Die neue Ausgabe der Star Wars-Reihe bei uns im Review.

Inhalt (Klappentext):

Der Imperator bestrafte ihr für sein eigenmächtiges Handeln auf brutale Weise. Vader stellte daraufhin seinen geschundenen Körper wieder her, erwehrte sich des Attentäters Ochi – und muss vor dem Auge von Webbish Bogg bestehen. Doch nun kehrt Ochi mit einer Armee von Droiden zurück, um den Dunklen Lord für immer auszuschalten …

Star Wars 70 (Panini)

Star Wars 70

Kritik

Ausgabe 70 der Star Wars-Comicreihe bringt uns die Fortsetzung der Abenteuer des beliebten Sith-Lords – und darüber hinaus auch die Fortsetzung der gleichen Zeichnungsqualität. Der Detailgrad ist hier gewohnt hoch und auch wenn die Helden (oder in dem Fall: Schurken) der Geschichte Masken tragen, so vermag man durch ihre Darstellung durchaus auch Emotionen zu transportieren. Auch was die Einzelheiten in den vielen Actionszenen angeht, kann man hier nicht meckern.

Handlungstechnisch geht es zwar letztlich nach Exegol, aber zuvor steht erstmal eine Menge Action an. Demzufolge besteht der erste Teil des Bandes auch aus einer Menge Kämpfen, die zwar in den Panels großformatig dargestellt werden, aber eben auch wenig Text beinhalten. Wenig überraschend ist hier Vader, trotz seiner Beschädigungen, wieder souverän am Start. Und auch der aus Episode IX bekannte Ochi von Bestoon kriegt hier ordentlich aufs Maul.

Leider lässt man Vader dann aber doch noch nicht nach Exegol gelangen, sondern setzt ihm zum einen in Form eines großen Weltraummonsters noch ein Hindernis vor die Nase. Da auch hier wieder klar ist, das Vader gewinnt (und man sich schon fragt, warum es immer eine noch größere Bedrohung sein muss) wirkt das Ganze leider in der Tat etwas ausgelutscht. Immerhin ist das Biest eine nette Referenz an „Solo – A Star Wars Story“, aber hier hätte es sicher auch Alternativen gegeben.

Immerhin setzen Vader auch noch eine Rotte von Sternenzerstörern nach. Und hier wird endlich mal auf das gesetzt, was man in den Filmen bislang zu wenig sah. Denn laut Kanonischen Infos haben Sternenzerstörer ja Hundert oder mehr TIEs an Bord – und die werden hier auch endlich komplett alle eingesetzt. Vor solcher Übermacht muss auch Vader fliehen (nachdem er zuvor – wenig überraschend – mal wieder eine gute Figur machte). Netter Fanservice, durchaus, der ein paar der Schwächen wieder übertüncht.

Auch ist noch nicht klar, ob der Imperator wirklich wollte, dass Vader dorthin gelangt oder es nur Zufall ist. Das wird aber vermutlich die nächste Ausgabe zeigen, die dann Vader endlich auf Exegol bringt. Übrigens gibt es auch noch ein paar Machtvisionen Vaders zu sehen, welche seine Zerrissenheit zeigen.

Fazit

Gute Actionszenen wechseln sich mit einer Story ab, die langsam etwas übertrieben wird. Zwar weiß man als Leser, dass Vader überlebt, da er aber dazu an solch überwältigenden Hindernissen vorbei muss, ist es schon fast ein Wunder, das er den Imperator nicht im Alleingang gestürzt hat. Trotzdem bekommen auch diese Szenen durch auftretenden Fanservice noch etwas Würze.

4 out of 5 stars (4 / 5)
Information: Ein Exemplar dieser Ausgabe wurde dem Autor vom Verlag zum Zwecke der Rezension kostenlos überlassen.

Quick-Infos

Autor: Greg Pak
Zeichner: Raffaele Iceno
Originaltitel: Star Wars – Darth Vader 9, 10
Jahr der Veröffentlichung (Original): 2021
Übersetzer: Michael Nagula
Seitenanzahl: 56
Preis: 4,99 Euro
Verlag: Panini

Thomas Götz

Seitdem er 1985 zum Ersten Mal Episode IV sah und ausrief "Aber das heisst doch, Vader ist Lukes Vater" ist Tom der Science Fiction verfallen. Star Trek Fan wurde er, wie viele seiner Kollegen, 1990 mit "The Next Generation" in Deutschland. Seine ersten Buchrezensionen zu Star Trek Büchern erschienen schon 1995 im Alter von 16 Jahren im Star Trek Fanclub. Seit 2006 schreibt er auch Online Rezensionen (ab 2009 Trekzone-Exklusiv) und hat kürzlich seine 2000.Rezension veröffentlicht.

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