Gestern ist die dritte Staffel von “Star Trek: Discovery” auch außerhalb der USA auf Netflix gestartet und noch am gleichen Tag verkündeten CBS und startrek.com ganz offiziell, dass die seit 2017 produzierte, siebte “Star Trek”-Serie eine vierte Staffel bekommen wird.

“Star Trek: Discovery” © ViacomCBS

Die Spatzen hatten es schon vor Monaten von den Dächern gepfiffen, nun ist es offiziell: “Star Trek: Discovery” geht ab dem kommenden Monat in die vierte Runde – zumindest was den Produktionsprozess betrifft.

Drehstart Anfang November

Am 2. November starten die Dreharbeiten zur 4. Season in Kanada. Mit dabei sind natürlich wieder die Hauptdarstellerin und frisch gebackene Mutter (Töchterchen Saraiyah Chaunté kam im Juli zur Welt) Sonequa Martin-Green (35) sowie der Rest der “Discovery”-Stammbesetzung. Michelle Paradise fungiert erneut als Executive Producer und Co-Showrunner, sodass auf dieser Position nun endlich Kontinuität eingekehrt ist. Ein entsprechendes Video wurde auf startrek.com veröffentlicht.

Sonequa Martin-Green (Michael Burnham) freut sich auf die vierte Staffel (Bild: © startrek.com)

Über die Story der vierten Staffel ist verständlicherweise noch nichts bekannt, aber es liegt nahe, dass die Handlung der dritten Staffel, die im 32. Jahrhundert angesiedelt ist, in Staffel 4 auf irgendeine Weise fortgesetzt werden wird.

Erfahrungsgemäß liegt zwischen dem Drehbeginn der Staffel und ihrem Ausstrahlungstermin rund ein Jahr. In Zeiten von Corona ist diese Prognose allerdings mit Vorsicht zu genießen. Im Idealfall dürfen wir wohl damit rechnen, die vierte Staffel Ende 2021 (oder Anfang 2022) zu Gesicht zu bekommen. Womöglich könnte “Discovery”-Season 4 dann sogar noch vor “Picard”-Season 2 starten.

Wider alle Absetzungsgerüchte

Da die Dreharbeiten bereits in gut zwei Wochen beginnen werden, kann man davon ausgehen, dass CBS schon vor einiger Zeit grünes Licht für eine vierte Staffel gegeben haben muss. Schließlich mussten zunächst die entsprechenden Drehbücher geschrieben, Kulissen gebaut und Gastdarsteller gecastet werden.

Dass man sich also schon lange vor dem Start der dritten Staffel und trotz der schwierigen Produktionsbedingungen sowie der unsicheren Wirtschaftslage in Zeiten der Corona-Pandemie für eine frühzeitige Verlängerung der Serie entschieden hat, spricht dafür, dass die Abrufzahlen von “Discovery” (und “Picard”) in den vergangenen rund zwei Jahren auf CBS All Access nicht allzu schlecht gewesen sein können. Jedenfalls rückt diese Tatsache all diejenigen Stimmen in ein zweifelhaftes Licht, die der Serie schon seit Monaten und Jahren ein baldiges und unrühmliches Ende prognostiziert haben.

Allen berechtigten Kritikpunkten an der Serie zum Trotz darf man an dieser Stelle festhalten, dass sich “Star Trek: Discovery” als Serie auf dem Streaming-Markt etabliert und ViacomCBS scheinbar auch satte Gewinne eingebracht hat.

Aktuell läuft die dritte Staffel von “Discovery” bei CBS All Acccess und Netflix (Bild: © ViacomCBS)

Staffel 3 gestartet

Seit Donnerstag (CBS/USA) beziehungsweise Freitag (Netflix/international) werden noch bis Anfang Januar 2021 insgesamt 13 Episoden der dritten Season von “Star Trek: Discovery” im wöchentlichen Turnus veröffentlicht. Das TrekZone Network wird diese Episoden wie gewohnt ausführlich rezensieren.


Matthias Suzan

Matthias Suzan

Matthiasˈ Leidenschaft für "Star Trek" begann im zarten Alter von neun Jahren mit "The Next Generation". Anfänglich waren es noch die Raumschiffe und die Technik, die ihn faszinierten. Später weckten vor allem die anthropologischen, gesellschaftlichen und politischen Themen des Trek-Universums sein Interesse, sodass er sich seither für Politik- und Geisteswissenschaften interessiert. Nach knapp zwei Jahrzehnten als treuer TrekZone-Leser stieß er Ende 2017 mit dem Start von "Discovery" zur TZN-Redaktion.

3 Kommentare

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Piero · 18. Oktober 2020 um 17:08

Für eine Serie, die angeblich niemand schaut und niemand mag und sowieso gem. einiger Leute schon gestern abgesetzt wurde, hält sie sich erstaunlich gut. Spannend auch, dass sie heute die Nr. 6 der Schweiz war. War mir gar nicht bewusst, dass es in der Schweiz so viele Star Trek Fans – ähm ich meine – Discovery-Fans gibt.

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Steve · 19. Oktober 2020 um 11:01

Meine Theorie ist ja, ohne das jetzt bewerten zu wollen, dass sich die Leute das einfach anschauen. Und gut ist. So wie ich mir eine x-beliebige Serie anschaue, die ich “ganz nett” finde, um dann zur nächsten Serie zu wechseln. Aber es generiert keine (neuen) Fans. Im Gegenteil, enttäuschte Alt-Fans wenden sich sogar ab. Unterstützt wird meine Theorie durch den immer schmaler werdenden Star-Trek-Romanmarkt. Siehe hier: https://comicforum.de/showthread.php?91798-STAR-TREK-Romane/page317

Wenn die Serie tatsächlich so viele Fans hätte, müssten sich die ja über neue Geschichten freuen. Tun sie aber anscheinend nicht.

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Torim2010 · 22. Oktober 2020 um 19:37

Wenn man eine Serie verlängert (noch am Tag der Veröffentlichung der ersten Folge) kann der Erfolg bzw. die Zuschauerzahlen keine Rolle spielen. Nicht selten sind die Zahlen nach der ersten Folge massiv eingebrochen. Wenn man sich die Klicks auf dem CBS YouTube Kanal ansieht hat The Stand 2 Mio Klicks. Das Vorschau Video von Staffel 3 120K. Das Video von Kurzman am Star Trek Tag über Staffel 3 hat nicht mal 3K an Klicks. Und die Kommentare sind durchgängig Negativ. Was hier warum wieso gemacht wird? Keine Ahnung das der Erfolg eine Rolle bei den Entscheidungen hier eine Rolle spielt wage ich aber massiv zu bezweifeln.

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