Wir haben für euch kurz und knapp die wichtigsten News aus den vergangenen Wochen rund um das “Star Trek-Universe” zusammengestellt.

Quelle: startrek.com

“TOS”-Movies in 4K Ultra HD

Die neue 4K Ultra HD-Movie Collection (Bild: startrek.com)

Zum 55. Geburtstag der allerersten “Star Trek”-Episode am 8. September 1966 erscheint am 7. September 2021 in den USA und am 9. September in Deutschland eine neue Movie-Box, welche abermals die ersten vier TOS-Kinofilme – “Star Trek: Der Film”, “Star Trek II: Der Zorn des Khan”, “Star Trek III: Auf der Suche nach Mr. Spock” und “Star Trek IV: Zurück in die Gegenwart” – enthält und zwar in 4K Ultra HD-Bildqualität.

Hierfür wurde jeder einzelne Film aus den Originalelementen für optimale Bildqualität neu remastert, sodass die ersten vier Leinwand-Abenteuer von Kirk und Co. nun in Dolby Vision und HDR-10 präsentiert werden können. Die Box umfasst vier Ultra HD-Discs sowie vier Blu-ray-Discs mit jeder Menge (bereits veröffentlichtem) Bonusmaterial.

Eine detaillierte Liste des Contents gibt es hier.

Bei amazon.co.uk wird die Box mit einem Preis von 80 £ geführt, was aktuell rund 93 € entspricht.

Merchandise-Lizenzen für Playmates und Blue Brixx

Playmates Toys und ViacomCBS Consumer Products gaben in der vergangenen Woche bekannt, dass das globale Spielzeugunternehmen die Lizenzrechte für Actionfiguren, Fahrzeuge sowie Schiffe, Rollenspiele und andere Spielzeugkategorien aus allen “Star Trek”-Produktionen erworben hat. Playmates wird demnach ab 2022 eine neue Spielzeug-Reihe zu “Star Trek” auf den Markt bringen. Allen voran die neue Animationsserie “Star Trek: Prodigy”, die sich naturgemäß an ein jüngeres Publikum richtet, wird in der neuen Spielzeug-Serie von Playmates eine prominente Rolle einnehmen. “Star Trek”-Fans dürfen sich aber auch auf eine neue Reihe von Actionfiguren und Zubehör zu “Star Trek: Discovery”, “Star Trek: Lower Decks”, “Star Trek: Picard” sowie den übrigen Serien und Filmen aus dem gesamten “Star Trek”-Universum freuen. Details zu den kommenden Produktlinien von Playmates werden zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben.

Die in den 90er-Jahren aufgewachsenen Trekkies dürften sich – womöglich mit nostalgischen Gefühlen – an die von Playmates vertriebenen Actionfiguren- und Modell-Reihen zu den damaligen “Star Trek”-Serien und -Filmen erinnern. Ein Stück dieser Kindheitserinnerungen wird nun in upgedateter Form ein Comeback feiern.

TOS-Figurenset von Playmates von 1993 (Bild: TrekZone Network)

Auch der deutsche Klemmbaustein-Hersteller Blue Brixx hat jüngst eine “Star Trek”-Lizenz erworben und auch schon mehrere verschiedene Produkte angekündigt. Zu diesen zählen:

  • Kommunikator aus TOS
  • Klingonischer Bird of Prey
  • Borg-Kubus
  • Raumstation Deep Space 9
  • USS Enterprise NCC-1701 (Constitution-Klasse)
  • USS Enterprise NCC-1701-A (Constitution-Refit-Klasse)
  • USS Enterprise NCC-1701-D (Galaxy-Klasse)
  • USS Voyager NCC-74656 (Intrepid-Klasse)
  • Klingonischer D’k tahg-Dolch
  • Typ 2 Phaser aus TOS
  • Typ 2 Phaser aus TNG
  • Shuttle aus TOS
  • Shuttle aus TNG

“Star Trek: Strange New Worlds” & “Star Trek: Discovery”

“Strange New Worlds” – Season 1

Die Dreharbeiten zur ersten Staffel von “Star Trek: Strange New Worlds“ befinden sich in der finalen Phase. Hauptdarsteller Anson Mount (Captain Pike) bestätigte dies Anfang des Monats via Twitter.

“Die Dreharbeiten für die letzte Folge von Staffel 1 beginnen heute. Old-School-Fans werden SEHR gespannt sein, was wir damit erreichen wollen. Wir machen so viele Dinge, die ich als Schauspieler bisher noch nie versucht habe. Es macht so viel Spaß!”

Anson Mount (07.07.2021)

Anson Mount (Photo: CC BY-SA 2.0 Gage Skidmore)

Anson Mount (Photo: CC BY-SA 2.0 Gage Skidmore)

“Strange New Worlds” wird hauptsächlich auf dem CBS-Gelände in Toronto gedreht, die Produktion beschränkt sich jedoch nicht auf das kanadische Ontario. Vergangene Woche gab das New Mexico Film Office bekannt, dass die neue “Star Trek”-Serie auch Landschaften aus New Mexico für die visuellen Effekte der Show nutzt.

“Discovery” – Season 4

Auch “Discovery”-Hauptdarstellerin Sonequa Martin-Green (Captain Burnham) bestätigte dem Magazin Collider, dass die Dreharbeiten zur vierten Season der Serie nahezu abgeschlossen sind.

“Wir sind nahezu fertig. Wir haben nur noch ein bisschen Arbeit vor uns. Da ich nun Captain bin, ist es besonders aufregend. Es ist eine große Sache für mich und ich denke wohl auch für jeden, der zuschaut. Und natürlich für die Geschichte des Franchise an sich. Ich glaube, es ist wirklich etwas Besonderes, dass eine schwarze Frau die Linie der Captains fortführt.“

„[Die Staffel] ist großartig! In Season 4 kommt EINIGES auf jeden Einzelnen zu.“

Sonequa Martin-Green

Die vierte Staffel von “Star Trek: Discovery“ soll noch in diesem Jahr auf Paramount+ erscheinen.

Sonequa Martin-Green (Michael Burnham) freut sich auf die vierte Staffel (Bild: © startrek.com)

LED-Wände statt Greenscreen

Auch in Sachen Tricktechnik hat sich in Staffel 4 einiges getan. Viele Szenen, die vor einem virtuellen Hintergrund spielen, werden nun nicht mehr vor dem Greenscreen gedreht, sondern vor großen LED-Wänden, die sogenannte In-Camera-Visual Effects liefern. In der Covid-Pandemie ist dies besonders vorteilhaft, da auch großflächige Außendreharbeiten nun im Studio durchgeführt werden können.

Einen informativen (englischsprachigen) Artikel zur Verwendung von LED-Wänden gibt es beim American Cinematographer.

William Shatner im Kreuzfeuer der Kritik

Viel Unverständnis – oder besser gesagt: einen kräftigen Shitstorm – erntete Ur-Kirk-Darsteller und Trek-Ikone William Shatner (90) Anfang des Monats für sein Tätigkeit beim US-amerikanischen Sender RT America. Shatner fungiert dort als Gastgeber der Talkshow “I Don‘t Understand” (“Ich verstehe nicht”), die sich mit ungewöhnlichen Weltraumphänomenen beschäftigt.

Das Problem: RT America ist ein Ableger der russischen, aber international agierenden Senderfamilie RT Network, vormals unter Russia Today bekannt. RT wird vom russischen Staat kontrolliert und gilt als einflussreichstes internationales Propaganda-Medium der Putin-Administration.

William Shatner (Photo CC BY-SA 2.0 Bob Bekian)

William Shatner (Photo CC BY-SA 2.0 Bob Bekian)

Folglich verwundert es nicht, dass Shatners Engagement bei RT America auf heftige Kritik gestoßen ist. Alexej Kowalew, ein Kreml-kritischer russischer Journalist, warf dem Kirk-Mimen vor, sich von RT instrumentalisieren zu lassen – also von einem Sender, der auch rassistisches Gedankengut verbreite.

Shatner wies daraufhin alle an ihn gerichteten Vorwürfe zurück und äußerte sein Unverständnis über die in seinen Augen zu harsche Kritik. Weder sei er als einfacher Moderator, der keinerlei Einfluss auf Inhalte, Gäste und Schnitt der Show habe, ein Sprachrohr der russischen Regierung; noch sei er dafür verantwortlich, dass die Produktionsfirma Ora Media, die einst vom renommierten amerikanischen Talkmaster Larry King gegründet worden war, die Show kürzlich an RT America verkauft hat.

Im weiteren Verlauf des Disputs mit seinen Kritikern geriet Shatner noch tiefer zwischen die Fronten, weil die RT-Chefredakteurin Margarita Simonjan in einem Tweet davon sprach, dass “Captain Kirk auf die Seiten des Guten“ gewechselt sei. Der 90-Jährige zeigte sich äußerst erbost über diese Aussage und betonte noch einmal, dass er Simonjan nicht persönlich kenne. Zudem sei er “unpolitisch” und seine Show habe auch nichts mit Politik zu tun.

Shatner veröffentlichte später auch noch eine Videobotschaft, in welcher er sich direkt an seine “Hater” richtet.

Auch deutsche Medien haben über Shatners Engagement bei RT berichtet, darunter Der Spiegel, die Frankfurter Allgemeine Zeitung und die Frankfurter Rundschau.

Leonard Nimoy als Prime-Spock in “Star Trek” (2009), (Bild: Paramount Pictures via TrekCore)

Zudem äußerte sich Shatner kürzlich zu den Reboot-Filmen, in denen sein langjähriger Co-Star Leonard Nimoy († 2015) zwei Gastauftritte (2009, 2013) hatte. Shatner bezeichnete Nimoys Cameo als “vollkommen überflüssig”.

Ein Erbgut namens “Borg”

Ein Forscherteam der University of California in Berkeley hat kürzlich eine bisher wohl noch unbekannte Erbgut-Struktur entdeckt. Darüber berichten mehrere Medien, darunter Der Spiegel und Deutschlandfunk Nova.

Jene DNA-Sequenzen sind ungewöhnlich lang und enthalten scheinbar genetisches Material von vielen verschiedenen Mikroben. Eine an dem Projekt beteiligte Forscherin berichtete ihrem Sohn – einem “Star Trek”-Fan – von der seltsamen Entdeckung und so war der Terminus technicus “Borg“ geboren.

Das Forscherteam vertritt die Hypothese, dass die “Borg“-Sequenzen sogenannte extrachromosomale Elemente von Mikroben sind. Darunter versteht man ein zusätzliches, nicht für das Überleben notwendige Erbgut, das von Mikroben untereinander ausgetauscht werden kann und unter bestimmten Umständen von Nutzen ist.

Die Borg dienen aufgrund ihrer assimilatorischen Fähigkeiten als Namensgeber für eine ungewöhnliche DNA-Sequenz (Bild: “Star Trek: First Contact”, Paramount Pictures via TrekCore)

END TRANSMISSION!


Matthias Suzan

Matthiasˈ Leidenschaft für "Star Trek" begann im zarten Alter von neun Jahren mit "The Next Generation". Anfänglich waren es noch die Raumschiffe und die Technik, die ihn faszinierten. Später weckten vor allem die anthropologischen, gesellschaftlichen und politischen Themen des Trek-Universums sein Interesse, sodass er sich seither für Politik- und Geisteswissenschaften interessiert. Nach knapp zwei Jahrzehnten als treuer TrekZone-Leser stieß er Ende 2017 mit dem Start von "Discovery" zur TZN-Redaktion.

0 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.