Nachdem man die erste Folge bei Youtube sehen konnte, hat sich nun auch Tom an den Auftakt der neuen Zeichentrickserie “Lower Decks” gewagt. Was in “Second Contact” drinsteckt, klärt seine ausführliche Rezension. Aber Achtung, Spoiler!

Zeichentrick und der internationale Release

Wer meine Artikel verfolgt, der weiß, dass auch ich einer Zeichentrickserie im “Star Trek”-Universum kritisch gegenüberstand. Nicht wegen der Idee oder eines möglichen Zeichenstils an sich, sondern weil Trickserien dazu neigen, Szenen übertrieben darzustellen. Im Sinne von “Star Trek” hieße dies, dass Sachen wie der “Wampa-Slide” (ihr erinnert euch?) kanonisch wären.

Ganz so schlimm ist es dann zumindest in der ersten Folge nicht gekommen und die Episode fügt sich wunderbar in den Kanon ein. Doch dazu gleich mehr. Was nämlich viel schlimmer wiegt, ist die Tatsache, das “Lower Decks” nicht wie gewohnt zum Start der Serie auf den internationalen Märkten verfügbar war. So müssen europäische Zuschauer etwas länger auf die erste Folge warten (wie lange genau, das steht noch nicht fest) und das ist eigentlich zu Zeiten einer weltweiten Distribution ein No-Go. Wie weiland bei Disney und dem “Mandalorian” öffnet man so wieder illegale Beschaffungswegen alle Tore.

Als Begründung für diesen Schritt wurde angeführt, dass man die Ausstrahlungstermine von “Lower Decks” und “Discovery” kurzfristig getauscht habe und deshalb nicht rechtzeitig einen Vertriebspartner gefunden hätte – auch wegen der Corona-Pandemie. Eine Begründung, die ich aber so nicht wirklich stehen lassen kann. Denn dass man “Lower Decks” bringen wird, war seit über einem Jahr hinlänglich bekannt. Da machen auch zwei oder drei Monate hin oder her keinen Unterschied mehr und man hätte sich um die Vermarktung schon weit im Voraus kümmern können – und sollen. Und damals war Corona schließlich noch kein Thema gewesen. Klar, keiner von uns weiß, was genau geschäftsmäßig im Hintergrund läuft, das gehört zu den großen Geheimnissen der Branche. Wie schädigend so eine Verzögerung aber sein kann, hatte letztes Jahr Amazon am eigenen Leib zu spüren bekommen. “Carnival Row” erschien im Mai in der Originalfassung und es dauerte drei Monate (bis August), bis die deutsche Fassung nachgereicht wurde. Eine Zeit, in der diese hoch erwartete Serie natürlich überall diskutiert werden wollte, was in dem Fall die deutschen Zuschauer noch nicht konnten.

Bild: CBS All Access

Und obwohl es “nur” drei Monate waren, erntete Amazon damals einen großen Shitstorm – und ähnlich sieht es auch bei CBS aus. Einige User hatten in den Kommentaren geäußert, dass Netflix und Amazon wohl kein Interesse mehr hätten, “Picard” und “Discovery” zu finanzieren, da sie so nur den Konkurrenz-Streaming-Dienst “CBS All Access” fördern würden. Aufgrund dessen, dass CBS All Access schon wieder umstrukturiert wird, ist man geneigt zu glauben, dass da durchaus was dran sein könnte. “Star Trek”-Fans gehören allerdings auch zu den kritischsten Fangruppen.

Auf jeden Fall reiht sich “Lower Decks” so in die sträflich vernachlässigte Reihe der “Short Treks” ein, die ohne Werbung bei uns in Deutschland kurz vor Start der neuen “Discovery-Staffel” dann einfach da waren. Ob es im Oktober bei der dritten Staffel “Discovery” auch so sein wird?

Heute, eine Woche nach Start, hat CBS die erste Folge “Lower Decks” kostenlos bei Youtube zur Verfügung gestellt (kurzzeitig sogar in Europa). Und ja, ich gestehe, ich wollte eigentlich auf die deutsche Fassung warten, aber der Druck (Frau wollte unbedingt schauen!) war dann doch zu groß. Obwohl es manchmal schwer war, allen englischen Sätzen zu folgen, dafür reden die Charaktere einfach zu schnell, konnte ich mir die Folge zu Gemüte führen und möchte hier meine Eindrücke schildern.

Zum Auftakt lustig

“Lower Decks” ist vom Zeichenstil her wirklich etwas an “Rick & Morty” angelehnt, insgesamt kann der Stil aber überzeugen und es gibt auch keine allzu großen Kanon-Seltsamkeiten (Wampa-Slide!). Statt die dunklen “First Contact”-Uniformen zu nehmen, die ja seit diesem Film (spielt 2373) in “Star Trek” Canon waren, ist man zu den bunten Oberteilen zurückgekehrt. Allerdings sind dies auch nicht die Uniformen von Picard und Raffi, die diese 2384 (in den Rückblenden von “Picard”) getragen haben. Es muss also zwischen 2379 (“Nemesis”) und 2381 (“Lower Decks”) einen neuen Uniformenwechsel gegeben haben (und bis 2384 dann nochmals). Als Zwischenstück beider Uniformstile ist das aber okay. Mir persönlich gefallen die “bunten” Uniformen besser. Nicht nur deshalb, weil man optisch einfach mehr Farbe hat, statt das übliche Einheitsgrau (oder, “Discovery”-Stil, Einheitsblau), sondern weil man über die verschiedenen Farben auch unterschiedliche Akzente setzen kann (siehe mein “Discovery”-Review vom letzten Jahr). Zumal sich die schwarzen Uniformen in dieser Geschichte wohl auch nicht derart gut gemacht hätten. Aber das ist natürlich auch zu einem gewissen Grad Geschmackssache.

Boimler und Mariner in "Second Contact" (Bid: ViacomCBS)

Boimler und Mariner in “Second Contact” (Bid: ViacomCBS)

Die Eröffnungsszene der Serie wurde ja bereits im Vorfeld präsentiert und löste viele Kontroversen aus (mal wieder). Hier werden uns Boimler und Mariner vorgestellt, die in den Lower Decks eben etwas herumalbern. Natürlich mit entsprechendem Humor, der einem gefallen muss, aber eben auch als Charaktereinführung, die durchaus gelungen ist. Zuvor hatte man bereits einen kleinen Blick über die Brücke gewagt und die dortige Riege vorgestellt.

Die Titelsequenz vermag ebenso zu überzeugen, wobei die Schrift in klassischer “TNG”-Manier gehalten ist. Das weckt schon einmal nostalgische Gefühle und auch das Innenleben der Cerritos erinnert an “The Next Generation”. Hier wird auch gleich deutlich, dass die Weltraumszenen einer Zeichentrickserie fast ebenso gut in einer Realserie funktionieren könnten. Ein wenig Feintuning und schon hätte man auch eine echte Schlacht. Aber das war schon in den letzten Jahren so: Reine All-Sequenzen ohne Personen können auch im Trickfilm inzwischen lebensecht wirken.

Die USS Cerritos (Bild: ViacomCBS).

Der Auftritt des Schiffes ist dabei auch lustig geraten. Defekte Gondel – Check. Fallen in ein schwarzes Loch – Check. Eine Schlacht? – Oh wir hauen lieber ab – Check. Zumindest für mich hat das als Einstimmung auf die Serie ganz gut funktioniert und Spaß gemacht.

Die Charaktere

Als Zuschauer begleiten wir dann die junge Orionerin Tendi, die neu auf die Cerritos kommt und dabei natürlich ganz voller Elan ist. Ihre Augen leuchten dabei mitunter wie die des Zuschauers, als sie die ganzen neuen Eindrücke aufnimmt. Okay, ob man ihr wirklich die Funktionsweise des Holodecks hat erklären müssen? Dies wirkt eher wie eine Einführung für neue Zuschauer denn für alteingesessene Fans, aber sei es drum. Auch dass man bei den Lower Decks noch Gemeinschaftsquartiere hat, ist passend. Besser hätte man die Einführung nicht hinbekommen können.

Tendi selbst wird dann im Laufe der Folge noch einiges an Entwicklung durchmachen, etwa eine Operation am lebenden Herzen in der Krankenstation. Das ist auch die einzige Canon-technisch gesehen etwas morbide Szene der Episode. Dafür punktet die gute am Ende wieder, als sie auf die Frage, ob es ihr schon reicht, mit einem “Mehr her” (salopp übersetzt) antwortet. Sehr schön!

Rutherford, Tendi, Boimler und Mariner in "Second Contact" (Bild: ViacomCBS)

Rutherford, Tendi, Boimler und Mariner in “Second Contact” (Bild: ViacomCBS)

Überzeugend ist dann auch der als Geordi-Verschnitt verschriene Rutherford. Klar, sein Augen-Implantat erinnert an den VISOR, ist aber derart mit seinem Gehirn gekoppelt, dass er schon fast als Cyborg durchgeht (und ab und an in den Logikmodus zurückgesetzt wird, was für einige witzige Verwicklungen sorgt). Wie Geordi ist auch er etwas schüchtern, was Frauen angeht, aber nach dem Rat seiner Freunde versucht er sein Glück bei einer Trill. Und auch mitten in der Krise hören die beiden nicht auf (zumindest bis Rutherford sich dann eher für die Technik als für weiteres entscheidet). Das ist mehr Charakterentwicklung, als man in einer Folge “Discovery” oder “Picard” gesehen hat und vermag nicht nur deswegen zu gefallen.

Doch auch die Führungsriege der Cerritos bekommt ihr Fett weg – oder ihre Szenen. Hier ist es etwa der Captain, die von Boimler will, dass er Mariner ausspioniert. Wie man später erfährt, weil sie ihre Tochter ist. Und auch zwischen ihr und ihrem Ex-Mann, einem Admiral, scheint noch einiges zu brodeln. Hier ist der Weg für eine interessante Charakterkonstellation gelegt, die man sicher in den kommenden Folgen noch tiefer erforschen wird.

Doch auch Boimler und Mariner wachsen auf dem Planeten zusammen und die Loyalität zueinander steigt, doch dazu gleich mehr.

Da war doch auch noch eine Haupthandlung

Bei soviel Charakterentwicklung sollte man auch nicht vergessen, dass es noch eine übergeordnete Handlung gibt, die man hier verfolgt. So schleppt Ransom nämlich, für den Zuschauer schon in den ersten Sekunden ziemlich offensichtlich, einen unbekannten Virus an Bord ein (gibt es eigentlich die Biofilter in den Transportern noch?). Kein Besuch auf der Krankenstation, einfach lapidar abhandeln. Okay, vermutlich hätte das jeder so gemacht. Und anders kann die Handlung auch nicht wie geplant stattfinden. Ein bisschen Augen zudrücken muss man an der Stelle also schon.

Was folgt ist das ebenso obligatorische Zombie-Virus, das wir auch schon in diversen “Trek”-Serien gesehen haben. Das ist leider soweit, so Standard, auch wenn es zu einigen lustigen Szenen führt und die ganze Crew dann recht schnell infiziert ist. Das war dann doch etwas zu sehr Aufhänger, aber zum Glück beschränkt man sich dann eher auf die Geschehnisse auf dem Planeten, die in diesem Kontext dann doch wieder interessanter sind – Unterwäsche-Szene inklusive.

Argo-Buggy auf Galar in "Second Contact" (Bild: Viacom CBS)

Argo-Buggy auf Galar in “Second Contact” (Bild: ViacomCBS).

Denn was Mariner dort unten abzieht, ist schon etwas fahrlässig. Den Kommunikator wegwerfen, weil beamen zu einfach ist? Ernsthaft? Zu dem Zeitpunkt konnte sie noch nicht wissen, dass die Spinnen ungefährlich sind. Und ja, die folgende Szene ist zwar recht witzig, wäre es aber eine Realserie gewesen, hätte man sich vermutlich über die (unnötige) Unterwäscheszene von Mariner aufgeregt. Nicht falsch verstehen, gut eingebaut mögen solche Szenen ihre Berechtigung haben (nein, wir reden hier NICHT von Enterprise) und generell ist gegen einen erwachseneren Ton (Stichwort: Nackt-Trainingsraum für diese Folge) nichts einzuwenden. Es sollte aber halt passen. Und dass Boimler am Ende eben komplett nackt dasteht… okay, hüllen wir den Mantel des Schweigens darüber.

Wie die Trailer gezeigt haben, wird man allerdings von solchen Szenen noch einige mehr in dieser Staffel zu sehen bekommen. Hoffentlich werden diese dann etwas besser passen, wir werden es uns im Kontext der einzelnen Folgen aber ansehen. Übrigens könnte die Idee des Nackt-Trainigsraums auch aus “Orville” stammen, denn auch dort gab es in der zweiten Staffel eine Folge über ein Sex-Programm im Simulator nebst obligatorischem Computervirus. Dass man bei “Star Trek” erst jetzt auf den Zug aufspringt… oder hat man hier zur Konkurrenz geschielt?

Die Lösung für das Problem ist dann auch etwas offensichtlich, aber immerhin mit der gasförmigen Einleitung auch wieder kanonisch umgesetzt.

Fazit

Insgesamt bietet die erste Episode einen mehr als guten Auftakt. Die Charaktere werden schön eingeführt und dürfen sogleich Entwicklung zeigen. Und auch wenn der Humor vielleicht nicht jedermanns Sache ist, wird er dosiert genug eingesetzt, um nicht zu sehr zu stören. Die Szenerie ist eingebettet in altes “TNG”-Feeling und vermag dadurch noch einmal mehr zu punkten. Da ist es schon fast verzeihlich, dass die Haupthandlung nicht immer das Gelbe vom Ei ist und es noch ein paar kleinere Schnitzer gibt. Aber wie gesagt, man hat ja erst angefangen….

Bewertung

Handlung der Einzelepisode 4 out of 6 stars (4 / 6)
Stringenz des staffel- und serienübergreifenden Handlungsstrangs 4.5 out of 6 stars (4,5 / 6)
Stringenz des bekannten Kanons 5 out of 6 stars (5 / 6)
Charakterentwicklung 4.5 out of 6 stars (4,5 / 6)
Spannung 4 out of 6 stars (4 / 6)
Action & Effekte 5 out of 6 stars (5 / 6)
Humor 4.5 out of 6 stars (4,5 / 6)
Gesamt 4.5 out of 6 stars (4,5 / 6)

Episoden-Infos

Episodennummer 1 (Staffel 1, Episode 1)
Originaltitel Second Contact
Deutscher Titel
Erstausstrahlung USA Donnerstag, 06. August 2020
Erstausstrahlung Deutschland
Drehbuch Mike McMahan
Regie Barry J. Kelly
Laufzeit 26 Minuten

 


15 Kommentare

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Alex1605 · 14. August 2020 um 10:57

Rezension liest such gut, bin gespannt. Leider ist das Video über den angegebenen Link nicht mehr verfügbar. Gibt es eine andere (legale) Methode?

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    TrekZone Network · 14. August 2020 um 11:08

    Hallo Alex,

    das liegt an der Definition von “legal”. Außerhalb von Nordamerika vertreibt ViacomCBS die Serie aktuell nicht. D.h. du musst wenigstens einen Verstoß gegen die Nutzungsrechte von CBS All Access in Kauf nehmen (sprich: eine Vertragsverletzung) und dich mit Hilfe geeigneter technischer Maßnahmen als US-Amerikaner ausgeben. Ich bitte um Verständnis, dass wir die Anleitung hierzu nicht bereitstellen und auch nicht auf Rückfragen antworten können. Damit verstößt du gegen kein Gesetz und ViacomCBS entsteht auch kein wirtschaftlicher Schaden, allerdings kann CBS All Access dir den Account theoretisch jederzeit sperren.

    Weiterhin viel Spaß im TrekZone Network,
    Christopher

    MfG Christopher

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Piero · 14. August 2020 um 11:40

Danke für die Rezension. Nachdem ich die Episode auf Youtube sehen konnte, kann ich sagen, dass ich in etwa der gleiche Meinung bin. (Hat man nicht auch schon bei Picard den Piloten frei gegeben?)

Übrigens, nur mal so am Rande: Wo macht ihr hier eigentlich den Unterschied zwischen einer Kurz-Rezension und der “normalen” Rezension? Irgendwie erscheint mir die Kurzversion um Lichtjahre länger als die eigentliche Rezension zu sein. (oh man, wie oft hab ich jetzt das Wort Rezession anstelle Rezension getippt..)

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    Thomas Götz · 16. August 2020 um 19:22

    Hi Piero
    wir legen nicht fest wie “lang” eine Rezension ist. Jeder schreibt seine Gedanken dazu nieder und dabei kommen eben unterschiedliche Längen heraus. Wobei im Falle von Christophers Kurzrezension es auch eine kleine Anspielung auf seinen Namen ist. 🙂
    Auf der anderen Seite war uns “Spoilerfreie Langrezension” dann auch wieder zu – Achtung! – lang 🙂
    Gruß
    tom

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Alex1605 · 14. August 2020 um 16:50

Konnte es jetzt auch sehen. Im Wesentlichen Ja zur Rezension mit Abstrichen, danke dafür.
Sieht nach Star Trek (TNG&Co) aus und die Art der Erzählung (oder besser “Klamauk”) erinnert an den Folgenkanon älterer Star Trek Serien. Das Intro zeigt schon, was einen “erwartet”. Die Figuren werden gut (und teilweise albern) eingeführt und ja, da ist ein Team “Lower Decks”. Die Führungsriege stark überzeichnet, mal sehen was sie daraus machen.
Mit den (Klamauk-) Augen sage ich okay zu Einführung, muss man eben mögen.
Bin gespannt, wie sich diese Crew weiter findet.
Bei mr 3,5; mancher Klamauk fast zu überzeichnet. Aber wieder mal mutig von Star Trek und Co. Einfach in ein Genre “zu Springen”, das sicherlich “philosophisch” angehauchten Hardcore Trekkies nicht so gefällt.

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    Piero · 15. August 2020 um 9:08

    Ich denke, die Hardcore Trekkies wollen die damit auch nicht gewinnen. Aber vielleicht kommen neue Fans dazu und lernen auch die alten Serien und Filme schätzen. Hoffentlich schauen die dann aber nicht als nächstes Star Trek der Film, sonst sind sie spätestens bei der “Wir zeigen die Enterprise von allen Seiten”-Szene eingeschlafen 😀

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      Alex1605 · 15. August 2020 um 11:05

      @Piero: Geb ich dir recht. Das Problem sehe ich weniger bei “Hardcore” oder nicht, du musst offen für was Neues sein. Aus der “Brille” Klamauk/ Comedy” sag ich klar: Ja. Für mich teilweise überzogen, aber vielleicht braucht es ja den Star Trek typischen “Erste Staffel Gewöhnungseffekt”. Und klar neue Fans, wenn es keine SF Fans sind, sollten zeitlich eher von aktuell nach älter schauen. Aber das ist so wie mit vielen “alten” Serien oder Filmen. Hab ich mich tatschlich mal vor den SW Edgar Wallce Filmen gegruselt???

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      Kira · 16. August 2020 um 0:08

      “Wir zeigen die Enterprise von allen Seiten” – Hey, das ist eine meiner Lieblingsszenen ever. Das ist ganz großes Kino. Ich liebe es, auch wegen der Musik.
      Ich finde übrigens Star Trek – Der Film großartig, besonders in der ursprünglichen Kinofassung. Bei der späteren Special Edition sieht man meiner Meinung nach zuviel von V’ger, als die Wolke weg war. Das sah (noch) nicht so gut aus und nimmt viel von der mysteriösen Atmosphäre.

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        Piero · 17. August 2020 um 11:23

        Das ist auch eine meiner Lieblings-Szenen. Zusammen mit der Musik erwärmt sich mein Herz total dabei und man triftet ins träumen ab.

        Ein Film ohne einen Teil der Fanfare bzw. Theme von Star Trek der Film fühlt sich für mich oft nicht als ein Star Trek Film an. Spock würde jetzt sagen, dass ich sehr unlogisch bin 😀

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          Kira · 17. August 2020 um 19:41

          Genau. Daher ist Star Trek 4 für mich der schwächste Film. Ökobotschaft ist ja okay, aber die gräßliche Musik gibt gar nix her. Naja und ERDE – 1986. Öde. Ich will SPACE…
          Star Trek 5 hat zwar miese Tricks (Bitte mal ein Upgrade!!!), aber hier holt es die fantastische Musik wieder voll raus.

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Alex Foster · 15. August 2020 um 20:15

der Geist ist einfach aus der Falsche. Ob man jetzt New Trek mag oder nicht ist nicht das Entscheidende. New Trek von Discovery über Picard bis Lower Decks ist beliebige Unterhaltung geworden. Bis in die 90er Jahre war Star Trek etwas Außergewöhnliches, etwas das andere kopierten. Jetzt ist Star Trek etwas, das versucht andere zu kopieren. Lower Decks ist eine Star Trek Version von Futurama, Rick & Morty und Co.

Der Klamauk mag unterhaltend sein, aber es inspiriert nicht mehr. Generationen von WissenschaftlerInnen überall auf der Welt haben sich von TOS und TNG inspirieren lassen und sind Wissenschaftler geworden. Ich glaub kaum, dass Discovery oder Lower Decks das auslöst. Und das ist und wird das Problem dieser neuen Star Trek Interpretation sein. Es bleibt beliebig. Man schaut es sich an und es gerät dann in Vergessenheit. So überlebt Star Trek keine weiteren 50 Jahre.

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    Alex1605 · 15. August 2020 um 20:43

    @Alex F. Ich kann deine Argumentation verstehen. Aber Inspiration vom Klamauk??? Welche Klamauk gibt das den her? Das gibt es nur beim Kabarett. Ich kenne keinen Klamauk, ob Simpsons, Rick usw. der mir etwas “für mein Leben” gibt. Denn Anspruch sehe ich für dieses Genre nicht. Mit dem “Sprung” in dieses Genre will man sicherlich eines: Mit denen Humor unterhalten und alles in Star Trek Atmosphäre.
    Bei Picard sehe ich das. Ist klassischer Star Trek in neuem Gewand. Kreuzzug und nicht aufgeben!😀 Da bin ich Fan von!! Mir gibt das viel!

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      Alex1605 · 15. August 2020 um 20:44

      Ich meinte “mit derbem Humor”😀

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        Alex Foster · 16. August 2020 um 9:36

        ich meine, dass diese Art von Star Trek nicht mehr inspiriert. Hätte es einen Simpson/Rick&Morty etc. Abklatsch von Star Trek gebraucht? Ich finde nicht.
        Wenn ich an all die Geschichten denke, wo Menschen dank Star Trek ihr Leben geändert und wieder in den Griff bekommen haben, dann ist das wirklich ein Schlag ins Gesicht, dass dieses New Trek jetzt Gewalt und moralischen Niedergang zeigt, wie so ziemlich jede andere TV Serie auch. Ich frag mich schon was aus dem Publikum geworden ist? In heutigen Serien sind die Helden eigentlich die Anti-Helden. New Trek reiht sich da leider sehr gut ein, wenn es darum geht, dass Hauptcharaktere moralisch falsches Handeln zeigen und es gutgeheißen wird. Im Grunde ist das ein geistiger Verfall einer kreativen Generation.

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          Alex1605 · 16. August 2020 um 10:02

          @AlexF: ” Abklatsch von Star Trek ..gebraucht”. Gute Frage. Ich find es gut, wenn sich das Franchise sich auf neue “Genre” stürzt. Inspiration erwarte ich von Lower Decks nicht.
          Von Picard geht für mich schon einen Inspiration aus. Ich sehe da nicht die negativen Aspekte. Klar, die Charaktere kommen teilweise aus „Untiefen“, müssen sich fangen und sich dann positiv dem Leben stellen. Die haben dann ihr Leben „in den Griff“ gekriegt. Nicht positiv waren Gewaltexzesse bei Picard. Dem kann ich nichts abgewinnen.
          Anti-Helden? Wenn du damit menschliche Schwächen verbindest, dann ja. Gerade das gefällt mir an Picard, JL ist tatsächlich ein Mensch.
          Moralisch falsches Handeln hat es immer bei Star Trek gegeben. Aber es war immer ein Kompass da, bei STP war es meist Picard oder die Crew der La Sirena. Und selbst Seven hat am Ende der Staffel eingesehen, dass Rache weder sinnvoll ist, noch glücklich macht.
          Bei STD sehe ich Teile deiner Argumente. Da ist das Gesamtbild aber auch unrund.
          Star Trek wird für mich einfach „zeitgemäßer“. Welche „Ausstrahlung“ von den jetzigen Serien ausgehen, lässt sich sicherlich erst in einigen Jahren sagen. Das hat auch bei TNG einige Staffel gedauert.
          Das Publikum? Ist wie es ist. Ich maße mir nicht an, dass zu bewerten. Auch wenn mich ein Blick ins Vormittagsprogramm vieler Sender nur den Kopf schütteln lässt.😀😀

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