Wir werfen einen Blick auf den Abschluss des Doom War.

Inhalt (Klappentext):

Das grandiose Finale von Justice/Doom War! In der Schlacht, die über die Zukunft des Multiversums entscheidet, reißt Lex Luthors Legion die Justice League in Stücke. Doch dann bringt ein Held ein unerwartetes Opfer, damit ein anderer auf das Schlachtfeld zurückkehren kann!

Justice League 21 (Panini)

Justice League 21

Kritik

Die 21. Ausgabe der “Justice League” beendet den aktuellen Story-Arc. Wie dies jedoch umgesetzt worden ist, daran werden einige sicher schwer zu schlucken haben.

Zeichnungstechnisch ist man den Vorgängern treu geblieben und erreicht nicht ganz den Detailgrad der anderen Superhelden-Comics. Hier wirkt alles etwas kantiger, aber immerhin kann man in den dunklen Szenen noch genug Details ausmachen, sodass man sich hier nicht beschweren kann.

Beschweren kann man sich allerdings über die Story. Denn es geht um den finalen Kampf gegen Perpetua und Lex und damit – man ahnt es schon – um jede Menge Kampfszenen. Vor allem werden fast zwei Drittel des Bandes damit zugebracht, den guten alten Lex wieder zu bekehren. Dieser setzt den Helden arg zu und scheint zudem unverwundbar zu sein. Klar, das hat teilweise ein paar gute Ansätze, ist aber nichts, was man so oder so ähnlich nicht schon kennt.

Auch das Opfer von Shayne mag an der Stelle nicht so richtig zünden. Irgendwie ist klar, dass der Martian Manhunter zurückgeholt werden muss, um den Menschen den rechten Weg zu weisen. Wir erinnern uns: Perpetua braucht die Angst, um zu wachsen. Die Helden wollen den Menschen aber Hoffnung geben – und scheitern. Ja, richtig gelesen: Unsere Helden kriegen an der Stelle ordentlich aufs Maul und werde am Ende aus der Realität gekickt. Zumindest an dieser Stelle wurde geschickt mit den Erwartungen der Leser gespielt, da man bis dahin nicht wusste, ob es den Helden gelingen wird, erfolgreich zu sein. Aber man hatte eigentlich fast schon fest damit gerechnet.

Mit diesem recht offenen Ende lässt uns der Comic dann auch zurück. Weiter geht es nämlich erst im nächsten Jahr. Wobei man hier Gefahr läuft, sich nicht mehr an die Details dieser Story zu erinnern. Und als wäre das noch nicht genug, ahnen es die meisten vielleicht schon: Richtig tiefgehende Charakterszenen gibt es in diesem Band nicht, Shaynes Opfer hin oder her. Was bleibt, ist aber immerhin gutes Mittelmaß.

Fazit

Die finale Schlacht ist genau das: eine Schlacht. Diese wird aber zumeist nur mit Lex ausgetragen und scheitert auch sonst daran, emotionale Szenen einzubauen. Nicht unüblich, aber eben auch nicht herausragend. Das Ende ist allerdings mehr als fies – ebenso wie die Tatsache, dass man nun etwas länger auf die Fortsetzung warten muss.

3 out of 5 stars (3 / 5)

Information: Ein Exemplar dieser Ausgabe wurde dem Autor vom Verlag zum Zwecke der Rezension kostenlos überlassen.

Quick-Infos

Autor: Scott Snyder
Zeichner: Jorge Jimenez, Daniel Sampere, Juan Albarran
Originaltitel: Justice League 38, 39
Jahr der Veröffentlichung (Original): 2020
Übersetzer: Christian Heiß
Seitenanzahl: 60
Preis: 4,99 Euro
Verlag: Panini

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Thomas Götz

Seitdem er 1985 zum Ersten Mal Episode IV sah und ausrief "Aber das heisst doch, Vader ist Lukes Vater" ist Tom der Science Fiction verfallen. Star Trek Fan wurde er, wie viele seiner Kollegen, 1990 mit "The Next Generation" in Deutschland. Seine ersten Buchrezensionen zu Star Trek Büchern erschienen schon 1995 im Alter von 16 Jahren im Star Trek Fanclub. Seit 2006 schreibt er auch Online Rezensionen (ab 2009 Trekzone-Exklusiv) und hat kürzlich seine 2000.Rezension veröffentlicht.

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