J.J. Abrams, S.J. Clarkson, Quentin Tarantino und Noah Hawley: Die Liste der potenziellen Regisseure des nächsten “Star Trek”-Leinwandabenteuers wuchs in den vergangenen fünf Jahren stetig an. Nun scheint die Odyssee, die 2016 nach dem mäßigen Erfolg des dritten Reboot-Streifens “Star Trek Beyond” begann, ein vorläufiges Ende gefunden zu haben. Denn übereinstimmenden Medienberichten zufolge nimmt “Star Trek XIV” nun endlich sehr konkrete Formen an.

Bereits im April dieses Jahres wurde bekannt, dass der nächste “Star Trek”-Kinofilm in zwei Jahren, genauer gesagt am 9. Juni 2023, Weltpremiere feiern soll. Über den Cast, das Drehbuch oder die Regie waren jedoch noch keine Details durchgesickert. Als gesichert galt jedoch, dass der angekündigte Film erneut von J.J. Abrams (Bad Robot Productions) produziert, aber weder von Quentin Tarantino noch von Noah Hawley inszeniert werden wird. Auch die Drehbuchautorin Kalinda Vazquez soll bei diesem Film nicht involviert sein, sondern stattdessen die Story für ein separates Filmprojekt beisteuern, dessen aktueller Produktionsstatus aber weiterhin im Dunkeln liegt.

Bild: startrek.com

Ein “Marvel”-Regisseur für Paramount

Laut Berichten von Deadline und The Hollywood Reporter soll Paramount Pictures nun den 45-jährigen Matt Shakman für den Job des Regisseurs von “Star Trek XIV” verpflichtet haben. Shakman ist studierter Theaterwissenschaftler und Kunsthistoriker und sammelte in seiner Jugendzeit als Kinderdarsteller erste Erfahrungen im Schauspiel-Business, bevor er sich zu Beginn der 2000er-Jahre der Regiearbeit widmete. Er hat sich seither im Serienbereich als Regisseur und Produzent einen Namen gemacht, darunter auch sehr bekannte Produktionen wie “Dr. House” (5 Episoden),  “Boston Legal” (1 Episode), “The Good Wife” (6 Episoden), “Fargo” (2 Episoden), “Game of Thrones” (2 Episoden) oder “The Great” (1 Episode).

Auch bei der 2021 gestarteten “Marvel”-Produktion “WandaVision” (Disney+) führte Shakman  bei allen neun Episoden der ersten Staffel Regie. Zudem fungierte er bei dieser Serie als Co-Executive Producer. “WandaVision“ und “The Great” brachten ihm indes zwei “Primetime Emmy Awards”-Nominierungen in der Kategorie “Outstanding Directing” ein.

Shakmans Referenzen im Filmbereich fallen derweil etwas weniger ins Gewicht, hier steht lediglich seine Regiearbeit für “Cut Bank – Kleine Morde unter Nachbarn” (2014) in seiner Vita.

Actiongeladenes Drehbuch?

Das Drehbuch zum neuen Kino-Abenteuer sollen zwei Frauen, Geneva Robertson-Dworet und Lindsey Beer, beisteuern. Geneva Robertson-Dworet (36) ist Harvard-Absolventin und dürfte sich mit ihren Drehbüchern zu “Tomb Raider” (2018) und “Captain Marvel” (2019) in die Notizbücher der Paramount-Chefetage geschrieben haben.

Auch Lindsey Beer scheint in der Autorengilde Hollywoods kein unbeschriebenes Blatt zu sein, wenngleich sie wohl eher im Hintergrund arbeitet. Beer hat in der Vergangenheit schon mit Robertson-Dworet zusammengearbeitet (“Captain Marvel”, “Tomb Raider”) und gehörte neben Mark L. Smith, Drew Pearce und Megan Amram wohl auch zum Writers Room von Quentin Tarantinos “Star Trek”-Projekt.

Nimmt man alle diese Fakten zusammen, dann dürfte der nächste “Star Trek”-Kinofilm mit großer Wahrscheinlichkeit im Stile der “Marvel”-Filme daherkommen und jede Menge Action- und Effektfeuerwerke auf die Leinwand bringen. Womöglich könnten sogar Story-Aspekte von Tarantinos Trek-Projekt in den neuen Film einfließen.

Inwiefern dieses Konzept bei den langjährigen Anhängern von “Star Trek” auf Gegenliebe stößt, werden wir spätestens im Sommer 2023 erfahren. Wenn man sich die Aussagen von Noah Hawley vor Augen führt, dessen favorisierte Filmstory eher in die Kategorie “kreative Problemlösung” gefallen wäre, dann wird zunehmend ersichtlich, weshalb Emma Watts, die amtierende Präsidentin von Paramount Pictures, Hawleys Filmprojekt nach ihrer Amtsübernahme recht zügig gecancelt hat. Es liegt auf der Hand, dass Watts einen Action-basierten Ansatz für die “Star Trek”-Kinofilmreihe zu favorisieren scheint.

“Star Trek XIV” oder doch “Star Trek 4”?

Aus den Kreisen von Deadline ist zudem zu hören, dass eine Fortsetzung der 2009 gestarteten Reboot-Reihe um Chris Pine (40) und Zachary Quinto (44) weiterhin im Bereich des Möglichen liegt und der nächste Film folglich unter den Arbeitstitel “Star Trek 4” produziert werden könnte. Über mögliche Szenarien hinsichtlich Setting und Cast hatte es in den vergangenen fünf Jahren zahlreiche Spekulationen gegeben.

© Paramount Pictures

Bisher seien aber noch keine Rollen besetzt, geschweige denn irgendwelche Verträge unterzeichnet worden. Vor dem Hintergrund, dass die Pre-Production derzeit auf Hochtouren läuft und die eigentliche Produktion im Frühjahr 2022 beginnen soll, dürften Meldungen hinsichtlich der Besetzung der Rollen nur noch eine Frage von Wochen oder wenigen Monaten sein.

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Eure TZN-Redaktion


Matthias Suzan

Matthiasˈ Leidenschaft für "Star Trek" begann im zarten Alter von neun Jahren mit "The Next Generation". Anfänglich waren es noch die Raumschiffe und die Technik, die ihn faszinierten. Später weckten vor allem die anthropologischen, gesellschaftlichen und politischen Themen des Trek-Universums sein Interesse, sodass er sich seither für Politik- und Geisteswissenschaften interessiert. Nach knapp zwei Jahrzehnten als treuer TrekZone-Leser stieß er Ende 2017 mit dem Start von "Discovery" zur TZN-Redaktion.

2 Kommentare

Piero · 17. Juli 2021 um 20:57

Naja, die Filme sind eben, was sie sind: Gemacht für die Masse im Kino. Wenn man mit dieser Einstellung diese Filme anschauen geht und sich einfach mal für zwei Stunden unterhalten möchte, sind sie gut genug und kann man viel Freude daran haben.

Wenn man jedoch auf tiefschürfende Charakterfilme mit Star Trek-typischen Themen hofft, wird man garantiert enttäuscht werden. Dazu sind die heutigen Produzenten und Autoren, aber auch das bezahlende Studio nicht fähig oder wollen es auch nicht.

Ich lass mich jedenfalls mal überraschen und wäre schon überglücklich, wenn nicht wieder ein Depp die Welt, die Föderation oder das gesamte Universum (?) ausradieren möchte. Ach und es muss auch nicht in jedem zweiten Film die (oder eine) Enterprise zerstört werden.

Karl Gutersohn · 18. Juli 2021 um 16:28

Star Trek im Kino
Hier gelten andere Regeln. Man sollte sich gut unterhalten fühlen. Der Cast von Star Trek Reboot war klasse. Vielleicht muss man ganz neue Wege gehen. Ich denke, gute Fans freuen sich über eine gute Fortsetzung der Star Trek Filme. Und das wäre gut. Marvel zu kopieren wäre der falsche Weg. Lassen wir uns überraschen.

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