Im 67. Band geht es actionreich weiter. Wir sehen uns an, wie genau.

Inhalt (Klappentext):

Das Comic-Meisterwerk „Das dunkle Herz der Sith“ um den wohl bekanntesten Bösewicht der Filmgeschichte lässt den Leser immer tiefer in Darth Vaders Vergangenheit eintauchen.

Star Wars 67 (Panini)

Star Wars 67

Kritik

Die Zeichnungen im neuen Star Wars-Band lassen wieder keine Wünsche offen und auch, wenn viele Monster vorkommen, wirken auch die Charaktere plastisch genug, um mit ihnen mitfiebern zu können. Die erwähnten Monster deuten natürlich auf die ein oder andere Kampfszene in diesem Band hin. Die sind kurz und knackig und ebenfalls detailreich.

Wurde im letzten Band bereits gut auf die Referenzdrüse gedrückt, so wird die Schlagzahl in diesem Band nochmals erhöht. Wir kehren nach Naboo zurück und sehen einige Szenen aus vergangenen Filmen. Hinzu kommen mit Tyho und Ric Olié altbekannte Charaktere (zumindest für Fans) die eine größere Rolle in diesem Band einnehmen. In den Legends sind diese ja teilweise schon verstorben, nun haben sie quasi ihren kanonischen Zusammenstoß mit Vader. Und auch hier werden nicht alle überleben, soviel darf an dieser Stelle gespoilert werden.

Apropos Überlebende: Vader tritt in diesem Band gegen eine ganze Reihe von Zofen an. Da müsste man glatt mal nachschauen, ob diese wirklich alle noch am Leben waren zu jener Zeit. Doch davon abgesehen beginnt die Geschichte zunächst recht versöhnlich. Denn zusammen mit Sabé und Tycho geht es in die Tiefen des Ozeans auf der Suche nach Spuren zu Padmé. Zunächst denkt man dabei noch, dass die Zusammenarbeit recht gut funktioniert und Vader gerät das ein oder andere Mal ins Grübeln, wenn Anakin erwähnt wird. Hier kommt durchaus etwas von der inneren Zerrissenheit durch.

Ob man als Mensch allerdings wirklich so lange unter Wasser überleben kann, wie hier dargestellt, ist eine andere Frage. Und was ist mit Vaders Rüstung? Immerhin wird eine Legends-Frage wieder kanonisch, denn Lichtschwerter funktionieren auch unter Wasser. Im Anschluss wird auch der Leser, genau wie Vader, aufs Glatteis geführt. Denn nichts ist hier wie man denkt und der leicht überraschende Twist soll hier nicht gespoilert werden.

Ein bisschen verliert sich die beeindruckenden Szene allerdings dadurch, dass jedem klar ist, dass Vader das Attentat überlebt und dass auch ein Monster ihn nicht aufhalten kann. Das Klischee des Monsters, das einen Menschen frisst, der sich dann aus dessen Bauch schneidet eben. Da hat man schon Besseres gesehen – aber zugegeben, beeindruckend ist es allemal. Immerhin tauchen die erwähnten Monster aus Episode I wieder auf.

Am Ende hat man mit dem Besuch von Amidalas Grab noch das ein oder andere in Petto, das aber nicht mehr aufgelöst wird. Hier muss man wohl auf die Fortsetzung warten.

Fazit

Trotz einiger klischeebehafteter Szenen, wird hier vor allem durch die Referenzen an frühere Filme Fanservice großgeschrieben. Der Band ist gelungen und macht Lust auf den nächsten Teil.

4 out of 5 stars (4 / 5)
Information: Ein Exemplar dieser Ausgabe wurde dem Autor vom Verlag zum Zwecke der Rezension kostenlos überlassen.

Quick-Infos

Autor: Greg Pak
Zeichner: Raffaele Iceno
Originaltitel: Star Wars – Darth Vader: Dark Heart of the Sith 3, 4
Jahr der Veröffentlichung (Original): 2020
Übersetzer: Michael Nagula
Seitenanzahl: 64
Preis: 4,99.- Euro
Verlag: Panini

Thomas Götz

Seitdem er 1985 zum Ersten Mal Episode IV sah und ausrief "Aber das heisst doch, Vader ist Lukes Vater" ist Tom der Science Fiction verfallen. Star Trek Fan wurde er, wie viele seiner Kollegen, 1990 mit "The Next Generation" in Deutschland. Seine ersten Buchrezensionen zu Star Trek Büchern erschienen schon 1995 im Alter von 16 Jahren im Star Trek Fanclub. Seit 2006 schreibt er auch Online Rezensionen (ab 2009 Trekzone-Exklusiv) und hat kürzlich seine 2000.Rezension veröffentlicht.

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