Die erste Staffel von “Star Trek: Picard” endet mit einer in vielen Aspekten enttäuschenden zehnten Episode. “Et in Arcadia Ego, Teil 2” setzt den fragwürdigen Erzählstil, unausgegorene Handlungsstränge über wundersame Wendungen möglichst bequem aufzulösen, leider fort. Auch das in dieser Episode vollzogene Reboot des Protagonisten besitzt enormes Spaltpotential. Warum “Picard” dem Rezensenten keinen Spaß mehr macht, klärt diese Episodenkritik.

Vorsicht, Spoiler!

Ich bin mit großen Hoffnungen, gedämpften Erwartungen und voller Vorfreude in diese Serie gegangen. Und ich habe stets versucht, die positiven Dinge zu suchen und mich offen zu zeigen für Neuerungen, die in der heutigen Zeit mit ihren ganz eigenen Sehgewohnheiten auch unumgänglich sind. Aber was Michael Chabon und Akiva Goldsman (auch Regie) uns in der zehnten Episode von “Star Trek: Picard” vorgesetzt haben, ist in meinen Augen leider eine ganz bittere Enttäuschung. Ich bin tatsächlich an einem Punkt angelangt, an dem ich mir wünsche, Patrick Stewart wäre bei seinem kategorischen Nein zu einem Picard-Comeback geblieben. Die neue Serie hat leider mehr kaputt gemacht, als dass sie die Geschichte von Picard und Data zufriedenstellend weitererzählt hätte. Aber der Reihe nach.

Wenig Überraschendes

Nach rund 491 Minuten findet Jean-Luc Picards Comeback-Mission mit der 57-minütigen Folge “Et in Arcadia Ego, Teil 2” einen vorläufigen Abschluss. Und man muss den beiden Autoren gewiss zugutehalten, dass ihr Drehbuch sehr darum bemüht ist, den im ersten Teil heraufbeschworenen Konflikt in altehrwürdiger Trek-Manier friedlich zu lösen. Der Protagonist Jean-Luc Picard scheint hierfür auch prädestiniert zu sein.

Über die Inszenierung der Episode muss man nicht viele Worte verlieren, die ist über weite Strecken gelungen. Positiv zu erwähnen sind einige schöne Charakterszenen, wohl dosierte und punktgenaue Pointen, beeindruckende Spezialeffekte sowie ein positiver Grundton, der hinsichtlich der finalen Konfliktlösung an “The Next Generation” erinnert.

Die visuelle Umsetzung der beiden Flotten hat mir jedoch nicht gefallen. Hier fehlt es an Vielfalt und Ästhetik. Die alten Serien hatten jedenfalls schönere Designs zu bieten, allen voran die majestätische Galaxy-Klasse und die schnittige Sovereign-Klasse. Die Verwendung der Discovery-Brücke für Rikers Schiff (USS Zheng He) ist ein wahres Ärgernis. Hier hätte man wenigstens den Kommandosessel tauschen und die Beleuchtung modifizieren können. Die neuen Sternenflotten-Schiffe erinnern mich irgendwie an den Kampfstern Galactica aus dem Reboot. Was die romulanische Flotte angeht, wäre der ein oder andere D’deridex-Warbird auch ganz schön gewesen – als farbliche Ergänzung und aus Nostalgie-Gründen.

Sternenflotten-Schiffe eilen zur Rettung herbei (Bild: ViacomCBS).(Bild: ViacomCBS).

“Et in Arcadia Ego, Teil 2” hebt sich in erfreulicher Weise vom actionreichen Finale der zweiten “Discovery”-Staffel ab. Die Raumschlacht ist kürzer, was auf den unerwarteten Rückzug der romulanischen Flotte zurückzuführen ist. Somit bleibt mehr Zeit für Dialoge. Der Rest der Episode zeigt aber leider wieder die Schattenseite der Serie. Denn wie bereits befürchtet, lässt uns auch “Et in Arcadia Ego, Teil 2” mit zahlreichen halbgaren Handlungssträngen, unbeantworteten Fragen und teils nur bruchstückhaft konkretisierten Charakteren zurück. Viele der im Verlauf der Staffel angeteaserten Mysterien (z.B. Mars-Attacke, Nareks und Narissas Eltern, Ramdha, Borg-Kubus, Zustand des Romulanischen Imperiums), Konflikte (z.B. Picard und die Sternenflotte, Fenris Ranger, Raffis Sohn) und Konsequenzen (z.B. Juratis Mordanklage, Zukunft der xBs) werden einfach nicht mit der hierfür notwendigen Beharrlichkeit plausibel, konsistent und kreativ aufgelöst. Diesbezüglich auf die zweite Staffel zu hoffen, dürfte sich als ebenso illusorisch erweisen wie zuvor schon bei “Discovery”.

Sojis Sinneswandel kommt alles andere als überraschend (Bild: ViacomCBS).

Zudem ist das Drehbuch leider von zahlreichen Logiklöchern, flachen Dialogen, pathetischen Monologen und konstruierten Emotionsausbrüchen durchzogen. Erzählerische Sackgassen werden mit unglaubwürdigen (teils fantastischen) Kniffen zu verschleiern versucht. Und Szenen, die mehr Zeit für emotionale Exposition benötigt hätten, werden im Schnellverfahren abgewickelt. So ist Picards Tod schlichtweg ein Armutszeugnis, grottig geschrieben und von Patrick Stewart auch ungewohnt schlecht gespielt.

Der schon mittelmäßige erste Teil der finalen Doppelfolge hatte es immerhin noch vermocht, ein Dilemma für Picard und Soji zu konstruieren, mit dem man im zweiten Teil durchaus eine spannende und dramatische Geschichte hätte erzählen können. Doch Teil 2 weiß dieses Potential nicht vollumfänglich zu nutzen. Zudem eliminiert man schon recht früh die noch in Teil 1 groß aufgebaute Gegenspielerin Sutra, nur um stattdessen eine Picard-Soji-Konstellation zu etablieren, von der man ohnehin erahnen kann, wie diese enden wird. Damit löscht man unnötigerweise das dramaturgische Feuer der Episode, bis nur noch ein kleines Flämmchen übrig bleibt. Denn abgesehen von Soongs Seitenwechsel und dem romulanischen Rückzug hat mich in dieser Episode fast nichts zu überraschen vermocht, weil vieles einfach so verdammt vorhersehbar gewesen ist: Juratis doppeltes Spiel, Rikers Auftauchen mit einer Armada der Sternenflotte, Narissas (vermeintliches) Ende und Picards Transformation. Die Art, wie die Autoren ihre Geschichten schreiben, lässt von vornherein kaum Raum für (plausible) Überraschungen.

Konklave der Einfallslosigkeit

Dieses schwache Storytelling ist nun schon seit zweieinhalb Jahren (Discovery!!!) ein Dauerthema im Franchise, aber scheinbar ist man unter Alex Kurtzmans Regie weder willens noch fähig, aus ständig wiederholten Fehlern auch nachhaltig zu lernen. Ich weiß nicht, was mich mehr auf die Palme bringt: Die offensichtliche Unfähigkeit der Autoren, stringente, innovative und relevante Geschichten zu erzählen. Oder ihre apologetische Selbstbeweihräucherung, die sie Woche für Woche in den Social Media zum Besten geben, um den Murks, den sie mittlerweile nahezu am Fließband produzieren, wie schriftstellerische Genialität aussehen zu lassen.

“If we didn’t do, then that meant we were totally chickening out on one of our clear, stated theses of the series — that synthetic life is just as valuable as organic life. If Picard believes that premise, and by extension, we believe it, and the Federation and Starfleet believe it, then the ultimate test and the ultimate proof of that belief can be found in making Jean-Luc Picard a synthetic life form.”

– Michael Chabon (Quelle: SYFY)

Visuell ist “Picard” eine Augenweide und der Cast ist exzellent, aber erzählerisch bietet die Serie weitestgehend nur pseudointellektuelle, halbfertige und teils überdramatisierte Handlungsfragmente ohne Tiefgang und Bedeutsamkeit. Was regt hier großartig zum Nachdenken an?

Ich habe lange Zeit versucht, positiv zu bleiben und nach Perlen in Chabons Puzzle-Storyline zu suchen. Aber meine Geduld ist nun wirklich an eine Grenze gestoßen. Nun sitze ich schon das dritte Staffelfinale am Stück hier und frage mich, welcher Hahn in zehn, 20 oder 30 Jahren noch nach diesen dünnen Geschichten krähen soll. Im Nachhinein weiß man erst jetzt die alte Führungsriege um Rick Berman und Brannon Braga zu schätzen. Die Qualitäten von Michael Piller, René Echevarria und Ira Steven Behr sind ohnehin über (fast) jeden Zweifel erhaben.

Meiner Ansicht nach zeichnen sich Kurtzman, Goldsman, Chabon und wie sie alle heißen weitestgehend dadurch aus, dass sie bereits existierende Ideen und Konzepte übernehmen und schlicht neu zu arrangieren versuchen, was ihnen aber nur selten gelingt. Besonders peinlich wird es, wenn man sich ob der eigenen Ideenlosigkeit auch noch selbst wiederholen muss. Ganz ehrlich, mehr als copy & paste sind viele der Charaktere und Handlungsstränge von “Picard” doch nicht. Nicht einmal visuell kann man sich neu erfinden. Oder sollten die äußerlichen Parallelen zwischen Narek, Ash Tyler und Discovery-Spock sowie zwischen Commodore Oh, Narissa und Georgiou tatsächlich Zufall sein?

Bösewichte haben gefälligst schwarze Lederklamotten zu tragen und spitzohrige Männer Vollbart und Strubbelhaar. Das neue “Star Trek” rezitiert sich offenkundig selbst (Bilder: ViacomCBS).

Und was den Plot betrifft: Außer existentiellen Bedrohungen und künstlichen Intelligenzen hat das neue “Star Trek” doch kaum noch etwas zu bieten. Folgerichtig spricht in den beiden jüngsten Serien auch kaum noch jemand von den fremden Welten, unbekannten Lebensformen und neuen Zivilisation, die es zu entdecken gilt. Ausgedehntes Brainstorming findet im Writers Room wohl nicht mehr statt.

Zählen wir mal auf: Die xB-Storyline stammt aus “The Next Generation” und “Voyager”. Die Idee mit der Androiden-Population und dem Golem wurde schon in der Originalserie eingeführt und in “TNG” wiederholt. Die Idee einer abgeschotteten Elite-Gesellschaft stammt ebenfalls aus “The Next Generation”. Mit den Aspekten Krankheit, Altern und Verlustbewältigung wurde Picard schon in “The Next Generation” und “Treffen der Generationen” konfrontiert. Die Auseinandersetzung mit seinem Borg-Trauma war nach “Ich bin Hugh” und “Star Trek: Der erste Kontakt” eigentlich abgeschlossen. Die Fenris Ranger sind nichts anderes als der Maquis 2.0 und die verstreute Romulaner-Gesellschaft weist auffällige Parallelen mit den Bajoranern auf. Und welche bahnbrechenden neuen Infos hat uns “Picard” denn über die Borg geliefert? Die wurden doch zehn Episoden lang nur dröge mitgeschleppt!

Artefakt in "Et in Arcadia Ego, Part 2" (Bild: ViacomCBS)

Der Borg-Handlungsbogen ist “Picard” über Oberflächlichkeiten nicht hinausgekommen (Bild: ViacomCBS).

Hinzu kommt eine Vulgärsprache, die weder zu “Star Trek” noch zu Jean-Luc Picard passt und einfach nur noch gewaltig nervt.

Meine Erwartungen an “Star Trek” sinken angesichts dieser Ideenlosigkeit von Staffel zu Staffel immer weiter.

“Nemesis” verschlimmbessert

Ob “Star Trek: Nemesis” nun einen angemessenen Schlussakkord für die “Next Generation” dargestellt hat, darüber scheiden sich auch fast 20 Jahre später noch immer die Geister. Ich habe mich bisher auch zu jenen gezählt, die den Film für eher unbefriedigend gehalten haben. “Star Trek: Picard” hat meine Meinung allerdings komplett geändert. Dank “Et in Arcadia Ego, Teil 2” habe ich plötzlich meinen Frieden mit dem offenen Ende von “Nemesis” gemacht. Ich sehe in der neuen Serie bisher nicht wirklich einen Mehrwert – weder für das “TNG”-Universum allgemein noch für die Figuren Picard oder Data.

Datas Tod in “Nemesis” war vielleicht unnötig, aber nicht zwangsläufig schlecht geschrieben. Blicke sagen manchmal mehr als Worte, sodass ich das seltsam konstruierte Gespräch (Quantensimulation) zwischen Picard und Data ebenso wenig gebraucht hätte wie Datas kitschige Sterbeszene, die mich ehrlich gesagt nicht übermäßig bewegt hat. Dafür wirkte es einfach zu inszeniert. Das Leben ist nun einmal so: Der Tod kommt oftmals plötzlich, unerwartet und hinterhältig und lässt nicht immer Zeit für ein angemessenes Abschiednehmen. Ich fand die Trauerfeier für Data in “Nemesis” auch völlig angemessen und ausreichend und hatte nie das Gefühl, Datas Geschichte wäre nicht zu einer würdigen Konklusion gekommen. Der Data-Handlungsbogen in “Picard” wirkt auf mich an vielen Stellen doch wenig organisch, unplausibel und überdramatisiert (Datas Tod belastet Picard also mehr als der von Robert und René?).

Datas Abschied von Picard in “Et in Arcadia Ego, Teil 2” ist gewiss schön geschrieben und auch toll gespielt, in der Gesamtbetrachtung aber auch irgendwie redundant.

Picard und Data nehmen nach 20 Jahren nochmals Abschied voneinander (Bild: ViacomCBS).

Ich muss für mich leider feststellen, dass “Picard” den eher unbefriedigenden Abschied von der “Next Generation” in “Nemesis” leider nicht kompensieren konnte. Selbst wenn es schön war, neben Picard auch Data, Riker und Troi wiederzusehen: Für einen angemessenen Abschied hätte man die gesamte Enterprise-Crew zusammenbringen müssen. Und es hätte einer glaubwürdigeren Storyline bedurft.

Picard ist tot, lang lebe Golem-Picard!

Der absolute Tiefpunkt der Episode ist aber der Golem-Twist. Dieser hatte sich schon im ersten Teil angedeutet, nun hat man ihn tatsächlich vollzogen. Ich sage es ganz ehrlich: Ich finde die Idee, Picard sterben zu lassen und sein “Bewusstsein” auf einen Synth zu übertragen, echt dümmlich! Man macht aus Picard einen neuen Data? Ernsthaft?

Erstens habe ich ein Problem damit, dass man nach Culber schon wieder zu dem Mittel greift, eine Hauptfigur sterben zu lassen, nur um sie dann wieder zurück ins Leben zu holen. Diese Pseudodramatik entwertet den gesamten Story Arc um Picards Krankheit, den man in meinen Augen bis zum Ende der Serie langsam, aber stetig hätte erzählen sollen, damit Picard am Ende der Serie sterben kann: entweder als Held oder als kranker Mann. Mit beidem hätte ich leben können, weil das Leben nun einmal nicht jedem einen würdigen Tod gönnt. Ein dahinsiechender Picard wäre vielleicht für uns Fans schwer zu verdauen gewesen, hätte aber wenigstens eine relevante Botschaft transportiert: Auch ein Mann wie Picard ist dem Schicksal ausgeliefert. Das ist keine Schwäche, das ist das Leben!

Picards biologischer Tod wird in “Et in Arcadia Ego, Teil 2” im Schnellverfahren ad acta gelegt (Bild: ViacomCBS).

Was bringt der Golem-Twist denn nun? Picard ist weiter alt. Und stirbt am Ende der Serie dann endgültig, diesmal aber als Androide? Was ein erzählerischer Schwachsinn! Also entweder man stellt Picard komplett auf “jung” (mit einem anderen Schauspieler) oder man erzählt die Serie so weiter, wie man sie begonnen hat: Picard weiß, dass seine Uhr abläuft. Also nutzt er die noch verbleibende Zeit, um noch ein paar spannende Weltraum-Abenteuer zu erleben. Und am Ende stirbt er – auf natürliche Weise oder für eine gute Sache.

“Bevor Ihre Gehirnfunktionen versagten, konnten Dr. Soong und Jurati mit der Hilfe von Soji ein vollständiges, komplett identisches Abbild ihres neuronalen Substrates erzeugen und übertragen.“

– Data zu Picard

Zweitens habe ich von der Narration, man könne das Bewusstsein eines Menschen – den menschlichen Faktor – auf einen Androiden übertragen, noch nie etwas gehalten. Die Erinnerungen vielleicht, aber nicht die menschliche Essenz.

Bei aller Sympathie für Data und Androiden, aber “Star Trek” stand immer für die Botschaft, dass der Mensch etwas Besonderes ist und dass auch die beste Technik ihn nicht ersetzen kann (Das ist nämlich etwas völlig anderes, als Androiden mit Organischen rechtlich gleichzustellen, Herr Chabon!). Picards Einsatz für Datas Rechte in “The Next Generation” basierte nämlich nicht auf der These der Quasi-Gleichheit von Organischen und Synthetischen, sondern auf deren Al­te­ri­tät, die Picard nicht leugnet. Auch wenn Androiden anders sind, sollten sie die gleichen Rechte erhalten. In “Picard” werden Androiden jedoch mit Menschen gleichgesetzt oder sogar als überlegen dargestellt: Sie sehen aus wie Menschen, sie fühlen wie Menschen, sie leben wie Menschen. Aber sie werden nicht krank und altern nur freiwillig. Und sie können sogar den menschlichen Lebensfunken in sich tragen. Für mich zerstört man damit nicht nur Datas Besonderheit, sondern rückt auch die “Star Trek”-Botschaft, Andersartigkeit anzuerkennen, in den Hintergrund. Denn diese neuen Androiden sind nicht mehr wirklich anders. Und dadurch verlieren sie aus erzählerischer Sicht auch ihren Reiz.

Picard lebt nun als Synth ohne Gehirnsyndrom weiter (Bild: ViacomCBS).

Ich finde diese ganze Message höchst fragwürdig, weil es aus dem ursprünglich in “Star Trek” vertretenen Fortschrittsoptimismus eine szientistisch konnotierte Fortschrittsschwärmerei macht. Ein Weltbild, das den menschlichen Faktor negiert und ferner suggeriert, der Mensch könne irgendwann mithilfe der Technik sogar den Tod besiegen. Juhu, niemand muss mehr sterben, wenn er es denn nicht will! Es muss nur ein geeigneter Golem her. Technik als Lösung für alle Fragen und Probleme des Mensch-Seins? Keine Metaphysik mehr? Dasein als reine Mathematik? Dadurch verliert “Star Trek” für mein Dafürhalten seinen anthropologischen Reiz, seinen menschlichen Faktor. Und das wird auch nicht durch Datas schöne Rede und seinen endgültigen “Tod” korrigiert, denn Picards Weiterleben als Androide führt Datas Ausführungen letztlich ad absurdum.

Picard in “Das fremde Gedächtnis” (Bild: ViacomCBS/Netflix).

In dieser Frage gehen die Meinungen der Zuschauer sicher auseinander und das geht für mich auch völlig in Ordnung. Einigen wird der jüngste Picard-Twist gefallen, anderen eher nicht. Ich persönlich habe jedoch den Eindruck, dass die älteren “Star Trek”-Iterationen neben den Chancen der technischen Entwicklung auch stets die Gefahren – und vor allem die Grenzen von Technologie und Wissenschaft betont haben. Auch Picard hat sich in “The Next Generation” wiederholt in einer Weise geäußert, die Picards freudige Reaktion auf seine Transformation für mich wie pure Schizophrenie erscheinen lassen. Picard sagt in “Illusion oder Wirklichkeit” (TNG 2×02), dass er nicht daran glaubt, dass sich das menschliche Sein ausschließlich in wissenschaftlich erfassbaren Dimensionen manifestiert. Sein neues Dasein als Synth dekonstruiert folglich Picards altes Weltbild, was ihn hier aber scheinbar gar nicht zu irritieren scheint. Das finde ich wiederum irritierend.

Aber jeder möge sich diesbezüglich sein eigenes Urteil bilden. Hier einige Zitate aus älteren “Star Trek”-Episoden, welche die Themen Tod und Lebensfunke in den Mittelpunkt stellen:

“Graves, every man has his time. Every man. Without exception.”

“Captain‘s log, supplemental. (…) The intellect of Ira Graves has been deposited into our computer. There is knowledge, but no consciousness. The human equation has been lost.”

– Picard in TNG 2×06 “Das fremde Gedächtnis”/”The Schizoid Man”

Anmerkung: Graves hatte sein Bewusstsein kurz vor seinem Tod in Datas positronisches Gehirn transferiert.


“I believe that our existence must be more than either of these philosophies. That what we are goes beyond Euclidean or other practical measuring systems and that our existence is part of a reality beyond what we understand now as reality.”

– Picard in TNG 2×02 “Illusion oder Wirklichkeit”/”Where Silence Has Lease”


“Someone once told me that time was a predator that stalked us all our lives. But I rather believe than time is a companion who goes with us on the journey and reminds us to cherish every moment, because they’ll never come again. What we leave behind is not as important as how we lived. After all, Number One, we’re only mortal.

Picard in “Star Trek: Treffen der Generationen“


 “Nerys, if I remove the rest of his brain and replace it with a machine he may look like Bareil, he may even talk like Bareil, but he won’t be Bareil. That ‘spark of life’ will be gone. He’ll be dead. And I’ll be the one who killed him. (…) But he’ll die like a man, not a machine. (…) Just let him go.”

– Dr. Bashir in DS9 3×13 “Der Funke des Lebens“/“Life Support“

Fazit

“Et in Arcadia Ego, Teil 2” weist zu viele unglaubwürdige Dei ex machina, Plot Holes und Offensichtlichkeiten auf, als dass man dieser Episode eine besondere Qualität attestieren könnte. Dass man eine solch ikonische Figur wie Jean-Luc Picard völlig unspektakulär im Vorbeigehen sterben lässt und einfach so durch einen Androiden ersetzt, ist meiner Meinung nach unentschuldbar.

Ferner widerspricht die Serie mit dieser fragwürdigen Charakterumschreibung der humanistischen Botschaft, die “Star Trek” über Jahrzehnte vertreten hat. Maschinen werden dem Menschen hier nicht nur gänzlich (qualitativ) gleichgesetzt, sondern sogar als überlegen dargestellt. Picards Transformation dekonstruiert nicht nur die ursprüngliche Figur Jean-Luc Picard und dessen Weltbild, sondern auch die Einzigartigkeit von Data. Indem man Androiden zu Trägern fremder, ehemals biologischer Bewusstseine degradiert, nimmt man ihnen ihre Besonderheit und ihren Eigenwert. Denn darin bestand auch der Unterschied zwischen Data und den Androiden aus der Originalserie: Data hatte als Maschine eine eigene Identität, er war nicht einfach nur der Träger von Noonian Soongs Bewusstsein. Picard aber nimmt seinem Golem die Chance, eine eigene Persönlichkeit zu entwickeln. Und das ist genau das, was Picard Graves in “Das fremde Gedächtnis“ vorwirft. Das ist irgendwie paradox. Ist das wirklich noch der “TNG”-Picard, den uns die neue Serie gezeigt hat?

“To boldly go where no Fake-Picard has gone before….” (Bild: ViacomCBS).

Der neue Picard, der in der zweiten Staffel weitere Abenteuer erleben wird, ist in meinen Augen nur eine Kopie. Ein Plagiat, an dessen Schicksal ich eigentlich kein Interesse mehr habe. “Star Trek: Picard” hatte die nicht mehr für möglich gehaltene Chance, die Geschichte des legendären Jean-Luc Picard zu Ende zu erzählen und ihn am Ende der Serie ähnlich heroisch sterben zu lassen wie seinerzeit James T. Kirk. Picard als das sterben zu lassen, was er sein ganzes Leben lang gewesen ist: ein Mensch aus Fleisch und Blut; ein Träger des menschlichen Faktors.

Auf die Frage, ob künstliche Intelligenzen den Funken des menschlichen Lebens letztlich inkorporieren können, geben die verschiedenen “Star Trek”-Iterationen zugegebenermaßen unterschiedliche Antworten. Es liegt also letztendlich im Auge des Betrachters. Meiner Einschätzung nach wurde der Transfer von Bewusstsein auf künstliche Körper aber zumeist negativ bewertet. Auch von Picard selbst.

Nun wird der endgültige Abschied von Jean-Luc Picard also darin bestehen, dass man einer Maschine den Stecker zieht. Das ist wahrlich nicht das Ende, das ich mir für diese Figur gewünscht hätte. Die Autoren sollten sich für diesen Mist-Twist in Grund und Boden schämen! Und dass Patrick Stewart die Demontage des Jean-Luc Picard auch noch mitträgt, ist für mich einfach nur eine ganz bittere Erkenntnis. Für mich beschließt “Et in Arcadia Ego, Teil 2” jedenfalls die glorreiche Ära des Jean-Luc Picard. Er ist verstorben. Sein Weg ist hier zu Ende.

Was in Season 2 kommen wird, verbuche ich höchstens unter “Parallelrealität”. Wenn ich es mir überhaupt ansehen werde, dieses neue Fantasy-“Star Trek”, in dem ein künstlicher Picard mal wieder die Galaxis vor den ewig gleichen Gefahren retten muss. Bitte lasst Q wieder alles rückgängig machen!

Bewertung

Handlung der Einzelepisode 2 out of 6 stars (2 / 6)
Stringenz des staffelübergreifenden Plots 3 out of 6 stars (3 / 6)
Stringenz des bekannten Kanons 2 out of 6 stars (2 / 6)
Charakterentwicklung 2 out of 6 stars (2 / 6)
Spannung 2 out of 6 stars (2 / 6)
Action & Effekte 3 out of 6 stars (3 / 6)
Humor 3 out of 6 stars (3 / 6)
Dialoge 2 out of 6 stars (2 / 6)
Intellektueller Anspruch 2 out of 6 stars (2 / 6)
Gesamt 2 out of 6 stars (2 / 6)

Episoden-Infos

Episoden-Nummer 10 (Staffel 1, Episode 10)
Originaltitel Et in Arcadia Ego, Part 2
Deutscher Titel Et in Arcadia Ego, Teil 2
Erstausstrahlung USA Donnerstag, 26. März 2020
Erstausstrahlung Deutschland Freitag, 27. März 2020
Drehbuch Michael Chabon & Akiva Goldsman
Regie Akiva Goldsman
Laufzeit 57 Minuten

 


43 Kommentare

Julian Wangler · 29. März 2020 um 19:58

Großartige Rezension. Vielen Dank dafür!

    Weyoun 5 · 30. März 2020 um 18:17

    Wenn ich diese Folge rezensieren würde, wäre sie fast identisch. Ich dachte immer, daß “Disco” nicht mehr zu unterbieten wäre, aber “Picard” schafft es dennoch. Ich bin wirklich enttäuscht und traurig, welchen Weg “Star Trek” eingeschlagen hat. Ich schwor mir immer, daß alles was in der Hauptzeitlinie passiert von mir als Kanon betrachtet wird. Ich habe immer mal überlegt, wie es den TNG-Leutchen nach “Nemesis” ergangen ist. Nun weiß ich es und ich wünschte, ich würde es nicht wissen und ich überlege, ob ich alles Gesehene ignoriere. “Disco” spielt für mich bereits in einer alternativen Zeitlinie, “Picard” versetze ich ebenfalls dahin. Alles, wofür TNG und die anderen Serien standen war Unterhaltung auf hohem Niveau. “Picard” und “Disco” sind das Gegenteil davon und dann wird auch noch geklaut, daß es kracht: ein entflohener Elb aus Mittelerde, ein Sonic Screwdriver in Ocarina (!?)-Form u.v.a. . So sauer auf “Star Trek” war ich noch nie. Ich hoffe inständig, daß man nicht noch DS9-Charaktere verwendet. Diese Serie hatte einen wunderbaren Abschied und es wäre ein Desaster, wenn diese BadRobot Knallköpfe Hand an diese Serie legen.

Kira · 29. März 2020 um 22:29

Volle Zustimmung. Mehr ist dazu nicht zu sagen…

    Frank · 30. März 2020 um 17:00

    @Matthias: vielen Dank für Dein Statement. Meine Kritik bezog sich nicht gezielt auf Deine Rezension sondern auch auf das bashing in den allgegenwertigen Kommentaren. Und ja, ein bisschen mehr auf Deinen angeführten Zitaten belegte neutralere Kommentierung (oder mit mehr Augenzwinkern) hätte ich mir auch von Dir gewünscht. Man kann ja auch Probleme aufzeigen und mit rhetorischen Fragen “kommentieren” und im Fazit dann deutlich die eigene Meinung schreiben statt Statements im Text wie: “Was ein erzählerischer Schwachsinn!” Oder meinst Du es als ST-Fan wirklich ernst, dass Du nicht die zweite Season mit dem “Plagiat”, der Dich nicht interessiert schauen willst? Das wäre schade!
    Danke auf jeden Fall für Deine Arbeit und ja, Du hast Recht – es ist äußerst riskant alte Chraktere wiederzubeleben und die dann neu zu interpretieren. Aber mir gefallen auch die neuen Charaktere (Saru, Rios, Raffi, etc.) sehr gut und ich denke neben den alten Publikumslieblingen ziehen die auch gut mit. Ich glaube aber, dass keine gute Idee wäre die alten Autoren zurückzuholen (so gut sie waren). Voyager und Enterprise haben doch mehr als nur einen TNG-plot wiederverwendet und auch die Charaktere wurden immer schwächer. Aber auch ich würde mich über eine Storyline freuen, in dem nicht wieder Galaxis auf dem Spiel steht, sondern “nur” die Crew mit Raumschiff. Ich bin sicher, dass Picard sich auch in der 2. Season in den Kritikpunkten verbessert wie es auch Discovery getan hat. Ich kann z.B. auch auf die sprachlichen *f-bombs* (die in 99% der Fälle unpassend waren) ebenso verzichten wie auf alles was mit Augen-Gewalt zu tun hat.

      Matthias Suzan · 30. März 2020 um 17:19

      Hallo Frank,
      eine ausführliche Besprechung der gesamten Staffel folgt demnächst in einem Podcast und/oder einem ausführlichen Artikel. Dort kann ich auch gerne noch einmal auf die besagten Zitate/Episoden eingehen.

      Steve · 30. März 2020 um 19:03

      Es geht nicht darum, einen Plot wiederzuverwenden. Es gibt z.B. viele Androiden-Geschichten, sowohl im Star-Trek-Universum als auch außerhalb. Nicht alles kann neu sein, aber jede Geschichte sollte einen neuen Aspekt, eine neue Sichtweise einbringen. Die erste Direktive wurde oft behandelt, aber meist immer aus einem anderen Blickwinkel. Vielleicht könntest du aus deiner Sicht beschreiben, was in der Serie Picard ein solch neuer Aspekt war?

      Dass die Charaktere immer schwächer wurden, sehe ich nicht. Besonders bei Voyager wurden sie von Staffel zu Staffel besser, und als endlich der langweilige Kazon-Schwachsinn beendet wurde, traf man neue Feinde. Und auch die Gaststars waren teilweise tolle Figuren. “Statistische Wahrscheinlichkeiten” fällt mir da ein.

Steve · 29. März 2020 um 23:22

Sehe ich auch so. Leider. Die Serie ist eine Beleidigung gegenüber allen Fans.

Alex1605 · 30. März 2020 um 9:34

Für mich die beste erste Staffel der Star Trek Serien bisher. Möge “JL” noch lange fliegen!!!

Frank · 30. März 2020 um 14:05

Ich kann mich (wie immer) nicht der negativen Sicht und Stimmung auf dieser Seite gegenüber Picard (oder allem neuen Trek der letzten Jahre) anschließen. Mir gefällt die Serie super und ich stimme Alex 1605 voll zu und freue mich auf die nächste Season. Die selben Kritikschemata erinnern mich stark an die Kritik die TNG, DS9, VOY und ENT damals erhalten haben. Heute wird vergessen was für einen Shitstorm TNG/DS9 für die Wiedervendung der Schiffe der Miranda-/Oberth-/Excelsior-Klasse gekriegt hat (“wie 70 Jahre alte Schiffe noch immer Rückgrat der Sternenflotte? Das ist doch einfallslos und faul!”). Massive Kritik gabs auch schon bei den Classic-Filmen (“wieso ist die Enterprise in erdnähe das einzige Schiff der Flotte was eingreifen kann? Was soll der Quatsch mit Spocks Tod und komischer Wiederbelebung?”). Kurzum ich genieße es, das es Menschen (mit ganz dickem Fell) gibt die bewusst mutig andere Facetten im Star Trek-Universum beleuchten und es erfolgreich wiederbeleben! Denn mehr Trek ist besser als gar kein Trek. Und wo sind die Zeiten als man bei Trekdiener mit einem Augenzwinkern sich über die Fehler bei Trek oder die “Aufreger” ausgetauscht hat statt knallhart mit Worten alles schlecht zu machen und platt zu hauen? Zeitgleich wird Orville oft als geistreiche Alternative angepriesen. Jeder der Galaxy Quest gesehen hat konnte aus meiner Sicht sehen wie Orville hätte sein müssen und was es alles nicht ist. Ich für meinen Teil frage mich warum ich nicht nur noch amerikanische ST-Webpages besuche, wo es bei weitem nicht so ein bashing gibt. Das macht mich echt traurig, da ich immer dachte das wie alle ST lieben und nur großer Zwist darüber besteht, wer der beste Captain und was die beste Serir ist. Aber anscheinend entspricht das nicht mehr dem Zeitgeist.

    Matthias Suzan · 30. März 2020 um 16:23

    Hallo Frank,

    danke für deinen Beitrag. Es freut mich, wenn dir die Serie gefällt. Geschmäcker sind eben verschieden.

    Deine Meinung zu „Star Trek: Picard“ sei dir selbstverständlich unbenommen und ich freue mich über jede lebhafte (aber anständige und sachliche) Diskussion im Kommentarbereich. Ich möchte dich nur darum bitten, dass du meine sachliche Kritik, die ich sogar mit konkreten Zitaten und Episoden-Verweisen belegt habe, nicht pauschal als „schlecht machen“ oder „platt zu hauen“ diffamierst. Wir können gerne sachlich über die Auslegung dieser Zitate oder diverser Folgen diskutieren, aber bitte werfe mir nicht plumpes Bashing vor. Bashing ist z.B. definiert als „ein harter, unbegründeter, nachteiliger Angriff auf eine Person, eine Gruppe oder ein Subjekt.“. Wir Rezensenten von TrekZone kritisieren vielleicht auch mal hart, aber wir begründen unsere Kritik auch stets mit Argumenten. Wir bashen also nicht, wir rezensieren! Das sollte schon allein aus der Textlänge meiner Rezensionen ersichtlich werden.

    Ich habe entgegen deiner Behauptung auch kein Problem damit, dass die neuen Autoren auch andere Facetten von „Star Trek“ zeigen möchten. (Ich habe z.B. auch nie zu denen gehört, die damals „Enterprise“ schlecht fanden.) Aber dann sollten Kurtzman, Chabon und Co. auch bitte konsequent sein und neue Charaktere und neue Settings dafür schreiben. Statt „Discovery“ als ein TOS-Prequel zu konzipieren, hätte man auch einfach von Anfang an in die Zukunft gehen können. Dann hätte man auch weniger Probleme mit dem Kanon (und den Fans) bekommen. Aber stattdessen musste man z.B. Sarek und Spock einem Retcon unterziehen, welches z.B. Sybok komplett ignoriert hat. Und bei Picard und Seven macht man das nun irgendwie auch. Eine bereits seit fast 33 Jahren bestehende Figur, die stets als Musterbeispiel für den „Advanced Human“ galt, zum Synth zu machen, geht in meinen Augen einfach zu weit. Und das habe ich im obigen Text auch begründet. Wenn jemand das anders sieht, dann akzeptiere ich das. Und tatsächlich scheint es vielen ja auch zu gefallen.
    Und noch ein Wort zu den Serien aus den 90er-Jahren: Sicher, auch damals gab es (oftmals überzogene) Kritik. Aber diese Serien haben TOS nur weitererzählt und zudem dessen Charaktere gewürdigt (McCoy, Spock, Scotty, Kirk in TNG bzw. Generations). Sie haben sie nicht umgeschrieben. Und ich glaube, dass man diesen Aspekt unbedingt berücksichtigen muss, um die harte Kritik an „Discovery“ und „Picard“ sachlich und fair einzuordnen. Es geht nicht um die Neuerungen, sondern es geht darum, dass man seit 2009 einfach zu viele Dinge rebootet oder geretcont hat. Und obwohl es vielen Fans schon damals missfallen hat, wird es immer und immer wieder getan. Wenn die neuen Autoren in Charakteren wildern, die andere schon vor Jahrzehnten erfunden und entwickelt haben, dürfen sie sich meiner Ansicht nach auch nicht über die harte Kritik von langjährigen Fans wundern.

    Sie sollen einfach etwas komplett Neues machen: Neues Setting, neue Figuren und neue Geschichten. Aber das können sie scheinbar nicht, denn ihre eigenen Figuren funktionieren irgendwie nur mit denen aus dem Kanon. „Discovery“ brauchte Sarek, Spock und Pike und „Picard“ braucht Picard, Data, Troi und Riker.

    Für „Picard“ hätte man wenigstens einige der alten „TNG“-Autoren zurückholen müssen!

      Alex1605 · 30. März 2020 um 17:56

      Ich verstehe Frank voll und ganz. Picard wird von ca. 60% als gut und besser bewertet, nur leider findet man diese 60% hier nicht. Aber es eben auch menschlich, dass man sich eher den „Frust“ von der Seele schreibt wie die guten Dinge.
      Als dann mal zur Rezension, die mir nicht gefällt. Ich gehe nur auf Picards Tod und den Abschied von Data ein.
      Bewusstseinstransfer: Das Bewusstsein Picards ist schon mehrfach transferiert worden. In „Die geheimnisvolle Kraft“ sogar in den Schiffscomputer und „Im zweiten Leben“ in eine Sonde. Dabei handelt es sich um das komplette Bewusstsein und nicht die Erinnerung. Das Thema passt also zu Star Trek und Picard. Ich finde deshalb den Bewusstseinstransfer von Picard stimmig und gerade im Sinne der positiven Botschaften von Star Trek!
      Androiden: Die dargestellten Androiden entsprechen dem, was Data immer sein wollte. Und klar, sie sind „Leben“. Genau das hat Picard in „Wem gehört Data“ gesagt. Data ist „neues Leben“ und ein „Fühlendes Leben“; das gilt auch für die Androiden. Bei TNG war das übrigens ein Logikplot. Data, der eben keine Gefühle hat, empfinde (auch sexuelle) Gefühle für Tasha Yar??? Ohne „Emotionschip?? Damals war man eben weniger „genau“ oder „kritisch“.Ich verstehe Frank voll und ganz. Picard wird von ca. 60% als gut und besser bewertet, nur leider findet man diese 60% hier nicht. Aber es eben auch menschlich, dass man sich eher den „Frust“ von der Seele schreibt wie die guten Dinge.
      Als dann mal zur Rezension, die mir nicht gefällt. Ich gehe nur auf Picards Tod und den Abschied von Data ein.
      Bewusstseinstransfer: Das Bewusstsein Picards ist schon mehrfach transferiert worden. In „Die geheimnisvolle Kraft“ sogar in den Schiffscomputer und „Im zweiten Leben“ in eine Sonde. Dabei handelt es sich um das komplette Bewusstsein und nicht die Erinnerung. Das Thema passt also zu Star Trek und Picard. Ich finde deshalb den Bewusstseinstransfer von Picard stimmig und gerade im Sinne der positiven Botschaften von Star Trek!
      Androiden: Die dargestellten Androiden entsprechen dem, was Data immer sein wollte. Und klar, sie sind „Leben“. Genau das hat Picard in „Wem gehört Data“ gesagt. Data ist „neues Leben“ und ein „Fühlendes Leben“; das gilt auch für die Androiden. Bei TNG war das übrigens ein Logikplot. Data, der eben keine Gefühle hat, empfinde (auch sexuelle) Gefühle für Tasha Yar??? Ohne „Emotionschip?? Damals war man eben weniger „genau“ oder „kritisch“.
      Aber die Botschaft von Star Trek ist die, das neues Leben immer zu respektieren ist. Dabei geht es nicht darum, ob dieses neue Leben „höher“ steht als der Mensch. Das war nie die Frage.
      Datas Besonderheit bleibt gerade dadurch erhalten. Das macht ja auch das tolle der Abschiedsszene aus. Er ist eben (noch nicht) so menschlich wie die Androiden, möchte es aber sein. Die „Zusammenhänge“ von einzelnen Folgen die in der Rezension gezeigt werden sind eine fleißige Arbeit aber für mich konstruiert und ohne Logik zusammengesetzt. Beispiel: Bei TNG 2×06 sagte Picard, das eben nur der Wissensteil „des Bösen“ im Computer wäre, der Rest nicht, der ging verloren Und weiter?? Die Aussagen zu Leben und Tod bei TNG 2×02???? Was hat das mit der letzten Folge von Picard zu tun?
      Für mich ist die Abschiedsszene epochal und hat Star Tek Geschichte geschrieben. Damit wird der unwürdige Abschied von Data bei Nemesis endlich abgeschlossen. Da war würdig, emotional und zutiefst menschlich. Gerade da zeigte sich die Besonderheit von Data im Unterschied zu den Androiden. Er ist eben einzigartig.
      Deshalb ist für mich diese Folge auch eine von den besseren bei Picard, ohne jetzt auf den Rest einzugehen.

      Aber die Botschaft von Star Trek ist die, das neues Leben immer zu respektieren ist. Dabei geht es nicht darum, ob dieses neue Leben „höher“ steht als der Mensch. Das war nie die Frage.
      Datas Besonderheit bleibt gerade dadurch erhalten. Das macht ja auch das tolle der Abschiedsszene aus. Er ist eben (noch nicht) so menschlich wie die Androiden, möchte es aber sein. Die „Zusammenhänge“ von einzelnen Folgen die in der Rezension gezeigt werden sind eine fleißige Arbeit aber für mich konstruiert und ohne Logik zusammengesetzt. Beispiel: Bei TNG 2×06 sagte Picard, das eben nur der Wissensteil „des Bösen“ im Computer wäre, der Rest nicht, der ging verloren Und weiter?? Die Aussagen zu Leben und Tod bei TNG 2×02???? Was hat das mit der letzten Folge von Picard zu tun?
      Für mich ist die Abschiedsszene epochal und hat Star Tek Geschichte geschrieben. Damit wird der unwürdige Abschied von Data bei Nemesis endlich abgeschlossen. Da war würdig, emotional und zutiefst menschlich. Gerade da zeigte sich die Besonderheit von Data im Unterschied zu den Androiden. Er ist eben einzigartig.
      Deshalb ist für mich diese Folge auch eine von den besseren bei Picard, ohne jetzt auf den Rest einzugehen.

      Alex1605 · 30. März 2020 um 18:00

      Nochmal. Vielleicht könnt ihr den anderen Kommentar löschen.
      Ich verstehe Frank voll und ganz. Picard wird von ca. 60% als gut und besser bewertet, nur leider findet man diese 60% hier nicht. Aber es eben auch menschlich, dass man sich eher den „Frust“ von der Seele schreibt wie die guten Dinge.
      Als dann mal zur Rezension, die mir nicht gefällt. Ich gehe nur auf Picards Tod und den Abschied von Data ein.
      Bewusstseinstransfer: Das Bewusstsein Picards ist schon mehrfach transferiert worden. In „Die geheimnisvolle Kraft“ sogar in den Schiffscomputer und „Im zweiten Leben“ in eine Sonde. Dabei handelt es sich um das komplette Bewusstsein und nicht die Erinnerung. Das Thema passt also zu Star Trek und Picard. Ich finde deshalb den Bewusstseinstransfer von Picard stimmig und gerade im Sinne der positiven Botschaften von Star Trek!
      Androiden: Die dargestellten Androiden entsprechen dem, was Data immer sein wollte. Und klar, sie sind „Leben“. Genau das hat Picard in „Wem gehört Data“ gesagt. Data ist „neues Leben“ und ein „Fühlendes Leben“; das gilt auch für die Androiden. Bei TNG war das übrigens ein Logikplot. Data, der eben keine Gefühle hat, empfinde (auch sexuelle) Gefühle für Tasha Yar??? Ohne „Emotionschip?? Damals war man eben weniger „genau“ oder „kritisch“.
      Aber die Botschaft von Star Trek ist die, das neues Leben immer zu respektieren ist. Dabei geht es nicht darum, ob dieses neue Leben „höher“ steht als der Mensch. Das war nie die Frage.
      Datas Besonderheit bleibt gerade dadurch erhalten. Das macht ja auch das tolle der Abschiedsszene aus. Er ist eben (noch nicht) so menschlich wie die Androiden, möchte es aber sein. Die „Zusammenhänge“ von einzelnen Folgen die in der Rezension gezeigt werden sind eine fleißige Arbeit aber für mich konstruiert und ohne Logik zusammengesetzt. Beispiel: Bei TNG 2×06 sagte Picard, das eben nur der Wissensteil „des Bösen“ im Computer wäre, der Rest nicht, der ging verloren Und weiter?? Die Aussagen zu Leben und Tod bei TNG 2×02???? Was hat das mit der letzten Folge von Picard zu tun?
      Für mich ist die Abschiedsszene epochal und hat Star Tek Geschichte geschrieben. Damit wird der unwürdige Abschied von Data bei Nemesis endlich abgeschlossen. Da war würdig, emotional und zutiefst menschlich. Gerade da zeigte sich die Besonderheit von Data im Unterschied zu den Androiden. Er ist eben einzigartig.
      Deshalb ist für mich diese Folge auch eine von den besseren bei Picard, ohne jetzt auf den Rest einzugehen.

        Matthias Suzan · 30. März 2020 um 20:14

        Hallo Alex1605,
        wie ich bereits in der Rezension geschrieben habe, ist “Star Trek” in der Antwort auf die Frage, ob der menschliche Lebensfunke auf eine KI übertragen werden kann, widersprüchlich. Und somit liegt es im Auge des Betrachters, ob man Picards Bewusstseinstransfer akzeptieren kann oder nicht.

        Selbst wenn es wirklich möglich wäre, sagt Picard in TNG 2×02 aber, dass er selbst nicht glaubt, dass sich unser Sein mit mathematischen Kategorien erfassen lässt. Die Kopie seines “neuralen Substrats” (Was ist das genau? Wo bleibt die Erklärung?) in PIC 1×10 ist aber genau das. Wenn man schon Picards TNG-Weltbild umschreibt, erwarte ich wenigstens eine Erklärung hierfür.
        Zudem verurteilt Picard Ira Graves in “The Schizoid Man” dafür, dass er sein Leben auf Kosten von Data verlängert. Nun macht Picard es aber genauso, denn der Golem könnte ja auch eine eigene Persönlichkeit programmiert bekommen, so wie Dahj, Soji, Saga usw. Auch diesen Sinneswandel bekommt man nicht erklärt.
        In TNG 2×02 und “Generations” sagt Picard, dass man nun einmal sterblich ist und das auch akzeptieren sollte, weil die Art, wie man gelebt hat, das Wichtige ist. Trotzdem ist er in PIC 1×10 froh, den Tod beschissen zu haben.
        Das sind m.M.n. WIDERSPRÜCHE in Picards früherer Charakterzeichnung, die ich nicht einfach so ohne Diskussionen und Erklärungen hinnehmen kann und will. Das ist dem Kanon gegenüber respektlos!

        Was die Androiden angeht: Der Ex-Borg Picard findet es plötzlich geil, wieder eine Mischung aus Maschine und Mensch zu sein? Der nächste interessante Sinneswandel. Picard nimmt seine (ungefragte) Transformation hin, als hätte er nur ein Hemd gewechselt. Das ist armseliges, faules Storywriting von Leuten, die scheinbar keinen tieferen Blick in den Kanon geworfen haben.

        Menschen und Androiden sind nun einmal unterschiedlich, was aber nichts über ihren Wert aussagt. Nur wird es zunehmend lächerlich, wenn ein Bewusstsein plötzlich zwischen Mensch und Android wechseln kann. Was kommt als nächster Twist? Ein gemeinsames Baby von Rios und Soji? 😉

        Wie gesagt: Wem der Twist gefällt, der soll sich auf die 2. Staffel freuen. Damit habe ich kein Problem. Für mich ist Picard nun einmal gestorben, weil er ein Mensch ist und ich ihn auch als ein Mensch sehen will. Ich würde auch Data nicht als Mensch sehen wollen, weil das den Charakter und dessen Reiz zerstören würde. Und ich brauche auch keinen Data 2.0 mit Picard-Aussehen. Diese Geschichte interessiert mich NULL. Datas Entwicklung war als Handlungsstrang genial. Synth-Picard und Soji können nur ein schlechtes Plagiat sein.

          Alex1605 · 30. März 2020 um 21:51

          Hallo Matthias,
          das Sein von Picard ist in „Die geheimnisvolle Kraft“ im Schiffscomputer „gelandet“. D.h. in der Star Trek Welt ist es möglich, ein Bewusstsein zu transferieren. Es sind ja auch öfters die Körper der Crew vom Bewusstsein von Außerirdischen übernommen worden. Umgeschrieben worden ist da gar nichts
          Picard hat mit seinem Bewusstsein nichts im Körper des Golem verdrängt, Soong sagte ja, das da nichts ist.
          Picard hat nichts dazu gesagt, ob man länger leben soll, wen es Medizinich möglich ist Der Transfer eines Bewusstseins in einen leeren Köper ist doch eine Transplantation nur andersherum, oder.
          Erstens sehe ich keinen Widerspruch und warum muss alles erklärt werden? Was hat die Borg Vergangenheit von Picard mit einem Androidenkörper zu tun, der annähernd menschlich ist? Picard hat Data und die Androiden Soji und Dash respektiert. Wo ist also das Problem?
          Letztendlich geht es aber um die Frage, ob einem das gefällt. Begründen lässt sich viel. Mir gefällt es und Picard bleibt für mich Picard, auch im Androidenkörper.
          Ich freue mch auf die zweite Staffel!

          Maebos · 30. März 2020 um 22:55

          Vorneweg: Ich bin mir noch überhaupt nicht darüber klar, was ich mit dieser Entwicklung anfangen soll. Es geht mir also gar nicht darum, sie grundsätzlich zu verteidigen, denn ich sehe die fundamentalen Probleme damit, die hier ja auch umfassend begründet wurden.
          Aber zur Frage der technischen Möglichkeit eines solchen Bewusstseinstransfers in Star Trek fiel mir schon während der Folge sofort Datas Mutter Juliana Tainer ein. Über sie sagte Dr. Soong: ” I tried to perfect my synaptic scanning technique so that I could transfer Juliana’s memories into a positronic matrix.”
          Und: “The truth is, in every way that matters, she is Juliana Soong. I programmed her to terminate after a long life. Let her live out her days, and die believing she was human. Don’t rob her of that, son. Please.”
          Dies vielleicht als Ergänzung zur Diskussion.

          Matthias Suzan · 31. März 2020 um 0:55

          Hallo Maebos,
          und Dr. Bashir sagt in „Der Funke des Lebens“, dass man die „Persönlichkeit“ oder auch den „Lebensfunken“ eben nicht auf ein künstliches Gehirn übertragen kann. Und das merkt man Bareil auch an.
          Was Juliana Tainer betrifft: Soong spricht von übertragenen „Erinnerungen“ (memories) und nicht von „Bewusstsein“ (consciousness). Demnach wäre sie m.M.n. dann doch eher eine Kopie von Juliana, die sich aufgrund ihrer eingespeisten Erinnerungen nur für Juliana hält.
          Und auch in „Nemesis“ werden Datas „Erinnerungen“ auf B-4 übertragen und nicht Datas „Bewusstsein“. Dieses stirbt eigentlich mit Data auf der Scimitar, weshalb ich auch Datas Handlungsbogen in „Picard“ nicht ganz unproblematisch finde. In „Picard“ werden „Gedächtnis“ und „Bewusstsein“ dann aber plötzlich synonym verwendet. „Memories“ und „consciousness“ sind aber nicht unbedingt identisch.
          Anschließend spricht man von Picards „neuralem Substrat“, das kopiert worden sei. Man drückt sich hier offensichtlich mit schwammigen Begrifflichkeiten vor einer metaphysischen Diskussion. Eine Diskussion, die z.B. in den grandiosen Folgen „Wem gehört Data?“ (TNG) und „Der Funke des Lebens“ (DS9) noch geführt worden ist. In „Wem gehört Data?“ ist man sich nämlich einig, dass man „consciousness“ oder „soul“ nicht klar fassen (und somit auch nicht definieren) kann. Und was ich nicht klar definieren kann, kann ich dementsprechend doch auch nicht mit wissenschaftlichen Methoden messen und kopieren, oder? Auch in „Illusion oder Wirklichkeit“ führt Picard eine metaphysische Diskussion über die menschliche Existenz, die seiner Einschätzung nach über das Messbare hinausgeht.
          Diejenigen Episoden hingegen, die Bewusstseinstransfers in Computer oder Androiden als durchführbar zeigen, führen eigentlich keine tiefgreifende Diskussion darüber. Sie machen es einfach. „Das fremde Gedächtnis“ erklärt uns leider auch nicht den Unterschied zwischen Datas positronischem Gehirn und dem Enterprise-Computer. Das ist alles sehr, sehr schwierig und uneinheitlich, wie ich finde. Für mich persönlich gehören Wissenschaft und Metaphysik (Philosophieren) aber beide gleichermaßen zu „Star Trek“ dazu. Für andere eben nicht.
          Demnach bleibe ich bei meiner Aussage: „Star Trek“ ist hier nicht eindeutig und es liegt im Auge des Betrachters, Golem-Picard als echt oder als (sehr gute) Kopie zu sehen.
          @Alex1605
          Picards Bewusstsein wurde in „Das zweite Leben“ nicht in die Sonde übertragen, sondern die Sonde hat mit einem nukleonischen Strahl Zugriff auf Picards Gehirn genommen und ihm fremde Erinnerungen eingespeist und eine Art Koma initiiert. Meiner Meinung nach ist das ein deutlicher Unterschied zum Golem-Transfer.

          Maebos · 1. April 2020 um 22:45

          Hallo Matthias,
          vielen Dank für deine Einschätzung, die mich tatsächlich ehrlich interessiert hat. Ich wollte mit den angeführten Zitaten – auch wenn es sicherlich so rüberkam – keineswegs eine Lanze für die “Lösung” in “Picard” brechen oder eine Gegenposition zu deinen Argumenten beziehen. Mir sind nur die Parallelen aufgefallen und mich hat tatsächlich eine profunde andere Meinung interessiert, weil ich mir meiner eigenen Gedanken und Meinung diesbezüglich noch lange nicht klar bin. Also danke dafür!
          Ich würde mich deinen Ausführungen grundsätzlich anschließen, nicht zuletzt deshalb, weil ich dasselbe Problem für die Wiederauferstehung Datas im Novelverse sehe. Picard ist gestorben und nach dem Transfer in den Androidenkörper sicherlich nicht mehr dieselbe Person. Wie auch immer man damit umgehen möchte, eine eingehende Diskussion dieses Problems stellt ein erstaunliches Desiderat, ja ein Versäumnis der Folge dar. Immerhin kann tatsächlich wunderbar über die Folge diskutieren, wenngleich dies aus den Mängeln, nicht aus der Leistung der Episode erwächst.

          Maebos · 1. April 2020 um 22:49

          Noch ein Zusatz:
          Ist es nicht sogar im Grunde eine Frage, die sich in Star Trek auch bei der Verwendung des Transporters stellen müsste? Organische Körper und ihr Bewusstsein werden vollkommen zerlegt, durch den Raum geschossen und wieder zusammengesetzt – mit intaktem Bewusstsein. Ich weiß, die Frage an sich ist alt, aber gehört sie dann nicht im Kern in dieselbe Diskussion? Oder sind das Konzessionen, die man den Konventionen und Strukturen des Star Trek-Universums machen muss?

        MrAnderson · 31. März 2020 um 19:36

        Lieber Alex,

        das mit den 60 Prozent hast du bei R&D auch schon behauptet. Schon da habe ich dich gefragt, ob du dafür eine vertrauenswürdige Quelle angeben kannst, oder ob du dir die Finger ob deiner Fanhysterie aus den Fingern gesaugt hast. Letzteres scheint der Fall zu sein, denn eine Antwort bist du leider schuldig geblieben. Stattdessen behauptest du hier das gleiche. WOHER KOMMT DIE ZAHL?

        Der Vergleich zwischen amerikanischen Seiten und dieser hinkt ein wenig. Es gibt auch deutschsprachige Seiten, die sehr wohl positiv und nur positiv über die Serie berichten. Das kann man natürlich unkritisch hinnehmen, oder sich einfach mal informieren welche Firmen hinter den meisten Internetseiten stehen. Leider sind die meisten Seiten gar nicht mehr unabhängig, so wie diese hier, sondern hängen, wie zb SJ an einem Medienunternehmen, das unter anderem damit wirbt auf seinen Seiten positiv für das Produkt des Kunden beim Fan einzuwirken. Bei SJ ist es mittlerweile sehr durchsichtig geworden, weil das Medienunternehmen, das dahinter steht auf seiner Seite auch einige seiner zufriedenen Kunden angibt, wie z.B. Disney (darum die vielen positien MCU und STAR WARS Artikel) aber auch weitere Firmen wo man sich dann wirklich noch fragen darf, was man solchen Seiten noch abnehmen kann. Wenn du deine 60% auch von so einer werbefinanzierten Seite hast, dann kannst du die Zahlen schon gleich knicken. Abgesehen davon bin ich auch auf vielen US-Seiten unterwegs und so abgefeiert, wie du hier behauptest werden weder Discovery noch Picard.

          Alex1605 · 31. März 2020 um 20:02

          Lieber MrAnderson: Die Diskussion ist bei R&D weitergeführt worden, da kannst du das ja nachlesen.
          Aber als Anhalt: Eine Wertung bei IMDb von 7,8/10 bedeutet, das mehr die Serie gut finden als schlecht.

    Steve · 30. März 2020 um 19:42

    Die damalige Wiederverwendung der Schiffe lässt sich auf das Budget zurückführen. Zumindest sah man an den Schiffen Details. Aber was sahen wir hier? Kleckse! Vielleicht wäre es ja ein interessanter Artikel, der die Kosten der einzelnen Star-Trek-Serien analyisiert, dann sieht man ja, wo man mehr fürs Geld bekam.

    Und die Fehler in den alten Filmen und Serien machen die neuen doch nicht besser! Es sollte ja nicht nur die Tricktechnik besser werden sondern auch die Qualität des Erzählens – und hier hakt es einfach.

    Der Unterschied ist halt, dass es früher viel mehr Positives gab, das einen über die Fehler hinwegsehen ließ. Man war halt froh, dass Spock wieder da war, egal wie fantastisch die Grundlage war. Nach neun Episoden Schwachsinn ist man sich halt nicht mehr so sicher, ob man Picard zurückhaben will.

      Alex1605 · 31. März 2020 um 11:19

      @ Matthias,
      mit dem „Das zweite Leben“ hast du recht..
      Ich verstehe, das du nicht an einen Bewusstseinstransfer glaubst.
      Aber in der Star Trek Welt gibt es den. Ich erinnere mich an eine Folge von TOS, bei der einige Offiziere von einem fremden Bewusstsein übernommen wurden. In der schon angesprochenen Folge ist Picards Bewusstsein im Schiffscomputer gelandet. Ira Graves Bewusstsein übernimmt Data. Die halbe Schiffsbesatzung wird in 5×15 „Ungebeten Gäste“ von fremden Bewusstsein übernommen. Der Bewusstseinstransfer ist Teil der Star Trek Geschichte und muss dann auch nicht hergeleitet oder begründet werde.
      Insofern ist es auch glaubwürdig, das im Androiden Picard sein gesamtes Bewusstsein steckt. Aber ich verstehe, wenn dir das nicht gefällt.

        Matthias Suzan · 31. März 2020 um 12:59

        @Alex1605. Das mit “Ungebetene Gäste” usw. stimmt natürlich, aber es sind doch oftmals körperlose Aliens, die Menschen übernehmen und nicht Menschen, die andere Menschen oder Androiden übernehmen. Und das ist für mich eben die Frage bzw. das Problem.
        Aber gehen wir mal davon aus, dass es möglich ist. Ist es denn auch moralisch vertretbar oder erstrebenswert? Solche “Bewusstseinstransfers” wurden in Star Trek doch fast immer als etwas Negatives dargestellt. Hier hätte ich mir einfach eine Diskussion gewünscht. Was mich aber total irritiert hat: Warum hat Soong den Golem nicht dafür verwendet, um Saga wiederzubeleben? Sie war doch sein “geliebtes Kind” und Picard nur ein fremder, alter Mann für ihn.

          Alex1605 · 31. März 2020 um 14:14

          @ Matthias: Klar kann man darüber diskutieren. Bewusstseistransfer ist für mich eine Art der “Lebensverlängerung”, wenn er kein anderes Bewusstsein auslöscht. Für mich schwer vorstellbar in einem neuen Körper “aufzuwachen”. Es bleibt natürlich die Ungewissheit: “Lebe ich” oder “Bin ich echt”. Ich selbst bin für vertretbare Lebensverlängerungen, wenn sie nicht zu einem “Sichtum” führen.
          So wie es bei Picard dargestellt wurde, halte ich es aber für vertretbar. Der Golem hatte keinen Geist und Picard hat nichts dazu entschieden. Was tatsächlich gefehlt hat, war so ein Satz von Picard dazu. Seine flapsige Bemerkung über “10 Jahre mehr” interpretiere ich so, das er wohl damit einverstanden war.

Spooky · 30. März 2020 um 14:23

Klasse Rezension!
Picard hatte sich doch schon damit abgefunden in naher Zukunft zu sterben und seine Mission hatte er auch noch erfüllt, und deswegen hätte sich der alte Picard tierisch darüber aufgeregt, das sie ihn wieder künstlich ins Leben zurückgeholt hätten.
Mein Gedanke war immer, das Picard am Ende der Serie stirbt, bzw. sich opfert um andere Leben zu retten, so wie Data sich für ihn geopfert hat. Und nachdem er gestorben ist, taucht Q auf und fragt ihn warum er so gehandelt hat (so in weißem Licht wie in der TNG Episode “Willkommen im Leben nach dem Tode”). Es gibt dann eine schöne Unterhaltung in bester Star Trek Manier, indem Picard versucht Q die menschliche Opferbereitschaft zu erklären um viele Leben zu retten. Am Ende gibt Q zähneknirschend zu, das er Picard und die Diskussionen mit ihm vermissen würde und nimmt ihn ins Continuum mit. Durch Q’s zutun über die Jahre ist dort das Interesse an der menschlichen Natur gestiegen und wer könnte ihnen besser die menschliche Natur näherbringen als Picard! Das fände ich einen schönen, überraschenden Abschluß mit etlichen Referenzen zu TNG.

    Frank · 30. März 2020 um 15:02

    @Spooky: ich mag Deinen Gedanken und hatte auch jede Sekunde Q als “Lebensretter” erwartet. Jedoch wäre das (leider) nur abklatsch von der von Dir genannten erstklassigen Folge gewesen. Aber Q in einer großen Rahmenhandlung oder mit originellem Gastauftritt wäre auf jeden Fall cool. Spannend bleibt auch, ob das nun gesellschaftliche Auswirkungen hat, das Sterbende mit Androidenkörpern ihr leben (vielleicht sogar unbegrenzt) verlängern können. Das kann noch ein spannendes und konfliktreiches Thema in der zweiten Season werden. Ich fand die Sterbeszene von Data sehr berührend der nun mit einem bewusst erlebten Tod endgültig auch hierin erfahren konnte, was es bedeutet Mensch zu sein. Viel besser als diesen doofen Tod und angedeutete Pseudo-Wiederauferstehung als B4 aus Nemesis. Hier wurde durch die Serie ganz viel repariert und toll und berührend zu Ende gebracht.

mrspock · 30. März 2020 um 19:53

Ich danke für diese ausführliche und nachvollziehbare Rezension der ich mich praktisch zu 100 % anschliesse. Star Trek ist für mich auch mit Picard leider nicht mehr zurückgekehrt zu dem was es mal war. Ich mochte auch das ganze Picard-Team einfach gar nicht. An der Serie stimmte einfach fast gar nichts mehr was ich an Star Trek immer mochte. Und wie schon gesagt dieses unerträgliche Retcon von Discovery hat auch in Picard Spuren hinterlassen. Mir persönlich gefällt Star Trek 10 tausendmal besser als jede Picard -Episode. Der Schluss war nur noch lächerlich mit einer gedankenverschmelzenden Androidin…dem Gerät das mit Gedanken alles machen kann….dem Tod von Picard mit anschliessender Wiedergeburt und gleichzeitig einem weiteren Data- Ende der anscheinend irgendwie die ganze Zeit davor noch irgendwie da war… Und eine teilweise vulgäre, rauchende, und mordende Crew um Jean Luc Picard die fand ich sowas von unsympathisch… Ich muss ganz ehrlich sagen dass kein neues Star Trek besser gewesen wäre als dieses schlechte Machwerk, dass damit auch das vorhergehende beschmutzt.

mrspock · 30. März 2020 um 19:58

Anmerken möchte ich auch noch: Ich habe ganz stark das Gefühl dass die Produzenten einfach keinerlei gute Drehbuchautoren mehr haben. Ich finde wenn es keine guten Geschichten gibt, dann sollte man es bleiben lassen, anstatt einfach irgendwas zu produzieren.

GandALF · 30. März 2020 um 23:26

James T. Kirks Tod in “Generations” war an sich schon erbärmlich und in einer Art und Weise trivial, wie es dieser ikonischen Rolle nicht einmal ansatzweise gerecht wurde.
Picards Tod unterbietet das freilich noch meilenweit. Die Unfähigkeit, Ignoranz und schiere Bösartigkeit der Serienmacher hat damit nahezu galaktische Ausnahme angenommen.

    Frank · 31. März 2020 um 11:04

    Das “fantastische Gerät”, das die Gedanken des Nutzers liest und dann ein passendes Werkzeug und Reparatur generiert ist weniger Fantasy als die von uns allen (denke ich zumindest) gemochten Iconia-Tore aus TNG. Diese erscheinen frei schwebend in der Luft, können unfassbar tolle Sachen ohne jegliche technische Grundlage über beliebige Reichweiten und Orte- aber darüber hat sich nie jemand aufgeregt, da es ein tolles Plot-Device war. Ich fand den Reparatur-Moment bei Picard mit dem tool mit der stirnrunzelndenNutzung durch Rios/Raffi als sehr witzig und gelungen. Außerdem fand ich es gut, dass sie es nicht genutzt haben, um Picard “zu reparieren” was naheliegend und zu einfach gewesen wäre.
    Bei aller Kritik finde ich schon sehr befremdlich das seit Jahren den Machern eine Woge des Hasses entgenschlägt und man Statements (von Hobby-Enthusiasten) liest, das Profis unprofessionell arbeiten und sehr erfolgreiche Pulitzer-Preis-Gewinner keine Ahnung vom Storytelling oder ähnlichem haben. Das finde ich unfair und sehr befremdlich unabhängig der angeführten (sachlichen) Kritikpunkte.
    Was auch hier keinerlei Erwähnung findet ist der sehr große Erfolg von Picard: seit Wochen führt es Deutschlandweit auf Platz 1 oder 2 mit über 5 Millionen aufrufen pro Woche die Streaming Charts im Bereich Serien an. D. h. viele Menschen schauen die Serie und Star Trek ist endlich wieder erfolgreich und relevant. Auch viele meiner Arbeitskollegen schauen die Serie und finden Sie so super, das sie nun auch Discovery schauen und sich aus Nostalgie die TNG-Blu Rays gekauft haben. Wie gut, dass auch diese Akademiker (wie ich) noch nicht bemerkt haben wie angeblich “schwachsinnig ” die Story und Charaktere sind. 😉
    @Kira: finde gut und fair, was Du sagst. Ich finde es aber noch immer schade, dass der in der Serie zentrale Temporal Cold War bei Enterprise nie aufgelöst wurde. Ich hoffe sehr, dass dies noch im Rahmen der neuen ST-Produktion aufgegriffen und aufgelöst wird. Ich mochte den nämlich und fand ihn spannend

      GandALF · 31. März 2020 um 13:52

      An eine Fernsehserie verschwende ich meinen Hass nicht, den hebe ich mir für wesentlich bedeutendere Dinge auf.

      Von welchen Streaming-Charts sprichst du?
      Weder Amazon noch CBS geben Seherzahlen zu “Picard” bekannt, und nur das zählt, nicht z.B. auf Abstimmungen beruhende Charts auf Portalen wie Serienjunkies.
      Einzig und alleine aus Kanada kennt man aufgrund besonderer Umstände bisher Seherzahlen, und dort sind sie kontinuierlich steil nach unten gegangen.

      Matthias Suzan · 31. März 2020 um 14:43

      @Frank,

      wurde der Temporale Kalte Krieg nicht zu Beginn von Season 4 aufgelöst? Und vielleicht spielt dieser Konflikt (oder dessen Folgen) auch in “Discovery” Staffel 3 eine Rolle, denn die Discovery ist ja nun im 32. Jh., also “nur” ca. 100 Jahre später.

Kira · 31. März 2020 um 3:28

Da von einigen hier bemängelt wird, daß viele PICARD schlecht finden und auf die Nörgeleien zu den alten Filmen und Serien verweisen, möchte ich hier folgendes anmerken: ICH fand schon IMMER
ALLE Kinofilme KLASSE, von 1-13 (besonders 1-3, 6, 8, 10, 11+13),
TNG toll und
VOY sehr gut.
DS9 ist mein absoluter Liebling,
ENT folgt ganz dicht hinter DS9.
TOS liebe ich seit der hervorragenden Verbesserung zum 40. Jubiläum.
TAS liebe ich seit der Veröffentlichung der vollständigen Episoden auf Blu-ray.
DISco mag ich trotz seiner Fehler auch sehr.

PICARD dagegen schießt sich bei mir als wirklich tolerantem Star-Trek-Fan nicht nur wegen der übertriebenen unlogisch-phantastischen Elemente ab, sondern vor allem, weil die Serie SEINE EIGENEN Geschichten nicht auflöst und zu Ende führt. Das ist ein NO-GO für jede Serie, ob Star Trek oder was anderes (LOST als Beispiel). Ich kann mit vielem leben und vieles akzeptieren, aber ich hasse ungeklärte Stories. Und sowas gab es hier bisher noch nie. Selbst die abgesetzte ENTERPRISE hat wenigstens noch in der letzten Staffel viele offenen Fäden beenden können und hatte sogar eine Abschlußepisode bekommen. Bei PICARD hingegen scheint den Produzenten die Geschichte scheißegal zu sein. Es ist fast NICHTS geklärt oder beendet. Alles verläuft im Sand. Und DAMIT kann und will ich nicht leben.

Ich schließe mich also kategorisch aus der “alten” Nörgler-Kategorie aus, denn ich liebe alles Star Trek – außer PICARD. Da ist meine Toleranzgrenze überschritten. Wer die Serie mag – okay, aber bitte keine Verallgemeinerungen in Richtung Leuten, die es nicht mögen.

Soldberg · 31. März 2020 um 13:47

Klasse Rezsession! Die nachfolgende Diskussion – besonders der Schlagabtausch zwischen Frank, Alex und Mathias – empfand ich sogar als noch “spannender”…

Egal, was in der Vergangenheit nun gesagt oder getan wurde, die letzte Folge der ersten Picard-Staffel wurde uns so präsentiert, wie wir sie gesehen haben. Auch ich denke, Picard kann nicht mehr der sein, der er einmal war… Golem-Picards Inneres wurde letzten Endes von Menschen erschaffen. Sein Geist und seine Beweggründe beruhen maximal auf der Programmierung und den Algorythmen, die dem Golem hardware- und softwaretechnisch eingepflanzt wurden.

Insgesamt hätte ich es auch besser gefunden, wenn man Picard nicht wiederbelebt hätte… zumindest nicht so! Ihn stattdessen irgendwann in der dritten Staffel, wenn die Serie überhaupt soweit kommt, einfach an seinen Kopfschmerzen hätte sterben lassen und gut ist… Und wenn man schon daran denkt, ihn irgendwie zu reanimieren… wieso wird hier nicht die Transportertechnologie genutzt? Es gäbe da doch sicher Wege…

[Folgendes ist rein spekulativ!]

Ich bin mir nicht genau sicher, wann die Entscheidung fiel, eine zweite Staffel für Picard zu produzieren… Ich meine, diese kam recht spät… November letzten Jahres oder so… Zu jenem Zeitpunkt war doch Picard (S1) schon längst abgedreht und in der Post-Produktion… Vielleicht hat man sich mit Picards Tod eine Hintertür offen lassen wollen, sollte es eben nicht in die zweite Staffel gehen. Dann hätte man Picard einfach sterben lassen, hätte nen vernünftigen Abschluss (für Picard) und nen Neuanfang für ne neue Trek-Serie… so ne Art Star Trek: Firefly – Die Abenteuer des Captain Rios…

Da es nun aber grünes Licht für Staffel Zwei gab und sich ein Star Trek Picard allemal besser verkauft, als ein Star Trek Firefly… wurde die letzte Folge mit dem alternativen Ende ausgestrahlt, eben jenen, in dem Picard wieder aufersteht…

Apropos Rios Abenteuer… Jetzt, wo es in die zweite Staffel zu gehen scheint… Wird Rios eigentlich immer noch bezahlt oder stellt er sein Schiff und seine Resourcen Picards Unternehmungen ganz frei zur Verfügung? Und was ist mit den anderen… müssen die nicht arbeiten oder ihrem früheren Leben nachgehen oder so? Jurati zum Beispiel, erklärt sich selbst in der ersten Folge von Picard als die führende Expertin der Erde in Sachen Kybernetik bzw synthetischem Lebens… Ich denke, soclhe Leute arbeiten nicht als 0815- Forscher im Daystrom-Institut, sondern haben in irgendeiner Form und Weise Leitungsfunktionen wahrzunehmen. Wer soll denn ihren Laden übernehmen, wenn sie sich für ein neues Leben und Dasein im Weltraum entscheidet?

Fragen, die mit Sicherheit auch in der zweiten Staffel fortbestehen werden, ohne dass sie tatsächlich beantwortet werden, da diese ja noch trivialer sind, als jene, die von der ersten Staffel insgesamt noch offen sind.

Trotz einiger Entäuschungen, die die Serie geliefert hat, werde ich mir (voraussichtlich) im nächsten Jahr auch die zweite Staffel anschauen… denn es gab auch schöne Momente!

PS: Sollte es ein inhaltliches Problem mit meinem Beitrag geben, wäre ich für ein kurzes Statement dankbarer, als der kommentarlosen Löschung. Andernfalls betrachte ich die Entfernung meines Beitrages, den ich hiermit 1:1 wieder hergestellt habe, als eine unschöne Macke im System…

    Soldberg · 31. März 2020 um 13:54

    Scheinbar spinnt mein Browser oder… Keine Ahnung… Trotz mehrfacher Aktuallisierungsversuche war mein Beitrag verschwunden, so dass ich ihn schlicht ein zweites Mal gepostet habe, mit entsprechenden Kommentar im Nachgang.

    Da es offensichtlich doch zu keine grundlosen Löschung kam und mein Erstbeitrag in diesem Thema nach wie vor da ist, bitte ich den nun entstandenen Doppelpost zu entschuldigen! Sofern es die technischen Möglichkeiten erlauben, kann gerne einer der Doppelposts (inkl. diesem hier) der Übersicht wegen gelöscht werden.

      Thomas Götz · 31. März 2020 um 14:09

      Hallo Soldberg
      dein Beitrag ist nicht verschwunden, er wurde nur noch nicht “freigegeben”.
      Um Spam-Bots und Beleidigungen zu vermeiden (die leider in der Vergangenheit häufiger vorkamen), haben wir uns dazu entschieden, die Kommentare immer freizugeben. Das passiert, je nach Zeit, mal schneller, mal langsamer.

      Bitte an der Stelle einfach etwas Geduld mitbringen. Sinnvolle Beiträge und Diskussionen, auch kritische Stimmen, werden von uns nicht grundlos gelöscht :).

      Wie du sehen kannst, ist dein Beitrag nun lesbar, den “Doppelpost” entferne ich 🙂

      Weiterhin viel Spaß bei uns im TZN!

    Alex1605 · 31. März 2020 um 14:17

    @ Soldberg: Schlagabtausch?? Wenigstens mal ne schöne Diskussion!!😉

      Matthias Suzan · 31. März 2020 um 14:47

      Ja, eine wirklich spannende Diskussion. So muss es sein, so macht es Spaß! 🙂

        Phips · 31. März 2020 um 23:08

        Und was spricht eigentlich dagegen, dass in der zweiten Staffel Picards neuronales Substrat anfängt einen Raum für sowas wie Bewusstsein zu entwickeln und dabei merkt, dass der Körper vielleicht doch irgendwie komisch ist. Also vielleicht an der Stelle, an der hier im Beitrag Software&Hardware mit Substrat gekittet werden?! So könnte man dieses Transplantationsthema weg von der Körper-stößt-Spender-Organ-ab-Ebene auf eine vlt. zukunftsrelevantere Diskussion führen; zumindest war das mein zweiter Gedanke, als ich im Ersten an die gelungene Werbung für die post-/ oder transhumanistischen Stiftungsfonds in den USA dachte.
        Welche Folgen und Dialoge sollte ich mir hierzu nochmal ins Gedächtnis rufen? Danke euch!

        Ok. Wahrscheinlich sprechen nach der Auffassung der einen, diejenigen, die hinter der Kamera stehen dagegen, während diese (und Andere) meinen, dass diejenigen, die vor den Screens säßen, dagegen sprächen. (btw.: Hat amazon nicht direkt am WE den Preis für die TNG-blueray-box gesenkt?)

        Also will ich mal lieber keine Hoffnung machen. Danke in jedem Fall für die Auseinandersetzung mit der ersten Staffel und der hier geführten Diskussion.

Frank · 31. März 2020 um 16:34

@Matthias: nach meiner Erinnerung wissen wir beim Temporal Cold War doch nur, dass die Romulaner dahintersteckten. Wer “Future Guy” war/ist war doch unklar geblieben oder habe ich da etwas verdrängt? Das wäre in der Tat spannend, wenn das in der 3. Season von Discovery aufgegriffen wird. Mein Bauchgefühl ist aber das die Föderation aufgrund politischer Gründe – dem Egoismus der einzelnen Welten a la Brexit und damit verbunden Werteverfall – so stark zerbröselt ist. Auf jeden Fall finde ich das eine wirklich spannende Richtung für die Serie – den Wiederaufbau der UFP mit den alten Idealen. Danke auch für die spannende Diskussion. Ist ja ein positives Zeichen, das soviele Menschen sich wieder leidenschaftlich für ST-interessieren und diskutieren. LLAP!

    Matthias Suzan · 31. März 2020 um 19:01

    Stimmt, der Future Guy wurde nie identifiziert. Es gab wohl mal die Idee, dass es Future-Archer oder so sein soll. Zum Glück hat man das verworfen. Vielleicht ist es Burnham. 😉😂

      Kira · 31. März 2020 um 23:39

      Ja, dieses Thema war eines der wenigen Dinge, die bedauerlicherweise im Sand verliefen. Wäre sicher interessant, wenn da bei Discobery was käme (aber bitte NICHT wieder Burnham!!!). Es gab verschiedene Spekulationen. Future-Archer war eine davon. Andere meinten, spitze Ohren erkannt zu haben, was jedoch noch nicht auf Vulkanier oder Romulaner schließen läßt. Gibt auch noch andere spitzorige Spezies, spontan fallen mir z.B. die Vorta ein. Eine Weiterführung wäre sicher spannend, allerdings war die Story noch nicht so tragend, daß sie eine klaffende Lücke hinterließ.

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