In unserer Review sehen wir uns die 11. Folge der neuen Jan Tenner-Serie an. Aber Achtung, Spoiler!

Das Cover

Das Cover dieser Ausgabe ist ein kleines Kuriosum. Denn es gibt ZWEI Cover.

Meine CD weist Tanja umringt von den Schattenninjas auf, die sie mit ihren Telepathiekräften wegschleudert. Anscheinend war das ein älteres Cover, denn bei Amazon sind die Titelbilder inzwischen ausgetauscht worden. Hier sieht man das Team Jan Junior, Tanja, Futura und Mimo vor der Erde schweben, im Hintergrund der Silbervogel.

Beide Cover sind gewohnt gut gezeichnet, rein persönlich gefällt mir aber das ältere Cover besser, einfach, weil da mehr “Pepp” dahintersteckt. Das Jan Tenner-Team vor der Erde oder einem anderen Hintergrund gab es einfach schon zu oft. Zudem passiert hier nichts Großes, während auf dem ersten Bild eben Tanja in voller Action zuschlägt. Ja, es ist sicherlich auch Geschmackssache an dieser Stelle, weswegen man sich jetzt nicht daran aufhängen sollte.

Das alte Cover von Jan Tenner 11

 

 

 

 

 

 

 

 

Als Comic liegt diesmal der “Stein der Macht” bei, die vorletzte Ausgabe der damals erschienenen Geschichten. In der nächsten Ausgabe wird es dann vermutlich der letzte Comic, die “Befreiung der Erde” sein.

Die Story

Im Vergleich zu den Vorgängern fällt “Tanjas großer Kampf” wieder etwas ab. Sprechertechnisch kann man dabei nicht meckern, hier wird wieder durch die Bank weg eine gute Figur gemacht, aber das muss ja nicht mehr extra erwähnt werden.

Wie der Titel der Folge schon sagt, dreht sich eben alles um Tanja, die zu Anfang gleich in den Kampf geholt wird und zusammen mit Logar gegen das Nichts kämpft. Das ist dann auch etwas der Haken an der Story, denn für Jan und die anderen gibt es nur wenig zu tun. Immerhin gibt es den einen oder anderen schönen Dialog, wobei es aber auch die ein oder andere Merkwürdigkeit gibt, die man nach dem Vorgänger eigentlich schon verschwunden glaubte (ihr erinnert euch an die etwas wirre Story über die Hohen?).

Dass das Universum als eine Art Lebewesen durchgeht, ist nämlich schon wieder schwerer zu verdauen, wird dann aber zum Glück nicht näher ausgeführt, auch wenn Zweistein und Futura noch etwas über die Weltenformel sinnieren. Überhaupt wirkt die Folge ein wenig so, als müsste man große Teile davon füllen, weil man sonst gleich zum großen Knall hätte springen können.

So rufen Jan und Co etwa nach Tanja, auf dass diese sie später mit in die Schlacht holt. Sie wurde zu Anfang quasi weggebeamt, zugegeben, aber dass sie dann zurückkehrt und die anderen holt, hätte man auch gleich mit einbauen können. Zudem ist es auch nicht hilfreich, dass der Kampf zumeist im Off stattfindet. Tanja und Logar, und später Laura, beschreiben zwar, was passiert oder passiert ist, im Grunde ist Tanja aber nur damit beschäftigt, die Kinder des Nichts wieder zurück zu transferieren.

Das neue Cover von Jan Tenner 11 (Bild: Amazon/Zauberstern)

An der Stelle muss man aber auch fair sein: Man hat in einem Hörspiel nicht die Möglichkeit eines Fernsehers und kann große Schlachten nicht bildgewaltig präsentieren. Hier ist man eben auf die Stimmen und Beschreibungen der Sprecher angewiesen. Und auch wenn man sich Mühe gibt, ist an der Stelle spannungstechnisch halt leider etwas “wenig” zu holen.

Auch die Auflösung kommt dann etwas zu plötzlich. Denn die Hohen greifen ein und löschen das Nichts endgültig aus. Zu “sehen”, respektive “hören”, bekommen wir die aber (noch) nicht, weswegen die “erzählte” Auflösung mich an der Stelle halt auch nicht so packen konnte. Immerhin, die Bühne für das große Finale ist bereitet und wir werden sehen, was sich auf der Erde tut, wenn die nächste Folge erscheint.

Denn wir erinnern uns: Die Erde ist ja eigentlich von Fremden besetzt worden. Setup genug für das Finale.

Fazit

Storytechnisch kann diese Folge nicht ganz an die vorherigen anknüpfen, was gar nicht einmal daran liegt, dass hier seltsame Erklärungen hinein spielen, sondern, dass man die stattfindende Schlacht nicht adäquat bzw. mit entsprechendem Tempo umsetzen kann. Das ist zugegeben in einem Hörspiel auch schwierig umzusetzen, aber man gibt sich hier schon Mühe, weswegen die Folge dann durchaus noch akzeptabel ist.

Bewertung 3 out of 5 stars (3 / 5)


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Thomas Götz

Seitdem er 1985 zum Ersten Mal Episode IV sah und ausrief "Aber das heisst doch, Vader ist Lukes Vater" ist Tom der Science Fiction verfallen. Star Trek Fan wurde er, wie viele seiner Kollegen, 1990 mit "The Next Generation" in Deutschland. Seine ersten Buchrezensionen zu Star Trek Büchern erschienen schon 1995 im Alter von 16 Jahren im Star Trek Fanclub. Seit 2006 schreibt er auch Online Rezensionen (ab 2009 Trekzone-Exklusiv) und hat kürzlich seine 2000.Rezension veröffentlicht.

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