Nach drei durchaus guten Folgen bekommt die dritte Staffel in Folge 4 einen ersten Knick. Wir sehen uns an, warum das so ist. Achtung, Spoiler!

Zurück nach Trill

Die letzte Folge ließ es ja schon erahnen: Diesmal geht es nach Trill, um Adira zu helfen, ihre Erinnerungen wieder zu erlangen. Vom Planeten selbst sehen wir abgesehen von einigen Gärten und den Höhlen von Mak’ala relativ wenig. Das wäre aber noch zu verschmerzen gewesen. Die Folge beginnt aber damit, dass die ursprüngliche Begleitung von Adira, nämlich Dr. Culber, zugunsten von Burnham beiseitetritt. Leider macht das halt überhaupt keinen Sinn. Klar, Burnham ist verloren und in einer Selbstfindungsphase wie Adira, aber ein Mediziner macht doch erstmal mehr Sinn als der Erste Offizier. So gerät das Ganze eben doch – wie im Communicator Podcast befürchtet – zu einer Michael Burnham-Show, die die Lage wieder reißen muss.

Okay, wir wollen an der Stelle fair bleiben: Es ist nicht ganz so schlimm wie in den vorherigen Staffeln, denn Burnham ist an vielen Stellen einfach nur Beisitzer. Einen schalen Nachgeschmack hinterlässt es aber doch. Immerhin ist es im Pool dann eben doch wieder sie, die hinterherspringt. Doch dazu kommen wir gleich. An der Stelle muss ich wohl auch anfügen, dass ich mit Adira (bzw. ihrer Darsteller*in) bislang überhaupt nicht warm geworden bin. Das traf auf die letzte Folge ebenso zu wie auf diese. Ein gewisser Wesley-Faktor ist hier eben nicht abzustreiten, aber damit könnte man eventuell sogar noch leben. Über weite Strecken empfand ich das Spiel aber etwas als blass, was zu stellenweiser Langeweile führte. Wobei man auch erwähnen muss, dass Blu del Barrio für das schwache Drehbuch sicher nichts kann.

Culber und Adira in “Forget me not” (Bild: Netflix/CBS)

Das geht damit los, dass sie als Mensch nun mit einem Symbionten vereinigt ist. Wie wir im Laufe der Episode erfahren, kam das daher, dass ihr Freund und Geliebter einen Unfall hatte und kein anderer verfügbar war. Klingt bekannt? Jap, das kennen wir von Riker (TNG 4×23, “Odan, der Sonderbotschafter”) oder auch von Ezri Dax (DS9 7×01, “Das Gesicht im Sand”), auch wenn es bei Letzterer Off-Screen passiert ist. Auch hier also wieder dasselbe nur neu aufgebacken – da kann man als Fan schonmal herzhaft gähnen. Übrigens sind bei dem Vorfall Medidrohnen im Einsatz, die frappierend an die Reparaturdrohnen der Discovery erinnern (die immerhin, hier wird an Kontinuität gedacht, auch in dieser Folge weiter fleißig am Schiff reparieren).

Das allein wäre noch nicht mal das Schlimmste daran – ist halt wieder so ähnlich passiert, sei es drum. Viel schwerwiegender ist aber an der Stelle, dass überhaupt keine Erklärung geboten wird, warum Adira mit dem Symbionten (der anscheinend Herz und Wirbelsäule umschließt, was mich erneut zu der Frage führt, die ich schon bei DS9 gestellt habe: Wie ist das nochmal mit Schwangerschaften bei Trill?) vereint ist bzw. das nun klappt. Sie wollte es und das war alles und schon klappt’s? Das war selbst mir etwas zu dünn. Riker hatte damals bestimmt auch gewollt. Ich wäre ja schon mit einer kurzen Erklärung in einem Nebensatz zufrieden gewesen, so à la “in 1000 Jahren haben wir Fortschritte gemacht, Symbionten können sich nun mit diversen Spezies vereinen”. Aber nichts dergleichen, das muss man einfach so schlucken.

Auch das große Geheimnis der Trill (DS9 3×04, “Equilibrium“), dass eben doch nahezu alle Trill für Symbionten geeignet sind, scheint man in 1000 Jahren noch immer geheim gehalten zu haben. Dabei hätte es gerade hier viel Potential gegeben, denn gerade diese Tatsache prädestinierte ja für eine Erklärung einer möglichen Vereinigung mit anderen Völkern. Entweder hat man hier seine Hausaufgaben nicht gemacht oder die Wahrung dieses Geheimnisses war Absicht. Immerhin ist die Tatsache, dass die Symbionten scheinbar nun zahlreicher sind als die Trill, eine nette Hommage. Mit dem visuellen Upgrade der Symbionten kann man indes leben, auch wenn man noch nicht soviel davon gesehen hat. Ein Hauch “Alien” geht halt immer.

Wir helfen euch – nicht

Auch die weiteren Ereignisse auf dem Planeten bedienen dann viel zu viele Klischees. Natürlich gibt es das böse Ratsmitglied, das erstmal nicht helfen will. Dann den anderen, der das will. Der Bösewicht versucht natürlich gleich den Überfall, der Gute hilft und am Ende sind alle sittsam vereint. Das war leider so vorhersehbar, dass auch dieses Element nicht überzeugen konnte. Überdies scheint Trill inzwischen die Föderation verlassen zu haben, so wie die Erde. Aber man stellt ebenso eine baldige Rückkehr in Aussicht, wenn man bei der Mission was finden sollte. Macht schonmal zwei Welten in zwei Folgen. Bleibt zu hoffen, dass man nicht den “Andromeda”-Weg beschreitet und am Ende plötzlich von einer Folge auf die andere über 100 Welten wieder Mitglied sind.

Ein paar Schlieren machen noch keine überzeugende Traumwelt. (Discovery 3×04, Bild: Netflix/CBS)

Nach der obligatorischen Kampfeinlage geht es in die Höhlen von Mak’ala, die leicht anders aussehen aber immer noch vertraut. Auch mit diesem visuellen Upgrade kann man leben. Adira darf dann auch sogleich abtauchen – wobei ja in den Büchern schon länger festgelegt wurde, dass die Symbiontenteiche recht tief sind und der Eindruck, dort stehen zu können, eher täuscht. Daher war Adiras “Verschwinden” nachvollziehbar. Burnham folgt und wir erleben eine Traumsequenz (im Gegensatz zu meinem Kollegen gehe ich nicht davon aus, dass die Teiche irgendeine Art Portal zu einer Metaebene sind). Die sieht optisch zunächst gut aus, wenn Michael etwa ihren Fuß auf den Boden setzt und dort Wassereffekte auftreten.

Leider hatte ich mich nach nicht mal fünf Minuten daran satt gesehen und fand es daher nur noch überladen und hegte die Hoffnung, es möge schnell beendet sein. Bunte Schlieren bzw. Wurzeln wirken eben nicht lange mitreißend. Und natürlich darf Burnham hier den Erklärbär spielen. Zumindest etwas hat man aber aus den letzten zwei Staffeln gelernt, denn Burnham ist in den Erinnerungssequenzen von Adira nicht Beobachter und Kommentator am Rande, sondern hat keinen Teil daran. Das ganze bleibt also Adiras eigene innere Welt und das ist auch ganz gut so, sonst wäre die intendierte Charakterentwicklung Adiras schon etwas verfehlt worden.

Ob man dann aber von dieser sprechen kann, ist jedoch fraglich. Denn was sich entfaltet, ist eher eine Teenie-Soap. Zwei 17-Jährige, die sich lieben und sich ewig versprechen. Und der eine stirbt (und ist am Ende dann doch noch irgendwie bei Adira – hach). Sorry, das war dann wieder zu viel Klischee und eben auch mit der Grund dafür, warum Adira für mich bislang als Charakter so rein gar nicht funktioniert. Wo Booker noch cool drauf ist und als Tierschützer ein Ziel hat, wirkt Adira irgendwie noch total fehl am Platz und wie der übliche nervige (Serien-)Teenager. Ob sie sich noch in den Maincast um die Crew integrieren kann, muss sich zeigen. (Und diese Kritik hat jetzt nichts damit zu tun, das der/die Schauspieler*in binär ist, sondern damit).

Am Ende werden sogar die vorherigen Wirte präsentiert, was ich aber immer schwer finde, wenn man alle zeigt. Denn diese Schauspieler müssen dann ja bei Wiederauftauchen zur Verfügung stehen – und “Star Trek”-Fans merken dies genau. Trotzdem eine schöne Hommage, auch dass ein Offizier in Uniform von “Picard” auftritt. (Auch hier muss ich meinem Kollegen widersprechen, denn die durchschnittliche Lebenserwartung eines Wirts liegt bei 118 Jahren, wenn man es bis zum 32. Jahrhudnert hochrechnet. Da Dr. McCoy in der ersten “TNG”-Folge 147 war, gar nicht mal so unwahrscheinlich).

Nächster Halt ist dann vermutlich der geheime Hideout der Föderation. Man darf gespannt sein.

Die B-Handlung auf dem Schiff

Etwas besser schneidet die B-Handlung auf dem Schiff ab, wobei auch diese sehr holprig startet. Da streiten Stamets und Tilly und gehen sich an – eine Situation, die später beim Dinner noch einmal verschärft wird. Klar, die Sternenflottenleute hatten viel Stress, vor allem Stamets, aber giftet man sich dann gleich so an bzw. treibt es beim Dinner später auf die Spitze? Das wollte für mich so gar nicht zur Sternenflotte passen und selbst wenn ich den Stressfaktor einberechne: In der letzten Folge war die Crew auf der Erde und wirkte an „Major Academy Oak“ (wie ich den Baum einfach mal nenne) recht entspannt. Hier ist davon aber nichts mehr zu spüren.

Saru richtet in “Forget me not” ein Dinner aus. (Bild: Netflix/CBS)

Kann man bei Detmer noch darüber hinwegsehen, denn die hat anscheinend noch einen Schaden aus Folge Zwei davon getragen, wirkt es bei den anderen eben doch befremdlich. Auch dieses Verhalten muss man schlucken, um mit den Szenen “Spaß” zu haben. Immerhin ist es schön, dass Detmers Probleme nicht vergessen wurden und sie sich am Ende auch Culber öffnet. So muss das sein. Das ist an der Stelle halt wieder “Star Trek” und vermittelt die Botschaft, dass es keine Schande ist, Hilfe anzunehmen. Da dies aber das Einzige ist, was die Episode vor einem Totalabsturz bewahrt, ist auf der anderen Seite wieder bezeichnend.

Immerhin dürfen auch Tilly und Stamets sich am Ende nochmal entschuldigen bzw. Detmer umarmen. Hier wird, ebenso wie beim Kinoabend, noch einmal der Zusammenhalt der Crew zelebriert. Grundsätzlich ist auch das eine gute Idee (samt Kino-Deck), auch wenn es das nächste Mal wieder ein Stückchen weniger mit dem Holzhammer verabreicht sein darf. Schmerzlich vermisst wird (neben Reno) auch eine Szene zwischen Culber und Stamets. Culber war ja immer der Ruhepol, der andere (vor allem Stamets) öfter wieder auf den Boden zurückholt, das beweist er auch in dieser Folge wieder. Er geht seinem Mann ja sogar hinterher nach dem Ausraster am Tisch, aber statt hier was draus zu machen, springt man dann aber leider gleich zur Entschuldigungsszene.

Zumindest aber Saru darf wieder etwas Charakterstärke zeigen und darüber nachdenken, was man der Crew Gutes tun bzw. den Zusammenhalt fördern kann. Dass dann die Sphäre den Computer übernimmt, kommt für Kenner des “Short Treks” “Calypso” nicht überraschend. Es bleibt sicher interessant zu sehen, wie das noch weiter entwickelt wird. Und auch wenn auch das vielleicht nichts Neues ist, hoffen wir an der Stelle mal, dass da noch was vernünftiges draus gemacht wird.

Fazit

Nach den tollen ersten drei Folgen gibt es hier erstmals einen Knick nach unten. Generell muss es so wie hier nicht immer Action sein. Leider ist die Story aber etwas unausgegoren. Die Charakterszenen mögen nicht so recht zu zünden (bis auf wenige Ausnahmen), es gibt stellenweise zu viel Klischee und Vorhersehbarkeit. Immerhin gibt es aber wieder eine Message im “Star Trek”-Stil, deswegen kein Totalausfall.

Bewertung

Handlung der Einzelepisode 3 out of 6 stars (3 / 6)
Stringenz des staffel- und serienübergreifenden Handlungsstrangs 4 out of 6 stars (4 / 6)
Stringenz des bekannten Kanons 3 out of 6 stars (3 / 6)
Charakterentwicklung 4 out of 6 stars (4 / 6)
Spannung 2 out of 6 stars (2 / 6)
Action & Effekte 2 out of 6 stars (2 / 6)
Humor 2 out of 6 stars (2 / 6)
Gesamt 3 out of 6 stars (3 / 6)

Episoden-Infos

Episodennummer 33 (Staffel 3, Episode 4)
Originaltitel Forget Me Not
Deutscher Titel Vergiss mich nicht
Erstausstrahlung USA Donnerstag, 05. November 2020
Erstausstrahlung Deutschland Freitag, 06. Oktober 2020
Drehbuch Alan McElroy & Chris Silvestri & Anthony Maranville
Regie Hanelle M. Culpepper
Laufzeit 54 Minuten

Trekbarometer zu “Vergiss mich nicht”

Auch dieses Mal gibt es wieder eine Umfrage zur neuesten “Discovery”-Episode. Eure Meinung ist gefragt!


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Thomas Götz

Seitdem er 1985 zum Ersten Mal Episode IV sah und ausrief "Aber das heisst doch, Vader ist Lukes Vater" ist Tom der Science Fiction verfallen. Star Trek Fan wurde er, wie viele seiner Kollegen, 1990 mit "The Next Generation" in Deutschland. Seine ersten Buchrezensionen zu Star Trek Büchern erschienen schon 1995 im Alter von 16 Jahren im Star Trek Fanclub. Seit 2006 schreibt er auch Online Rezensionen (ab 2009 Trekzone-Exklusiv) und hat kürzlich seine 2000.Rezension veröffentlicht.

6 Kommentare

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Alex1605 · 8. November 2020 um 13:42

Treffende Rezension, kann dem nur zustimmen. Es gab wenig authentische Star Trek Momente. Der Doktor, wie gesagt, teilweise Saru.
Weniger zurückhaltend ausgedrückt: Weniger Soap und (Pseudo-) Schnulz, mehr glaubwürdiges Verhalten der Offiziere und mehr authentisches Star Trek.
Bleibt bei 2 von 5.

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    Piero · 8. November 2020 um 22:03

    2 von 5 stimmt bei dir mit deiner auch “drüben” in der Kurz-Rezension geschriebenen Meinung überein (auch wenn ich die sie nicht teile) 😀

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Piero · 8. November 2020 um 21:46

Ich finde, die Folge ist gut bis sehr gut. Endlich mal eine Crew, die menschlich wirkt und nicht alles im Griff hat. Es fügt sich meiner Meinung nach auch sehr gut in die Star Trek Geschichte ein, wenn ich da an den shirt-zerreissenden, sich fast in jeder Folge durchkämpfenden Kirk denke. Vielleicht ist eine Sternenflottencrew des 24. Jahrhunderts besser auf so etwas vorbereitet, aber ob das schon vor bzw. während Kirks Zeiten war, wage ich bei den präsentierten Commodores und Admirale durchaus zu bezweifeln.
Für mich ist die Menschheit im 22. bzw. 23. Jahrhundert noch ziemlich stark auf dem Weg, besser zu werden. Und wie die Serie Picard wohl zeigen möchte, ist ein Rückfall jederzeit möglich. Mir fällt da die Rede von Captain Picard ein, wo er Richter Aron Satie zitiert.

Ein Negativpunkt ist die oft zu schnelle “Lösung” von zu schnell aufgefahrenen “Problemen”. Dabei hätte hier der Ansatz gestummen. Z.B. das die Trill sich gar nicht einig sind und vielleicht selber zu viele Probleme haben, da hätte ich eine Lösung über weitere Folgen bevorzugt. Und das mit Burnham ist so eine Sache: kann man kritisieren, wird aber auf Dauer einfach langweilig, da es deren “Serienkonzept” ist.(Ja, es nervt mich natürlich auch :D)

Um nochmals auf den Zustand der Crew zu kommen:

Sie hatten gerade einen Kampf gegen Control ziemlich knapp überstanden. Sie haben eine Zeitreise vermutlich ohne Wiederkehr hinter sich und einen Absturz mit dem Raumschiff überlebt. Nun wissen sie, dass die Föderation weg ist und eher wieder Anarchie und die Rechte des Stärken vorherrscht. Und dann ist da noch diese Verrückte aus dem bösen Parallel-Universum. Die Crew der anderen Serien hatten immer eine Hoffnung, dass sie a) in der selben Folge zurückkommen oder b) ihre “Welt” (Föderation, ihre Familien) noch existieren.

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Alex1605 · 8. November 2020 um 22:34

@Piero
Ich will nicht wiederholen, was ich bei der Kurzrezension geschrieben habe.
Ich würde dir recht geben, wenn das eine Familien Soap mit Zivilisten wäre.
Wer ist diese Crew oder besser, wer sind die Führungsoffiziere (Feminin und dievers, wo sind die “Durchschnitts” Männer😀)??.
Erstmals sind es Soldaten der Föderation, Offiziere, die ausgebildet sind, mit ausweglosen Situationen zu recht zu kommen (Z.B. Kobayashi-Maru, hat nur Kirk bestanden). Jeder dieser Offiziere muss auf der Brücke das Kommando übernehmen, wenn der Captain ausfällt. Diese Offiziere sind Vorgesetzte und Vorbilder für die anderen Crewmitglieder. So wie sie und der Captain ist, so ist die Crew. Das Wissen sie auch.
Sind sie unerfahren?? Sicherlich nicht. Sie haben den Konflikt mit Control bestanden und sind dadurch (normalerweise) zusammengewachsen. Und sie sind (normalerweise) äußerst teamfähig und kameradschaftlich. Hat irgendwas nicht geklappt am Plan in die Zukunft zu reisen? Nein. Burnham gleich gefunden, Discovery funktioniert und fliegt. Jeder hat es warm und kuschelg an Bord.
Deshalb sind diese „Szenen“ am Tisch des Captains für mich vollkommen unglaubwürdig und „Soaphaft“. Es sind eben keine Zivilsten. Und das gilt in jeder Zeit.
Gutes Beispiel ist hier Dr. Juratti von Picard. Die hat fast überzeichnet Emotionen gezeigt. Aber kann sie. Sie ist Zivilist, zart besaitet und hat nie gelernt, mit Krisen umzugehen.
Und das zieht sich für mich durch diese Folge. Ausnahme ist der Doktor, wenigstens ein normaler, cooler Sternenflottenoffizier. Und Saru natürlich.
Aber ich verstehe deine Sicht. Wenn du das als Zivilist projizierst kann so ein Verhalten „normal“ erscheinen.

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Piero · 9. November 2020 um 13:45

Vielleicht waren die Crews der anderen Serien ein wenig unglaubwürdig? Einzig bei Picard und seiner Assimilierung haben sie etwas gezeigt, dass er das nicht so einfach verkraftet hat.

Was ich hier wirklich toll finde: wir haben unterschiedliche Meinungen und können dennoch miteinander reden und diskutieren. Das hat jemand anders auch schon bemerkt.

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    Alex1605 · 9. November 2020 um 14:41

    @Piero:
    Meinungen dito! Macht auch Spaß!😀😀
    Sehe ich nicht so, die Crews der anderen Serien haben sich so vorhalten, wie man es von Offizieren erwarten kann. Jeder hatte so seine Momente, wo er (ebenen gerecht) Gefühle gezeigt hat. Riker mal Casanova oder verliebt, oft auch an sich zweifelnd und manchmal sehr gestresst. Aber niemals die Fassung verloren. Troi (oft) verliebt, aber immer der Councellor. Worf, klar, aggressiv, aber dann immer wieder beherrscht als Sternenflottenoffizier.
    Captain Picard ist ein gutes Beispiel. Er wurde in Angriffsziel Erde von den Borg assimiliert und von seiner Mannschaft “Zurückgeholt”, Zum Ende der zweiten Folge war er schon wieder in seinem Raum und hat Tee getrunken. Das war natürlich zu cool. Kurz mal assimiliert und dann wieder auf die Brücke. Aber besser so überzogen wie andersherum.
    Aber in der darauf folgenden Folge hat er sein PTBS „raus gelassen“. Intim, bei seinem Bruder auf dem Weingut. Schmerzlich und ebenengerecht.
    Wenn ein Mitglied der Führungscrew der Disco ein (bisschen) PTBS hätte, würde er sich einen „Buddy“ suchen und es raus lassen. Aber eben nicht in so einer „Vorstellung“ wie am Tisch des Captains. Das wissen die auch aufgrund ihrere Ausbildung (P.S.: Die Drehbuchautoren scheinbar nicht)
    Aber wie gesagt, für den „zivilen“ Bereich wäre ein solches Verhalten nachvollziehbar. Insofern verstehe ich deine Meinung.

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