Die siebte Folge von Discovery markiert nicht nur die Hälfte der Staffel, sondern einen weiteren Meilenstein auf dem Weg zur Aufklärung des Brands. In dieser Spoilerrezi sehen wir uns die Details an.

Das alte Burnham-Problem

Der Einstieg der Folge erfolgt auf eher klassische Weise, denn Burnham findet zunächst bei Booker Trost und grübelt herum, ob die Sternenflotte noch das richtige für sie ist. Das hat sich am Ende der letzten Folge, als sie ihren Kommunikator abnahm, schon angedeutet, ist aber sogleich auch der erste Schwachpunkt der Folge. Denn mal ehrlich, was soll denn das? Ich habe einen Rüffel gekriegt, weils mal nicht so läuft wie ich wollte, und gehe dann? Klar, sie war ein Jahr lang auf sich gestellt, doch selbst wenn ich das mit einbeziehe ist diese Reaktion doch mehr als überzogen. Da hätten die Firmen auf der Welt keine Mitarbeiter mehr, wenn jeder so reagieren würde.

Burnham wird zwar später dieser Zahn noch gezogen (dazu kommen wir später), aber diese Zerrissenheit nehme ich ihr nicht ab, vor allem, nachdem sie später die Föderation – und ihre Brand-Theorie direkt vor Admiral Vance – so vehement verteidigt. Aber da kommt dann eben die andere Burnham durch. Die, die alles kann und immer Recht hat. Und ja, auch diesmal scheint es ohne sie wieder mal nicht zu gehen, denn sie bekommt den Auftrag, auf Vulkan zu verhandeln und das nur aufgrund ihrer waghalsigen Theorie. Wie bereits letzte Woche gesagt, bin ich in diesem Fall nämlich eher auf Seite der Vulkanier. Für eine Verzögerung im Mikrosekundenbereich kann es Dutzende von Gründen geben, das allein ist für mich noch kein Indiz, das der Brand absichtlich erzeugt wurde (auch wenn wir als Zuschauer das natürlich wissen bzw. davon ausgehen können).

Überdies ergibt sich für mich da auch ein kleiner Logikfehler. Denn eigentlich war seit Beginn der Staffel bekannt, das der Brand eine Art Unfall bzw. Katastrophe war. „Es gibt keinen übergeordneten Bösewicht“, sagte Vance noch vor drei Folgen. Nun sollen aber die Experimente von SB-19 dafür verantwortlich sein bzw. haben die Vulkanier die Föderation verlassen, weil alle denken, sie hätten den Brand ausgelöst. Das passt irgendwie nicht mehr zusammen. Geheimhaltung in allen Ehren, aber diesen Punkt hätte man sicher in der restlichen Galaxis gekannt.

Admiral Vance ist wieder Sammelquestgeber in "Unification III" (Bild: ViacomVBS)

Admiral Vance schickt Burnham auf eine Mission. Was sonst? Und wen auch sonst? (Bild: ViacomCBS)

Zudem scheint SB-19 der Versuch gewesen zu sein, künstliche Wurmlöcher zu schaffen und damit schnell überall hin zu reisen. Na gut, aber was ist mit dem Slipstreamantrieb, der ja im Buchuniversum auf den Föderationsschiffen integriert wurde? Okay, auch dafür braucht es Dilithium. Oder, noch einfacher, das Transwarp aus dem Kanon? Ich weiß, das war früher schon angebracht worden und hätte man alles mit wenigen erklärenden Sätzen beheben können. Darüber habe ich bisher hinweggesehen, aber dieser Patzer wird in dieser Folge daher mehr als deutlich.

Man muss also mal wieder über diese Fehler hinwegsehen und auch die Zentrierung auf Burnham schlucken, aber es ist jetzt schon klar, das dies für diese Folge eher ein Schwachpunkt ist. Auch wenn es, als Spocks Schwester, einen logischen Grund dafür gibt, das sie die Verhandlungen führt. Denn mit Vulkan hat eine weitere Gründungswelt die Föderation verlassen. Allerdings heißt diese inzwischen Ni’var und die Romulaner und Vulkanier sind dort gemeinsam beheimatet.

Und kaum ist man dort, lässt Michael den Vulkanier auch keine Wahl und verlangt das T’Kal-in-ket. Dafür erntet sie nicht nur von Saru etwas verständnislose Blicke. Da ist sie wieder, die Michael die unbedingt ihren Kopf durchsetzen muss. Und als Zuschauer weiß man an der Stelle halt schon, das sie wieder Recht haben/bekommen wird und sie am Ende ihre Daten erhalten wird. Wobei die beste Kanon-Referenz für mich ja die aus einem Bild war, die ich in der Vorschau sah, und die eigentlich keine war (siehe Bildunterschrift).

Burnhams farblosen Gegenspieler im T'Kal-in-ket in "Unification III" (Bild: ViacomVBS)

Eaglemoss hat ein Modell des Planetenkillers zur Verfügung gestellt, welche in dieser Szene als Referenz gut zum Einsatz kommt. Oh, es ist doch nur ein Gongschläger? Verdammt! (Bild: ViacomVBS)

Die Verbindung zu TNG

Nicht nur vom Titel her ist schnell klar, das diese Folge die Fortsetzung der Folge mit Spock aus der fünften TNG-Staffel ist. Wie erwähnt hat die Wiedervereinigung stattgefunden, und es wird auch erwähnt, das Spock niemals wiederkam. Eine kleine Referenz an die Kelvin-Zeitlinie, in der Spock ja letztlich starb. Aber zum Glück befinden wir uns definitiv in der Prime-Timeline und da kommt gleich eine der großen Stärken der Folge heraus, denn Burnham sieht sich eine Aufzeichnung von Spock aus eben jener Folge an. Aus den Logbüchern von Jean-Luc Picard – wobei man sich hier natürlich fragen muss, ob er alle seine Gespräche mit Spock aufgezeichnet hat?

Aber sie es drum, wir sehen Leonard Nimoy in einem kleinen Cameo, auch wenn es sich um eine Szene aus der Folge handelt, da Nimoy ja schon verstorben ist. Selbiges gilt für seinen Synchronsprecher Herbert Weicker, denn bereits in den Kelvin-Filmen war für Nimoy bereits ein anderer Sprecher im Einsatz. Daher kann an der Stelle nicht genug gelobt werden, das man sich die Mühe gemacht hat, die alte deutsche Tonspur aus benannter TNG-Folge zu nehmen und zu verwenden. Wir hören hier Spock also mit seiner Stammstimme! Sehr schön!

Kein Spoiler mehr: Spock und seine Arbeit wird referenziert. (Bild: ViacomCBS)

Auch sonst bekommen wir ein paar Sachen zu sehen, auf die man schon länger wartet, wie etwa rothaarige Vulkanierinnen (na gut, es ist ein Romulaner-Vulkanier-Mischling). Die Verzahnung der Gesellschaft der beiden Kulturen scheint aber nicht so glatt vonstatten gegangen zu sein, wie man vermutet, denn es gibt scheinbar Konflikte, wobei natürlich die Zeit fehlt, die tiefer zu thematisieren. Im folgenden sind es aber überraschenderweise die Romulaner, die am ehesten zu helfen bereit sind.

Doch bevor wir uns die Auseinandersetzung genauer ansehen, kommt noch ein Gast der Qowat Milat an Bord. Die Kampfnonnen wurden ja erst im Januar mit Picard eingeführt und schlagen damit quasi eine Brücke. Einen Grund, das Burnhams Beistand nicht sofort mit an Bord beamt, gibt es zu Zeiten des persönlichen Transporters aber nicht mehr. Hier hat man eindeutig der Dramaturgie den Vorzug gegeben. Rein theoretisch hätte ihre Mutter nämlich verhüllt schon bei der Delegation sein können. Die Kritik mag an der Stelle nicht ganz fair sein, denn bereits früher hat der Turbolift immer genau passend zum Gesprächsende gestoppt. Das es mir hier aber so aufgefallen ist, zeigt eben auf, da auch diese Folge so einige Mängel hat.

Dabei ist vor allem Sarus Verhandlung mit der vulkanischen Präsidentin wieder sehr gelungen. Da ist nicht nur Saru in seinem – diplomatischen – Element, sondern auch Tara Rosling als T‘Rina nimmt man in jeder Minute einen Vollblutvulkanier ab. Das Gespräch über die Ereignisse und warum Funkstille zwischen Föderation und Ni’var herrscht, wobei natürlich das Wohl der Vielen wieder auf den Tisch kommt, steht in alter Star Trek Tradition. Es muss also nicht immer Action sein und derartige Charakterfolgen wie in dieser Episode müssen nicht schlecht sein. Übrigens stellt sich auch die Frage, wo das neue Dilithium wieder herkam. Hat der Brand nur die Raumschiffe zerstört oder auch die Dilithiumvorkommen auf Planeten? Letzteres hätte sicher mehr Probleme verursacht, aber vielleicht erfahren wir das noch.

Alle gegen Burnham

Fast schon ironisch ist es dann an der Stelle, das sich Burnhams Mutter eben nicht auf ihre Seite stellt, sondern nach dem Gespräch mit ihr, das lange überfällig war, sie so richtig vor der Anwesenden Wissenschaftsdelegation in die Pfanne haut. Das wird allen Burnham-Hassern da draußen sicher besonders gut gefallen, und ja, zugegeben, ein bisschen Schadenfreude kommt da schon auf. Immerhin ist Burnham ihrer Mutter nicht böse und am Ende gibt es eine erneut Aussprache.

Die beiden haben sich wiedergefunden und Michael weiß jetzt, wo sie sie findet. Das darauf nicht noch weiter herumgeritten wird sondern das Ganze damit schnell abgehakt wird, finde ich an der Stelle ganz gut. Wie erwähnt, führt Burnhams Mutter Michael dann vor und das führt dazu, das sie erkennt, das sie eben doch auf das Schiff gehört und ganz uneigennützig es egal ist, ob sie die Daten nun bekommt oder nicht. Das mag ein (kleiner) Schritt für den Charakter Burnham sein, für mich hat das leider an der Stelle nicht wie gedacht funktioniert. Zum einen, weil ja wie erwähnt von vorneherein klar war, das Michael die Daten bekommen wird (sie bekommt ja immer, was sie will), zum anderen, weil für mich von vorneherein, bzw. nach der ersten Antwort des Vulkaniers bei der Debatte die Lösung für mich klar war. Nur wenn sie sagt, das sie die Vulkanier in den Vordergrund stellt, kann sie hier Erfolg haben.

Burnham und ihre Mum in “Unification III” (Bild: ViacomCBS)

Und so kam es dann eben auch. Daher war für mich diese Entwicklung nicht überraschend und verpuffte bei mir leider völlig. Immerhin gibt es aber noch eine durchaus interessante B-Story, dazu aber im kommenden Abschnitt gleich mehr. Übrigens, sind die Dilithiumvorräte nun noch bei Booker oder nicht? Spätestens seit der Discovery-Umrüstung gibt es dafür keinen Grund mehr. Erwähnt wurde es aber auch nicht mehr. Warum ich das erwähne? Weil es mir nach wie vor bei jeder „Booker bleibt in Discovery bzw. Burnham-Nähe“-Szene durch den Kopf geht…

It’s Tilly

Die letzte Kontroverse der Folge ist die B-Handlung um Tilly. Denn die soll Erster Offizier werden – vorerst nur kommissarisch. Das deutete sich irgendwie an, denn Saru und sie sind in den letzten Folgen enger zusammengerückt. Klar, das wird einigen Fans wieder sauer aufstoßen, vor allem da es etwas von Kelvin-Zeitlinie hat. Von Kadett auf Captain ging es für Kirk damals – hier nun von Ensign zum XO. Wobei immerhin der Rang thematisiert wird.

Aber sehen wir uns mal die Alternativen an: Eigentlich hätte jeder der Maincrew es werden können. Owosekun, Rhys, Nielsen. Selbst Detmer, obwohl die einen Knacks hat. (Ob man davon je wieder was hören wird? Hier scheint sie wieder gefestigt zu sein. Hoffentlich ist sie nicht in einigen Folgen wundergeheilt). Problem an der Stelle: Von denen hat man nicht soviel gesehen wie von Tilly, anders gesagt: als Zuschauer kennt man Tilly eben am Besten von der Restcrew. Lediglich Stamets und Culber können da noch mithalten. Stamets fällt wegen Sporenantrieb aus (können jetzt mehrere den bedienen und wenn nicht, warum nicht? Auch das bleibt uns Discovery noch schuldig) und Culber passt als Arzt auch nicht so wirklich.

Nhan hätte da noch am Besten gepasst, auch wegen ihrer Erfahrungen unter Pike, aber den Zahn hat man sich mit ihrem Rausschreiben selber gezogen. Alternative wäre ein neuer Offizier aus der Riege um Vance, der auf der anderen Seite von vielen Fans vermutlich wieder als Störkörper empfunden worden wäre. Nicht falsch verstehen, mit einem neuen Crewmitglied, auch als Störfaktor, könnte man eine Menge machen, wenn es richtig eingesetzt würde. Ob das Discovery aber hinkriegt? Man sieht ja an der Abwesenheit von Adira (wird irgendwie nicht wirklich vermisst) oder auch dem Rausschreiben von Nhan, das die Autoren mit neuen Charakteren (leider auch alten) nicht immer was anzufangen wissen. Reno lasse ich an dieser Stelle bewusst außen vor. Die ist zwar ein netter Sidekick, wann immer sie auftaucht, aber nunmal kein Mitglied des Main-Casts.

Tilly & BurnhamAdmiral Vance in "Unification III" (Bild: ViacomCBS)

Tilly hat in “Unification III” einen großen Auftritt. (Bild: ViacomVBS)

Von daher blieb fast nur Tilly, und ja, ich war anfangs auch kein Fan des Charakters, finde sie inzwischen aber gut und kann mit der Entscheidung leben. Das heißt, wenn man es schafft, Tillys Weg zum XO passend darzustellen. Sie muss in den nächsten Folgen nun an ihren Aufgaben wachsen und reifen und eben zeigen, das sie es drauf hat. Leider wird dieser Entwicklung gleich wieder ein Riegel vorgeschoben, denn sie ersucht Stamets um Rat.

Zwar ist ihre Bemerkung vor versammelter Mannschaft (bzw. den Freunden) am Ende, das sie Hilfe braucht, legitim und ich nehme ihr das in der Szene auch ab, das sie um Hilfe fragt. Viel besser bzw. wichtiger für die Charakterentwicklung wäre es aber gewesen, sie wäre von selber zum Schluss gelangt, das sie das annehmen kann. Aber zugegeben, zu zeigen, das sie den Rückhalt ihrer Kollegen hat, war an dieser Stelle durchaus gut umgesetzt.

Fazit

Als eine der besten Folgen, wie mein Kollege, würde ich die Episode nun nicht beschreiben, dafür hat sie einfach noch zuviele Fehler. Vor allem das Ritual, das im Vordergrund steht, verpuffte bei mir völlig, da der Ausgang bzw. die Lösung derart offensichtlich war. Dafür gibt es aber gute Referenzen und Charakterszenen, die in guter Star Trek Tradition stehen. Sachen wie Tillys Beförderung werden wieder für Kontroversen sorgen. Am Ende bleibt eine immer noch gute Episode, die erfreulicherweise auf dem durchaus guten Kurs der bisherigen Staffel mitschwingt. Auch in Hinblick auf die Staffelhalbzeit geht das in Ordnung, die zweite Hälfte der Staffel sollte trotzdem nochmal gehörig anziehen.

Bewertung

Handlung der Einzelepisode 4 out of 6 stars (4 / 6)
Stringenz des staffel- und serienübergreifenden Handlungsstrangs 5 out of 6 stars (5 / 6)
Stringenz des bekannten Kanons 6 out of 6 stars (6 / 6)
Charakterentwicklung 4 out of 6 stars (4 / 6)
Spannung 4 out of 6 stars (4 / 6)
Action & Effekte 2 out of 6 stars (2 / 6)
Humor 3 out of 6 stars (3 / 6)
Gesamt 4 out of 6 stars (4 / 6)

Episoden-Infos

Episodennummer 36 (Staffel 3, Episode 7)
Originaltitel Unification III
Deutscher Titel Wiedervereinigung? Teil III
Erstausstrahlung USA Donnerstag, 26. November 2020
Erstausstrahlung Deutschland Freitag, 27. November 2020
Drehbuch Kirsten Beyer
Regie Jon Dudkowski
Laufzeit 50 Minuten

Trekbaromter zu “Discovery” 3×07 “Wiedervereinigung? Teil 3”

Auch dieses Mal ist wieder eure Meinung gefragt. Das Voting des jüngsten Trekbarometer läuft seit gestern. Stimmt ab!


Thomas Götz

Seitdem er 1985 zum Ersten Mal Episode IV sah und ausrief "Aber das heisst doch, Vader ist Lukes Vater" ist Tom der Science Fiction verfallen. Star Trek Fan wurde er, wie viele seiner Kollegen, 1990 mit "The Next Generation" in Deutschland. Seine ersten Buchrezensionen zu Star Trek Büchern erschienen schon 1995 im Alter von 16 Jahren im Star Trek Fanclub. Seit 2006 schreibt er auch Online Rezensionen (ab 2009 Trekzone-Exklusiv) und hat kürzlich seine 2000.Rezension veröffentlicht.

31 Kommentare

Captain.K · 28. November 2020 um 21:57

Ich bin dem Buch zur Vorgeschichte von Star Trek Picard sehr dankbar in diesem wird erwähnt das Spock mit den Anhängern seiner Philosophie Romulus verlassen hat und in Sicherheit bringt und dabei Admiral Picard begegnet.

Dadurch das auch in der Folge von einem langen Leben gesprochen wird und nicht von verschollen. Ist der Prime Spock im Prime Universum nie mit rotermaterie und nie in die Vergangenheit gereist.

    Torim2010 · 29. November 2020 um 3:15

    Glückwunsch nur blöd das davon in der Serie nichts von zu sehen war. Es gab nicht mal Anspielungen eher im Gegenteil. Nur für Romulaner mehr gibt es dazu nicht zu sagen.

Torim2010 · 29. November 2020 um 4:33

Diese Rezension ist etwas näher an der Wahrheit.
Aber auch hier wird nur gerade mal an der Oberfläche gekratzt.
Schauen wir uns doch eben mal nur den Story Plot um die Vulkanier und Romulaner an.
1. Punkt die Schwesternschaft
Noch nie zuvor wurde in Star Trek eine besondere Verbundenheit zu irgendwelchen Hiebwaffen gezeigt. Und das es eine reine Mann oder Frau Organisation gibt oder irgendwie bevorzugt wird auch nicht angedeutet.
Zur Erinnerung sollen ja fast 1000 Jahre vergangen sein. Dennoch laufen die noch genauso rum wie in Picard. Wenn die Tradition so eine große Rolle spielt warum lassen die dann einen Menschen mitspielen?
Das Credo es wird nur gesagt das man NUR hoffnungslose Fälle annimmt. Weitere Kriterien scheint es nicht zu geben. Wenn eine Einzelperson einen Planeten angriffen will müssen die also helfen.
An den Ninja Schwestern merkt man sehr deutlich die Xena Vergangenheit der Verantwortlichen.
2. Punkt die Vulkanier und Romulaner auf Vulkan.
Terraforming gab es schon zu Zeiten von Kirk. Das es größere Ansammlungen von Romulanern auf Vulkan geben sollte ergibt keinen Sinn. Auch eine Umbenennung ergibt keinen Sinn. Denn wenn es die Heimatwelt beider Völker ist warum dann umbenennen?
In PicaPu wird noch sehr viel Wert darauf gelegt das „only Romulan“ die Romulaner kein Interesse an irgendwelchen anderen Völkern haben und besonders nicht auf Völker der Föderation. Es gibt auch keinerlei Bezüge auf Spock oder eine Vereinigung die wegen ihm gegründet wäre.
Dieser ganze Ritual Blödsinn wäre vollkommen überflüssig gewesen.
Als Absolventin der Vulkanischen Akademie der Wissenschaften habe ich das Recht auf Anhörung vor dem Wissenschaftsrat. Fertig.
3. Punkt die so oft erwähnte Logik.
Bei dieser Ritual Anhörung wird keine Theorie diskutiert sondern nur irgendwelche Daten vorgelegt. Denn wo die Vulkanier ihr überflüssiges Experiment stattfinden haben lassen weiß Michael Burn…hm nicht. Eine Alternative zu dem Experiment der Vulkanier hat sie ja nicht. Als Argumente gegen Burnhmm werden übrigens nur Persönliche Dinge angeführt was keinen Vulkanier auch nur im Ansatz interessieren würde. Es wird auch nicht erklärt warum eine Erforschung des Experiments zu Unruhen führen würde da dies eigentlich für jeden Vulkanier selbstverständlich sein sollte. Warum konnte das passieren und wie können wir verhindern das etwas vergleichbares wieder passiert. Das ignorieren macht einfach keinen Sinn.
4. Der Antrieb der Romulaner. Ist ja nur ein kleines Detail aber naja…..
Nein es ist kein kleines Detail es macht die ganze Hauptstory zu einem Witz und macht nochmal deutlich wie Inkompetent Kurzman und Co sind.
Die Schiffe dieser Klasse werden nicht von einem Warpkern als Hauptenergiequelle versorgt, wie Schiffe der Föderation, sondern von einer künstlichen Quantensingularität, einem künstlich erzeugten, extrem kleinen Schwarzen Loch. Einmal in Betrieb genommen, kann die Singularität nicht mehr abgeschaltet werden, ohne eine Implosion zu erzeugen, die das gesamte Schiff zerstören würde. Deshalb kann sie im Notfall automatisch oder manuell abgeworfen werden.
5. Spocks angebliche Schwester hatte dieser nicht geschworen sie nie wieder zu erwähnen? Selbst wenn ein: Schicken sie eine Nachricht Michael Burnham ist auf dem Weg!!! Ist das mit Abstand blödeste was ich je in einer Star Trek Serie gehört habe. Und da ist das auswählen von Quark als Retter seiner Mutter aus den Händen des Dominion mit dabei. Aber es ist ja New Trek das hat andere Standards.
Nun all das ist eigentlich nur ein Punkt von Tilly als Stellvertreter des Captains Rede ich hier noch nicht mal. Das die Mutter aus dem nichts auftaucht und überhaupt noch lebt.
Der Punkt das ausnahmsweise mal niemand getötet oder ermordet wird ist leider das einzig gute an dieser Folge.

Torim2010 · 29. November 2020 um 5:18

Puh ich muss doch noch was loswerden.
Wie kommen die Bewertung zustande werden die ausgewürfelt? Das würde jedenfalls erklären warum es 6 Sterne sind.
Wenn sie sagen das alle kritischen Punkte bereits erwähnt wurden und daher keine Rolle spielen, macht dies keinen Sinn, da Sie darauf aufbauen und dies in die Bewertung einfließt.
Handlung der Einzelepisode (4 / 6)
Wir fliegen zu den Vulkanier und holen dort Daten ab. 1 von 6
Die Daten die MB haben will haben eigentlich nur indirekt etwas mit dem Antriebs Experiment zu tun. Sie will doch nur die Daten die man nach dem Experiment gesammelt hat. Damit kann ein Experiment nur sehr schwer rekonstruieren wenn überhaupt. Wenn man das in Betracht zieht 0 von 6
Stringenz des staffel- und serienübergreifenden Handlungsstrangs (5 / 6)
2 von 6 Wenn ich das jetzt mal nur für New Trek gelten lasse dann kann man hier Max 2 Sterne geben da man selbst eigenen Kanon ignoriert.
Stringenz des bekannten Kanons (6 / 6)
0 von 6 Es gibt so viele Dinge die man hier anführen könnte das es nichtmal ansatzweise einen Stern dafür geben dürfte.
Charakterentwicklung (4 / 6)
Es kommt darauf an, was ich unter Charakterentwicklung verstehe. Wenn es bedeutet, dass jemand einfach in eine neue Position gehoben wird, ohne jemals gezeigt zu haben, dass sie im Ansatz dazu fähig ist, dann sind die Sterne so in Ordnung.
Spannung (4 / 6)
Nun welche Spannung ist hier gemeint? Ob es mal was Sinnvolles gibt? 1 von 6
Ob denen noch etwas Blödsinniges einfällt? 5 von 6
Oder ob da am Ende irgendwas bei dieser Folge raus kommt? 1 von 6
Action & Effekte (2 / 6)
Was muss denn passieren um hier von ihnen 1 Stern zu bekommen? 1 von 6
Humor (3 / 6)
Wenn man den Unsinn mit Humor nimmt sind die 3 von 6 OK
Aber wenn man es ernst nehmen würde? 0 von 6 Ich weiß wirklich nicht was hier lustig sein soll.
Gesamt (4 / 6)
0 von 6 Für mich sind einige Dinge eben schwerwiegender als andere.
Selbst nur auf New Trek bezogen ist dies eine Katastrophe.

Alex1605 · 29. November 2020 um 10:44

@ Torim: Da hat sich aber einer “erleichtert”.
Einiges von dem was du schreibst würde ich unter “Freiheit” der Autoren ablegen. Manches gefällt einem manches nicht. Es muß auch nicht alles logisch ableitbar sein. Manches “Isso”. Und ich fand den Anfang der dritten Staffel als Steigerung für STD.
Wie gesagt, die Hoffnung stirbt zuletzt.
Aber wie sie den “Twist” mit Tilly wieder “entsoapen” wollen ist mir unklar.😀😀

Torim2010 · 29. November 2020 um 14:05

Dann kann man aber solche Punkte wie sie hier aufgeführt werden einfach streichen. Aber selbst ihr eigener Kanon wird mal beachtet und mal nicht. Dann kann man aber keine 6 von 6 Punkte vergeben.
Ich sag es nochmal Xena war Trash und dieses Niveau hat nun auch Star Trek wer was anderes behaupte der macht sich was vor.In Voy war nicht alles so wie ich es mir gewünscht hätte aber dort blieb es immer im Rahmen.
Ich zeig dir mal was.
„Wesleys hohe Intelligenz kam bei den Fans nicht gut an, da es nicht glaubwürdig war, dass ein Teenager immer wieder die Enterprise rettete, während die erwachsenen Offiziere nicht dazu in der Lage waren. Als man die Figur Jake Sisko für die Serie Star Trek: Deep Space Nine erschaffen hatte, wollten die Produzenten die Fehler, die man bei Wesley gemacht hatte, vermeiden und man schrieb Jake Sisko als normalen Teenager, der nicht einmal zur Sternenflotte gehen wollte.“

Na fällt dir was auf? Warum werden denn heute so viele Charaktere als super Intelligenter Teenager angelegt? Ist das alles? Man macht noch mehr Dinge die man früher aufs schärfste Kritisierte. Ein Regisseur der sich nicht mit Star Trek auskennt geht gar nicht. Heute haben wir einen Showrunner der keine Ahnung hat. Zu viel Action zuwenig Star Trek Typische Themen und und und.
Wie kann das sein? All dem hat man noch einen draufgeseztzt.
Man kann Faulheit und Unvermögen immer auch als Künstliche Freiheit bezeichnen. Es liegt an jedem einzelnen auch das zu erkennen was es ist.

Alex1605 · 29. November 2020 um 14:39

@Torim: Deinen ersten Satz verstehe ich nicht. Das mit dem multiplen Kanon ist so eine Sache. Die Büchse der Pandora ist auf. Damit ist leider eine Beliebigkeit möglich. Ob jemand eine 6 gibt, muss jeder selbst entscheiden. Für Meinung gibt es keinen Maßstab.
Trash ist mir zu hart. Das war ja eigentlich eine gute Geschichte. Der Inhalt war halt zeitgemäß schnulzig mit ” Logigsprüngen”. Das ist auch nicht mein Star Trek. Das Gespräch Saru mit der Bitschafterin, Adm Vance, die Rolle der Botschafterin, die Bilder und die Musik schon.
Also Xena wäre bei mir in einer anderen Schublade. Diese Wertung von Wesley ist mir neu. Kam mir in den Neunzigern nicht so vor. Aber wer soll superintetelligent bei Disco sein? Also Tilly ist ein schlaues Köpfchen, die einzige Eigenschaft die sie von einem Sternflottenoffizier hat.
Action ist okay, aber eben nicht gewalttätig exzessiv.

    Torim2010 · 29. November 2020 um 17:08

    Nun ich beziehe mich auf die Bewertung. Wenn ich den Serien übergreifenden Kanon bewerte ist das nicht wirklich mit Bauchgefühl zu bewerten.
    Nur weil man Elemente aus anderen Serien benutzt zählt leider nicht.
    Dafür werden andere Elemente Dinge ignoriert oder man weiß nicht mal das sie existieren.
    Zu Tilly ist ein schlaues Köpfchen. Was hat sie den je schlaues gemacht? Nur weil man es sagt ist man nicht schlau. Wann hat sie den mal Lösungen präsentiert wie es Data oder Weasly getan haben? Sie ist es nicht. Sie kann nicht mal ein Display bedienen 1. Auftritt Pike.
    Die Trill Tante wird als Genie dargestellt. Die Schwester des Dingens Planeten ist auch eins. Burnham sowieso. Die Piloten Tante hatte auch so irgendwas in der Richtung gesagt. Der Albino soll auch ein Genie sein da er so schlau sein soll wie Tilly. Sympathisch ist mir niemand und ich kann mir die Namen einfach nicht merken. Naja will ich auch nicht.
    Trash wie würdest du einen Ninja 🥷 sonst in einer Science-Fiction Serie bezeichnen? Unrealistisches Auftauchen von Charakteren(Mum?). Plot Armor(Absturz auf einem Planeten oder Kollision mit einem Raumschiff in einem Ironman Anzug)Oder Dingen denen ich Zauberkräfte andichte(Dunkle Materie/Zeitkristalle/Pilze). Augen die besser sind als Schiffs Sensoren.
    Klar gibt es Leute denen Trash gefällt.
    Aber dann soll man das Kind eben beim Namen nennen.
    Die wollen hier eigentlich nur gemessene Daten haben und nicht die Daten des Experiments das den Burn ausgelöst haben soll. Das macht die gesamte Handlung einfach überflüssig. Ich kann anhand der Messungen einer Atomexplosion nicht ihre Konstruktion nachvollziehen.
    Und Trash weil Wissenschaft keine Rolle mehr spielt früher gab es da gewisse Theorien die man mit eingebaut hat das ist nun vorbei.

    Abschließend noch den Dialog der Botschafts Tante und Saru. Ja ich finde Diplomatie auch gut aber was ist das für ein Dialog? Vergleich das mal mit irgendeinem vergleichbaren Dialog aus TNG.
    In einer Bewertung hätte man früher gesagt:
    Er war stets bemüht.
    Guter Ansatz aber leider setzen 6.

Alex1605 · 29. November 2020 um 17:52

Eine Bewertung ist immer subjektiv, sonst wäre es eine Messung. Die Parameter für übergreifenden Kanon stellt jeder für sich auf.
Dein Problem mit den ” schlauen” versteh ich nicht ganz. Tilly hat ab und zu gute Ideen, stellt sich aber auch wie ein kleines Mädchen an. Und ob die anderen wirklich Genies sind, wird sich noch zeigen. Überzeugt hat mich keine. Bringen Genie?? Eher egomanische Rechthaberin die sich über die Gemeinschaft stellt.Ich
Wenn du das als Trash siehst, okay. Das ist deine Meinung, mehr nicht. Ich sehe das nicht so.

    Torim2010 · 29. November 2020 um 18:36

    Wird eine Klassenarbeit nicht auch bewertet?
    Eine Bewertung ist tatsächlich Subjektiv wenn ich nur das sehen will was mir passt und alles andere unter den Tisch fallen lasse.
    Das man in der Höhe unterschiedlicher Meinung sein kann will ich dir auch zugesehen. Aber ein 6 von 6 im Serien übergreifendem Kanon würde bedeuten das alles zu 100% stimmt. Und das ist leider nicht so. Und das lässt sich Aufzählen und benennen und ist damit zu werten.

Alex1605 · 29. November 2020 um 18:48

Lässt auch nicht locker. 😀
Klassenarbeit ist ein gutes Beispiel. Warum werden den z.B. beim Abitur die Arbeiten zweimal korrigiert. Weil es neben den Fehlern auch subjektive Urteile gibt.
Wie gesagt. Es sind die Parameter für den Kanon. Wenn die gleich sind, müsste etwas ähnliches rauskommen. Tut es aber nicht immer.
Anderes Beispiel: Rechtssprechung. Da gibt es Tausende von Paragraphen. Da müssten doch immer die selben Urteile rauskommen. Der Richter bewertet ja auch anhand dieser Pragsgraphen. Tut es aber nicht.

    Torim2010 · 29. November 2020 um 20:27

    Ein Richter muss sich aber an geltendes Recht halten er kann sich nicht einfach irgendetwas ausdenken. Ich erwarte nicht das man alles 1 zu 1 umsetzt. Ich glaube auch das unterschiede in der Wertung der Fehler oder Logikbrüche gibt. Für mich ist z. B. der Kanon Bruch das Vulkan keinen Mond hat nicht so wild. Da eine stabile Umlaufbahn ohne einen Mond zumindest mal recht schwierig ist. Aber das Vulkanier sterben wenn sie zu viele Gefühle haben ist ein extremer Schnitzer.
    Es gab sogar Waffen die mit Gefühlen funktionieren konnten.
    Das man zwei Folgen vorher sagt das Zeitreisen verboten sind und dann die Tatsache rausposaunt das Michael Burnham kommt. Das alle in der Föderation dachten MB wäre Tod die Vulkanier es aber sofort akzeptieren wenn man sagt: Michael Burnhm ist unterwegs. Und da sagst du eine Bewertung von zu 100% Kanon gerecht ist in Ordnung? Ich kann auch der Meinung sein die Erde ist eine Scheibe es wird nur dadurch leider nicht wahr.

      Alwx1605 · 29. November 2020 um 20:36

      Ich habe nichts zu meinen Bewertungen des Kantons gesagt.
      Zeitreisen können verboten sein und trotzdem kann eine stattfinden. Was ist da Bruch des Kanons? Ich sehe das Problem nicht.

Torim2010 · 29. November 2020 um 21:06

Wieso deinen hast du diese Rezension geschrieben?
Nun doch hast du. Meine Kritik an der Rezension bezieht sich auf die Bewertung dieser Folge. Und du sagst das es eben Subjektiv ist und so kann ich 6 von 6 Punkten geben auch wenn es offensichtliche Kanon Brüche gibt. Nun das ein Sprung durchgeführt wird obwohl er verboten ist steht hier nicht zu Debatte. Sondern das General Dingens dies der Disco vorgeworfen hat. Um es dann selbst uns Universum zu brüllen. Oder denkst du das ein 950 Jahre alter Mensch auf einmal aus der Versenkung auftaucht? Der eigentlich aber viel wichtigere Bruch ist das sie (Die Föderation) angezweifelt haben das es sich hier um die Discovery handelt. Die ist doch putte jeht. Aber die Vulkanier schlucken das ohne nachfragen weil?
A sie der Föderation blind vertrauen.
B es vollkommen Logisch ist.
C sie so eine Umwerfende Persönlichkeit hat.
Oder D sich keiner der Autoren sich um so eine Kleinigkeit schert.

Alex1605 · 29. November 2020 um 22:08

Also wir drehen uns im Kreis. Bewertungen sind, aus meiner Sicht, immer subjektiv. Sonst müsste es ja einen Computer geben, der sagt mir das schon. Das gilt auch für die Bewertung des Kanons.
Dein Problem verstehe ich immer noch nicht. Was hat das mit Kanon zu tun???
Und klar, du kannst Kritik an der Bewertung der Folge üben. Du kannst aber nicht sagen, meine Bewertungen sind richtig und andere sind falsch.
Definition: . Bewertung: Einschätzung des Wertes oder der Bedeutung eine Leistung. Eine Wertung ist die Abgabe eines Urteils über die erbrachten Leistungen.
Tja und eine Einschätzung ist immer subjektiv!

    Torim2010 · 29. November 2020 um 22:53

    Wer redet den von einer Abwertung oder Bewertung des Kanons?
    Also bist du Thomas Götz. Ok weil sonst weiß ich nicht was ich zu deiner Bewertung gesagt haben sollte.
    Ein Fakt ist keine Leistung sondern ein Fakt. Wenn ich sage Tagsüber wird es Dunkel es aber hell wird behaupte ich eben etwas falsches.
    Ein Kanon ist übrigens wenn Dinge die in früheren Serien angesprochen oder eingeführt werden weiter beachtet werden.
    Und wenn man etwas einführt das im Gegensatz zu früheren Aussagen oder Ereignissen steht ist dies ein Kanon-Bruch.
    Wie dieser zu bewerten ist sollte jeder selbst entscheiden.
    Wenn es sich hier um einen Bruch handelt der Thema vieler anderen Folgen und sogar Hauptthema des V Kinofilms ist dann ist der Bruch doch recht erheblich.
    Oder ich Dinge sage die gerade mal zwei Folgen her sind und ich Schere mich dann nicht mehr darum ist das schlechtes Storytelling.
    Wenn ich behaupte es gibt keine Kanon-Brüche dann ist das Falsch.
    Das ist keine Meinung oder Leistung sondern einfach Falsch.

Alex1605 · 30. November 2020 um 8:47

????????????

CJ · 30. November 2020 um 11:19

Ich bin da auch bei Torim2010. Es wird leide häufig der Fehler gemacht, aus dem Sprichwort „Über Geschmack lässt sich nicht streiten“ abzuleiten, dass Filme, Serien, Texte, Musik nicht objektiv bewertbar sind. Das stimmt aber nicht, es gibt sehr wohl Parameter, die man bei einer Bewertung berücksichtigt werden können. Ob das Maxhwerk dem Individuum gefällt ist ja dann wieder etwas ganz anderes. Wenn ich zwei Stunden eine Geige quäle – ich habe nie gelernt, Geige zu spielen – und das Ergebnis für das schönste überhaupt erachte und weit schöner als das Gesamtwerk Anne-Sophie Mutters, so kann ich das natürlich machen. Objektiv betrachtet wird man hier allerdings massiv widersprechen müssen, da ich nunmal nicht Geige spielen kann.
Wenn man stetige Logikfehler oder Brüche mit dem (auch in der eigenen Serie eingeführten) Kanon hat, dann ist das objektiv bewertbar. Ob es dem einzelnen gefällt steht auf eine, anderen Blatt.
Eine Beförderung von Tily zum ersten Offizier ist ein solcher logischer Bruch. Die Sternenflotte ist sicherlich hauptsächlich der Forschung verpflichtet, aber sie ist nunmal offenbar militärisch organisiert. Dafür sprechen die Uniformen (wenn auch bei Discovery mit Turnschuhe), dafür sprechen die Ränge, dafür spricht Dave Existenz von Befehlen. Ich zumindest kenne niemanden, der im zivilen Bereich von seinem Chef Befehle erhält. Auch muss wohl niemand bei Verstoß gegen dieselben im zivilen Bereich vors Kriegsgericht.
Und so ist ein solcher Sprung, der jedweder Hierarchie an Bord widerspricht, einfach ein grober logischer Bruch. Soll dann etwa ein Fähnrich einem Lieutenant seinen Dienstplan vorschreiben oder disziplinarische Maßnahmen gegen ihn einleiten? Da würde ich mich schon sehr veräppelt fühlen, ich hätte ja in gewisser Weise somit auch auf Rang und Erfahrung verzichten können.

Alex1605 · 30. November 2020 um 11:42

@CJ:
“objektiv bewertbar” Ist ein Widerspruch in sich. Gib mir dich bitte mal ein Beispiel, wer solche Serien “objektiv” bewertet und die Kompetenz dazu hat?
Es gibt Bewertungen in Portalen die mit Umfragen aufzeigen, ob eine Folge besser ankommt oder nicht. Da schneidet diese Folge eher schlechter ab (Z.B.: Serienjunkies, IMDb). Nur was heißt das? Eben, das im Schnitt die Wertung (derer die gewertet haben) schlechter ist.
Es gibt Fakten oder Handlungen die in Serien passieren. Z.B. dass Tilly No.1 werden soll. Das ist ein Fakt, also objektiv.
Für mich eine absurde, unrationale Lösung gegen jeden (militärischen) Sachverstand, die dem Soap-Family-wir ham uns alle lieb Gedanken entspringt. Für andere die Lösung, weil sie eine Vertraute von Saru ist, die Familie der Disco will sie (Umarmen, weinen….) usw. Das ist eben eine andere “Meinungslogik”. Die kann ich nicht nachvollziehen, aber respektiere und kritisiere sie.

CJ · 30. November 2020 um 13:32

@alex1605
Wie gesagt, man muss immer unterscheiden zwischen Geschmack und bewertbaren Komponenten, beispielsweise, ob handwerkliche Fehler gemacht wurden. Wenn ich beispielsweise in einer Episode nur Männer vorkommen lassen, dann kann man objektiv sagen, dass die Folge von der Geschlechterverteilung nichts ausgeglichen ist. Was das bedeutet, das ist wieder etwas anderes.
Wie Torim2010 schon geschrieben hat ist das vergleichbar mit einem juristischen Sachverhalt. Wenn ein Richter einen Fall vorliegen hat, bei dem objektive und subjektive Mordmerkmale vorliegen, dann muss er den Tatbestand des Mordes bejahen. Über gesellschaftliche Folgen, etc, hat er nicht zu urteilen. Dass er dabei natürlich auch irgendwo eine subjektive Beurteilung miteinfließen lässt, ist leider in der Natur des Menschen. Auch ein Mathematiker wird für einen mathematischen Beweis eine individuelle Herangehensweisen wählen, die letztlich auch durch seine Person beeinflusst ist. Genauso ein Physiker oder Chemiker. Würdest Du also behaupten, dass die genannten Wissenschaften rein subjektive Einschätzungen sind? Und ebenso gibt es eben Kritiker für Filme und Serien, die sich professionell und möglichst objektiv mit denselben auseinandersetzen. Dass dabei unterschiedliche Schlussfolgerungen auftreteten ist nunmal Teil des ganzen. Das sehen wir ja sogar in den Naturwissenschaften. Es gibt bezüglich der richtigen Maßnahmen gegen Corona unterschiedliche Meinungen. Ist Immunologie oder Epidemiologie deshalb eine subjektive Meinung?
Das Problem von von Dir genannten Portalen ist immer, dass der Massengeschmack nicht zwingend der beste und auch nicht der dezidierteste ist.
Was hier mancher versucht ist, ein Machwert zu bewerten und zu vergleichen, das den Namen Star Trek trägt. Und aufgrund der Geschichte(n), die mit diesem Namen einhergeht, gibt es nunmal gewisse wiederkehrende Eigenschaften (auch wenn diese schon früher nicht in jeder Folge zu sehen waren), die Leute, die alle Trek kennen, erwarten. Davon kann man sich am einfachsten befreien, wenn man das Ganze nicht Star Trek nennen würde. Würde man es nur „Discovery“ oder „The Orville“ nenne, dann wäre man von allen Vorgeschichten, von aller bisher etablierten Ethik und Philosophie befreit. Das kann dann auch fantastisch werden, aber es ist eben etwas anderes. Wenn Heinz Ketchup plötzlich aus Zitronensaft besteht und bitter-säuerlich schmeckt, dann kann das durchaus lecker sein – Ketchup ist es aber wohl nicht mehr.

Alex1605 · 30. November 2020 um 13:47

@CJ:
Mir ist langsam unklar, was du aussagen willst. Einserseits schreibst du dass Filme und Serien “objektv bewertbar sind”. Dann schreibst du wieder über Fakten, dass es z.B mehr Frauen wie Männer gibt. Dann schreibst du, dass eben Kritiker von Serien zu unterschiedlichen Schlussfolgerungen kommen und das eben Teil des Ganzen wäre???? Eben, weil Meinungen und Bewertungen subjektiv sind.
Aussagen wie “..dass der Massengeschmack nicht zwingend der beste und auch nicht der dezidierteste ist…” sagen was: Es gib die absolute Meinung und die Masse ist der Proll oder was???

Und dann wieder die Leier: Das ist nicht “Old Trek”, “New Trek” ist kein Star Trek?? Für mich ist das Unsinn. Jeder hat seinen Star Trek Maßstab. Den kann er für sich anlegen und für sich sagen, dass ist kein (nicht mein) Star Trek. Okay. Aber er hat keinen Absolutheitsanspruch und objektiv ist das schon gar nicht.
Zum besseren Verständniss mal wieder die erste Kritik zur erste Folge TOS von Variety:
Kritik der Zeitschrift Variety nach der ersten Folge von TOS (1966):
„ Star Trek mit William Shatner und L. Nemoid:( tatsächlich falsch geschrieben): Star Trek wird nicht funktionieren. Ein unglaubliches langweiliges Durcheinander, schleppt sich eine lange Stunde dahin, ohne große Pause von der Gewalt, dem Töten, dem Hypnosekram und einem geschmacklosen, hässlichen Monster. William Shatner erscheint hölzern, Das Gleiche gilt für Leonard Nimoy.”
Und was ist daraus geworden
Und zu den ersten Folgen von TNG:
Es ist traurig mit anzusehen, dass diese Abklatsch-Serie produziert wird, gerade für uns Fans, die seit Anfang an dabei sind. Roddenberry versucht nur auf den Erfolg der originalen Serie zu springen und abzukassieren.
Es ist für mich ganz einfach: Du magste es oder aber nicht!
Was wäre ich ohne (mein) TNG!!!!

CJ · 30. November 2020 um 14:06

@alex1605
Was ich sagen möchte ist, dass es eben auch Dinge gibt, die man objektiv bewerten kann, nicht nur subjektiv bewertbare. In TOS zeigen beispielsweise die Charaktere oftmals ein mehr als fragliches Frauenbild. Das kann wohl objektiv so sagen. Auch dass die Sets in TOS im Vergleich zu heutigen nichts großartiges waren. Gleichzeitig aber lässt sich subjektiv sagen, dass man TOS gut findest.
Du stellst es immer so dar, als ob Filme oder Serien nur eine Frage des Geschmacks sind und dem widerspreche ich einfach, ähnlich wie wohl Torim2010.
Und ich behaupte nicht, dass es absolute Meinungen gibt, ich sage nur, dass der Massengeschmack nicht zwingend der beste sein muss. Ich glaube beispielsweise nicht, dass das Lied „Ich vermiss‘ Dich (wie die Hölle)“ von Zlatko aus dem Big Brother Haus im Jahre 2000 wirklich das Beste war, was sich musikalisch in Deutschland für 15 Wochen am Stück finden ließ. Aber das sagten zumindest die damaligen Verkaufscharts.

    Torim2010 · 30. November 2020 um 16:16

    Ich versuche es noch mal anders. Fernsehzeitungen geben gerne Wertungen für Filme ab. Von Medien ob Internet oder Printmedien erwartet man eine Objektivität.
    Niemand würde es für glaubwürdig halten wenn der Pate 1 von 5 Sterne bekommen würde und Sharknado 5 von 5.
    Es fliest oft auch ein persönlicher Geschmack mit ein das ist nun mal so.
    Aber alles immer nur in einem gewissen Rahmen.
    Ich weiß wirklich nicht wie ich das noch besser beschreiben soll.
    Schöne Beispiele CJ

Alex1605 · 30. November 2020 um 16:03

@CJ. Sind wir wieder beim Thema.
Die Meinung zum Frauenbild ist nicht objektiv. Meiner Meinung nach war es in TOS mehr als zeitgemäß. Damals war das Frauenbild so. Es war sogar fortschritttlich. Die erste Farbige in einer guten Rolle, der erste Kuß “Schwarz/Weiß” usw. Ob es fraglich ist, hängt von deinem Frauenbild ab. Wenn die Serie in unserer Zeit spielen würde gäbe ich dir recht. Was du vielleicht meinst ist ein Frauenbild, welches als zeitemäß gilt. Hör dir dazu mal Meinung auf dem Land und aus Berlin an. Sicherlich teilweise diametral! Objektiv dazu sind die Rechte der Frauen, aus denen sich ein Bild ableiten liese.
Oder haben alle älteren Filme ein “fragliches Frauenbild”. Meist eines, was der Zeit des Filmes entspricht aber nicht mehr meinem.
Und die Sets? Für die damlige Zeit ganz gut. Ich hab die Serie als Kind in SW gesehen und war hin und weg. Also haben sie mir gefallen, damals. Aus meiner heutigen Erwachsenen Sicht wären die dürftig.
Auch wieder so etwas zu Bewertungen. Ist es richtig, mit heutigen Maßstäben zu bewerten oder mit den damailigen???
Ob du eine Serie gut oder schlecht findest, hängt von deinen persönlichen Parametern ab. Du willst etwas SF, Tricktechnik, feminines Übergewicht, viel Schmacht-Emotionen und viel Tränen, Mann ist STD dolllll.
Du möchtest einen moralischen Kompaßgebe, viel Abenteuer im Raumschiff und auf Planeten und SF, Mann ist TNG und PIC Toll.
Also wo ist was bitte objektiv???
Und der Massengeschmack?? Was heißt hier der Beste? Schlager, für mich ein Abtörn. Aber die Massen strömen dahin. Ist es deshalb schlechter Geschmack?? Nein, es ist der Geschmack der vielen gefällt, mehr nicht.

    CJ · 30. November 2020 um 19:19

    Aber hier nimmst Du ja dann offenbar auch – vor zu Recht – eine Objektivierung meines Urteiles vor. Wenn die Kulissen für die damalige Zeit sehr gut waren oder das Frauenbild der Zeit entsprechend, dann ist das ja nur eine Erweiterung des Bewertungsmaßstabes, nicht aber ein Anzeichen, dass man nicht objektiv Teile bewerten kann.
    Auch Logikbrüche kann ich bewerten. Wenn zunächst gesagt wird, A ist ab jetzt unmöglich und zehn Minuten wie selbstverständlich A verwende, dann ist das ein Logikbruch. Und da wir uns in einer Geschichte befinden muss ein solcher Bruch dann zumindest erklärt werden, denn weder kann ich den Grund für den Logikbruch Nachlesen noch bin ich dabei.
    Der Kuss zwischen Kirk und Uhura hat nichts einem fortschrittlichen Frauenbild zu tun sondern mit einer fortschrittlichen Einstellung zu unterschiedlichen Ethnien. Dies ist ja sowohl aus der damaligen Zeit als auch von heute aus bewertbar.
    Wie gesagt: was man von der Story an sich hält, was man von ihrer Aussage hält, das ist sicher Geschmackssache. Aber man kann die verwendeten Stilmittel, die Art des Storytellings, Kameraarbeit, etc. bewerten.
    Und diskutieren kann man auch die subjektiven Empfindungen.
    Letztlich ist sicherlich jede Aussage subjektiv. Wenn ich sage, dass es in diesem Moment in New York City 16 Grad Celsius hat, so schwingt ja auch hier viel subjektives mit. Die Wahl der Stadt, der Satzbau, die Temperaturskala, etc. Wenn ich aber einen Rechtschreibfehler im Satz habe oder Satzbau nicht stimmt, so ist das objektiv feststellbar.

Alex1605 · 30. November 2020 um 17:39

@ Torim: “Von Medien ob Internet oder Printmedien erwartet man eine Objektivität.”
Das meinst du sicher ironisch. Die einzigen, die meine ich, neutral berichten müssen, sind die öffentlichen Rundfunkanstalten. Lies doch mal Spiegel, dann FAZ, dann den Stern usw. Objektivität? Sicherlich nicht.
Aber ich weis was du meinst. Natürlich gibt es Filme, die in der “oberen Klasse” zu finden sind und andere nicht. Das hat aber nichts mit deiner eigenen Bewertung zu tun und hat auch einen großen Spielraum.
Wer sind den diese objektiven Medien für Serien????

    Torim2010 · 30. November 2020 um 23:30

    Du scheinst hier was durcheinander zu bringen. Ob die müssen müssen müssen wir mal diskutieren. Nein Spaß.
    Von in der Öffentlichkeit stehenden Medien egal welche erwartet man Objektivität.
    Das hat nichts mit müssen zu tun.
    Es gibt auch bei Filmen Handwerkliche Kriterien.
    Das lässt sich gut bewerten.
    Geschmäcker gibt es auch und die fliest genau wie eine Meinung oft in eine Bewertung mit ein dennoch gibt es dort Grenzen.
    Wer behauptet Sharknado ist ein filmisches Meisterwerk der ist einfach nur Lost.
    Das ist Trash und will auch nichts anderes sein.

      Alex1605 · 1. Dezember 2020 um 9:27

      @ Torim. Wir drehen uns im Kreis.
      Ich schließe, aus mener Sicht die Diskussion mi zwei Fragen ab:
      “Von in der Öffentlichkeit stehenden Medien egal welche erwartet man Objektivität.” Das meinst du doch nicht im Ernst???? Gib doch mal ein Beispiel.
      Und noch mal: Wer sind den diese objektiven Medien für Serien????

        Torim2010 · 2. Dezember 2020 um 0:16

        Wieso ein Beispiel? Warum schauen sich so viele Kritiken an um sich zu informieren. Wenn es immer nur Subjektive Ansichten sind wozu überhaupt Kritiken verfassen? Es ist doch eh nur eine Persönliche Sicht? Das ergibt keinen Sinn. Wozu eine Noten Bewertung wenn es komplett Willkürlich ist? Das ist auch meine letzte Antwort da du es nicht verstehen willst.
        Ich kann nicht sagen es gibt keine Kanon Fehler wenn es sie zu Dutzenden gibt. Das ist auch nicht Subjektiv sondern ignorieren von Tatsachen.

Herr P. · 1. Dezember 2020 um 0:22

“Die siebte Folge von Discovery markiert nicht nur das Staffelfinale”

Wie kann das das Staffelfinale gewesen sein, wenn es doch 13 Folgen in der 3. Staffel gibt?

    Thomas Götz · 1. Dezember 2020 um 6:28

    Die Hälfte der Staffel ist gemeint. Aber danke, hab es ausgebessert 🙂

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