In der vorliegenden Auflistung werfen wir einen Blick auf die liebsten Dino-Filme der TZN-Redaktion. Urzeitlich!


Hinweis: Da nicht jeder in der Redaktion Dino-affin ist, gibt es bei einigen mehr, bei einigen weniger Dino-Filme zu bestaunen.

Tom Götz

Top 5

King Kong (1976) Wie viele Klassiker haben es leider auch King Kong und seine Ableger nicht in diese Liste geschafft. Auch hier gibt es gute und schlechte Vertreter.

Gar nicht mal so leicht, die fünf besten Dinoserien oder Filme zusammenzustellen. Meine Redaktionskollegen meinten, es gäbe nicht viele, aber als ich diese Liste zu schreiben begonnen habe, habe ich festgestellt, dass ich TONNEN von Dinofilmen kenne. Allein die Animationsfilme könnten hier noch eine Liste füllen, haben es aber, ebenso wie einige der besseren “Godzilla”-Filme oder Klassiker wie “Baby” (1985) oder “Der sechste Kontinent” (1976) nicht in diese Liste geschafft. Selbst “Die Reise zum Mittelpunkt der Erde” (1959) fällt unter diese Kategorie.

1. Gwangis Rache (1969)

Eigentlich totaler Trash und aus heutiger Sicht sehr billig, ist dieser Film eigentlich mein erster Dinofilm gewesen und erhält daher einen “Ehrenplatz” in dieser Liste. Klar, die Tricks locken auch heute keinen mehr hinter dem Ofen hervor, und eigentlich sind Western auch nicht mein Genre. Aber Dinos in einem alten Tal, das war damals irgendwie cool und machte Lust auf mehr. Den Film selbst? Nun, den hab ich beim ersten Mal schauen noch nicht so recht kapiert. Man(n) war ja noch Kind… (wobei sich das natürlich auf die Fernsehausstrahlungen bezieht, denn 1969 ist selbst für mich etwas früh).

2. Jurassic Park (1993)

Jurassic Park (1993)

DER Klassiker schlechthin, dreimal im Kino gesehen. Muss man über diesen Film noch große Worte verlieren? Da hat einfach alles gepasst, angefangen bei der echt wundervollen Musik bis hin zu den echt toll aussehenden Dinosauriern. Wie oft hab ich später auf Video die Szene mit dem Anflug auf die Insel angeglotzt? Und das nur, um die Musik immer und immer wieder zu hören…
Und die Raptoren…herrlich. Vor allem habe ich beim ersten Mal sehen wirklich am Ende geglaubt, es sei aus, bis der T-Rex dann den Raptor wegschnappt. Selten so gezuckt im Kino.

Die Fortsetzungen kamen da leider nicht mehr an das gute Original heran. Hatte der zweite Teil “Vergessene Welt” noch etwas – vor allem bei der Glasscheibenszenen habe ich da auch echt mitgefiebert – gings spätestens seit Teil 3 aber steil bergab. Vor allem die Raptoren wurden dann nur noch ein seichter Abklatsch ihrer einstigen Bedrohlichkeit. Selbst “Jurassic World” kann da nicht mithalten, obwohl die beiden Filme durchaus auch was haben.

3. Tauchfahrt des Schreckens (1978)

Ein Klassiker aus den 70ern: Tauchfahrt des Schreckens.

Auch ein Film aus meinen Kindheitstagen, der zu einem Dauerbrenner wurde. So richtig viele Dinos gibts eigentlich nicht zu sehen, außer kurzen Kämpfen (oder eher Abschlachten) als die Monster gegen die Atlanter ins Feld ziehen. Aber es gibt einen Kraken, ein tolles Setting (aus heutiger Sicht wieder trashig billig, ich weiß) und mit Doug McClure einen Schauspieler, der wohl damals in ähnlich vielen Dinofilmen (Caprona!) vertreten war, wie Peter Cushing in den Dracula- und Frankenstein-Filmen.
Erwähnte ich schon, das ich erst in den 2010ern die ungekürzte Variante sah und davon ausging, die RTL-Fassung meiner Kindheit wäre das nonplusultra? Ja, so war das mit dem Geschnipple damals, und bei diesem Schinken war das noch nicht mal viel oder nachvollziehbar…

4. The Lost World (1999-2002)

Die Dinos sehen grottig aus. Aber bei diesen schönen Darsteller(Innen) sieht man an der Stelle mal drüber hinweg.

Jaaa, ich gebe es zu, auch diese Serie aus den späten 90ern war totaler Trash. Die Tricks waren damals schon unterirdisch schlecht, die Story mehr als holprig, aber der Sense of Adventure hat mich irgendwie angesprochen.

Hinzu kamen zwei derart heiße Frauen (Jennifer O’Dell!), das man über diese Unzulänglichkeiten gerne hinwegsah. Girls in knappen Bikinis hat damals schon gezogen. Aber ganz toll war die einprägende Titelmusik. Die kann man auch heute noch rauf und runter hören….

Manchmal darf man auch Trash mögen. 😊

 

 

5. Primeval (2007-2012)

Etwa zur gleichen Zeit gestartet wie die Neuauflage von “Doctor Who” war dieser Serie kein langes Leben gegönnt. Allein die vierte und fünfte Staffel waren nur wegen der Kooperation mit Pro7 möglich (aber immerhin gibt Alexander Siddig den Bösewicht). Eine Staffel hatte meist nur 6 Folgen. Was heute gang und gäbe ist, war damals noch ungewöhnlich kurz.
Dabei hatte die Serie, um Portale in die Dinowelt, durchaus was für sich, vor allem, da noch eine Verschwörung eingebaut wurde. Und auch die Titelmelodie vermag zu gefallen, ebenso wie die teils schrulligen Charaktere. Dafür entschädigen auch die etwas billigeren Tricks (bzw. Dinos).
Und ja, genau genommen war nach Staffel Drei alles vorbei und auch der 2012 noch nachgeschobene Ableger “New World” (1 Staffel) konnte es nicht mehr rausreißen. Aber für zwischendurch durchaus mal sehenswert.

Serienlogo: Primeval

FLOP 5

1. Shin Godzilla (2017)

Zumindest das Plakat lässt das schreckliche Monsterdesign noch nicht erahnen…

Eigentlich ist es ja schon traurig, dass es Godzilla nicht in meine Top 5-Liste geschafft hat. Denn wie bei jeder Filmreihe gibt es auch hier gute und schlechte Filme. Dabei ist der erste Godzilla-Film, den ich gesehen habe, sogar einer meiner ersten Dinofilme überhaupt gewesen: Der 1984er “Godzilla – Die Rückkehr des Monsters”.

Der war schon recht solide (und stellenweise gruselig), mein Top-Godzilla-Film ist bis heute aber eigentlich “Duell der Megasaurier” von 1994. Da hat einfach alles gepasst: Zeitreisen (ihr wisst ja, da bin ich Fan), King Ghidorah und Godzilla im Monsterclash – das war einfach toll für die damalige Zeit. Und obwohl der “All-Out Monsters Attack” auch ganz gut war, bleibt es halt doch bei dem Film der Kindheit.

Dann kam aber nach 10 Jahren Pause “Shin Godzilla” (2017 in Deutschland) – und enttäuschte auf ganzer Linie. Das lag nicht unbedingt an der Story, auch wenn die auch nicht gerade das A und O war und so ähnlich schon zu sehen gewesen war. Aber nach dem Re-Design im neuen Godzilla-Film (Gareth Edwards 2014er Film) hatte man sich von der japanischen Wiederbelebung auch etwas mehr erhofft. Heraus kam eine Puppe, bei der die Augen derart künstlich sind, das sie als solche zu erkennen war.
Nun ist das vielleicht noch nicht mal das Schlimmste, denn die japanischen Godzilla-Filme hatten ja schon immer einen “Mann im Anzug” als Grundlage gehabt. Dann gab es da aber noch den Schwanz des Monsters, der länger war als Godzilla selber.

I will not tell you anything about this…

Wer kam denn bitte auf diese bescheuerte Idee? Sorry, aber dadurch sieht der neue Godzilla einfach lächerlich aus und hat seit der ersten Minute, in der er zu sehen war, für mich nicht mehr funktioniert. Das hat in Folge für mich leider auch den ganzen Film gesprengt.

Zum Glück, muss man da sagen, lässt die Fortsetzung bis heute auf sich warten.

Fan der Reihe bin ich natürlich weiterhin, schon deswegen, weil mein Avatar auf der Arbeit einen Bezug zu meiner Lieblingsechse hat. Welcher das ist? Nun, normalerweise teilt man sowas ja nicht, ich will hier aber mal eine Ausnahme machen. Den Avatar könnt ihr rechts bewundern.

2. Carnosaurus (1993 – 1996)

Auch Roger Corman wollte in den 90ern auf den Dino-Zug aufspringen und haute in Folge von “Jurassic Park” diese Reihe raus, die vor allem durch eines lebt: Noch billigere Tricks und wenig Dinosaurier. Das ganze wäre vielleicht nicht so schlimm (wir haben oben ja gelernt, das auch Trash manchmal unterhaltsam sein kann), wenn die Story passen würde.
Die nimmt aber im Verlauf der drei Teile eine Richtung, bei der man nur den Kopf schütteln kann. Fraun-befruchtende Dinos? Ernsthaft? Wer denkt sich so eine Grütze aus?
Die Filme gelten heute zurecht als schlecht.

3. Dinocroc vs. Supergator (2010)

Roar! Der Beitrag aus der Trash-Schmiede “The Asylum.”

Stellvertretend für die ganzen Dinofilme, die die Mockbuster-Schmiede “The Asylum” so verbockt hat, soll hier “Dinocroc vs. Supergator” stehen. Die Story ist eigentlich auch egal, daher in aller Kürze: Dinoakrokodilkreuzung kämpft gegen Alligatorkreuzung und zwischendrin hampeln ein paar Menschen rum, auf der Suche nach dem Sinn des Films.
Ja, auch “The Asylum” hat den ein oder anderen “guckbaren” Film (es widerstrebt mir hier von einer “Perle” oder gar “Trash-Perle” zu sprechen), die meisten sind aber eher Schrott und dieser hier gehört auch dazu.

 

 

4. Dinotopia (2002)

Für Kinder nett, für ältere Kaliber aber etwas seicht: Dinotopia.

Ich habe es ja echt probiert, ebenso wie bei der Puppenserie “Die Dinos (1991-1994)”, aber so richtig warm wurde ich mit beiden Formaten nicht. Damals war mir das alles zu seicht und zu sehr auf Kinder getrimmt.

Vielleicht ändert sich das ja, wenn die eigenen Kinder diese Serie (respektive Film) sehen wollen, bis dahin werde ich aber weiterhin einen Bogen um die Reihe machen. Das ist einfach alles zu vorhersehbar, da können die Dinos noch so nett aussehen..

5. Godzilla Island (1997-1998)

Ist ein zweiter Godzilla-Eintrag in der Liste nicht cheaten? Egal, zu “Godzilla Island” muss man einfach was schreiben. Denn die Serie spielt genau genommen in der (nahen) Zukunft auf der Monsterinsel (und nimmt damit Bezug auf die 70er-Jahre-Godzilla-Reihe, obwohl sie 1997 entstanden ist). Und hey, die Titelmelodie ist ja gar nicht mal so schlecht.

Die DVD-Box lässt noch nichts von den Schrecken erahnen, die in “Godzilla Island” schlummern….

200 Öcken muss man hinlegen, wenn man die DVD-Box haben will, da sind dann immerhin englische (!) Untertitel dabei. Oder man schaut sich einfach alle Folgen bei Youtube an, dann aber ohne Untertitel und im japanischen Original. Wie, ihr könnt kein japanisch?

Keine Sorge, das müsst ihr bei der Serie auch nicht. Zumindest wenn ihr nur die Monster sehen wollt. Denn eigentlich will man als Fan ja die Monster auf der Monsterinsel sehen und was die da so treiben. Die ansonsten übliche Handlung um Invasoren aus dem All ist da eh Zweitrangig. Die Folgen gehen auch meistens nur ein paar Minuten, weswegen es immerhin 256 Folgen gibt. Dazu werden die Monster selbst mit ihren Plastikspielzeugfiguren in Szene gesetzt.
Richtig gelesen! Die Godzilla-Figuren aus dem Handel, einfach aufgerissen und in etwas Grünen Flaum gesetzt, das ist so ungefähr das Setting der Serie. Und so sieht es nunmal auch aus. Das ist so schlecht, das es schon wieder Kult ist.

Denn Szenen wie der Kahju-Tanz sind bei Fans durchaus beliebt. Japp! Tanzende Spielfiguren… ähm Dinos! Und echt jetzt, in den 70ern hat Godzilla doch auch schon geklatscht…

Gesehen haben muss man das nicht, wenn man aber Hardcore-Godzilla-Fan ist, kann man mal einen Blick riskieren. So schlecht (und komisch) es manchmal ist, gibt es dann doch einige Szenen, die man sich durchaus anschauen kann.


Christiane Gref

TOP-Liste

1. King Kong (1976)

King Kong (1976)

Zur Story des Riesenaffen brauche ich wohl nichts mehr zu sagen. Ich finde diese filmische Umsetzung jedoch die gelungenste und emotionalste. Jessica Lange aka Dwan und King Kong sind einfach ein Gespann, das funktioniert.

Auch der geldgierige Fred Wilson, dargestellt von Charles Grodin macht seine Sache hervorragend. Musik, Inselaufnahmen und die Rückkehr nach New York sind – auch angesichts des Produktionsjahres – sehr gut in Szene gesetzt. Regie führte Dino de Laurentiis.

 

 

2. Jurassic Park (1993)

Ich erinnere mich noch an meine Kinnlade, die während des Kinobesuches des Öfteren den Boden zu erreichen versuchte. Diese Tricks … Wahnsinn! Nach vier weiteren Abenteuern in der Dinohölle nutzt sich die Andacht  leider etwas ab, CGI verwöhnt wie wir heute sind. Für die Dino-Premiere zur filmischen Umsetzung von Crichtons “Lost World” ein wohlverdienter Platz 2.

Jurassic Park (1993)

3. Godzilla (1954)

Godzilla (1954)

Die durch Radioaktivität verseuchte Echse leuchtet Tokio heim. Tragisch finde ich an der Version, die in Schwarzweiß gedreht wurde, dass Hiroshima noch gar nicht so lange her war. Wie muss das für die Schauspieler gewesen sein? Die Tricks sind … nun ja, unterirdisch. Aber die Charaktere tragen die Handlung. Die heimliche Liebe der Protagonistin zu einem Marineoffizier. Der Wissenschaftler und zugeteilte Gatte, der den Oxygen-Zerstörer entwickelt hat, die einzige Waffe, mit der man Godzilla beikommen kann.

4. Die Sharknado-Reihe

Sharknado – genug gesagt!

Mittlerweile 5 Teile gibt es von den Monsterhaien, die per Tornado-Luftpost nach Los Angeles, ins Weltall, in die ganze Welt gestürmt werden. So, das war auch schon der Plot.
Weltklasse, weil obertrashig und total unterhaltsam. Auch nach mehrmaligem Filmgenuss immer wieder ein Highlight.

 

5. Tremors – Im Land der Raketenwürmer (1990)

Tremors – Im Land der Raketenwürmer

Okay, Raketenwürmer sind keine Dinos. Aber doch auch irgendwie Urzeitviecher. Insofern widme ich diesem Film meinen fünften Platz. Kevin Bacon und Fred Ward sind einfach weltklasse als Team. Es geht um Sandwürmer, die Bewohner in Nevada terrorisieren. Ein Dorf mit sage und schreibe 14 Bewohnern lockt die Würmer schließlich in eine Falle, doch das geht nicht ohne Tote ab.

 

6. Piranha 3D (2010)

Piranha 3D – Es gibt Fisch, Baby

Dieser Film ist ein Remake des gleichnamigen Movies aus dem Jahr 1978. Für das Remake zeichnete sich Aleandre Aja verantwortlich, der für seine blutrünstigen cineastischen Spektakel bekannt wurde. Dieser Streifen ist so trashig, blutig und witzig, dass ich ihm einen Sonderplatz einräume. Als Splatterfan war dieser Film ein Must-Have. Der Plot ist denkbar blöd. Ein Riss im Meer öffnet Tausenden von Riesenpiranhas den Weg zu den menschlichen Leckerbissen (Badetouristen).

FLOP-Liste

1. Die Reise zum Mittelpunkt der Erde (1989)

Die Reise zum Mittelpunkt der Erde (1989)

Eigentlich hat dieser Streifen den Titel überhaupt nicht verdient. Denn es geht mitnichten um den Stoff von Jules Verne, der verfilmt wurde. Die Handlung ist nur ganz lose angelehnt und in meinen Augen völlig abstrus. Eine Nanny wird mit drei Kindern und einem Hund durch ein Erdbeben in eine Vulkanspalte geschleudert, die ins Innere der Erde führt. Dort entdecken sie eine unterirdische Stadt, in der eine Hexe ihr Unwesen treibt. Ausgerechnet die Nanny hat sich die Hexe auserkoren, um die Weltherrschaft an sich zu reißen – die Oberirdische, versteht sich. Die Dialoge sind so platt und ramdösig, dass dieser Film nicht mal als cooler Trash-Streifen durchgehen kann.

 

2. Godzilla (1998)

Godzilla (1998)

Eine Fassung von Roland Emmerich, die das altbekannte Godzilla-Problem (Monster zerstört Stadt) zum Thema hat.

Dieses Mal nimmt der Gigant New York aufs Korn. Der Monsterhorror gipfelt darin, dass Godzilla unter dem Madison Square Garden Eier legt. Es ist ein Horror, diesen Film ohne Wegzuschauen bis zum Ende durchzuhalten. Er strotzt nur so vor Logiklöchern. Okay, Godzilla an sich ist ein riesiges Logikloch, aber die ernstgemeinten Erklärungsversuche dieses Streifens sind einfach nur peinlich. Auf Rotten Tomatoes erhielt der Film ganze 16%.

3. Arachnophobia (1990)

Arachnophobia (1990)

Gähn – mehr fällt mir dazu nicht ein. Durch einen Schiffstransport gelangt eine Giftspinne in die USA und mutiert fleißig vor sich hin. Die von ihr ausgesaugten Opfer sterben unter derbsten Krämpfen und sehen wie Mumien aus, wenn die Spinne mit ihnen fertig ist. Das ist denkwürdig, denn die Spinne hat die Ausmaße einer normalen Kreuzspinne. Später spielen dann auch größere Exemplare mit. Für mich, die nicht unter einer Spinnenphobie leidet, war der Streifen einfach nur absurd.

 

 


Christopher Kurtz

Obwohl ich ein großer Dinosaurier-Fan bin, ist es überhaupt nicht mein Film-Thema. Anders als die Kollegen, hake ich die meisten Vorkommen von vermeintlichen Urviechern (wie Godzilla) als Monsterfilme ab, wenn sie keine authentischen Dinosaurier zeigen. So fällt meine Liste denkbar kurz aus.

Jurassic Park

Jurassic Park (1993)

Die Fabel über die Technikgläubigkeit und Gier des Menschen nach Michael Chrichton ist natürlich wegen der damals revolutionären (und heute durchaus noch ansehnlichen) visuellen Effekte ein wesentlicher Meilenstein der Kinogeschichte. Tatsächlich tauchen nur relativ wenige computergenerierte Dinosaurier in dem Streifen auf, viele Effekte sind Animatronics und Puppen. Jurassic Park ist ein solider Action Thriller, der gut gealtert ist. Veredelt wurde dieser Steven-Spielberg-Klassiker durch den ohrwurmigen Score von John Williams, den ich auch noch Jahrzehnte später unfreiwillig vor mich hinsummme.

Es folgten zwei Sequels von mäßiger Qualität. Eine neue zweite Trilogie, deren erster Film “Jurassic World” 2015 anlief, wartet noch auf ihren Abschluss. Aber die dank besserer Effekttechnik deutlich höheren Dinodichte kann diese Reihe nicht vor dem Label “Blockbuster-Trash” bewahren. Schlimmste Volte: Um Merchandise markenrechtlich schützen zu können, ist der prominenteste Dinosaurier gar keiner (da könnte ja jeder ungefragt Plastikpuppen verkaufen), sondern ein Hybridmonster aus dem Genlabor.


Matthias Suzan

Ich bin ehrlich gesagt auch nicht so der Dinosaurier-Film-Gucker, daher bezieht sich meine Top/Flop-Liste hauptsächlich auf die “Jurassic Park”/”Jurassic World”-Reihe.

TOP-Liste

1. Jurassic Park (1993)

“Jurassic Park” ist ein wirklich genialer Film mit einer kreativen Story, tollen Schauspielern und für die damalige Zeit grandiosen Effekten. Hier kann ich Christopher nur voll zustimmen: Der Film ist sehr gut gealtert und kann sich visuell auch nach fast 30 Jahren noch sehen lassen. Die Inszenierung ist spannend und der Film fesselt auch beim x-ten Rewatch immer noch. Leider hat man es bei dieser Filmreihe – wie bei so vielen anderen – mit den Sequels übertrieben.

Der T-Rex in “Jurassic Park” (1993)

2. The Lost World – Jurassic Park (Vergessene Welt – Jurassic Park, 1997)

The Lost World – Jurassic Park (1997)

“Jurassic Park II” war der erste Film der Reihe, den ich im Kino gesehen habe. Mir gefällt der zweite Teil fast genauso gut wie der erste. Der Film hat eine spannende, sehr düstere Atmosphäre und spinnt die Geschichte nach Jurassic Park I gekonnt weiter. Vor allem Jeff Goldblum spielt hier wieder überzeugend den lässig-coolen Dr. Ian Malcolm, wobei ich seine Rollen “Jurassic Park” und “Independence Day” (als David Levinson) dann doch etwas zu ähnlich fand. Vielleicht war das auch ein Grund, weshalb er nach 1997 für viele Jahre nicht mehr so präsent in weiteren Blockbustern war.

“Vergessene Welt” war aber auch leider der letzte Film, der die Geschichte um den Dino-Park glaubwürdig weitererzählt hat. Denn danach wurden die “Unfälle” dann doch arg unglaubwürdig.

3. Star Trek: Voyager  (VOY 3×23) – “Distant Origin” / “Herkunft aus der Ferne”

Und an dieser Stelle will ich dann auch eine “Star Trek”-Episode in die Liste mogeln. Denn wenn ich an Dinosaurier-Filme oder – Serien denke, dann muss auch stets an die “Voyager”-Episode “Herkunft aus der Ferne” denken. Für mich sind die Voth nämlich eine der kreativsten Ideen überhaupt, die “Star Trek” in Bezug auf die Erde entwickelt hat.

Bild: VOY 3×23 “Herkunft aus der Ferne”

Was wäre, wenn sich eine Dinosaurier-Population, die das Massenaussterben überlebt hat, zu einer fortschrittlichen reptiloiden Spezies entwickelt hätte, die eine ähnliche kulturelle Entwicklung genommen hat wie der Homo Sapiens? Und was wäre, wenn diese hochentwickelten Saurier die Erde verlassen hätten und alle Spuren ihrer Kultur zerstört oder im Meer verschwunden wären und wir Menschen nie etwas von unseren Erdengeschwistern erfahren hätten?

Wow, eine echt coole Idee, die in dieser Episode dann aber leider nur semioptimal umgesetzt worden ist. Wobei ich die Story mit den Doktrin und dem Ketzerprozess im Kern eigentlich recht spannend fand. Nur hätte ich von den Voth, ihrer Geschichte und Kultur gerne noch viel, viel mehr gesehen. Leider ist das dann aber niemals passiert. Vielleicht sehen wir sie ja irgendwann in “Discovery” wieder.

4. The Land Before Time (In einem Land vor unserer Zeit, 1988)

The Land Before Time 1988, Universal Pictures)

In meine Top-Liste hat es tatsächlich ein Zeichentrickfilm geschafft, nämlich “In einem Land vor unserer Zeit”. Der Film handelt vom kleinen “Bigfoot”, einem Brontosaurus, der mit seinen Freunden auf der Suche nach dem “Großen Tal” ist. Mit diesem Film verbinde ich eine sehr schöne frühe Kindheitserinnerung. 😊

 

 

 

 

FLOP-Liste

Auf die Flop-Liste schaffen es eigentlich alle “Jurassic Park” / “Jurassic World”-Teile nach “Vergessene Welt”, weil ich der Ansicht bin, dass dieses Thema nach dem zweiten Teil einfach ausgelutscht war und nur noch sehr unglaubwürdig und wenig inspiriert aufgewärmt worden ist. “Jurassic World” (2015) hätte ich noch abgenommen, dass irgendwelche geldgierigen Menschen nach über 20 Jahren noch einmal den Versuch mit einem Dino-Park wagen wollen, aber dass es dann wieder zu einem Kontrollverlust kommt, ist halt einfach lächerlich.

Besonders trashige Dino- oder Monsterfilme habe ich eigentlich eher seltener gesehen. “Godzilla” von 1998 fand ich damals echt cool, aber in der Retrospektive ist der Film ganz sicher kein Meilenstein der Filmgeschichte.

Die “Jurassic World”-Reihe ist leider nur ein unglaubwürdiger Abklatsch von “Jurassic Park” I und II.

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Thomas Götz

Seitdem er 1985 zum Ersten Mal Episode IV sah und ausrief "Aber das heisst doch, Vader ist Lukes Vater" ist Tom der Science Fiction verfallen. Star Trek Fan wurde er, wie viele seiner Kollegen, 1990 mit "The Next Generation" in Deutschland. Seine ersten Buchrezensionen zu Star Trek Büchern erschienen schon 1995 im Alter von 16 Jahren im Star Trek Fanclub. Seit 2006 schreibt er auch Online Rezensionen (ab 2009 Trekzone-Exklusiv) und hat kürzlich seine 2000.Rezension veröffentlicht.

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