Wir sehen uns die vorletzte Folge der aktuellen “Discovery”-Staffel an, die nochmal einige Register zieht. Aber Achtung, mit Spoilern!

Der Einstand

Zu Beginn geht es gleich dort weiter, wo es die Vorwoche aufgehört hat. Die Discovery wird vorgeblich von Osyraa verfolgt und nähert sich dem Föderationshauptsitz (was frappierend an die letzte “Mandalorian”-Folge erinnert, aber eher Zufall sein dürfte). Ganz so intelligent wie Gideon in der genannten Serie verhält sich Vance dann zwar nicht, aber er ist zumindest dicht dran und straft bereits in dieser Eröffnungssequenz die üblichen Admiral-Klischees, die wir aus Trek kennen, Lügen.

Zeitgleich sind Book und Michael über den Transwarptunnel auch auf dem Rückweg, wobei man sich schon fragen muss, wo diese wieder hergezaubert wurden. Sicherlich, Book hat ihn bereits letzte Folge erwähnt, aber wenn man die Dinger schon hat (und noch dazu einen, der zufällig zur Föderation führt), dann hätte man die letzten 120 Jahre wohl eher damit verbringen können, diese sauber zu räumen, wenn es neben den Dilithium-basierten Triebwerken schon keine weiteren Antriebsformen gibt.

Und bei dem, was Osyraa später vorhat (Stichwort: Verhandlungen), muss man sich schon fragen, ob es die List überhaupt gebraucht hätte. Denn Vance bzw. die Föderation wäre sicher auch so zu Verhandlungen bereit gewesen. Zumindest wenn sie auch nur ansatzweise die Föderation ist, die wir alle kennen.

Immerhin sieht der Crash in den Discovery-Hangar sehr eindrucksvoll aus, aber das kann man von Routinier Jonathan Frakes, der die Episode inszeniert hat, auch erwarten. Insgesamt ist die Folge recht solide umgesetzt, daran kann man nicht herummeckern. Das Ganze liegt mit Sicherheit auch daran, dass man den Handlungsstrang im Verubin-Nebel diesmal außen vor gelassen hat. Dieser war ja in der letzten Folge schon eher langweilig (und leider ist das wohl auch nächste Woche zu erwarten), wovon man diese Woche eben profitiert.

Transwarp-Schrott in "There Is A Tide..." (Bild: ViacomCBS)

Explosiver Start für Discovery 3×12. (Bild: ViacomCBS)

Übrigens übernehmen Osyraa und ihre Leute auch den Bordcomputer, wobei auf einer Konsole kurz Zoras Augen aufblitzen. Zugegeben, dieses “Trojanische Pferd“ hatte ich schon wieder vergessen und in Anbetracht des Endes hatte ich mich da schon gefragt, was die Gute eigentlich so ausrichten kann. Vielleicht die Bösen einfach wieder zurückbeamen (bereits letzte Folge?). Aber diese Überlegungen gehen wohl etwas zu weit. Schauen wir mal, wohin dieser Teil noch geht.

Als total überflüssig erweist sich indes die Rückkehr von Zareh. Ist zwar eine nette Referenz an Folge 2, er agiert aber hier total austauschbar. Alle seine Szenen hätte auch ein 0815-Handlanger von der Stange hingekriegt.

Rette uns, Michael!

Direkt nach den Credits klatscht man uns aber die obligatorische Klischee-Szene hin. Book schickt Michale los, das Schiff zu retten (“Du bist unsere letzte Hoffnung, Obi-Wan…äh…Michael!”). Seufz, war ja klar! Und ja, es darf noch ein wenig Schmalz fließen (auch später bei der Stamets-Szene). Man hätte vielleicht drauf verzichten können, wobei man natürlich nicht vergessen darf, dass sich die Serie nun einmal um Michael dreht.

Auch der kurz darauf stattfindende Kampf mit einer Wache hat dann die obligatorische Verletzung Michaels zur Folge, was aber auch vermeidbar gewesen wäre. Und eigentlich sollten in einem Raumschiff doch mehr Medkits herumhängen, oder nicht? Immerhin bekommen wir wieder einen Hauch von der Technik des 32.Jahrhunderts zu sehen. Analog zu “Mass Effect” kann Michael aus ihrem Armgerät eine Art Schweißgerät erzeugen, wofür sicher wieder die programmierbare Materie Pate stehen durfte. So muss Future-Tech aussehen, das hätte man vorher schonmal einbauen können! Dass dabei aber kein Dermalregenerator drin sein soll, könnt ihr mir an der Stelle nicht verkaufen!

Ein weiteres Klischee ist an dieser Stelle natürlich auch, dass die Brückencrew in der Messe eingesperrt wird. Was ist aus den guten alten Kraftfeldern geworden? Na gut, die Discovery ist beschädigt, nicht einmal die Transporter funktionieren. Apropos Transporter, hätte man nicht einfach föderationsseitig wie Osyraa ins Schiff beamen können und die Crew retten? Nachdem eh schon alle von Bord sind außer den paar Leuten, wäre das Risiko doch überschaubar gewesen, oder? Und das Beamen durch Schilde sollte gemäß der letzten Folge eigentlich kein Thema mehr sein….

Burnham setzt ein Mayday ab in "There Is A Tide..." (Bild: ViacomCBS)

Burnham wieder im alten Schema. (Discovery 3×12: Es gibt Gezeiten / Bild: ViacomCBS)

Auf jeden Fall ist ein Ausbruch in dieser Konstellation praktisch vorprogrammiert. Und so kommt es später dann auch. Ich weiß, das gab es früher auch schon des Öfteren. Aber etwas mehr Abwechslung wäre hier ganz gut gewesen. Immerhin dürfen Rhys und ein paar der Nebencharaktere der Crew in der Morseszene nochmal (kurz) glänzen.

Doch zurück zu Michael. Die darf noch ihre Mutter anfunken, vornehmlich, um sich zu verabschieden. Aber wenn man das Muster der ersten beiden Staffeln zugrunde legt, wird Mama Burnham dann wohl in der nächsten Folge zusammen mit Schiffen aus allen Welten, die man zuvor besucht hat (Trill, Kweijan), mit wehenden Fahnen zur Rettung eilen. Ob man das überhaupt braucht, sei mal dahingestellt, denn im Moment ist Osyraa nur mit einem Schiff vor Ort.

Am Verhandlungstisch

Neben diesen Schwächen der Folge kommen wir nun aber zum größten Plus und das ist ganz klar die Verhandlung zwischen Vance und Osyraa. Hier tritt vor allem Vance sehr souverän auf. Dass man keinen Darsteller für den Präsidenten casten wollte (oder konnte), nehmen wir an der Stelle mal so hin.

Denn das diplomatische Vabanque-Spiel am Tisch kann sich nicht nur sehen lassen, sondern steht auch in guter alter “Star Trek”-Tradition. Warum nicht schon früher so?! Da passt selbst das Lügendetektor-Hologramm Eli hinein – inklusive Seitenhieb, warum alle Hologramme der Föderation wie Menschen aussehen müssen. Übrigens wirkt Osyraas Gesicht in den Großaufnahmen auf mich irgendwie körnig. Entweder hat Janet Kidder eine Menge Sommersprossen, oder das Make-up hat man früher etwas besser hinbekommen.

Ein Brüller, der hier auch für diese Szene spricht, ist die Erwähnung, dass Replikatoressen aus Exkrementen hergestellt wird. Passt einfach wunderbar in diese Situation. Und der Wunsch nach Frieden ist natürlich auch ein gutes Zeichen. Osyraa geht sogar Kompromisse ein und will die Sklaverei abschaffen und sich von besetzten Planeten zurückziehen. Ich gebe zu, für einige Momente hat sie selbst mich überzeugt. Aber das Ganze muss doch irgendeinen Haken haben. Vance besteht am Ende darauf, dass Osyraa sich für ihre Verbrechen verantworten muss – das Einzige, zu dem sie nicht bereit ist.

Obwohl das also nur ein Kammerspiel an einem Tisch ist, überzeugt hier vor allem Oded Fehr als Vance. Osyraas Part hätte noch besser funktioniert, wenn man vorher ein paar Hintergründe zur Smaragdkette gehabt hätte. Die haben anscheinend auch eine Art Regierung. Und wenn DS 253 so weit weg ist, sollte man sich auch fragen warum die gerade dort ihre Botschaft haben wollen. Aber muss man nun eben mit leben. Vor allem Osyraas Verhalten am Ende macht dann deutlich, dass sie es wohl doch nicht ganz so Ernst meint, wie angedeutet.

Osyraa ist die beste Trek-Antagonistin seit Langem in "There Is A Tide..." (Bild: ViacomCBS)

Leichte Abzüge in der Make-Up Note? (Bild: ViacomCBS)

Trotz der guten Szenen muss man aber erneut festhalten, dass die Orionerin als Bösewicht weiter etwas blass bleibt.

Back to the Ship

Doch zurück zum Guerilla-Kampf auf der Discovery. Bei der Crew darf hier durchaus Tilly wieder etwas glänzen. Gerade weil ihr die Bösewichte dauernd sagen, wie doof sie als CO ist (sind das etwa heimlich getarnte “Star Trek”-Fans?), übernimmt sie dann doch wieder souverän das Kommando. So langsam scheint die Gute sich zu machen. Und ja, ich würde gerne mehr ihrer Entwicklung in diese Richtung sehen. Vielleicht sehen wir dies auch in der nächsten Woche, denn wie oben erwähnt, bildet die Szene mit den Reparaturdrohnen und Tilly hier das Schlusslicht.

Auch Stamets und der Wissenschaftler Aurellio erhalten in dieser Episode ausgedehntere Szenen. Letzterer ist von Osyraa einst gerettet worden und weckt im Gespräch mit unserem Myzel-Beauftragten durchaus Sympathien. Nicht nur weil er Opern hört, sondern auch weil er ein gutes Licht der Orionerin zeichnet. Zum Zeitpunkt, als man dies in der Folge erfährt, sind die Verhandlungen noch voll im Gange und bringen der Grünhäutigen weitere Sympathiepunkte ein. Es ist eben nicht alles schwarz oder weiß. Sehr schön an der Stelle!

Das Ganze wird allerdings gleich wieder aufgelöst, denn Osyraa ist wirklich ein Monster. Ryn ist nämlich zurück und wird später von Osyraa recht sang- und klanglos hingerichtet. Ich wage an der Stelle mal eine total aus der Luft gegriffene Vermutung: Aurellio wird sich in der nächsten Folge gegen seine Herrin stellen. Dabei hätte gerade hier eine gute Möglichkeit bestanden, aus dem üblichen Bösewicht-Schema auszubrechen. Warum es Osyraa nicht w i r k l i c h  ernst meinen lassen? D a s  wäre doch ein passendes “Star Trek”-Ende für die Staffel gewesen.

Okay, es kommt noch eine Folge. Trotzdem glaube ich nicht daran, dass man diesen Weg wählen wird. Und ja, Book und Ryn haben eine Verbindung, seitdem sie zusammen eingesperrt waren. Dafür aber gleich die Existenz des Dilithium-Planeten verraten? Das Wohl der Vielen…, da muss Book noch einiges lernen – auch wenn in dieser Staffel durchgeklungen ist, dass es wohl der falsche Weg ist und man auch mal die Einzelschicksale wichtig sind. Aber gut, Osyraa hatte ja eh schon einen Verdacht…

Immerhin darf Stamets nochmal betonen, dass er Adira als seine Tochter ansieht. Das passt zur etablierten Charakterdarstellung der letzten Folgen. Und auch dass er am liebsten gleich zu Culber und Co. zurückspringen will, passt ins Bild. Und ganz ehrlich, warum nicht? Das ist jetzt noch nicht mal auf das Einzelschicksal bezogen. Die Crew der Discovery weiß zu diesem Zeitpunkt nichts von den Verhandlungen. Aus taktischen Erwägungen wäre es sinnvoll gewesen, mit der Discovery raus zu springen. Nochmal ins UFP-Hauptquartier wären die dann nämlich nicht hineingekommen – ok, außer man wäre mit Stamets wieder direkt zurückgesprungen, diesmal in die Blase.

Burnham betäubt Stamets (Bild: ViacomCBS)

Folgerichtig muss der Gute aus der Gleichung genommen werden. Aber Zeit für den Sprung wäre wohl durchaus gewesen, die beiden hätten nur ihr Gespräch streichen müssen. Obwohl man an der Stelle also beide Seiten verstehen kann, drängt sich wieder der Eindruck auf, dass Michael alles besser weiß. Stamets dürfte jedenfalls ziemlich sauer sein – etwas, das hoffentlich in der nächsten Folge nicht einfach weggewischt wird.

Dafür sieht die neue Rettungskapsel (oder: Rettungsblase) durchaus wieder nach guter Future Tech aus, auch wenn man sich sicher fragen kann, ob es sinnvoll ist, statt einer geschlossenen Kapsel so im All zu treiben. Da ist wahnsinnig werden ja vorprogrammiert. Trotzdem könnte man fast den Eindruck haben, die Macher hätten ein paar der Kritikpunkte der Fans gelesen und noch fix ins Staffelfinale eingebaut (haben sie zu dem Zeitpunkt natürlich nicht, da alles schon abgedreht war).

Aurellio stellt dann auch in Aussicht, dass man die Tardigraden-DNA klonen könne und Stamets künftig nicht mehr der Einzige wäre, der den Sporenantrieb bedienen kann. Meiner Meinung nach wurde es dafür zwar auch Zeit, auch wenn dies natürlich Tür und Tor öffnet, dass bald alle Schiffe via Sporenantrieb reisen. Warten wir das Finale mal ab.

Fazit

Einigen Schwachstellen auf der üblichen “Discovery”-Skala stehen herrliche diplomatische Szenen in Trek-Tradition gegenüber. Insgesamt überwiegt der eher positive Eindruck. Ob das Finale diesen halten kann, werden wir nächste Woche sehen.

Bewertung

Handlung der Einzelepisode 4 out of 6 stars (4 / 6)
Stringenz des staffel- und serienübergreifenden Handlungsstrangs 4.5 out of 6 stars (4,5 / 6)
Stringenz des bekannten Kanons 4 out of 6 stars (4 / 6)
Charakterentwicklung 4 out of 6 stars (4 / 6)
Spannung 4 out of 6 stars (4 / 6)
Action & Effekte 4 out of 6 stars (4 / 6)
Humor 3 out of 6 stars (3 / 6)
Gesamt 4 out of 6 stars (4 / 6)

Episoden-Infos

Episodennummer 41 (Staffel 3, Episode 12)
Originaltitel There Is A Tide…
Deutscher Titel Es gibt Gezeiten…
Erstausstrahlung USA Donnerstag, 31. Dezember 2020
Erstausstrahlung Deutschland Freitag, 1. Januar 2021
Drehbuch Kenneth Lin
Regie Jonathan Frakes
Laufzeit 55 Minuten

Trekbarometer zu “Discovery” 3×12 – “There Is a Tide”

“Discovery” Season 3 geht auf die Zielgerade und eure Meinung ist auch dieses Mal wieder gefragt. Wie hat euch die vorletzte Episode der Staffel gefallen? Was waren eure Highlights, was hat euch missfallen? Stimmt ab!


Thomas Götz

Seitdem er 1985 zum Ersten Mal Episode IV sah und ausrief "Aber das heisst doch, Vader ist Lukes Vater" ist Tom der Science Fiction verfallen. Star Trek Fan wurde er, wie viele seiner Kollegen, 1990 mit "The Next Generation" in Deutschland. Seine ersten Buchrezensionen zu Star Trek Büchern erschienen schon 1995 im Alter von 16 Jahren im Star Trek Fanclub. Seit 2006 schreibt er auch Online Rezensionen (ab 2009 Trekzone-Exklusiv) und hat kürzlich seine 2000.Rezension veröffentlicht.

5 Kommentare

Alex1605 · 3. Januar 2021 um 19:47

Danke für die Rezension, im Wesentlichen sehe ich das ähnlich, bis auf ein paar Punkte.
“..Bei der Crew darf hier durchaus Tilly wieder etwas glänzen…” Seh ich komplett anders. Hat mal wieder als (militärischer) Füher versagt. Sinnbildlich die Szene, wo sie “Rambo-mäßig” mit 2 Phasern dasteht. Tilly könnte nicht mal mir Einem treffen, mit 2 richtet sie nur Schaden im Schiff an.
Die Entscheidung von B. bzgl. Satmmets fand ich richtig. Sie muss davon ausgehen, das die Besatzter das Schiff weiterhin kontrollieren. Was hätte da ein Sprung geändert? Dadurch das Stemmet weg ist, sitzt die Disco “fest”, quasi auf dem Präsentierteller für die Föderation.

Alex Foster · 4. Januar 2021 um 19:28

Aaaalso… warum diese Folge mehrfach so positiv beurteilt wurde, ist mir – wie die gesamte Serie überhaupt – ein Rätsel.

Die Handlung ist vorhersehbar, Burnham in ihrer Irrationalität wieder auf Höchstform und im Detail verstecken sich viele kleine, aber für eine Star Trek Serie heftige Patzer.

1.) Die Befreiungsaktion

Die Bösewichte sind natürlich fast schon Austin Powers mäßig dämlich. Nur 2-3 Wachen für die Führungscrew der Discovery. Kommt schon, gebt doch gleich auf, ihr wisse ja eh wie das ausgeht. Ihr habt ja nicht einmal Namensschilder.

Burnham donnert mit Books Baukastenschiff einfach mal der Discovery ins Hinterteil, ungeachtet dessen, ob dabei Crewmitglieder eeeeventuell hätten sterben können. Die anschließende Such und Versteckaktion, die mit einer durchlüfteten Wartungsröhre endet, ist im Grunde langweilig. Man weiß ja eh, dass die Schurken zu dämlich sind. Auch der deplatziert emotionale Anruf bei Burnhams Mutter lässt schon erahnen, welchen Story-Kniff man für die nächste Folge erwarten kann. Die Drehbücher sind ja so knifflig.

2.) Die Verhandlung

Indessen verhandelt die Förderation mit der Emerald Chain die Gründung einer neuen Föderation aus, die – und jetzt kommts – den Kapitalismus anerkennen soll. Wumm! Wir sind im 32. Jahrhundert und in der Föderation wird der Kapitalismus eingeführt, weil es herrscht ja wieder Ressourcenknappheit und eigentlich treibt die Föderation eh auch “Handel”. Als studierter Wirtschaftstheoretiker seufzt da mein innerer Ökonom auf und denkt sich nur “ach was solls, reg dich nicht auf. Einfach weiteratmen.”

3.) zum Schluss tauchen noch kleine putzige Roboter, die wie eine Mischung aus R2 und Wall-E aussehen, auf und wollen der Crew helfen. Jap. Spätestens jetzt ist Episode 1 Niveau erreicht. Jar Jar Binks lässt grüßen. Michse mit den Augen roll.

Dafür, dass die Serie echt viel Geld zur Verfügung hat, sind die Stories echt wahnsinnig lahm. Man merk einfach, dass sich die Autoren über rein gar nichts näher Gedanken machen. Das ist immens schade, weil Star Trek in TOS und TNG Zeiten echt hervorstach. Hier wird einfach nur eine Kuh zu Tode gemolken. Der Geist ist längst aus der Flasche und zumindest ich verstehe die unkritischen Rezensionen eigentlich nicht mehr. Denn die Serie ist nach allen Gesichtspunkten für eine Star Trek Serie enttäuschend und ansonsten höchstens mittelmäßig. STD spielt nicht mal annähernd in der Liga der derzeit herausragenden Serien mit.

Manu · 4. Januar 2021 um 21:58

Also, auf mich wirken diese Verhandlungen von Anfang an wie eine Farce. Man kauft doch keine Sekunde ab, dass da ernsthaft eine Möglichkeit besteht, dass eine Föderation ein Verbrechersyndikat in ihre Reihen aufnimmt. Und dass Vance darüber ernsthaft nachzudenken scheint, das mal eben zu tun, weckt in mir eher das Gefühl, dass sein Gehirn ausgelaufen ist. Ich sehe keine Spur Klugheit in seinem Handeln, sorry, sondern auch hier spricht wieder die Dummheit die Drehbuchautoren durch die Story. Abgesehen davon dass diese ferne Zukunft im 32. Jahrhundert auf mich kein bisschen glaubwürdig und erschlossen ist – hier kann sprichwörtlich das weiße Kaninchen aus dem Hut gezaubert werden, alles wirkt willkürlich und kein bisschen futuristisch. Und solche Bösewichter wie diese schlecht angemalte grüne Frau in Leder (! warum haben eigentlich alle Bösewichter im Kurtzman-Trek nur Leder an?!) habe ich schon hundert mal gesehen…

Dominion · 5. Januar 2021 um 13:49

Danke für die.Review, endlich jemand der es wie ich sieht, bezüglich Statements..
Staments Leid war sehr gut und glaubhaft geschrieben wie er pur verzweifelt wegen seinem Mann und seinem Kind Adira…

man mag jetzt sagen darum sollten Paare bzw. familienmitglieder nie zusammen auf einem Schiff sein, aber in unserer Vergangenheit hat man genau das auch gemacht.. ich weiß nicht mehr ob es die Spartaner waren oder so, aber eine dieser alten Krieger Kulturen hat paare zusammen in den Krieg geschickt, Seite an Seite, denn dann haben diese Soldaten , diese Krieger aggressiver gekämpft um die geliebten zu schützen…

Zumindest wurde mir das mal von einem Lehrer erzählt…
Übrigens ist die Idee von Staments gar nicht so dumm mit der Discovery zum Nebel zu springen.. Die Discovery ist von hohen Wert wegen des Sporenantrieb und sie befindet sich zur Zeit im Kern der Föderation und der Sternenflotte… Mit dem Sprung zum Nebel schlägt man 3 fliegen mit einer Klappe… Föderation/sternenflottb HQ schützen, Sporenantrieb schützen, und nebenbei Crewmitglieder retten…

Und immer entscheidet Burnham für andere…
​​​​​nun ja egal.. war spannend inszeniert…

    Alex1605 · 5. Januar 2021 um 14:06

    @Dominion:
    Das Stammets seine Gefühle zeigt ist in Ordnung. Das diese Gefühle seine Denkfähigkeit benebelt nicht. Er ist Offizier der Sternenflotte, da kann man mehr erwarten.
    Burnham handelt richtig. Disco ist, ohne Sprungantrieb, dort gut aufgehoben, wo sie ist. Das Schiff ist besetzt und kann hier, mit Hilfe der Flotte, befreit werden. Ob die “Amateurcrew” das ohne Hilfestellung schafft, bezweifle ich. Vielleicht durch ein schlechtes Drehbuch…😀😀

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