Alle guten Dinge sind drei? In der spoilerfreien Kurzrezension schauen wir, ob “Discovery” das erste Mal eine Staffel ohne heftiges Stirnrunzln über die Zielgerade bringen kann.

Story

Osyraa versucht die Discovery zum Verubinnebel zu entführen und die Koordinaten des Dilithiumvorkommens aus Booker und Burnham herauszufoltern. Derweil läuft die Zeit für Saru und das Außenteam ab, um Su’Kal zum freiwilligen Beenden des Holoprogramms zu bewegen.

Die Brückencrew kämpft sich durch das Schiff in "That Hope Is You, Part 2" (Bild: ViacomCBS)

Die Brückencrew kämpft sich durch das Schiff in “That Hope Is You, Part 2” (Bild: ViacomCBS)

Die Chefin legt selbst Hand an. Das Drehbuch stammt von Michelle Paradise und arbeitet sich in einer rasanten Geschwindigkeit an den offenen Baustellen der beiden vorangegangenen Episoden ab. Das ist actionreich und spektkulär, aber auch oberflächlich und teilweise unbefriedigend.

Dabei ist das Finale wie ein vorhersehbares Potpourri bekannter Versatzstücke älterer Treks. Inhaltlich steuert “That Hope Is You, Part 2” nichts mehr zu dieser dritten Staffel bei. Wer auf eine Vertiefung eines der angerissenen und teilweise durchaus interessanten Themen der Vorwochen gehofft hatte, wird enttäuscht.

Stattdessen fackelt “Discovery” ein Actionfeuerwerk ab, dass dem “Mandalorian” ebenbürtig ist. Plausibler Plot ist da nicht die Priorität. Insbesondere in der zweiten Hälfte der Episode verlässt sich Paradise dann auch noch übermäßig auf sehr bequeme Drehbuchlogik. Burnham und Co. gelingt eine ganze Reihe unwahrscheinlicher Husarenstücke. Das ist zwar optisch unterhaltsam, in der Häufung aber beliebig und unglaubwürdig.

Dialoge und Besetzung

Nach dem brillanten Auftritt in der vorangegangen Episode enttäuscht Paradise’ Version von Osyraa im Staffelfinale massiv. Janet Kidder wird zum generischen Bösewicht zurückentwickelt, an dem sich Burnham und Konsorten abarbeiten dürfen. Auch an Kenneth Mitchells Aurellio hat Paradise offenkundig kein Interesse, geschweige denn an einem mehr als eindimensionalen Zareh.

Flache Gegenspieler könnte die Episode sicherlich verkraften, wenn denn im B-Plot mit Su’Kal spannende Dinge geschehen würden. Die gleichnamige Folge hatte Paradise spannende Anknüpfungspunkte bzgl. des “Monsters” und Sarus Beziehung zum Waisen hinterlassen. Aber auch hier liefert Paradise weniger, als man nach dem Setup hätte erwarten dürfen. Su’Kals Geschichte wird sehr zweckmäßig abgewickelt.

Statt Saru und Su’Kal die nötige Zeit zu lassen, um eine halbwegs glaubwürdige Vater-Sohn-Dynamik zu entwicklen, verlässt sich Paradiese darauf, bekannte Klischees beim Publikum per Fingerzeig abrufen zu können. Warum die Figuren aus eigener kreativer Kraft von A nach B bringen, wenn man die Zuschauer mit gelernten Versatzstücken der Postmoderne dazu bringen kann, sich die emotionale Tragkraft werkfremd zu borgen?

Saru und Su'Kal vertiefen ihre Beziehung in Rekordgeschwindigkeit in "That Hope Is You, Part 2" (Bild: ViacomCBS)

Saru und Su’Kal vertiefen ihre Beziehung in Rekordgeschwindigkeit in “That Hope Is You, Part 2” (Bild: ViacomCBS)

Und dann möchte Paradise, dass wir auf den letzten Metern auch noch emotional in Adira und Grays Beziehung investieren. Gleiches Spiel: Keine Priorität, keine Zeit, kein Vermögen? Man weiß es nicht. Liebe Zuschauer, ihr kennt doch noch Dax aus “Deep Space Nine”? Dann bitte, hier an dieser Stelle, profunde, tiefe Gefühle für ein vertracktes Trill-Ex-Wirt-Drama mit tragischem Anstrich einfügen. 13 Folgen waren einfach nicht genug Zeit, sowas sinnvoll selbst zu entwickeln. Da müsst ihr jetzt einfach mal selbt in Heimarbeit die Skizze aus dreieinhalb Szenen mit emotionaler Gravitas aus dem Hinterstübchen zu einem glaubhaften und profunden Handlungsbogen auffüllen. Aber bitte am Ende an der herzzerreißender Stelle dolle mitfiebern!

Derweil schießen, prügeln und schleppen sich die verbleibenden Offiziere der Discovery (und Zora und Booker) durch die Korridore und Turbolift-Schächte (nach dieser Folge irgendwie ein völlig überkommenes Konzept, aber ich schweife ab…) ihres Schiffs – sich ständig gegenseitig ihrer gegenseitigen Zuneigung im Angesicht des Todes versichernd. Das ist durchaus anstrengend, aber für “Discovery” auch nichts Neues.

Die Krönung der nicht vorhandenen Charakterentwicklung ist schließlich Tilly, die bei der ersten sich bietenden Gelegenheit völlig anlasslos das Kommando an Burnham abgibt, aus… Gründen. Schön war’s, Nummer Eins.

Kanon und Rahmenhandlung

Wie bei der Charakterentwicklung selbst macht Paradise aus den Anlagen der vorherigen Episoden nichts Interessantes oder gar Überraschendes für den übergreifenden Plot. Die Story der Staffel war offensichtlich vor zwei Wochen auserzählt, nachdem Su’Kal als Ursprung des Brandes und der Verubinnebel als praktische, neue Dilithiumquelle entdeckt wurde.

Einzig blöd, dass noch Osyraa irgendwie dazwischenfunken konnte. “That Hope Is You, Part 2” ist damit leider nicht viel mehr als eine “Aufräumfolge” mit hohem Actionanteil. Nichts im Vergleich zu einem der intensiven Mehrteiler aus “Deep Space Nine” oder “Enterprise”, die auch noch am Ende ihrer Storybögen mehr spannende Entwicklungen zu erzählen hatten als: “Diese Woche bringen wir die bösen Jungs und Mädels um.”

Die Kehrseite dieser Medaille ist ein aus großer Flughöhe betrachtet ordentlicher Abschluss der Staffel mit all ihren bekannten Qualitäten und Mängeln. Wer bis letzte Woche noch alle Volten und blinden Flecken der übergreifenden Handlung mitgegangen ist, dürfte sich durch das Finale durchaus gut unterhalten fühlen, bringt es doch die Storystränge zu einem vorläufigen Abschluss, die in den letzten Wochen von den Autoren immer wieder fokussiert wurden.

Leider fällt damit aber auch ein gewaltiger Teil von naheliegenden und brennenden Fragen (Achtung, Wortspiel!) unter den Tisch, die “Discovery” in dieser Staffel offenbar schlicht nicht beantworten wollte, oder für rein funktionales Beiwerk hält.

Discovery ist ganz schön hohl - wegen der Turbolifte in "That Hope Is You, Part 2" (Bild: ViacomCBS)

Discovery ist ganz schön hohl – wegen der Turbolifte… “That Hope Is You, Part 2” (Bild: ViacomCBS)

Auch Liebhaber des visuellen Kanons müssen für “That Hope Is You” stark sein, denn es wird an dieser Episode (zu recht) viel zu kritisieren geben. Bei der Hatz durch die Discovery lernen wir eine ganze Reihe Schiffsteile kennen, die wir vorher nicht zu Gesicht bekommen haben. Unter anderem den Warpkern und den Hauptcomputer. Besonders kontrovers dürfte dabei eine ausufernde Szene im Turbolift-“Netzwerk” (im freiesten Sinne des Wortes) aufgenommen werden. Bereits Episoden der zweiten Staffel hatten auf der Discovery ein reichlich unplausibles Innenleben für das Beförderungsnetzwerk gezeigt, aber in “That Hope Is You” demonstrieren Autoren, Regie und Effektkünstler, eine völlig irrwitzige und geradezu karrikaturhafte Vorstellung davon, wie ein Raumschiff im “Star Trek”-Universum konstruiert wird, und in welchem Maßstab.

Inszenierung

Olatunde Osunsanmi darf auch dieses “Discovery”-Finale spektakulär in Szene setzen. Was “Star Trek” hier abfeuert, ist zweifelsohne die Oberliga der visuellen Effekte. Wie bereits “Su’Kal” entstehen auf dem Holodeck wundervolle Bilderwelten. Aber auch im Weltraum und auf der Discovery ist “That Hope Is You” schlicht umwerfend.

Die rasante Inszenierung und die visuelle Opulenz tragen dann auch den Löwenanteil zum Unterhaltungswert dieser an intellektuellen Höhepunkten armen Episode bei. Dass man sich als Zuschauer dabei tatsächlich angenehm berieseln lassen kann, ist eine Qualität, die ich nicht kleinreden möchte.

Auch Aurellio merkt, dass Osyraa böse-böse ist in "That Hope Is You, Part 2" (Bild: ViacomCBS)

Auch Aurellio merkt, dass Osyraa böse-böse ist in “That Hope Is You, Part 2” (Bild: ViacomCBS)

Dazu kommt fantastische Kameraarbeit, vor allen Dingen im B-Plot und ein sehr guter Soundtrack von Jeff Russo. Ein interessantes Stilmittel, das in der Folge wiederholt zum Einsatz kommt, sind rollende Kamerafahrten. Das trägt viel zu einem cineastischen Look bei, steht aber im Kontrast zu der eher konservativen Kameraarbeit im Rest der Staffel.

Beobachtungen

  • Adiras Avatar in der Holosimulation ist xaheanisch.
  • Nochmal zum Mitschreiben: Weil Su’Kal im Umfeld von Dilithiumstrahlung aufgewachsen ist, ist sein Genom spontan gerade so mutiert, so dass er die Kristalle galaxieweit(!) durch starke Emotionen explodieren lässt. Übersetzung ins 21. Jahrhundert: Säuglinge nahe Uranminen könnten so mutieren, dass sie bei einem Wutanfall Atomkraftwerke und -waffen detonieren lassen. Hat hier sonst noch jemand leichte Zweifel an dem “Science”-Teil von “Science-Fiction”?
  • Burnham war auf der Krankenstation und hat ernstlich immer noch keine Gelegenheit gefunden, einen Geweberegenerator für ihr ramponiertes Bein mitgehen zu lassen.
  • Nochmal Equipment: Wir sollen glauben, dass es unterhalb von Deck 5 nicht mehr als 1 (in Worten: “eine”) Sauerstoffmaske mit äußerst beschränktem Gasvorrat gibt? Was ist mit Raumanzügen, Rettungskapseln, Schutzräumen, Shuttles, Notfallausrüstung für Hüllenreparaturen, Ausrüstung für Außenteams, medizinische Ausrüstung, Replikatoren, programmierbarer Materie, Lagerräumen…
  • Die Warpgondeln der Discovery sehen von Innen denen der Enterprise-D sehr ähnlich. Irgendwer im Produktionsteam hat scheinbar doch eine Ahnung davon, wie ein Sternenflottenschiff von Innen ausschaut.
  • Allerdings: Die Gondeln sind vom Schiffsrumpf getrennt. Entweder hat sich Owosekun hineingebeamt (was die Dramatik der Szene und das Gerede von Störfeldern unterliefe), sie ist gar nicht in die Gondel gestiegen oder sie hat bei Warp einen Weltraumspaziergang unternommen (und DOT-23 noch dazu). Alles nicht plausibel.
  • Datasetten im Computerkern!
  • Ist am Ende der Episode völlig vergessen, dass sich das Außenteam in einer tödlich verstrahlten, langsam zerfallenden Umgebung befindet? Die Prioritäten, mit denen die Discovery-Crew agiert, scheinen mir jedenfalls etwas seltsam.
  • Warum trägt die Crew der Discovery eigentlich seit ihrer Ankunft im 32. Jahrhundert die modernen Kommunikatoren und andere Sternenflottenausrüstung aber keine zeitgemäßen Uniformen?
  • Ist Gene Roddenberry jetzt sowas wie ein “Star Trek”-Buddha? Ich weiß nicht, ob es eine kluge Idee ist, den Serienschöpfer jetzt zwischen Episodenende und Abspann wie einen Gelehrten zu zitieren, der uns tiefe Weisheiten nahebringt. Nicht nur, weil sich das Franchise m.E. derzeit ohnehin selbst zu ernst nimmt, sondern auch, weil der Anspruch des Zitats in keiner weise sinnvoll von der “That Hope Is You”, bzw. den 12 Episoden davor eingelöst wird. Show, don’t tell, liebe Leute. Etwas mehr Selbstironie und deutlich weniger Pathos stünden den Autoren der Serie gut zu Gesicht.

Fazit

Als Fanfilm wäre das Drehbuch “That Hope is You, Part 2” eine tolle Sache, als Staffelfinale einer Premium-Dramaserie sollten jedoch andere Maßstäbe gelten. Paradise’ Story verdichtet viel Plot in eine recht kurze Spielzeit und findet trotzdem Gelegenheit für teilweise ausuferndes Actionspektakel. Würde die Folge nicht von einem absurd hohen Budget und der damit verbundenen kinoreifen Produktionsqualität profitieren, es gäbe kaum Grund, sie sich anzusehen.

Burnham und zwei völlig austauschbare Bösewichte in "That Hope Is You, Part 2" (Bild: ViacomCBS)

Burnham und zwei völlig austauschbare Bösewichte in “That Hope Is You, Part 2” (Bild: ViacomCBS)

Die Story selbst krankt dabei an zwei Problemen. Erstens kann man sich die Episode inhaltlich praktisch sparen. Es passiert nichts mehr von Belang für die Charaktere oder den übergreifenden Plot. Alles was passiert, ergibt sich vorhersehbar aus den Anlagen der letzten beiden Episoden, bzw. wurde hinlängst per Zaunpfahl angekündigt.

Zweitens hat Paradise auch wenig echtes Interesse daran, die Staffel auf eine besonders geschickte, interessante, herausfordernde oder kreative Art zu beenden, sondern verfolgt stattdessen ziemlich uninspiriert den energieeffizientesten Weg von A nach B über ausgetretene Pfade. Sie kopiert munter postmoderne Häppchen bekannter Motive, die irgendwie echtes Geschichtenschreiben ersetzen sollen. Saru teilt väterliche Weisheiten mit Su’Kal, ohne dass die Beziehung “on screen” den vertrauensvollen Umgang rechtfertigen würde. Owosekun erzählt in einer Szene einen Schwank aus ihrer Jugend, damit sie eine halbe Stunde später genau diesen Trick aus dem Hut zaubern kann. Vance fasst im kritischen Moment plötzlich und ohne guten Grund Vertrauen, dass Michael Burnham nicht nur das Richtige tun, sondern dabei auch noch mit übernatürlichem Glück gesegnet sein wird. Und so weiter und sofort.

Das tut dem unterhaltenswerten Bombast keinen Abbruch, ist aber viel zu wenig Substanz für den bedeutungsschwangeren Unterton, mit dem “Discovery” scheinbar frei von jeder Selbstreflexion oder Selbstironie wieder einmal völlig unverdienten Pathos zelebriert.

Es ist der rote Faden durch alle drei Staffeln, dass die “Discovery”-Autoren offenkundig der Meinung sind, ihre mittelmäßigen Drehbücher würden Kraft guter Absichten zu fantastischen, bewegenden, gesellschaftskritischen Dramen, die es ihnen erlaubten, das Publikum mit salbungsvollen Monologen oder wie in diesem Finale einer Weisheit von Roddenberry zu einem erfüllteren Leben zu befähigen.

Realistisch betrachtet schrammte “Discovery” in dieser Staffel jede zweite Episode am Niveau einer Seifenoper. Das wäre schon irgendwie ok, schließlich ist der “Mandalorian” auch nur gehaltvoll wie ein Samstagmorgen-Cartoon. Aber die “Star Wars”-Konkurrenz macht auch keine Anstalten, sein Publikum zu bessere Menschen erziehen zu wollen. Wenn ein Drehbuch 59 Minuten lang ohne Not nur die aller-aller-dünnsten intellektuellen Bretter bohrt, muss sich danach niemand aus dem Writers Room aufschwingen, um mir noch auf den letzten Metern mit tief empfundenen Glaubenssätzen und großen Reden die Welt zu erklären. Auf diese Peinlichkeit könnte ich in Staffel 4 zusammen mit dem Hang zum Melodrama bei der Charakterzeichnung vollumfänglich verzichten.

Übrig bleibt nach wie vor eine Genre-Serie, der es an harter Science-Fiction mangelt, aber nicht an Herz, starken Figuren, brillanten Schauspielern und einer fantastischen Inszenierung.

Bewertung

Handlung der Einzelepisode 3 out of 6 stars (3 / 6)
Stringenz des staffel- und serienübergreifenden Handlungsstrangs 4 out of 6 stars (4 / 6)
Stringenz des bekannten Kanons 3 out of 6 stars (3 / 6)
Charakterentwicklung 3 out of 6 stars (3 / 6)
Spannung 3 out of 6 stars (3 / 6)
Action & Effekte 6 out of 6 stars (6 / 6)
Humor 2 out of 6 stars (2 / 6)
Intellektueller Anspruch 2 out of 6 stars (2 / 6)
Gesamt          3.5 out of 6 stars (3,5 / 6)

Episoden-Infos

Episodennummer 21 (Staffel 3, Episode 13)
Originaltitel That Hope Is You, Part 2
Deutscher Titel Ein Zeichen der Hoffnung, Teil 2
Erstausstrahlung USA Donnerstag, 7. Januar 2021
Erstausstrahlung Deutschland Freitag, 8. Januar 2021
Drehbuch Michelle Paradise
Regie Olatunde Osunsanmi
Laufzeit 62 Minuten

Mit Rücksicht auf andere Leser, die die Folge noch nicht gesehen haben, bitten wir, in den Kommentaren zu diesem Artikel auf Spoiler zu verzichten. Danke!e

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Christopher Kurtz

Christopher Kurtz

Seit den frühen 2000ern ist Christopher Redakteur im TrekZone Network. Wenn er nicht in den unendlichen Weiten nach kritisch rationalem Humanismus Ausschau hält oder sich über die Plausibilität fiktiver Technologien und Gesellschaftsformen den Kopf zermartert, findet man ihn meistens in der Nähe von Spielen der geselligen Art, egal ob analog oder digital, ob als Mitspieler oder Gelegenheitsautor.

17 Kommentare

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Janso · 8. Januar 2021 um 12:20

So ein Murks, diese Serie. Sie können einfach keine Geschichten erzählen. Ständig verheddern sie sich zudem in irgendwelche Widersprüche. [Gekürzt, bitte verzichte auf Spoiler. – die Redaktion] Die Serie springt so schnell zwischen irgendwelchen Storyideen, ohne irgendetwas richtig weiter zu verfolgen (siehe etwa die Rück-Rück-Verwandlung der Orionerin zu einer absolut platten lederkostümierten Bösewichtin, wo letzte Folge noch anderes angedeutet wurde). Ich bin müde über diese platte Serie, die so tut, als wäre sie mehr. Das gilt auch für PICARD, das nicht mehr von der Weisheit und Tiefgründigkeit früherer Serien wie TNG oder DS9 mitbringt. Gerade DS9 hat sich ein Setting ausgesucht und es richtig vertieft und entwickelt. Diese Eigenschaft – bei etwas zu bleiben und es authentisch zu erforschen (seblst wenn nicht jede Episode dann der Knüller sein mag) – geht den neuen Star Trek-Serien komplett ab. Daumen runter!

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Alex Foster · 8. Januar 2021 um 13:21

Diese Serie ist so absolut sinnbefreit. Davon konnte man sich in dieser Folge wieder eindrucksvoll überzeugen.

Die Turboliftszene ist für mich eine Metapher für diese ganze Serie. Star Trek Discovery ist wie eine dieser Turboliftkapsel, die wirr durch einen unlogischen und zusammenhangslosen Schiffskörper (was einmal Star Trek war) herumfliegt, währenddessen geschossen und geschlagen wird.
Die das Baukastenschiff von Book ist die Serie ist ein wirr zusammengesetzter Bausteinhaufen, der sich beliebig, situationselastisch verändert. Genau so lassen sich die drei Staffeln von Discovery zusammenfassen: als unzusammenhangsloses Baukasten-Sci-Fi-Storytelling durchsetzt mit Star Trek Begriffsbingo der Autoren , visuell ebenso ein Baukasten aus geklauten Stils dutzender anderer Sci-Fi Serien und Filme.
The Burn hat offenbar in den Köpfen der Autoren jegliche Kreativität ausradiert.

Ganz ehrlich, mit Star Trek hat die Serie nichts mehr zu tun. Die Produzenten und Autoren haben eindrucksvolles Nichtkönnen endgültig demonstriert.

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    Hater gonna hate · 8. Januar 2021 um 15:08

    Faszinierend wie sehr sich einige auf Disco eingeschossen haben und einfach nur noch an allem etwas zu meckern haben. Ich könnte mit Kritik an der Serie wirklich gut leben, wenn sie Substanz hätte. Aber ich höre von den Hatern immer nur Sprache in Superlativen und Beleidigungen in Richtung der Macher. Dieser Kommentar über mir ist ein sehr gutes Beispiel.

    Es wird überhaupt nicht erkannt, dass die Technik dieser Zukunft optisch vielleicht “wirr und zusammenhangslos” aussieht, aber dennoch in einem logischen Zusammenhang steht. Der Turbolift ist eben kein Röhrensystem mehr wie eine Rohrpost. Als die Discovery von der Sternenflotte im 32. Jahrhundert angepasst wurde, ist auch das Turboliftsystem zu einem räumlichen Transportsystem umgebaut worden, das über Energie- und Kraftfelder arbeitet. Wurde zuvor nur erwähnt, jetzt hat man es mal gesehen.

    Das Baukastenraumschiff von Book nutzt die metamorphe Technik, die wir in allen Bereichen in der Zukunft des 32. Jahrhunderts gesehen haben. Es wäre komplett unlogisch, wenn es solche Technik nicht auch bei Raumschiffen geben würde. Zumal Books Schiff gar nicht außergewöhnlich ist. Im Laufe der Staffel haben wir insbesondere beim Zusammentreffen mit der Smaragdkette diverse solcher Raumschiffe gesehen. Das nennt man Science Fiction und was wollte man denn bitte sehen? Etwa die Technik aus TNG, die in vielen Bereichen beim Dreh der Serie zwar SciFi war, aber inzwischen Gegenwart ist und somit im 24. Jahrhundert eigentlich so innovativ sein dürfte wie heute eine Dampfmaschine?

    Ich hoffe die Macher der Serie blenden Hate aus und ziehen ihr Ding durch. Besonders in Anbetracht der Tatsache, dass in Discovery mehr Roddenberry steckt als in den Berman/Piller-Serien.

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      Alex1605 · 8. Januar 2021 um 16:51

      @Hater…??:
      Bei den Turboliftkapseln ging es um die “irrsinnigen” räumlichen Dimensionen die gezeigt wurden. Die Disco hat eine Höhe von unter 100m und eine Gesamtlänge von 300m??
      In diesem Liftszenen scheint sie Kilometerlang zu sein???

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        Frank · 8. Januar 2021 um 23:10

        … warum hängen sich alle so bei den Turboliften auf? Ja, der Bereich ist groß/breit. Ich war selbst schon an Bord der Flugzeugträger USS Hornet und USS Intrepid (beide Museen), die wenn ich nicht irre, in den 1940ern gebaute wurden und immer wieder Upgrades erhalten haben. Und wenn man da jemals mal im Hangardeck (die Ebene unter Startbahn) gestanden hat, das sich quasi über die ganze Breite und länge des Schiffes erstreckt wirkt man genauso klein und verloren wie so eine Liftkapsel in dem Liftschacht. Das passt subjektiv sehr gut von Breitenverhältnis zur gezeigten Schachtbreite der Discovery überein. Und die Flugzeugträger waren auch nicht “absurd breit/lang”.
        Meine Frau und ich fanden das ein tolles Finale einer wirklich tollen Staffel. Aus unserer Sicht die beste Season bisher! Wir freuen uns schon sehr auf die 4. Season!

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          Frank · 8. Januar 2021 um 23:18

          Nachtrag: falls es gestattet ist hier als Beispiel ein Link zu einem historischen Foto des Hangardecks der USS Hornet, dass das von mir beschriebene gut einfängt: https://i.ebayimg.com/images/g/lIsAAOSwal5YGXow/s-l400.jpg

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          Alex1605 · 9. Januar 2021 um 10:42

          @Frank: Ein Flugzeugträger ist über 300m lang und ca. 80 m breit. Der ist aber ein langer Zylinder. Die Disco hat maximal 180 Bereite (Untertasse, voll von Decks) und 70 m Höhe (Vebindungszylinder zu den unteren Decks). D.h. geometrisch lassen sich weder die Längen dieser Szenen noch das Volumen abbilden.
          https://m.youtube.com/watch?v=75Pp-Hele7M
          Mal anschauen!

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          Flo · 10. Januar 2021 um 3:14

          Warum sich alle daran aufhängen?? Weil dese Szene einfach nur eine Beleidigung für wirklich jeden war, dem eine eine gewisse Glaubwürdigkeit wichtig ist.. oder auch nur Kohärenz in sich, was Technologie/technische Machbarkeit sowie Größenverhältnmisse innerhalb dieser leider mittlerweise nicht mehr Science-Fiction, sonder eher Science-Fantasy Welt, die sich Star trek nennt.

          Die schieren Ausmaße dieses Turbolift-“Systems” waren einfach nur lächerlich, grerade zu grotesk “out of scale”.
          Die Discovery soll etwa 750 meter lang sein, ein großer Teil davon ist aber den sehr langen Warp-Gondeln geschuldet – die Hülle selbst ist wohl eher 450 meter lang. Davon die Hälfte (225m) und man hat etwa die hälfte der “secondary Hull”, des Hauptrumpfes. Davon kann man dann nochmal gut 50 meter für das Sehr große Hangardeck abziehen. Bleiben also ca. 175m länge übrig…
          175m!!! Und darin soll sich nur dieser völlig schwachsinnige, gigantische Hohlraum befinden, der uns als Turbolift-Schacht verkauft wurde? Diese unglaubliche Verschwendung von Innenraum in einem Raumschiff, in dem schon rein logischerweise kein einziger Kubikmeter verschwendet werden sollte, weil es das Schiff nur unnötig groß und Kosten/Materialintensiv in der herstellung machen würde?!
          Völlig unmöglich – das was man in den betreffenden Szenen sieht, wirkte eher wie zig hunderte Meter in alle Himmelsrichtungen, nicht zuletzt auch vertikal… Wobei die Discovery in der vertikalen tatsächlich wohl nicht mal 100m misst, sie ist ja äusserst “flach” von der Seite betrachet. In dieser fürchterlichen Szene reicht die höhe jedoch aus, der der zu tode stürzende Bösewich sich sicherlich gut mit einem Fallschirm hätte retten können(!!!)

          Von der völligen Schwachsinnigkeit der Konstruktion an sich mal abgesehen müsste die Discovery somit nicht nur völlig hohl sein, sonder ein Innenvolumen haben das zig mal so groß ist wie das was tatsächlich in ihre Hülle passt!

          Start Trek ist nicht zuletzt deswegen eine Welt in die man gerne eintaucht um die Realität für eine Weile zu vergessen, weil es sich trotz all der teilweise fantastisch anmutenden Zukunftstechnologie immer um eine Welt gehandelt hat, die (technisch) in sich glaubwürdig und stimmig war, in der es grundlegende Gesetzmäßigkeiten, Limitierungen, und Möglichkeiten gab, die das ganze zusammengehalöen haben.

          In “Discovery” – so wie auch in “Picard” wurde sehr viele davon leider völlig über Bord geworfen, und so die Star trek typische Immersion zu großen Teile zerstört.
          Das es dieser Schwachsinn so in die Serie geschafft hat ist einfach nur traurig zu sehen.

          Um auf deinen Flugzeugträger Vergleich einzugehen: Das Hangardeck ist dort in der Tat riesig, und man fühlt sich verloren… Das liegt aber selbstverständlich daran, das dieser Platz dort für unterbringung und wartung der an bord befindlichen Flugzeuge einfach nötig ist! Weniger geht nicht!
          Tatsächlich ist Platz auf so einem Schiff absolute Mangelware, jede noch so kleine Ecke wird für irgendetwas genutzt. Denn jeder verschwendete Kubikmeter würde das Schiff nur unnögig groß, teuer und ineffizient machen.
          Und das würde sich auch in einer entfernten Zukunft nicht ändern!

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      Alex Foster · 8. Januar 2021 um 17:31

      Interessante Auffassung. Nun, es lässt sich über Geschmack eh nicht streiten. … Es lässt sich aber auch einfach viel Schön reden. Das ist schlicht meine Meinung und ich bin Star Trek Fan seit meiner Kindheit und ein sehr positiver und allseits interessierter Mensch. Ich “hate” nicht. Mir gefällt nur einfach die Serie nicht und bringe das zum Ausdruck.

      Kritik soll Substanz haben: gut, dann unternehme ich mal den Versuch einer substanziellen Kritik:

      Zunächst besteht für mich ein Hauptproblem darin, dass die Serie von Anfang an mit dem Canon in visueller und handlungstechnischer Hinsicht bricht. Dadurch funktioniert die Prämisse der Serie nicht. Es ist überhaupt nicht klar, was die Prämisse, die Quintessenz, wenn man so will, überhaupt sein soll. Es macht keinen Sinn, eine Serie 10 Jahre vor Kirk und Co. anzusetzen und damit großartig zu werben, ohne diese spezifische Epoche in Star Trek glaubwürdig abzubilden.

      Star Trek hat von TOS bis ENT ein weitgehend sehr zusammenhängendes und kohärentes Serienuniversum erschaffen. Als Fan hat man sich in diese Welt ganz einfach verliebt und ich hätte mir sehr gewünscht, etwas vom TOS Geist in der Serie zu entdecken. Das fand ich leider nicht. Visuell knüpft die Serie einfach nicht an die bisherige Star Trek Welt an. Und ich rede hier nicht nur von Uniformen, Klingonen und Co. Es geht auch um Schiffsdesigns, um logische Technik, um das Gefühl von Funktionalität und um ein Gefühl für den Weltraum.
      Visuell fand ich die Serie von der ersten Folge an nicht ansprechend. Keine schönen Schiffsdesigns, nichts, was in die Zeit passt, keine bekannten Effekte, die auch einer funktionalen Technik zuzuordnen sind und der Weltraum sieht irgendwie nach Computergrafik aus. Das konnte Star Trek schon viel besser. Mir sind die visuellen Einflüsse von Star Wars zu dominant. Wenn ich das haben will, ducke ich Star Wars. Bei ST erwarte ich mir etwas anders.

      Die Geschichten sind ein Aufguss. Es fehlt Innovation, man tut aber so, als wäre alles irgendwie neu und innovativ. Um das, was Star Trek immer ausgemacht hat, geht es nur mehr sehr am Rande. Forschung, neue Welten entdecken etc. wurde zu gut 80% durch stupide Action ersetzt.
      Soziale Konflikte streift die Serie höchstens andeutungsweise.

      Charaktertechnisch ist die Serie auf Burnham zugeschnitten. Sie ist die einzige zentrale Figur um die sich alles dreht. Alle anderen sind im Grunde Nebendarsteller, fast schon Statisten. Burnham selbst ist für mich eine höchstgradig unglaubwürdige Figur. Hoch emotional, bis ins Unrationale gesteigert. Ihre Figur ist im Grunde ein soziophatischer Egomane, was sie bereits in der Pilotfolge mit ihrer “Meuterei” unter Beweis stellt. Der Aufbau der Serie unterstützt diese Egomanie dieser Figur auch noch, zentriert jegliches Problem- und Lösungsbewusstsein auf die Figur Michael Burnham und lässt sie sakrosankt erscheinen. Der/Die Captains waren immer sehr zentrale Figuren in Star Trek um nicht zu sagen, moralische Vorbilder. Es waren Charaktere mit Tiefgang, Schwächen, der Fähigkeit zur Selbstreflexion, Empathie und sozialer Intelligenz. Keiner von ihnen war ein Übermensch, sondern gerade zu menschlich. Alle hatten sie eine soziale Herkunft, mit der man sich als Zuseher identifizieren konnte. Das gilt auch für die übrigen Charaktere in den Serien.

      Burnham wird schon alleine durch ihre Beziehung zu Spock in der Welt von Star Trek zum Außergewöhnlichen erhoben.
      Von den anderen Charakteren wissen wir im Grunde nach drei Staffeln nichts. Einzig nur Saru hat so etwas wie eine Entwicklung und die Überwindung einer Backstorywound durchgemacht.
      Weder von Tilly, Stamets und dem Rest wissen wir etwas über deren Vergangenheit und über ihre Hintergründe. Sie bleiben platt, zweidimensional.

      Einziger Lichtblick war für mich in der 2. Staffel Cpt. Pike.

      Ich kann bisher daher weder etwas mit den Charakteren anfangen, noch begeistern mich die Geschichten, die mir zu stupid actionlastig sind und mich intellektuell in keinster Weise fordern. Wer Action mag, wird wahrscheinlich auch Discovery mögen. Für mich fühlt sich die Serie schlicht nicht wie Star Trek an, sondern wie X-beliebiges Hollywood Actionkino mit flacher Handlung, markigen Sprüchen und teuren Effekten. Es fehlt der Geist.

      Roddenberry steckt in dieser Serie für mich definitiv nicht drinnen. Wo auch? Feminismus, LTGBQ, Diversity??? Hatten wir alles schon besser, unaufgeregter und reflektierter in anderen ST Serien.

      Es freut mich, wenn die Serie jemanden Spaß macht. Soll so sein. Für mich scheitert sie an meinen Ansprüchen an eine Star Trek Serie und auch generell scheitert sie für mich ganz allgemein am Niveau, das ich von einer HighEnd Serie derzeit erwarten kann.

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        Torim2010 · 9. Januar 2021 um 2:58

        Um zu verstehen wo das Problem bei Discovery liegt muss man auch den Willen besitzen dies verstehen zu wollen.

        Um zu verstehen was ich an Discovery so extrem schlecht und schlimm finde muss man sich nur mal Cobra Kai ansehen.
        Ist die Serie perfekt? Ist die Serie nicht kitschig? Ist die Moral zu jeder Zeit zu 100% perfekt? Nein.
        Wo ist also der Unterschied?
        Den Machern war es wichtig die Geschichte tiefer zu betrachten aber auch nicht das was Karate Kid ausgemacht hat gänzlich zu ignorieren.

        Discovery macht genau das Gegenteil.
        Man nutzt zwar Symbole und Namen ist aber Inhaltlich nicht mehr in der Lage an das bekannte Star Trek anzuknüpfen.

        Versteht mich nicht falsch ich mag oder mochte auch Star Wars, Stirb langsam, Hellboy und Co. aber ich will das nicht in Star Trek sehen.

        Grundsätzliche Unverständnis für Technologie und Wissenschaft ist für Star Trek nicht passend und beleidigt die Werte die Star Trek groß gemacht haben.

        Ja Kurzman und Co haben damit nicht angefangen und waren auch nicht die ersten die Star Trek in diese Richtung gelenkt haben.
        Aber sie bringen dies auf ein ganz neues Level.

        Osyraa wird in 3 Sätzen ein Hintergrund verpasst von dem man vorher nichts gehört oder gesehen hat.
        Zeitreisen sind zwar verboten aber es scheint niemand wirklich gegen diese was zu haben.
        Die Sternenflotte zweifelt die Echtheit der Discovery an die Vulkanier rollen nur wegen der Erwähnung von M.B. den roten Teppich aus.
        Dilithium ist eigentlich nur dafür da Antimaterie zu speichern und hat mit dem eigentlichen Antrieb nicht viel zu tun.
        Außerdem geben diese Kristalle keine Strahlung ab.
        Diese Liste lässt sich ewig weiterführen.

        Disco ist Unterhaltung für Leute die Knall Bumm Unterhaltung ohne Handlung mögen.
        Das ist alles nur kein Star Trek.

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        Flo · 10. Januar 2021 um 3:16

        Gut gesagt!

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      Ben van der Linde · 9. Januar 2021 um 19:52

      Die dauernde “Burnham” und Kurtzman Kritik von den immer gleichen 6-7 Usern darf man nicht überbewerten. Ich lese und schreibe viel in den USA Foren zbsp. auf Trek BBS da ist die Mehrzahl der User eher positiv eingestellt wenn es um STD geht. Ich kann nicht sagen dass ich der größte Fan von DSC bin aber mir hat diese Staffel noch am besten gefallen. Ich hoffe der Fokus der Staffel 4 liegt darauf das die Crew endlich Hoffnung in ehemalige Föderationswelten bringt.

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Alex1605 · 8. Januar 2021 um 15:02

Danke für die Rezension, trifft es ganz gut. Bis auf den Vergleich mit „Mando“. Der liefert Star Wars mit einem Staffel-Durchschnitt von sagenhaften 9,0 (von 10) bei IMDb. Diese dritte Staffel hat einen Schnitt von 6,7 und liefert????? Auf jeden Fall eine der schlechtesten Staffeln einer Star Trek Serie.
Die Folge hatte die typischen Mängel dieser Staffel, was eine Vergeudung guter Bildern und guter Musik. Für mich ist das der Schlussstrich, ich steige bei STD aus, auch wenn Star Trek „draufsteht“.

Gute Bilder und Musik, A/B Klasse Action aber Beliebigkeit der Charakter und Handlung. Keine Identifikation mit den Figuren, kein „heimliches“ Star Trek Gefühl im „Matriarchalisch-feministisch-diversen-Girly-Kosmos“, oft Soap-Niveau und nun auch der Super Gau bei B. (will nicht spoilern)!! Ich wünsch allen viel Spaß damit, denen es gefällt.
Ich selbst freue mich auf PIC mit JL und bin gespannt auf Lower Decks und SNW.
Lebet lang und mit Spaß an “eurem” Star Trek!

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Sören · 8. Januar 2021 um 17:47

In der Hoffnung das alle guten Dinge drei wären, ging ich mit gemischten Erwartungen in diese dritte Staffel Star Trek Discovery. Staffel 1 fand ich deutlich ausbaufähig, Staffel 2 hatte sehr gute Momente, hat aber das große Ganze aber für mich nicht zufriedenstellend auflösen können und viel Potenzial liegen lassen. Die Dritte Staffel setzte in Teilen gute Entwicklungen aus Staffel 2 fort, wurde aber in Summe nicht besser. Obgleich fast jede Folge fast eine Stunde Handlung erzählen durfte, wechselten die Autoren für meinen Geschmack zu häufig den Fokus auf was Sie eigentlich erzählten wollten und was wirklich wichtig ist. So wirkt auf mich die Welt des 32. Jahrhunderts sehr leer, da wir sehr wenig an die Hand bekommen haben, was das Worldbuilding in unseren Köpfen unterstützt. Zusätzlich leidet die Serie daran, dass die Autoren zu hastig sind. Hinter dem zugegebenermaßen wunderschön anzuschauenden Bombast, ist man zu ungeduldig und löst des billigen Knalleffekts wegen Handlungsstränge viel zu schnell auf und nimmt sich wenig Zeit für die Tiefe. Kurzum: Es war nett anzuschauen, aber es bleibt nicht haften und ich habe auch nach diesen 13 Folgen nicht Lust auf mehr. Schade Discovery, denn das Potenzial war da und wurde erneut nicht genutzt.

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Dominion · 8. Januar 2021 um 19:12

Ich fand die Folge Recht gut. 4,5 von 6 Sternen… 🙂
Mehr erst im nächsten Review hier wo man Spoilern darf…

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John Doe · 9. Januar 2021 um 17:16

Staffel 1 mochte ich nicht wirklich, habe aber Potential gesehen und mich deshalb auf die zweite Staffel gefreut.
Staffel 2 fing vielversprechend an, wurde aber ab der Hälfte zu einem konfusen Klumpatsch.
Staffel 3 habe ich eine Chance gegeben, wurde aber arg enttäuscht. Eine einzige Grütze mMn. Zum Schluss habe ich nur noch geschaut, weil ich gespannt war, was der Brand eigentlich ist. Die Auflösung war dann ja wohl eine freche Zumutung. Die galaktische Zivilisation beinahe ausgerottet, weil jemand emotionale Probleme hat? Aber passt auch zu DSC.
Man kann über PIC denken, was man will, aber zumindest hatte es eine Story, der man gut folgen konnte. DSC habe ich jetzt erstmal für mich abgeschrieben. Wenn ich nicht irgendwann eine Rezension lese, dass Staffel 4 alles anders gemacht und alle Mängel beseitigt hat, dann habe ich auch kein Interesse mehr daran.

Trekbarometer Umfrage – Star Trek Discovery (3×13) “Ein Zeichen der Hoffnung, Teil 2” - Communicator - Star Trek Podcasts · 8. Januar 2021 um 12:06

[…] zum Staffelfinale hat Christopher vom TrekZone Network, wie jeden Freitag, eine spoilerfreie Kurzrezension geschrieben. Wenn auch die letzte zu dritten Staffel Star Trek Discovery. Ein Blick darein lohnt […]

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