Auch der neueste Band der Comic-Kollektion von “Star Wars” ist uns einen Blick Wert.

Inhalt (Klappentext):

Auch wenn die Yuuzhan Vong immer tiefer in die Galaxis vorstoßen, geben die Überlebenden der Königsfamilie Galfridian ihren scheinbar aussichtslosen Kampf gegen die übermächtigen Invasoren nicht auf. Während Nina und Kaye sich aufopferungsvoll den Flüchtlingen widmen, sucht Finn den sonderbaren Jedi Dray auf.

Kritik

Invasion III: Offenbarungen

Der bereits 98. Band der “Star Wars”-Kollektion zeigt uns erneut ein altbekanntes Comic in neuer Optik. In diesem Fall den “Legends”-Band “Invasion III”.

Über die Yuuzhan Vong mag man ja denken, was man will, aber sie haben die “Star Wars”-Galaxis damals gehörig umgekrempelt. Auf dem Comicsektor sind da nur wenige Sachen in Begleitung erschienen und der vorliegende Band zählt dazu.

Zeichnungstechnisch bewegt man sich dabei nicht auf dem Niveau etwa der (damaligen) Monatsreihe. Diese kam eher an die jetzige heran. Und die Vong wirken alle etwas kantiger. Das war auch damals schon bemängelt worden und auch die beiden neuen Geschichten stehen hier in nichts nach. Dennoch kann man sich dran gewöhnen und immer noch genug Details ausmachen.

Storytechnisch geht es vor allem um die Galfridians, die ihren eigenen Kampf gegen die Vong ausfechten. Dies wird natürlich dadurch erschwert, dass Mama Galfridian eine Vong ist. Aber es geht auch um die Geschwister Kaye und Finn, welche den Kampf unterstützen. Vor allem Finn ist eigentlich ein Jedi bzw. bei Luke in Ausbildung, als er seiner Familie zu Hilfe eilt. Natürlich konnte man an dieser Stelle nicht wirklich die großen Schauplätze des Krieges oder gar deren Helden einbauen. Luke und Co. haben in den Büchern eben prominente Rollen und daher muss man hier eine Alternative aus dem Hut zaubern.

Diese ist stellenweise sogar etwas blutiger, als man es vielleicht von “Star Wars” gewohnt ist (aber immer noch im Rahmen),  und bietet diverse Schlachten gegen das Imperium und am Ende auch die Gründung einer neuen Allianz. Charakterlich dürfen die Helden auch etwas über sich hinauswachsen. Insgesamt kann diese Story trotz einiger Schwächen also überzeugen.

Als kleinen Bonus (und Kaufanreiz) gibt es auch noch zwei neue Stories aus den “Tales” in deutscher Erstübersetzung. Zum einen wird hier Greedo auf einer seiner Kopfgeldjagden begleitet. Obwohl er sich etwas dämlich anstellt, behält er am Schluss die Oberhand und es ist schwer zu glauben, dass Han ihn so einfach übertölpeln konnte. Das ist gewiss kurzweilig, aber auch leider nicht mehr.

Die Darth Vader-Story beinhaltet ein Wiedersehen mit C-3PO auf Cloud City. Das gab es so ähnlich auch früher schonmal. Hier wird das Ganze quasi noch erweitert und man erfährt, warum Vader zunächst den Droiden vernichten will, ihn aber dann doch in die Zelle stellen lässt. Das ist durchaus lesenswert und bietet auch auf Charakterebene das ein oder andere. Natürlich gehört nichts davon noch zum heutigen Kanon.

Fazit

Interessante Stories im Hardcover – auch in dieser Ausgabe der “Kollektion” wird man nicht enttäuscht und bekommt eine gute Mischung geboten.

3.5 out of 5 stars (3,5 / 5)

Information: Ein Exemplar dieser Ausgabe wurde dem Autor vom Verlag zum Zwecke der Rezension kostenlos überlassen.

Quick-Infos

Autor: Tom Taylor
Zeichner: Greg Scalf, Dave Dorman
Originaltitel: Star Wars – Invasion 3, Tales
Jahr der Veröffentlichung (Original): 2020
Übersetzer: Michael Nagula, Benjamin Feuer
Seitenanzahl: 148
Preis: 14.99 Euro
ISBN: 978-3741615863
Verlag: Panini

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Thomas Götz

Seitdem er 1985 zum Ersten Mal Episode IV sah und ausrief "Aber das heisst doch, Vader ist Lukes Vater" ist Tom der Science Fiction verfallen. Star Trek Fan wurde er, wie viele seiner Kollegen, 1990 mit "The Next Generation" in Deutschland. Seine ersten Buchrezensionen zu Star Trek Büchern erschienen schon 1995 im Alter von 16 Jahren im Star Trek Fanclub. Seit 2006 schreibt er auch Online Rezensionen (ab 2009 Trekzone-Exklusiv) und hat kürzlich seine 2000.Rezension veröffentlicht.

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