Fast 13 Jahre ist es nun her, als im Februar 2008 das neueste Star Trek-Buch auf Deutsch erschien und damit die Ära der Trek-Bücher bei Cross Cult einläutete. Anlässlich der kürzlich erfolgten Lizenzverlängerung, welche sich in die Länge zog, werfen wir einen Blick zurück auf diese Jahre.

Die frühen 2000er: Die Durststrecke nach Heyne

Bereits Ende der 90er war die Hochzeit für “Star Trek”-Bücher in Deutsch vorbei. Der damalige Lizenzinhaber Heyne brachte künftige Bücher nur noch tröpfchenweise heraus, meist nur etwa ein Buch pro Jahr (vielleicht, weil es vertraglich vorgeschrieben war?) und dann zumeist nur die eher unbeliebteren William Shatner-Bücher. So “darbte” man als deutscher Fan also spätestens seit 2002 dahin – und 2007 war dann endgültig Schluss mit den deutschen “Star Trek”-Büchern, während es in den USA munter weiter ging und eine Reihe nach der anderen erschien.

Einer der letzten Romane bei Heyne: Sternenfluchten

In diese Zeit kam der Cross Cult-Verlag, ein Verlag, in dem auch viele Science Fiction (und Star Trek-Fans) sitzen und für die war es natürlich eine Herzensangelegenheit, erneut deutsche Bücher bringen zu können. Genau genommen war die “Pause” gar nicht mal so lang. Von 2007 bis 2008, dem Erscheinen des ersten Cross Cult-Bandes, ist es gerade mal ein Jahr. Da war die vierjährige Pause von Enterprise zum neuen Kinofilm viel größer. Trotzdem war natürlich ein Vorsprung an englischen Büchern da, den es einzuholen galt.

Wie es bei Cross Cult letztlich dazu kam, dass “Star Trek” ins Programm aufgenommen wurde, wird von den Beteiligten gerne in einer “legendären” Anekdote erzählt. So wandte sich Markus Rohde 2008 an den Chef des Cross Cult Verlages, Andreas Mergenthaler, mit den Worten “Macht ihr auch Romane? Ich hätte da eine verrückte Idee.” Woraufhin als Antwort kam “Eigentlich machen wir nur Comics! Aber was ist denn die verrückte Idee?”

Die Idee war natürlich ein Wiederaufleben der “Star Trek”-Romane in Deutschland und da beide Herren “Star Trek”-Fans waren, war die Sache schnell entschieden. Tatsächlich konnte sich Cross Cult mit den Lizenzinhabern einigen, es mit einem Pilotprojekt zu versuchen, um zu sehen, ob sich die “Star Trek”-Romane in Deutschland verkaufen würden. Denn auch für Cross Cult war das keine “sichere Sache”. Man einigte sich auf die Reihe “Vanguard”, aus der Classic-Zeit, welches im Februar 2008 dann auch die ersten neuen “Star Trek”-Romane auf Deutsch wurden.

“Vanguard” bestand damals aus überschaubaren drei Bänden und war von den Fans auf Social Media empfohlen worden – übrigens bis heute ein Markenzeichen von Cross Cult. Denn als Verlag, in dem Fanboys (und natürlich -Girls, wir wollen ja niemanden diskriminieren 😉 ) sitzen, ist die Meinung der Fans wichtig.

Markus Rohde selbst ist übrigens inzwischen selbst bei Cross Cult und dort verantwortlich für die Romanabteilung. Das beinhaltet nicht nur die Arbeit im Hintergrund wie die Lizenzverhandlungen, sondern eben auch die Auswahl der Bücher.

2008 – 2010: Von Vanguard zu Destiny

Das erste “neue” deutsche Star Trek-Buch: Der erste Teil von Vanguard.

Was dann geschah, sollte hinlänglich bekannt sein: Der Versuch glückte und man entschloss sich, weiter auf diesen Zug zu setzen. Für einen Comicverlag waren die Zahlen nämlich sehr respektabel. Ende 2008, nach den ersten drei Vanguard-Büchern, machte man sich immerhin schon an die Titan-Reihe heran, welche die Geschichten um Cpt. Riker und seine Crew fortsetzte. Bereits 2009 erhöhte man die Schlagzahl beträchtlich und brachte bereits ganze 16 Star Trek-Bücher (inklusive Comics) heraus.

Der neue Film erwies sich auf der anderen Seite sicher auch noch als gutes Zugpferd (vor allem die neuen Comics mit dem Titel “Die neue Zeit” spielten fortan in der Kelvin-Zeitlinie), so dass nach und nach weitere Relaunch-Reihen folgten. Diese erzählten die Geschichten nach dem Ende der Serien weiter und sollten vor allem im späteren Verlauf immer mehr untereinander verschachtelt werden. Gastauftritte in anderen Reihen waren für diverse Charaktere keine Seltenheit mehr. Doch nicht nur das, warf ein weiteres Ereignis seine Schatten voraus: Die, das ganze “Star Trek”-Universum umkrempelnde, Buchreihe “Destiny”, welche auch in Deutschland später extrem erfolgreich sein sollte.

Der TNG-Relaunch leitete direkt in diese Reihe über und man wollte den Lesern hier natürlich auch die Vorgeschichte präsentieren. Und “The Next Generation” war nicht nur in Deutschland noch immer sehr beliebt. Allein aus diesen Gründen war der TNG-Relaunch der nächste “logische” Schritt. Doch auch hier folgte sogleich noch der DS9-Relaunch. Dieser spielte zwar noch in der Vergangenheit (2376) und sollte erst später zu den aktuellen Geschehnissen aufholen, war aber natürlich dennoch storymäßig wichtig. Damit hatte man schon ganze vier Reihen am Start, wobei zumindest Vanguard 2010 beendet werden sollte.

Doch wie erwähnt stand 2010 ja noch Destiny an, die große Buchreihe, welche unter anderem die Borg auslöschte und die Föderation an den Rande der Vernichtung brachte. Neben den noch laufenden Relaunch-Reihen und Titan hob sich Destiny insofern ab, als das dieses ein erster Crossover-Event zwischen allen “Star Trek”-Serien war. Die Geschichte ging sogar in die Zeit von Enterprise zurück. In nur 4 Monaten, von Juni bis Oktober 2010, veröffentlichte Cross Cult die komplette Reihe, die es immerhin in allen drei Büchern auf satte 1500 Seiten bringt. Selbst den “Epilog” “Einzelschicksale” kann man hier noch dazu rechnen. Die Reihe erscheint übrigens demnächst in dritter Sammelauflage als Hardcover und ist bis heute die erfolgreichste Trek-Reihe des Verlags.

Die erfolgreichste Buchreihe von Cross Cult: Destiny

2011 – 2012: Weiter aufwärts: Sprung zum E-Book

2011 hatte man dann mit 59 Veröffentlichungen das bisher höchste Jahr an Star Trek-Output. Wobei man sich nicht täuschen lassen sollte, denn hier sind die E-Book-Veröffentlichungen mit eingerechnet. Nicht nur erschienen bereits vorhandene Bücher als E-Book neu, auch alle künftigen Veröffentlichungen erschienen fortan zeitgleich als E-Book (und zählen daher quasi doppelt). Das ändert allerdings nichts daran, das 2011 zweifellos das “Power-Jahr” für Star Trek-Fans war.

Neben der Fortführung der bekannten Reihen um Titan, den TNG- und DS9-Relaunch wagte man sich Ende des Jahres auch an den ersten “Backstein”. Das 800 Seiten dicke “Feuertaufe: McCoy” sollte hier, zusätzlich zu den bald folgenden Bänden zwei und drei, in eine ähnliche Kerbe wie “Destiny” schlagen, was den Umfang anging. Einige Jahre später wurden vereinzelt immer mal wieder TOS-Bücher, die vor allem die noch offen gebliebenen Lücken in der US-Veröffentlichung füllen sollten, herausgeben. Diese erreichten aber nie die Anzahl der anderen Reihen.

Was allerdings ebenso noch in diesem Jahr startete war der Enterprise-Relaunch, pünktlich zum 10-Jährigen Jubiläum. Auch hier setzte der amerikanische Verlag Pocket Books auf verzahnte Geschichten und auch diese wollte man den deutschen Fans nahebringen, immerhin hatten sich nicht wenige Fans just den Enterprise-Relaunch gewünscht. Die Reihe stockte allerdings etwas, aber auch hier war es Cross Cult ein Anliegen, die Geschichten möglichst zu Ende zu erzählen, weswegen man sie weiter brachte. Der Relaunch erreichte mit “Rise of the Federation” aus dem Jahr 2016 dann seine nächste Stufe.

Kehrte nach Deutschland zurück: New Frontier.

Doch noch etwas bemerkenswertes brachte das Jahr 2011: Die Reihe “New Frontier” wurde bei Cross Cult neu aufgelegt. Die bereits bei Heyne erschienene Reihe (dort unter dem Titel “Die neue Grenze”) war bei Fans extrem beliebt, aber auch nach Band 6 eingestellt worden. Nun wollte man endlich alle Bände bringen (kleiner Spoiler: Das schaffte man sogar), startete allerdings noch einmal mit der Neuübersetzung der ersten Teile. 2011 würde es also mit neuen (deutschen) Geschichten von Captain Calhoun noch nichts werden, ja auch 2012 sollte das noch nicht der Fall sein.

Denn in jenem Jahr bekam man ein Crossover der etwas anderen Art in Form der Doppelhelix-Reihe. Diese ging teilweise etwas weiter zurück als die Relaunches und beleuchtete immer einen anderen (TNG-)Charakter. Mit Starfleet Academy brachte man eine Reihe aus der Kelvin-Zeitlinie, die gar nicht mal so schlecht lief und letztlich auch auf Deutsch komplettiert wurde.

Ansonsten liefen die bisherigen Reihen wie gewohnt weiter und auch ein erstes Sachbuch (“Sorge dich nicht, beame”) fand den Weg in die Händlerregale. Der Output war nicht ganz so hoch wie im Vorjahr, aber immer noch auf gutem Niveau. Zweifellos die “goldenen Zeiten” für “Star Trek”-Buchfans.

2013 – 2015: Weiterer Ausbau der medialen Präsenz

2013 brachte dann nicht nur den lange ersehnten, ersten völlig neuen deutschen Band der “New Frontier”-Reihe, sondern mit der Excalibur-Trilogie auch gleich eine zusammenhängende Story, die zumindest auch diese Buchreihe gehörig durcheinander warf. Auch die Typhon-Pact-Reihe, die quasi die Fortsetzung von Destiny war, feierte in diesem Jahr ihren Einstand. Zumindest bei “New Frontier” war das Interesse inzwischen aber merklich abgekühlt und die Reihe lief nicht mehr so gut.

Zudem wurde auch endlich eine weitere Relaunch-Reihe auf den deutschen Markt geholt, die bislang noch ausstand: Voyager. Auch diese Reihe holte zeitlich im späteren Story-Verlauf zu den anderen auf und es erschienen bis heute immerhin 15 Bände. Allerdings waren auch hier die Verkäufe eher schleppend, weswegen vor allem spätere Bücher zweigeteilt wurden.

Für die Hörspielreihe zu Titan verpflichtete man keinen Geringeren als Detlef Bierstedt, die deutsche Riker-Stimme.

Viel wichtiger war aber die Veröffentlichung der Hörbücher. Hier hatte man schon 2009 und 2010 begonnen. Mit Stimmen, die man vom deutschen “Star Trek” kennt (etwa Detlef Bierstedt als Riker), punktete man zusätzlich. Im Gedächtnis bleib aber vor allem die etwas missglückte erste Vertonung der Titan-Bände. Hier waren Star Trek-Begriffe nicht richtig ausgesprochen worden, was dazu führte, das dies in Nachvertonungen geändert werden musste. Da können die Sprecher noch so einen guten Job machen, Star Trek-Fans sind da halt kritisch und merken alles!

Jedenfalls wurde hier noch mal gehörig aufs Tempo gedrückt und nicht selten erscheinen seither die “Star Trek”-Romane auch wenige Monate oder gar nur Wochen später auch als Hörbuch.

2014 stand dann im Zeichen der Corps of Engineers-Reihe. Eine reine E-Book-Reihe und es sollte nicht das einzige Mal bleiben, dass Bücher rein als solches vertrieben wurden. Viele Fans wünschten sich eine gedruckte Ausgabe und obwohl die Reihe nicht so gut lief, gab Cross Cult dem nach und brachte Printausgaben, in denen immer ca. 5 Ausgaben zusammengefasst waren. Ein Ende sollte die Reihe trotzdem nicht erleben, denn es wurde nur ca. die Hälfte auf Deutsch veröffentlicht, bevor mit Ausgabe 28 dann Schluss war. Beständig sinkende Verkaufszahlen sprachen hier leider eine deutliche Sprache. Zudem waren die Kosten für die E-Books genauso hoch wie für ein normales Buch. Lediglich der Druck fiel hier weg, der aber nur einen kleinen Teil der Gesamtkosten (Lizenzkosten, Coverkosten, Übersetzung, Lektorat, Korrektorat) ausmacht.

Reine E-Book-Reihe, die leider nicht erfolgreich war: Corps of Engineers

Dennoch liefen die anderen Reihen weiter und auch Sachbücher wurden weiter veröffentlicht. Mit dem Romulanischen Krieg wurde auch erstmals ein “Star Trek” Buch für den deutschen Markt zweigeteilt. Insgesamt hatte man sich auf einem guten Veröffentlichungsniveau eingependelt.

2015 zeigte dann die Veröffentlichung von “The Fall”, einer eher politisch motivierten Geschichte, die ebenfalls wieder als großes Buchcrossover in die Geschichte einging. Inzwischen waren alle Relaunch-Titel in derselben Zeitschiene (ca. 2384) angelangt. Voyager hatte zuletzt im Oktober 2014 mit “Projekt Full Circle” aufgeschlossen, DS9s Relaunch war zwar schon ein Jahr vorher zum (vorläufigen) Ende gelangt, hier sponn man die Story aber, mit großen Sprüngen, in Typhon Pact und eben The Fall weiter, bis 2016 mit “Sektion 31 – Verleugnet” wieder ein Deep Space Nine Roman in der normalen Zeitschiene erschien.

2016: Der Coup zum 50-Jährigen

2016 stand dann das 50-jährige Jubiläum von “Star Trek” an, und nicht nur das, auch eine Änderung bei den Lizenzrechten. Und Cross Cult griff hier zu: Man konnte aushandeln, dass zwei deutsche Autoren, das Duo Christian Humberg und Bernd Perplies, eine Trilogie zum Jubiläum schreiben durften. Dabei hätten sie sich der ganzen Spielwiese des “Star Trek”-Universums bedienen können (sprich: aller beliebten Charaktere wie Picard und Riker), sie entschieden sich dann aber, auch, um nicht mit den US-Romanen zu kollidieren, für die U.S.S. Prometheus. Trotzdem gab es mit Spock einen “berühmten” Charakter, der mitspielte. Die Reihe erschien zunächst komplett auf Deutsch und erst ein Jahr später lag sie übersetzt auf Englisch vor. Selbst bei TrekZone widmeten wir uns der Reihe samt Interview mit den Autoren (momentan nur im Offline-Archiv noch nachzulesen).

Die deutsche Reihe “Prometheus” war nicht nur der Beitrag zum 50-Jährigen Jubiläum sondern auch der erste offizielle deutsche Star Trek-Roman.

Insgesamt war 2016 das letzte Jahr, in dem der “Star Trek” Output bei Cross Cult auf einem hohen Niveau war. Ab 2017 ging es hier merklich nach unten.

2017 – 2019: Buch-Stagnation?

Auf etwa die Hälfte der veröffentlichten Bücher der Vorjahre kam man ab 2017. Mit den ca. 20 Publikationen (wobei es genau genommen “nur” immer 10 waren, da ja das E-Book doppelt gezählt wird), die man auch 2018-2019 fuhr, ist das zwar immer noch ordentlich, aber die Hochzeit war ein Stück weit vorbei und das war deutlich spürbar.

So versuchte man 2017 auch die Reihe “Seekers” auf den deutschen Markt zu bringen, stellte sie aber bereits nach zwei Bänden wieder ein. Und auch das damals frisch gestartete “Discovery” durfte seinen Bucheinstand auf Deutsch feiern, blieb aber leider ebenfalls hinter den Erwartungen zurück, weswegen auch diese Reihe nicht weiter verfolgt wurde. Lediglich zur zweiten Staffel, und dem dortigen Auftauchen der Crew um Cpt. Pike, die von Fans positiv aufgenommen wurden, ist es zu verdanken, dass 2019 noch “Der Enterprise-Krieg” nachgeschoben wurde.

2018 hatte man, neben den üblichen Reihen (Enterprise, TNG, Voyager und DS9), auch noch die Romantrilogie “Prey” im Angebot, die noch mal aus dem üblichen Serieneinerlei hervorstach. 2019 sollte dann auch wieder ein Roman aufgeteilt werden, diesmal einer der Voyager-Geschichten (“Kleine Lügen erhalten die Feindschaft”). Ein ähnliches Schicksal sollte 2020 “Architekten der Unendlichkeit” ereilen. Die leider nicht ganz so prickelnden Verkaufszahlen ließen dem Verlag hier keine Wahl und man entschied sich dafür, die Bücher lieber zweizuteilen statt sie nicht zu bringen. Auch New Frontier fand dann im deutschen Programm sein wohlverdientes Ende.

Obwohl der Output an deutschen Romanen reduziert war und nicht mehr jeden Monat ein Band erschien, konnte man also immer noch auf genug Nachschub durch Cross Cult setzen.

2020 – 2021: Kein Ende in Sicht!

Der erste Picard-Roman.

Zur ersten Staffel von Picard erschien sogar, mit leichter Verspätung, die “Letzte und einzige Hoffnung” auf Deutsch – der erste Picard-Roman und quasi die Vorgeschichte. Dieser verkaufte sich sogar ziemlich gut, sogar die limitierte Ausgabe, weswegen es auch hier weitergehen wird. Des Weiteren liefen die üblichen Serien weiter, aber es erschien eben wie gehabt nicht jeden Monat ein neuer Star Trek-Roman. Hinzu kamen stockende Lizenzverhandlungen Ende 2020, weswegen eine Weiterführung der deutschen Bücher lange auf der Kippe stand.

Zum Abschluss griff Cross Cult nochmal in die Vollen und veröffentlichte die zuvor angekündigte Legacies-Trilogie, den amerikanischen Beitrag zum 50. Jubiläum, in einem Aufwasch im Dezember auf Deutsch.

Obwohl es lange Zeit nicht so aussah, gelang eine Einigung Anfang 2021 und es steht nun fest: die deutschen “Star Trek”-Bücher werden weitergehen, und zwar im Oktober 2021.

Statistik

Werfen wir zum Schluss noch einen Blick auf die nackten Zahlen, denn es gibt sicher einige unter euch, die interessiert, was Cross Cult so veröffentlicht hat in diesen 13 Jahren. Dabei lassen wir Verdopplungen (E-Book/Printausgaben) aus und zählen rein Erstveröffentlichungen bzw. Neuveröffentlichungen.
Zu den meistverkauftesten Reihen zählen hierbei “Destiny”, “Picard” und “Titan”, während “New Frontier” und “Seekers” leider das Schlusslicht bilden.

Corps of Engineers (ab 2014): 28 Bände (und 3 Sammelbände)
Deep Space Nine (ab 2009): 29 Bände (2 Bücher wurden in 4 Bücher aufgesplittet)
Destiny (ab 2010): 3 Bände (1 Sammelausgabe)
Discovery (ab 2017): 4 Bände
Enterprise (inkl. Rise of the Federation), ab 2011: 11 Bände (1 Buch wurde auf 2 aufgesplittet)
Legacies (2020): 3 Bände
New Frontier (ab 2011): 19 Bände
Picard (2020): 1 Band
Prey (2018): 3 Bände
Prometheus (2016): 3 Bände
Seekers (ab 2017): 2 Bände
Starfleet Academy (2012 – 2014): 4 Bände
The Fall (ab 2015): 5 Bände
TNG (ab 2009): 25 Bände
TOS (ab 2011): 10 Bände
Titan (ab 2009): 10 Bände
Typhon Pact (ab 2013): 8 Bände
Vanguard (ab 2008): 9 Bände
Voyager (ab 2013): 15 Bände (2 Bücher wurden auf 4 Bücher aufgesplittet)
Comics (ab 2009): 24 Bände
Sachbücher (ab 2014): 5 Bände

Das sind 221 Star Trek Bücher in 13 Jahren, eine Leistung, die sich sehen lassen kann.

Vielen Dank an dieser Stelle auch an Markus Rohde von Cross Cult für die Einblicke hinter die Kulissen.


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Thomas Götz

Seitdem er 1985 zum Ersten Mal Episode IV sah und ausrief "Aber das heisst doch, Vader ist Lukes Vater" ist Tom der Science Fiction verfallen. Star Trek Fan wurde er, wie viele seiner Kollegen, 1990 mit "The Next Generation" in Deutschland. Seine ersten Buchrezensionen zu Star Trek Büchern erschienen schon 1995 im Alter von 16 Jahren im Star Trek Fanclub. Seit 2006 schreibt er auch Online Rezensionen (ab 2009 Trekzone-Exklusiv) und hat kürzlich seine 2000.Rezension veröffentlicht.

4 Kommentare

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Kira · 24. April 2021 um 12:28

Danke, Cross Cult, für viele wunderbare Stunden im Star Trek Kosmos. Ich finde es klasse, daß trotz sinkender Verkaufszahlen Buchreihen bis zum Ende geführt werden. DAS ist wahrer Fanservice. Natürlich kann ich nicht alles lesen, dazu ist es viel zu viel. Mein Hauptaugenmerk liegt auf ENTERPRISE und der Fortsetzung RISE of the Federation, den KELVIN-Comics und DISCOVERY. Und den Sammelband von DESTINY habe ich auch. Mit DS9 hatte ich seinerzeit mal angefangen (ich habe ALLE Heyne-Bücher), bin aber nach 4 Bänden abgestorben, weil es zu schnell zu viel wurde. Später wurden die Bücher unter Sammlern dann sauteuer, wenn sie verlagsvergriffen waren. E-Book kommt mir nicht ins Haus, das ist keine Lesekultur für mich.
Ich bin sehr gespannt, was noch alles kommt. Über neue Comics der Kelvin-Zeitlinie würde ich mich sehr freuen.

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Frank · 27. April 2021 um 16:26

Wirklich super Neuigkeiten und Gratulation an Crosscult zur Lizenzverlängerung! Das freut mich sehr! Ich habe grundsätzlich alle ST-Romane und in den letzten Jahren nur noch als E-Book gekauft. Es hat schon irgendwie Stil und ist super-praktisch Star Trek quasi auf einem PADD zu lesen. 🙂 Was ich aktuell kritisch sehe: wenn brandneue US-Romane nicht mehr wie teils früher innerhalb von 4 Wochen auch auf Deutsch erscheinen. Das hat für mich zur Folge die Romane auf Englisch zu kaufen, bevor ich Monate auf die Deutsche Version warten. Gerade bei aktuellen Serien wie Picard habe ich nicht die Geduld Monate zu warten. Hier würde ich mir ein zeitnahes Erscheinen mit langfristiger Ankündigung wünschen, so dass man nicht auf die US-Version ausweichen muss. Generell würde ich mir wieder mehr Romane wünschen, die während der ursprünglichen Serien spielen und nicht die unendliche Fortschreibung der Serien mit fremden Charakteren. Die sind zwar auch gut aber wenn mir nach DS9 ist, dann will ich Quark und Odo erleben und bei Voyager genauso die Original-Crew im Delta-Quadranten. Vielleicht würde es den Verkaufszahlen dienen, wenn Crosscult bisher nicht übersetzte Romane von TNG, DS9 und VOY übersetzt. Das erlaubt auch nicht regelmäßigen Lesern mal wieder in ein spontanes Abenteuer mit alten Bekannten einzutauchen. Dies scheint auch der US-Verlag zu erkennen, der nun einige Romane auf der Zeitebenen der Serien angekündigt hat.

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Matthias Wieprecht · 11. Mai 2021 um 13:38

Korrektur bitte, wie Charlie Chan sagen würde. Bei Audible erschien damals “Titan 1” und war voller Aussprachefehler. Darum schrieb ich an Audible, dass man hier nachbessern müsse. Henning Koonert, der ehemalige Trekzone-Chef, und ich kümmerten uns dann mit eingesprochenen Aussprachehilfen darum. Es handelte sich dabei nicht um “Destiny”, weil wir da gleich von Anfang an dabei waren und unterstützten.

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    Thomas Götz · 11. Mai 2021 um 13:56

    Die alte Trekzone-Garde, schau einer an 🙂
    Ist ausgebessert, danke

    Gruß
    tom

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