Wir sehen uns das erste Modell aus der Universe-Collection im Detail an und zeigen erstmals auch ein Unboxing Video.

Die Star Trek Universe Collection

Beginnend im April startet mit der “Universe Collection” die Nachfolgereihe zur Discovery-Collection bei Eaglemoss. Diese Reihe wird Raumschiffe aus allen künftigen “New Trek”-Serien enthalten, also “Discovery” Staffel 3, “Picard”, “Lower Decks” und alles, was da noch kommen mag. Dies ist durchaus sinnig, ist man so doch vom Label einer reinen Discovery-Reihe befreit und kann nun auch alle anderen Schiffe bringen.

Startet im April: Die neue Universe-Collection von Eaglemoss. Inzwischen auch mit dem Hinweis, dass es sich um ein offizielles Lizenzprodukt handelt.

Wer nun denkt, er muss dann tiefer in die Tasche greifen, der sei an dieser Stelle beruhigt: Die neue Collection wird 44,99 € pro Schiff kosten, und damit genauso viel wie die Discovery-Sammlung. Da letztere durch diese ersetzt wird, geht es quasi nahtlos zum gleichen Preis weiter. Wer abonniert, bekommt dabei nicht nur wieder ein paar Geschenke (in Form von Goodies wie einer Tasse oder gar ein weiteres Modell), die erste Ausgabe, die “La Sirena” (die wir unten besprechen) gibt es dann sogar zum Vorzugspreis für 14,99 €. Und wer sogar bis 1. April vorbestellt, der soll weitere Rabatte auf (ausgewählte) künftige Modelle bekommen. Etwas Ähnliches gab es ja schon bei der Discovery-Collection, hier hatten Abonnenten die Modelle ja fünf Euro günstiger bekommen.

Die Modelle selbst sind dabei im Discovery Collection-typischen Großformat gehalten, sprich: jedes Modell hat eine Länge von ca. 20 Zentimetern. Sie unterscheiden sich damit weiterhin von der “klassischen” Sammlung (TOS bis VOY) , denn dort sind die Modelle nur etwa halb so lang. Was den Detailreichtum und auch die Anzahl der Modelle angeht, so hat sich Eaglemoss noch nie lumpen lassen und teilweise auch Schiffe aus Büchern, wie die Titan (zumindest war sie bei ihrem Erscheinen noch Buch-Exklusiv) oder sogar eine “Star Trek Online Collection” gebracht.

Es wird also die nächsten Jahre nicht an Nachschub mangeln. Und wer nun einen kleinen Schock erhält, weil er die Discovery auf dem Promoplakat sieht und denkt, der sollte nochmal genau hinschauen: Es handelt sich dabei um die Discovery-A aus der aktuellen dritten Staffel, man erhält also nicht bereits vorhandene Modelle doppelt, sondern es geht wirklich mit neuen Schiffen weiter. Und ich gebe zu, ich bin gespannt, wie Eaglemoss die Modelle des 32.Jahrhunderts mit den frei schwebenden Warpgondeln umsetzen wird.

Das erste Modell: La Sirena

Genug der einleitenden Worte, starten wir nun also mit einem Blick auf Ausgabe 1 der Universe Collection mit der La Sirena. Dazu haben wir uns auch erstmals an einem Unboxing-Video versucht, das wir nicht vorenthalten wollen.

Das Heft

La Sirena: Begleitheft (Eaglemoss)

Wie bei den Eaglemoss-Reihen üblich, liegt auch der La Sirena wieder ein Magazin bei. Hier werden sowohl In-Universe-Hintergründe als auch Designstudien dargestellt. Ersterer Teil erweist sich dabei leider erneut als etwas dürftig. Außer, dass die La Sirena ein umgebauter Frachter mit einigen Extras ist, erfährt man leider nicht viel. Kanon-Puristen erfahren immerhin noch den Namen der Schiffsklasse: Kaplan F17. Durchaus etwas ungewöhnlich.

Die Designstudien sind dann schon etwas ausführlicher geraten und auch interessanter. Hier wird z.B. beschrieben, dass man ursprünglich von einem spinnenartigen Design ausging, bevor man sich vom typischen Föderationsdesign verabschiedete und die bekannte Form annahm. Es gibt wie immer Skizzen von Prototypen mit unterschiedlichen Farbvarianten zu sehen. Nettes Detail am Rande: Scheinbar musste auch Patrick Stewart, als Mit-Produzent, sein OK zu dem Schiff geben. Zumindest wird erwähnt, dass man ihm das finale Design vorgelegt hatte.

Und wer noch mehr ins Detail gehen will, der findet die Info, dass an der Nase der Sirena Meerjungfrauen aufgesprüht sind (eben, um dem Namen alle Ehre zu machen). Bewusst könnte ich mich gar nicht mehr an die Serie erinnern bzw. daran, dies dort wahrgenommen zu haben. Bei genauerem Hinsehen, ist die Figur auch beim Modell vorhanden, sie ist allerdings so klein, dass man sie nicht mehr wirklich als Meerjungfrau identifizieren kann. So oder so aber ein nettes Detail.

Seitenansicht der La Sirena. Die Meerjungfrau ist beim Pfeil. Wer hätt’s gewusst? (Modell: Eaglemoss)

Es wird übrigens auch ein XXL-Modell der La Sirena geben. Ob die Meerjungfrau dort besser zu sehen sein wird, kann ich an dieser Stelle allerdings nicht beantworten.

Das Modell

Das Modell selbst kommt im üblichen Stil daher, sprich: es wirkt recht solide und hält auch gut auf dem Standfuß. Was sofort ins Auge sticht, ist der erneut hohe Detailgrad des Modells. Zoomt man näher heran kann man sogar die Hüllenplattierungen erkennen, etwas, das mir persönlich ja auch immer sehr gut gefällt. Von der Meerjungfrau haben wir ja oben schon berichtet, auch hier wurde wieder sehr auf die Details geachtet.

Oberseite der La Sirena (Modell: Eaglemoss)

Auch auf der Unterseite, obwohl es hier vorrangig schwarz gehalten ist, kann man eben jene Details der Hülle noch ausmachen. Betrachtet man sich das Modell von hinten fallen die blau glühenden Antriebsöffnungen auf – auch hier wurde wieder schön gearbeitet und es kommt alles extrem gut zur Geltung. Das kennt man von Eaglemoss allerdings auch nicht anders und so macht auch die La Sirena an dieser Stelle durchaus was her. Übrigens haben die Antriebe die üblichen Kühlergrills.

Rückseite La Sirena (Modell: Eaglemoss)

Weitere Details gibt es etwa bei der Cockpitumrandung zu sehen und wenn man genau hinschaut, kann man auch eine Luke an der Oberseite erkennen. Hinten an der Ausstiegsluke bzw. Unterseite sind sogar die Frachtklammern noch vorhanden – dass sie dafür gedacht sind, erfährt man, wenn man das Begleitheft gelesen hat. Der Rest des Schiffes ist in Rot-Weiß gehalten und auch das ist ein Unterschied zu Sternenflottenschiffen. Sieht man genau hin, kann man an der Seite und der Unterseite sogar etwas “verschmierte” Partien erkennen. Dies unterstreicht einen Look, den Star Wars vor Jahrzehnten geprägt hat, nämlich den des “gebrauchten Looks”. Optisch wertet das zweifellos nochmal zusätzlich auf. Und auch zu Rios passt das etwas “abgenutztere” Design.

Vorderseite der La Sirena (Modell: Eaglemoss)

Übrigens wird es auch ein XXL-Modell der La Sirena geben, das ca. 10 cm größer ist. Ob es einem dafür knapp 30 € mehr wert ist, muss man allerdings selber entscheiden.

Fazit

Das erste Modell der Universe Collection, die La Sirena, überzeugt durch sehr hohen Detailreichtum. Hier wurden auf der Hülle wirklich schön einzelne Partien akzentuiert und das Schiff kommt so besonders gut zur Geltung.

Bewertung: 5 out of 5 stars (5 / 5)

Unterseite La Sirena (Modell: Eaglemoss)

Information: Ein Exemplar dieser Ausgabe wurde dem Autor vom Verlag zum Zwecke der Rezension kostenlos überlassen.

Quick-Infos

Titel: La Sirena
Erscheinungsdatum: 1. April 2021
Länge: 20 cm
Breite: 13 cm
Höhe (inkl. Standfuß): 7,5 cm

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Thomas Götz

Seitdem er 1985 zum Ersten Mal Episode IV sah und ausrief "Aber das heisst doch, Vader ist Lukes Vater" ist Tom der Science Fiction verfallen. Star Trek Fan wurde er, wie viele seiner Kollegen, 1990 mit "The Next Generation" in Deutschland. Seine ersten Buchrezensionen zu Star Trek Büchern erschienen schon 1995 im Alter von 16 Jahren im Star Trek Fanclub. Seit 2006 schreibt er auch Online Rezensionen (ab 2009 Trekzone-Exklusiv) und hat kürzlich seine 2000.Rezension veröffentlicht.

1 Kommentar

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Remän · 25. März 2021 um 19:26

Ich find’s “super”, dass Eaglemoss kostenlos Exemplare für Rezensionen bereitstellt. Und der zahlende Kunde seit Monaten auf Lieferungen wartet. Man kann nur jedem davon abraten, dort im Moment etwas zu bestellen.

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