In unserer Review zu “Bewohner der Erde” sehen wir uns an, was die dritte Folge der neuesten Staffel von “Discovery” so zu bieten hat. Und ob sie das Niveau der Auftaktfolgen halten kann. Diesmal geht es zur Erde. Aber Achtung, unsere geerdete Review enthält Spoiler!

Die große Wiedervereinigung

Eines muss man an dieser Stelle vorwegschicken: Auch diese Folge lebt wieder von guten Charaktermomenten, schließlich steht zunächst die große Wiedervereinigung der Discovery-Crew im Vordergrund. Einiges an Action kommt zwar auch wieder vor, ist aber eigentlich nur Begleitwerk zur Handlung selbst. Und genau so soll es ja eigentlich auch immer sein!

Wiedervereinigung nach rund einem Jahr: Cmdr. Burnham kehrt auf die Discovery zurück (Bild: ViacomCBS).

Auch hier ist natürlich nicht alles rosig und ein paar Makel hat auch diese Folge. So scheint Detmers Trauma aus der Folge davor – abgesehen von einem kurzen Zögern gegen Ende – bereits überwunden zu sein, was irgendwie schade ist. Aber vielleicht irre ich mich auch und man bekommt hier in den nächsten Folgen doch noch was geboten. Zumindest haben sich die Autoren also die Kritik zu Herzen genommen, denn auch hier funktioniert die Crew als solches besser, als wenn nur Michael im Vordergrund steht.

Burnham auf Spurensuche

Bevor wir uns aber der großen Umarmungsszene widmen, verfolgen wir eine Sequenz aus den Trailern, nämlich Burnhams Veränderung (nicht nur in der Frisur) über das letzte Jahr. Sie ist Kurierin geworden und hat versucht, Kontakte zu knüpfen und auf Spurensuche zu gehen. Ihr Ziel: mehr über den “Brand” zu erfahren.

Klar, es bleibt eigentlich auch nicht mehr viel anderes übrig in dieser Zukunft. In diesen Rückblicken erfahren wir, dass die Föderationsschiffe vor langer Zeit in die Luft geflogen sind (Und dass andere Reiche anscheinend nicht so stark betroffen waren). Hierzu gibt es eine Montage an diversen Schiffen. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt, dass man damit ja auch wieder ein paar schöne Raumschiffmodelle verkaufen kann (und auch sicherlich wird).

Föderationsflotte vor dem Brand in "People of Earth" (Bild: ViacomCBS)

Und morgen in ihrem Eaglemoss-Store: Die Flottenmodelle des 31. Jahrhunderts (Bild: ViacomCBS).

Diese Enthüllung wirft allerdings auch andere Fragen auf. Was ist denn nun mit den anderen Reichen? Haben die im Anschluss versucht, die Föderation anzugreifen? Oder wie ging es weiter? Hier haben wir immer noch zu wenig Wissen bislang (und ob der Entwicklungen der Folge darf man sich fragen, ob man je mehr erfahren wird). Aber an dieser Stelle sollte man wohl auch fair sein, denn es ist bekanntlich erst die dritte Folge der Staffel und wir wissen nicht, was noch in der Hinterhand lauert.

Captain auf der Brücke!

Doch zurück zur großen Umarmungsszene: Das Wiedersehen der Crew ist wirklich sehr emotional und gut gelungen. Selbst Georgiou nimmt man ab, dass sie vielleicht auch gerne – zumindest ein kleines bisschen – am fröhlichen Umarmungsreigen teilhaben möchte. Dass sie sich immer noch um Michael sorgt, wird spätestens dann deutlich, als sie Booker über seine Beziehung zu Michael ausfragt. Immerhin hält sich der Tränenfluss, auch bei der kurzen privaten Szene mit Tilly kurz darauf, in Grenzen. Und an der Stelle muss man halt eine Lanze für “Cryham” brechen: Es ist (noch) in Ordnung und angesichts des Hintergrunds der Szene auch vertretbar.

Apropos Booker: Auch dieser Charakter ist in dieser Folge wieder stark vertreten. Und auch das neue Crewmitglied Adira (Blu del Barrio) wird interessant genug eingeführt. Doch dazu kommen wir später noch.

Burnham und Saru in "People of Earth" (Bild: ViacomCBS)

Burnham und Saru in “People of Earth” (Bild: ViacomCBS)

Denn mit den Charakterszenen geht es sogleich weiter, als – zumindest ganz kurz – im Raum steht, Michael zum Captain zu ernennen. Hier tritt sie aber zurück und Saru wird – verdientermaßen – kommandierender Offizier. Der neue (dauerhafte) Captain der Discovery steht nun also endlich fest. Eine durchaus vernünftige, nachvollziehbare und von Fans auch lange erwartete Entscheidung. Denn dass der Kerl es draufhat, hat er in der letzten Folge eindrucksvoll bewiesen. Und er tut dies auch hier wieder gegen Ende, als er ganz auf die Tugenden der Föderation setzt und die Diplomatie in den Vordergrund des Handelns rückt. Auch dazu kommen wir aber gleich noch im Detail.

Rücksturz zur Erde

Die Hauptmission dieser Folge führt die Discovery dann aber zur Erde, die offenbar schon seit längerer Zeit von niemandem mehr direkt angeflogen worden ist. Die Discovery macht sich auf den Weg, weil Burnham eine zwölf Jahre alte Übertragung eines Admirals empfangen hatte, der damals alle Schiffe der Sternenflotte zurück zur Erde beordert hat. Mit dem Sporenantrieb ist man  dann auch flugs da.

Hier ist man zumindest in der Hinsicht konsequent gewesen, dass man vorher kurz die Reparaturarbeiten an der Discovery durch Arbeitsdrohnen gezeigt hat. “Discovery” ist diesbezüglich ihrer Zeit schon immer etwas voraus gewesen. Und so schön diese Kontinuität auch ist, wirft das halt wieder die Frage auf, warum Kirk diese Drohnen nicht auch schon hatte. Aber dieses Problem war bekanntlich schon in Season 2 zur Sprache gekommen.

Saru sieht die Erde in "People of Earth" (Bild: ViacomCBS)

Ankunft bei der Erde (Bild: ViacomCBS)

Bei der Erde angekommen, werden wir dann auch gleich mit einem Schildperimeter überrascht, der frappierend an die planetaren Schilde aus “Picard” Season 1 erinnert. Hier werden Puristen sicher erneut anmerken, dass die Technik auch genauso gut aus dem 25. Jahrhundert stammen könnte. Dasselbe gilt später natürlich auch für die Szenen auf dem Gelände der Sternenflottenakademie. Natürlich haben die Kritiker hier zu einem gewissen Grad auch recht. Aber wie ich schon in den Rezensionen zu den zwei vorherigen Folgen gesagt habe: Man muss die Katze auch irgendwann mal im Sack lassen! Im Grunde muss jeder selber wissen, ob er mit der Technologieweiterentwicklung leben kann oder nicht. Mich persönlich stört es im Moment noch nicht.

Auch dass die Discovery gleich geentert wird und man inzwischen durch Schilde beamen kann, macht aus Sicht des 32. Jahrhunderts absolut Sinn. Da überrascht es eher am Ende, als Saru das Schiff in die Schussbahn der Erde steuert, um Burnham zu unterstützen. Wie kann man davon ausgehen, dass ein Schiff des 23. Jahrhunderts den Beschuss mit Waffen, die über 900 Jahre weiterentwickelt worden sind, verkraften kann? Dementsprechend sind die Schilde der Disco auch schon nach dem ersten Schuss weg.

Wen, der nächste One-Off-Bösewicht

Doch auch ein Bösewicht darf in dieser Folge nicht fehlen, der dieses Mal in Form des Piraten Wen daherkommt. Dieser terrorisiert die Erde schon seit längerem und greift natürlich auch die Discovery an. Und hier kommen wir dann auch gleich zur ersten Unlogik der Folge.

Zur Erinnerung: Booker ist bekanntlich schon etwas früher mit seinem getarnten Schiff an Bord des Sternenflottenschiffes gekommen. Und natürlich schlägt Burnham Neu-Captain Saru vor, den ganzen Dilithium-Vorrat besser an Bord von Books Schiff zu lagern. Mal abgesehen davon, dass die Discovery-Crew hier Burnhams Einschätzung, dass man diesem Kerl vertrauen kann, einfach mal so glauben muss, ist das ganze Vorgehen auch so schon eine taktisch durchaus fragwürdige Entscheidung. Okay, die Discovery kann sich gegen die überlegene Technik kaum wehren. Aber dass sich dieses fragwürdige taktische Manöver noch rächen wird, kann sich jeder doch schon im Vorfeld ausmalen.

Zudem scheint dieser “Kniff” auch nur ein Plot Device der Folge zu sein, um Burnham und Bookers Plan (gibt’s eigentlich außer mir noch jemanden, der bei dem Namen ständig an “Bioshock: Infinite” denken muss?) umzusetzen. Mit dem Dilithium als Köder raus, klappt soweit. Und dann am Ende fliegt Booker einfach wieder weg. Eine Erklärung, ob er es nun immer noch an Bord hat oder nicht, bleibt die Folge uns dann auch schuldig. Dieses Vorgehen war aber so dermaßen offensichtlich für diese Folge konstruiert, dass es schon wehtut.

Es ist übrigens etwas schade, dass Booker “erstmal” wieder verschwindet. Denn die Schlagabtausche mit Burnham sind durchaus gelungen. Hier ist Knistern zu spüren.

Der Bösewicht der Folge: Der Insektoide Wen – äh nein halt… es ist in Wahrheit….(Bild: ViacomCBS)

Immerhin entspricht die Konfliktlösung mit Wen dann durchaus den Tugenden von “Star Trek”. Denn statt den Bösewicht in die Luft zu jagen, bringt Saru beide Parteien an den Verhandlungstisch. Hier greift übrigens der Scherz von Georgiou nicht mehr wirklich, denn diese hatte sich als Admiral verkleidet. Da Saru nicht gleich mit der Tür der Zeitreise ins Haus fällt, hätte Ndoye eigentlich mit ihr verhandeln müssen. Aber zum Glück ist Georgiou auch bei den Verhandlungen vor Ort und enthüllt, dass Wen nicht ein finsteres neues Alien ist, sondern einfach ein Mensch. Und dieser wird von Christopher Heyerdahl verkörpert, den Fans des Phantastischen in den letzten 15 Jahren in unzähligen Serien (zumeist als Bösewicht) gesehen haben. Aktuell ist er beispielsweise auch noch bei “Van Helsing” zugange.

Die Verhandlung glückt und es gelingt, die Missverständnisse beizulegen. Denn genau auf einem solchen basiert der ganze Konflikt. Das ist wunderbar und transportiert eine wichtige Message, über die wir uns an der Stelle nicht weiter unterhalten brauchen. Das ist hier gewiss “Star Trek” in Reinkultur. Schön!

Das Drehbuch zur Folge stammt übrigens von Bo Yeon Kim und Erika Lippoldt, im Regiestuhl nahm “Star Trek”-Routinier Jonathan Frakes Platz. Und so verwundert es auch nicht, dass es inszenatorisch auch gar nichts zu meckern gibt. Selbst Lens Flares habe ich in den letzten drei Folgen keine gezählt. Als kleinen Insider-Gag darf Saru Burnham fortan als “Number One” bezeichnen. Übrigens muss sich die neue “Nummer Eins” dann auch noch einen Rüffel für ihr eigenmächtiges Verhalten abholen. Das ist jetzt nicht mehr so wie in der ersten Staffel, aber dennoch macht Saru ihr klar, dass ein tiefes Vertrauen im Mittelpunkt ihrer neuen Beziehung stehen muss. Auch das zeigt deutlich, wie sehr beide Charaktere in den drei Jahren gewachsen sind. Mal sehen, ob sich Burnham künftig dran hält.

Adira und die Überreste der Föderation

Kommen wir nun zum letzten Punkt auf der Liste: Neuzugang Adira, gespielt vom nicht-binären Darsteller Blu del Barrio. Dass sich diese Figur der Crew anschließen wird, war schon durch die vielen Teaser und Plakate vorab bekannt geworden. Wie sie es aber tut, ist bestenfalls fragwürdig. Dass mit Adira etwas nicht stimmt, wird schnell klar, als sie im Maschinenraum herumschnüffelt. Als dann Sabotage festgestellt wird, ist die Schuldige zwar schnell ausgemacht, als Zuschauer drängt sich aber die Frage auf, warum sie es getan hat und ob sie heimlich für Wen arbeitet.

Das ist jedoch nicht so, denn ihre Absicht bestand lediglich darin herauszufinden, inwieweit man der Discovery-Crew vertrauen kann. Ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber eine Sabotage als Vertrauensbeweis erscheint mir nicht sehr schlüssig. Da wäre es fast besser gewesen, sie hätte wirklich für Wen gearbeitet. Aber dann hätte sie sich natürlich nicht so einfach der Crew anschließen können. Und Stamets ist dann auch total offen zu ihr und klatscht ihr gleich die Geheimnisse der Discovery aufs Brot?! Teenager hin oder her, aber das war schon grob fahrlässig und ein Negativpunkt der Folge.

Adira und Stamets in "People of Earth" (Bild: ViacomCBS)

Neuzugang Adira (Blu del Barrio) (Bild: ViacomCBS)

Der Umstand, dass sich Adira dann auch noch als der gesuchte Admiral – und als menschlicher (!) Trill-Symbiont – erweist, macht das Fett auch nicht mehr wett. Schön ist natürlich, dass Symbionten inzwischen auch mit Menschen vereinigt werden können. Die Sphärendaten haben übrigens eine weitere Kanon-Referenz parat, denn dass die Trill eine symbiotische Spezies sind und nicht-humanoide Symbionten haben, ist erst seit dem 24. Jahrhundert bekannt – auch wenn es schon im 23. Jahrhundert in der Sternenflotte Angehörige der Trill gegeben hat. Folgt man dem Buchkanon, dann waren die Trill sogar schon im 22. Jahrhundert – also zu Archers Zeiten – bekannt.

Dass Adira dann aber nicht auf alle Erinnerungen zugreifen kann, ist ein weiteres Plot Device, um die Handlung weiter zu strecken. Ich wage an der Stelle mal einen Schuss ins Blaue und sage voraus, dass es demnächst genau dorthin gehen wird – nach Trill. Denn wir haben Burnham in den Trailern ja schon in den Symbionten-Höhlen gesehen.

Der Baum lebt, doch die Sternenflotte ist fort

Das versöhnliche Ende mit der Disco-Crew vor dem Akademie-Baum unterstreicht dabei noch einmal den neuen Familiencharakter. Bitte mehr von diesem Crewzusammenhalt auch in künftigen Folgen! Dass Burnham und Saru lieber von oben zuschauen, ist dann auch nur allzu passend, verbindet beide mit der Erde ja nicht allzu viel. Saru als Kelpianer ja sowieso nicht und Burnham ist ja hauptsächlich auf Vulkan verortet.

Der Baum des Akademiegeländes ist zweifellos von Major Oak, dem Baum von Robin Hood aus dem Sherwood Forest (Gibt es wirklich!) inspiriert und bekommt sicher auch bald einen ebenso griffigen Namen (Bild: ViacomCBS)

Zum Abschluss muss ich auch noch ein paar Worte über die Föderation verlieren. Denn die Erde ist dort nicht mehr Mitglied und dies gilt auch für die neuen “Vereinten Erdstreitkräfte”. Die letzten Angehörigen der Sternenflotte und der Föderation haben sich zu einem unbekannten Ort aufgemacht, um die Erde aus der Schusslinie zu bringen (zumindest also hier wieder die Anspielung auf andere Reiche). Neben dem Aufbau der neuen Föderation wird es also auch um die Suche nach diesen Personen gehen. Es ist also zumindest nicht ganz so wie in “Andromeda” – für alle, die “Discovery” immer noch Ideenklau vorwerfen. Okay, auch “Andromeda” ist von Gene Roddenberry, insofern klaute man höchstens von sich selbst. Ich für meinen Teil bin aber weiter an Bord und gespannt, wohin die Reise geht.

Fazit

Die neue Staffel kann auch in der dritten Folge das gute Niveau halten und liefert damit drei starke Folgen in Reihe. Damit werden viele Fehler der ersten beiden Staffeln ausgemerzt. Und wie Kollege Christopher schon angemerkt hat, macht “Discovery” viel Boden gut. Ob die Autoren wirklich dazugelernt bzw. auf die Fans gehört haben, wird man freilich erst am Ende der Staffel beurteilen können. Bislang funktioniert die Zentrierung auf die Discovery als Crew aber und man darf gespannt nächster Woche entgegenfiebern.

Bewertung

Handlung der Einzelepisode 4 out of 6 stars (4 / 6)
Stringenz des staffel- und serienübergreifenden Handlungsstrangs 5 out of 6 stars (5 / 6)
Stringenz des bekannten Kanons 4 out of 6 stars (4 / 6)
Charakterentwicklung 5 out of 6 stars (5 / 6)
Spannung 4 out of 6 stars (4 / 6)
Action & Effekte 5 out of 6 stars (5 / 6)
Humor 2 out of 6 stars (2 / 6)
Gesamt 4.5 out of 6 stars (4,5 / 6)

Episoden-Infos

Episodennummer 32 (Staffel 3, Episode 3)
Originaltitel People of Earth
Deutscher Titel Bewohner der Erde
Erstausstrahlung USA Donnerstag, 29. Oktober 2020
Erstausstrahlung Deutschland Freitag, 30. Oktober 2020
Drehbuch Bo Yeon Kim, Erika Lippoldt
Regie Jonathan Frakes
Laufzeit 48 Minuten

Trekbarometer zu Episode 3×03

Auch zu “Bewohner der Erde” gibt es wieder einen Trekbarometer. Eure Meinung ist gefragt!


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Thomas Götz

Seitdem er 1985 zum Ersten Mal Episode IV sah und ausrief "Aber das heisst doch, Vader ist Lukes Vater" ist Tom der Science Fiction verfallen. Star Trek Fan wurde er, wie viele seiner Kollegen, 1990 mit "The Next Generation" in Deutschland. Seine ersten Buchrezensionen zu Star Trek Büchern erschienen schon 1995 im Alter von 16 Jahren im Star Trek Fanclub. Seit 2006 schreibt er auch Online Rezensionen (ab 2009 Trekzone-Exklusiv) und hat kürzlich seine 2000.Rezension veröffentlicht.

37 Kommentare

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Piero · 31. Oktober 2020 um 22:58

Ich bin mir nicht sicher, ob Books “Ablehnung” beim tragen der Uniform nur darüber hinwegtäuschen sollte, dass er doch irgendwie ganz stolz war eine Starfleet-Uniform zu tragen und es eher bedauert, diese wieder ablegen zu müssen.
Es ist jedoch unübersehbar, dass er was für Burnham übrig hat und umgekehrt auch. Kommen mir wie zwei verliebte Teenager vor.

Das Ganze mit dem “Burn” ist noch etwas mysteriös, was ich jedoch gut finde. Auch das Burnham in dem Jahr nicht, wie einige vermutet haben, mit dem absoluten Wissen über alles zurückkommt, sondern ebenfalls nicht gerade viel erfahren konnte.

Georgious war diesmal schon weniger “Diktatoren”, auch wenn ihr tritt ins Bein die Geschichte ins laufen brachte, war dies das “untrekiste” in der Geschichte. Kommt es nur mir so vor, oder taut ihre harte Schale auf und sie hätte Burnham am liebsten auch umarmt? Vielleicht sehen wir hier einen “Ghostbusters-Effelt” mit dem vollgeschleimt werden und sie wird langsam “Gut”?

Ansonsten war das nochmals eine gute Folge und wie schon in der Kurzversion gesagt, hebt sie sich als dritte Folge von den dritten Folgen der ersten beiden Staffeln ab, da der Einbruch der Qualität hier fast ausgeblieben ist.

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Alex1605 · 1. November 2020 um 9:58

In weiten Teilen stimme ich der Rezension zu. Star Trek, auch im alten Sinn. Ein starker Captain der das Geschehen trägt. Da zeigt sich wieder, dass eben der Captain eigentlich die zentrale Figur bei Star Trek ist. Der Grundgedanke von STD, der zweite Mann (Frau) ist Schwerpunkt der Geschichte ist eben schwer umzusetzen.
Aber diese Folge zeigt wieder viel Positives. Saru vertraut Burnham und seiner Crew, diese vertraut ihm und er setzt sich in der Krise durch und riskiert was. Saru der sich auf der Brücke durchsetzt, auch als der (natürlich weibliche) Vertreter der Erde auftaucht. Und, erst mal reden, dann schießen, in alter Sternenflottenmanier. Er ist mit seinen Prinzipien erfolgreich! Inzwischen bin ich Fan von Saru, anfangs erschien er mir zu weich.
Auch die Wandlung von Burnham zur mehr beherrschten „Lebenskünstlerin“ war nicht schlecht, geheult hat sie trotzdem wieder. Ein Einsehen der Drehbuchautoren, das sie nicht der Captain wird.
Der neue Charakter (natürlich weibliche oder binär??) zwar interessant aber etwas plump eingeführt.
Auch das Zusammenspiel zwischen No. 1 und dem Captain zum Schluss erinnert an gute Szenen aus Star Trek.
Eher geschockt von dem Kommentar in der Rezension:
„..Aber zum Glück ist Georgiou auch bei den Verhandlungen vor Ort..“??
Kleiner Tritt in die Kniekehle als Verhandlungstaktik? Schöne Sternenflotte. Bisschen Misshandeln, Erfolg gehabt, nicht so schlimm?? Geogiou hat auf diesem Schiff und als Charakter nichts verloren. Warum ist die bei Verhandlungen oder Besprechungen der Führungscrew dabei? Schwäche von Saru, dass er das zulässt.
Schade nur, dass eine Mehrheit durch die Autoren aus ihrer angestammten Rolle herausgeschrieben wird. „Matriarchat mit diversem Girly-Charakter“. Würde bei einer Serie über Krankenschwestern und Hebammen passen, aber hier geht es um Soldaten.
Neue „Meldeform“ der Sternenflotte „Rudelumarmen“??😀😀.
Tilly und Bunrham: Ach deine Haare, komm wir umarmen uns und weinen eine bisschen.
Die letzte Szene bei dem Baum, ja das war ein gutes Gruppengefühl. Aber das „Mädchen“ Tilly am Baum. Die wird nie Offizier.
Trotzdem guter Star Trek, kann gerne so weitergehen. Vielleicht tauchen ja auch mal wieder ein paar Männer auf, die Hoffnung stirbt zuletzt.😀😀.
Sehe auch 4 von 5
😀😀.

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    Piero · 1. November 2020 um 12:01

    “Sagen Sie, ist dies ein Schiff er Walküre oder habt ihr Menschenfrauen eure Männer endgültig abgeschafft?” (Q zu Captain Janeway in “Todessehnsucht”

    Noch Fragen? 😀

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      Alex1605 · 1. November 2020 um 12:24

      @ Piero:
      Eben, muss Mann (also Mann nicht Frau) mit Humor nehmen.😀😀
      Wobei Janeway ja ein guter Captain und eine starke Frau war. Aber das sind eben die guten alten Zeiten😀😀
      Scherz beiseite, STD hatun dieser Staffel gute Star Trek Seiten gezeigt, bis auf die “Geschlechterverwirrung”

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Torim2010 · 2. November 2020 um 4:02

Mal eine Frage haben die nicht in Pica ein Borgschiff gehabt? Der Transwarpantrieb der Borg kann nicht mit Dilithium laufen. Dilithium Wird nach einer gewissen Geschwindigkeit instabil. Warum hat man das nicht weiter erforscht? Bei den Romulanern wird eine Quantensingularität als Energiequelle genutzt. Warum hat man das dann nicht für sich genutzt? In 700 Jahren findet kein wissenschaftlicher Fortschritt statt? Eine Organisation wie die Föderation die für Forschung und Entdeckung bekannt war ist dazu nicht mehr in der Lage? Nichts ergibt hier irgendeinen Sinn. Es gibt im gesamten Autoren Team niemanden der auch nur einen Funken an Logik besitzt.

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    Piero · 2. November 2020 um 21:11

    Gute Fragen. Vielleicht werden ein paar beantwortet im Laufe der Staffel. Die anderen kommen in die selbe Kategorie wie
    (früher) James Bond mit einem Schuss 20 Gegner erschiessen konnte;
    die Sternenflottenschiffe selbst nach Zusammenbruch der Schilde immer noch ganz blieben;
    Alle Menschen in den CSI-irgendwas bald wie Klone aussehen;
    Inspektor Columbo sofort mit einem Auge dem Mörder auf den Keks ging;
    Tim Taylor hunderte Unfälle ohne Genickbruch überlebt hat;
    Alf trotz ihrer Neugier nie wirklich von Rachel Ochmonek entdeckt wurde;
    in Horrorfilmen das Zombie schleicht und trotzdem das rennende Teenagergirl einholt;
    usw..

    Kurzum: würde man alles nach Logik und bis ins Detail durchdacht erzählen, würde die Film- und Serien-Landschaft ziemlich leer und öde sein. Wie sagte doch mal jemand: “Der Film heisst ‘Auf der Flucht’ und nicht ‘gekriegt in 5 Minuten’.

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      Torim2010 · 3. November 2020 um 0:22

      Kurzum Star Trek ist nicht James Bond und war es nie. Für TNG hatte man sich für jede Kleinigkeit etwas überlegt Wissenschaftliche Grundlagen und Kanon waren wichtig. Dies spielt nicht nur keine Rolle mehr, nein, es werden auch diejenigen verspottet, die die Version von Gene Roddenberry verehrten und liebten. https://youtu.be/29e2yhJTm8M
      Ja es gab früher gab es auch das ein oder andere was man bemängeln konnte. Aber New Trek hat nur dämliche Storys, unglaubwürdige Charaktere und ignoriert jeglichen Kanon. Das geht sogar soweit das sie die Dinge ignorieren die sie selbst in den New Trek Kanon gebracht haben.
      Gerade in TNG hat man eine Welt erschaffen in die man eintauchen konnte. Das ist vorbei. Es geht nur noch um Hirn ausschalten und zu akzeptieren was einem da vorgesetzt wird. Es ist eine Sache das Datas neurologische Anschlüsse im Laufe der Serie verändern oder man sagt Vulkanier mit zu vielen Gefühlen würden sterben. Die Gesamte Geschichte der Vulkanier beruht auf Gefühlen. Und das mit Data merken die meisten nicht mal.
      Kurzman und Co geben sich nichtmal Mühe ein kohärentes Universum zu erschaffen.

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        Piero · 3. November 2020 um 9:31

        Verstehe schon ,was du meinst. Aber auch bei TNG bzw. TNG Zeiten (da nehme ich DS9 und Voyager dazu) gab es “Korrekturen”. Ferengi waren ziemlich bescheuert, wo man sie eingeführt hat. Trill waren auch anders und entwickelten sich weiter. Und die Borg hätten die Föderation ohne Probleme assimilieren können müssen.

        Ich glaube jedoch nicht, dass die heutigen Macher sagen: so, lasst uns die Fans nerven und unlogische nicht durchdachte Geschichten erzählen. Wir wissen nicht, woran die Macher und Autoren alles denken müssen, was alles berücksichtigt werden muss und wo trotz mehr Geld eben die finanziellen Mittel fehlen. Oder wo vielleicht auch einfach die Zeit fehlt, alles bis ins Detail abzuklären, weil der Druck der Geldgeber zu schnellerem Abliefern zwingt.

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          Torim2010 · 3. November 2020 um 11:05

          Woran sie denken kann ich dir sagen Star War. Kurzman selbst sagt das er mit Star Trek nicht viel anfangen konnte. Das er mit Star Wars aufgewachsen ist. Er versucht alle Fantasy oder Science-Fiction Idee die gerade irgendwo gemacht wurde zu kopieren. Das er Ideen klaut ist kein neuer Vorwurf und es gibt hunderte von Beispielen. Wenn ich mir eine Cola kaufe erwarte ich das auch Cola in der Dose ist und nicht Kondensmilch.

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          Torim2010 · 3. November 2020 um 11:12

          PS. also das man dem Typ der die Gedärme wegputzen muss den Namen Gene gibt ist als Mittelfinger für die Leute gedacht die sagen Gene Roddenberry Version ist gestorben.

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          Alex1605 · 3. November 2020 um 16:52

          @ Piero:
          Sehe ich ähnlich. Mir wird TOS und TNG viel zu sehr glorifiziert, als ob es hier um eine Religion geht. Letzendlich waren das Fernsehserien, bei denen es auch um Einschaltzahlen ging. Letzednlich hatte TOS deshalb nur 3 Staffeln.
          Ich habe ja mal einen sarkastischen Beitrag zu meiner “Erstbewertung” der Staffel 1 TNG zur damaligen Zeit gebracht. Aber klar, TNG ist für mch jetzt No. 1 bei den Star Trek Serien.
          STD ist natürlich auch Unterhaltung, die aber Quoten bringen muss. Und sie muss den “Zeitgeist” berücksichtgen. Abgesehen von der “Kommune STD” gelingt ihnen das zurzeit ganz gut, also gut im Star Trek Sinn.
          Ich bin aber auch nicht der Typ, der sich über Details zu viel Gedanken macht. Das mit dem Dilithium ist einfach der Plot der Dehbuchautoren, okay.

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          Torim2010 · 3. November 2020 um 17:43

          STD ist natürlich auch Unterhaltung, die aber Quoten bringen muss. Und sie muss den “Zeitgeist” berücksichtgen. Nein eben das macht sie nicht. Während die 1. Folge über den Screen läuft sind keinerlei Aussagen über Erfolg oder Misserfolg möglich. Das kann also keine Rolle bei der Verlängerung gespielt haben. Und zum zweiten es gibt auch heute Serien oder Filme die auf einem vergleichbaren Niveau zu TNG sind. Breaking Bad, Better Call Saul auch einige der Marvel Serien auf Netflix sind relativ hochwertig. Es gibt aber auch die Gegenbeispiele wie viele der DC Serien. Diese haben ein extrem niedriges Niveau. Man kann es drehen und wenden wie man will Kurzman geht den leichten Weg. Anspruch existiert nicht mehr es wird einfach nur noch von Fans verfolgt die fast keinen Anspruch mehr an Star Trek haben. 10 bis 15 Dinge PRO FOLGE die keinen Sinn Ergeben oder nichts mit dem Kanon zu tun haben sind für eine Serie massiv zu viel. Zumindest für Star Trek Verhältnisse. Ich weiß noch wie wir morgens nach einem Trekdinner zu MC D zum Frühstücken gegangen sind weil wir mit 5-6 Mann über Technisches oder Storys geredet haben. Das ist heute undenkbar.

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Mango · 2. November 2020 um 9:42

Kann Torim nur zustimmen. Und fliegt Book nicht in der ersten Folge mit Slipstream? Diese ganze Brand-Geschichte kaufe ich nicht, sie ist auch wieder einmal nicht logisch erklärt. Es wäre machbar gewesen, auf ein anderes Antriebskonzept umzusteigen. Alternativen gibt es ja. Und dass die Sternenflotte so Hals über Kopf ins Nirgendwo verschwunden ist, ist auch wieder mal ominös, aber letztlich nicht nachvollziehbar. Dass tolle Charakterszenen stattfinden, sehe ich nicht. Ich sehe wieder mal nur die heulende und zum Overacting neigende Martin-Green…

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Alex1605 · 3. November 2020 um 19:44

@Torim:
“Während die 1. Folge über den Screen läuft sind keinerlei Aussagen über Erfolg oder Misserfolg möglich.” Versteh den Zusammenhang nicht.
Nivau was ist das? Erst mal sehr subjektiv!
“…einfach nur noch von Fans verfolgt die fast keinen Anspruch mehr an Star Trek haben..” Diese Aussage bringt mich wieder mal zu Roddenberry: Respekt und Toleranz. Erstens weisst du nicht, was “Die Fans” denken oder bewerten, oder kennst du sie alle?
Hier schreibt einer der sieht Niveau und Anspruch bei JL (PIC) und sieht, das es in diesem Berecih auch bei STD in den ersten Folgen der 3. Staffel aufwärts geht. Kann aber noch besser werden (Ja… Die Kommune…🤔🤔😅😅).

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    Alex1605 · 3. November 2020 um 19:45

    Ach ja vergessen: Der der schreibt ist Hard Core Trekkie!!!!

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    Torim2010 · 3. November 2020 um 21:30

    Nach einer Folge ist noch keine Aussage über Erfolg und Misserfolg möglich. Warum? Selbst wenn die erste Folge gute Zahlen hat gab es schon sehr viele Serien die dann einen massiven Zuschauerverlust hatten. Ich bin mir jetzt nicht ganz sicher aber auf Netflix hatte es zumindest einige Tage gebraucht bis die Serie überhaupt mal in der Top Ten war. Täglich wird das mehrfach aktualisiert.

    Niveau ist sehr subjektiv. Wirklich? Wenn Konflikte nur mit Gewalt gelöst werden bzw. alle Lösungen für Probleme einem vor die Füße fallen ist eine Story sehr einfach gestrickt. Es gibt keine Tiefe weder in den Charakteren noch in den Storys.
    Tiefe bedeutet wie ich etwas ausarbeite. Warum genau haben die Androiden den Mars angegriffen? Wieso müssen Androiden als Zwillinge konstruiert werden? Warum gibt es 700 Jahre lang fast keine Entwicklung? Warum hat man vor einem hoffnungslos veraltetem Raumschiff Angst? Das lässt sich ewig so weiterführen.
    Es ist nicht Subjektiv. Subjektiv ist ob es einem gefällt oder nicht.

    Kennst du alle Fans. Das ist nicht nötig. https://youtu.be/TwF1iri1GjQ
    Es gibt zwei Lager das ist Fakt die einen stört es massiv das es so extrem viele Widersprüche und Fehler gibt.
    Und den anderen ist es vollkommen egal.
    Die ignorieren jedwede Kritik.

    Die berühmten ersten 2. Staffeln TNG.
    In Mission Farpoint erfährt man mehr über die Crew als in 2 Staffeln Discovery.
    Was hat man in TNG gemacht? Wenn man sich die Folgen ansieht merkt man das sich die Serie noch sehr stark an TOS orientiert. Erst als man sich davon löst wird die Serie richtig gut. Dennoch gab es auch sehr gute Folgen in diesen ersten zwei Staffeln.
    Discovery macht genau das Gegenteil nur das man den Charme der TOS Crew nicht besitzt.

    Das größte Problem an der Sache ist das die Fans von New Trek das nicht verstehen wollen. Die Storys sind auf Sharknado Niveau die bessere Optik ändert daran leider nichts.

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      Alex1605 · 3. November 2020 um 23:13

      @Torim
      Was die Aussage deines ersten Abschnittes sein soll, verstehe ich immer noch nicht.
      Aha, Niveau ist nicht subjektiv. Das wär mir neu. Um ein Niveau festzulegen brauchst du einen Maßstab. Und wer legt den fest? Du? Oder dein Video Blogger? Sicherlich nicht
      Jeder hat seinen Star Trek und damit seinen Maßstab. Ist auch jedem gegönnt. Wir gesagt, ich lächle immer über Detailversessene wie dich. JL hat einen großartigen Kreuzzug geführt. Er hat eine tolle Crew, die sich gefunden hat. Mit allen auf und ab. Das hat Niveau und grundsätzliches. Ob Androiden Zwillinge sind? Ich lach mich kaputt, das ist für mich so was unwichtiges. Aber sei es drum. Hab deine Meinung. Meines ist es nicht, anderen ihre Meinung herabzuwürdugen oder zu spalten in “Fans von New Trek” oä. Im Sinne Roddenberrys ist das für mich nicht akzeptabel. Lebe lang und in Frieden😀😀

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        Torim2010 · 5. November 2020 um 1:45

        Wer legt so was fest? Schon mal was von Storytelling gehört? Du bestätigst genau das was ich gesagt habe. Du hast kein Interesse an einer gut ausgearbeiteten Geschichte. Hast du eben selbst gesagt nicht ich. Es ist dir egal. Schon mal die Bewertung auf dieser Seite gesehen?
        Handlung der Einzelepisode
        Stringenz des staffel- und serienübergreifenden Handlungsstrangs
        Stringenz des bekannten Kanons
        Wenn man dies objektiv betrachtet KANN keine Folge Disco oder Pica mehr als 2 von 6 Sternen in diesen Kategorien haben. Jede Folge hat mindestens 10 grobe Schnitzer.
        Dazu mal eine Info.
        Trillsymbionten sind für ein dauerhaftes Überleben auf einen Trillwirt angewiesen; eine speziesübergreifende Vereinigung kann zwar – zumindest mit einem Menschen – eine kurze Zeit aufrecht erhalten werden, führt aber zu schweren gesundheitlichen Schäden bis hin zum Tod, wenn der Symbiont nicht rechtzeitig entfernt und in einen Trillwirt eingesetzt wird.
        Ein Konflikt entsteht weil ein Raumschiff vom Titan abgeschossen wurde. Weil die Automatische Verteidigung auf hoch eingestellt war. Blöd hätte doch mal jemand sowas wie Funk erfunden. In heutigen Flugzeugen gibt es schon eine Freund Feind Erkennung.
        Zu TNG Zeiten könnten Sensoren erkennen wie viele Lebewesen sich auf einem Schiff aufhalten und welcher Spezies sie angehören. Blöd das man das in der Zukunft nicht mehr kann.
        Ob eine Serie gut ist oder nicht entscheidet sich nun mal an solchen Dingen.
        Nochmal das es dir egal ist IST subjektiv.

        Beispiele: George R. R. Martin ist sehr Detailverliebt. In den Büchern werden viele Dinge erklärt um zu verstehen wie was funktioniert. Wachen die sich in der Nacht zu dicht am Feuer aufhalten werden von dem Licht geblendet und es gelingt einem dann besser sie zu überraschen oder an ihnen vorbei zu kommen. Die Mauern Winterfells werden als 15 Meter hoch beschrieben. Ein Sprung auf dieser Höhe wäre tödlich oder mit schweren Verletzungen verbunden. Aber er sagt dort das es 5-7 Meter hohe Schneeverwehungen an der Mauer gibt.
        Gerade diese Details haben mich nicht nur ein Fan von ein Lied von Eis und Feuer werden lassen sondern auch von Star Trek. Umso glaubhafter eine Welt dargestellt wird umso leichter fällt es einem diese zu akzeptieren.
        Und das ist ein Indikator.
        Kritiker dessen Meinung ich schätze sehen das auch so Alper Turfan, https://youtu.be/wpJ0xHkACek, https://www.youtube.com/user/RedLetterMedia oder auch Schriftsteller wie George R. R. Martin oder Joanne K. Rowling.
        Umso mehr Fragen man stellen kann auf die es keine Antwort gibt umso schlechter ist eine Story zu bewerten.
        Alles zu ignorieren wird keine Serie verbessern.

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      Torim2010 · 4. November 2020 um 6:33

      In der Folge Der zeitreisende Historiker sind die Sensoren der Enterprise nicht in der Lage das Raumschiff zu scannen oder hinein zu Beamen. Und das ist nur aus dem 26. Jahrhundert. Oder die Folge Die alte Enterprise allein das Wissen von Natasha Yar macht schon einen Unterschied und das ist die Enterprise C.
      Commander Riker sieht keine Möglichkeit, Narendrar III zu retten, Yar stimmt zu, denn die Enterprise-C sei den vier romulanischen Schiffen waffenmäßig weit unterlegen. Geordi wirft ein, dass dies nicht der Fall sei, wenn sie selbst die Enterprise mit moderneren Waffen ausrüsteten. Picard hält das für ausgeschlossen, man wolle die Zeitlinie nicht verändern, sondern nur wiederherstellen.
      Wer die Unterschiede in der Ausarbeitung der Storys nicht sieht kann oder will es nicht.
      Heute hat man ganz andere Möglichkeiten für die Autoren und Showrunner damals gab es bestimmt größere Hürden als für die von heute.
      Worauf die achten müssen ist kein Argument.

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        Alex1605 · 4. November 2020 um 8:39

        @ Torim:
        “Wer die Unterschiede in der Ausarbeitung der Storys nicht sieht kann oder will es nicht.”
        Zu dieser Ausage im Sinne Roddenberrys “No comment!!!!!!!”
        Ansonsten eine schöne Darstellung einzelner Folgen von TNG????

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CJ · 4. November 2020 um 9:42

@alex1605
Sorry, aber da muss ich Torim2010 schon recht geben und hier wurde ja auch bereits bei den Rezensionen beispielsweise bemängelt, dass letztlich die Anwendung (massiver) Gewalt die Lösung von Problemen ist und das eben nun,so nicht der humanistischen Tradition des alten Star Trek entspricht.
Und nur weil Niveau nicht in Zahlen quantifizierbar kann es natürlich objektiv bewertbare Unterschiede im Niveau geben. Sicherlich gibt es hier unterschiedliche Ebenen, unterschiedliche Ansprüche und unterschiedliche Beweggründe, einen Film oder eine Serie zu sehen, aber das ändert nichts an der Tatsache, dass man Niveau durchaus bewerten kann.
Sharknado beispielsweise hat sicherlich – zumindest außerhalb der Metaebene – ein niedriges Niveau. Wenn jemand Spaß daran hat – okay. Wenn jemand dabei abschalten kann – auch okay. Aber der Film ist sicherlich nicht niveauvoll (außer vielleicht auf einer Metaebene, aber dafür muss man sich wohl mehr mit dem Film befassen).
Und ich muss neunmal auch sagen, dass das stete Ignorieren des bereits etablierten Kanons einen Trek-Fan traurig macht. Kleine Änderungen gab es ja immer, aber hier wird ja nahezu alles verändert.
Das ist dann irgendwann nicht mehr das, was der Name Star Trek verspricht.

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    Alex1605 · 4. November 2020 um 10:45

    Entschuldigen muss du dich nicht für deine Meinung bei mir.
    Klar, die Gewalt kritisiere ich auch. Die gab’s auch in der ersten Staffel TNG. Da würden Wird und Wesley ( ein Kind!) mit dem Bayonett erstochen. Das soll keine Rechtfertigung sein, exzessive Gewalt ist kein Markenzeichen von Star Trek.
    Und klar hat auch JL Mängel. Bei meiner Abwägung überwiegt “mein Star Trek” bei JL. Deshalb bin ich “alter” Trekkie Fan von P-Stew!

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      CJ · 4. November 2020 um 11:07

      Wobei halt da nochmal der Unterschied ist, dass in der besagtem Folge die napoleonischen Soldaten Wesley und Worf töten. Bei Discovery hingegen wird von der (erweiterten) Crew, vor allem Georgiou, Gewalt zur Lösung verfahrener Situationen genutzt. Somit ist bei der besagten TNG-Folge Gewalt ein Phänomen, das Q einsetzt um bei Riker eine Reaktion hervorzurufen. Hingegen dient sie bei Discovery den Protagonisten der Bewältigung von Problemen, das ist ein großer Unterschied.

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        Alex1605 · 4. November 2020 um 16:09

        Ein Bajonett im Bauch von Worf oder Wesley ist Gewalt, die in Star Trek nichts zu suchen hat. Da gibt es für mich keine Wichtig. Verurteile ich genauso bei P-Stew und STD.

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          CJ · 4. November 2020 um 19:39

          Also ich finde schon, dass es nochmal einen Unterschied macht, von wem die Gewalt ausgeht. Die Föderation in Star Trek war ja eher als positives Beispiel für eine fortgeschrittene Gesellschaft sein, als Utopie. Wenn diese massiv auf Gewalt zurückgreift, dann ist das kein Vorbild mehr, dann wird Star Trek Dystopisch.
          Und davon ist leider viel in Discovery. Wie beispielsweise die Klingonen auch trotz Universaltranslator sprechen, das wirkt primitiv. Dadurch werden sie entmenschlicht. Das sieht man ja auch daran, wie sie Georgiou verspeisen. Das – zumal relativ detailliert gezeigt – ist nochmal eine andere Stufe, finde ich.

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Alex 1605 · 4. November 2020 um 10:46

Worf nicht Wird 😀😀

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Piero · 4. November 2020 um 13:32

Was mich bei all der Kritik von den Kritikern stört ist, dass man denen, die eben nicht so viel Wert auf diese “Fehler” legen sondern einfach unterhalten werden möchten, vorwirft, dumm und keine wirklichen Star Trek Fans zu sein.
DAS schmerzt und ist das, was mich ehrlich wütend macht. Wenn Leuten die Art von Star Trek nicht gefällt: es wird niemand gezwungen, sich die Serien anzuschauen und es gibt genug alte Folgen, die man sich jederzeit anschauen kann.
Im übrigen gibt es auch sehr viele Folgen der alten Serien (oder eben “Old-Trek”), die ich mir kein zweites Mal angesehen habe, weil sie einfach total bescheuert waren. Was mir persönlich etwas weniger gefällt sind diese durch erzählten Staffelgeschichten, weil sie eher verhindern, dass man sich eine gute Folge rauspicken und einzeln geniessen kann.

Wirklich bedauerlich ist, dass wir hier alle Fan einer Serienwelt sind, welche Toleranz und Respekt wirbt und wir uns gegenseitig wegen so unwichtigen Dingen die Köpfe einschlagen.

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Alex1l605 · 4. November 2020 um 16:11

Volle Zustimmung👍👍👍😀😂😂
Wieder beim Thema Respekt und Toleranz..
Oder wie war das?…..Alle Menschen sind gleich……

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    Torim2010 · 5. November 2020 um 2:15

    Was hat das damit zu tun das die Serie große Probleme hat eine vernünftige Geschichte zu erzählen?
    Nochmal wenn ich mir eine Cola kaufe sie aufmache trinke und dann feststellen muss das Milch in der Flasche ist habe ich das Recht mich zu beschweren. Das hat nichts mit Toleranz zu tun.
    Von was ist man denn Fan?
    Von ein paar bunten Bildern oder von dem was einem dort gezeigt wird?
    Toleranz entsteht nicht durch Personen sondern durch Handlungen. Sogar ein Homosexueller kann intolerant sein.
    Es zählt nicht wer du bist sondern was du tust.
    Und das hat auch nicht mit dumm zu tun.
    Das ist das selbe wie beim Fußball. Fans der eigenen Mannschaft neigen dazu alles mit der rosaroten Brille zu sehen.
    Eine Abschließende Frage.
    Wenn ich beim Mandalorian die Uniformen, Abzeichen und Bezeichnungen von Star Trek benutze ist das dann Star Trek?

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CJ · 4. November 2020 um 19:00

Aber die Toleranz sollte doch eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein, so sehe ich das zumindest. Wenn Du Discovery für das größte überhaupt hältst, klar, mach das! Und wenn jemand Star Trek allgemein für bescheuert hält, so sei ihm auch das vergönnt.
Aber es sind halt einige Anhänger des alten Star Trek anderer Meinung. Denen, die das in höflicher Art argumentativ belegen, kann man das ja nicht vorwerfen.
Es wurde über Niveau diskutiert, das ist in meinen Augen möglich, ohne verletztend zu sein.
Den Schreibenden zu beleidigen, ist nicht okay – das geschriebene zu kritisieren aber schon.

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    Piero · 4. November 2020 um 20:22

    Es ist sogar möglich, dass man das gute alte Trek liebt und sich dennoch für das neue Trek begeistern lassen kann. Solche Leute gibt es auch.

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      Tomalak · 4. November 2020 um 23:42

      Leute?
      Eine geniale Diskussion!
      Danke dafür!

      Ich bin Ende 50, wuchs mit TOS auf, liebte TNG etc und bin von “New” Trek begeistert.
      Womit ich persönlich nicht klar kam war J.J.Trek… aber ich akzeptiere Leute die dies mögen.

      LG

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    Piero · 4. November 2020 um 20:26

    Ach ansonsten kann ich das nur unterschreiben 😉

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Alex1605 · 4. November 2020 um 19:46

@CJ:
Habe dem eigentlich nichts hinzuzufügen. Solange wir respektvoll miteinander umgehen ist auch alles okay. Ich selbst bin immer sehr “hellhörig”, wenn in einer Meinung einseitige Feststellungen über Fans (zu denen ich auch gehöre) gemacht werden. Das ist eine Art von “Spalterei”.
Meine Prämisse ist, andere Meinungen zu tolerieren, ggf. sehr kritisch……aber mit Respekt😀😀

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CJ · 4. November 2020 um 20:33

So ist dieser Kommentarbereich der Beweis, dass zivilisierte Dikussionen trotz unterschiedlicher Meinungen möglich sind – ganz im Sinne von Gene Roddenberry

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    Alex1605 · 4. November 2020 um 21:32

    Wär ich religiös; Amen😀😀
    Aber hier: Lebe lang und in Frieden🖖🖖
    Und einfach: Ja👍👍

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Colmar · 6. November 2020 um 19:27

Endlich ist Disco da angekommen, wo es meiner Meinung nach immer hin sollte: in die Zukunft. Ich verstehe nicht, wie einige ST-Fans sich so an den Kanon klammern. Disco ist 930 Jahre ahead und damit endlich wieder schönes SciFi ind nicht wieder ein Prequel in den eisernen Klammern des Kanons. Als „alter“ Star Trek Fan finde ich die 3. Disco-Staffel dem Franchise mehr als würdig.

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