Wir sehen uns die inzwischen achte Folge der neuen Jan Tenner-Serie an. Achtung, Spoiler!

Das Cover

Das Titelbild der achten Ausgabe zeigt erneut den alten Jan, diesmal zusammen mit Cryona. Die nimmt unseren Helden diesmal nämlich mit auf eine Zeitreise in die Vergangenheit. Dabei schweben die beiden über der Erde und das ist die Szene, die hier gezeigt wird. Im Hintergrund sieht man den Silbervogel, der von der Erde startet, die gerade explodiert.

Kommen wir zunächst zum Silbervogel selbst. An der Stelle muss ich dazu sagen, dass ich nie ein Fan des Aussehens dieses Raumschiffes war. Dieses erinnert eher an klassische Sci-Fi-Modelle aus den 50ern und stellt im Grunde nichts anderes als die typische Rakete dar. Heutzutage erwartet man da einfach ein etwas anderes Design, aber immerhin ist man dem Aussehen des Schiffes seit den 80ern treu geblieben.

Was allerdings ebenfalls noch erwähnt werden muss ist, dass diese Szene im Hörspiel gar nicht vorkommt. Die Erde wird zwar erobert und in diversen Stadien des Zerfalls gezeigt, der Planet bleibt aber ganz. Nun ist es natürlich nicht schlimm, wenn eine Szene so oder so ähnlich eben nicht im Hörspiel vorkommt – das Ganze fällt halt unter künstlerische Freiheit. Es sollte aber dann doch zumindest ein klein wenig mit der Folge zu tun haben.

Davon abgesehen ist das Artwork aber wieder überaus gelungen. Als Minicomic liegt noch „Zweisteins Falle“ bei, der wie schon zuvor in altem Glanz erstrahlt. Hierzu ist nichts weiter zu sagen.

Jan Tenner 8 – Ruf der Sterne (Zauberstern)

Die Story

Die Geschichte an sich ist diesmal eher eine Art Ruhepol. Zwar passiert einiges, aber im Grunde auch nur wenig und im Großen und Ganzen erweitert man eher die Jan Tenner-Mythologie. Storytechnisch beginnt man einen weiteren Mehrteiler, der sich wohl bis zum Ende der zweiten Tenner-Staffel (also mindestens Folge 12) ziehen wird.

Das Cover hat es ja schon verraten, aber auch hier steht erneut eher die alte Riege im Vordergrund, auch wenn es immer mal wieder Hintergrundinfos zu Tanja gibt. Hauptakteur ist diese Folge aber Cryona und besagte Zeitreise. Die führt uns auf der einen Seite 70 Millionen Jahre in die Vergangenheit und präsentiert eine Vorläufer-Zivilisation. Das Ganze kennen Fans schon aus diversen anderen Franchises, „Assassin’s Creed“ oder „Halo“ fallen hier spontan ein, für Jan Tenner ist es neu. Wie man es persönlich aufnimmt, muss an der Stelle jeder für sich selbst entscheiden. An der Stelle muss man sicher noch sehen, in welche Richtung sich das Ganze entwickelt.

Überdies erhalten wir auch einen weiteren Hinweis auf die Zeit, in der Jan Tenner spielt. Waren es in Folge 6 nur etwa Tausend Jahre, bezieht sich Cryona nun schon auf Zweitausend Jahre in der Vergangenheit. Damit spielt Jan Tenner mindestens im Jahr 4050. Auch die Teilung der Welt wird nochmal explizit erwähnt.

Worauf das alles hinarbeitet, wird man wohl in einer der nächsten Folgen erfahren, denn der Angriff Ostlands mit Atomraketen unterbricht zunächst die Sitzung. Da war Imperator Furiosa wohl etwas übermütig und tatsächlich wird die Endzeitstimmung gut rübergebracht. Zur auf dem Titelbild gezeichneten Apokalypse kommt es dennoch nicht, denn die Rettung kommt diesesmal durch Aliens, welche die Raketen zerstören. Das ist ein zugegeben etwas unerwarteter Kniff, der sich aber schon in der letzten Folge andeutete, denn Cryona sagte ja bereits, dass gewisse Aliens auf den Plan gerufen werden könnten. Und auch die Schutzschilde Ostlands haben denen nichts entgegenzusetzen.

Dem Tenner-Team gelingt in letzter Sekunde die Flucht und so ist die Erde erneut erobert/besetzt. Was wie der Aufguss des Classic-Arcs klingt, muss aber natürlich auch unter dem Gesichtspunkt gesehen werden, dass man die Geschichte auch neuen (und jungen) Hörern zugänglich machen will. Und das leistet die Story und auch die Sprecher wieder in gewohnt guter Manier. Auch die neue Riege hat jetzt ihr Niveau erreicht, das sie durchgehend zu halten vermögen.

Fazit

An der Folge kann man höchstens meckern, dass die Action erst zum Schluss kommt und es sich bis dahin eher um eine Erklärungsfolge handelt, die eher die Jan Tenner-Hintergrundstory erweitert. Als Auftakt des neuen Mehrteilers durchaus passabel und auch die Sprecher agieren wie gewohnt gut.

Bewertung 4 out of 5 stars (4 / 5)


Thomas Götz

Seitdem er 1985 zum Ersten Mal Episode IV sah und ausrief "Aber das heisst doch, Vader ist Lukes Vater" ist Tom der Science Fiction verfallen. Star Trek Fan wurde er, wie viele seiner Kollegen, 1990 mit "The Next Generation" in Deutschland. Seine ersten Buchrezensionen zu Star Trek Büchern erschienen schon 1995 im Alter von 16 Jahren im Star Trek Fanclub. Seit 2006 schreibt er auch Online Rezensionen (ab 2009 Trekzone-Exklusiv) und hat kürzlich seine 2000.Rezension veröffentlicht.

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