus schon groß ausrichten?

"Rizzo" und Narek in "Et in Arcadia Ego, Part 2" (Bild: ViacomCBS)

Auch im Finale suuuuper wichtig: “Rizzo” und Narek in “Et in Arcadia Ego, Part 2” (Bild: ViacomCBS)

Und es geht mit den Merkwürdigkeiten munter weiter, denn gerade Soji schleicht sich nochmal zu Picard und darf noch einmal die Predigt von letzter Woche hören, sie möge doch bitte nicht zur Zerstörerin werden. War das wirklich nötig? Zumal sich in Folge Soji wirklich als fehlgeleitet entpuppt und sich voll der Sache der Androiden anschließt, während sich Agnes auf die Seite von Picard stellt.

Und dann ist da noch der Deus Ex Machina. In der letzten Folge bereits vorgestellt als Mittel, die Sirena zu reparieren, wird es später leider genau das: ein mehr als überflüssiges und übermächtiges Plot Device, das man besser schnell wieder vergisst. Wer noch die Hoffnung hatte, dass das „Man wünscht sich einfach, was es tun soll, und es passiert“ sei nur so dahingesagt, der wird sogleich eines Besseren belehrt. Und auch im späteren Verlauf der Folge wird das Ding derart mächtig, dass man sich schon wundern muss. Am Ende erweist es sich aber eigentlich auch als überflüssig. Das alles hätte man ohne ein derartiges Maschinchen auch viel schöner lösen können.

Nach diesem lahmen Einstieg befürchtete ich schon das Schlimmste. Und ja, es kommen noch ein paar ebenso lahme Szenen, am Ende aber dann doch noch ein Stück weit Versöhnliches.

Verschenkte Charaktere

Doch der Reihe nach. Denn “Picard” ist in seiner ersten Staffel die Serie mit den am meisten verschenkten Charakteren. Hier liegt so viel ungenutztes Potential einfach nur brach.

Da haben wir Narissa (deren wahren Namen wir nie erfahren werden), die außer dem Triezen ihres Bruders keine wirklich tragende Rolle bekommen hat. Und auch der Versuch, ihr etwas Tiefe zu verleihen, indem sie über ihre Tante reden durfte, war vor zwei Folgen grandios gescheitert. Schon hier war eigentlich klar, dass sie Folge 10 nicht überleben wird. Und genau so kommt es dann auch. Da hilft auch die (eigentlich überflüssige) Kampfszene mit Seven nichts mehr; ebenso wenig wie die Tatsache, dass die zwei sich wohl schon länger kennen. Nein, der Charakter war extrem eindimensional und im Grunde auch total überflüssig.

Ähnlich ergeht es auch Elnor, der zwar auch in dieser Folge wieder ein oder zwei witzige Szenen – vor allem mit Narek – spendiert bekommt, aber darüber hinaus in der ganzen Staffel eigentlich überflüssig war. Hier taucht er nach dem Anfang auch ganz plötzlich auf der La Sirena auf. Warum? Na weil die Drehbuchautoren es eben so wollen! Ende Gelände! Und auch wenn er dann irgendwie bis zum Ende präsent ist, hat er außer ein oder zwei Kampfszenen nicht wirklich viel beigetragen. Unsinnige Lagerfeuerszene hin oder her. Der nächste überflüssige Charakter.

Dann ist da noch Narek, über den ja schon viele Worte verloren wurden. Weinerlicher Tal Shiar-Agent sind da sicher noch die Harmlosesten. Hier darf er zwar endlich zur Sirena-Crew überlaufen, richtig retten kann das den verhunzten Charakter aber auch nicht mehr. Vor allem gegen Ende wäre hier doch ein abschließendes Gespräch mit Soji drin gewesen – aber nein, man läßt Narek lieber sang- und klanglos mit den ganzen Romulanern verschwinden. Auch er ist also leider am Ende überflüssig.

Und von den ganzen anderen Nebencharakteren, wie Oh, Ramdha und sogar Gastauftritte wie der von Hugh, möchte ich an der Stelle erst gar nicht anfangen. Nirgends wird es so deutlich wie in dieser letzten Folge, wie verschenkt vieles doch ist oder war.

Und der Rest?

Was hingegen gut funktioniert, ist die Interaktion der La Sirena-Crew oder auch Agnes, die in der Androiden-Siedlung auftrumpfen darf. Tropfen auf dem heißen Stein? Möglicherweise, trotzdem hat man hier einige schöne Szenen. Und auch Sutras “Abschied“ fällt überraschend schnell aus, nachdem Soong die Wahrheit erkannt hat. Allerdings akzeptieren die anderen Androiden viel zu schnell, dass die böse Sutra auch wirklich böse ist. Wollten sie nicht eben noch die Organischen vernichten? Und dann kommt ihr “Papa” daher und deaktiviert Sutra und keinen kümmert es?

Und überhaupt ist der Sender eigentlich gar kein Sender, sondern wohl eine Art Portal. Darauf hat leider auch zuvor nichts hingedeutet. Und auch dessen Konstruktion kommt wie aus dem Nichts. Klar, da werden Nanosonden das Ding bauen, kurz zuvor hat man ja auch schon Reparaturdrohnen auf dem Kubus gesehen. Aber bei dieser wundersamen Technik überrascht es manchmal schon, dass diese Androiden die Hilfe der Übersynths brauchen.

Und nun zu den Übersynths: Okay, dass deren Ankunft nicht klappt, ist ja klar. Aber am Ende, als sich die beiden Flotten gegenüberstehen, scheint sich ohnehin keiner dafür zu interessieren, dass da nebenher gerade ein Portal mit Doc Ock-Klauen aufgeht, die versuchen, hindurch zu kommen. Warum auch? Die wollen ja nur alles Leben vernichten. Klar, im Moment gab’s da Wichtigeres, aber nicht mal ne klitzekleine Reaktion darauf? Und warum sollten die Übersynths nicht einfach selber kommen, jetzt wo sie das Signal empfangen haben? (Bitte NICHT in Staffel 2!)

Coppelius Station in "Et in Arcadia Ego, Part 2" (Bild: ViacomCBS)

Coppelius Station in “Et in Arcadia Ego, Part 2” (Bild: ViacomCBS)

Zu guter Letzt haben wir an unsinnigen Szenen noch das Reinschleichen bei den Synths. Statt Narek und Konsorten gleich zu töten (man will doch immer noch alle Organischen ausschalten, nicht wahr?) lässt man sie rein. Man nimmt sie nicht mal fest. Ach und übrigens, Agnes und Picard fliehen zeitgleich (!) zur La Sirena zurück und treffen die andere Gruppe nicht? Müssen ja echt weit voneinander entfernt den Weg gegangen sein…

Die Szene, in der Narek die Granate nach Soji wirft, setzt all diesen Merkwürdigkeiten dann aber sogar noch die Krone auf. Ging ich davon aus, diese sollte eigentlich den Sender treffen, so war das offensichtlich nicht der Fall. Oder wie sonst kann man sich diesen blöden Wurf erklären? Und dass dieser schief gehen wird, war so derart offensichtlich, dass selbst meine Frau, die sonst nicht so auf Filmfehler (oder gar “Star Trek”-Fehler) achtet, sich an der Stelle den Facepalm nicht verkneifen konnte.

Das Finale

Immerhin kann das Finale dann doch noch punkten, auch wenn man sich fragt, wie lang die Romulaner eigentlich zum Feuern brauchen (das erinnert ja schon fast an “Star Wars – Episode IV“). Bei den Orchideen kurz vorher klappte es doch auch. Dass diese nicht in der Lage sein würden, die Bösen aufzuhalten, war natürlich von vorneherein klar. Aber es gibt dabei ein nettes Effekt-Gewitter zu bestaunen.

Das verpufft allerdings ein klein wenig mit dem Eintreffen der Sternenflotte (warum konnte man die eigentlich nicht Tage im Voraus orten wie die Romulaner? Klar, der Überraschungseffekt). Auch hier geizt man erneut an den Effekten, denn man hat einfach die Sternenflottenschiffe hundert Mal kopiert. Und ich dachte schon, die wollten 200 neue Raumschiffe, die nur im Hintergrund zu sehen waren, in der sicher bald startenden “Star Trek: Picard – Raumschiffsammlung“ verkaufen! Was bei der romulanischen Flotte funktioniert (man hatte sie die Folge vorher noch gesehen), scheitert leider grandios bei der Sternenflotte. Hier hätte man die Chance gehabt, die Enterprise zu zeigen (auch wenn man sich das vermutlich aufheben will). Trotzdem wäre dies das I-Tüpfelchen gewesen! So kann man aufgrund der 200 identischen Schiffe bei Rikers “Ich habe das mächtigste Schiff der Flotte“ nur müde lächeln…

Eines der Highlights: Captain Riker (Picard 1×10, Bild: CBS/Amazon Prime)

Aber: Jonathans Frakes’ Auftritt als Riker (der leider schon im Vorspann gespoilert wurde) überzeugt und sorgt für den nötigen Nostalgie-Moment. Ebenso atmet die diplomatische Lösung am Ende, ganz ohne ausufernde Schlacht, den Geist von “Star Trek”. Selbst Picards Aufopferung geht in diesem Sinne noch positiv durch. Für einen kurzen Moment habe ich sogar wirklich geglaubt, man lässt ihn sterben, trotz der bereits erfolgten Ankündigung einer zweiten Staffel. Was wäre DAS für ein Ende gewesen?

Selbst beim Gespräch mit Data ging ich noch davon aus, dass Picard ins Jenseits überdämmert und jeden Moment Q auftauchen und Picard in die zweite Staffel retten wird. Das wäre doch mal ein Twist gewesen – immerhin hat Q das ja schon mal gemacht. Aber nein, Data ist wirklich “real”. So real er eben in dieser Simulation sein kann. Da stellt sich natürlich die Frage, warum er nicht schon vorher wiederbelebt worden ist, aber darüber sehen wir mal wohlwollend hinweg, denn es kommt zur Abschiedsszene zwischen Picard und Data, die schon lange überfällig war. Selbst das letztliche Abschalten ist mit einer Portion Nostalgie versehen – zweifellos das Highlight der Folge. Schade nur, dass Brent Spiner an seiner Entscheidung, nie wieder Data sein zu wollen, damit festhält. Aber man wird eben auch nicht jünger…

Und der andere Schluss…

Selbiges gilt für Picard aka Patrick Stewart, wie man auch sehen kann, als er quasi nackt im Androidenkörper aufwacht. Schnell stellt sich aber Ernüchterung ein: Neuer Körper ja, aber keine Vorteile des Androidendaseins. Er wird ganz normal altern und sterben und hat keine Superkräfte. Sorry, aber was sollte dieser Twist denn dann? Auch das ist leider absolut überflüssig, da wäre es sinniger gewesen, die Androiden hätten in ihren Jahren der Isolation und Forschung ein Heilmittel gefunden. Klar, Picard ist dank Data zur Erkenntnis gelangt, dass er sterben muss, aber das wäre auch im “Original-Körper“ gegangen. Hoffentlich reitet man in der zweiten Staffel nicht zu sehr auf “Andro-Picard“ herum.

Abschied von Data (Picard 1×10, Bild: CBS/Amazon Prime)

Apropos: Androiden sind nun wieder legal in der Föderation. Einfach so und in einem Nebensatz erwähnt. Na das ging ja schnell und widerspricht dem ganzen Plot um den Angriff auf den Mars, der so mühsam aufgebaut wurde. Überhaupt bleiben in der Richtung auch viele Fragen offen und “Picard” macht sich nicht mal im Ansatz die Mühe, diese noch zu beantworten.

Gefeiert habe ich allerdings, dass Seven und Raffi nun offenbar ein Paar sind. Auch wenn es nicht ganz schlüssig ist (wie damals bei Chakotay hätte ich auch hier gerne mehr Entwicklung gesehen), so freue ich mich darauf, in der zweiten Staffel endlich mal ein offen lesbisches Paar in “Star Trek” zu erleben. Das wurde damals erst bei Stamets und Culber in “Discovery“ eingeführt – eigentlich etwas spät für “Star Trek”-Verhältnisse, war die Serie doch immer Vorreiter bei so etwas gewesen. Und auch dass Jeri Ryan als Seven of Nine nun offenbar Teil der Crew bzw. zweiten Staffel sein wird, macht Lust auf mehr.

Ausblicke in die zweite Staffel

Obwohl, wie bereits erwähnt, vieles unbeantwortet bleibt, habe ich die Hoffnung, dass man in der zweiten Staffel neue Wege gehen wird. Mein Wunsch ist daher: Bitte schüttelt das alte Korsett der ersten Staffel ab! Scheißt auf die offenen Fragen und macht etwas komplett Neues, das NICHT wieder die Rettung der ganzen Galaxis zum Thema hat. Lokale Konflikte können genauso spannend sein (siehe “The Mandalorian“) und wenn man genug World Building etabliert hat, kann man gerne auch wieder die Erde retten (“The Orville“ Staffel 2). Aber bitte findet erstmal eine solide Basis.

Das muss nicht unbedingt das “Star Trek” aus den 90ern sein, man kann hier durchaus neue Wege gehen, auch optisch. Es muss aber DRINGEND eine soliderer Basis her. Näheres dazu werden wir aber in dem demnächst erscheinenden TrekZone-Podcast besprechen.

Fazit

Viele kleine Fehler vermiesen einem das Finale schon fast und lediglich die guten Szenen am Ende, die den Geist von “Star Trek” atmen, sind schon fast zu wenig, um diese Episode über gutes Mittelmaß hinaus zu heben. Mit viel Wohlwollen und Nostalgie-Bonus hat die Folge noch drei Sterne geschafft, die Tendenz geht aber schon eher zu 2.5.

Bewertung

Handlung der Einzelepisode 3 out of 6 stars (3 / 6)
Stringenz des staffel- und serienübergreifenden Handlungsstrangs 4 out of 6 stars (4 / 6)
Stringenz des bekannten Kanons 4 out of 6 stars (4 / 6)
Charakterentwicklung 3 out of 6 stars (3 / 6)
Spannung 2 out of 6 stars (2 / 6)
Action & Effekte 3 out of 6 stars (3 / 6)
Humor 3 out of 6 stars (3 / 6)
Intellektueller Anspruch 2 out of 6 stars (2 / 6)
Gesamt 3 out of 6 stars (3 / 6)

Episoden-Infos

Episodennummer 10 (Staffel 1, Episode 10)
Originaltitel Et in Arcadia Ego, Part 2
Deutscher Titel Et in Arcadia Ego, Teil 2
Erstausstrahlung USA Donnerstag, 26. März 2020
Erstausstrahlung Deutschland Freitag, 27. März 2020
Drehbuch Michael Chabon & Akiva Goldsman
Regie Akiva Goldsman
Laufzeit 57 Minuten

 


6 Kommentare

Alex1605 · 28. März 2020 um 19:13

Für mich eine der besseren Folgen, trotz „üblicher“ Mängel. Der erste Teil gewohnt langsam, mit teilweise guten Dialogen, bisschen mehr Spannung wäre gut gewesen. Handlungsstränge werden wieder einfach zusammengeführt. Narissa wirkt diesmal sogar glaubwürdig, bis auf die Momente, in denen sie die „Böse“ spielt. Juratti enttarnt sich als „Gewiefte“, die richtig Charakterstärke zeigt. Köstlich, das Duo Picard-Juratti in der La Sirena. Das bietet viele gute Star Trek Momente. Der „alte“ Mann versucht ein modernes Raumschiff zu fliegen, köstlich. Picard, wieder als moralischer Richtungsweiser, opfert sich um Soji zu überzeugen.
In dieser Folge wurde Star Trek Geschichte geschrieben. Picard stirbt und wird nach seinem Tod; ein Androide. Und Data bekommt einen längst überfälligen emotionalen und sehr menschlichen Abschied. Die Nackenhaare haben sich bei mir gesträubt, was für ein Moment!! Unglaublich stark, die musikalische Untermalung in dieser Folge. Dafür wird mir diese Folge immer in Erinnerung sein.
Deshalb 5 von 6!

Steve · 28. März 2020 um 19:27

Ich denke, dieses Wunderding soll eine Hommage an “Die Sorge der Aldeaner” sein. In dieser Episode nutzen die Aldeaner solche Geräte, um daraus Kunstobjekte zu schaffen. Schlägt man übrigens auf memory alpha zu dieser Episode nach, steht unter der Zusammenfassung ein netter Dialog aus der Folge. Durch einen Trick gelingt es Picard, die Aldeaner auszutricksen. Und die Romulaner in dieser Folge hätten auch durch einen Trick aufgehalten werden müssen, anstatt mit einem verbrauchten Manöver. Aber dazu waren die Autoren wieder mal zu faul.

Berliner208 · 28. März 2020 um 19:30

Das mit der Copy-and Paste-Flotte hat mich auch geärgert. Da waren die Flotten, die man in DS9 beim Dominion-Krieg gesehen hat, wesentlich imposanter und beeindruckender dargestellt als hier und das war schon vor 25 Jahren. Und dazu sitzt Captain Riker im Discovery-Kommandosessel…das ist nicht gut dargestellt. Ich frage mich nun, was soll eigentlich der Aufhänger für Staffel 2 sein ? Ich bin unschlüssig, was ich vom Staffelfinale und der künftigen Staffel halten soll

    Alex1605 · 28. März 2020 um 19:35

    Da geb ich dir recht. Raumschlachten haben wir da schon bessere gesehen.

wolf-roberto · 28. März 2020 um 20:13

hallo,
zu Seven und Raffi will ich mal anmerken, obwohl diese Andeutung einer Beziehung einfach aus dem nichts kommt und daher an der Oberfläche platzt und einfach unglaubwürdig ist, wie vieles in der Serie, in DS9 gab es einige homosexuelle Beziehungen, auch unter Frauen. Bei Voyager kann ich mich nur vage erinnern, eventuell gab es das da auch. Mal davon abgesehen, wirkte bei Discovery die zur Schaustellung von gleichgeschlechtlicher Liebe zur angeblichen Emanzipation der Serie-wie hier bei Picard- ziemlich instrumentalisiert.

    Kira · 29. März 2020 um 3:51

    Bei TNG gab es mal eine Geschichte mit Riker, die als homosexuelle Geschichte angekündigt wurde. Allerdings stellte sich heraus, daß es sich um eine geschlechtslose Rasse handelte und der “Partner” letztendlich von einer Frau gespielt wurde. Somit war es eine feige Flucht. Bei DS9 gab es mal was mit Jadzia und einer anderen Trill. Sah gut aus, als sie sich leidenschaftlich küssten, aber auch hier wurde gesagt, daß sich die Symbionten durch ihre vorherigen Wirte kannten – als Mann und Frau. Also auch nur hinter vorgehaltener verschämter Hand. In Voyager kann ich mich an kein Ereignis erinnern. Auch in Enterprise nicht. Erst bei Discovery hat sich Star Trek getraut, homosexuelle Charaktere einzuführen. Lieber spät als nie. Wobei mir auch dort eine intensive Darstellung fehlt. Haben die sich überhaupt mal geküßt? Weiß ich jetzt gar nicht. Mir ist nur ein gemeinsames Zähneputzen in Erinnerung.

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