Zum Jahreswechsel steuert “Discovery” auf das große Finale zu. Unsere spoilerfreie Rezension verrät, ob sich die vorletzte Folge der dritten Staffel für Neujahr herausgeputzt hat.

Story

Osyraa gelingt es, mit der eroberten Discovery in die Schildblase des Föderationshauptquartiers vorzudringen. Sie nutzt die Geiseln, um Admiral Vance zu Verhandlungen über ein unerwartetes Thema aufzuzwingen. Derweil versucht die Crew, ihr Schiff zurück zu erobern.

Kenneth Lins Drehbuch fokussiert sich voll und ganz auf den Storystrang rund um Osyraa. Wir erfahren nichts über die Vorgänge im Verubinnebel, was der Episode sichtlich gut tut und die Zuschauer an der Verunsicherung der Protagonisten teilhaben lässt. Stattdessen splittet sich der Plot in zwei parallele Zweige: Osyraas Verhandlungen mit Admiral Vance und die Geschehnisse auf der Discovery.

Osyraa ist die beste Trek-Antagonistin seit Langem in "There Is A Tide..." (Bild: ViacomCBS)

Osyraa ist die beste Trek-Antagonistin seit Langem in “There Is A Tide…” (Bild: ViacomCBS)

Osyraas Agenda ist die eigentliche Überraschung dieser Folge. Neben dem erwartbaren Versuch den Sporenantrieb rückwärts zu entwickeln, verfolgt sie in den Verhandlungen mit der Föderation ein unerwartetes Ziel. Damit ist “There Is A Tide…” auf dieser Ebene deutlich interessanter und komplexer, als das die bisherige Staffel hätte erahnen lassen.

Dagegen ist der Kampf der Crew gegen ihre Osyraa-Besatzer “Discovery”-typisch angelegt. Ein paar guten Ideen zum Trotz ist dieser Plot reichlich unglaubwürdig. Während die Emerald Chain klug genug ist, den Großteil der Besatzung als Bedrohung effektiv aus der Gleichung zu nehmen, wird die Brückenbesatzung im Bereitschaftsraum eingeschlossen statt in den Arrestzellen. Schwamm drüber, auch andere “Treks” haben sich bei Widerstandsgeschichten immer auf die Dummheit der Antagonisten verlassen.

Dialoge und Besetzung

Aufgrund der Struktur des Finales muss die Episode ohne Saru, Culber und Adira auskommen. Auch Doctor Pollard, Commander Reno, Gray Tal und Linus sind diese Woche nicht dabei. Der Cliffhanger legt auch nicht nahe, dass Pollard, Reno oder Linus eine gewichtige Rolle im Finale spielen könnten. Schade. Damit sind diese Figuren in dieser Staffel reichlich kurz gekommen.

Vom Rest unserer Stammbelegschaft erwarten die Zuschauerinnen bekannte Kost in “Discovery”-Qualität. Sprich: Die individuelle schauspielerische Leistung ist sauber, grenzt aber drehbuch- und dialogbedingt gelegentlich an (unnötige) Melodramatik. Während letzte Woche Saru kopflos in den Verubinnebel stürzte, ist es in dieser Episode Paul Stamets, der völlig irrational wird, weil die Zeit abläuft, um Hugh und Adira zu retten. Das wiederum veranlasst eine andere Figur zu einem Stunt, den man ebenfalls nur als übergriffig bezeichnen muss.

“Star Trek” war schon immer eine Oper, aber ich muss nicht jede Woche sehen, wie die Hauptfiguren ihren persönlichen “Zorn des Khaaaaaan” mit allen Gefühlswallungen durchmachen. Das sollen doch alles Offiziere sein, die in ihrer Ausbildung (und teilweise jahrelangen Karrieren) gelernt haben, wie sie mit Todesangst und Stresssituationen umgehen. Tilly sticht hierbei (wie bereits letzte Woche) ungewohnt und angenehm aufgeräumt hervor.

Kenneth Miller als Aurellio in "There Is A Tide..." (Bild: ViacomCBS)

Kenneth Mitchell als Aurellio in “There Is A Tide…” (Bild: ViacomCBS)

Schön finde ich auch, dass die Staffel wiederholt eine Facette von Stamets Charakter sichtbar wird, die schon fast abgeschliffen schien: das Umschlagen von Zorn und Angst in persönliche Anfeindungen gegen seine Kameraden. Ebenfalls erfreulich: Kenneth Mitchell (Kol) in einer Rolle ohne Latexmaske und ein überraschendes Wiedersehen mit einer bekannten Figur.

Die wahren Highlights dieser Episode sind aber Oded Fehrs Admiral Vance sowie Janet Kidders Osyraa. Vance umschifft die Schlaglöcher und Klischees, die Admirale und Commodores in “Star Trek” seit Urzeiten plagen. Er reagiert souverän auf die sich entwickelnde Krise und bleibt in den Verhandlungen mit Osyraa der Lage intellektuell und emotional gewachsen. Neben seiner Abgebrühtheit beeindruckt auch seine Prinzipientreue und Selbstreflektiertheit im Angesicht einer möglicherweise historischen politischen Wende. Näher als Fehr dürfte damit seit Sir Patrick Stewart kein Schauspieler das Ideal eines wahren Anführers vermittelt haben.

Oded Fehr spielt einen beeindruckend fähigen Admiral Vance in "There Is A Tide..." (Bild: ViacomCBS)

Oded Fehr spielt einen beeindruckend fähigen Admiral Vance in “There Is A Tide…” (Bild: ViacomCBS)

Unterstützt wird er dabei von seiner Spielpartnerin Jennet Kidder, deren abgeklärte und beherrschte Verkörperung einer Antagonistin (ohne Rachemotive!) eine echte Erfrischung ist. Leider wird Osyraas Wirksamkeit als Gegenspielerin dadurch beschränkt, dass die dritte Staffel sehr wenig in Worldbuilding investiert hat. So können wir als Zuschauer sehr schlecht einschätzen, welche ihrer Offerten für Vance plausibel und welche weitreichend und fantastisch klingen müssten. Ebenfalls ist es schwer ihre Aufrichtigkeit einzuschätzen, wenn sie ihre erstaunliche Agenda enthüllt. Statt Jenett Kidder beobachten die Zuschauer also stets Fehrs Spiel, um an Vances Reaktionen ihre Glaubwürdigkeit und die Folgenschwere der Situation abzuschätzen. Das Handicap ist bedauerlich, denn Osyraas Typus von Widersacher ist nach einer langen Kette von unbeherrschten Racheengeln eine Wohltat.

Kanon und Rahmenhandlung

Nun rächt sich, was die Staffel seit langem belastet: Wir wissen nach einem Dutzend Folgen nach wie vor verdammt wenig über dieses 32. Jahrhundert. Die Emerald Chain ist immer noch eine seltsam leere Projektionsfläche, die vielleicht eine Parabel für ein aufstrebendes Entwicklungsland sein soll, aber bisher kaum “Fleisch an den Knochen” hat. Fehr und Osyraa sprechen in ihren Verhandlungen über verschiedene politische Wechselwirkungen innerhalb der politischen Systeme der Föderation und der Emerald Chain, die wir als Zuschauer beide noch nie wirklich zu Gesicht bekommen haben. Auch die bislang nur in Andeutungen thematisierten dunklen Flecken auf der Weste der Sternenflotte/Föderation sind unerforscht geblieben.

Es lässt sich der Verdacht nicht ausräumen, dass diese Auslassungen Absicht der Autoren sind, um im Finale Pirouetten mit dem übergreifenden Plot drehen zu können. Wenn die Zuschauer noch immer ziemlich wenig über das innere Funktionieren der Föderation/Sternenflotte und der Emerald Chain wissen, lässt das viel Raum für plötzliche Enthüllungen und Wenden.

Das reduziert die mögliche Wirkung dieser Episode erheblich. Wir wissen einfach nicht, wie viel wirklich auf dem Spiel steht und was man uns kurzfristig noch an dramatischen Entwicklungen um die Ohren hauen wird.

Burnham setzt ein Mayday ab in "There Is A Tide..." (Bild: ViacomCBS)

Burnham setzt ein Mayday ab in “There Is A Tide…” (Bild: ViacomCBS)

Derweil gelingt es Kenneth Lin im Kleinen, an viele Abenteuer anzuknüpfen, die wir diese Staffel bereits erlebt haben. Sowohl “Far From Home” als auch “Scavengers” und “The Sanctuary” haben neben “Su’Kal” großen Einfluss auf die Geschehnisse dieser Folge. Auch zu “Die Trying” und “Unification III” gibt es Verbindungen. Gleichzeitig macht die Entwicklung der Sphärendaten und des Schiffscomputers zu Zora sichtbare Fortschritte. Innerhalb des “Discovery”-Kanons ist die Dividende für aufmerksame Zuschauer also sehr üppig. Das spricht einerseits für eine vorausschauende Planung der Staffel, macht aber andererseits die Versäumnisse (siehe oben) umso unverständlicher.

Inszenierung

Jonathan Frakes setzt bereits die dritte Episode in dieser Staffel in Szene. Das macht er (wie üblich) hervorragend. Punkt.

Auch wenn “There Is A Tide…” wieder eine reine Bottle-Show ist, vermisst man keine Sekunde die spektakulären Bilderwelten der Vorwoche. Abgebrüht, routiniert und souverän fängt Frakes sowohl A- als auch B-Plot ein. Während die Verhandlungen zwischen Vance und Osyraa bestes “Next Generation”-Flair versprühen, erinnert der Plot auf der “Discovery” im Guten wie im Schlechten an “Widerstands”-Folgen wie “The Killing Game” (VOY 4×18/19), “Sacrifice of Angels” (DS9 6×06) oder “Starship Mine” (TNG 6×18). Damit dürfte Frakes die Sehgewohnheiten der Zuschauer treffen.

Beobachtungen

  • Der Titel der Folge ist ein Shakespeare-Zitat (“Julius Caesar”, vierter Akt, dritte Szene), das in der deutschen Übersetzung von August Wilhelm Schlegel so lautet:
    • Der Strom der menschlichen Geschäfte wechselt:
      Nimmt man die Flut wahr, führet sie zum Glück;
      Versäumt man sie, so muß die ganze Reise
      Des Lebens sich durch Not und Klippen winden.
      Wir sind nun flott auf solcher hohen See
      Und müssen, wenn der Strom uns hebt, ihn nutzen;
      Wo nicht, verlieren wir des Zufalls Gunst.
  • Wir sehen, warum die Benutzung der Transwarp-Tunnel nur eine Überlebenschance von 50% beschert: In den Kanälen lagert gewaltiger Weltraumschrott. Dabei habe ich aber zwei Fragen:
    • Wenn man einen speziellen Antrieb/eine spezielle Technologie für die Benutzung der Kanäle benötigt, warum kehren Trümmer nicht nach dem Ausfall dieser Systeme in den Normalraum zurück?
    • Wenn man nach dem Betreten der Tunnel keine Form von Antrieb oder Navigationsgerät etc. benötigt, weil die “Strömung” das Schiff weiterschickt, warum werden die Trümmer nicht auf der anderen Seite wieder ausgespuckt?

      Transwarp-Schrott in "There Is A Tide..." (Bild: ViacomCBS)

      Transwarp-Schrott in “There Is A Tide…” (Bild: ViacomCBS)

  • “Die Königin ist in Sicherheit”. Grudge wird zum heißen Kandidaten für eine große Überraschung im Staffelfinale oder der vierten Staffel.
  • Netter Touch: Die Emerald Chain installiert auf der Discovery ihr eigenes Betriebssystem. Die Displays zeigen nach der Übernahme die für die neue Crew gewohnten und verständlichen UI-Elemente. Eigentlich nur konsequent, aber ein relatives Novum für Trek. Zwar hat auch die Assimilation der Borg, teilweise die UIs von Touchscreens verändert, dann aber unisono mit einer physischen Veränderung der Hardware. Und in “Deep Space Nine”  wurde bestehendes cardassianisches Equipment von Bajoranern und Sternenflotte über alle sieben Jahre mit seinem cardassianischen Interface weiterbenutzt.
  • Es ist einfach grandios, wie die Produzenten damit durchgekommen sind, die komplette Sternenflotte des 32. Jahrhunderts bislang in nur einem einzigen (und recht übersichtlichen) Set zu zeigen und zu filmen, das nur geringfügig von Szene zu Szene umgebaut wird!
  • Aurellios Rollstuhl erinnert frappierend an Captain Pikes Gefährt. Ist zwar eine nette Referenz, aber im 32. Jahrhundert würde ich mit einer futuristischeren Gehhilfe wie einer Prothese aus programmierbarer Materie rechnen.
  • Keine verdeckte Sternenflottenoperation ist authentisch ohne die Verwendung von Morsezeichen.
  • Ist es schlau, Stamets an einer Leiter zu fesseln? Braucht niemand den Zugang?
  • Wir erfahren (aus nicht vertrauenswürdiger Quelle), dass die Sternenflotte versucht hat, den Sporenantrieb zu duplizieren – und gescheitert ist.
  • Die Folge legt den Grundstein für eine mögliche Intervention der Vulkanier im Staffelfinale.
  • Burnhams Musterpufferinventar kann einen Phaser speichern, hat aber keinen Geweberegenerator dabei? Würde man mit so einem Gerät, das gewichts- und volumenlosen Transport erlaubt, nicht sehr viel gängige Sternenflottenausrüstung “für den Fall der Fälle” mitschleppen? Und selbst wenn der Puffer keine medizinische Ausrüstung enthält, sie wird doch irgendwo an einem Erste-Hilfe-Kit vorbeikommen…
  • Wir erfahren aus Osyraas Mund, dass die Föderation des 32. Jahrhunderts Kapitalismus als Wirtschaftsform (immer noch) offiziell ablehnt.
  • Liebe Leute, wenn ihr schon “Star Wars” kopiert, dann doch bitte richtig. Für den DOT-32-Droiden kann man wegen der frei-schwebenden Körperteile keine vernünftigen Spielzeugroboter produzieren…

Fazit

Diese vorletzte Folge ist eine gute. Leider verhindert die Struktur der bisherigen Staffel und der mäßig glaubwürdige Widerstandsplot auf der Discovery, dass “There Is A Tide…” eine hervorragende Folge wurde. Etwas mehr Worldbuilding und Serialisierung statt Einzelepisoden hätten Osyraa und die Emerald Chain als komplexe Gegenspieler auf Augenhöhe der Föderation etablieren können. So können Zuschauer das Wechselspiel und die Tragweite der Verhandlungen nicht einordnen, was diesem toll geschriebenen, gespielten und inszenierten Teil der Episode eine gehörige Portion Gravitas raubt.

Die Verhandlungen im Föderations-HQ in "There Is A Tide..." (Bild: ViacomCBS)

Die Verhandlungen im Föderations-HQ in “There Is A Tide…” (Bild: ViacomCBS)

Derweil erleben wir auf der Discovery typisches “New-Trek”-Drama mit der übliche Portion Seifenoper. Das tut den soliden Actioneinlagen, gelungenen persönlichen Momenten und einem spannenden Wettlauf gegen die Zeit keinen Abbruch, verhindert aber den Aufstieg in die A-Liga der TV-Dramen.

“There Is A Tide…” unterstreicht, dass “Discovery” funktionieren kann, wenn sich die Autoren mit ihren Figuren, ihrem etablierten Universum und ihren Themen auseinandersetzen. Das sollte ein Wegweiser für die vierte Staffel sein.

Alle offenen Enden wird die letzte Folge nicht mehr zu einem runden Ganzen zusammenführen können. Aber noch immer kann die Staffel in wichtigen Punkten zu einem soliden Abschluss gelangen. Und das wäre für “Disco” ein gewaltiger Schritt nach vorne.

Bewertung

Handlung der Einzelepisode 5 out of 6 stars (5 / 6)
Stringenz des staffel- und serienübergreifenden Handlungsstrangs 5 out of 6 stars (5 / 6)
Stringenz des bekannten Kanons 4 out of 6 stars (4 / 6)
Charakterentwicklung 4 out of 6 stars (4 / 6)
Spannung 4 out of 6 stars (4 / 6)
Action & Effekte 4 out of 6 stars (4 / 6)
Humor 2 out of 6 stars (2 / 6)
Intellektueller Anspruch 3 out of 6 stars (3 / 6)
Gesamt          4.5 out of 6 stars (4,5 / 6)

Episoden-Infos

Episodennummer 41 (Staffel 3, Episode 12)
Originaltitel There Is A Tide…
Deutscher Titel Es gibt Gezeiten…
Erstausstrahlung USA Donnerstag, 31. Dezember 2020
Erstausstrahlung Deutschland Freitag, 1. Januar 2021
Drehbuch Kenneth Lin
Regie Jonathan Frakes
Laufzeit 55 Minuten

Mit Rücksicht auf andere Leser, die die Folge noch nicht gesehen haben, bitten wir, in den Kommentaren zu diesem Artikel auf Spoiler zu verzichten. Danke!

Trekbarometer zu “Discovery” 3×12 – “There Is a Tide”

“Discovery” Season 3 geht auf die Zielgerade und eure Meinung ist auch dieses Mal wieder gefragt. Wie hat euch die vorletzte Episode der Staffel gefallen? Was waren eure Highlights, was hat euch missfallen? Stimmt ab!


Christopher Kurtz

Seit den frühen 2000ern ist Christopher Redakteur im TrekZone Network. Wenn er nicht in den unendlichen Weiten nach kritisch rationalem Humanismus Ausschau hält oder sich über die Plausibilität fiktiver Technologien und Gesellschaftsformen den Kopf zermartert, findet man ihn meistens in der Nähe von Spielen der geselligen Art, egal ob analog oder digital, ob als Mitspieler oder Gelegenheitsautor.

8 Kommentare

Alex1605 · 1. Januar 2021 um 13:09

Danke für die Rezension. Ich versuche sinngemäß „nicht zu spoilern“.
Eine flotte Folge mit Spannungsbogen, der gehalten wurde. Action und Bilder i.O. mit den üblichen „Disco-Mängeln“. Die Verhandlungen von Vance und Osyra sind zwar ein guter Trek-Rahmen, aber etwas schleppend inszeniert. Allerdings TOP Sternenflottenabschluß von Vance. Die Action und wichtigen Handlungen auf der Disco wird im Wesentlichen Burnham, Book und Ryn getragen. Melodramatik würde ich den üblichen Soap-Schnulz nennen.
Als Staffelfinale (im STD Maßstab) eine der bessere Folge.
„..unterstreicht, dass “Discovery” funktionieren kann..“ Wünschenswert aber nach diesen drei Staffeln??
3,5 von 6

    Piero · 1. Januar 2021 um 20:23

    Ich denke, für die Macher ist Discovery eher wie eine Spielwiese, auf der neue Ideen für noch weitere Serien entstehen können. Sie werden die Serie vermutlich noch ein paar Staffeln weiterziehen – oder so lange mögliche Verträge mit Netflix laufen und die Finanzierung gesichert ist.

Piero · 1. Januar 2021 um 20:20

Spannende Folge. Wieso nicht gleich so? Wieso wurden wiederum so viele Folgen verschwendet in der Staffel? Früher machte man 26 Folgen (TOS sogar 29 Folgen) in einer Staffel. Da waren auch einige schlechtere darunter, aber dennoch war mehr als die Hälfte gut. Heute schaut man angeblich auf Qualität und produziert nur noch die Hälfte – und davon ist dann 1/3 gut? Komische Art, etwas besser zu machen.

Mit dieser Folge zeigt Discovery, dass es trotz all der kleineren Fehler (über die wohl die meisten hinwegsehen können), eine wirklich gute Serie sein könnte. In typischer Star Trek Manie hoffe ich weiterhin, dass sie das endlich mal erreichen, da die Hoffnung ja immer zuletzt stirbt. Diese Folge lässt mich jedenfalls wieder stärker hoffen.

    Dominion · 2. Januar 2021 um 0:11

    Den Anfang der neuen Folge fand ich recht gelungen.
    Ich finde es ziemlich spannend inszeniert wie die Bösewichtin das Schiff unter Kontrolle hat..

    Das ausgerechnet der Bösewicht aus folge 2 der dritten Staffel wiederkehrte war eine coole wenn auch vorhersehbare Überraschung… Aber in zusammenhang mit Tilly ein logischer Kniff… Da er ihre Unsicherheit damals schon bemerkte…

    Der Flug durch den Transporttunnel fand ich gut inszeniert, vor allem mit dem vielen Trümmern darin…

    Zum Glück waren die Schilde der Discovery unten und so konnte Books Morphschiff in die Shutzlerampe der Discovery hinein krachen..

    unrealistisch war natürlich wieder dieser lang gezogene Kuss in einer Notsituation.. man hätte den Satz mit der Liebe ruhig einbauen können wenn Michael während des weglaufen noch sagt : habe ich dir schon gesagt dass ich dich liebe ?” Und Er dann Michael beim weggehen sagt “ja im Schlaf”, den bei sowas geht es ja immer um Sekunden…

    Der Freund der Bösen dieser Wissenschaftler, sieht ein wenig aus Will Wheaton, und ich dachte erst es wäre Wesley crusher.. der theoretisch auch in der Zukunft existieren kann , da er durch Raum und Zeit Reisen kann…

    Aber es scheint ja wohl nicht ER zu sein..
    Den anderen bösen den Michael bei exakt der 13. Minute bekämpft , der sieht aus wie ilkay gündogan, der Profi Fußballer.. was macht er denn in der Zukunft ? xD..

    Einfach ein lustiger Zufall dass er in so ähnlich sieht.
    als Michael das Messer aus ihrer Wunde zieht , dachte ich , wieso machen die Film Helden und Heldinnen immer den selben Fehler ? jeder weißt doch dass man sowas besser drinne stecken lassen sollte , und die Blutung zu verringern, oder etwa nicht ?

    Admiral Vance mach die immer eine gute Figur…
    Als Michael versucht ihre Blutung mit dem phaser zu stoppen, verwandelt sich der Phaser wieder zurück , das fand ich irgendwie ein wenig unrealistisch, in einer science fiction Serie ..

    Ein bisschen so wie das verwandelbare schiff von book..

    Ok… Lass ich mal gelten..

    Das tilly und die andere miteinander per Morsecode miteinander sprechen fand ich sehr gelungen..

    Dadurch wird die zurück Eroberung eines kleinen Bereich des Schiffes einigermaßen glaubhaft..

    Die Verhandlung zwischen Osaria und Vance finde ich hoch interessant..

    ​​​​​​​Den Wissenschaftler finde ich noch viel interessanter wie er mit Staments spricht. Ich finde es gut umgesetzt wie sich Paul Gedanken um sein Mann und um sein ausgesuchtes Ziehkind Adira sorgen macht.

    Bester Spruch des Tages von Vance: ziemlich lecker für scheiße…. xD…

    Michael Luft Schleusen Trick war alt und bekannt aber doch irgendwie spannend.. wenn man mal die unlogik außen vor lässt, die solche Szenen immer haben..

    Das ryn mit book zusammen kämpft finde ich sehr ehrenhaft.. cool finde ich das book Tilly nicht misstraut.. 🙂

    Als der Wissenschaftler der Smaragd Kette mit Staments weiter sprach , fand ich gut dass er der bösen Anführerin ein wenig Hintergrund gegeben hat.. dass sie nicht nur das Monster es für das man sie sieht.. aber ich fand die Antwort von Paul, ebenfalls gut, als er sagte das er ihm glaubt aber gleichzeitig sie dennoch genau das ist was er in ihr sieht , ein Monster…

    Staments Leid war sehr gut und glaubhaft geschrieben wie er pur verzweifelt wegen seinem Mann und seinem Kind Adira…

    man mag jetzt sagen darum sollten Paare bzw. familienmitglieder nie zusammen auf einem Schiff sein, aber in unserer Vergangenheit hat man genau das auch gemacht.. ich weiß nicht mehr ob es die Spartaner waren oder so, aber eine dieser alten Krieger Kulturen hat paare zusammen in den Krieg geschickt, Seite an Seite, denn dann haben diese Soldaten , diese Krieger aggressiver gekämpft um die geliebten zu schützen…

    Zumindest wurde mir das mal von einem Lehrer erzählt…

    Als der Admiral noch mal mit der Anführerin spricht fand ich es extrem gelungen dass er standhaft blieb und ablehnnte… Zurecht.. ich finde das die Dialoge extrem gut geschrieben waren, und glaubhaft.. auch wenn ich die Schauspielerin der Osaira nicht gerade als eine der besten Schauspielerinnen empfinde… aber das ist bei dieser Folge Kritik auf hohem Niveau… dafür finde ich diesen Wissenschaftler von ihr besonders gut geschauspielt.

    Das Osaira den Andorianer Ryn tötet, fand ich zwar passend innerhalb der Situation, aber es ist schade um die Figur da sie echt Rückgrat gezeigt hat.. ich hätte mir gewünscht dass er bis in die 4. Staffel mitgenommen worden wäre..

    Book finde ich mehr als sympathisch..

    der Widerstand von Tilly und Co ist echt gut gemacht und extrem spannend fand ich es wird sich die Sphären Daten in den wartungsbots waren.. auch wenn ich die Bots ein wenig zu niedlich Design finde, willkommen bei Super Mario 😉 so finde ich die Idee dennoch gelungen…

    Staments Worte zu Michael waren toll geschrieben..

    ich weiß ich bin für viele vielleicht ein Nerv Faktor da ich die Serie derzeit ziemlich gut finde, aber mir hat die Folge extrem gut gefallen. Ich gehe dieses Mal erneut ausnahmsweise Vorbehaltlich 6 von 6 Sternen, da ja auch Star Trek Moral vermittelt wurde.. und der Wissenschaftler von Osaira scheint wohl auch ins Grübeln zu kommen..

    Bin gespannt was die letzte Folge bringt..

    Die 48 Minuten warten für mich eine wirklich angenehm unterhaltung…

    Schade dass man den Terra Firma zweiteiler produziert hat, da ich habe jetzt nur noch eine Folge um das Finale grandios beenden so können…

    Ich hoffe das Finale wird nicht versaut.
    PS: bitte verzeiht eventuelle Schreibfehler, da es mit spracherkennung geschrieben worden ist…

      Piero · 2. Januar 2021 um 1:22

      Es ist toll, wenn dir die Serie gefällt, aber so viel Spoilern wäre in der Kurzrezension nicht nötig gewesen.

        Alex1605 · 2. Januar 2021 um 8:38

        Stimmt. Ich Versuche auch “im Rahmen” spoilerfrei zu bleiben. Einfach Mal warten, bis die lange Rezension kommt.

        Dominion · 2. Januar 2021 um 8:47

        Entschuldige, ich hab erst nachdem es zu spät war gesehen, das man hier spoilerfrei schreiben sollte.. tut mir aufrichtig leid.. bei den anderen Rezension kann man immer offen schreiben…

        Bitte nochmals meine aufrichtige Entschuldigung, kommt nicht nochmal vor…

Michael Mirtl · 1. Januar 2021 um 22:03

Zumindest bekommt man einen kleinen Einblick in den Konflikt um den es zwischen Sternenflotte und Emerald Chain geht. Das Osyraa Ministerin ist und das es da so etwas wie eine Regierung geben muss habe ich bisher nicht gewusst. Klar Sklaveri usw. ist aus Sterneflottensicht inakzeptabel, aber wie war das? War Geld eigentlich nicht abgeschafft? Es hieß doch mal das es sowas nicht mehr gibt und um die Forschung geht. Anscheinend hat sich die Sternenflotte zurückentwickelt und damit Probleme verursacht.
Auf der anderen Seite: Wo kommt eigentlich die Emerald Chain her? Mir macht es den Anschein, als ob der fehlgeleitete Kapitalismus der Sternenflotte zu dem Versuch geführt hat, ein kapitalistisches Handelssystem aufzubauen, das sich wohl in der Frühphase der Industrialisierung befindet, zumindest vom sozialen Aspekt aus gesehen, teilweise wahrscheinlich noch früher.

Vielleicht wird das ja der größere philosophische Hintergrund, der sich durch den weiteren Verlauf der Serie zieht. Fände ich zumindest eine gute Idee.

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