Zum Weihnachtsfest beschenkt uns “Discovery” mit einer starken Episode. “Su’kal” macht an vielen Stellen sehr viel richtig und dient womöglich auch als Blaupause für ein modernes “Star Trek”, das deutlich weniger Anlass zur Kritik gibt. Warum “Su’Kal” die bisher beste Episode der dritten Staffel darstellt, lest ihr in unserer ausführlichen Rezension. Aber wie immer gilt: Spoiler-Alarm!

Solides Drehbuch

So enttäuschend ich “Terra Firma” fand, so erfreut lässt mich dieses Mal “Su’Kal” zurück. Und diese Freude ist vornehmlich auf ein solides Drehbuch zurückzuführen, für das dieses Mal Anne Cofell Saunders (u.a. “Battlestar Galactica” und “24”) verantwortlich zeichnet. Dabei ist “Su’Kal” nicht das erste Buch, das Saunders zur dritten Staffel von “Discovery“ beigesteuert hat, denn schon die (eher weniger überzeugende) Episode “Aasgeier” stammt aus ihrer Feder. Zudem fungiert sie in der dritten Staffel auch als Co-Produzentin.

Saunders‘ Drehbuch basiert auf einer klassischen Zweiteilung in A- und B-Story, wobei beiden Handlungssträngen gleichermaßen viel Bedeutung zukommt. Dieser Umstand hebt “Su’Kal” neben einigen weiteren Aspekten schon einmal positiv von der Vorgänger-Doppelepisode “Terra Firma” ab, in welcher die B-Handlung noch wie das fünfte Rad am Wagen wirkte. Die beiden Handlungsstränge verbindet wiederum ein gemeinsames Grundmotiv, nämlich die Überwindung von Ängsten. Und jenes Grundmotiv manifestiert sich insbesondere in den beiden Figuren Su’Kal und Ensign Tilly.

Diese klare Struktur der Episode wirkt sich sodann auch sehr positiv auf die Geschichte selbst, aber auch auf die Charaktere und die Dialoge aus. Während mir die Texte in “Terra Firma” (einmal mehr) an zahlreichen Stellen viel zu plump, kitschig und pathetisch waren, findet Saunders’ Drehbuch hingegen ein erträgliches Maß an Emotionalisierung und Dramatik. Abgesehen vom Burnham-Tilly-Gespräch über die erste Kommandoerfahrung – die Story mit der Kante am Kommandosessel ist mir dann doch etwas zu belanglos – können die restlichen Dialoge hingegen weitestgehend überzeugen. Besonders gut gefallen haben mir Tillys Schlagabtausch mit Osyraa, das Gros der Textzeilen Culbers und – man mag es kaum glauben – auch Burnhams Gespräch mit Su’Kal über die Bedeutung von sozialen Beziehungen. Warum dies so ist, soll an anderer Stelle erläutert werden, nämlich wenn ich auf die Grundbotschaft der Episode eingehe.

Michael Burnham (Sonequa Martin-Green) in “Su’kal” (Bild: ViacomCBS)

Der Charakter Michael Burnham ist von mir sehr oft und auch durchaus sehr hart kritisiert worden, ebenso das Schauspiel von Sonequa Martin-Green. Durch “Su’Kal” sehe ich mich in dieser Kritik abermals bestätigt. Denn die Figur Michael Burnham kann – das hat Saunders hier über weite Strecken aufgezeigt – deutlich dezenter und somit auch sympathischer geschrieben werden, ohne zugleich an deren Status als Serien-Lead zu kratzen. In “Su’Kal” sehen wir eine Michael Burnham, die emotional beherrscht und doch einfühlsam ist; die zur Lösung des Problems beiträgt, ohne zugleich übertrieben messianisch zu wirken. Und eben das merkt man auch Sonequa Martin-Greens Performance an, die dieses Mal ohne Overacting auskommt. Selten war mir Burnham so sympathisch wie in dieser Episode. Bitte so weiterschreiben!

Denn dieses verhältnismäßig dezente Burnham-Writing lässt auch die anderen Charaktere in neuem Glanz erstrahlen. Ob Saru, Culber, Tilly, Stamets, Adira oder Booker – alle bekommen endlich mehr Screen Time, mehr Relevanz und folglich auch mehr Entwicklung. Die lange Zeit so schmerzlich vermissten unterschiedlichen Charakterkonstellationen sind in “Su’Kal” endlich vorhanden. Vor allem die Schlussszene, die unsere Helden in drei Gruppen aufteilt – Discovery-Crew, Book und Burnham sowie Culber, Adira und Saru – lässt optimistisch auf das Staffelfinale blicken. Doug Jones, Mary Wiseman, David Ajala und Wilson Cruz bekommen hier endlich die Bühne, die sie auch verdienen.

Sense of Wonder

Wer meine letzte Rezension gelesen hat, der wird wissen, dass mir in ‘New Trek’ oftmals vor allem zwei Dinge gefehlt haben: relevante Gesellschaftsreflexion und der für “Star Trek” so essentielle ‘Sense of Wonder’. Beides habe ich in der jüngsten Episode in zufriedenstellendem Maße vorgefunden.

Nun könnte man gewiss kritisieren, dass die Story um ein einsames Kind, das in einer holografischen Projektion lebt, in “Star Trek” kein Novum darstellt. Sehr schnell kommt dem geneigten Trekkie da “Gedächtnisverlust” / “Future Imperfect” (TNG 4×08) in den Sinn. Auch das Ende von “Su’Kal”, die Enterung der Discovery, weist deutliche Parallelen mit der “Voyager”-Doppelepisode “Der Kampf ums Dasein” / “Basics” (VOY 2×26/3×01) auf. Von daher hat meine Kritik, die “Discovery”-Autoren neigten viel zu oft zum Recyceln alter “Star Trek”-Narrationen, zumindest teilweise Bestand.

Gleichwohl wiegt das Recycling hier nicht so schwer, denn Saunders Drehbuch setzt auch ganz deutlich viele eigene und spannende inhaltliche Akzente. Und bettet diese Einzelgeschichte zudem sehr gekonnt in den staffelübergreifenden Handlungsbogen ein. Inwiefern “Su’Kal” allerdings eine plausible und interessante Erklärung für den Brand bietet, ist an dieser Stelle recht schwer zu bewerten. Hier muss man sicherlich die beiden noch ausstehenden Episoden abwarten. Bis jetzt wirkt die Erklärung noch etwas halbgar. Allerdings hat man hier die Erwartungen der meisten Fans (Burnham oder die Discovery haben ihn ausgelöst – oder auch die Föderation oder eine feindselige Macht etc.) clever unterlaufen. Zumindest Stand jetzt.

Die Crew geht in “Su’kal” auf Entdeckungsreise (Bild: ViacomCBS)

Jedenfalls machen Struktur und Setting der Episode “Su’Kal” zu einer sehr klassischen “Star Trek”-Episode, die endlich wieder dezidiert den ‘Sense of Wonder’ bedient und den Zuschauer auf eine spannende und dramatische Entdeckungsreise mitnimmt. Auch diesbezüglich sehe ich mich in meiner zuvor geübten Kritik bestätigt: Außenmissionen, die unsere Helden in unbekanntes Terrain führen, Erstkontakte mit fremden Spezies oder Individuen beinhalten oder ungewöhnliche Raumphänomene ins Zentrum der Handlung stellen, lösen – zumindest bei mir – einfach ganz automatisch die typischen “Star Trek”-Schwingungen aus. Etwas, das ein Ausflug ins Spiegeluniversum, “Star Wars”-artige Raumschlachten, wilde Phaser-Gefechte oder pathetisches Rumgeschwafel und Geflenne eher nicht schaffen. Von daher stellt “Su’Kal” in meinen Augen eine durchaus geeignete Blaupause für das dar, was mir persönlich als moderne Inkarnation von “Star Trek” vorschwebt: Man fängt hier den Entdeckergeist des klassischen “Star Trek” sehr gut ein, fügt diesem klassischen Stoff aber auch moderne Elemente hinzu: die deutlich stärkere (aber nicht übertriebene) Emotionalisierung, den zeitgenössischen Mystery-Faktor (den auch “TOS” damals hatte!), die Dramatik und natürlich die grandiosen Spezialeffekte.

Saunders Drehbuch wurde von der Regisseurin Norma Bailey inszeniert, die mit ihren 71-Jahren über große Erfahrung in der Branche verfügt. Und das merkt man der Episode auch an. Handwerklich gibt es nichts Gravierendes zu beanstanden und visuell ist “Su’Kal” ohnehin eine wahre Pracht, allen voran die Zitadelle (der ursprüngliche und kurzfristig verworfene Episodentitel!) und natürlich der Verubin-Nebel. Die Atmosphäre auf der Khi’eth hat mich auch irgendwie an das 90er-Computerspiel “Star Trek: Deep Space Nine – The Fallen” erinnert und auch etwas an “Der Herr der Ringe”. Das Monster wiederum weckt Assoziationen mit diversen Ungeheuern aus “Pirates of the Caribbean” (oder doch einem anderen Film?). Grundsätzlich ist aber auch dieses Ungetüm gelungen. Nette Randnotiz: Doug Jones bekommt hier sogar die Möglichkeiten geboten, auch mal ohne Maske zu spielen. Originell eingefädelt und eine schöne Abwechslung.

Angst vor der Welt da draußen

Im Gegensatz zu vielen anderen “Discovery”-Episoden erzählt “Su’Kal” auch endlich wieder eine Geschichte von gegenwärtiger Relevanz – gut verpackt in einer weitestgehend gelungenen Parabel. Su’Kals Leben findet jenseits der Realität statt. Er hat sich vielmehr eine eigene Wirklichkeit erschaffen, in der er stets die Kontrolle besitzt und unangenehme Überraschungen schon im Keim ersticken kann – wie z.B. das vermeintliche Burnham-Hologramm zu resetten. Aber so funktioniert das Leben nun einmal nicht. Weder kann man das Schicksal steuern, noch kann man der Realität auf Dauer entfliehen. Auf unsere Welt übertragen, könnte man sagen, dass Su’Kal an einer Form von Soziophobie und Realitätsflucht leidet. Er kommt einfach nicht aus seinem Schneckenhaus heraus. Und umso länger dieser Isolationszustand anhält, umso schwieriger wird für ihn auch der Weg zurück. Burnhams Worte bringen das sehr gut zum Ausdruck. Einfach schön geschrieben und – hört, hört! – klasse von Sonequa Martin-Green gespielt.

Einsam und verängstigt: Der Kelpianer Su’Kal (Bill Irwin) in DSC 3×11 (Bild: ViacomCBS)

Ironischerweise hat dieses Thema in Corona-Zeiten sogar noch an Relevanz hinzugewonnen. Das konnte Saunders natürlich nicht wissen, als sie das Drehbuch verfasst hat. Irgendwie führen wir im Lock Down doch alle ein Leben, das dem von Su’Kal nicht unähnlich ist – natürlich in abgeschwächter Form: isoliert von der “wahren” Welt da draußen, reduziert auf wenige “echte” soziale Kontakte. Und teilweise mit Unbehagen vor dem, was dort draußen auf uns warten könnte. Das Kelpianer-Monster als personifiziertes Coronavirus? Nun, diese Assoziation drängte sich mir für einen kurzen Augenblick auf. Und daran erkennt man eben die Qualität einer Story: Man wird dazu animiert, etwas ausführlicher darüber nachzudenken.

Ursprünglich zielte die Botschaft der Episode wahrscheinlich auf Menschen ab, die sich selbst isolieren (digitale Filterblasen) oder unverschuldet in soziale Isolation gedrängt worden sind (Armut, Ausgrenzung usw.). Oder auf sich einsam fühlende Kinder, die sich ob ihrer Sorgen und Ängste in eine Phantasiewelt flüchten. Letztendlich braucht es in einer solchen Situation einerseits den eigenen Mut, sich den inneren Ängsten zu stellen; und andererseits braucht man oftmals auch die Hilfe anderer Menschen, um den Weg “nach draußen” zu finden. “Su’Kal” zeigt zwei Wege aus diesem Dilemma. Tilly stellt sich ihren Ängsten, indem sie ganz offen mit Michael darüber redet. Und indem sie Rat in der Fachliteratur (Freud!) sucht. Auch das ist wieder typisch “Star Trek”: Gemeinschaft und Wissenschaft als Orientierungspunkte. Su’Kal findet hingegen in Saru eine Stütze, die ihm dabei hilft, seine Ängste zu überwinden.

Das Thema “Ängste überwinden” stand gewiss auch schon in früheren “Star Trek”-Episoden im Zentrum der Handlung. Nichtsdestotrotz wärmt “Su’Kal” diese Story nicht einfach nur auf, sondern nimmt eine – in meinen Augen – durchaus spannende und zum Nachdenken anregende Aktualisierung vor. Die Episode erzählt also eine Geschichte von Relevanz und beschränkt sich nicht einfach nur auf Binsenweisheiten, so wie “Terra Firma” zuletzt. Folglich steckt in “Su’Kal” für mein Dafürhalten auch einfach viel mehr “Star Trek” drin.

Der Wechsel bahnt sich an

Die Zeichen hatten sich bereits in den vorangegangenen Episoden verdichtet, “Su’Kal” räumt nun wohl auch die letzten Zweifel beiseite: Das Staffelfinale wird den zunächst temporären – und später womöglich dauerhaften – Kommandowechsel auf der Discovery bringen. Dass man Burnham in den Captain’s Chair schreiben will, liegt in der Natur dieser Serie begründet. Wie dies nun aber vollzogen wird, ist einerseits nicht ungeschickt, andererseits aber auch etwas fragwürdig.

Denn dass es ausgerechnet Burnham ist, die in Gesprächen mit Booker und Saru feststellt, dass man als Captain seine persönlichen Emotionen beiseiteschieben können muss, wirkt angesichts ihrer zahlreichen Heulanfälle sowie ihrem beinahe fatalen Zögern in “Projekt Daedalus” schon etwas paradox. Gleichwohl kann man an dieser Stelle natürlich argumentieren, dass sich Burnham in dem einen Jahr, das sie ohne die Discovery verbracht hat, entsprechend weiterentwickelt haben könnte. Wirklich gesehen haben wir das allerdings noch nicht. So ganz nehme ich der Autorin (und den übrigen Autoren) diese Volte folglich auch nicht ab. Der Grund, weshalb Saru dann allerdings auf der Khi’eth bleibt, ist absolut plausibel. Solche Szenarien sind in früheren Episoden schon deutlich weniger nachvollziehbar begründet worden.

Doch auch das Drehbuch von Saunders hat natürlich die ein oder andere Schwachstelle. Ein kleines Ärgernis ist und bleibt der Umstand, dass auf der Discovery ständig Befehle angezweifelt oder gar (zeitweise) ignoriert werden. Wenn Paul Stamets seinem Partner Dr. Culber ausreden möchte, auf eine gefährliche Rettungsmission zu gehen, dann hat er wohl nicht ansatzweise verstanden, was es heißt, ein Offizier der Sternenflotte zu sein. Natürlich möchte man uns als Zuschauer hier verdeutlichen, wie sehr sich Stamets und Culber gegenseitig lieben. Aber dieses Gezeter geht dann – auch in der Häufigkeit solcher Szenen – einfach zu weit. Beide Männer sind eigentlich das beste Argument dafür, die gemeinsame Stationierung von verheiratetem Sternenflottenpersonal konsequent zu untersagen.

Tilly (Mary Wiseman), Saru (Doug Jones) und Burnham (Sonequa Martin-Green) in “Su’Kal” (Bild: ViacomCBS)

Später ist es erneut Stamets, der Tillys Sprung-Befehl inmitten einer Gefechtssituation hinterfragt und somit kostbare Zeit verschwendet. Noch einige Episoden zuvor hatte auch Stamets Tillys Beförderung zum XO befürwortet. Folglich sollte er nun auch einfach ihre Autorität anerkennen und ihre Befehle in Krisensituationen schnellstmöglich ausführen. An dieser Stelle lässt Stamets es wiederholt zu, dass sein Privatleben seine Profession als Sternenflottenoffizier unterminiert. Das geht einfach nicht für einen Lieutenant Commander in leitender Funktion!

Dass Burnham Saru auf der Brücke vor versammelter Mannschaft zurechtweist, ist man ja mittlerweile gewöhnt. Auch wenn ich Burnham in dieser Episode deutlich angenehmer fand als sonst, ist das hier natürlich ein absolutes No-Go. Wäre das Schiff wirklich kurz vor der Vernichtung gewesen, hätte ich es noch nachvollziehen können. An dieser Stelle war ihr eingreifen jedoch verfrüht und somit respektlos. Leider zeigt Saru hier einmal mehr mangelnde Führungsqualität. Anstatt ihr kurz darauf im Ready Room eine Standpauke zu halten, gibt er nur klein bei. Im Prinzip kam dies einer latenten Rücktrittserklärung gleich.

Tilly vs. Osyraa

Tilly macht sich als Acting Captain hingegen überraschend gut. Hier ist erfreulich, dass man das Drehbuch nicht so geschrieben hat, dass Tilly durch ihre Feuertaufe geht wie ein heißes Messer durch Butter. Vielmehr gibt es durchaus auch Stellen, an denen Osyraa sie – zumindest leicht – aus dem Konzept bringt. Auch diesbezüglich gebührt der Autorin ein Lob: Das wirkt glaubwürdiger als so manch andere Charakterentwicklung in den letzten knapp drei Staffeln.

Osyraa (Janet Kidder) in “Su’Kal” (Bild: ViacomCBS)

Die Smaragdkette im Allgemeinen und Osyraa im Speziellen können mich hingegen noch nicht so ganz als Hauptgegenspieler der dritten Season überzeugen. Leider steckt in der Emerald Chain wieder sehr viel Klischee, was sich vor allem auch in deren Kostümen widerspiegelt. In ‘New Trek‘ tragen nahezu alle Bösewichte schwarze Lederkleidung. Langsam wird es etwas monoton – und lächerlich. Irgendwie fehlt mir bei Osyraa und ihrem Syndikat auch die Ambivalenz sowie eine kreative Motivation. Auch wenn diese Art der Gegenspieler – nichtstaatlicher Akteur statt Großmacht – absolut zeitgemäß ist, so könnte die Smaragdkette an viele Stellen doch noch etwas mehr Exposition vertragen.

Fazit

Leute, es geht doch! Nach der letztwöchigen Generalschelte lässt mich “Su’kal” endlich mal wieder mit einem guten Gefühl zurück. Mit dem Gefühl, das “Star Trek” gesehen zu haben, das mir lieb und teuer ist.

Niemand erwartet in jeder Einzelepisode eine philosophische Abhandlung im Filmformat, aber etwas mehr als Mirror-Gemetzel mit Pseudo-Läuterung und Soap-Dialogen, Phaser-Ballerei und tränenbenetzten Burnham-Kulleraugen darf es dann schon sein. Und “Su’Kal” zeigt in weiten Teilen recht gut, wie “Discovery” sein könnte, wenn man sich etwas ernsthafter auf den Kern dessen konzentrieren würde, was “Star Trek” über Jahrzehnte erfolgreich gemacht hat.

“Su’Kal” hat – wie eigentlich jede Episode – Licht und Schatten. In der Summe überzeugt Folge 3×11 jedoch mit einem guten, wenn auch nicht fehlerfreien Drehbuch. Und mit einer sehr gekonnten Inszenierung. Diese Episode erzählt endlich mal wieder eine Geschichte von Relevanz – sowohl für den Staffel-Story-Arc als auch für unsere Gegenwart. Zudem gelingt es Anne Cofell Saunders und Norma Bailey über weite Strecken, fruchtbare Charakterkonstellationen herzustellen und mit gehaltvollen Dialogen zu unterfüttern.

Kritikwürdig sind hingegen die dann doch etwas zu simpel wirkende Auflösung der Su’kal-Problematik (Sarus Lied) und der teilweise unprofessionell wirkende Habitus einiger Crewmitglieder. Unter dem Strich atmet “Su’Kal” allerdings mehr “Star Trek”-Geist als viele andere “Discovery”-Episoden, was vor allem auf die Wiederentdeckung des ‘Sense of Wonder‘ zurückzuführen ist. In meinen Augen stellt die Episode den bisherigen Staffelhöhepunkt dar und legt ferner den Grundstein für ein spannendes Staffelfinale.

Bewertung

Handlung der Einzelepisode 5 out of 6 stars (5 / 6)
Stringenz des staffel- und serienübergreifenden Handlungsstrangs 5 out of 6 stars (5 / 6)
Stringenz des bekannten Kanons 4 out of 6 stars (4 / 6)
Charakterentwicklung 4 out of 6 stars (4 / 6)
Spannung 5 out of 6 stars (5 / 6)
Action & Effekte 6 out of 6 stars (6 / 6)
Humor 2 out of 6 stars (2 / 6)
Intellektueller Anspruch 5 out of 6 stars (5 / 6)
Gesamt          5 out of 6 stars (5 / 6)

Episoden-Infos

Episodennummer 40 (Staffel 3, Episode 11)
Originaltitel Su’Kal
Deutscher Titel Su’kal
Erstausstrahlung USA Donnerstag, 24. Dezember 2020
Erstausstrahlung Deutschland Freitag, 25. Dezember 2020
Drehbuch Anne Cofell Saunders
Regie Norma Bailey
Laufzeit 55 Minuten

Trekbarometer zu “Discovery” 3×11 “Su’kal”

Auch dieses Mal ist wieder eure Meinung gefragt. Stimmt bei den Kollegen vom Trekbarometer ab!


Matthias Suzan

Matthias Suzan

Matthiasˈ Leidenschaft für "Star Trek" begann im zarten Alter von neun Jahren mit "The Next Generation". Anfänglich waren es noch die Raumschiffe und die Technik, die ihn faszinierten. Später weckten vor allem die anthropologischen, gesellschaftlichen und politischen Themen des Trek-Universums sein Interesse, sodass er sich seither für Politik- und Geisteswissenschaften interessiert. Nach knapp zwei Jahrzehnten als treuer TrekZone-Leser stieß er Ende 2017 mit dem Start von "Discovery" zur TZN-Redaktion.

18 Kommentare

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Alex1605 · 26. Dezember 2020 um 9:28

Vielen Dank für die Rezension.
Dies war mal wieder eine der schlechteren Folgen der Staffel. Ich sehe zwar auch teilweise das Star Trek Storytelling, es überwiegen aber inhaltliche und schauspielerische Mängel.
Eine tolle Tricktechnik und Umgebung. Erinnert mich zwar eher an Fantasy wie an Star Trek, trotzdem gut. Leider sind die Geschehnisse auf dem Planeten mehr als vorhersehbar und schnulzig.
Die Story „stolpert“ mal wieder so vor sich hin. Burnham als zentraler Punkt, als ” beispielhafter” Anführer?? Erzählt Book, zu was ein Cpt in der Lage sein soll??? Nachdem sie selbst mehrfach Befehle missachtet hat und selbst nicht in der Lage war „schwere“ Entscheidungen durchzuführen. Wie immer unglaubwürdig. Dieser Charakter bleibt „hohl“. Stammet und der Dr. schmachten sich an, weil der Dr. nicht auf eine gefährliche Mission gehen soll???
Saru, die Enttäuschung dieser Folge. Lässt sich von allen, meist von Burnham, das „Zepter“ aus der Hand nehmen. Was ein Abziehbild eines Cpt. Vertraut plötzlich Burnham??
Mit der Möglichkeit mal Mimik zu zeigen, versinkt er völlig im „Overacting“ a la Burnham. Jede Szene mit einem anderen „Schmalz-Gesicht“. Wie soll denn so eine von Emotionen Getriebener führen können. Wobei sein Schauspiel nicht schlecht ist, es passt nur nicht zu einem Cpt und Sternenflottenoffizier. Man Stelle sich das Mal mit Picard oder Janeway vor. Also Saru besser mit „Kelpianermaske“.
Mal wieder Soap-Ebene auf dem Planeten erreicht!
Die Brücke eine einzige Quasselbude. Jeder entscheidet halt so vor sich hin.
Und „Das Mädchen“ Tilly als Cpt: Alberne Gespräche mit Osyra, versagt letztendlich. Das Ganze wirkt platt und lieblos inszeniert! Tilly und Osyra: Wieder einmal schafft es STD nicht, Rollen und Charakteren glaubwürdig und überzeugend zu vermitteln. Und Adira: Macht mal wieder was sie will.
Zum Schluss noch ein „bisschen“ Spannung. Mal sehen, durch welchen überraschenden Dreh (Meuterei, Taschenspielertrick…) sie aus dieser Lage kommen.
Es bleibt bei 2 von 6, bei IMDb die bisher zweitschlechteste Folge der Staffel

Matthias Suzan

Matthias Suzan · 26. Dezember 2020 um 12:37

Hallo Alex, vielen Dank für deinen Kommentar!
Zur Frage, ob Tilly als Captain wirklich versagt, habe ich mir auch viele Gedanken gemacht. Ein wirkliches Versagen habe ich allerdings nicht erkennen können. Dass sie als XO natürlich nicht so abgezockt wirkt wie Riker, Kira oder Chakotay, liegt natürlich auf der Hand. Aber auch Geordi war in “Die Waffenhändler“ (TNG 1×21) als Acting Captain zunächst etwas unsicher und ist dann an seiner Aufgabe gewachsen.
In meinen Augen macht Tilly nur das, was viele andere Star Trek-Kommandanten früher auch getan haben: Sie bleibt solange wie möglich in der Reichweite des Außenteams. Anschließend geht sie auf Tarnung, doch die Druckwelle beschädigt die ohnehin schon nicht normal funktionierenden Schiffssysteme dann noch ein weiteres Mal, sodass die Tarnung ausfällt. Also entschließt sie sich richtigerweise für die Flucht mit dem Sporenantrieb. Doch hier ist es – wie in meiner Rezension kritisiert – Stamets, der durch sein ignorantes Nachfragen („Machen Sie Witze?“) wertvolle Sekunden verstreichen lässt, bis er sich endlich in die Sporenkammer bemüht. Und dann ist es auch schon zu spät. Dass die Smaragdkette dann so problemlos an Bord beamen und die Crew überwältigen kann, legt nahe, dass Osyraa über Insiderwissen und/oder einen Spion an Bord verfügt. Es wäre auch eine Erklärung dafür, warum Osyraa so gut über Tillys psychologisches Profil Bescheid weiß. Viele Grüße und frohe Weihnachten!

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Alex1605 · 26. Dezember 2020 um 14:11

Hallo Matthias, gerne gehe ich auf Tillys „Versagen“ ein.
Grundsätzlich ist es Unsinn jemand der noch nicht auf der Brücke geführt hat, diese in einer Krise übernehmen zu lassen. Ohne Ausbildung, ohne das Vorzuüben??
Ein weiterer katastrophaler Führungsfehler von Saru, wie schon die Benennung des Ansom (Fähnrich) Tilly. Ein Fähnrich hat nicht einmal ein Offizierspatent!‘
Das ist nur das „Fundament“ für unsichere und unglaubwürdige Führung.
Die ersten paar Sätze von Tilly waren Standard, okay. Aber dann:
Erstens nutzt Tilly nicht die Kapazität der (erfahrenen aber als No. 1 ungeeigneten??) Brückenoffiziere. Die Brückenoffiziere können sicherlich mehr wie „entsetzt“ schauen und das hätte Bookers Idee schneller zur Umsetzung gebracht.
Zweitens verschafft Tilly Osyra durch das alberne Gespräch Zeit. Hätte Tilly Erfahrung wüsste sie, dass sie keine mehr hat! (s. Punkt 4). Durch ihre Mimik (mangelnde Erfahrung) verrät sie Osyra, dass jemand auf dem Planeten ist.
Drittens Schilde in 10 statt in 30 Minuten funktioniert nicht. Da braucht es schon einen Scotty. Auch deshalb hat sie keine Zeit mehr.
Viertens. Tilly hat keine Zeit mehr, weil sie weiß, dass man auf ihre Schiff „Teleportiern“/ „Transportieren“ kann. Das ist schon seit Folge 3 klar, geht selbst durch Schilde. D.h. Osyra kann jederzeit Personal auf die Disco bringen.
Fünftes: Ihr richtiger Entschluss kommt dann zu spät, auch weil sie immer diese „Denkpausen“ hat. Das „Gefecht“ lässt diese Pausen nicht zu! Und warum ist auf dem Schiff in so einer Situation niemand bewaffnet, wo doch jederzeit das Schiff geentert werden kann??
Letztendlich dient die „Hilflosigkeit“ der Brückencrew dazu, die schwache Führungsleistung von Tilly zu kaschieren. Es funktioniert nicht, jemand der keine Erfahrung und die entsprechende Ausbildung hat, „plötzlich“ in einer Krise führe zu lassen. Dafür braucht man Jahre, aber STD ist eben in vielen Bereichen unglaubwürdig.
Um über Tillys psychologisches Profil Bescheid zu wissen, muss man nur 5 Minuten mit ihr reden! „Mädchen“, eben
Und der Spruch: „Lieber lass ich mich erschießen“ (Wie vom Stuhl aufzustehen) zeigt nur, das Tilly wohl zuviel Rambo-Filme gesehen hat.
Auch dir noch ruhige Tage und einen guten Rusch.

Matthias Suzan

Matthias Suzan · 26. Dezember 2020 um 14:49

Hallo Alex,
du nennst in der Tat einige gute Punkte, denen ich auch zustimmen kann und muss.
Die Idee, einen Ensign zum XO zu machen, finde ich auch total schwachsinnig. Aber das gab es ja in „Star Trek“ von 2009 auch schon so (in noch schlimmerer Weise – Kadett wird Captain) und entspricht wohl auch dem Zeitgeist. Heute reicht es ja oftmals aus, sich gut verkaufen zu können. Eine fundierte Ausbildung, Expertise sowie Lebens- bzw. Berufserfahrung zählen ja schon fast gar nichts mehr.
Den Dialog mit Osyraa fand ich an einigen Stellen tatsächlich unterhaltsam und gelungen, weil dieser flapsige, ironische Ton gut zu Tilly passt. Ich würde dir aber insofern zustimmen, dass wir da aus den alten Trek-Serien deutlich ernsthaftere verbale Schlagabtausche gewohnt sind mit souveränen Kommandanten. Aber sie ist eben unerfahren und das kommt hier sehr gut rüber. Daher gab es hierfür von mir auch ein Lob (nicht deshalb, weil Tilly so souverän wirkt).
Man muss an dieser Stelle aber auch sagen, dass die Krux darin besteht, dass es die Autoren in 3 Staffeln nicht vermocht haben, die Brückencrew so zu schreiben, dass man hier den Eindruck gewinnt, man habe es mit echten Profis zu tun. Tilly ist hier doch die ärmste Sau, weil von diesen besseren Statisten auf der Brücke eben keine produktiven Vorschläge kommen. Von Owosekun, Bryce, Detmer, Nilsson und Rhys kommt halt gar nichts – nicht einmal von Reno im Maschinenraum. In den früheren Serien gab es immer Besatzungsmitglieder, die gute Ideen eingebracht haben – Spock, Data, La Forge, Dax, O’Brien, Seven, B’Elanna usw. Auch die Captains und XOs haben nicht immer alles allein entschieden. Daher fällt es mir hier auch etwas schwer, Tilly des Versagens zu beschuldigen. Bei dieser Ansammlung an Sternenflotten-Amateuren ist sie tatsächlich die Einäugige unter Blinden. Hier rächt sich mal wieder, dass man die Geschichten fast immer auf einige wenige Charaktere fokussiert (Burnham, Saru, Tilly, Stamets, Culber) und keine Ensembleshow macht. Das ist wie im Mannschaftssport: Der beste Spielmacher nützt auch nichts, wenn der Rest der Mannschaft aus Flaschen besteht. Ähnlich ist es auf der Discovery.
Was mir in “Discovery“ total fehlt, sind die Briefings. Es gibt einfach keine verschiedenen Experten mehr (Ist Stamets nun Ingenieur oder Wissenschaftsoffizier?) und keinen echten Meinungsaustausch mehr, denn fast alles läuft über Burnham. Und wenn sie mal nicht da ist, dann läuft eben nichts.
Aber wir wissen ja alle, wie es weitergehen wird: Michael kommt an Bord und rettet alle. 😉

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Alex1605 · 26. Dezember 2020 um 15:35

Hallo Matthias, ich gebe dir in allen Punkten recht.
Am besten gefällt mir: „Bei dieser Ansammlung an Sternenflotten-Amateuren ist sie tatsächlich die Einäugige unter Blinden.
Leider ist das Amateur-Level im Bereich der Führung. Die Brückencrew, „gestählt“ durch Kämpfe, Zeitreisen usw. schaut in dieser Folge ängstlich und unsicher zum Amateur No. 1. Ich glaube, die Drehbuchautoren verstehen da wenig, von Führung bzw. „Leitung“ und „wildern“ hier zugunsten ihres gewünschten Effekts. Dadurch degradieren sie aber die Brückencrew zur Staffage, was schade ist.
Was für eine Armee/ Sternenflotte oder auch einem zivilen Schiff soll das sein, bei der ein Fähnrich mehr geeignet sein soll, wie Offiziere, die seit Jahren Erfahrungen sammeln. Von der Sternenflotte kannte ich das bisher nicht.
Und ja, welche Expertise haben eigentlich diese Brückenoffiziere?? Ich weiß es nicht. Bei den anderen Serien, war das klarer. Auch die „Standardfunktion“ eines „Außenteams“ gibt es schienbar nicht mehr. Irgendwie wird da zusammengewürfelt ohne Standards. Wer ist eigentlich für die Sicherheit zuständig? Gab es schon bei TNX. Der hätte wenigstens veranlassen können, dass sich alle bewaffnen.
Und ja, die Fokussierung auf Burnham, leider. Ich hoffe nur, dass die Rettung durch B. nicht mit dem Cpt’s Chair einhergeht! Die Hoffnung stirbt zuletzt😀😀.

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    TrekZone Network · 26. Dezember 2020 um 17:35

    Hallo Alex,

    deine Posts erscheinen nicht sofort auf der Webseite, weil wir aus Schutz vor Spam Kommentare sichten und manuell freigeben. Das kann ein paar Stunden dauern.

    Weiterhin viel Spaß im TZN
    Christopher

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Alex1605 · 26. Dezember 2020 um 18:06

@TZN: Danke für den Hinweis!!

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Uner · 26. Dezember 2020 um 19:41

Großartige Folge… guter Spannungsbogen.. Toller Cliffhanger. Die Staffel 3 bekommt hoffentlich das Finale was sie verdient!

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    Ben van der Linde · 26. Dezember 2020 um 22:25

    @ Uner schreibe bloss nichts positives das wird von den üblichen Kandidaten sofort in Frage gestellt.

    Es war eine anständige Folge nach den letzten zwei recht schwachen Episoden….ich fand die Handlung mit den getarnten Schiffen auch recht spannend . Ich habe die Trek-Handlung im Holoprogramm genossen . Ich mochte Tilly in der Kapitänsrolle aber das war für sie ein verdammt schwerer erster Tag auf dem Kommandostuhl. Das Schiff wurde übernommen sowas sieht im Lebenslauf nicht gut aus;)

    Das Zeug mit dem Kelpian-Überlebenden O.K. aber ich bin etwas enttäuscht dass der Brand auf ein verängstigtes Kind zurückzuführen ist. All das baut sich auf und das haben sie sich jetzt ausgedacht? Doug Jones ohne Make-up zu sehen war wirklich großartig und das ganze Alter Ego war das interessanteste an der Episode. Auch was dies mit Surus Psyche macht ist großartig.

    Diese Episode erinnert mich sehr an DS9s Shadowplay.

    Ich gebe dieser Episode 7 von 10

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      Alex1605 · 27. Dezember 2020 um 9:15

      @Ben: Mal positiv zu Weihnachten:
      Ich teile deine Meinung zwar nicht, stelle sie aber nicht in Frage, finde sie nachvollziehbar und respektiere sie.

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        Ben van der Linde · 27. Dezember 2020 um 21:03

        @ Alex Um mehr gehts mir auch nicht aber wenn jede positive Meinung oder jede halbwegs positive Rezension sofort kritisiert wird und jede Sequenz bis in die Kleinigkeiten auf Fehler seziert wird dann nervt das nur noch. Ich habe über Weihnachten mal ein Rewatch von den besten VOY Episoden gestartet da waren so viele Logiglöcher und Ungereimtheiten drin …… ich liebe DS9 da hat wirklich alles gepasst.

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          Akex1605 · 27. Dezember 2020 um 21:30

          @Ben..
          Hat immer 2 Seiten. Ich hab Mal meine Bewertung von 1990 zu TNG geschrieben, im Internetstil von heute. Desaströs, aber TNG ist für mich die beste Star Trek Serie. Trotzdem gab es, vor allem am Anfang, ganz schöne “Schnitzer”
          Ich bin ja Fan von PIC und habe auch von vielen sog. “HardCoreFans” geschrieben bekommen, was da alles schlecht wäre. Hat teilweise gestimmt, a.m.S oft übertrieben. Muss man ertragen, ist eben so bei Diskussionen. Die einen lieben Details, die anderen gute Schauspieler, die glaubwürdige Rollen verkörpern. Ich find das aber Gut, ruhig hart bei seiner Meinung zu bleiben aber eben mit Respekt vor dem anderen.
          DS 9 hat mir ab dem Konflikt mit dem Dominion gut gefallen.

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Torim2010 · 26. Dezember 2020 um 21:06

Haben wir es hier wirklich mit einer guten Folge zu tun?
Eines meiner größten Probleme mit New Trek ist das einige Ungereimtheiten in einem Nebensatz erklärt werden ohne das es wirklich Sinn macht.
Wie sind die hier hergekommen? Ach das ist der Transwarptunnel den alle Schmuggler kennen aber keiner nutzen will weil ist ebenso. Er hat keinen Kontakt zu echten Lebewesen darum ist er ein Kind. Macht null Sinn aber ok. Wozu dann die Hologramme? Da ist ein Verarbeitungsfehler da Fummel mit deinem Finger dran rum wenn du überfordert bist. Was ist das für ein Rat?
Die Umgebung ist aus Harry Potter und der Obscurus aus Tierwesen.
Strahlen die Kristalle überhaupt ich erinnere mich daran das die Kristalle von Leuten in der Hand gehalten wurden.
Ist das der älteste Kelbindianer den sie je gesehen haben. DAS IST NUR EIN HOLOGRAMM.
Nach wenigen Stunden sind die übersät mit offenen Wunden. Wie kann sich ein Fötus so schnell anpassen bevor seine Mutter stirbt?
Und dann bringt ein emotionaler Ausbruch ihn dazu in der ganzen Galaxie die Kristalle instabil werden zulassen?
Ich gebe aber zu das ich den Dialogen nicht mehr folgen kann da dort eh meist nur irgendwelcher gefühlsduseliger Humbug von sich gegeben wird.
Ich weiß also nicht genau wie schlecht die Dialoge gewesen sind denn das sie schlecht sind steht außer Frage.

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Melisendre · 26. Dezember 2020 um 23:01

Für eine ziemlich durchschnittliche Folge, wenn man jetzt über die ganzen Ungreimtheiten hinwegsieht, die bereits erwähnt wurden.
Was mich am meisten gestört hat was das Alter des Kelpianiers. Der muss über 120 Jahre alt gewesen sein. Sollte er dann nicht eher aussehen wie das alte Hologramm? Tatsächlich wäre er dann der älteste Kelpianer, den Saru je gesehen hat. Selbst bei irgendwelchen genetischen Anpassungen ist das für mich einfach unrealistisch.
Über Tilly als erster Offizier wurde schon diskutiert und ich halte das für eine Fehlentscheidung. Ist aber halt jetzt so und sie kann nichts dafür. Aber wenn in einer Krisensituation der Kapitän das Schiff verlässt und einem völlig unerfahren und nicht ausgebildeten Stellvertreter die Brücke verlässt spricht das vor allem für die mangelnde Führungskompetenz des Kapitäns. Und dann nimmt er mit Burnham noch die einzige mit auf den Planet, die Tilly hätte zur Seite stehen können. Da fühlt man sich in TOS Zeiten zurückversetzen, wenn Kirk, Spock und Pille gleichzeitig auf eine gefährliche Mission gegangen. Für mich sind das Holzhammermethoden, um die Geschichte weiter zu bringen. Wirklich schade finde ich aber vor allem die Demotage von Saru als Kapitän in dieser Staffel. Ich finde, das hat er wirklich nicht verdient, nachdem man ihn erst zwei Staffeln so weit aufgebaut hat, daß man ihm diese Position zutraut.
Da wir gerade erst eine Doppelfolge hatten war ich von dem Cliffhanger am Ende nicht so begeistert.

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    Torim2010 · 27. Dezember 2020 um 1:23

    Nachdem man ihn erst zwei Staffeln so weit aufgebaut hat, daß man ihm diese Position zutraut.
    Um nochmal daran zu erinnern Saru war ein erster Offizier mit einem gesteigertem Flucht- und Angst-Reflex. Das an sich war schon ziemlich dämlich. Tilly ist also nur die konsequente Fortführung von dummen Entscheidungen.

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Dominion · 27. Dezember 2020 um 18:19

Vielen Dank, für die positive Rezension.. ich habe festgestellt dass diese Folge doch mehr polarisiert als manche glauben.. beim Scifi-Forum z.b. gibt es viele die diese Folge nicht mögen aber ein paar die sie auch wiederum gut finden…

Ich bin einer der wenigen die diese Folge wirklich richtig gelungen fanden.. bei dieser Folge hatte ich wirklich das Gefühl star trek zu gucken… Werden sich der Terra Firma zweiteiler er endlich du zurück ließ, mehr als ein nett kam bei der doppelfolge nicht raus..

ganz anders bei der jetzigen Folge, wo mich jede Szene wirklich abholen konnte… Sukal fand ich sogar stellenweise richtig süß und schnuckelig, wie er sich freut ein neues holoogramm zu begegnen..

auch fand ich das Design des Monsters sehr gelungen und generell die Optik innerhalb dieser Welt..

es wirkte förmlich wie ein anderer Planet bzw eine Fantasy-Welt, die ja wiederum holografisch erzeugt ist, vermute ich…

Das einzige was mich gruselt ist dass ich das Gefühl habe, dass hier Saru eventuell aus der Serie geschrieben werden soll.. das fände ich ein fatalen Fehler, und hoffe dass dies nicht passiert..

Auch habe ich die Befürchtung dass Michael den Posten des Captains übernimmt.. was auch die Spiegel im fahrradtouren in der doppelfolge terrafirma am Schluss verlauten ließ..

Ich hoffe, dass die Autoren Saru, bitte nicht aus der Serie schreiben, und ich finde es besser wenn er auch Captain bleibt…

Wir können mutmaßen wie wir wollen, wir werden ja sehen was in den letzten zwei Episoden passieren wird..

aber wie gesagt würde ich es für einen ganz schlimmen Fehler halten wenn man die beliebteste Außerirdische Figur antworte discovery raus schreiben würde… Saru ist für mich eine ganz besondere Figur, und ich freue mich immer diese Figur wiederzusehen…

    Matthias Suzan

    Matthias Suzan · 28. Dezember 2020 um 16:57

    Hallo Dominion,
    ich glaube nicht, dass sie Saru aus der Serie schreiben werden, denn Doug Jones hat u.a. auf Facebook am 2. November das Folgende gepostet: “Back to my under-Saru look (gemeint ist sein rasierter Schädel), as season 4 of Star Trek: Discovery begins filming this week!”. Daher bin ich mir sicher, dass er auch in Staffel 4 dabei sein wird und zwar als Saru. Ich würde aber trotzdem nicht ausschließen, dass Saru im Finale der Season 3 sterben könnte. Aber das heißt in ‚New Trek‘ bekanntlich nichts mehr 😉 (siehe Culber und Picard). Ich vermute ohnehin, dass sie die Ereignisse in Season 3 am Ende resetten könnten. Das ist aber nur so ein Gefühl.

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      Dominion · 28. Dezember 2020 um 22:07

      @Matthias Suzan, zuerst einmal hoffe ich dass du und ihr anderen Frohe Weihnachten hattet (falls ihr sowas feiert).

      ich danke dir für deine ausführliche und informative Antwort.. Daumen hoch dafür !

      Da bin ich aber beruhigt dass Saru uns erhalten bleibt, ist er doch neben, Tilly (ich weiß sie polarisiert sowie neelix bei VOY), Staments und Culber der hat derzeit meine lieblingsfigur.. ja ich muss zugeben ich mag Tilly eben weil sie nicht perfekt ist, keine perfekte schlanke Hollywood Queen ist, aber der noch taff und lustig ist.. das macht die Diversität in dieser Serie wirklich toll…

      Schön das die die Folge so gefallen hat !

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