Die Sternenflotte ist ausfindig gemacht, doch wie geht die Reise der Discovery nun weiter? Diese Frage klärt unsere ausführliche Review zu “Aasgeier”, der sechsten Episode der dritten Staffel. Soviel sei bereits verraten: Viele Kleinigkeiten sind in dieser Folge gelungen, doch im Gegenzug gibt es auch einige Dinge zu kritisieren. Was das insgesamt heißt, das erfahrt ihr hier. Aber wie immer gilt: Achtung, Spoiler!

Meine Erwartungen zu Beginn

Was ich nach der letzten Folge n i c h t  sehen wollte, war:

  1. Eine Gerichtsverhandlung, in der darüber befunden wird, ob die Discovery-Crew wegen des Verstoßes gegen das “Temporale Abkommen” als kriminell einzustufen ist oder nicht. (Wie  im Trekbarometer-Podcast 3×05 bereits erwähnt, stellt sich hier natürlich die Frage, wer in diesen After-Burn-Zeiten überhaupt die Durchsetzung solcher Abkommen kontrolliert. Auf der anderen Seite kann man natürlich argumentieren, dass die Föderation ihre Werte hochhalten und das selber tun muss. Denn tut sie das nicht, dann könnte man den Versuch, die alten Werte wiederherzustellen, gleich vergessen.)
  2. Eine Folge der Woche, in der die Discovery von Brandherd zu Brandherd eilt.

Beides ist zum Glück so nicht eingetreten, auch wenn es natürlich Anleihen für den zweiten Punkt gibt.

Upgrade completed!

Die Folge beginnt mit dem zuvor erwähnten Upgrade der Discovery, das nicht all zu exzessiv betrieben wird. Das Schiff ist nun die NCC-1031-A (ihr wisst ja, schön viele Modelle verkaufen…😁) und bekommt u.a. mit der programmierbaren Materie viele neue Hightech-Gadgets spendiert. Dazu zählen übrigens auch frei schwebende Warpgondeln (wie sie das wohl im Modell umsetzen werden?). Und auch ein All-in-One-Badge (Kommunikator, Tricorder, individueller Transporter) darf an der Stelle natürlich nicht fehlen.

So muss das sein, so stellt man sich technische Weiterentwicklung vor! Nun kann man natürlich wieder auf dem üblichen Punkt herumreiten, dass das für 930 Jahre vielleicht immer noch etwas zu wenig Technikprogression ist. Mir persönlich hat die Szene aber durchaus zugesagt. Einzig der Umstand, dass die Discovery wieder eine Art Extrawurst bekommt und ihre Uniformen behalten darf, wirkt hier etwas seltsam. Aber vielleicht wird sich das ja in Zukunft noch ändern.

Die Discovery-A in "Scavengers" (Szenenbild: ViacomCBS)

Die Discovery-A in “Scavengers” (Szenenbild: ViacomCBS)

Gleich zu Beginn wird der restlichen Sternenflotte auch die Existenz des Sporenantriebs der Discovery enthüllt. An dieser Stelle fehlt übrigens immer noch eine Info darüber, ob sich das Myzel-Netzwerk mittlerweile erholt hat oder nicht und ob eine gefahrlose Verwendung des Antriebs folglich möglich ist.

Kurz darauf taucht Bookers Schiff auf, das allerdings nur vom Autopiloten gesteuert wird. Admiral Vance stellt daraufhin die treffende Frage, wie es möglich ist, dass das Schiff den Weg hierher zum Föderationshauptquartier gefunden hat. Denn solange keiner weiß, wo die Föderation ist, kann auch keiner herkommen. Scheinbar hat Burnham hier Booker mit Updates versorgt. Hier wäre es schön gewesen, wenn es zumindest einen kleinen Hinweis darauf gegeben hätte, statt es wieder nur einfach so serviert zu bekommen. Dass Burnham etwas mehr als Freundschaft für diesen Kerl empfindet, wird später ohnehin noch offensichtlich werden – auch wenn es für den Zuschauer und Georgiou schon lange offensichtlich ist.

Burnhams alte Muster

Diese kleine Drehbuchlücke ist allerdings nur einer von mehreren kleineren Schnitzern, die man in dieser Folge hinnehmen muss. Der wohl größte Rückschritt ist aber sicherlich die erneute Befehlsverweigerung von Burnham. Nicht nur Saru hatte gehofft, dass es damit vorbei wäre, sondern auch der Zuschauer. Schon in der letzten Folge ist eigentlich sehr deutlich geworden, dass Burnham weiterhin ihren Kopf gegen jede Widerstände durchzusetzen gedenkt. Sie tut einfach das, was sie will – was s i e  für das Richtige hält. Sarus klare Ansage in “Die Bewährungsprobe” scheint bei Burnham jedenfalls nicht so recht gefruchtet zu haben. Das betrachte ich sogar als einen echten Rückschritt für den Charakter Michael Burnham.

An der Stelle muss man allerdings fair sein und anmerken, dass es solche Verhaltensweisen auch schon in den alten Serien gegeben hat. Auch hier halfen einzelne Crewmitglieder (oder ganze Crews) ihren Freunden, wenn diese in Problemen steckten – notfalls auch unter Missachtung von ausdrücklichen Befehlen. Das wohl prominenteste Beispiel ist hier natürlich “Star Trek III: Auf der Suche nach Mr. Spock”. Von daher agiert Burnham in guter, alter Tradition unserer früheren Helden.

Aber: Wäre dieses Vorgehen wirklich auf diese Weise nötig gewesen? Warum nicht zu Saru gehen und Urlaub beantragen? Eine Szene wie “Ich habe 930 Jahre Urlaub angespart, da nehm‘ ich mir jetzt mal einen Tag frei!” wäre an dieser Stelle beispielsweise ein Kniff gewesen. Diese Bemerkung wäre ebenso in der Tradition von “Star Trek” gestanden und das ganze Ding mit der Befehlsverweigerung wäre ad absurdum geführt worden.

Burnham und Georgiou in "Scavengers" (Szenenbild: ViacomCBS)

“Komm, lass uns einen Frauenausflug machen!” – Georgiou und Burnham in “Scavengers” (Szenenbild: ViacomCBS)

Die Befehlsverweigerung war sogar gänzlich unnötig, denn Admiral Vance sagt später sogar sehr deutlich, dass er ihre Mission sehr wahrscheinlich genehmigt hätte – da man aktuell ohnehin gegen das kriminelle Syndikat der “Smaragdkette” vorgehen würde. Eigenmächtig aufbrechen hätte sie schließlich auch dann noch gekonnt, wenn Vance ihr die Mission verweigert hätte. Aber okay, sie steht hier in Tradition von Picard: Lieber hinterher um Entschuldigung bitten, als vorher um Erlaubnis fragen. Daher ist es auch so schwer, diese Szene zu beurteilen. Auf der einen Seite ist das wieder das alte Burnham-Muster, auf der anderen Seite haben das unsere Helden früher auch schon gemacht. Dass die Autoren aber scheinbar etwas gelernt haben und es diesmal wenigstens echte Konsequenzen für Burnham gibt, macht diesen Verstoß dann zumindest erträglich.

An dieser Stelle muss man gleich mal zum Ende springen und darüber reden. Denn Burnham wird natürlich ordentlich zusammengestaucht. Einerseits von Vance, der sie ihre jüngsten Verstöße zunächst einmal selber aufzählen lässt. Und dann folgt natürlich auch noch die verdiente Moralpredigt von Saru. Vor allem Letzteren hat Burnham maßlos enttäuscht, sodass Saru sie vom XO-Posten feuert. Sarus Enttäuschung nehme ich ihm dabei durchaus ab, denn bereits in der zweiten Staffel bat er Burnham sogar ganz vertrauensvoll darum, ihn zu töten. Klar, das kam damals fast aus heiterem Himmel, inzwischen ist aber viel passiert und die beiden sind zusammengewachsen. Daher nehme ich diese Szene genauso ab, wie Sarus Dialog mit Tilly. Denn auch diese beiden sind – zuletzt in Folge 3×02 – zusammengewachsen und Saru kommentiert ganz gut, dass Tilly wohl nicht so gehandelt hätte. Auch hier wurde an das Zusammenwachsen der Crew gedacht. Sehr gut!

Nun weiß man natürlich nicht, was hier noch kommen wird. Vielleicht wollte man Burnham ja auch unbedingt von diesem Posten weghaben, um einen neuen Charakter dorthin zu setzen? Das werden wohl die nächsten Folgen zeigen. Burnhams Ermittlungen zum Brand sind jedenfalls weiterhin das (Story-)Zünglein an der Waage und es wird sich zeigen, was hieraus noch gemacht wird. Besonders interessant war es allerdings nicht, was “Aasgeier” zu diesem Thema beigetragen hat. Das muss man an dieser Stelle leider sagen. Dass der Brand nicht überall zeitgleich aufgetreten ist, sondern ein paar Minuten versetzt, kann ich durchaus nachvollziehen. Immerhin ist die Galaxis groß und was immer es war, was sich da ausgebreitet hat, mag eine kleine Verzögerung gehabt haben. Für mich persönlich ist das noch kein Indiz, dass da ein Bösewicht dahinter steht. Aber auch hier werden wir sehen müssen, wo es hinführt.

Von der Katze zum Gefangenenlager

Etwas überflüssig war indes die Szene zwischen Tilly und der Katze. Und auch warum Booker ein Katzenhalsband bei sich trägt, mit dem Burnham ihn immer orten kann, erschließt sich mir nicht so ganz. Macht man heutzutage ja auch nicht. Aber gut, auch über diese kleinen Schnitzer kann man noch hinwegsehen, da sie für die übergeordnete Handlung eher weniger Bedeutung haben.

Grudge in "Scavengers" (Szenenbild: ViacomCBS)

“Miau!” (Szenenbild: ViacomCBS)

Für ihre Mission rekrutiert Burnham nämlich Georgiou, die auch gleich Feuer und Flamme ist und natürlich wieder die Imperatorin raushängen lassen kann. Ja, sie bekommt im Laufe der Mission wieder die ein oder andere witzige Bemerkung auf die Lippen gezaubert. Es ist aber nicht mehr ganz so, dass sie von Anfang an alles im Griff hat und der Supercharakter ist, für den man ihn nach den vergangenen Auskopplungen halten kann.

Vor allem scheint sie in letzter Zeit Flashbacks zu ihren Gräueltaten zu haben. Es hat sich ja in der letzten Folge schon angedeutet, dass man Georgiou vermutlich zur Heldenfigur läutern möchte. Und diese Entwicklung scheint hier fortgeführt zu werden. Das geht sogar soweit, dass sie während eines Kampfes zusammenbricht. So gut diese Entwicklung auch sein mag, muss man sich doch zugleich fragen, ob es dann nicht wieder ein Rückschritt ist, wenn sie wenig später alle Aufseher im Lager erbarmungslos auslöscht. Zumindest hätte man diesen erneuten Ausflug in ihr altes “Wir töten Wachen-Schema” aus der ersten Folge nicht wirklich gebraucht.

Eine nette Randerscheinung ist immerhin, dass Bookers Schiff sich verändern kann und auch sonst noch einige andere Dinge drauf hat. Das kennt man ja schon aus Folge 1 der Staffel. Darüber hinaus sind die Szenen im Gefangenenlager allerdings wieder lauer Standard. Ein dummer One-Time-Bösewicht und auch sonst ist das nichts, was man nicht so oder so ähnlich schon hundertmal gesehen hätte. Auch in den Kommentaren bei uns wurde ja schon die Analogie zu “Running Man” genannt. Und ja, der Perimeter-Zaun erinnert frappierend an diesen Film. Vor allem ging mir beim explodierenden Kopf durch den Sinn, dass man “Star Trek” früher auch gut mit seinen Kindern gucken konnte. “New Trek” hat das Prädikat “auch für Kinder geeignet” aufgrund seiner zahlreichen Gewaltorgien leider nicht mehr verdient. Das Thema hatten wir schon in diversen Reviews bis hin zurück zu “Picard”. Und auch wenn man durch heutige Sehgewohnheiten (bzw. aufgrund der gesellschaftlichen Weltlage) abgestumpfter ist als früher, wird meine Tochter die Serie wohl nicht so schnell zu sehen kriegen. Aber gut, das soll hier nur am Rande erwähnt werden und die Bewertung der Folge nicht allzu sehr beeinflussen, zumal es im Großen und Ganzen bei dieser einen blutigen Szene bleibt.

Überdies ist die Szene in der Fabrik durchaus auch ein kleines Referenzfest für die Fans: Man sieht hier alte Phaser und Kommunikatoren, wird an “selbstdichtende Schaftbolzen” erinnert und trifft sogar einen Andorianer mit abgeschnittenen Fühlern. Hier wird Ambivalenz erzeugt, in dem eben klar gemacht wird, dass nicht alle Andorianer dem neuen andorianisch-orionischen Syndikat angehören oder dieses unterstützen. Das ist nicht viel, aber immerhin wieder eine kleine Botschaft, nicht alle über einen Kamm zu scheren. Am Ende wird der Kerl sogar angeschossen und ich dachte schon, er überlebt die Folge nicht – was sowas von Klischee gewesen wäre! Aber zum Glück haben die Autoren hier daran gedacht und lassen ihn überleben. Sehr gut!

Book und ein Andorianer (Szenenbild: ViacomCBS)

Der Rest in der Fabrik ist dann aber eher routinemäßiger Standard: blöde Wachen überlisten und ausbrechen. Das ist nicht sonderlich innovativ! Immerhin werden gleich alle Arbeiter mit befreit, auch wenn die mir etwas wenig vorkamen. Und hätte sich der Bösewicht vorher weggebeamt, wäre alles schiefgegangen. Aber gut, selbst bei dieser Standardhandlung ist es nicht fair, sich darauf einzuschießen. Die erwähnte “Black Box” ist dann auch eher unwichtig im Gesamtkontext der Folge. Bleibt zu hoffen, dass die Autoren daraus noch was machen.

Übrigens steht die Frage, ob Booker nun das Ganze Discovery-Dilithium immer noch hat, durchaus noch im Raum. Hier jedenfalls finden die Bösen schonmal 30 kg.

Dies und das auf der Charakterebene

Neben diesem ganzen Handlungsstrang gibt es auch noch ein paar Nebenschauplätze. Zum einen ist da die sich anbahnende Romanze zwischen Booker und Burnham zu nennen. Wie eingangs erwähnt, war das eh schon für jeden seit der dritten Folge offensichtlich. Von daher war diese Entwicklung gleichermaßen angemessen wie überfällig. Wie ist das eigentlich mit der Privatsphäre im 32. Jahrhundert, wenn Linus (mit seinem Running Gag) überall auftaucht – auch in der Dusche? Und wie sag ich dem persönlichen Transporter eigentlich, wo ich hin will? Mit Gedankenkraft? Ob man auf diese Fragen auch eine schlüssige Antwort bekommt, darf bei “Discovery” aber bezweifelt werden.

Die weiteren Charakterszenen betreffen vor allem Adira und Stamets. Mit Ersterer bin ich ja bislang nicht so recht warm geworden, aber hier wurde es dann ein Stückchen besser, auch wenn die Anfangsszene im Maschinenraum durchaus was von nervigen Wesley-Szenen hatte. Allerdings muss auch Stamets erkennen, dass die Gute mit ihren 16 Jahren (waren es vor zwei Folgen nicht 17 Jahre?) echt was draufhat. Bedeutet das neue Gel jetzt eigentlich, dass man nicht mehr auf Stamets allein angewiesen ist, um den Sporenantrieb zu steuern? Das wäre mal eine positive Entwicklung, denn so ist Stamets durchaus eine taktische Komponente in Verbindung mit der Discovery (“Perry Rhodan”-Fans werden wissen was ich meine, wenn sie daran denken, wie oft der Unsterblichkeitsanhänger geklaut wurde). Klar, Stamets hat immer noch die Erfahrung, aber es wäre mal Zeit, dass auch andere den Antrieb benutzen können.

Doch davon abgesehen haben sie leider auch Gray zurückgeholt. Vor zwei Folgen hatte ich noch die Hoffnung, er wäre nur einmalig bei Adira aufgetaucht. Aber wie es aussieht, will man den Kerl dauerhaft als imaginären Freund einführen. Immerhin hat man daran gedacht und eine Erklärung eingebaut, auch wenn die wieder unnötig kompliziert scheint. Trill können ja mit vergangenen Wirten “reden” und durch ihr Verlusttrauma sieht sie ihn eben. Viel einfacher wäre hier vermutlich gewesen, auf die unterschiedlichen Spezies hinzuweisen. Trill-Symbiont in Menschwirt und Nebenwirkung hätte mir hier völlig ausgereicht.

Wenig überzeugend in dieser Folge: Gray (Discovery 3×06, Netflix)

So wird leider impliziert, dass man die beiden nun öfter sieht und die gute Adira noch viel aufzuarbeiten hat. Das mag bis zu einem gewissen Grad gerechtfertigt sein, aber wollen wir wirklich mehrere Folgen lang sehen, wie Adira gemeinsam mit Stamets und Gray ihr Verlusttrauma aufarbeitet? Da muss ich leider ein definitives “Nein” sagen! Und das auch nicht nur, weil wir sowas so ähnlich schon oft genug hatten, wie auch in dem Gespräch zwischen Culber und Stamets deutlich wird. Sondern auch deshalb, weil Adira solche Szenen gar nicht nötig hat, um sich in die Discovery-Familie zu integrieren. Ihr Gespräch mit Stamets zeigt das auch sehr deutlich. Die gesamte Szene hätte nämlich auch ohne den imaginären Gray funktioniert.

Während ich also mit Adira nun etwas wärmer geworden bin, trifft auf Gray eher das Gegenteil zu, da man ihn nicht wirklich in der Crew-Konstellation braucht. Um den Vergleich zur Vorwoche zu ziehen: Ich hoffe nicht, dass sie Nhan zugunsten von Gray rausgeworfen haben. Das wäre ein Armutszeugnis! Für mich sind diese Szenen aber ganz klar der Tiefpunkt der Folge.

Nichtsdestotrotz seien hier noch einmal die Schauspieler Blu del Barrio, Anthony Rapp und Wilson Cruz lobend erwähnt. Aber vor allem Letzterer hatte ja bereits in den letzten beiden Folgen gezeigt, was er so drauf hat.

Fazit

3.5 oder 4 Sterne? Am Ende sind es doch ganz knapp 4 Sterne geworden, weil die guten Charakterszenen der Folge (Saru-Tilly, Vance-Burnham-Saru u.a.) gut auf Vergangenem Aufbauen, vieles erklären und nicht wie so oft einfach vergessen wurden. Dies lässt mich über die durchaus vorhandenen Schwächen, wie den erneut etwas generischen Plot in der Fabrik/Gefangenenanlage, hinwegsehen. Lediglich Gray will mir so gar nicht in die (neue) Crew-Konstellation passen.
Die nächsten Folgen von “Discovery” müssen nun aber langsam mal mehr tiefgründigen Content liefern.

Bewertung

Handlung der Einzelepisode 3 out of 6 stars (3 / 6)
Stringenz des staffel- und serienübergreifenden Handlungsstrangs 3 out of 6 stars (3 / 6)
Stringenz des bekannten Kanons 4 out of 6 stars (4 / 6)
Charakterentwicklung 4 out of 6 stars (4 / 6)
Spannung 4 out of 6 stars (4 / 6)
Action & Effekte 4 out of 6 stars (4 / 6)
Humor 3 out of 6 stars (3 / 6)
Gesamt 4 out of 6 stars (4 / 6)

Episoden-Infos

Episodennummer 35 (Staffel 3, Episode 6)
Originaltitel Scavengers
Deutscher Titel Aasgeier
Erstausstrahlung USA Donnerstag, 19. November 2020
Erstausstrahlung Deutschland Freitag, 20. November 2020
Drehbuch Anne Cofell Saunders
Regie Douglas Aarniokoski
Laufzeit 49 Minuten

Trekbaromter zu “Discovery” 3×06 “Aasgeier”

Auch dieses Mal ist wieder eure Meinung gefragt. Das Voting des jüngsten Trekbarometer läuft seit gestern. Stimmt ab!


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Thomas Götz

Seitdem er 1985 zum Ersten Mal Episode IV sah und ausrief "Aber das heisst doch, Vader ist Lukes Vater" ist Tom der Science Fiction verfallen. Star Trek Fan wurde er, wie viele seiner Kollegen, 1990 mit "The Next Generation" in Deutschland. Seine ersten Buchrezensionen zu Star Trek Büchern erschienen schon 1995 im Alter von 16 Jahren im Star Trek Fanclub. Seit 2006 schreibt er auch Online Rezensionen (ab 2009 Trekzone-Exklusiv) und hat kürzlich seine 2000.Rezension veröffentlicht.

5 Kommentare

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Torim2010 · 22. November 2020 um 2:05

Ich habe gelesen das der Admiral am Anfang ein Briefing durchführt. Stimmt es das er zu einem Planeten Sonnenbrillen liefern lassen will?
Und dann noch eine Blackbox die bestimmt auch noch schwarz ist.

Die Annihilation einer gegebenen Masse von 50 % Materie + 50 % Antimaterie würde also viel mehr Energie freisetzen als die Reaktion einer gleich großen Masse von Fusionsreaktor-Brennstoff. Beispielsweise würde die Annihilation eines Wasserstoffatoms mit einem Anti-Wasserstoffatom die Energie 1,88 GeV liefern; die Fusion eines Deuteriumkerns mit einem Tritiumkern liefert dagegen nur 17,6 MeV, also etwa ein Hundertstel.
Eine Box die solch eine Explosion aushält wäre schon eine tolle Sache.
Und ich wundere mich das es Leute gibt die Essig in ihren Garten stellen und glauben das die damit Chemtrails in Zehntausend Metern Höhe auflösen können.
Bzw überhaupt an so einen Quatsch glauben.

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Detlef G · 22. November 2020 um 18:31

Mich beschäftigt, dass Burnham zu Vance sagt, dass die Föderation nur dann wieder auferstehen kann, wenn der Grund für den Brand offenbart wird ( sinngemäß). Aber warum eigentlich ? Selbst wenn die Ursache für den Brand offenbart und ausgemerzt ist, ändert das nichts an den Folgen: Dilithium ist immer noch knapp und die Sternenflotte in ihrem Aktionsradius eingeschränkt. Also entweder wird ein gigantisches, vom Brand unberührtes Dilithiumvorkommen entdeckt oder die Sternenflotte eine neue Form des Überlichtantriebs entwickelt, was aber, wie in der Serie auch schon gesagt, in den vergangenen hundert Jahren nicht gelungen ist.
Ich bin schon sehr gespannt, wie das alles aufgelöst wird !

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    Piero · 23. November 2020 um 17:59

    Ich könnte mir folgendes Vorstellen:

    So lange man nicht weiss, warum Dilithium explodiert man nie mehr eine wirkliche Flotte mit Warpantrieb bauen und mit Personen bestücken kann. Man müsste immer damit rechnen, dass auf einmal wieder alle Schiffe samt Besatzung explodieren.

    Wieso man nicht einfach die Technik der Romulaner “kopiert” ist mir rätselhaft.

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Piero · 23. November 2020 um 11:59

Für mich ist diese Folge die schlechteste der Staffel.

Zum wiederholten Mal missachtet Burnham einen direkten Befehl. Ja, auch früher haben das Offiziere gemacht, aber wie andere schon erkannt haben: Wieso hat sie nicht um Urlaub gebeten für diese Mission?
Allgemein empfinde ich ihren Charakter als nicht “Trek-“würdig. Die Menschen sollen – auch nach Picard – bestrebt sein, sich zu verbessern und nach höherem zu streben. Frau Burnham lernt aber nicht und macht die gleichen Fehler immer und immer wieder.

Allgemein habe ich auch ein Problem damit, wie die Rolle der Frau rüber gebracht wird. Gleichberechtigung bedeutet nicht, dass man Frauen aufwertet, in dem man die Männer zu Statisten und unfähige Tölpel reduziert. Durch die starke Überzeichnung werden die weiblichen Rollen anstelle gestärkt total ins lächerliche gezogen. Das ist für eine Serie, welche (angeblich) eine optimistische Zukunft zeigt, absolut unwürdig.

Was Georgiou angeht: Dieser Frau gehört den Prozess gemacht und inhaftiert. Wenn hätte man sie ab und an beweisen lassen können, dass auch für Menschen aus dem Spiegeluniversum die Chance besteht, auf den “rechten” Weg zu kommen und sich zu verbessern. Hier wurde meiner Meinung nach eine geniale Chance vertan, zeigen zu können, dass jeder Mensch sich verbessern kann, wenn man ihn lässt und wenn er will.

Was mir noch fehlt sind die Gespräche zwischen zivile Führung der Föderation und der Sternenflotte, wenn man schon im selben getarnten Ort untergebracht ist. Das sich die Sternenflotte tarnt ist ein weiteres Kapital an sich, wo ich hinterfragen möchte. Was genau soll das? Vor wem tarnt man sich? Hat man Angst vor einem massiven Angriff?

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    Alex1605 · 23. November 2020 um 17:07

    @ Piero.
    Kann dem nur zustimmen. Diese Flge ist ein Absturz! (Stichwort: SchleFaZ)
    Wie du zu recht schreibst, fehlt der Figur Burnham langsam die authentische Grundlage. Ein Offizier der meutert, acht was er will und nicht lernfähig ist. Sie hat kja letztendlich nichts dazu gelernt oder bereut. Mir fällt da kein Klischee ein, das bedient werden soll.
    Tja, die Rollen der Frauen in diesem Trek. Überzogen, eben überzeichnet, unrealistisch dominant den Anderen (m Geschlecht). Mir ist eigentlich auch nicht klar, was damit bezweckt wird. Ich gehe mal davon aus, die Showrunner überlegen sich dass. Die Ausgrenzung einer Mehrheit bringt diese aber sicher nicht dazu, dem „Wohlgesonnen“ zu sein. Ich seh das auch so, optimistisch ist das nicht!
    Bei Georgiou hab ich nur die „Hasskappe“ auf. Diese Figur geht so nicht zum „gutschreiben“. Keine Reue, keine Einsicht, Arroganz und Überheblichkeit. Wie soll da was Positives rauskommen. Da hilft die „Schmalzschien“ auch nicht.
    Das mit der zivilen Führung ist ein guter Punkt. Vielleicht kommt ja noch was.

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