Fast könnte man meinen, wir hätten eine Star Wars-Themenwoche, nachdem nun noch eine weitere Comicrezension präsentiert wird. Aber nur fast, denn wir sehen uns an, was in der neuen Ausgabe steckt.

Inhalt (Klappentext):

Zwei weitere Top-Storys aus der Age of Rebellion-Comic-Saga. Er ist einflussreich und unerbittlich! Auf dem abgelegenen Wüstenplaneten Tatooine hat nur einer das Sagen: der skrupellose Gangsterboss Jabba der Hutt. Aus allen Ecken der Galaxis lockt er die widerwärtigsten Gestalten an – und das zu einem einzigen Zweck: um seine Befehle zu erfüllen…

Star Wars 57 (Panini)

Star Wars 57

Kritik

Der neue „Star Wars“-Comic bietet wieder Stories aus der Zeit der Rebellion, diesmal, wie der Titel schon sagt, dreht es sich um Lando und Jabba. Große Sprünge braucht man natürlich auch hier nicht erwarten. So werden auch hier wieder eher zwei kleine Geschichtenhappen präsentiert, die im Gesamtstorykonzept eher unbedeutend sind.

Zeichnungstechnisch ist vor allem die erste Geschichte um Jabba ganz in Ordnung und auf dem Niveau der sonstigen Comics. Von den Gesichtsdetails bis zu den Hintergründen passt hier eben alles, während die zweite Geschichte um Lando hier etwas abfällt und eher einfachere Zeichnungen präsentiert, die auch bei den Hintergründen auf einfarbige Flächen setzt. Im Großen und Ganzen kann man sich an beide Stile aber gewöhnen und das geht in Ordnung.

Handlungstechnisch vermögen die beiden Geschichten aber zu gefallen – es muss also nicht immer gleich eine die Galaxis beeinflussende Geschichte sein. Lando etwa darf hier mal wieder ein paar seiner Tricks zeigen und vor allem Charakterstärke beweisen, denn obwohl er ein Schmuggler ist, ist er doch auch menschlich und will den Sklaven helfen. Das transportiert auch eine Botschaft und witzigerweise endet die Story sogar mit einem Cliffhanger, denn Lando hat quasi Cloud City verspielt und muss am Ende alles tun, um die Stadt zu behalten. Dass es ihm gelingt, wissen wir natürlich aus Episode V, aber hier wollte man sich womöglich noch eine Hintertür für eine etwaige Fortsetzung offen halten.

Vor allem die Jabba-Story punktet aber wieder durch Witz und Charme und lässt Erinnerungen an die (in Deutsch) gleichnamige (und inzwischen zu den Legends gehörende) Story „Jabba der Hutt“ aufkommen. Allerdings erreicht sie nicht ganz den Coolness-Faktor der vergangenen Tage. Nichtsdestotrotz ist die Hatz nach dem Tusken-Wein gut zu lesen und zeigt auf, dass Jabba das Intrigenspiel wie kein anderer beherrscht. Natürlich sind die Schmuggler, die auf ihn herein fallen, auch nicht gerade die hellsten Köpfe, trotzdem ist das Jabba, wie wir ihn kennen (und lieben …?). Als kleiner Fanservice hat immerhin auch Boba Fett einen Kurzauftritt.

Fazit

Obwohl es sich wieder einmal nur um zwei eher unbedeutende Geschichten handelt, überzeugen diese durch Witz und Charme – aber das ist man vom Duo Jabba/Lando ja auch nicht anders gewohnt. Die Charaktere werden zudem gut getroffen, so dass man hier wirklich nicht meckern kann.

4 out of 5 stars (4 / 5)
Information: Ein Exemplar dieser Ausgabe wurde dem Autor vom Verlag zum Zwecke der Rezension kostenlos überlassen.

Quick-Infos

Autor: Greg Pak
Zeichner: Emilio Laiso, Roland Boschi, Marco Turrini
Originaltitel: Age of Rebellion: Lando Calrissian & Jabba the Hutt
Jahr der Veröffentlichung (Original): 2020
Übersetzer: Michael Nagula
Seitenanzahl: 60
Preis: 4,99.- Euro
Verlag: Panini

Kategorien: LiteraturStar-Wars-Bücher

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