Wir sehen uns den Abschlussband der neuen Trilogie von Dirk van den Boom an.

Inhalt (Klappentext):

Das Dreigestirn-System ist der Ort, an dem die Menschheit einst erschuf, was ihr zum Verhängnis wurde: den Hive. Als die Gefährten um den Springer Ryk dort eintreffen, werden sie mit einer alten Raumstation und einem Planeten voller Hivestöcke konfrontiert. Auf der abschließenden Etappe ihrer Suche nach dem letzten Admiral finden sie nicht nur friedliche Reste menschlicher Zivilisation, sondern auch fanatische Sektierer mit einem fatalen Drang zu tödlichen Operationen und die lebendige Erinnerung an ein Genie, das ihre Reise erst ausgelöst hat. Es stellt sich die entscheidende Frage ihrer Mission: Ist die Rettung, die sie erstreben, tatsächlich das, was die Zukunft der Menschheit sichert, oder ist es besser, die Fehler der Vergangenheit in neuem Licht zu sehen? Alte Überzeugungen über Bord zu werfen, mag schwer sein. Doch möglicherweise ist dies am Ende der einzige Weg zur Rettung ihrer Heimat.

Der letzte Admiral 3 (Cross Cult)

Der letzte Admiral 3

Kritik

Da Dirk van den Boom zumeist Trilogien schreibt, dürfte es die wenigsten verwundern, das auch der dritte Teil des „Letzten Admirals“ das Finale der Saga darstellt. Dabei wäre durchaus noch Luft für einen weiteren Band vorhanden gewesen, denn vor allem am Anfang scheint es so, als wäre die Suche unserer Helden doch noch nicht so ganz abgeschlossen. Das die Lösung dann doch auf dem Planeten unter ihnen zu finden ist, muss man dann so hinnehmen – ein weiterer Band mit einer Weltraumodyssee wäre an der Stelle auch sicher zuviel geworden.

Denn wir erinnern uns: Die Helden stehen vor der Hivewelt, einem Planeten mit jeder Menge Hivestöcken. Und dann finden sie in der Raumstation des Planeten auch endlich den letzten Admiral, oder seinen Klon, der zumindest etwas Licht ins Dunkel bringt. Denn es gibt nicht nur wildgewordene KIs, eigens gezüchtete „freie“ Hivemitglieder, sondern mit den Bewohnern der Oberfläche auch noch jede Menge Schauplätze, die es auszuloten gilt. Wie erwähnt noch viel zum Erforschen, wobei es natürlich auch wieder um unsere Helden und ihre Charakterszenen geht.

Diese fallen an der Stelle nicht ganz so stark aus wie zuvor. Inzwischen kennen die Protagonisten nämlich ihre Stärken und Schwächen (so etwa Uruhard, der körperlich eben nicht klettern kann). Dadurch läuft die Handlung auch sehr geradlinig ab, was grundsätzlich natürlich auch nichts Schlechtes ist. Allerdings gibt es nur für die Helden in dieser Konstellation nur noch wenig zu lernen und man steht hier eher vor einer klassischen Heldenreise: Von Punkt A nach Punkt B, von einer Stadt in die nächste. Dabei darf dann eben ein Stichwortgeber nicht fehlen, denn einen richtigen Plan wie man vorgehen soll, gibt es nicht.

Dies führt dazu, das sich am Ende alles ein Stück weit gehetzt anfühlt. Etwa wenn Momo und Sia einen Hive hinaufklettern und dies in wenigen Sätzen abgehandelt wird. Das ist auf der einen Seite ganz gut, da die Szene (respektive Szenen im späteren Verlauf) manchmal nicht viel mehr hergeben, führt aber eben stellenweise zu solchen Passagen, die auch etwas gehäuft auftreten und ab und an leichte Langeweile aufkommen lassen. Aus diesem Grund verfehlt auch das Opfer eines der Helden am Ende seine emotionale Wirkung. Denn obwohl man besagte Person (wir spoilern hier nicht) über drei Bände begleitet hat, wird sein Ende in nur zwei bis drei Sätzen beschrieben. Abgehakt und weiter – hier hätte man ein bisschen mehr herauskitzeln können.

Immerhin, das Buch vermag mit einigen Wendungen dann doch noch zu überraschen, auch wenn die Lösung, die sich am Ende herauskristallisiert, frappierend an „Mars Attacks!“ erinnert. Typischerweise erhält man am Ende auch nur noch wenige Einblicke darüber, wie es wohl weitergeht und das meiste wird der Phantasie des Lesers überlassen. Trotz der angesprochenen Schwächen ist der Roman nicht schlecht und als Ende einer Trilogie durchaus akzeptabel.

Fazit

Große Sprünge sollte man nicht erwarten, dafür ist der Roman zu geradlinig und wirkt vor allem gegen Ende ein bisschen überhastet. Dennoch wird die Geschichte in angemessenem Rahmen beendet. Wer die Vorgänger mochte kann sowieso bedenkenlos zugreifen.

3.5 out of 5 stars (3,5 / 5)
Information: Ein Exemplar dieser Ausgabe wurde dem Autor vom Verlag zum Zwecke der Rezension kostenlos überlassen.

Quick-Infos

Autor: Dirk van den Boom
Jahr der Veröffentlichung (Original): 2020
Seitenanzahl: 400
Preis: 16.- Euro
ISBN: 978-3-96658-311-4
Verlag: Cross Cult


Thomas Götz

Seitdem er 1985 zum Ersten Mal Episode IV sah und ausrief "Aber das heisst doch, Vader ist Lukes Vater" ist Tom der Science Fiction verfallen. Star Trek Fan wurde er, wie viele seiner Kollegen, 1990 mit "The Next Generation" in Deutschland. Seine ersten Buchrezensionen zu Star Trek Büchern erschienen schon 1995 im Alter von 16 Jahren im Star Trek Fanclub. Seit 2006 schreibt er auch Online Rezensionen (ab 2009 Trekzone-Exklusiv) und hat kürzlich seine 2000.Rezension veröffentlicht.

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