Das erste Mal seit 25 Jahren kehrt “Star Trek” nach Trill zurück. Ob sich der Anschluss richtig anfühlt, erläutern wir in dieser spoilerfreien Rezension.

Kurzer Disclaimer in eigener Sache: Urlaubsbedingt ist die Rezension nicht bebildert.

Story

Burnham begleitet Adira nach Trill, damit sie eine Verbindung zur Erinnerung ihrer früheren Wirte herstellen kann, insbesondere Admiral Tal, der vermutlich Informationen zum Verbleib der Sternenflotte und Föderation hat.

Derweil versucht Saru, an Bord der Discovery die Moral der strapazierten Crew zu heben.

Die A-Story auf Trill macht einige recht unnötige Volten und konstruiert Widerstände, nur um sie ohne Konsequenz lapidar in wenigen Minuten aufzulösen. Zwischendurch vergessen die Autoren die Existenz der ersten Direktive, die das Abenteuer binnen Minuten beenden müsste. Dagegen ist der B-Plot auf der Discovery überraschend befriedigend und plausibler.

Dialoge und Besetzung

Das liegt abermals an der fantastischen Besetzung und der Tatsache, dass “Discovery” beginnend ab der letzten Staffel mit Bedacht in ihre Nebenfiguren investiert hat. So treten fast alle bekannten Gesichter in der Episode auf, nur Commander Reno fehlt auffallend (zumal die Rückblende an sie erinnert). Das ist insbesondere in zwei Szenen frappierend. Einmal als Saru seine Arbeitskollegen sammelt (selbst Linus ist anwesend!) und noch einmal am Ende der Episode, in der die komplette Crew zusammenkommt. Schade, dass Tig Notaro nach wie vor nur in wenigen Episoden pro Staffel am Set beschäftigt wird.

Insgesamt glänzt der B-Plot aber durch eine empathische Story mit einfühlsamen Dialogen und nachvollziehbaren Charakterentwicklungen.

Leider kann man das von der A-Story auf Trill nicht behaupten. Die gesamte Handlung und die Figurenkonstellationen wirken arg konstruiert. Michael Burnhams Anwesenheit wirkt unpassend, ebenso wie unnötige Konflikte sowie deren Auflösung. Und dann kann ich das Gefühl nicht abschütteln, dass mich Versatzstücke frappierend an eine Storyline aus der zweiten Staffel “Discovery” erinnern.

Für Adira, die im Zentrum der Handlung steht, erfüllt die Episode vor allen Dingen die Funktion, ihren Charakter für künftige Folgen bereit zu machen. Blu del Barrio hat wenig Chancen zu glänzen. Ezri Dax’ ursprüngliche Verunsicherung am Anfang der siebten Staffel ist eine gute Vergleichsreferenz, und auch mit diesem Charakter konnte ich im Vergleich zur weisen, ausgeglichenen und schlagfertigen Jadzia eher wenig anfangen. Da Figuren in “Discovery” aber in der Geschwindigkeit einer Seifenoper wachsen und sich wandeln können, mag ich mir hierzu noch kein abschließendes Urteil bilden. Allerdings bin ich kein Fan der Konstellation, mit der die Episode uns (und Adira) am Ende zurück lässt.

Kanon und Rahmenhandlung

Dabei hätte man von dem wiederholten Besuch der Höhlen von Mak’ala durchaus viel erhoffen dürfen. Die Folge schließt lose an “Deep Space Nines” Staffel-3-Episode “Equilibrium” an. “Discovery”-üblich sind die Höhlen natürlich ein Hingucker, auch wenn der Look im Vergleich zu “Deep Space Nine” überarbeitet wurde. Das muss kein Kanonbruch sein, schließlich hat Dax die Höhlen damals als sehr weitläufig beschrieben.

“Forget Me Not” tut sonst wenig für das Worldbuilding der Trill. Gerade weil es für “Discovery” der erste Besuch auf diesem Planeten ist, hätte man sich sehr darüber gefreut, mehr über die Kultur der Trill und ihre Entwicklung im letzten Jahrtausend zu erfahren. Bis auf ein konstruiertes Zugeständnis an den Plot, bietet die Episode hier aber leider nichts.

Für die Rahmenhandlung von “Discoverys” dritter Staffel ist “Forget Me Not” eine Zwischenstation auf der Suche nach den Überresten der Föderation und Sternenflotte. Warum Saru und Burnham nicht versuchen, mit Hilfe von Sahil auf der Relaystation aus “That Hope Is You” Kontakt mit einem der sporadischen Sternenflottenschiffe aufzunehmen, ist mir jedoch ein Rätsel.

Und es gibt weitere zarte Anzeichen dafür, wie sich “Discovery” der Zukunft aus dem “Short Trek” “Calypso” nähert. Auch das ist für aufmerksame Zuschauer sicher ein schöner Bonus.

Inszenierung

Hanelle Culpepper legt einen routinierten und auffallend klassischen Auftritt als Regisseurin von “Forget Me Not” hin. Es scheint wirklich so, als würde die Produktion von “Discovery” mit großer Absicht und mit hohen Anstrengungen daran arbeiten, der Serie in Form und Struktur konservativer auszulegen.

Gleichzeitig haben entweder Culpepper oder die Autoren Alan McElroy, Chris Silvestri und Anthony Maranville beschlossen, die Trill-Symbiose völlig atypisch zur Darstellung in “Deep Space Nine” metaphysisch und spirituell aufzuladen und entsprechend in Szene zu setzen. Während die Flüssigkeit in den Höhlen für Jadzia ein reiner Katalysator war, um ihre Erinnerungsblockade aufzulösen, werden die selben Tümpel jetzt zu übernatürlichen, geradezu magischen Portalen mit Eigenleben weitergesponnen. Details sollen aus Spoilergründen keine genannt werden, aber ich habe massive und grundsätzliche Probleme mit dieser Inszenierung, insbesondere im Vergleich mit “Equilibrium”.

Achtung, es folgt ein Rant.

Ein wirklicher Anschluss an “Roddenberry- und Berman-Trek” ist für mich keine Frage der Form oder äußeren Struktur. Über die eine oder andere visuelle Neuinterpretation könnte ich durchaus hinwegschauen. Für das Wesen von “Trek” ist nicht kriegsentscheidend, ob die Mak’ala-Höhlen selbstilluminierende Wände haben. Auch schnelle Kamerafahrten, überbordende Spezialeffekte oder die Frage, ob es immer abgeschlossene Episoden von 45 Minuten sein müssen, sind mir dabei fürchterlich egal. Aber der kritisch rationale, existentialistisch humanistische Geist von “Star Trek” wird ständig erodiert und ignoriert, während an seine Stelle gut gemeinte und schlecht umgesetzte Symbole treten (vorwiegend in Form von Besetzungsentscheidungen).

Bitte nicht falsch verstehen, “Star Trek” war und ist schon immer ein Vehikel für aufklärerische, liberale und progressive Ideen und das ist gerade hier und jetzt fundamental wichtig. Aber diese gesellschaftliche Funktion folgte aus gut erzählten Parabeln und in die DNA der Serien eingeschriebener Prinzipien (wie z.B. der Ersten Direktive, die Wissenschaftliche Methode oder die Annahme grundsätzlicher Gesetzmäßigkeiten und Begreifbarkeit auch fiktionaler Phänomene). Gerade versuchen scheinbar Produzenten, Autoren und Regisseure kulturelle Relevanz aus dünner Luft zu spinnen, und halten diese Kerntugenden nicht für eine immanent notwendige Voraussetzung für diese Relevanz.

Sobald es bequem erscheint, werden in “Discovery” (und leider auch “Picard”) die grundlegendsten Regeln zum Erzählen von “Star Trek”-Geschichten verletzt. D.h. Form und Funktion sollten zusammengehen, sonst verpufft die gut gemeinte Erzählung völlig wirkungslos. Es reicht nicht, dass z.B. Burnham ein Lippenbekenntnis auf wissenschaftliche Standards ablegt, die Geschichten sollten ebenfalls eine kritisch-rational erforschbare, verstehbare Welt beschreiben. Das erlegt den Plots bestimmte logische Zwänge auf, ohne die sie nicht authentisch funktionieren können. Den Autoren scheint die Fähigkeit, in diesen Bahnen denken und über die eigenen Geschichten reflektieren zu können, völlig abzugehen, wo sie doch in jedem zweiten Interview beteuern, sich über die kulturelle Wucht ihrer Arbeit im Klaren zu sein.

Wenn ich die Grenzen zwischen Neuro-Wissenschaften und Religion verwische, in dem ich ehemals profanen, materiellen Phänomenen magische Eigenschaften andichte und noch weiteren religiösen Symbolismus drantackere (und mich bei der Ausgestaltung von H.P. Lovecraft inspirieren lasse), weil sich das gerade für mich entgegen der Regeln und Normen des Mediums irgendwie opportun oder gut anfühlt, kann ich schwer erwarten, eine positive Wirkung auf eine Gesellschaft zu entfalten, in der magisches Denken gerade ein Katastrophe nach der nächsten auslöst.

Da hilft es auch nicht, durchaus mutig, richtig und überfällig, eine*n nicht-binär*en Schauspieler*in und transsexuellen Schauspielpartner in den Mittelpunkt meiner Erzählung zu stellen. Es ist wirklich wichtig, dass diese Form von Repräsentation endlich stattfindet. Gleichwohl komme ich nicht umhin zu denken, dass die Besetzungsfrage eine recht einfache Angelegenheit darstellt, und der durchaus wichtige Schritt auch nicht viel intellektuelle Anstrengung erfordert haben wird. Dass dieser für “Trek” durchaus historische Moment in eine durchschaubar funktionale, aus repetitiven Versatzstücken zusammengezimmerte Story eingebettet wurde, tut der Sache einen Bärendienst. Und dann ist da wie gesagt noch das Problem, dass man ohne Not ein etabliertes, kritisch-rational verständliches Phänomen plötzlich metaphysisch verklärt, weil’s so halt spektakulärere Spezialeffekte rechtfertigt.

Diese großen Gesten ohne Substanz tragen nicht. Die Produzenten werden nicht müde, jahrein, jahraus aus über die positive gesellschaftliche und kulturelle Wirkung von “Star Trek” zu schwadronieren. In einer Welt, in der erodierende Normen, Wunschdenken und Wissenschaftsfeindlichkeit reale Bedrohungen für unser Zusammenleben und ein friedliches Auskommen sind, halte ich den Subtext von “Forget Me Not” für absolut nicht hilfreich. Das ist einer der gravierenden Widersprüche, die “Discovery” für mich nicht auflösen kann.

Ende des Rants. Wir halten fest: “Discovery” ist eine Unterhaltungsserie. Weder muss, noch kann sie den Anspruch erfüllen, ähnliche kulturelle Relevanz zu entfalten wie die Originalserie oder “The Next Generation”.

Beobachtungen

  • Meine Güte, erst sehen wir zwei Jahre gar nichts von ihnen, dann tauchen die Reparaturdrohnen auf der Enterprise im letzten Staffelfinale auf und jetzt rennen sie in “Discovery” in jeder zweiten Episode durch die Gegend.
  • Die Folge klärt eine lange schwelende Kanonfrage verbindlich: Nein, Trill ist keine Mitgliedswelt der Föderation.
  • Mit Rücksicht auf diese Feststellung sollte man sich fragen, ob Burnham am Ende dieser Folge nicht wieder einmal reif für’s Kriegsgericht ist (Nichteinmischung, Respekt vor lokalen Gesetzen, Nichtbeeinflussung anderer Kulturen und so…).
  • Saru bittet Stamets und Tilly, bei einem Projekt die technologischen Entwicklungen der letzten 930 Jahre zu berücksichtigen. Wie sollen die beiden das bewerkstelligen? Es sei denn, “Discovery” hätte entweder von der Erde oder Trill ein massives Datenupdate erhalten, ohne dass wir es als Zuschauer mitbekommen haben.
  • Das Alter des Tal-Symbionten stellt mich vor ein Rätsel. Eine Szene suggeriert, dass Adira die siebte Wirtin ist, jedoch sehen wir einen Wirt in Sternenflottenuniform des ausklingenden 24. Jahrhunderts. Entweder lebt jeder Wirt knapp 200 Jahre oder dieses Uniformmodell der Sternenflotte ist untypisch lange unverändert geblieben.
  • In der letzten Einstellung der Discovery am Ende der Folge lohnt es sich, einen Blick in die Shuttlerampe zu werfen. Sehr schönes Detail.

Fazit

Die exzellente B-Story auf der Discovery rettet für mich eine ansonsten solide, funktionale, aber verzichtbare Episode. Neben komplizierter neuro-biologischer Vorgänge bekommt die Symbiontenbeziehung eine magisch-spirituelle Inszenierung angedichtet. Blu del Barrio emuliert Nicole de Boers strapaziösesten Facetten von Ezri Dax in einer mechanisch konstruierten Story. Und Sonequa Martin-Green ist warum auch immer als unnötiger Side-Kick mit von der Partie.

Diese Unzulänglichkeiten machen es schwierig, zu würdigen, dass diese Episode auf Grund ihrer Besetzung einen ähnlich historischen Meilenstein markieren sollte, wie “Plato’s Stepchildren” aus der Originalserie.

Bewertung

Handlung der Einzelepisode 4 out of 6 stars (4 / 6)
Stringenz des staffel- und serienübergreifenden Handlungsstrangs 5 out of 6 stars (5 / 6)
Stringenz des bekannten Kanons 3 out of 6 stars (3 / 6)
Charakterentwicklung 5 out of 6 stars (5 / 6)
Spannung 2 out of 6 stars (2 / 6)
Action & Effekte 4 out of 6 stars (4 / 6)
Humor 2 out of 6 stars (2 / 6)
Intellektueller Anspruch 3 out of 6 stars (3 / 6)
Gesamt          4 out of 6 stars (4 / 6)

Episoden-Infos

Episodennummer 33 (Staffel 3, Episode 4)
Originaltitel Forget Me Not
Deutscher Titel Vergiss mich nicht
Erstausstrahlung USA Donnerstag, 05. November 2020
Erstausstrahlung Deutschland Freitag, 06. Oktober 2020
Drehbuch Alan McElroy & Chris Silvestri & Anthony Maranville
Regie Hanelle M. Culpepper
Laufzeit 54 Minuten

Mit Rücksicht auf andere Leser, die die Folge noch nicht gesehen haben, bitten wir, in den Kommentaren zu diesem Artikel auf Spoiler zu verzichten. Danke!


Christopher Kurtz

Christopher Kurtz

Seit den frühen 2000ern ist Christopher Redakteur im TrekZone Network. Wenn er nicht in den unendlichen Weiten nach kritisch rationalem Humanismus Ausschau hält oder sich über die Plausibilität fiktiver Technologien und Gesellschaftsformen den Kopf zermartert, findet man ihn meistens in der Nähe von Spielen der geselligen Art, egal ob analog oder digital, ob als Mitspieler oder Gelegenheitsautor.

23 Kommentare

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Piero · 6. November 2020 um 11:49

Irgendwie empfinde ich diesmal die Kurzrezension als sehr unfair gegenüber den Machern. Im Vergleich zu den ersten beiden Staffeln geben sie sich meiner Meinung nach sehr viel Mühe, die Sache besser zu machen und sie machen sehr vieles besser. Natürlich ist nie alles perfekt und man kann immer was zum kritisieren und nörgeln haben, aber das hier liest sich schon fast als “getarnter” Verriss. Und irgendwie stimmen dann die 4 von 6 vergebenen Punkten mit der Fülle an empfundenen Mängel der Folge nicht so ganz überein.
Die Punktzahl wäre eher die, welche ich geben würde – und ich empfinde die Folge als gut. Meine Wertung wäre eine 4.5 von 6.

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    TrekZone Network · 6. November 2020 um 23:09

    Hi Piero,
    die Bemühungen der Autoren und Produzenten nehme ich ebenfalls so war. In vergangenen Staffeln habe ich das häufig mit “Herz am rechten Fleck” kommentiert. Allerdings mag ich nach nun über 30 Episoden auch ohne Welpenschutz gerade heraus ansprechen dürfen, wenn die Bemühungen zu kurz greifen oder am Ziel vorbei gehen. Ja, der Rant nimmt im Vergleich zur Spieldauer des Hokuspokus in den Höhlen einen unverhältnismäßig großen Teil der Rezension ein. Das ist berechtigte Kritik. Gleichwohl bin ich mir auch beim Schreiben des Reviews darüber bewusst gewesen, was die abschließende Wertung erklärt, bei der wir ja offenbar nicht weit auseinander liegen. – Christopher

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      Piero · 8. November 2020 um 20:16

      Stimmt, so weit auseinander liegen wir nicht. Die Folge scheint uns Fans ganz schön zu spalten, ich lese von Meinungen, die die Folge hundsmiserabel finden bis jene, die sagen, es wäre die Beste Folge der Serie. Faszinierend 😀

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    Captain.K · 6. November 2020 um 23:55

    Nach dem durchforsten des Star Trek Sternenatlas und anderen Quellen ist Trill seit ca 2285 eine Mitgliedswelt der Föderation, Curzon Dax war Föderation bürger und Botschafter. Ergo ist es eine Mutmaßungen des Autors und kann nur bedeuten das Trill wie auch die Erde keine Mitglieder der Föderation mehr sind.

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      TrekZone Network · 7. November 2020 um 9:54

      Das ist so nicht ganz korrekt. Kanonisch ist, was “auf dem Bildschirm” passiert. Es gibt widersprüchliche Informationen aus der Sekundärliteratur: https://memory-alpha.fandom.com/wiki/Talk:Trill
      Deine These könnte aber stimmen, dass in den letzten Tausend Jahren die Trill einmal Föderationswelt waren und wieder ausgetreten sind. – Christopher

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Chadwick · 6. November 2020 um 13:14

Ich empfinde die Kritik ebenfalls als unfair und überzogen. Das fängt schon damit an, dass Burnhams Anwesenheit auch dank dem Dialog mit dem Arzt durchaus Sinn ergibt. Auch die Szenen auf Trill fand ich absolut okay. Das ist sogar die erste Folge, bei der alles Star Trek schreit – durch und durch und ich mich über irgendwelche Dümmlichkeiten nicht geärgert habe. Es war sogar eine ungewohnt zahme Folge ohne grosse Actionsequenzen und Brutalität

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    Torim2010 · 6. November 2020 um 18:51

    Wurde denen der Zugang nicht verwehrt und sie nutzen dann Gewalt um in die Höhlen zu kommen?

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      Uner · 7. November 2020 um 7:03

      Nein, Ursprünglich wurden sie Angegriffen ..aber wir sollen ja spoilerfrei bleiben…deswegen pssst

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        Torim2010 · 7. November 2020 um 11:45

        Ah ich verstehe. Wenn ich in einer Bank einbrechen will dann greift mich die Polizei an. Na so gesehen ist das natürlich ganz was anderes.

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          Uner · 7. November 2020 um 22:33

          Es ging dabei nicht darum einen Einbruch zu verhindern.. sondern um die Trennung….

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Torim2010 · 6. November 2020 um 13:47

Ende des Rants. Wir halten fest: “Discovery” ist eine Unterhaltungsserie. Weder muss, noch kann sie den Anspruch erfüllen, ähnliche kulturelle Relevanz zu entfalten wie die Originalserie oder “The Next Generation”.

Da kann ich nur zustimmen.
Es fällt mir sehr schwer überhaupt der Handlung zu folgen. Da schwadroniert Saru über die wissenschaftlichen Fortschritte aber gesehen hat man davon nichts.
Das Verteidigungssystem der Erde hat nicht mal so etwas primitives wie eine Freund-Feind-Erkennung. Ich sehe die Bewertung als viel zu positiv obwohl der Rant schon durchaus meine Zustimmung findet. Ich finde es nicht unterhaltend wenn man sich alles mit Gewalt nimmt.
Ich habe noch keine der Folgen bis zum Ende schauen können.
Die Dialoge ertrage ich auch nicht. Eigentlich wollte ich nur wissen wie sie es erklären das ein Mensch auf einmal einen Trill aufnehmen kann. Ich weiß es immer noch nicht. Ich hab das in diesem Halludings abgebrochen. Ich kann mit diesem New Trek einfach nichts anfangen und wenn sie den Namen Star Trek nicht missbrauchen würden wäre mir das auch vollkommen egal.

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    Piero · 6. November 2020 um 15:34

    Ehrlich gesagt habe ich lieber keine Antwort auf diese berechtigte Frage als eine lieblos daher gesagte und völlig unlogische Antwort. Vielleicht erhalten wir in einer späteren Folge eine Antwort, wie auch gewisse “Verhaltensweisen” einiger Crew-Mitglieder längerfristig gezeigt werden?

    Gegenüber der ersten Staffel habe ich mit dieser fast keine Mühe mehr. Bei der Pilotfolge habe ich mich z.B. über die geänderten Klingonen sehr aufgeregt, einfach weil das für mich so wäre, als wenn Elfen auf einmal runde Ohren und viereckige Köpfe hätten. (War aber nicht die einzige Sache, die mich damals genervt hat)

    Und die gezeigte Technik ist auch so eine Sache. Aber würden die eine Discovery mit Kippschalter und überdimensionierte Druckknöpfe aus heutiger Sicht und Stand der Technik zeigen, dann wäre die Serie die Lachnummer.

    Ab und zu vermisse ich, dass alle Unklarheiten und (technische) Lösungen sofort in der jeweiligen Folge präsentiert bzw. erklärt werden. Im Gegensatz zu früher sind die “Lösungen” weniger “Techno-Gelaber” und für eine Sience-Fiction Serie zu tief in den Fantasy-Bereich abgerutscht.

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    Alex1605 · 7. November 2020 um 9:23

    @ Torim: Stimme dem für diese Folge voll zu. Dialoge kann man das kaum nennen. Oberflächliches Soap Gerede passst da besser. Diese Folge ist weit entfernt von “meinem Star Trek”.

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James T. · 6. November 2020 um 13:48

Meines Wissens greift die sogenannte “Oberste Direktive” bei Pre-Warp Völkern(Species) oder gleichgelagerten Planeten. Trifft das auf die TRILL zu?

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    TrekZone Network · 6. November 2020 um 22:55

    Nope, Picard weigert sich z.B. in “Redemption” Kanzler Gowron die direkte Unterstützung im Kampf gegen die Duras-Schwestern zu gewähren, weil dies einen Eingriff in die inneren Angelegenheiten des Klingonischen Reiches darstellen würde. – Christopher

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Tomalak · 6. November 2020 um 18:37

Meine vollkommen subjektive Meinung?

Was für eine unglaublich starke Episode!

Ich freue mich auf nächste Woche.

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Alex1605 · 6. November 2020 um 20:19

Danke für die Rezension, auch wenn ich das alles kritischer sehe.
Die Besatzung am Tisch des Captains benimmt sich wie ein Haufen nicht erwachsener Teenies und nicht wie Offiziere der Sternenflotte. Tilly: Ihr seid Arschlöcher??? Natürlich eine „Anführerin“ der Trill. Zuviel metaphysischer Unsinn. Zuviel Schmalz, Schmerz und Gefühl. Zwei schlecht schauspielende „Teenies“ (oder was auch immer). Das soll der Gender-Knaller von STD sein??? Und dann kommt die Gefühlsentschuldigung von Stammet zu Tilly und Tilly weint?? Und hachh, zum Schluss nehmen wir uns alle in den Arm…… Seit wann ist Star Trek den solch eine Soap?? Meilenstein, sicherlich nicht.
Lichtblick war mal der Doktor, der tatsächlich wie ein stabiler Charakter wirkt, so etwas erwarte ich von Offizieren der Sternenflotte. Es gab auch so ein paar Gespräche die gehörten zum „normalen“ Trek.
Was ein Absturz im Vergleich zu den ersten drei Folgen.
Ich, ggf. STD Fan?? Full Stop! Aber immer positiv denken, vielleicht war es nur ein „Ausrutscher!
Zum Rant:
Für mich war das zwar tricktechnisch nicht schlecht, aber es wirkte zu viel kopiert und überfrachtet. Plötzlich waren sie wech aus dem Wasser (der Stargate Symbionten). Dann noch ein bisschen Avatar gemixt…na ja, wer das mag.
Meilenstein?? Der ist sowieso misslungen, ich weiß auch nicht ob diese Serie diesen Anspruch hat. Da gibt es einen grundlegenden Fehler. Ich, als durchschnittlicher Mann, konnte mich bisher immer mit vielen Figuren der Star Trek Serien identifizieren. Und bei STD Fehlanzeige. Mir fiel dies besonders bei der Szene am Tisch auf. Deshalb wird die matriarchalisch-feministisch-diverse-Girly Kommune der Discovery auch nie meins. Genau das ist aber der Fehler. Wenn Diversität bezüglich der Geschlechter ein Anliegen ist, kann ich doch eine Mehrheit nicht rollenmäßig ausschließen. Dann ist das eben der Trek von „denen“…..
Aber sei es drum, in den ersten drei Folgen gab es viele gute Star Trek Momente. Ich habe auch nichts gegen Diversität der Geschlechter nur weniger ist manchmal mehr!!
Also 2 von 5

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Kira · 7. November 2020 um 0:50

Ich schließe mich einigen meiner Vorredner an. Ich finde die Kritik überzogen. Natürlich, Adira hat mich ebenfalls an Ezri Dax erinnert, aber das empfand ich nicht als störend. ich empfand überhaupt die ganze Szenerie in den Makàla Höhlen nicht störend, im Gegenteil. Es hat mich fasziniertnund zutiefst gerührt. Und wenn das eine Serie schafft, dann ist etwas richtig gelaufen. Dass dabei den Symbionten ein beinahe religiöser Mythos angetragen wird, liegt nicht so weit weg, finde ich. Die Verehrung derselben war auch in der Vergangenheit schon da, eine Mythos waren sie lange Zeit, sie wurden geheim gehalten, nur darüber gesprochen hat man nicht so direkt. So unangebracht fand ich das Ganze also nicht. Wenn etwas störend war, dann die Anwesenheit von Burnham, aber das nehme ich hin… überhaupt gefiel mir die Zerbrechlichkeit der Crew, ohne klischeehaft zu sein. Es war einfach ehrlich und dennoch hoffnungsvoll. Sei es drum, dass es nicht perfekt war. Die Richtung passt endlich und ich schau es gern…

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Tom Paris · 7. November 2020 um 1:31

Das war definitiv die bisher beste Folge der Staffel. Vielleicht sogar das Beste aus der Serie..
Es präsentierte die beiden Dinge, die dieser Show dringend fehlten: Charakter und Herz.
Ich bin froh, dass diese Folge mehr als 50 Minuten dauerte. Sie haben sich wirklich die Zeit genommen, um die A- und B-Geschichte in Richtung sehr befriedigender Punkte fließen zu lassen. Sehr emotional, sehr bewegend – Trek vom Feinsten.
Ich weiß nicht viel über Trill, aber diese Episode hat mir mehr gefallen als “People of Earth”. Ich muss Deep Space Nine noch mehr ansehen, um Trill und alles andere besser zu verstehen..
Ich mochte die Handlung. Next Stop Federation HQ, wie es scheint.
Bei TREK BBS gegen 60 Prozent der User 10 und 9 Punkte damit ist das die am besten bewerteste STD Episode. https://www.trekbbs.com/threads/star-trek-discovery-3×04-forget-me-not.306163/page-18

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    Alex1605 · 7. November 2020 um 11:27

    @ Tom
    Zu Umfragen. Bei der IMDb ist diese Folge die bisher schlechtest bewerteste der dritten Staffel. Auch bei der “Kurzumfrae” von Serienjunkies schneidet diese Folge schlechter ab.

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Uner · 7. November 2020 um 6:54

Sicherlich, ist in dieser Folge nicht alles Wunderbar durchdacht und sinnig, aber ey das er es bei TNG auch nicht immer … Ich habe Discovery bisher schon sehr gerne geschaut…Aber die 3. Staffel ist für mich BISHER eine Überraschung soviel STAR TREK hatten wir meiner Meinung nach seit Voyager nicht mehr… bitte weiter so.

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Alex1605 · 7. November 2020 um 11:40

Danke für die Rezension, sehe diese Folge auch eher „kritisch“.
Für mich war diese Folge ein „Absturz“ in eine Schmalz, Schmerz und Gefühls Soap. Oberflächlich, unausgegoren und nicht stimmig für „mein Star Trek“. Ich hoffe das bessert sich wieder.
Zum Rant:
Meilenstein?? Der ist sowieso misslungen, ich weiß auch nicht ob diese Serie diesen Anspruch hat. Da gibt es einen grundlegenden Fehler. Ich, als durchschnittlicher Mann, konnte mich bisher immer mit vielen Figuren der Star Trek Serien identifizieren. Und bei STD Fehlanzeige. Mir fiel dies besonders bei der Szene am Tisch auf. Deshalb wird die matriarchalisch-feministisch-diverse-Girly Kommune der Discovery auch nie meins. Genau das ist aber der Fehler. Wenn Diversität bezüglich der Geschlechter ein Anliegen ist, kann ich doch eine Mehrheit nicht rollenmäßig ausschließen. Dann ist das eben der Trek von „denen“….. Ich habe nichts gegen Diversität der Geschlechter besonders bei Star Trek aber weniger ist manchmal mehr!!
Aber sei es drum, in den ersten drei Folgen gab es viele gute Star Trek Momente.
Also 2 von 5

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Colmar · 9. November 2020 um 19:47

Wow, eine wirklich anrührende Trek-Folge. Disco macht mir in der dritten Staffel richtig Spaß und hat mich Alt-Trekkie nun richtig gepackt.

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