Bereits die 15. Folge zur neuen Jan Tenner-Reihe sehen wir uns in dieser Review an. Achtung, Spoiler!

Cover

Wie immer beginnen wir mit dem Cover. Von diesem kursieren wieder zwei Versionen, einmal die frontale Ansicht und eine leichte Variation, bei der Jan und Tanja seitlich weglaufen. Mit diesem wird z.B. auf audible.de geworben bzw. es ist das Cover der CD-Version.

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Die Motive sind dabei in beiden Fällen gleich: Zweistein liegt im Hintergrund unter seinem Papagei, während Jan und Tanja weglaufen. Persönlich gefällt mir hier, wie schon bei Folge 11, das Cover der Audible-Version besser. Hier ist der Vogel hinter Zweistein nicht so schillernd hell dargestellt wie in der Frontalansicht des anderen Covers.

Zudem sieht es in der Frontalansicht so aus, als würden Jan und Tanja weglaufen während man bei der Seitenansicht eher hinein interpretieren könnte, dass sie an Zweistein vorbeilaufen und vermutlich die Bösewichte angreifen. Dies wird durch den höhlenartigen Hintergrund noch verstärkt, denn dieser kommt auch in der Folge vor. Beim Frontalcover kommt dieser nahezu überhaupt nicht zur Geltung.

Insgesamt ist das Cover in Ordnung, auch wenn man schon Bessere gesehen hat. Aber es ist auch kein Totalausfall wie etwa bei Folge 14.

Audible/CD Cover.

Story

Die Handlung kann zwar erneut für sich stehen, das Vorwissen der letzten Episoden ist aber auch nicht verkehrt. Zweistein liegt nämlich im Sterben und begibt sich auf die Suche nach der Unsterblichkeit (daher auch der Titel). Dabei ist es schön, dass der in Folge 13 noch positiv erwähnte Papagei erneut ein kleines Zünglein an der Waage darstellt.

Lerox, Zerox, Gerox – bei diesem Vögelwirrwarr steigt ja keiner mehr durch. Und in der Tat, das hinter dem Federvieh wie erwähnt mehr steckt, als auf den ersten Blick ersichtlich ist, ist ein interessanter Kniff. Der wird noch dadurch erhöht, das einige alte Aliens erwachen, die sich prompt über der Erde Kämpfe liefern. Natürlich ist die Unsterblichkeitssäule genau in dem Moment aktiv, in dem sie gebraucht wird, aber andererseits treffen in anderen Serien die Helden auch immer zum richtigen Moment ein.

Dass der Born der Unsterblichkeit aber ausgerechnet auf der Erde zu finden ist, ist dann schon fast etwas zu viel des Guten. Und auch die einfache Teleportation ist – nunja. Denn Jan und Tanja werden einfach zu Zweistein und den Vögeln teleportiert. Auch wenn da ein Serum dahintersteckt, hätte man in der Tat ein paar Leute mehr mitnehmen können. Die Helden wissen nämlich im Gegensatz zu Zweistein und Konsorten nicht, wo sie hin müssen und müssen daher tricksen.

Unsere Helden stolpern dann auch mitten in den Bird-Battle und helfen Zweistein. Zumindest hier wird, nach der Folge zuvor, erneut ein Schockmoment generiert, denn Zweistein stirbt tatsächlich. Im Gegensatz zum Hirn vermutlich nicht für immer (wie auch der Titel der nächsten Folge zeigt), aber der Effekt wirkt. Etwas “billig” ist dahingegen, wie schnell der Born der Unsterblichkeit abserviert wird. Obwohl nur alle paar Hundert Jahre für eine Person benutzbar, konnte oder wollte man den Jungbrunnen nicht so stehen lassen und jagt ihn in die Luft. Offensichtlich samt der Alien-Vögel. Ein kurzer Auftritt, der leider offensichtlich macht, das der Born halt nur ein MacGuffin für die Folge ist.

Damit endet auch dieses Abenteuer schon und mündet direkt in das nächste. Allerdings bleiben ein paar Fragen offen. Woher etwa kommen die Vögel und wie kam Zweistein an sie ran? Und was ist mit den erwachten Alien-Königen (die sich offensichtlich Draken nennen)? Wird man von diesen je wieder etwas hören oder waren die nur dazu da, um zu zeigen, dass ihre Schiffe sich im Orbit der Erde selber gegenseitig ausschalteten im Kampf um den Born? Das wäre dann schon eine etwas weitere “Billiglösung”, oder anders gesagt, wären ihre Auftritte dann überflüssig. Und hat wirklich keines der Alien-Schiffe überlebt und die haben sich sauber gegenseitig weggebombt? Das war schon bei der 50-jährigen Jubiliäumsfolge von Doctor Who schwer zu schlucken…

Ob es darauf noch Antworten gibt werden freilich die nächsten Folgen zeigen. Für sich und im Kontext dieser Folge lässt einen das als Hörer schon etwas unbefriedigend zurück.

Fazit

Nicht ganz so schlecht wie Folge 14, hat auch diese Folge leider ein paar Schwächen und ein paar zu offensichtlich konstruierte Handlungsstränge. Mal sehen, was die Nachfolger daraus machen.

Bewertung 3 out of 5 stars (3 / 5)

Quick-Infos

Autor: Kevin Hayes
Jahr der Veröffentlichung (Original): 2021
Hörspiellänge: ca. 49 Minuten
Preis: 8,99 Euro
Label: Zauberstern/Kiddinx

Thomas Götz

Seitdem er 1985 zum Ersten Mal Episode IV sah und ausrief "Aber das heisst doch, Vader ist Lukes Vater" ist Tom der Science Fiction verfallen. Star Trek Fan wurde er, wie viele seiner Kollegen, 1990 mit "The Next Generation" in Deutschland. Seine ersten Buchrezensionen zu Star Trek Büchern erschienen schon 1995 im Alter von 16 Jahren im Star Trek Fanclub. Seit 2006 schreibt er auch Online Rezensionen (ab 2009 Trekzone-Exklusiv) und hat kürzlich seine 2000.Rezension veröffentlicht.

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