Der Jugendroman zur neuen Serie. Ob da auch neue Szenen drin sind? Sehen wir es uns an.

Inhalt (Klappentext):

Nach dem Untergang des Imperiums, aber noch vor dem Aufstieg der Ersten Ordnung, kämpft sich ein einsamer Kopfgeldjäger, der nur als der Mandalorianer bekannt ist, durch die äußeren Regionen der Galaxis. Als sich seine neueste Zielperson als kleines Kind entpuppt, beschließt der Mandalorianer, dieses Kind zu beschützen – und zwar um jeden Preis! Der actiongeladene Roman zur ersten Staffel der erfolgreichen TV-Serie. MIT FARBIGEN FOTOSEITEN

The Mandalorian (Jugendroman)(Panini)

The Mandalorian (Jugendroman)

Kritik

Obwohl kommende Bücher zur „Mandalorian“-Serie erstmal eingestellt wurden, hat es der Jugendroman von Joe Schreiber nun auch auf Deutsch geschafft. Dabei lässt der Untertitel „Jugendroman“ schon darauf schließen, wie die Gangart der Geschichte sein wird. Tatsächlich ist die Handlung denn auch eher leichtgängig zu lesen.

Wobei man beim Thema Handlung auch aufpassen muss, denn im Grunde ist der Roman eine Zusammenfassung der ersten Staffel von „Mandalorian“. Jede einzelne Folge wird dabei nacherzählt, wobei einzelne Abschnitte, wie etwa die actionreicheren, etwas gekürzt und meist auf wenige Sätze heruntergebrochen worden sind. Verständlich ist das zwar durchaus, immerhin bietet ein Buch eben nicht die Optik eines Schirms, richtig dick wird das Buch dadurch aber auch nicht. Das ist bei Jugendromanen allerdings auch wieder nicht ungewöhnlich, die sich ja auch bei Star Wars meist im Rahmen um die 200 Seiten bewegt haben.

Auch hier wird die Handlung auf etwa 200 Seiten nacherzählt, jede Episode hat dabei ca. 30 Seiten, manchmal etwas mehr, manchmal etwas weniger. Für große Verschnörkelungen bleibt also gar keine Zeit und wer etwa erweiterte Szenen oder ähnliches erhofft hat, der wird hier ebenso in die sprichwörtliche Röhre gucken. Auch auf der Charakterebene hat man zwar ab und an das Gedankenspiel der beteiligten Figuren beschrieben, auch das folgt aber stringent der Serienhandlung und lässt stellenweise etwas Tiefgang vermissen.

Nun war (bzw. ist) „The Mandalorian“ nicht unbedingt die Serie mit dem besten Tiefgang. Im Grunde läuft jede Folge nach dem gleichen Schema F ab, was man dann eben auch in Buchform deutlich merkt, wenn der Mando einfach von Arbeit zu Arbeit flitzt. Trotz einiger farbiger Bilder aus der Serie als kleinen Bonus werden vor allem Hardcore-Fans hier wenig Neues finden. Auch für einen Jugendroman wäre hier das ein oder andere an „Mehrwert“ drin gewesen.

Was bleibt ist eine Geschichte, die eben wirklich nur für die Kleinen geeignet ist, die jede Info zur Serie aufsaugen oder eben nochmal die Abenteuer des Mandos in Buchform verfolgen wollen. Nicht das Schlechteste, aber eben auch nichts Herausragendes.

Fazit

Man mag sicher drüber streiten können, ob diese Vermarktung (andere sagen auch das „Melken“ des Franchise) in Form von Jugendromanen, Comics, echten Romanen, Jugendcomics und was nicht noch alles zu einzelnen Star Wars-Publikationen erscheint, gerechtfertigt ist (habe ich ja auch schon oft genug getan) oder sich irgendwann Übersättigung einstellt. Da der Mando aber recht beliebt ist, wird auch dieses Buch sicher seine Abnehmer finden. Wer seinen Kleinen etwas Gutes tun will (oder diese unbedingt das Buch haben wollen) kann hier aber sicher nichts verkehrt machen.

3 out of 5 stars (3 / 5)
Information: Ein Exemplar dieser Ausgabe wurde dem Autor vom Verlag zum Zwecke der Rezension kostenlos überlassen.

Quick-Infos

Autor: Joe Schreiber
Originaltitel: The Mandalorian Junior Novel
Jahr der Veröffentlichung (Original): 2021
Übersetzer: Andreas Kasprzak
Seitenanzahl: 205
Preis: 13.- Euro
ISBN: 978-3-8332-4013-3
Verlag: Panini

Thomas Götz

Seitdem er 1985 zum Ersten Mal Episode IV sah und ausrief "Aber das heisst doch, Vader ist Lukes Vater" ist Tom der Science Fiction verfallen. Star Trek Fan wurde er, wie viele seiner Kollegen, 1990 mit "The Next Generation" in Deutschland. Seine ersten Buchrezensionen zu Star Trek Büchern erschienen schon 1995 im Alter von 16 Jahren im Star Trek Fanclub. Seit 2006 schreibt er auch Online Rezensionen (ab 2009 Trekzone-Exklusiv) und hat kürzlich seine 2000.Rezension veröffentlicht.

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