Wir sehen uns den neuen Superman-Band im Detail an.

Inhalt (Klappentext):

Synmar kommt zur Erde, und selbst der Mann aus Stahl scheint dieser neuen außerirdischen Bedrohung hilflos gegenüberzustehen. Doch wenn sogar Superman nicht helfen kann, wer soll dann verhindern, dass dieser übermächtige Feind ganz Metropolis vernichtet?

Superman 15 (Panini)

Superman #15

Kritik

Im 15. Superman-Band gehen die Abenteuer rund um die neue Bedrohung von Synmar weiter. Logischerweise bleibt man zeichnungstechnisch auf dem bekannten Niveau. Sprich: Auch wenn in diesem Band viele Kampfszenen im dunklen All vorherrschen, kann man immer alle Details ausmachen und die Gesichter transportieren auch genug Emotionen. Beim Stil nichts Neues könnte man also sagen.

Leider macht auch die Handlung keine großen Sprünge und verlegt sich auf eine große Klopperei. Das gab es schon öfter und auch diesmal werden hier keine neuen Akzente gesetzt. Zumal jedem Leser klar sein dürfte, das Superman versucht, den Kampf zu vermeiden und zu kommunizieren. Ein klassisches Missverständnis also, wie man es aus diversen Crossovern kennt? Nun, nicht ganz, denn am Ende, als man mit Synamr sprechen kann, wird klar, das dieser der Meinung ist, Superman habe aufgegeben.

Dabei ist natürlich Supermans Glaube an das Gute auch nicht neu und eben auch absolut typisch für den Stählernen. Soviel soll an der Stelle gespoilert werden: Der Held folgt dem Alien in seine Heimatwelt unter einer orange Sonne, worunter natürlich seine Kräfte leiden. Entgegen aller Warnungen und Anzeichen muss Superman einfach versuchen, den Frieden zu wahren. Hier zeigt sich erneut die starke Symbolkraft des ersten aller Superhelden, denn diese Botschaft steht fast schon als Synonym für Supermans Hoffnung da.

Davon abgesehen bekommen wir ein paar Sachen als Fanservice präsentiert, etwa Lana und Lois’ Aufeinandertreffen oder den Abstecher in die Phantom-Zone. Dies sind aber nur kleine Momente, die nicht ganz kaschieren können, das es in dem Band halt doch nur um eine große Klopperei geht.

Interessanter ist da schon die Hintergrundgeschichte um die Daily Planet-Mitarbeiter, die mit Superman in ihrer Mitte klarkommen wollen und dabei die eine oder andere Überraschung erleben. Das ist zwar nur kurz, aber da sind schöne Charaktermomente eingeflochten, die aufzeigen, wohin man hier noch gehen könnte. Denn aller Action zu Trotz waren es immer die Charaktere, die die Bände aufwerteten.

Fazit

Zwar gibt es einige kleinere schöne Szenen, die Lust auf die Zukunft machen, im Großen und Ganzen ist der Band aber – wieder einmal – eine große Klopperei, die vermutlich auf einem Missverständnis basiert. Und davon hatte man in der Superman-Historie halt nun mal schon mehr als genug. Wer sich davon nicht abschrecken lässt, wird aber durchaus gut unterhalten.

Bewertung 3 out of 5 stars (3 / 5)
Information: Ein Exemplar dieser Ausgabe wurde dem Autor vom Verlag zum Zwecke der Rezension kostenlos überlassen.

Quick-Infos

Autor: Brian Michael Bendis
Zeichner: Ivan Reis
Originaltitel: Superman 26-27
Jahr der Veröffentlichung (Original): 2020
Übersetzer: Christian Heiss
Seitenanzahl: 56
Preis: 4,99 Euro
Verlag: Panini

Thomas Götz

Seitdem er 1985 zum Ersten Mal Episode IV sah und ausrief "Aber das heisst doch, Vader ist Lukes Vater" ist Tom der Science Fiction verfallen. Star Trek Fan wurde er, wie viele seiner Kollegen, 1990 mit "The Next Generation" in Deutschland. Seine ersten Buchrezensionen zu Star Trek Büchern erschienen schon 1995 im Alter von 16 Jahren im Star Trek Fanclub. Seit 2006 schreibt er auch Online Rezensionen (ab 2009 Trekzone-Exklusiv) und hat kürzlich seine 2000.Rezension veröffentlicht.

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